Newsletter vom 10.08.2016

Aktuelle Meldungen vom 10.08.2016

Berufliche Grundbildung

10.08.2016

Berufsbildungstrategie 2030

Das SBFI erabeitet gemeinsam mit den Verbundpartnern für die Schweizer Berufsbildung eine Berufsbildungssrategie 2030, die auch die Schnittstellen zu anderen Bereichen wie Arbeitsmarkt oder Migration berücksichtigt. Gegenwärtig wird eine Expertengruppe zusammengestellt und an der Verbundpartnertagung 2017 werden erste Ergebnisse diskutiert und weiterentwickelt.

10.08.2016

Teilrevision der BMV: Anerkannte Fremdsprachendiplome

Der Bundesrat hat die Änderung von Art. 23 der Verordnung über die eidg. Berufsmaturität BMV (SR 412.103.1) per 1. August 2016 in Kraft gesetzt. Als Folge davon publiziert das SBFI die Liste der anerkannten Fremdsprachendiplome. Sie gilt für den Einbezug anerkannter Fremdsprachendiplome im Rahmen der Qualifikationsverfahren für die Berufsmaturität und für die kaufmännische Grundbildung. Der Leitfaden für die Umrechnung der Leistungen an den Diplomprüfungen in Noten wird voraussichtlich anfangs Herbst 2016 von den Kantonen zur Verfügung gestellt.

10.08.2016

Teilrevision mehrerer Bildungsverordnungen: Anhörungen

Das SBFI unterbreitet die Änderungsvorschläge der Verordnungen über die berufliche Grundbildung EFZ und die Bildungspläne für das Berufsfeld Landwirtschaft und deren Berufe sowie für Agrarpraktiker/in EBA bis zum 20. September 2016 zur Stellungnahme. Die Anhörungsfrist für die Änderungsvorschläge der Bildungsverordnung und des Bildungsplans Anlageführer/in EFZ dauert bis zum 10. Oktober 2016. Die Dokumente können hier heruntergeladen werden.

10.08.2016

Architekturmodellbauer/in EFZ: Erlassene Bildungsverordnung

Das SBFI hat Ende Juli 2016 die Verordnung über die berufliche Grundbildung und den Bildungsplan für den Beruf Architekturmodellbauer/in EFZ erlassen. Sie wird am 1. Januar 2017 in Kraft treten und ersetzt das Reglement über die Ausbildung und die Lehrabschlussprüfung vom 17. Januar 1995. Die gedruckten Versionen sind in einigen Wochen beim BBL erhältlich und stehen im Berufsverzeichnis zur Verfügung. Der Bildungsplan wird im September 2016 auf der Internetseite des Verbands Architektur-Modellbau (VAM) aufgeschaltet.
Rundschreiben des SBFI

10.08.2016

Internationaler Berufsbildungskongress 2016: Tagungsunterlagen

Rund 450 Personen aus 80 Nationen haben am zweiten internationalen Berufsbildungskongress in Winterthur teilgenommen. Neben Berufsbildungsfachleuten und Personen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft besuchten zwölf Minister/innen den Kongress. Die Tagungsunterlagen sind online. Schwerpunkte bilden weltweit erfolgreiche Berufsbildungselemente und Erkenntnisse aus internationalen Kooperationsprojekten.
Siehe auch SBFI News 6/16, Seite 7ff.

10.08.2016

Parlamentarische Vorstösse aus der Sommersession 2016

Während der Sommersession des Bundesparlaments im Mai/Juni 2016 wurden folgende Vorstösse zur Berufsbildung eingereicht:
- Eine richtige Berufslehre von drei bis vier Jahren Dauer für Flüchtlinge (Interpellation 16.3614)
- Informatikunterricht ab der Primarschule (Motion 16.3604)
- Attraktivierung Diplom-Ausbildung Pflege (Postulat 16.3532)
- Erasmus und Masseneinwanderungsinitiative. Was sind die wirklichen Folgen? (Interpellation 16.3477)
- Effizienz- und Qualitätsgewinn im Schweizer Bildungswesen (Postulat 16.3474)

