Newsletter vom 26.10.2016

Aktuelle Meldungen vom 26.10.2016

Berufliche Grundbildung

26.10.2016

Lehrstellenbarometer: Mehr Lehrstellen als Lernende

Wie in den Vorjahren hat das Lehrstellenangebot von Mitte April bis Ende August 2016 weiter zugenommen (+15'500). Am Stichtag 31. August 2016 boten die Unternehmen hochgerechnet 94'500 Lehrstellen an. Davon wurden 84'500 vergeben, 10'000 blieben offen. Das zeigen die Hochrechnungen des Lehrstellenbarometers, die das SBFI erstellen liess.

26.10.2016

Parlamentarische Vorstösse aus der Herbstsession 2016

Während der Herbstsession des Bundesparlaments im September 2016 wurden folgende Vorstösse zur Berufsbildung eingereicht:
- Anerkennung und Berufsbildung für Personen, die sich um Betagte und Menschen mit Behinderungen kümmern (Motion 16.3830)
- Fachkräfteinitiative: Erhöhung des Frauenanteils bei ICT-Berufen (Motion 16.3730)
- Fehlende Fachkräfte selber ausbilden statt Kontingente erhöhen (Motion 16.3729)
- Mitverantwortung des Bundes bei der Förderung der politischen Bildung (Interpellation 16.3833)
- Sind wir fit für die Arbeitswelt 4.0? (Interpellation 16.3694)
- Digitale Wirtschaft und Arbeitsmarkt (Postulat 16.3706)
- Voraussetzungen zur Ausübung von gewissen Berufen: Stand der Dinge (Postulat 16.3754)

26.10.2016
26.10.2016

IDES: Geschäfte zur Bildung in den Kantonen im Oktober 2016

Das Informations- und Dokumentationszentrum IDES der EDK publiziert die umfassende Liste "Parlamentarische Dokumentation", auf der sie die aktuellen Geschäfte im Bereich Bildung aufführt. Die Liste enthält neben Geschäften der Berufsbildung/Sekundarstufe II, Weiterbildung und Hochschulen auch solche der obligatorischen Schule.
Parlamentarische Dokumentation zur Bildungspolitik 10/2016
Beachte insbesondere TG: Gesetz betreffend die Änderung des Gesetzes über die Berufsbildung und die Mittelschulen.

26.10.2016

BFS: Szenarien 2016-2025 für die Sekundarstufe II

Gemäss den Szenarien 2016-2025 des BFS für das Bildungssystem werden die Lernendenbestände der Sekundarstufe II bis 2019 leicht rückläufig sein, bevor sie ab 2020 erneut ansteigen. Die Zahl der Abschlüsse der beruflichen Grundbildung (EFZ und EBA) dürfte zwischen 2015 und 2021 um etwa 4% abnehmen und dann wieder ansteigen (+2% bis 2025). Die seit zehn Jahren zunehmende Gesamtzahl der drei Maturitätstypen (gymnasiale und berufliche Maturität, Fachmaturität) dürfte weiter zunehmen.

26.10.2016

EHB: Aktuelle Forschungsprojekte per Oktober 2016

Am EHB laufen folgende Forschungsprojekte (Stand: 13. Oktober 2016):
- Projekt "Integrationsvorlehre für Flüchtlinge – Beratungsmandat im Auftrag des Staatssekretariats für Migration"
- Projekt "Laufbahnstudie SavoirSocial"
- Projekt "Commissione Cantonale Esercenti (Kantonale Wirteprüfungskommission)"
- Projekt "Evaluation des Jugendprogramms LIFT"
- Projekt "Nach- und Höherqualifizierung im Rahmen der beruflichen Grundbildungen: Erarbeitung von Grundlagen für die Anrechnung von Bildungsleistungen"
- Projekt "Instrumentarium Lehrdauer"
- Projekt "Öffentliche Einstellungen gegenüber der Rolle des Staates und die private Bereitstellung von Bildungsangeboten"

26.10.2016

EHB: Master of Science in Berufsbildung

Das EHB bietet den Master of Science in Berufsbildung an. Dabei handelt es sich um einen mehrsprachigen dreijährigen Teilzeit-Studiengang (Deutsch, Französisch, Englisch). Die Kurse basieren auf wissenschaftlichen Grundlagen in Wirtschaft, Soziologie, Psychologie und Pädagogik. Der nächste Studienbeginn des Masters mit einem neuen Studienplan ist im August 2017. Die Einschreibefrist läuft bis zum 30. Juni 2017.

