Newsletter vom 23.11.2016

Aktuelle Meldungen vom 23.11.2016

Berufliche Grundbildung

23.11.2016

Online-Community "Berufsbildung 2030" gestartet

Über die Online-Community "Berufsbildung 2030 – strategische Leitlinien und Vision" sind alle Akteure der Berufsbildung – Verbundpartner und weitere Interessierte – eingeladen, sich zu registrieren und die Berufsbildung 2030 mitzugestalten: Welches sind die Megatrends der kommenden Jahre? Welches sind die Prioritäten?
Weitere Informationen zum aktuellen Stand des Erarbeitungsprozesses

23.11.2016

Berufsabschluss für Erwachsene: Zwischenbericht

Das SBFI hat zwei Studien zum Thema "Berufsabschluss und Berufswechsel für Erwachsene" in Auftrag gegeben. Die erste Studie hat zum Ziel, den Bedarf der Betriebe in Bezug auf den Berufsabschluss für Erwachsene zu untersuchen. Sie startete im Februar 2016. Der Zwischenbericht ist eben erschienen. In der zweiten Studie werden die Erfahrungen und Bedürfnisse Erwachsener erhoben, die eine berufliche Grundbildung abgeschlossen haben, resp. nicht erfolgreich abschliessen konnten. Der Zwischenbericht dieser Studie wird am 19. Dezember 2016 veröffentlicht.
Weitere Informationen

23.11.2016

SBFI-Herbsttagung 2016: Tagungsbeiträge online

Das Thema der Herbsttagung der Berufsbildung vom 15. November 2016 lautete: Berufsbilder – woher, wohin? Über 700 Berufsbildungsfachleute haben teilgenommen. Die Unterlagen der Präsentationen, Referate und die Factsheets der 22 Marktstände sind auf der Tagungswebsite aufgeschaltet. Die nächste Herbsttagung der Berufsbildung wird am 28. November 2017 wieder in Bern stattfinden.

23.11.2016

Fachleute Textilpflege EFZ, Bildungsverordnung erlassen

Das SBFI hat die Verordnung über die berufliche Grundbildung Fachfrau/Fachmann Textilpflege erlassen. Sie tritt am 1. Januar 2017 in Kraft und ersetzt die Bildungsverordnung für Textilpfleger/in EFZ vom 1. Januar 2008. Die Druckversion ist in einigen Wochen beim BBL erhältlich und wird im Berufsverzeichnis zur Verfügung stehen. Der Bildungsplan ist bereits auf der Website des Verbands Textilpflege Schweiz VTS aufgeschaltet.

23.11.2016

BFS-Szenarien bis 2025 für die berufliche Grundbildung

Das BFS prognostiziert mit Szenarien für den Zeitraum von 2016 bis 2025 erhebliche strukturelle Veränderungen in der Schweizer Bevölkerung in Bezug auf die Alterung und das Bildungsniveau. Die Nachfrage nach Lehrstellen sollte gemäss den folgenden Diagrammen ab 2018 wieder wachsen:
- Berufliche Grundbildung: Erwartete Entwicklung nach ISCED-Bildungsfeld, Diagramm.
- Lernende des ersten Jahrs der beruflichen Grundbildung, Diagramm.

23.11.2016

SGAB-Newsletter erschienen

Die zweite Ausgabe des Newsletters der Schweiz. Gesellschaft für angewandte Berufsbildungsforschung (SGAB) enthält Beiträge zu den folgenden Themen:
- Lehrvertrag aufgelöst – Berufsabschluss gefährdet
- Zwischenbilanz zum Weiterbildungsgesetz
- Prekäre schulische Situation von ex-jugoslawischen Secondos
- Nationalfonds-Studie zur Entwicklung der Berufsbildung seit den 1960er-Jahren
- Wie junge Männer und Frauen sich ihre berufliche Zukunft nach der Familiengründung vorstellen
- Bilanz zur politischen Bildung auf der Sekundarstufe II

23.11.2016

Leitfaden für den interkulturellen Austausch

Der 150-seitige Leitfaden "Interkultureller Austausch in der Berufslehre – so klappt’s!" von Intermundo will einen Beitrag zum Austausch über Kultur- und Landesgrenzen hinweg leisten. Drei erprobte Modelle werden vorgestellt. Direktorinnen von Berufsfachschulen, Unternehmer, Berufsbildnerinnen und Entscheidungsträger in Politik und Verwaltung  sollen die Mobilität der Lernenden ermöglichen. Globalisierung, Digitalisierung und Industrie 4.0 fordern die jungen Berufsleute heraus. Im interkulturellen Austausch können sie die dafür notwendigen sozialen Kompetenzen und Sprachkenntnisse erfahren, üben und anwenden.