10.08.2016

IDES: Geschäfte zur Bildung in den Kantonen im Juli 2016

Das Informations- und Dokumentationszentrum IDES der EDK publiziert die umfassende Liste "Parlamentarische Dokumentation", auf der sie die aktuellen Geschäfte im Bereich Bildung aufführt. Die Liste enthält neben Geschäften der Berufsbildung/Sekundarstufe II, Weiterbildung und Hochschulen auch solche der obligatorischen Schule.
Parlamentarische Dokumentation zur Bildungspolitik 7/2016

10.08.2016

BFS: Bildungsstatistik 2015

Die Kennzahlen 2014/2015 für die gesamte Sekundarstufe II stiegen auf 366'000 Schüler/innen und Studierende. Bei der beruflichen Grundbildung inklusive Berufsmaturität (BM1) zählte man insgesamt 230'534 Lernende, davon 133'566 Männer, 96'968 Frauen und 43'426 Personen ausländischer Nationalität. Die Zahlen 2014/2015 der Lehrkräfte und des Hochschulpersonals sind ebenfalls verfügbar. Sie geben einen Gesamtüberblick über die Zahlen der obligatorischen Schule, der Sekundarstufe und der Tertiärstufe. Die Daten sind nach Kantonen, Geschlecht, Altersklassen oder Nationalität gegliedert. Alle Zahlen sind der Publikation des BFS entnommen.

10.08.2016

SKBF: Forschungsprojekte im Bereich Berufsbildung

Im Newsletter "Information Bildungsforschung 3/2016" der Schweizerischen Koordinationsstelle für Bildungsforschung SKBF finden sich vier Projekte, welche die Berufsbildung oder die Weiterbildung thematisieren:
- Projekt "Berufsbildung und horizontaler Skills Mismatch"
- Projekt "'Collaborative Writing' in der beruflichen Grundbildung"
- Projekt "Evaluation des Rahmenlehrplans zum Bildungsgang 'diplomierte(r) Betriebswirtschafter(in) HF'"
- Projekt "Auswirkung des technologischen Wandels auf die Löhne von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern mit beruflicher Bildung"

10.08.2016

Berufsbildungsforschung: Ausgezeichnetes Projekt

Der mit 25'000 Franken dotierte CORECHED-Preis für Bildungsforschung geht an eine Gruppe um die beiden Professoren Manfred Bergman und Andrea Maihofer, die beide an der Universität Basel lehren. In der ausgezeichneten Arbeit "Warum sind Pflegefachmänner und Elektrikerinnen nach wie vor selten?" wird untersucht, wie sich Ausbildungs- und Berufsverläufe von jungen Frauen und Männern unterscheiden.

10.08.2016

Berufsbildungsverantwortlichen Diplome überreicht

An den Diplomfeiern Ende Juni in Freiburg, Lodrino und Schaffhausen hat das EHB seinen Absolventinnen und Absolventen 245 Diplome und 127 Zertifikate überreicht. Diplomiert wurden Berufsfachschullehrerinnen und -lehrer für den berufskundlichen und allgemeinbildenden Unterricht und Berufsmaturitätsfächer. Andere unterrichten an höheren Fachschulen, überbetrieblichen Kursen und an vergleichbaren dritten Lernorten. Die PH Zürich diplomierte ihrerseits rund 400 neue Lehrpersonen, darunter 81 künftige Lehrpersonen auf der Sekundarstufe II.

10.08.2016

Präsidentenwechsel bei der Table Ronde Berufsbildender Schulen

Claude-Alain Vuille, Präsident der Schweizerischen Direktorinnen- und Direktorenkonferenz der Berufsfachschulen (SDK) und Generaldirektor des Centre professionnel du Littoral neuchâtelois, gibt nach vier Jahren das Präsidium der Table Ronde Berufsbildender Schulen (TR BS) weiter. Die neue Präsidentin heisst Esther Schönberger. Sie ist Präsidentin der Schweizerischen Konferenz kaufmännischer Berufsfachschulen und Rektorin des KV Luzern. Claude-Alain Vuille übernimmt als Präsident der SDK das Vizepräsidium der TR BS.

