Newsletter vom 09.11.2016

Aktuelle Meldungen vom 09.11.2016

Berufliche Grundbildung

09.11.2016

BM: Konsultation zur Flexibilisierung der schulischen Umsetzung

Eine Arbeitsgruppe der Eidg. Berufsmaturitätskommission erarbeitete im Rahmen eines Teilprojekts 1 sechs Eckwerte, welche die Rahmenbedingungen für die Schulen erweitern. Neu soll es möglich sein, den BM-Unterricht von der Lehrdauer des EFZ moderat zu entkoppeln. Teile des BM-Unterrichts könnten neu entweder vor oder nach der Berufslehre durchgeführt werden. Die Lernenden würden dadurch entlastet und die Lehrbetriebe profitierten, weil die Lernenden mehr Zeit im Lehrbetrieb verbringen. Die Praxisausbildung und die Produktivität würden gesteigert. Die Konsultation zu den Eckwerten wurde zur Stellungnahme an einen breiten Kreis von Adressaten versandt. Das Teilprojekt 2 zielt auf die Verbesserung der Kommunikation und Information zur BM ab.
Informationen und Konsultationsunterlagen

09.11.2016

Das SBFI stellt Folien zur Bildung von Fachkräfen zur Verfügung

Die Bildung leistet einen substanziellen Beitrag zur Fachkräfteinitiative, kann das Problem allein aber nicht lösen. Attraktive Anstellungsbedingungen, die Berufsverweildauer und weitere Aspekte tragen ebenso zur Verbesserung der Fachkräftesituation bei. Das SBFI hat einen Foliensatz inkl. Notizen erstellt, der den Beitrag der Bildung zur Fachkräfteinitiative aufzeigt und Interessierten für eigene Vorträge zur Verfügung steht. Projekte des SBFI werden vorgestellt und Kurzporträts von Personen, die von Bildungsmassnahmen profitierten, runden die Präsentation ab.

09.11.2016

Fleischberufe, Kosmetik und Hotelkommunikation: Erlassene Bildungsverordnungen

Das SBFI hat die Verordnungen über die berufliche Grundbildung für die Berufe Fleischfachfrau/fachmann EFZ, Fleischfachassistent/in EBA, Kosmetiker/in EFZ und Hotel-Kommunikationsfachfrau/fachmann EFZ erlassen. Sie treten auf den 1. Januar 2017 in Kraft. Der Druck ist in einigen Wochen beim BBL erhältlich und steht dann im Berufsverzeichnis zur Verfügung. Die Bildungspläne werden im November auf den Internetseiten der Verbände Schweizer Fleisch-Fachverband SFF, Schweizer Fachverband für Kosmetik SFK sowie Hotel & Gastro formation aufgeschaltet.

09.11.2016

BFS: Bildungsinstitutionen 2016

Die Publikation des BFS "Bildungsinstitutionen" präsentiert die Schulen nach Bildungsstufe, Trägerschaft (öffentlicher oder privater Sektor), Grösse und räumlicher Verteilung. Die Daten 2016, die sich auf das Schuljahr 2014/2015 beziehen, zeigen, dass auf 10'566 Bildungsinstitutionen in der Schweiz 7% der Schulen auf der Sekundarstufe II angesiedelt sind. Diese unterrichten 23% aller Personen in Ausbildung und beschäftigen 19% der Lehrkräfte.

09.11.2016

Swissmem anerkennt die modulare Ausbildung für Erwachsene

Die Direktionen von Swissmem und des "Centre interrégional de perfectionnement (CIP)" von Tramelan haben eine neue Vereinbarung zur modularen Ausbildung unterzeichnet. Die Verhandlungen der beiden Organisationen haben zur Anerkennung und Validierung eines modularen Ausbildungslehrgangs für die Abschlüsse als Mechanikpraktiker/in EBA und Produktionsmechaniker/in EFZ geführt.
Weitere Informationen
Die Qualifizierung von Erwachsenen mittels modularer Ausbildungen ist auch in der Ausgabe 6/2016 der Zeitschrift PANORAMA ein Thema (erscheint Mitte Dezember).