26.10.2016

SKBF: Forschungsprojekte im Bereich Berufsbildung

Im Newsletter "Information Bildungsforschung 4/2016" der Schweizerischen Koordinationsstelle für Bildungsforschung SKBF finden sich vier Projekte, welche die Berufsbildung oder die Weiterbildung thematisieren:
- Projekt "Was bietet die Universität Zürich an beruflicher Grundbildung an?"
- Projekt "Der soziale Status der beruflichen Grundbildung in der Schweiz"
- Projekt "Evaluation des Aufnahmeverfahrens an die sanktgallische allgemeinbildende Mittelschule sowie an die lehrbegleitende Berufsmaturitätsschule"
- Projekt "Evaluation des Genfer 'Chèque annuel de formation' und des Zugangs von Geringqualifizierten zu Weiterbildung"

26.10.2016

KOF: Vergleichsstudie zum Link zwischen Bildung und Beschäftigung

Der Erfolg der Wirtschaft hängt eng mit der Koppelung der Protagonisten des Arbeits- und Bildungssystems zusammen. Sie ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass die Berufsbildung die Situation der Jugendlichen auf dem Arbeitsmarkt verbessern kann. Im Rahmen einer internationalen Vergleichsstudie hat die Konjunkturforschungsstelle (KOF) untersucht, wie stark die Koppelung der Akteure der beiden Systeme ist. Die Koppelungsintensität wurde anhand einer Umfrage bei Experten aus 20 Ländern gemessen. Dabei wurden die besten Bildungssysteme in zwei Gruppen aufgeteilt: Zum einen sind es die zehn Länder mit den besten PISA-Resultaten, zum andern die mit den besten Ergebnissen auf dem Jugendarbeitsmarkt.

26.10.2016

Folio zum Thema Kommunikation

Die Zeitschrift für Lehrer/innen an Berufsfachschulen Folio behandelt in seiner Ausgabe 05/2016 die Kommunikation und Evaluation in verschiedenen Situationen der beruflichen Grundbildung. Die Artikel thematisieren den als Standortgespräch bezeichneten Bildungsbericht, die Kommunikation zwischen Lernenden und Lehrer/innen, die Klausur der Lehrpersonen, das Lernen mit digitalen Medien und das Troubleshootersystem einer Berufsfachschule. Weitere Beiträge stellen die Mediothek an Berufsfachschulen und ein Projekt für die nachhaltige Entwicklung an der Berufsfachschule Zug vor.

26.10.2016

VD: Erfahrungen im Freiwilligenbereich gleich anerkannt wie Praktika

Artikel 30 des Waadtländer Jugendförderungsgesetzes schafft die Möglichkeit, Erfahrungen im Freiwilligenbereich in ausserschulischer Tätigkeit oder in Jugendorganisationen im Bereich der Berufsbildung anzuerkennen. Zum Beispiel kann diese Bestimmung bei den Praktika in der Arbeitswelt oder bei nicht spezifizierten Praktika im 4. Jahr der Fachmaturität "Gesundheit" und "Soziales" zur Anwendung kommen.
Medienmitteilung (in Französisch)
Vergleiche auch die Studie des EHB über das Engagement junger Personen in freiwilligen Tätigkeiten und Kompetenzentwicklung.

26.10.2016
26.10.2016

Deutschland: Instrument für Selbstevaluation der Lehrbetriebe

Ein Selbstbewertungs-Check aus Deutschland unterstützt kleine und mittlere Unternehmen dabei, die vorhandene Aus- und Weiterbildung zu überprüfen und zu verbessern. Diese Potenzialanalyse ist kostenlos und kann als Broschüre oder Online-Version mit Praxishilfen bezogen werden. Für das Instrument wurden Ergebnisse aus dem BIBB-Modellprogramm "Qualitätsentwicklung und -sicherung in der betrieblichen Berufsausbildung" berücksichtigt.