10.08.2016

Deutschland: Neun Lehrberufe revidiert / BIBB-Jahresbericht 2015

Mit Beginn des neuen Ausbildungsjahrs am 1. August 2016 treten in Deutschland neun Ausbildungsordnungen in Kraft, die in Zusammenarbeit von Bund, Ländern, Sozialpartnern und Wirtschaftskammern modernisiert wurden:
- Anlagenmechaniker/in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik
- Dachdecker/in
- Fachkraft für Veranstaltungstechnik
- Fischwirt/in
- Graveur/in
- Hörakustiker/in
- Mediengestalter/in Digital und Print
- Metallbildner/in
- Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker/in
Siehe auch den Jahresbericht 2015 des Bundesinstituts für Berufsbildung BIBB, der kostenlos heruntergeladen werden kann.

10.08.2016

Frankreich: Artikel über die Berufsbildung in der Schweiz

Das Schweizer Modell der Berufslehre inspiriert französische Industrielle, die darin ein Mittel im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit Jugendlicher sehen, und das den Bedürfnissen der Betriebe entgegenkommt. Ein Artikel (nur in Französisch) in der Zeitschrift "La Fabrique de l’industrie" hebt die Pluspunkte des schweizerischen Berufsbildungssystems im Vergleich zu Frankreich hervor.

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

10.08.2016

Prüfungsordnungen in Vernehmlassung

Die zuständigen Organisationen der Arbeitswelt haben dem SBFI die Entwürfe der Prüfungsordnung über die Berufsprüfungen Fachmann/Fachfrau Komfortlüftung, Betrieblicher Mentor/Betriebliche Mentorin und Krankenversicherungsfachmann/-fachfrau, je mit eidgenössischem Fachausweis, sowie über die höhere Fachprüfung für Berater/in im psychosozialen Bereich, Supervisor/in-Coach und Organisationsberater/in, je mit eidgenössischem Diplom, eingereicht.
Bundesblatt vom 28. Juni, 12. Juli und 26. Juli 2016

10.08.2016

Prüfungsordnung: Aufhebung

Die zuständige Organisation der Arbeitswelt hat entschieden, die Prüfungsordnung über die Höhere Fachprüfung für Diplomierter Berater/Diplomierte Beraterin im ländlichen Raum per 30. September 2016 aufzuheben.
Bundesblatt vom 9. August 2016

10.08.2016

BFS: Bildungsabschlüsse der Tertiärstufe und der höheren Berufsbildung 2015

Im Jahr 2015 wurden 26'500 Diplome als Abschluss einer höheren Berufsbildung abgegeben: 14'838 eidgenössische Fachausweise, 2707 eidgenössische Diplome, 8483 Diplome von höheren Fachschulen und 472 Diplome nach Abschluss einer anderen nicht vom Bund reglementierten höheren Berufsbildung. Diese Titel, vom BFS nach Ausbildungsgang und Beruf geordnet, geben die Anzahl der Studierenden mit Diplom der höheren Berufsbildung an, die dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen.

10.08.2016

BE: Evaluationsbericht über die Weiterbildungsförderung

Die Berner Erziehungsdirektion hat den "Evaluationsbericht über die Weiterbildungsförderung 2007 bis 2013" veröffentlicht. Die Zusammenarbeit zwischen der Abteilung Weiterbildung und den Anbietern beruht gemäss dem Bericht auf soliden Grundlagen und die subventionierten Angebote erreichen einen grossen Teil des Zielpublikums. Künftig richtet der Kanton seine Anstrengungen vermehrt auf die Förderung der Sprachkenntnisse und anderer Grundkompetenzen bei den zugewanderten Erwachsenen. Er wird auch neue Wege suchen um Erwachsene zu erreichen, die einen eingeschränkten Zugang zur Ausbildung hatten.
Weitere Informationen

Mittelschulen und Hochschulen

10.08.2016

Studienfachwechsel im Bologna-System

Im Durchschnitt wechselt rund jede und jeder fünfte Studierende mindestens einmal im Verlauf des Bachelorstudiums den Fachbereich. Die meisten Wechsel erfolgen im ersten Studienjahr. Personen, die das Studium mit einer zeitlichen Verzögerung beginnen, ein mit dem Studienfach verwandtes Maturitätsprofil aufweisen oder aus einem Kanton mit tiefer Maturitätsquote stammen, weisen ein geringeres Wechselrisiko auf als andere Studierende. Dies sind einige Ergebnisse einer Studie der Schweizerischen Koordinationsstelle für Bildungsforschung.