23.11.2016

Radio SRF: Beitrag zum Problem der Berufsbezeichnungen

Eine Sendung von Radio SRF befasst sich mit den Berufsbezeichnungen. Ausgehend von den "Polyberufen" wird die Entwicklung der Berufsnamen aufgezeigt, die sich im Spannungsfeld von aktuellen Tätigkeiten/Funktionen und der Person mit ihrem Berufsnamen bewegt, sowie zwischen veralteter Bezeichnung und allgemeiner Verständlichkeit. Thematisiert werden auch andere Berufe wie Flight Attendant oder Metzer und die Unterschiede zwischen den Sprachregionen.

23.11.2016

Charta zum Sponsoring in der öffentlicher Bildung

Es kann für eine Schule interessant sein, Veranstaltungen durchzuführen oder über Schulmaterialien zu verfügen, die zum Teil von Betrieben oder privaten Organisationen finanziert werden. Doch das Sponsoring kann auch zu Problemen führen: Weitergabe schülerbezogener Daten, invasive Werbung usw. Der Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH) hat dazu eine Charta und einen Leitfaden für Schulen und Behörden erarbeitet.

23.11.2016
23.11.2016

BE: Artikel zu Lehrvertragsauflösungen

Die Ausgabe 3/2016 des Berufsbildungsbriefs des Kantons Bern widmet sich den Lehrvertragsauflösungen. In einem Interview nimmt die Bildungsexpertin Irene Kriesi Stellung zu einem Trendbericht und einer nationalen Längsschnittstudie, die kürzlich vom EHB veröffentlicht wurden. Zudem wird ein Koch porträtiert, der nach einer Lehrvertragsauflösung erfolgreich eine Berufslehre abgeschlossen hat. Andere im Newsletter behandelte Themen: Vorlehre für Flüchtlinge, Einbezug der Eltern bei der Berufswahl und während der Berufsbildung.

23.11.2016

ZH: Revision des Berufsbildungsgesetzes

Der Zürcher Regierungsrat will das Einführungsgesetz über die Berufsbildung anpassen: So sollen die Angebote für Personen mit individuellen Bildungsdefiziten am Ende der obligatorischen Schulzeit nicht mehr nur auf das Berufsvorbereitungsjahr beschränkt sein. Ausserdem sollen die Beitragspflicht wie auch die Leistungen des Berufsbildungsfonds ausgeweitet werden und bei den Schulkommissionen und Schulleitungen der Berufsfachschulen soll es Anpassungen geben.
Vernehmlassungsunterlagen, Suchbegriff: "Teilrevision des Einführungsgesetzes zum Bundesgesetz über die Berufsbildung"

23.11.2016

Deutschland: Massnahmen zur Ausbildung von Geflüchteten

In Deutschland werden diverse Massnahmen rund um die Ausbildung von Geflüchteten umgesetzt:
- Es wurden vier Projekte und Initiativen prämiert, die beispielhafte Modelle zum Thema "Integration von Geflüchteten durch berufliche Bildung" entwickelt und umgesetzt haben.
- Unter dem Titel "Sprache und Kultur in der Ausbildung" finden Berufsbildungsfachleute zwei erste Video-Clips, die dazu anregen, unterschiedliche Perspektiven einzunehmen: Berufsbildner/innen schildern ihre persönliche Sicht auf die als schwierig empfundenen Ausbildungssituationen.
- Die Themen Flucht, Migration und Integration stehen im Mittelpunkt mehrerer neuer Fördermassnahmen des Bundesministeriums, das für die Forschung rund 18 Millionen Euro bereitstellt.