26.10.2016

Österreich: Höchste staatliche Auszeichnungen für Lehrbetriebe

In Österreich wurde 23 Lehrbetrieben das Bundeswappen mit dem Zusatz "Staatlich ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb" verliehen. Diese Auszeichnung ist ein besonderes Qualitätssiegel im Bereich der Ausbildung junger Menschen und zeigt den Beitrag, den diese Unternehmen für die Zukunft sowohl der Jugendlichen als auch der Wirtschaft in Österreich leisten. Der Staatssekretär unterstrich die Bedeutung der dualen Ausbildung, mit der junge Menschen auf das Berufsleben vorbereitet werden.
Weitere Informationen

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

26.10.2016

Prüfungsordnungen in Vernehmlassung

Die zuständigen Organisationen der Arbeitswelt haben dem SBFI folgende Entwürfe der Änderung der Prüfungsordnung über die Berufsprüfung eingereicht: Gastro-Betriebsleiter/in, Carrosseriewerkstattleiter/in, Fachrichtung Lackiererei, Spenglerei und Fahrzeugbau sowie Sprengfachmann/Sprengfachfrau, je mit eidgenössischem Fachausweis.
Bundesblatt vom 11. Oktober, 18. Oktober und 25. Oktober 2016

26.10.2016

Deutschland: Höhere Weiterbildungsstipendien

Ab 2017 werden in Deutschland Weiterbildungsstipendien um 20 Prozent auf 7200 Euro erhöht und können neben Lehrgangskosten neu auch für Prüfungskosten verwendet werden. Neu ist auch der "IT-Bonus", das heisst ein Zuschuss für die Anschaffung eines Computers. Für die Weiterbildungsstipendien bewerben können sich junge Fachkräfte mit hervorragender Leistung in Berufsausbildung und Berufspraxis. Sie können an Vorbereitungskursen für Meister-, Techniker- oder Fachwirtsqualifikationen oder an fachübergreifenden Lehrgängen wie Software- oder Intensivsprachkursen teilnehmen.

Mittelschulen und Hochschulen

26.10.2016

Zugang zum Master in Medizin mit dem Bachelor in Biologie

Im Rahmen des Spezialprogramms des Bundes im Kampf gegen den Ärztemangel schlägt die Universität Lausanne in Zusammenarbeit mit der ETH Lausanne (EPFL) vor, ab 2017 oder 2018 eine Passerelle von einem Jahr anzubieten, die Inhaber/innen eines Bachelors in Biologie oder in Biowissenschaften ermöglicht, Medizin zu studieren. Nach erfolgreichem Abschluss dieses Jahres könnten die Kandidaten/-innen in das erste Jahr der Masterausbildung in Medizin übertreten. Die Septemberausgabe der Zeitschrift "Allez savoir!" der Uni Lausanne orientiert über die Ärzteausbildung.

26.10.2016

LU: Informatikmittelschule ab 2017

Der Kanton Luzern bietet ab dem kommenden Schuljahr eine Informatikmittelschule an. Diese führt in drei Schuljahren und einem Praktikumsjahr zum Abschluss als Informatiker/in EFZ mit Fachrichtung Applikationsentwicklung und kaufmännischer Berufsmaturität. Die Ausbildung richtet sich an leistungsstarke Jugendliche.

26.10.2016

VD: Was wird aus den Diplomierten der UNIL?

Vier Jahre nach Studienabschluss geht die grosse Mehrheit der Diplomierten der Universität Lausanne (UNIL) einer beruflichen Tätigkeit nach. 60% von ihnen haben ihre Ausbildung über den Master hinaus weitergeführt, 22% haben ihr Berufsleben mit einem Praktikum begonnen. Diese Angaben sind das Ergebnis einer Umfrage, die 2015 durch die Ausbildungs- und Laufbahnberatung (SOC) der UNIL durchgeführt wurde.