10.08.2016

Studienmöglichkeiten für Flüchtlinge

Ein Artikel des Tages-Anzeigers stellt Studienmöglichkeiten für Flüchtlinge vor: Flüchtlinge mit akademischer Vorbildung können als Hörer/innen an der ETHZ und der Universität Zürich in einem Schnuppersemester weiterstudieren. In Basel wird aktuell das Pilotprojekt "Offener Hörsaal" ausgewertet, das im Frühjahrssemester angeboten wurde. In Genf können Flüchtlinge im Rahmen von "auditeurs – réfugiés" Prüfungen schreiben. An der Universität St. Gallen wurde eine "Taskforce Migration" gebildet.

10.08.2016

Mehr Ausbildungsplätze für das Medizinstudium

Die Universität Bern will gemäss einer Medienmitteilung ab 2018 jährlich zusätzliche 100 Ausbildungsplätze für das Medizinstudium und gleichzeitig Pharmazie als ganzen Ausbildungsgang anbieten. Wie die NZZ in ihrer Ausgabe vom 16. Juli 2016 schreibt, ist auch das Bildungsnetzwerk Humanmedizin aktiv: So hat der Zürcher Regierungsrat für die medizinische Fakultät der Universität Zürich 72 zusätzliche Studienplätze auf Bachelorstufe beschlossen. Die ETH wird ab 2017 100 neue Bachelor-Studienplätze anbieten, St.Gallen und Luzern ab 2020 je 40 Plätze für ein Masterstudium, der Kanton Tessin 70 Plätze.

10.08.2016

GR: Förderung von Sport- und Musiktalenten an Mittelschulen

Die Bündner Regierung genehmigt rückwirkend auf den 1. August 2015 drei Talentförderprogramme in den Bereichen Sport und Musik: Bestätigt werden das Förderprogramm der Evangelischen Mittelschule Schiers im Bereich Musik, das Förderprogramm der Stiftung Sport-Gymnasium Davos im Bereich Sport und das Förderprogramm der Academia Engiadina im Bereich Musik.

10.08.2016

LU: Die Wirtschaftsfakultät kann starten

Für den Aufbau der Wirtschaftsfakultät an der Universität Luzern konnten bei Stiftungen, Firmen und Privaten die benötigten vier Millionen Franken eingeworben werden. Damit ist die Finanzierung ohne zusätzliche Mittel des Kantons Luzern sichergestellt. Alle Professuren für den Start im Herbstsemester sind besetzt. Die Anmeldungen liegen gemäss Medienmitteilung im Rahmen des Erwarteten; Nachmeldungen sind noch bis Ende August möglich.

10.08.2016

SH: Aufbau der Hochschule Schaffhausen

Spätestens 2017 will die neu gegründete Hochschule Schaffhausen ihren Betrieb in Schaffhausen aufnehmen. Während fünf Jahren unterstützt der Kanton den Aufbau mit insgesamt einer Million Franken. Weitere 500'000 Franken steuert der Bund bei. Bachelor-, Master und Doktoratsprogramme sollen in einer Kombination von Fern- und Präsenzstudium angeboten werden. Hinter der Gründung der Hochschule stehen der Kanton Schaffhausen und das Hochschulnetzwerk.

