Newsletter vom 08.06.2016

Aktuelle Meldungen vom 08.06.2016

Berufliche Grundbildung

08.06.2016

SBFI: Webauftritt Fachkräfte Schweiz

Bund, Kantone und Sozialpartner leisten innerhalb der Fachkräfteinitiative einen Beitrag zur Mobilisierung ungenutzter Potenziale mit dem Ziel, die Arbeitsmarktnachfrage durch inländische Fachkräfte besser zu decken. Dazu gehören auch viele Bildungsmassnahmen. Bund und Kantone haben sich darauf geeinigt, aktiv und langfristig zu kommunizieren. Ziel der dafür eingerichteten Website ist es, bestehende und neue Projekte und Programme zu sammeln, einen Beitrag zum Informationsaustausch zu leisten und das inländische Arbeitskräftepotenzial verstärkt zu fördern. Zielgruppe sind einerseits Unternehmen und staatliche Stellen sowie Medienschaffende resp. die interessierte Öffentlichkeit.

08.06.2016

Lehrstellenmarkt spiegelt demografischen Rückgang

Der seit 2013 erkennbare Trend, wonach die Anzahl Jugendlicher vor der Ausbildungswahl demografiebedingt stetig abnimmt, setzt sich 2016 fort. Parallel dazu geht auch die Nachfrage nach Lehrstellen bei den Jugendlichen zurück. Das Lehrstellenangebot der Unternehmen bleibt hingegen weitgehend stabil. Das zeigen die Hochrechnungen des jüngsten Lehrstellenbarometers, welches das LINK-Institut im Auftrag des SBFI erstellt hat.
Medienmitteilung

08.06.2016

Zweiter internationaler Berufsbildungskongress 2016

Der zweite internationale Berufsbildungskongress ist mit über 400 Teilnehmer/innen aus mehr als 80 Ländern ausgebucht. Unter dem Motto "Dank Kompetenzen zu Wohlstand – Erfolgselemente teilen" tauschen sich die Gäste über erfolgreiche Berufsbildungslösungen aus. Referieren werden Persönlichkeiten der Politik, Wirtschaft und Wissenschaft aus dem In- und Ausland, darunter der Bundespräsident Schneider-Ammann, EU-Kommissarin Thyssen, US-Botschafterin LeVine und der Unternehmer Cassiano aus Brasilien.

08.06.2016

Kosmetiker/in EFZ: Anhörung

Das SBFI hat die Anhörung zur Teilrevision der Verordnung über die berufliche Grundbildung und den Bildungsplan Kosmetiker/in EFZ eröffnet. Frist: 1. September 2016.

08.06.2016

IDES: Übersicht kantonale Brückenangebote 2016/2017

Das Informations- und Dokumentationszentrum IDES der EDK hat das Dossier "Brückenangebote in den Kantonen" für das Schuljahr 2016/2017 aktualisiert. Dieses enthält einen Überblick über schulische, kombinierte und integrative Brückenangebote in den Kantonen sowie weitere Informationen, zum Beispiel die Kosten der Angebote.

08.06.2016

Enterprize 2017 sucht die besten Berufsbildungsrojekte

Unter dem Patronat von Bundespräsident Schneider-Ammann verleiht die SVC Stiftung in Zusammenarbeit mit dem EHB 2017 zum sechsten Mal den Enterprize. Gewürdigt werden Projekte und Persönlichkeiten, die mit ihrem Wirken ein hervorragendes Beispiel für Unternehmergeist in der beruflichen Aus- und Weiterbildung geben. Kriterien sind die Wirkung des Projekts, der Innovationsgrad und das unternehmerische Handeln. Einsendeschluss ist der 2. September 2016.