Beratung

26.10.2016

Neue Plattform für digitale Aus- und Weiterbildungen

Der 2015 gegründete branchenübergreifende Verband "digitalswitzerland" will die Schweiz als attraktiven Standort für digitale Start-ups positionieren und Unternehmen bei digitalen Herausforderungen unterstützen. Dazu dient auch die neue Webplattform educationdigital.ch. Diese ermöglicht einen Überblick über das Weiterbildungsangebot von über 20 Anbietern im Digitalbereich. Unterdessen engagieren sich mehr als 33 Organisationen für digitalswitzerland, Projektpartner sind u.a. Google, die Universität St. Gallen und das World Economic Forum.

26.10.2016

Online-Portal für die Studienwahl

Im Internet finden Studieninteressierte für die Klärung ihrer Studienwahl über 500 deutschsprachige Online-Self-Assessments, sagen Prof. Benedikt Hell, FHNW und Prof. Stefan Höft, Hochschule der Bundesagentur für Arbeit in Mannheim. In einem länderübergreifenden Kooperationsprojekt wurden diese Online-Tests recherchiert und in einem Überblicksportal zusammengefügt. Das Portal will drei Zielgruppen helfen: Studieninteressierten (mit einer favorisierten Studienrichtung oder einer noch völlig offenen Wahl), Beratungspersonen und Anbietern von Online-Self-Assessments.

26.10.2016

Online-Test für zukünftige Unternehmer/innen

Die Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW hat einen Online-Test für angehende Unternehmensgründerinnen und -gründer entwickelt. Drei Module liefern Rückmeldungen zu den Dimensionen unternehmerischer Erfolg, Gesundheit und Leistungsfähigkeit sowie zu Persönlichkeitsmerkmalen ("Big Five"). Das Projekt ist Teil des Forschungs- und Entwicklungsprogramms "Unternehmertum" zur Förderung des unternehmerischen Denkens und Handelns in der Nordwestschweiz.

26.10.2016

Online-Lernspiel "like2be"

Schweizer Jugendliche wählen ihre Berufe sehr geschlechterstereotyp. Als Massnahme zur Förderung einer geschlechtsunabhängigen Berufswahl hat das interdisziplinäre Zentrum für Geschlechterforschung der Universität Bern ein elektronisches Lernspiel entwickelt. Im Spiel übernehmen die Jugendlichen die Rolle von Berufsberatenden. Ihre Aufgabe ist es, für Personen mit unterschiedlichen Lebensläufen und Fähigkeiten möglichst passende Jobs zu finden. Das Spiel ist für die schulische Berufswahlvorbereitung und für Berufsberatungsinstitutionen konzipiert, in drei Landessprachen spielbar und kostenlos verfügbar unter www.like2be.ch. In der Zeitschrift PANORAMA 6/2016, welche im Dezember erscheint, wird das Spiel näher vorgestellt.

26.10.2016

Berufswahlworkshop "Mein Beruf"

Ein Workshop für Schüler/innen der Sekundarstufe I will von Geschlechterstereotypen geprägte Berufsvorstellungen erweitern. Der Berufswahlworkshop "Mein Beruf" ist ein Angebot der Fachstelle jumpps in Zusammenarbeit mit SRF mySchool und dem Projektbüro Miozzari GmbH. Im Basismodul arbeiten die Schüler/innen mit Videoporträts junger Menschen, die einen geschlechtsuntypischen Beruf ergriffen haben. Im Live-Modul diskutieren die Jugendlichen Geschlechterstereotypen mit Berufslernenden und jungen Berufstätigen. "Mein Beruf" geht hervor aus dem Workshop "Von Maurerinnen und Floristen", umgesetzt im Kanton Zürich von 2012 bis 2014.