10.08.2016

TI: Neuer Rektor an der Universität der italienischen Schweiz

Prof. Boas Erez ist neuer Rektor der Universität der italienischen Schweiz. Nach Studien in der Schweiz war er Assistenz-Professor in Harvard und Mathematikprofessor an der Universität Bordeaux, wo er verschiedene Direktionsposten auf Instituts- und Fakultätsebene bekleidete. Boas Erez tritt am 1. September 2016 die Nachfolge von Piero Martinoli an.
Medienmitteilung

Beratung

10.08.2016

Berufswahl von Jugendlichen mit besonderem Bildungsbedarf

Wie begleiten wir Jugendliche mit einem Handicap im Berufswahlprozess, welche Bildungs- und Unterstützungsangebote gibt es und wie steht es mit der Finanzierung? Die neue Broschüre "Unterwegs ins Arbeitsleben" des Amts für Jugend und Berufsberatung des Kantons Zürich erleichtert den Überblick über die verschiedenen Aspekte der Berufswahl Jugendlicher mit besonderem Bildungsbedarf.

10.08.2016

Lehrstellenbörse für Jugendliche mit einer Behinderung

Jugendliche mit einem Handicap finden auf dem neuen Portal lehreundhandicap.ch Lehrbetriebe, in denen ihre Fähigkeiten anerkannt und gefördert werden. Das Portal wurde als gemeinsames Projekt der Stiftung MyHandicap, dem Verein Lehrstellenbörse und Infoklick (Kinder- und Jugendförderung Schweiz) lanciert. Aufgeführt sind Lehrstellen aus der ganzen Schweiz und verschiedener Bildungsstufen. Das Portal enthält sowohl Lehrstellen in geschützten Institutionen wie in Unternehmen der freien Marktwirtschaft, die Jugendlichen mit einer Behinderung eine Chance geben.

10.08.2016

Filmporträts Gesundheitsberufe

Vierzehn Filmporträts geben einen Einblick in das Berufsleben von Fachkräften des Gesundheitswesen. Die je rund dreiminütigen Berufsporträts wurden im Auftrag der Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern von der OdA Gesundheit Bern produziert. Sie sollen dem Fachkräftemangel entgegenwirken und Interessierte für nicht-universitäre Ausbildungen im Gesundheitswesen begeistern.

10.08.2016

FR: Neuer Leiter des Amts für Berufsberatung

Am 1. August 2016 übernahm Thomas Di Falco die Leitung des Freiburger Amts für Berufsberatung und Erwachsenenbildung als Nachfolger von Marc Chassot, der in den Ruhestand trat. Thomas Di Falco, der mehrere Abschlüsse in Pädagogik, Erwachsenenbildung und Unternehmungsführung vorweist, hat reiche Erfahrungen im Unterricht, in der beruflichen Eingliederung, der Leitung von Institutionen und der Personalführung.
Medienmitteilung

10.08.2016

TI: Änderungen des Gesetzes über die Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung

Als Antwort auf eine parlamentarische Motion hat sich der Tessiner Staatsrat zugunsten der Änderung eines Artikels des Gesetzes über die Schul- und Berufsberatung ausgesprochen. Der neue Text schliesst unter den Akteuren, die mit der Berufsberatung befasst sind, neben Schuldirektionen, Lehrpersonen und Beratungsstellen Elternvereinigungen und Organisationen der Arbeitswelt ein.

10.08.2016

Deutschland: Junge Frauen wählen aus engem Berufsspektrum

Bürokaufleute, Kfz-Mechatroniker und Einzelhandelskaufleute bleiben die Spitzenreiter in der Hitliste der Ausbildungsberufe in Deutschland, schreibt die Frankfurter Allgemeine. Über die Hälfte aller Lehrverträge junger Frauen (56 Prozent) konzentrieren sich auf die zehn beliebtesten Berufe: Auf den ersten Rängen sind die Bürokauffrau, die Einzelhandelskauffrau, medizinische Fachangestellte und Verkäuferin. Bei den Männern ist die Verteilung breiter.

Arbeitsmarkt

10.08.2016

Zunahme der ausländischen Erwerbstätigen

Die Schweizerische Arbeitskräfteerhebung (SAKE) 2015 ist erschienen. Sie zeigt unter anderem, dass zwischen dem 4. Quartal 2014 und dem 4. Quartal 2015 die Zahl der ausländischen Erwerbstätigen angestiegen ist (+2,3% auf 1,535 Millionen), während bei der Zahl der schweizerischen Erwerbstätigen ein leichter Rückgang beobachtet wurde (-0,2% auf 3,470 Millionen). Im 4. Quartal 2015 waren in der Schweiz 229'000 Personen erwerbslos (4,7%). Dies sind 32'000 mehr als ein Jahr zuvor (plus 0,6%).