08.06.2016

Leistungsstarke Jugendliche stärken das Ansehen der Berufsbildung

Gemäss einer Umfrage sind die Hälfte der Schweizer/innen der Ansicht, dass Personen mit einer Berufsbildung gegenüber Personen mit einer Maturität resp. mit einem Universitätsabschluss weniger Ansehen geniessen. Diese Haltung ist bei Immigranten noch stärker. Mit Dauer des Aufenthalts in der Schweiz entscheiden sich kognitiv leistungsfähigere Immigranten vermehrt für eine Berufslehre. Dies deutet darauf hin, dass Immigranten mit zunehmendem Aufenthalt den effektiven Wert der Berufsbildung erfassen. Daraus lässt sich schliessen, dass eine frühe Information und Beratung Immigranten bei einer differenzierten Ausbildungswahl unterstützen.
Artikel von Ursula Renold und Ladina Rageth in "Die Volkswirtschaft"

08.06.2016

Buch "Die Akademisierungsfalle" auf Französisch und Englisch

Das 2014 veröffentlichte Buch "Die Akademisierungsfalle" des Ökonomen Rudolf Strahm ist jetzt in französischer Sprache, in einer Übersetzung und Anpassung von Jean-Bernard Thévoz, erhältlich. Erschienen ist es in der Edition Slatkine mit dem Titel "Le mirage des longues études" und dem Untertitel "Pourquoi tout le monde ne doit pas aller à l’université et en quoi l’apprentissage est bénéfique" (Deutscher Untertitel "Warum nicht alle an die Uni müssen"). Eine englischsprachige, ergänzte Version des Buches erscheint zudem demnächst im hep-Verlag.
Siehe auch die Stellungnahme von Roger Piccand, ehemals Chef des Arbeitsamts des Kantons Waadt in "Le Temps".

08.06.2016

GE/JU/NE/VD: Vereinigung zur Förderung des Kunsthandwerks

Die Kantone Genf, Waadt, Jura und Neuenburg haben die "Association suisse des métiers d'art (ASMA)" gegründet. Diese Massnahme soll das Kunsthandwerk unterstützen, die zugehörigen Berufe auf nationaler Ebene erhalten und fördern sowie die Koordination der europäischen Tagungen des Kunsthandwerks in der Schweiz stärken. Die Gründungsmitglieder möchten die anderen Kantone motivieren und die Vereinigung auf die ganze Schweiz ausdehnen.
Medienmitteilung

08.06.2016

OW: ABU-Lehrgang für Erwachsene

Im Rahmen der beruflichen Grundbildung für Erwachsene (in der Regel ab 25 Jahren) bietet das BWZ Obwalden im Schuljahr 2016/2017 den ersten modularisierten Ausbildungsgang "Allgemeinbildender Unterricht für Erwachsene" an. Mit einer Kombination von Selbststudium, Präsenz- und Onlineunterricht entspricht das Angebot den Bedürfnissen Erwachsener im beruflichen Alltag. Der Gesamtkurs für die berufliche Qualifikation EFZ kostet 2400 Franken, es können auch einzelne Module belegt werden. Das Zielpublikum rekrutiert sich aus der Deutschschweiz.

08.06.2016

Deutschland: Förderschwerpunkt Nachhaltigkeit

In Deutschland sind zwölf Modellversuche gestartet mit dem Ziel, Nachhaltigkeit strukturell in der beruflichen Bildung zu verankern. Einer der Schwerpunkte liegt auf ausbildungsstarken kaufmännischen Berufen. Durch die neuen Modellversuche werden berufliche Handlungskompetenzen weiterentwickelt. Sechs Projekte befassen sich mit der Gestaltung nachhaltiger Lernorte, wofür ein Indikatorensystem entwickelt wird. Zur Unterstützung der Bildungspraxis werden Empfehlungen für die Gestaltung der Ausbildung und didaktische Umsetzungshilfen sowie berufsspezifische Lehr/-Lernmaterialien und Checklisten zur Verfügung gestellt.

08.06.2016

Frankreich: Welche Zukunft hat die Berufsbildung?