09.11.2016

JU: Übergangsjahr für das Berufsbildungsamt

Die jurassische Regierung hat für das Berufsbildungsamt (Service de la formation des niveaux secondaire II et tertiaire SFO) eine Übergangsorganisation beschlossen. Sie hat sich im Hinblick auf eine Fusion des SFO mit dem Centre jurassien d’enseignement et de formation (CEJEF) eine interne Lösung von einem Jahr vorbehalten.
Medienmitteilung

09.11.2016

ZH: Förderung der Sprachkompetenz für Fremdsprachige

Die Zürcher Konferenz Berufsbildung hat ein Massnahmenpapier zur Sprachkompetenzförderung in der Berufsbildung verabschiedet, um eine erfolgreiche Integration zu ermöglichen:
1. Die Sprachkompetenz in Deutsch und Schweizerdeutsch soll in der Berufsbildung fächerübergreifend, kontinuierlich und mit engem Bezug zur Berufspraxis gefördert werden.
2. Der Kanton Zürich wird sich am Pilotprogramm des Staatssekretariats für Migration zur Umsetzung der Integrationsvorlehre für Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene beteiligen.
3. Förderung der Fremdsprachenkompetenz durch den bereits bestehenden bilingualen Unterricht im schulischen Unterricht und in den Lehrbetrieben, ebenso durch zweisprachige Qualifikationsverfahren.

09.11.2016

Österreich/Deutschland: Berufsbildungsberichte 2016

Die ibw-Publikation "Lehrlingsausbildung im Überblick", zeigt einen aktuellen Querschnitt der Informationen aus Österreich. Neben den Lehrlingsstatistiken sind auch Daten zum Arbeitsmarkterfolg von Lehrabsolventinnen und -absolventen, zu Lehr- und Schulabbrüchen sowie zu den öffentlichen und betrieblichen Kosten der Lehrlingsausbildung verfügbar.
Für Deutschland steht der umfassende Datenreport zum Berufsbildungsbericht 2016 des BIBB neu auch als HTML-Version zur Verfügung. Er behandelt u.a. folgende Fragestellungen: Wie viele Verträge wurden für welche Ausbildungsberufe abgeschlossen? Wie beurteilen Studierende die Attraktivität beruflicher Ausbildung? Wie entwickelt sich das Ausbildungsgeschehen in den Bundesländern?

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

09.11.2016

Kompetenzorientierung in der höheren Berufsbildung

Gemäss Berufsbildungsgesetz vermitteln eidg. Berufs- und höhere Fachprüfungen auf der Tertiärstufe Qualifikationen, die für die Ausübung einer anspruchs- oder verantwortungsvollen Berufstätigkeit erforderlich sind. Die Genehmigung einer Prüfungsordnung durch das SBFI hängt unter anderem davon ab, ob sich der Inhalt der Prüfung gemäss Berufsbildungsverordnung an den für diese Berufstätigkeiten erforderlichen Qualifikationen orientiert. In den SBFI News 8/16 wird dargestellt, wie diese Übereinstimmung zwischen den Anforderungen der Arbeitswelt und der Prüfung sichergestellt wird.

Mittelschulen und Hochschulen

09.11.2016

Neu auch mit Fachmaturität und Ergänzungsprüfung an die Universität

Ab dem kommenden Jahr können auch die Inhaberinnen und Inhaber einer Fachmaturität nach erfolgreichem Absolvieren einer Ergänzungsprüfung ("Passerellen-Prüfung") an einer universitären Hochschule studieren. Diese Möglichkeit bestand bislang bereits für die Absolventinnen und Absolventen einer Berufsmaturität. Der Bundesrat hat am 9. November 2016 eine entsprechende Verordnungsänderung beschlossen. Die Kantone haben der hierfür ebenfalls notwendigen Anpassung des interkantonalen Rechts am 27. Oktober 2016 an der EDK-Plenarversammlung zugestimmt.
Medienmitteilung