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

23.11.2016

BP und HFP: Meldeverfahren für beitragsberechtigte vorbereitende Kurse

Absolvierende von vorbereitenden Kursen für eidgenössische Prüfungen können voraussichtlich ab dem 1. Januar 2018 Bundesbeiträge beantragen, unabhängig vom Prüfungserfolg. Voraussetzung für den Vollzug ist eine Liste der vorbereitenden Kurse. Daher wird ab dem 16. November 2016 die Firma B,S,S. Volkswirtschaftliche Beratung im Auftrag des SBFI die Anbieter vorbereitender Kurse kontaktieren. Diese wurden in einer Vorphase über die Datenbank von berufsberatung.ch und bei den Trägerschaften erhoben. Kursanbieter, die bis zum 28. November 2016 nicht kontaktiert werden, können ihre Kurse direkt an B,S,S. melden. Vorbehalten bleibt der parlamentarische Entscheid in der Wintersession 2016.

23.11.2016

Finanzielle Weiterbildungsunterstützung für geringqualifizierte und ältere Arbeitnehmende

Um den Mangel an Fachleuten zu bekämpfen, hat der Bundesrat das WBF beauftragt, bis Ende April 2017 Konzepte zur finanziellen Unterstützung von Weiterbildungen zu entwickeln. Diese Instrumente sollen sich an geringqualifizierte Erwerbstätige und ältere Arbeitnehmende richten. Die Erarbeitung erfolgt gemeinsam mit den betroffenen Bundesstellen unter Einbezug der Sozialpartner. Siehe auch die Replik des Schweizerischen Arbeitgeberverbands, der eine staatliche Finanzierung als unnötig erachtet.

23.11.2016

Prüfungsordnungen in Vernehmlassung

Die verantwortlichen Organisationen der Arbeitswelt haben dem SBFI die Entwürfe über die Prüfungsordnungen über die Berufsprüfung Gästebetreuer/in im Tourismus mit eidgenössischem Fachausweis sowie über die höhere Fachprüfung für Meister/in Leder und Textil eingereicht.
Bundesblatt vom 15. November 2016

23.11.2016

Manifest für die Erwachsenenbildung

Die Erwachsenenbildung spielt eine grosse Rolle in der Entwicklung unserer Gesellschaft. Ob im Bereich des sozialen Zusammenhalts, der Beschäftigung, des Staatszugehörigkeit oder der nachhaltigen Weiterentwicklung: Das 21. Jahrhundert erfordert ausgebildete Erwachsene, die lebenslang lernen wollen. Dies ist die Kernbotschaft des Manifests "Freude und Macht des Lernens" für die Weiterbildung Erwachsener im 21. Jahrhundert, publiziert von der EAEA (European Association for the Education of Adults).

Mittelschulen und Hochschulen

23.11.2016

Mehr Ausbildungsplätze in Humanmedizin

Der Hochschulrat der Schweizerischen Hochschulkonferenz (SHK) hat am 18. November 2016 die Umsetzung des von Bundesrat und Parlament lancierten Sonderprogramms "Erhöhung der Anzahl Abschlüsse in Humanmedizin" über 100 Mio. Franken gutgeheissen. Die von der Rektorenkonferenz swissuniversities vorgeschlagenen Massnahmen führen – zusammen mit den von den Kantonen bereits in den letzten Jahren vorgenommenen Aufstockungen – zu jährlichen 1350 Abschlüssen in Humanmedizin bis 2025. Das sind rund 50% mehr als heute. Dieser Ausbau trägt massgeblich dazu bei, die Abhängigkeit von Ärztinnen und Ärzten aus dem Ausland zu reduzieren und die Gesundheitsversorgung sicherzustellen.
Medienmitteilung

23.11.2016

Anerkennung der militärischen Kaderausbildung im Vormarsch

Nach der Universität Zürich (siehe PANORAMA.aktuell 16/2016) anerkennt auch die Pädagogische Hochschule Luzern die militärische Kaderausbildung. Diplomierte Militärangehörige können sich für Masterprogramme, vor allem im Bereich Schulleiterausbildung und Schulmanagement, einschreiben und ECTS-Credits anrechnen lassen. Ab Frühjahr 2017 ist dies auch an der Universität Luzern möglich. Ähnliche Vereinbarungen bestehen bereits mit den Universitäten Zürich, St. Gallen und Neuenburg sowie mit sieben Fachhochschulen im Bereich Wirtschaft. Die Armee möchte bis 2017 mit allen Hochschulen solche Vereinbarungen treffen.
Medienmitteilung