Am 19. und 20. Mai 2016 fand in Paris die Konferenz "Orientation, formations, insertion: quel avenir pour l’enseignement professionnel?" (Beratung, Bildung, Eingliederung: Welche Zukunft hat die Berufsbildung?) statt. Die Konferenz ermöglichte es internationalen Entscheidungsträgern, Fakten und Erfahrungen der Bildungspolitik der OECD-Länder zu präsentieren.
Referate

08.06.2016

Österreich: Neue und revidierte Lehrberufe

In Österreich steht der Beruf Forstfacharbeiter/in rein gewerblichen Forstbetrieben nicht offen. Mit der neuen Forsttechnik-Ausbildungsverordnung können sie ab dem nächsten Schuljahr ihren Fachkräftenachwuchs selber ausbilden. Die Berufe Bankkaufmann/-frau, Beschriftungsdesign- und Werbetechnik (bisher Schilderherstellung), Florist/in, Klavierbau, Milchtechnologie und Skitechnik wurden revidiert. Das Lehrberufspaket sieht weiter vor, den Ausbildungsversuch Gleisbautechnik aufgrund einer Evaluation in einen regulären Lehrberuf überzuleiten.
Lehrberufe in Österreich

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

08.06.2016

Höhere Berufsbildung: Stellungnahmen des Bundesrats

Der Bundesrat hat sich kürzlich zu mehreren parlamentarischen Interventionen im Bereich der höheren Berufsbildung geäussert: Interpellation 16.3072 zur Subjektfinanzierung in der höheren Berufsbildung, Postulat 16.3178 zur Schaffung einer eidgenössischen Akkreditierung von höheren Fachschulen sowie Interpellation 16.3204 zur Bundessubvention höherer Fachschulen.
Siehe auch den Artikel in den SBFI News, Mai 2016 (S. 8-9, Übersicht über die Massnahmen zur Stärkung der höheren Berufsbildung)

08.06.2016

Prüfungsordnungen in Vernehmlassung

Die zuständigen Organisationen der Arbeitswelt haben dem SBFI die Entwürfe zu den Prüfungsordnungen über die Berufsprüfung Disponent/in Transport und Logistik und Brandschutzfachmann/-fachfrau mit eidgenössischem Fachausweis sowie über die höhere Fachprüfung diplomierte/r Betriebsleiter/in Transport und Logistik und diplomierte/r Fotodesigner/in eingereicht. Bundesblatt von 31. Mai und 7. Juni 2016

08.06.2016

Zeitschrift Education Permanente: Stärkere Praxisausrichtung und neues Erscheinungsbild

Die Fachzeitschrift Education Permanente EP wurde von Grund auf neu gestaltet und ist nun stärker auf die Weiterbildungspraxis ausgerichtet. Die Praxisrubrik bietet Buch- und Didaktik-Tipps sowie "10 Fragen an…" interessante Personen aus der Weiterbildung. Zudem sind Beiträge in Französisch oder Italienisch von nun an mit Zusammenfassungen in den anderen Sprachen versehen. Die aktuelle Ausgabe EP 2016-2 steht vollständig online zur Verfügung und widmet sich dem Thema Innovation in der Erwachsenenbildung.

Mittelschulen und Hochschulen

08.06.2016

BE: Erleichterte Zulassungsbedingungen für Schulische Heilpädagogik

Der Mangel an Fachpersonen in der Schulischen Heilpädagogik bewegt den Regierungsrat des Kantons Bern dazu, die Zulassungsbedingungen für diesen Studiengang an der Pädagogischen Hochschule Bern auf 2018 zu lockern. Voraussetzung war bisher das Lehrdiplom für Regelklassen. Neu erhalten auch Inhaberinnen und Inhaber eines Bachelordiploms in Logopädie, Psychomotorik, Erziehungswissenschaften, Sozialpädagogik und verwandter Studienbereiche wie Psychologie oder Ergotherapie den Zugang zum Studiengang.