26.10.2016

AGAB: Fachtagung zur Studienwahl

Wie lassen sich Best Practice für Studienwahlprozesse fördern und weiterentwickeln? Zu diesem Thema führt die AGAB (Vereinigung der Fachleute für Beratung und Information im Mittel- und Hochschulbereich) am 24./25. November eine Fachtagung durch. Das Tagungsprogramm, an dem auch Nicht-AGAB-Mitglieder teilnehmen können, nimmt Empfehlungen der EDK zur Verbesserung der Studien- und Laufbahnberatung auf: mit einer Keynote von Prof. Dr. Loprieno, neuen Rahmenkonzepten zur Berufs-, Studien- und Laufbahnwahl an den Gymnasien und Fakten des BFS zu Dropouts an Hochschulen. Basis der Tagung sind die Ergebnisse der Studie "EVAMAR II" und die Lancierung des EDK-Projekts "Gymnasiale Maturität – langfristige Sicherung des Hochschulzugangs".

26.10.2016

SDBB: Aktualisierte Publikation "Was nach der Schule"

Die Informationen für Migranten und Migrantinnen über das schweizerische Bildungssystem mit Schwerpunkt Berufsbildung sind in einer vollständig aktualisierten und erweiterten 4. Auflage erschienen: Porträts, Kurzinformationen zu den Bildungsstufen, Tipps für Eltern und die Orientierung an den Übergängen helfen den Jugendlichen, den eigenen Bildungshintergrund einzuordnen. Parallel zum Heft, welches in sieben Sprachen gedruckt erscheint, stehen auf www.berufsberatung.ch/migration ergänzende Informationen und Merkblätter in 14 verschiedenen Sprachen zur Verfügung.

26.10.2016

Neue Publikationen zum Thema Weiterbildung

Wann und warum sich Weiterbildung lohnt, beschreiben gleich drei neue Publikationen: Der Ratgeber "Fit im Job" des Kaufmännischen Verbands Schweiz vermittelt viel Hintergrundwissen und begleitet mit Tipps und Denkanregungen durch den Weiterbildungs-Planungsprozess. Der Kaufmännische Verband Zürich beleuchtet das Thema in einer aktualisierten Ausgabe des Pocketguides "Weiterbildung". Persorama, das Magazin der Schweizerischen Gesellschaft für Human Resources, hat für seine Oktoberausgabe 2016 ebenfalls den Schwerpunkt Weiterbildung gewählt.

26.10.2016

Deutschland: Leitfaden "Studien- und Berufsorientierung an Gymnasien"

Studien- und Berufsorientierung sind voneinander nicht zu trennen – bei der Wahl eines Studienfachs ist der Blick auf die spätere berufliche Umsetzung wichtig, bei der Aufnahme einer beruflichen Grundausbildung lohnt sich der Blick auf spätere Anschlussmöglichkeiten. Studien- und Berufsorientierung ist daher auch eine Aufgabe des Gymnasiums. Wie dies gelingen kann, greift der Leitfaden "Studien- und Berufsorientierung an Gymnasien – Warum eigentlich?" von Schulewirtschaft Deutschland und der Bundesagentur für Arbeit auf.

Arbeitsmarkt

26.10.2016

KOF: Vergleich der Erwerbslosenstatistiken

Die Konjunkturforschungsstelle der ETH (KOF) hat eine Auslegeordnung zum Thema Arbeitslosigkeit publiziert. Sie kommt zum Schluss, dass die Erwerbslosenstatistik des BFS die Arbeitslosigkeit (2015: 4,5%) besser abbildet als die vom SECO publizierten Angaben (2015: 3,2%). Sie berücksichtige insbesondere die Tatsache, dass mehr als die Hälfte der Arbeitslosen in der Schweiz nicht auf einem RAV gemeldet sind (2015: Rund 120'000 Arbeitslose). Der Vergleich zeige zudem, dass seit 2010 pro Quartal rund 10'000 bis 20'000 Jugendliche beim RAV registriert waren. Ihnen stünden in jedem Quartal zwischen 25'000 und 60'000 jugendliche Arbeitslose gegenüber, die nicht beim RAV registriert waren.