23.11.2016

VS: Kantonaler Hochschulbericht 2016

Mehr als die Hälfte der Ausgaben des Kantons Wallis wird laut dem kantonalen Hochschulbericht 2016 im Hochschulbereich für ausserkantonale Ausbildungen aufgewendet. Der Kanton versucht, diese Investitionen wieder ins Gleichgewicht zu bringen und das kantonale Bildungs- und Forschungsangebot zu erweitern. Die kantonale Subvention im Forschungsbereich ermöglicht es den Walliser Hochschulen, ihre Fremdmittel um mehr als 56 Millionen Franken zu erhöhen. Dies begünstigt die Lancierung von Forschungsprojekten, Innovationen und neuen Start-ups und schafft Arbeitsplätze. Der Bericht zeigt zudem eine positive Bilanz der Beschäftigungsmöglichkeiten der Hochschulabsolventen.

23.11.2016

ZH: Zulassungsbeschränkungen an der Fachhochschule

Der Regierungsrat des Kantons Zürich hat für diverse Studiengänge der Fachhochschule die Zulassungsbeschränkungen ab dem Studienjahr 2017/2018 festgelegt. Betroffen sind die folgenden Studiengänge resp. Departemente: Soziale Arbeit, Gesundheitsförderung und Prävention, Hebamme, Ergotherapie, Pflege, Physiotherapie, Angewandte Psychologie, Design, Kulturanalysen und Vermittlung, Kunst und Medien, Darstellende Künste und Film, Musik.
Medienmitteilung

Beratung

23.11.2016

Neue Zuständigkeiten für die BSLB in der EDK

Gemäss den Kurznachrichten der Schweizerischen Berufsbildungsämter-Konferenz (SBBK) haben die SBBK, die Schweizerische Konferenz der Leiterinnen und Leiter der Berufs- und Studienberatungen (KBSB) und die Interkantonale Konferenz für Weiterbildung (IKW) ein gemeinsames Statut erarbeitet. Geschäfte zuhanden der EDK werden zukünftig von der SBBK beurteilt. Neu ist die SBBK auch für die Bereiche der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung und der Weiterbildung zuständig. Der heutige SDBB-Aufsichtsrat wird als Kommission in die SBBK integriert. Der Vorstand der EDK hat das neue Statut in seiner Sitzung vom 27. Oktober 2016 genehmigt.

23.11.2016

Studie: Unterstützung sozial benachteiligter Eltern bei der Berufswahl

Im Rahmen des nationalen Programms gegen die Armut untersucht eine Studie die Rolle der Eltern beim Berufswahlprozess ihrer Kinder. Sie zeigt die Hindernisse auf, die vor allem sozial benachteiligten Eltern verunmöglichen, ihre Kinder bei einer Berufsausbildung auf der Sekundarstufe II oder der Tertiärstufe angemessen zu unterstützen. Die Studie zeigt auch Unterstützungsmassnahmen für diese Zielgruppe.

23.11.2016

Veranstaltung: Psychologie der Arbeit

Das Institut für Psychologie der Universität Lausanne organisiert am 15. Dezember 2016 eine Konferenz zur Psychologie der Arbeit. Sie bietet einen Überblick über die Veränderungen der Arbeitswelt (prekäre Beschäftigung, Eingliederungsschwierigkeiten, Zunahme der Ungleichheiten usw.). Die Teilnehmenden können neue Kompetenzen entwickeln, um ihren Kunden zu helfen, Stress im Umgang mit dem eingeschränkten Arbeitsmarkt zu bewältigen, neue Laufbahnoptionen zu erkunden, Sorgen der Arbeitslosigkeit zu überwinden und eigene Ressourcen und Kompetenzen zu stärken. Die Konferenz wird in Englisch gehalten und umfasst Präsentationen, Diskussionen und Rollenspiele. Anmeldefrist: 8. Dezember 2016.