Beratung

08.06.2016

Statistik der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung 2015

Die KBSB hat die Statistik der öffentlichen Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung 2015 publiziert. Die Zahl der Beratungen ist gegenüber dem Vorjahr um 1,2% auf 122'523 leicht angestiegen, zugenommen haben insbesondere Beratungen im Auftrag der RAV um 12,5%. Beobachtet wird eine Abnahme der Anzahl Sitzungen pro Beratung von 2,0 auf 1,8 Gespräche. Tendenziell suchen immer noch mehr Frauen (56%) als Männer (44%) ein Beratungsgespräch auf, der Anteil von Erwachsenen beträgt 39%. Erneut abgenommen hat die Anzahl ausgeliehener Informationsmittel, der Rückgang seit 2006 beträgt 50%.

08.06.2016

KBSB: Wahl des neuen Präsidiums

Daniel Reumiller, Abteilungsleiter der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung des Kantons Bern wird neuer Präsident der KBSB. Das Amt der Vizepräsidentin übernimmt Beatrice Kunovits, Leiterin der Berufs-, Studien-und Laufbahnberatung des Kantons Basel-Landschaft. Daniel Cordonier wird als neues Mitglied des Aufsichtsrats des SDBB und Urs Brütsch als Präsident der Fachkommission Weiterbildung vorgeschlagen. Marc Chassot, bisheriger Präsident der KBSB, wird im Sommer 2016 pensioniert.

08.06.2016

Rangliste der gewählten Berufe 2015

Die Favoriten bleiben: An der Spitze aller neu abgeschlossenen Lehrverträge 2015 bleiben bei den EFZ die Ausbildung Kaufmann/-frau (14'250 Lehrverträge), gefolgt von Detailhandelsfachleuten (5077) und Fachleuten Gesundheit (4147, 534 davon sind Männer). Bei den EBA liegen auf der Rangliste die Detailhandelsassistenten/-innen mit 1505 abgeschlossenen Lehrverträgen vor den Assistenten/-innen Gesundheit und Soziales (950) und den Büroassistenten/-innen (total 492 Verträge).
Statistik der beruflichen Grundbildungen EFZ 2015
Statistik der beruflichen Grundbildungen EBA 2015

08.06.2016

Psychische Gesundheit über die Lebensspanne

Die Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz thematisiert in ihrem neuen Bericht die psychische Gesundheit von Personen in Übergangsphasen oder nach kritischen Lebensereignissen. Weitere Kapitel des Berichts sind der psychischen Gesundheit im Jugendalter sowie dem Thema Erwerbstätigkeit und psychische Gesundheit gewidmet.

08.06.2016

GE: Zahlen zur Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung

Gemäss den neuesten Statistiken des Genfer Berufsbildungsamts (OFPC) haben die öffentlichen Beratungen 2015 abgenommen, während die Beratungen im Rahmen der Schulen bei den Gymnasien um 39% und bei den allgemeinbildenden Schulen um 43% zugenommen haben. 70% der Jugendlichen mit Lehrabbruch, die von "Cap Formations" begleitet wurden, sind in eine Ausbildung zurückgekehrt. Die Leistungen der Cité des métiers betrafen rund 37'000 Personen. Die Broschüre "Constats et données chiffrées 2016" des OFPC gibt einen Überblick über alle statistischen Indikatoren zur Berufs- und Weiterbildung, zur Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung und zu den Stipendien.

Arbeitsmarkt

08.06.2016

Positives Signal für den Schweizer Arbeitsmarkt

In den ersten fünf Monaten des Jahres 2016 sind in der Schweiz gemäss einer Untersuchung der Personalberatung Michael Page durchschnittlich 5% mehr Stelleninserate publiziert worden als 2015. Die Westschweiz verzeichnete mit knapp über 12% ein stärkeres Wachstum als die Deutschschweiz (+8%). Erstmals seit September 2013 wiesen alle Kantone, mit Ausnahme des Kantons Bern (-0,3%), ein Wachstum aus. Besonders stark war die Zunahme in der Ostschweiz mit knapp über 18%, gefolgt von der Zentralschweiz (+17%) sowie der Genferseeregion (+11%). Die stärkste Zunahme verzeichneten die öffentliche Verwaltung (+17%), die Finanzdienstleister (+10%) und die Immobilienbranche (+7%).