10.08.2016

B,S,S. entwickelt neuen Fachkräfteindex

Das Beratungsinstitut B,S,S. hat im Auftrag des SECO und des SBFI ein Indikatorensystem zum Fachkräftebedarf entwickelt. Es beinhaltet verschiedene Knappheitsindikatoren und analysiert Facetten wie die demographische Entwicklung, Ausbildungsintensität und ungenutzte Potentiale. Das Pendant zu dieser differenzierten Analyse stellt der B,S,S. Fachkräfteindex dar, welcher die Situation mit einer einzigen Zahl zusammenfasst. Der Index ermöglicht den Vergleich über Jahre, Regionen und Branchen und wird in regelmässigen Abständen aktualisiert. Aktuell besteht in der Branche Information und Kommunikation respektive dem Kanton Graubünden der grösste Fachkräftemangel.

10.08.2016

Studie zum Fachkräfte- und Bildungsbedarf in sozialen Berufen

Bis ins Jahr 2024 werden rund 45'000 bis 59'000 zusätzliche Fachkräfte zur Unterstützung von Kindern und Jugendlichen, Begleitung von Menschen mit Beeinträchtigungen und Betreuung von Menschen im Alter benötigt. Dies zeigt die Studie "Fachkräfte- und Bildungsbedarf für soziale Berufe in ausgewählten Berufsfeldern des Sozialbereichs" von SavoirSocial (Dachorganisation der Arbeitswelt Soziales). 2015 hatte rund die Hälfte der befragten Betriebe mit Problemen bei der Personalrekrutierung zu kämpfen.

10.08.2016

Veranstaltung: Nationale Konferenz gegen Armut

Zur Halbzeit des "Nationalen Programms gegen Armut" wird über erste Ergebnisse berichtet. Die Tagung findet am 22. November 2016 im Kongresshaus Biel statt. Interessierte melden sich online bis spätestens 20. September 2016 an. Kosten: 80 Franken.

10.08.2016

GE: Kantonaler Vorzug auch im Privatsektor?

Die kantonale Genfer Verwaltung wendet das Prinzip "préférence cantonale" (kantonale Bevorzugung) bei den Anstellungen an, ein Prinzip, das vom Staatsrat Mauro Poggia vehement verfochten wird. Dieser wünscht sich gemäss eines Berichts von RTS eine Ausweitung auch auf den privaten Sektor.

10.08.2016

VD: Tätigkeitsbericht 2015 des Arbeitsamts

Das Arbeitsamt (SDE) des Kantons Waadt hat den Tätigkeitsbericht 2015 publiziert. Das SED hat 2015 10'500 freie Stellen akquiriert. Mehr als 7200 Stellensuchende konnten jeden Monat von Bildungs- oder Eingliederungsmassnahmen profitieren. Zudem fanden 22'125 Arbeitslose wieder eine Stelle, darunter 1500 Empfänger von Eingliederungsgeldern (Waadtländer Sozialhilfe).

10.08.2016

VS: Bericht zur Lage auf dem Walliser Arbeitsmarkt 2015

Der Jahresbericht 2015 zur Lage auf dem Walliser Arbeitsmarkt ist erschienen. Im letzten Jahr ist die Arbeitslosenquote um 0,1% gestiegen und hat sich auf 4,3% eingepegelt (schweizerischer Durchschnitt 3,3%). Der Arbeitsmarkt wies grosse monatliche Schwankungen auf mit einer Spitze von 5,8% Arbeitslosen im Dezember und der tiefsten Quote im Juli (3,4%). Diese Differenzen sind auf die saisonalen Schwankungen in der Landwirtschaft sowie im Bau- und Gastgewerbe zurückzuführen. Über 11'000 Personen profitierten von den Eingliederungsmassnahmen des Bundes. Dazu kamen mehr als 400 ausgesteuerte Arbeitslose ohne weiteren Anspruch auf kantonale Bildungs- oder Eingliederungsmassnahmen.
Bericht