26.10.2016

Prognose für 2017: Erholung auf dem Arbeitsmarkt

Der Fachkräftemangel beeinflusst das Unternehmenswachstum und die Produktivität in Europa. Dies ist ein Fazit des Berichts "The Global Skills Landscape – a complex puzzle", der auf einer Analyse der Arbeitsmärkte in 33 Wirtschaftsnationen basiert. Der Schweizer Arbeitsmarkt habe sich ein wenig entspannt, die ungewissen Folgen der Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative und der starke Franken stellen jedoch weiterhin Risikofaktoren dar. "Obwohl für das zweite Halbjahr 2016 ein Anstieg der Arbeitslosenrate prognostiziert wurde, erwarten wir für 2017 aufgrund der wirtschaftlichen Erholung eine allmähliche Verbesserung auf dem Schweizer Arbeitsmarkt", sagte Marc Lutz, Geschäftsführer von Hays Schweiz, gegenüber dem Magazin Organisator. Die Arbeitsmärkte der einzelnen Branchen würden sich allerdings unterschiedlich entwickeln.

26.10.2016

Verein für Jobsharing mit zwei "Meet-ups"

Der Verein PTO (Part Time Optimierung) ist eine private unabhängige Initiative und hat zum Ziel, Jobsharing in der Schweiz zu fördern und Angestellte und Unternehmen über die Einzelheiten von Arbeitsstellen-Aufteilung zu informieren. Die Webseite www.go-for-jobsharing.ch vermittelt durch praktische Instrumente Know-how zur Umsetzung von Jobsharing- und Topsharing-Modellen auf mittlerer und höherer Management-Ebene für beide Geschlechter. Am 1. November 2016 findet ein "Meet-up" zur Partnersuche in Bern statt, am 21. November 2016 in Zürich. Das Projekt wird unter anderem durch das Eidgenössische Büro für Gleichstellung von Frau und Mann und von Privatsponsoren finanziert.

Berufliche Integration

26.10.2016

Bericht des Bundesrats zur Rolle der Sozialfirmen

In Erfüllung des Postulats Carobbio Guscetti "Rolle der Sozialfirmen" hat der Bundesrat einen Bericht veröffentlicht, der aufzeigt, dass diese Firmen Beschäftigungs- und Ausbildungsmöglichkeiten für Personen bieten, die vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen sind. Damit tragen sie wesentlich zu deren sozialer und beruflicher Eingliederung bei. Gestützt auf Untersuchungen der Fachhochschule der italienischen Schweiz fasst der Bericht die Entwicklung der Sozialfirmen in der Schweiz zusammen und stellt ihre Charakteristiken, ihre Finanzierungsquellen und ihre Rechtsgrundlagen dar. Der Bundesrat hebt auch hervor, dass ihre Steuerungsfunktion verbessert und ihr Angebot diversifizierter werden könnte, um den Änderungen des Arbeitsmarkts und den Bedürfnissen der Arbeitssuchenden gerecht zu werden.
Medienmitteilung

26.10.2016

Drei Teilstudien zur AVIG-Revision

In drei gemeinsam publizierten Studien ist die AVIG-Revision 2011 (Taggelder für Junge, Sanktionierungen) evaluiert worden. Studie 1 zeigt, wie Stellensuchende auf eine Reduktion in der Dauer des Tagegeldanspruches reagieren, Studie 2 fragt nach der Wirkung einer erhöhten Sanktionswahrscheinlichkeit, Studie 3 untersucht die Wirkung von Vorgaben bezüglich Arbeitsbemühungen auf den Sucherfolg. Unter anderem zeigte sich, dass die Verschärfung der Sanktionierungspraxis zu einem paradoxen Ergebnis führte: Einerseits wurde die Wahrscheinlichkeit der Stellenfindung innerhalb von sechs Monaten um etwa 15% erhöht. Andererseits führte sie zu mehr instabilen Stellen und einer signifikant negativen Wirkung auf die erzielten Einkommen. Der Studienbericht enthält auch eine französische Zusammenfassung.