08.06.2016

Arbeitgeber: "Bogenkarrieren" haben Potenzial

Im Januar 2015 lancierte der Arbeitgeberverband die Initiative "Zukunft Arbeitsmarkt Schweiz" – eine Art Nachfolgeprojekt der Initiative "45plus". Ein Produkt der Initiative bilden 25 lesenswerte Porträts von Firmen unter dem Titel Best Practice. Ein Beispiel ist das Modell "Flextime 50+" der B. Braun Medical AG; in diesem Rahmen können ältere Mitarbeiter ihr Arbeitspensum reduzieren – ein Langzeit-Arbeitsmodell fängt die Reduktion auf. Der Arbeitgeberverband fordert generell, dass "Bogenkarrieren" mit abnehmender Verantwortung und entsprechend sinkendem Lohn zum Ende eines Berufslebens als "realistische und nachhaltige Karrieremodelle erkannt" werden müssten.

08.06.2016

Das SECO ist im Verzug mit dem Informatikprojekt RAV–Arbeitslosenkassen

Das auf Ende 2014 angekündigte Informatikprojekt des SECO zur Verknüpfung der Datenbanken der RAV und der Arbeitslosenkassen wird drei Jahre verspätet fertig sein und 45 Millionen Franken kosten. Laut einer Meldung in "Le Matin Dimanche" vom 29. Mai 2016, die sich auf einen Aargauer Bericht beruft, verursacht die Verspätung unnötige doppelte Arbeit, was nur schon für den Kanton Aargau ungefähr zwölf Vollzeitstellen entspreche. Auf schweizerischer Ebene entspricht dies rund 150 Vollzeitstellen und verursacht damit jährliche Kosten von nahezu 15 Millionen Franken. Die Informatikschnittstelle dürfte nicht vor Ende 2017, allenfalls 2018 bereit stehen.

08.06.2016

BFS: Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt gut 41 Stunden

In der Schweiz wurden von den Erwerbstätigen im Jahr 2015 insgesamt 7,889 Milliarden Arbeitsstunden geleistet. Dies entspricht einer Zunahme um 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zwischen 2011 und 2015 ging die tatsächliche wöchentliche Arbeitszeit der Vollzeitarbeitnehmenden ganz leicht zurück und belief sich 2015 auf 41 Stunden und 17 Minuten, während die Anzahl der jährlichen Ferienwochen weiterhin stetig anstieg und auf 5,15 zunahm. Dies teilt das BFS mit.

Berufliche Integration

08.06.2016

IV baut ein Monitoring "Nachhaltigkeit berufliche Integration" auf

2015 hat die Invalidenversicherung erneut mehr Massnahmen zur beruflichen Eingliederung durchgeführt (plus 4,6% gegenüber 2014). Auch darin manifestiert sich die Neuausrichtung der IV von einer Renten- zu einer Eingliederungsversicherung (vgl. PANORAMA.aktuell 10/2016). Das Bundesamt für Sozialversicherungen will den Weg der Versicherten, die Eingliederungsmassnahmen erhalten haben, in Bezug auf ihre Erwerbstätigkeit, ihr Einkommen sowie auf ihre Rentensituation über einen Zeitraum von mehreren Jahren verfolgen. Es baut darum ein Monitoring "Nachhaltigkeit berufliche Integration" auf. Die Zahl der 2015 neu zugesprochenen IV-Renten blieb stabil und lag bei 14'000 gewichteten Einheiten.

08.06.2016

Wie man das berufliche Potenzial von Flüchtlingen abklären kann

Das Staatssekretariat für Migration hat eine Studie zum Thema "Potenzialabklärung bei anerkannten Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen" durchgeführt. Die Studie beinhaltet eine Bestandesaufnahme und zeigt, dass in verschiedenen Kantonen Potenzialabklärungen bereits durchgeführt werden und häufig in eine Fallführung eingebettet sind. Die Studie hält fest, welche Schwerpunkte eine Potenzialabklärung für Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene enthalten sollte. So ist es im Hinblick auf eine berufliche Integration wichtig, dass Abklärungen auch in der "Praxis", beispielsweise im Rahmen von Praktika, erfolgen.