23.11.2016

Arbeitsmittel: Stärken und Fähigkeiten erkennen mit ProfilPASS

Das vollständig überarbeitete ProfilPASS-Workbook aus Deutschland enthält eine Sammlung von Materialien für die Reflexion bisheriger Berufs- und Lebenserfahrungen. Es soll Menschen in Umbruchsituationen unterstützen. Das Workbook kann als Buch bestellt oder auf der Internetseite www.profilpass.de kostenlos als PDF heruntergeladen werden. Für Jugendliche ab 13 Jahren wurde das Workbook "ProfilPASS für junge Menschen" überarbeitet. Es unterstützt Jugendliche bei der Entdeckung ihrer Stärken und Interessen.

23.11.2016

ZH: Berufswahlfahrplan-App wird ausgezeichnet

Mit den Human Resources Excellence Awards werden in Berlin von Quadriga und dem Fachmagazin Human Resources Manager HR-Projekte, zukunftsweisende Arbeiten und herausragende Kampagnen ausgezeichnet. Die App mit dem Berufswahlfahrplan des Amts für Jugend und Berufsberatung des Kantons Zürich erhielt in der Kategorie Azubimarketing einen Preis.

Arbeitsmarkt

23.11.2016

KOF-Beschäftigungsindikator: Arbeitsmarkt kommt nicht in Schwung

Eine Mehrzahl der Firmen empfindet die Anzahl ihrer Mitarbeitenden eher als zu hoch. Zudem plant die Mehrheit nicht, in naher Zukunft Stellen zu schaffen. Dies sind zwei Aussagen der jüngsten Ausgabe des KOF-Beschäftigungsindikators auf der Basis von Rückmeldungen von mehr als 4500 Firmen. Der Indikator notiert im 4. Quartal 2016 bei -3,7 Punkten, vor drei Monaten lag er noch bei -1,2 (revidiert von -1,5) Punkten. Die aufsteigende Tendenz des Indikators, welche die Hoffnung auf eine Trendwende am Arbeitsmarkt genährt hatte, setzte sich nicht fort.

23.11.2016

BFS: Schweizerische Arbeitskräfteerhebung im 3. Quartal 2016

Die Zahl der Erwerbstätigen in der Schweiz hat im 3. Quartal 2016 gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal um 2% zugenommen. Im gleichen Zeitraum hat die Erwerbslosenquote gemäss Angabe des Internationalen Arbeitsamts (ILO) leicht abgenommen, von 4,9 auf 4,8%. Die Jugenderwerbslosenquote (15-24-Jährige) ist hingegen von 10,6 auf 11% gestiegen. In der EU schliesslich ist die Erwerbslosenquote von 8,9 auf 8,2% gesunken. So lauten einige Resultate der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung des BFS im 3. Quartal 2016.

23.11.2016

Bericht der IAO: Zunahme der Zeit-, Temporär- und Teilzeitarbeit

Laut einem Bericht (in Englisch) der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) steigen die Zeit-, Temporär- und Teilzeitarbeit sowie Leiharbeit wesentlich an. Diese atypischen Arbeitsformen sind oft von einer grösseren Unsicherheit für die Erwerbstätigen begleitet. Die Gehälter sind bis 30% tiefer und die Arbeitenden haben mehr Mühe, ihre Rechte einzufordern und Zugang zu Sozialleistungen zu erhalten. In der Schweiz arbeiten 5% der Angestellten auf Abruf. Die Schweiz belegt bei der Teilzeitarbeit den 7. Rang in Europa.