26.10.2016

SRF blickt auf 20 Jahre RAV zurück

Vor zwanzig Jahren wurden die regionalen Arbeitsvermittlungsstellen RAV gegründet. Aus diesem Anlass blickt ein Beitrag von SRF zurück auf die Zeit der Entstehung und die weitere Entwicklung. Ein Ursprung der RAV war ein parlamentarischer Vorstoss von Nationalrat und Gewerkschafter Hugo Fasel, der eine professionelle Beratung für Arbeitslose forderte. In einem "Tagesgespräch" kommentiert Edgar Spieler, Leiter Arbeit beim AWA Kanton Zürich, die Ereignisse.

26.10.2016

FR: Jahresbericht 2015 der Interinstitutionellen Zusammenarbeit

Die Interinstitutionelle Zusammenarbeit (IIZ) des Kantons Freiburg hat ihren Jahresbericht veröffentlicht. Im Jahr 2015 wurde der Rahmen der Neuausrichtung der IIZ im Hinblick auf eine Intensivierung der Zusammenarbeit und auf die Früherkennung von Risikosituationen definiert. Die drei IIZ-Koordinationsplattformen behandelten im Laufe des Jahres 134 komplexe Dossiers, 53 Fälle konnten abgeschlossen werden. Von diesen konnten 12 in den ersten Arbeitsmarkt eingegliedert werden, 18 haben eine institutionelle Lösung gefunden.

26.10.2016

NE: Projekt zur beruflichen Eingliederung im Pharma-Bereich

In Zusammenarbeit mit sieben Betrieben hat der Kanton Neuenburg ein Pilotprojekt zur Ausbildung und beruflichen Eingliederung in der Pharmaindustrie eingeführt. Das Programm, das vier Monate dauert (zwei davon im Unternehmen), hat bis jetzt einem Dutzend Personen die Eingliederung ermöglicht. Das Pilotprojekt im Rahmen der neuen Strategie des Kantons zur beruflichen Eingliederung wird 2017 weitergeführt.
Informationsvideo

26.10.2016

VS: Neuer Lehrgang im Hotel- und Gastgewerbe für Sozialhilfeempfänger/innen

Der Kanton Wallis lanciert im November 2016 in Zusammenarbeit mit Hotel & Gastro formation ein neues Ausbildungs- und Eingliederungsprogramm im Hotel- und Gastgewerbe. Dieses Programm, RIESCO genannt, richtet sich an junge Erwachsene, die Sozialhilfe empfangen oder einen Migrationshintergrund haben. Der RIESCO-Lehrgang wurde in mehreren Deutschschweizer Kantonen erfolgreich umgesetzt, mit einer durchschnittlichen Integrationsquote von 85% auf dem Arbeitsmarkt.
Pressedossier

26.10.2016

Deutschland: Videos zur Langzeitarbeitslosigkeit

Trotz einer anhaltend positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt verharrt die Zahl langzeitarbeitsloser Menschen in Deutschland seit einigen Jahren auf einem konstant hohen Niveau; der Abbau von Langzeitarbeitslosigkeit kommt nur schwer voran. Am 23. und 24. Juni 2015 diskutierten Personen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Arbeitsverwaltung auf der Konferenz "Wissenschaft trifft Praxis" über Entwicklung und Folgen sowie Möglichkeiten und Wege aus der Langzeitarbeitslosigkeit. Auf Basis dieser Konferenz ist eine interessante Reihe von Videos entstanden, die online zugänglich sind.

Verschiedenes

26.10.2016

OECD: "Bildung auf einen Blick 2016"

Das Nachschlagewerk zum weltweiten Bildungsstand, "Bildung auf einen Blick", liefert Schlüsselzahlen über die Auswirkung der Berufslehre in den verschiedenen Ländern und auch über die für die Berufsbildung investierten finanziellen und personellen Ressourcen. Die Ausgabe 2016 stellt neue Indikatoren vor, insbesondere das Ungleichgewicht zwischen den Geschlechtern im Bereich der Bildung sowie das Profil der Schüler/innen und Studierenden in den beruflichen Bildungsgängen und ihrer Absolventen.
Zusammenfassung