08.06.2016

Fachkräfteinitiative: Best Practice

Bund, Kantone und die Sozialpartner haben im Rahmen der Fachkräfteinitiative gemeinsam die Webseite fachkraefte-schweiz.ch lanciert. Damit soll unter anderem aufgezeigt werden, was in der Schweiz zum Thema Fachkräfte läuft. Die Webseite bietet insbesondere eine Sammlung von guten Beispielen in den Bereichen Qualifizierung, 50plus, Beruf und Familie und Flüchtlinge.

08.06.2016

Generalversammlung der SKOS zum Thema "Kosten und Nutzen der Sozialhilfe"

Die Generalversammlung der SKOS vom 25. Mai 2016 in Bern befasste sich mit dem Thema "Kosten und Nutzen der Sozialhilfe". Die SKOS publizierte bei dieser Gelegenheit den Jahresbericht 2015 mit der Frage, wohin die aktuelle Politik zur Einsparung der Sozialhilfeausgaben führe, gepaart mit dem tendenziellen Anstieg der Anzahl Begünstigter. Serge Gaillard (Direktor der eidgenössischen Finanzverwaltung), Stéphane Rossini (Berater und Professor an den Universitäten Genf und Neuenburg) sowie Eva Maria Belser (Professorin an der Rechtsfakultät der Universität Freiburg) leisteten ihren Beitrag zur Debatte.
Präsentationen

08.06.2016

GE: Fünfjähriges Bestehen des Praktikumsbetriebs Le Trinquet

Das Arbeitsamt des Kantons Genf (OCE) feiert das fünfjährige Bestehen des Restaurants Le Trinquet als Praktikumsbetrieb. 2011 eröffnet, hat es fast 650 Kandidaten/-innen aufgenommen. 26 Plätze stehen für eine Maximaldauer von vier Monaten dauerhaft zur Verfügung. Im Durchschnitt haben 60% der Praktikant/innen, welche die Küche des Trinquet durchliefen, eine Stelle in einem Restaurationsbetrieb gefunden. In einer Mitteilung erklärt das OCE diesen Erfolg durch die enge Zusammenarbeit mit Privatbetrieben, namentlich dem Gastrobetrieb Novae. Siehe auch die Reportage des Westschweizer Fernsehens zum Le Trinquet.

08.06.2016

JU: Landwirtschaft als Eingliederungsmöglichkeit für Migranten/-innen

Der Landwirtschaftssektor öffnet den 880 bis jetzt vom Kanton Jura anerkannten und vorläufig aufgenommenen Flüchtlingen seine Türen. Im Juni wird ein Pilotprojekt zur Schaffung von Beschäftigungs- und Integrationsplätzen in den kantonalen landwirtschaftlichen Betrieben gestartet, das bis zum 20. Oktober 2016 dauert. Getragen von der jurassischen Vereinigung zur Aufnahme der Migranten/-innen (AJAM) und der jurassischen Landwirtschaftskammer schlägt das Projekt gezielte nicht gewinnorientierte Tätigkeiten vor, beispielsweise den Unterhalt rund um den Bauernhof oder das Entfernen unerwünschter Pflanzen. Pro Landwirtschaftsbetrieb werden höchstens vier Volontäre platziert.

Verschiedenes

08.06.2016
08.06.2016

Begriffe der Heilpädagogik

Die Schweiz. Zeitschrift für Heilpädagogik behandelt in der Nummer 5-6/2016 Entwicklung und Wandel die Begriffe in der Heilpädagogik. Diese wird durch gesellschaftliche, kulturelle und institutionelle Faktoren konstruiert. Aktuell drückt die Terminologie eine eher wertschätzende Haltung aus. Die vier Beiträge:
- Heilpädagogik – Sonderpädagogik
- Vom "Krüppel" zum "Menschen mit Körperbehinderung"
- Die Bedeutung der ICF in der Ausbildung von Lehrpersonen
- Ein Plädoyer für den Begriff "herausfordernde Verhaltensweisen"