09.11.2016

BFS: Maturitätsquoten 2015

Die Maturitätsquote 2015 aller Maturitätstypen in der Schweiz beträgt laut dem BFS 37,5%: Davon sind 20,1% junge Erwachsene, die mit der gymnasialen Maturität und 14,7%, die mit der Berufsmaturität abgeschlossen haben. 2,7% haben die Fachmaturität absolviert. Aufgeschlüsselt nach den Kantonen findet sich die höchste Quote über alle Maturitätstypen im Kanton Tessin (50,5%), an zweiter Stelle folgt Basel Stadt (48,4%). Das Schlusslicht bilden Glarus (27,0%) und Thurgau (29,8%). In den Kantonen Glarus, Schaffhausen und Thurgau verfügen mehr junge Erwachsene über einen Berufsmaturitätsabschluss als über den Abschluss der gymnasialen Maturität.

09.11.2016

BFS: Hochschulabsolventenbefragung 2015

Die Ergebnisse der Erhebung 2015 zur Hochschulabsolventenbefragung sind ab sofort grafisch dargestellt und kommentiert auf dem Internetportal des BFS verfügbar. Die Erhebungen informieren über den Übergang von der Hochschule in den Arbeitsmarkt sowie über die Anstellungsbedingungen und den Karriereverlauf in den ersten fünf Jahren nach dem Hochschulabschluss.

09.11.2016

BFS: Ausbildung der Lehrkräfte in der Schweiz

Die Ausbildung künftiger Lehrkräfte variiert je nach Kanton und Unterrichtsstufe. Eine neue Publikation des BFS präsentiert Ergebnisse für die Jahre 2012-2015 für jede Schulstufe in Form von Standardtabellen. Eigene Kapitel sind Spezialausbildungen wie der Heilpädagogik sowie den Programmen für Quereinsteiger/innen gewidmet.

09.11.2016

FHNW: Eignungsabklärung für zukünftige Lehrpersonen

Die Pädagogische Hochschule der FHNW überprüft in einem Assessmentverfahren die Eignung für den Lehrberuf für die Studiengänge Kindergarten-/Unterstufe, Primarstufe und Sekundarstufe I und II. Die Berufseignungsabklärung ist bereits vor Studienbeginn möglich. Erst nach dem erfolgreichen Abschluss des Assessments ist es möglich, die in den Studiengängen vorgesehenen Praktika zu absolvieren.

09.11.2016
09.11.2016

Das Aus für "NZZ Campus"

Am 23. November 2016 erscheint die letzte Ausgabe von "NZZ Campus". Das 2006 lancierte Studentenmagazin wird aus ökonomischen Gründen eingestellt. Es habe im Werbemarkt nicht den gewünschten Erfolg gehabt. Die NZZ plant stattdessen Veranstaltungen für Studierende und will die Berichterstattung zu Bildungsthemen in den anderen Kanälen ausbauen.
Medienmitteilung

Beratung

09.11.2016

SDBB-Weiterbildungsprogramm 2017

Das Weiterbildungsprogramm für die Fachleute der Berufs-. Studien- und Laufbahnberatung ist auf der Website des SDBB aufgeschaltet. Die Seminare legen den Fokus auf psychologische Themen, diagnostische Instrumente oder Beratungstechniken. Informationsveranstaltungen konzentrieren sich auf ausgewählte Berufsfelder und Laufbahnen, an Tagungen werden aktuelle Themen der BSLB behandelt. Die Anmeldefrist läuft ab sofort bis am 30. Dezember 2016.

09.11.2016

Qualitätssicherung in der Berufseignungsdiagnostik

Die Föderation der Schweizer Psychologinnen und Psychologen (FSP) organisierte am 15. Oktober 2016 eine Fachtagung über die Qualitätssicherung in der Berufseignungsdiagnostik. Der Referent Martin Kersting von der Universität Giessen (D) stellte die DIN-Norm 33430 vor, in der Anforderungen an die Verfahren und den Einsatz von berufsbezogenen Eignungsbeurteilungen definiert sind. Patrizia Herzog, Leiterin der Abteilung Human Resources des SECO zeigte auf, warum es eine strengere Qualitätssicherung brauche. Die Präsentationen dieser und weiterer Referentinnen und Referenten finden sich auf der Website der FSP.