23.11.2016

TI: Kommission erarbeitet ein Gesetz zur kantonalen Präferenz

Das Tessiner Parlament hat eine Kommission mit der Erarbeitung eines Durchführungsgesetzes zur SVP-Initiative "Prima i nostri" (zuerst die Unsrigen) beauftragt. Letztere wurde an der Abstimmung vom 25. September 2016 mit fast 60% angenommen. Die Kommission muss die Einführungsmodalitäten der Artikel definieren, die im öffentlichen oder privaten Beschäftigungsbereich für Schweizer oder im Kanton ansässige Ausländer den Vorrang vor Grenzgängern verlangen. Sie muss dem Grossen Rat vor dem 31. März 2017 einen Zwischenbericht vorlegen.
Weitere Informationen in der Zeitung Le Matin (französisch)

23.11.2016

ZH: Arbeitslosigkeits-Risiko von über 50-Jährigen

Das Risiko von Personen über 50, arbeitslos zu werden, differiert stark nach Branchen. Dies ist das Hauptergebnis einer Studie des Amtes für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Zürich. Im Vergleich mit den unter 50-Jährigen stärker vertreten sind über 50-Jährige etwa im Gesundheits- und Sozialwesen oder im verarbeitenden Gewerbe. Deutlich untervertreten sind sie hingegen bei den Finanz- und Versicherungsdienstleistungen, im Bereich Information und Kommunikation, im Gastgewerbe sowie im Bereich Immobilien und sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen. Die Studie zeigt aber auch, dass das Ausbildungsniveau – unabhängig vom Alter – entscheidend ist für die Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Berufliche Integration

23.11.2016

Zwanzig Jahre RAV: SECO warnt vor Überforderung

Anfang November 2016 wurde das 20-jährige Bestehen der Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) gefeiert. Unter anderem sprach Boris Zürcher, Leiter der Direktion für Arbeit im SECO. Er führte gemäss einem Bericht der sda aus, dass die Arbeitslosenversicherung gut aufgestellt sei. Die wirkungsorientierte Steuerung des Vollzuges habe sich bewährt. Er mahnte aber vor einer "Überforderung der RAV und überzogenen Erwartungen bei der Umsetzung eines Inländervorrangs." Eine Übertragung immer weiterer Aufgaben ginge zu Lasten der Kernaufgaben, so Zürcher. Die aktive Vermittlung von Stellensuchenden, indem RAV-Berater die Personalabteilungen der Unternehmen kontaktieren würden, sei nur eine subsidiäre Aufgabe der RAV. Die RAV verfügten mehrheitlich überhaupt nicht über die nötigen Vermittlungskompetenzen.
Weitere Informationen: HR Today

23.11.2016

Staff Finder steigt in die Gesundheitsbranche ein

Der Personalvermittler Staff Finder ergänzt seine vollautomatische Plattform mit Jobprofilen aus der Gesundheitsbranche. Ab sofort sind auf der Website Profile für Gesundheitsberufe aller Ausbildungsstufen zu finden – Fachleute für die Pflege oder Radiologie, aber auch Hebammen sowie Rettungs- und Transportsanitäter. Auch Spezialabteilungen wie IPS, OPS, Anästhesie und weitere sollen bedient werden können. Laut einer Studie des Gesundheitsobservatoriums Obsan benötigen die Institutionen bis 2020 rund 25'000 zusätzliche Fachkräfte. Die Pflege leidet unter permanentem Fachkräftemangel.

23.11.2016

TAK-Integrationsdialog: Dialogpartner ziehen positive Gesamtbilanz

Die Tripartite Agglomerationskonferenz (TAK) lancierte 2012 einen Integrationsdialog mit Wirtschaftskreisen, um die staatlich-private Zusammenarbeit für die Integration am Arbeitsplatz zu intensivieren. Sie hat nun eine positive Schlussbilanz dieser Bemühungen gezogen. So wurden 2000 Flüchtlinge zusätzlich in den Arbeitsmarkt integriert. Gelungen sei dies auch, weil staatliche Stellen heute vermehrt mit der Wirtschaft zusammenarbeiten. Bund und Kantone haben zudem Vorschläge für den Abbau von Hürden bei der Arbeitsmarktintegration erarbeitet (Vereinfachungen bei Arbeitsbewilligungen, Abschaffung der Sonderabgaben), über welche die Eidgenössischen Räte entscheiden werden.