Berufliche Integration

10.08.2016

Kürzere Asylverfahren reduzieren Arbeitslosigkeit

Obwohl Flüchtlinge in der Schweiz bereits während des Asylverfahrens eine Stelle antreten dürfen, verschlechtert eine lange Wartezeit ihren Berufseinstieg. Eine vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützte Studie zeigt, dass die Wahrscheinlichkeit, eine Stelle zu finden, sinkt (von 23% auf 18%), wenn der positive Entscheid erst Ende des dritten Jahres anstatt schon Ende des zweiten Jahres erfolgt. Mit einer Reduktion der Wartezeit um 66 Tage (10%) könnte der Staat gesamthaft über 5 Millionen Franken einsparen (durch geringere Sozialausgaben und höhere Steuereinnahmen).

10.08.2016

Neue Jobbörse für den Umweltbereich

Für die Umwelt- und Cleantechbranche gibt es eine neue Jobbörse. Auf umweltprofis-jobs.ch finden Jugendliche, Quereinsteiger und Fachkräfte offene Stellen dieser Branche. Die Börse kann nach Kantonen (auch Westschweiz und Tessin), Berufen und beruflichen Bereichen durchsucht werden. Sie wird betrieben von der Firma jobchannel AG.

10.08.2016

Lehrmittel zum Thema Alltagsmathematik erschienen

Das K5 Basler Kurszentrum und die ECAP Basel haben mit Unterstützung des SECO und des Staatssekretariats für Migration das Lehrmittel "Handlungsorientierte Mathematik für Alltag und Beruf" entwickelt. Das Lehrmittel ist als PDF-Download erhältlich und umfasst Themen wie "Zahlen lesen, schreiben, sprechen", "Einkaufen", "Klima und Temperaturen", "Orientierung", "Geld", "Gewicht". Der Preis pro Modul beträgt 15 Franken, das Gesamtpaket (11 Module) 150 Franken.

10.08.2016

VS: Bildungs- und Eingliederungsprojekt für Migranten/Migrantinnen im Gastgewerbe

Ein im Juli 2016 lanciertes Projekt des Kantons Wallis ermöglicht Sozialhilfeempfänger/innen und Personen mit Migrationshintergrund, sich mit dem Gastrogewerbe vertraut zu machen. Das Restaurant "Le temps de vivre" in Mayens-de-Chamoson ermöglicht die Schulung für die berufliche Eingliederung in der Praxis. Es versteht sich auch als Ort der sozialen Integration, des Austausches und der Begegnung zwischen Migrantinnen und Migranten und der lokalen Bevölkerung.
Medienmitteilung

Verschiedenes

10.08.2016

EDK: Finanzierung von Massnahmen zur Integration und Schulung jugendlicher Zuwanderer

Die EDK wird mit dem Bund Verhandlungen über die Finanzierung der Integrations- und Schulungsmassnahmen für spät zugewanderte 16- bis 25-Jährige ohne Abschluss auf der Sekundarstufe II aufnehmen. Deren Zahl wächst stark an. Die EDK möchte eine bessere Trennung schaffen zwischen den Integrationsmassnahmen und den Schulungsmassnahmen für diese jungen Erwachsenen und die Frage der Finanzierung im Bereich der Bildung klären.
Medienmitteilung

10.08.2016

Schweizerische Stiftung zur Förderung von Austausch und Mobilität: Direktor gewählt

Bund und Kantone haben die Schweizerische Stiftung zur Förderung von Austausch und Mobilität (SFAM) ins Leben gerufen, um dem Austausch und der Mobilität in der Bildung mehr Gewicht zu verleihen. Sie wird ihre Tätigkeit am 1. Januar 2017 aufnehmen und gezielte Massnahmen in den Bereichen Information, Förderung und Vernetzung ergreifen. Ihr neu gewählter Direktor, Olivier Tschopp, übernimmt seine Funktionen ab Herbst 2016. Seit 2007 ist er Abteilungsleiter Sekundarstufe II und Tertiärstufe des Bildungs-, Kultur- und Sportdepartements des Kantons Jura und übt die Funktion des Departementssekretärs aus.