09.11.2016

Zwei Jugendstudien

Digital detoxing ist völlig out, bei Google arbeiten ein Traumziel und Flexibilität in der Lebensplanung ebenso wichtig wie eine solide Ausbildung und das Erreichen monetärer Lebensziele. Das sind einige Ergebnisse des Credit Suisse Jugendbarometers 2016. Befragt wurden Jugendliche zwischen 16 und 25 Jahren in den USA, Brasilien, Singapur und der Schweiz. Ausserdem haben die Eidgenössischen Jugendbefragungen ch-x die neue Langzeitstudie "Young Adult Survey Switzerland" angekündigt. Sie wird alljährlich die Bildungsbiographien, Lebensverhältnisse sowie die gesellschaftlichen und politischen Orientierungen der jungen Erwachsenen in der Schweiz erheben. Der erste Berichtsband stellt die Ziele und das Design sowie exemplarisch einige Ergebnisse der ersten Befragung vor.

09.11.2016

LU: Einführung des Studienwahl-Fahrplans

Der Kanton Luzern führt für alle Gymnasien einen gemeinsamen Studienwahl-Fahrplan ein. Dieser regelt die Rollen und Aufgaben der Schulen und der Studienberatung des BIZ und legt einen verbindlichen Ablauf für die Beratungs- und Unterstützungsleistungen fest. Alle Schüler/innen der Gymnasien erhalten zukünftig eine vereinheitlichte Beratung und Unterstützung bei ihrer Studien- und Berufswahl. Mit der Einführung des Studienwahl-Fahrplans reagiert der Kanton auf Empfehlungen der EDK und Resultate einer Befragung ehemaliger Gymnasiastinnen und Gymnasiasten.

Arbeitsmarkt

09.11.2016

KOF: Auswirkungen der vierten industriellen Revolution

Was sind die Auswirkungen der "vierten industriellen Revolution"? Die KOF hat erstmalig die in der Schweiz ansässigen, forschenden Ökonominnen und Ökonomen zu deren Einschätzungen befragt. Diese sind hinsichtlich der kurzfristigen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt geteilter Meinung. Längerfristig erwarten die Antwortenden aber keine negativen Effekte. Sie beurteilen die Schweizer Wirtschaft als relativ gut für die Herausforderungen der "Industrie 4.0" aufgestellt. Allerdings tendiert eine Mehrheit der Ökonomen/-innen zur Ansicht, dass in den Industrieländern die Einkommensverteilung durch diese neuen Technologien ungleicher werden dürfte.

09.11.2016

KOF: Abnahme der Arbeitsqualität Jugendlicher

Der aktuelle KOF Jugendarbeitsmarktindex (KOF YLMI) zeigt, dass sich die Arbeitsqualität Jugendlicher im Zeitraum von 2008 bis 2014 in fast allen europäischen Ländern verschlechtert hat. Zwölf Indikatoren ermöglichen eine eingehendere Analyse der Lage Jugendlicher auf dem Arbeitsmarkt als nur ein Blick auf ihre Arbeitslosenquote. Einer der Indikatoren zeigt insbesondere die massive Zunahme Jugendlicher mit einem Teilzeitarbeitsvertrag. Mit einem Indexwert von 5,7 Punkten auf einer Skala von 1-7 (kleiner Rückgang gegenüber 2013) bestätigt die Schweiz die insgesamt sehr guten Bedingungen und nimmt hinter Dänemark den zweiten Platz ein.
Medienmitteilung

09.11.2016

BFS: Situation der Mütter auf dem Arbeitsmarkt

Gemäss einer Studie des BFS "Mütter auf dem Arbeitsmarkt" ist die Beteiligung der Mütter am Arbeitsmarkt in der Schweiz stark angestiegen, von 59,6% im Jahr 1991 auf 78,8% im Jahr 2015. Die Geburt eines ersten Kindes führt zu einer deutlichen Reduktion der Arbeitszeit, eine von sieben Müttern verlässt den Arbeitsmarkt nach der Schwangerschaft. Vier von fünf erwerbstätigen Müttern leisten Teilzeitarbeit. Im europäischen Vergleich ist die Schweiz nach den Niederlanden das Land mit dem höchsten Anteil an Frauen in Teilzeitarbeit. Die auf der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (SAKE) basierende Studie zeigt auch, dass die Geburt eines Kindes mit keiner signifikanten Auswirkung auf die berufliche Situation der Väter verbunden ist. Ein Artikel (französisch) in "Le Temps" zum gleichen Thema greift die Zunahme der Entlassungen von Frauen nach ihrem Mutterschaftsurlaub auf.