23.11.2016

Studie: Die Sozialhilfe muss gestärkt werden

Laut einer von den Hilfswerken in Auftrag gegebene Studie muss die öffentliche Sozialhilfe in der Schweiz gestärkt werden. Die zwischen 2005 und 2015 durchgeführte Untersuchung zeigt, dass der wirtschaftliche Druck auf die Sozialdienste immer mehr steigt, die durchschnittliche Bezugsdauer sich verlängert und die Langzeitversorgung sich reduziert. Gleichzeitig haben die Hilfswerke ihre Angebote ausgeweitet und ihre Dienstleistungen in den Bereichen Beratung und Rechtsfragen verstärkt. Die Studie gelangt zum Schluss, dass der öffentlichen Sozialhilfe mehr Mittel zur Verfügung gestellt werden müssen. Andernfalls riskieren die Hilfswerke staatliche Aufgaben zu übernehmen, für die sie weder legitimiert noch finanziert sind.
Medienmitteilung von Caritas Schweiz

23.11.2016

Jahrestagung der Eidgenössischen Migrationskommission: Referate und Berichte

Die am 2. November 2016 durchgeführte Jahrestagung der Eidgenössischen Migrationskommission (EKM) widmete sich dem Thema "Arbeiten in der Migrationsgesellschaft". Die Tagung befasste sich mit Problemen zu Arbeit und Migration, mit Schwierigkeiten, die Zugewanderte erleben, mit den Auswirkungen der technischen Evolution, der Verantwortlichkeit der Arbeitgebenden sowie der Haltung der Gesellschaft in Bezug auf Assimilation und Integration. Die Tagungsunterlagen können auf der Website der EKM heruntergeladen werden. Ferner gibt ein Artikel auf albinfo.ch einen Überblick über die Tagung.

Verschiedenes

23.11.2016

Die Fachagenturen der EDK

Fachagenturen im Dienste der Bildungskooperation Schweiz gibt es seit über 50 Jahren; sie sind auf gesamtschweizerischer Ebene tätig und nehmen gezielt Aufgaben in bestimmten Themenbereichen wahr. Im Rahmen der Strategie EDK 2015+ wurden auch die Aufträge an die Fachagenturen teilweise einer Prüfung unterzogen. Der EDK-Newsletter enthält eine Übersicht über alle Fachagenturen.

23.11.2016

Nationale Illetrismus-Tagung: Präsentationen verfügbar

Im Auftrag des Bundesamtes für Kultur wurde im Rahmen der nationalen Illetrismus-Tagung (28. Oktober 2016, Bern) ein Kolloquium organisiert. Dieses war der Gruppe Lernender gewidmet, die sich im Kampf gegen den Illetrismus engagieren. Die Präsentationen sind auf der Internetseite lesenlireleggere.ch. verfügbar. Siehe insbesondere den Beitrag "Marketinginstrumente Grundkompetenzen" und die "Teilnehmenden-Umfrage Lese- und Schreibkurse 2015" (französisch).

23.11.2016

Studie: Jugendliche sind immer länger online

Schweizer Jugendliche sind mit Smartphone, Tablet & Co. durchschnittlich 25 Prozent länger online als noch vor zwei Jahren: Unter der Woche surfen sie täglich durchschnittlich 2 Stunden und 30 Minuten. Dies zeigt die JAMES-Studie 2016 der ZHAW und Swisscom. Im Netz werden oft Videos auf YouTube oder Netflix geschaut, aber auch Soziale Netzwerke genutzt. Instagram und Snapchat haben Facebook erstmals von der Spitze der Sozialen Netzwerke verdrängt.
Medienmitteilung von Swisscom

23.11.2016

Deutschland: Jugendstudie "Generation What?"

Die grosse Mehrheit der jungen Deutschen arbeitet in erster Linie, um Geld zu verdienen (60%) und nicht, um sich selbst zu verwirklichen (38%). Mit den eigenen Tätigkeitsfeldern sind die Befragten zwischen 18 und 34 Jahren dennoch überwiegend zufrieden, mit der Bezahlung hingegen nicht. Auffallend schlecht benotet wird das Bildungssystem, es wird als praxisfremd und ungerecht angesehen. Dies sind erste Ergebnisse aus Deutschland in der europaweiten Studie "Generation What?" zur Lebenswelt junger Menschen, an der sich bisher mehr als 920'000 Menschen aus 35 Ländern beteiligt haben.