09.11.2016

BFS: Erwerbsmodelle von Paaren

Das BFS hat die Publikation "Ein Porträt der Schweiz" veröffentlicht, die die Ergebnisse aus den Volkszählungen 2010-2014 zusammenfasst. Sie ist auch eine Quelle für Fragen der Bildung und der Arbeitsintegration. Sie zeigt etwa, dass 65% der Kinder, die ein Gymnasium besuchen, Eltern mit Tertiärabschluss haben. Ein Blick auf die Erwerbsmodelle zeigt, dass die Zahl der Paarhaushalte, in denen beide Personen voll erwerbstätig sind, seit 1970 unverändert 11% beträgt. Demgegenüber nahm die Zahl der Paaraushalte, in der die Frau Teilzeit und der Mann Vollzeit arbeitet, von 12 auf 44% zu. Dass die Frau nicht erwerbstätig ist, während der Mann vollzeitlich arbeitet, findet sich noch in 26% der Fälle.

09.11.2016

Bis 2024 werden nahezu 25'000 ICT-Fachkräfte fehlen

Laut einer Studie des Berufsverbands ICT-Berufsbildung Schweiz ist die Zahl der ICT-Angestellten seit 2013 um 13'000 Personen gestiegen, 24'000 weitere Arbeitsplätze müssten bis 2024 geschaffen werden. Namentlich infolge von Pensionierungen wird die Wirtschaft nahezu 75'000 ICT-Fachkräfte benötigen. Durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte und die Ausbildung neuer Fachkräfte kann der zusätzliche Bedarf zu zwei Dritteln gedeckt werden. Eine strikte Umsetzung der Initiative "Gegen Masseneinwanderung" beunruhigt die Autoren der Studie, die schätzen, dass sich der zu erwartende Fachkräftemangel auf 35'000 Personen erhöhen würde.
Medienmitteilung

Berufliche Integration

09.11.2016

Integration Flüchtlinge: Wie das Glarner Modell funktioniert

Im Kanton Glarus werden Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene zuerst durch Sprachförderung auf ein Niveau gebracht, ab dem eine berufliche Integration überhaupt Sinn macht und möglich ist (je nach Berufsziel mindestens Niveau A1 bis B1/B2.) Danach braucht es Einstiegschancen seitens der Arbeitgeber in Form von Schnupperwochen, Praktika, Lehrstellen sowie Temporär- und Festanstellungen. Die Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommenen werden beim Berufseinstieg durch einen Job Coach begleitet und dadurch schrittweise an die schweizerische Arbeitskultur herangeführt. Ein Beitrag von SRF zeigt, dass man beim Bund, der die ersten fünf bis sieben Jahre Sozialhilfe für Flüchtlinge bezahlt, das Glarner Experiment besonders aufmerksam beobachtet – auch weil ab 2018 landesweit ein ähnliches Programm mit 1000 Flüchtlingen pro Jahr beginnen soll.

09.11.2016

HEKS: Brachliegendes Potenzial der Migrantinnen und Migranten

Das Hilfswerk HEKS hat eine Plattform lanciert, auf der 66 Berufsprofile von Migrantinnen und Migranten zu finden sind, die in ihrem Herkunftsland eine Hochschul- oder Berufsausbildung abgeschlossen haben oder über langjährige Berufserfahrung verfügen. Mit der Kampagne "Chancengleichheit zahlt sich aus" informiert HEKS die Schweizer Öffentlichkeit über dieses brachliegende Potenzial von Migrantinnen und Migranten. Zudem schafft HEKS Verbindungen zur Wirtschaft und appelliert an Unternehmen, einen Beitrag zur erfolgreichen Integration von Flüchtlingen und Zugewanderten zu leisten.

09.11.2016

Die Suva baut ihr Reintegrationsprogramm aus

Nach erfolgreichem Pilotversuch baut die Suva ihr Reintegrationsprogramm aus. Damit will sie Arbeitgebern mehr finanzielle Anreize bieten, Menschen nach einem Unfall eine berufliche Perspektive zu geben. In Zukunft soll das Angebot auch für Unternehmen infrage kommen, die eigene verunfallte Mitarbeitende wiedereingliedern. Mit dem neuen Anreizsystem hat die Suva die Möglichkeit, Wiedereingliederungskosten bis zu 20'000 Franken zu übernehmen. Darunter fallen etwa Arbeitsplatzanpassungen, Kosten für die Einarbeitung an einen neuen Arbeitsplatz oder Ausbildungskurse im Hinblick auf eine Umplatzierung oder Neuanstellung. Zudem kann bei einem erfolgreichen Abschluss der Massnahme ein Erfolgshonorar von 20'000 Franken ausbezahlt werden.
Medienmitteilung

09.11.2016

Zeitschrift "terra cognita": Wirtschaft und Arbeit im Fokus

Der konstant steigenden Nachfrage nach ausländischen Fachkräften stehen Probleme mit der Integration bestimmter Gruppen von Zugewanderten gegenüber. Was bedeutet das für Wirtschaft und Gesellschaft? Die Zeitschrift "terra cognita" Nummer 29 (Publikation der Eidgenössischen Kommission für Migrationsfragen) hinterfragt Modelle und Strategien zur beruflichen Integration. Sie befasst sich mit aktuellen Trends in der Schweizer Arbeitswelt und deren Geschichte. Sie stellt innovative Projekte vor und lässt Unternehmer/innen, Behördenvertreter/innen und Berufsleute zu Wort kommen.
Medienmitteilung

Verschiedenes

09.11.2016

EDK: Präsidentin und Generalsekretärin gewählt

Die kantonalen Erziehungsdirektorinnen und -direktoren haben Regierungsrätin Silvia Steiner für eine Amtsperiode (2017 bis 2020) zur Präsidentin der EDK als Nachfolgerin von Christoph Eymann (BS) gewählt. Steiner ist seit 2015 Bildungsdirektorin des Kantons Zürich und Mitglied des EDK-Vorstands. An der gleichen Sitzung hat die Versammlung Susanne Hardmeier per 1. April 2017 zur neuen Generalsekretärin gewählt. Die Juristin leitet seit 2011 die Abteilung Planung und Prozesse im Generalsekretariat und folgt auf Hans Ambühl, dessen Stellvertreterin sie ist.
Medienmitteilung

09.11.2016

Zeitschrift "L'Educateur": Fernunterricht und digitale Identität

Die Ausgabe Nr. 8 (23. September 2016) der Zeitschrift "L'Educateur" der Lehrergewerkschaft der Romandie enthält ein Dossier zum Thema Fernunterricht. Behandelte Themen: digitale Identität, Flexibilität des Fernunterrichts, zunehmende Bedeutung der MOOCs ("Massive Open Online Courses"), oder auch die Rolle der Digitalisierung, sowohl für die Weiterbildung im Allgemeinen als auch für die beruflichen Ausbildungen von Lehrpersonen und Schüler/innen.

09.11.2016

Einer von fünf Schweizern von der digitalen Welt ausgeschlossen

Zum vierten Mal hat die Schweizerische Stiftung "Zugang für alle" die Schweizer "Accessibility-Studie 2016" durchgeführt. In diesem Rahmen hat sie hundert amtliche Websites sowie fünfzehn öffentliche Mobile Apps von Newsportalen getestet. Die Ergebnisse zeigen, dass 20% der Bevölkerung nur einen beschränkten Zugang haben. Die Websites des Bundes und bundesnaher Betriebe (Post, SBB) schneiden besser ab als solche privater Anbieter.