Newsletter vom 11.05.2016

Aktuelle Meldungen vom 11.05.2016

Berufliche Grundbildung

11.05.2016

Konzept des Bundes zur Ressortforschung

Das SBFI hat die prioritären Forschungsbereiche für die Periode 2017-2020 festgelegt. Das Förderprogramm umfasst folgende Schwerpunkte: Erfolgreiche technologische Lernumgebungen, das Ausbildungsverhalten von Unternehmen, bestimmende Faktoren für die erfolgreiche Vermittlung von Bildungsinhalten in der kaufmännischen Ausbildung. Das SBFI-Dokument beschreibt die vorgesehenen Optimierungen und legt Rechenschaft über die Forschungsaktivitäten der abgelaufenen Vierjahresperiode ab.
SBFI News, April 16

11.05.2016
11.05.2016

BFS: Auszubildende im Jahr 2015

Gemäss den Zahlen des BFS absolvierten im Jahr 2015 290'000 Jugendliche eine eidgenössisch anerkannte Berufsausbildung. 77'000 Personen haben eine berufliche Grundbildung begonnen, 70'000 erwarben ein EFZ. Weitere Statistiken zeigen die Anzahl der Schüler/innen und Studierenden in den Jahren 2014/2015, aufgeteilt nach verschiedenen Bildungsstufen und -typen sowie nach Geschlecht und Nationalität.

11.05.2016
11.05.2016

Die fünf Schlüsselkompetenzen der Lernenden

Die Homepage apprentis.ch, welche nur in französischer Sprache vorhanden ist, hat zum Ziel, Lernende während und nach ihrer Ausbildung zu begleiten. Sie gibt den Jugendlichen praktische Ratschläge und vermittelt Neuheiten zur beruflichen Grundbildung. Zum Beispiel werden die fünf Schlüsselkompetenzen der Lernenden beschrieben: Organisationsvermögen, Teamarbeit, Vielseitigkeit, Anpassungsfähigkeit, Autonomie. Aus Sicht der Personalverantwortlichen bilden diese Kompetenzen einen Vorteil für Jugendliche mit einer dualen beruflichen Grundbildung.

11.05.2016

Swissmechanic: Instruktorentagung 2016

Die Berufsbildner aller regionalen Organisationen von Swissmechanic trafen sich am 21. und 22. März 2016 in Balsthal zur jährlichen Instruktorentagung. Neben Schulungen zum Thema Lean Production, Arbeitssicherheit bei Lernenden und den neuen Modell-Lehrgängen wurde auch über die Zukunft des Swissmechanic Technoparks diskutiert.
Bericht im Journal 2016-3. Das Journal enthält auch den Beitrag "Swissmechanic goes Social Media".

11.05.2016

BE: Angebotsanpassung bei den Berufsfachschulen

Die Erziehungsdirektion des Kantons Bern will die Ausbildungsstandorte von sechs Berufen reduzieren. Damit reagiert sie auf sinkende Lernendenzahlen wegen der demografischen und wirtschaftlichen Entwicklung. Die Konzentration auf weniger Standorte soll langfristig eine optimale Weiterentwicklung des Unterrichts gemäss den Anforderungen der Arbeitswelt gewährleisten.
Medienmitteilung

11.05.2016

LU: KMU-Magazin zum Selektionprozess der Lehrbetriebe

Das Magazin des Luzerner Gewerbeverbands vom April 2016 behandelt verschiedene Facetten der Selektion von Lernenden. Themen sind die internen und externen Anforderungsprofile, die Gestaltung der Vorstellungsgespräche, die Suche des passenden Lernenden und schliesslich die Feststellung, dass "der Beste nicht immer der Geeignetste" sein muss.

11.05.2016

NE: Änderung der Zulassungsbedingungen zur Ausbildung auf der Sekundarstufe II

Im Rahmen der Neuenburger Reform der Stufe 3 (9. bis 11. Schuljahr) wurden die Abteilungen "préprofessionnelle, moderne et maturités" zugunsten eines Unterrichts nach Niveaus aufgehoben. Die Zulassungsbedingungen zu den verschiedenen nachobligatorischen Ausbildungen (EFZ nach Vollzeitschule, Fachmittelschulabschluss, Fachmaturitätsabschluss, etc.) wurden geändert. Sie gelten für Schüler/innen, die ihre obligatorische Schulpflicht ab Juni 2018 abschliessen werden.

11.05.2016

VD: Neues Portal für die berufliche Qualifikation Erwachsener

Das Bildungsdepartement des Kantons Waadt hat ein Informationsportal für Erwachsene ab 25 Jahren aufgeschaltet, die ihre in der Arbeitswelt erworbenen Kompetenzen anerkennen lassen wollen. Die neue Internetseite gibt detaillierte Informationen zu verschiedenen Möglichkeiten zum Erwerb eines Fähigkeitszeugnisses: Direkter Zugang zum Qualifikationsverfahren, Validierung von Bildungsleistungen oder verkürzte berufliche Grundbildung. Interessierte können sich online für eine der Informationsveranstaltungen anmelden.

11.05.2016

Französische Zeitschrift "Formation emploi": Dossier über die Schweiz

In der Online-Ausgabe Januar-März 2016 widmet sich die französische Zeitschrift "Formation emploi" mit einer Artikelserie der Berufsbildung in der Schweiz. Die Serie behandelt insbesondere die folgenden Themen: Geschichte, Charakteristiken und Besonderheiten der schweizerischen Berufsausbildung, Reproduktion sozialer Ungleichheiten, Qualität der Integration in den Arbeitsmarkt und Geschlechterverteilung am Arbeitsplatz. Die Artikel sind in Französisch verfasst und nur für Abonnenten abrufbar. Frei zugänglich sind kurze Zusammenfassungen in Deutsch, Französisch, Englisch und Spanisch.

11.05.2016

Deutschland: Analysen und Massnahmen zur Berufsbildung

Noch nie waren in Deutschland die Chancen auf einen Ausbildungsplatz so gut. Gemäss Berufsbildungsbericht begannen 2015 mehr als die Hälfte eines Altersjahrgangs eine berufliche Ausbildung. Mit der im Sommer 2015 gestarteten "Assistierten Ausbildung" wird den Vertragspartnern Unterstützung angeboten. Zur Stärkung der Berufsbildung wurde eine Informationskampagne gestartet, zu der auch eine Website gehört. Der Berufsbildungsbericht 2015 und der Datenreport sind im Internet abrufbar. Eine weitere Analyse behandelt die Entwicklung des Frauenanteils in männlich dominierten Berufen. Untersucht wurden insbesondere die Berufe Bäckerin, Malerin, Lackiererin und Tischlerin.

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

11.05.2016

Prüfungsordnungen in Vernehmlassung

Die zuständigen Organisationen der Arbeitswelt haben dem SBFI die Entwürfe zu folgenden Prüfungsordnungen eingereicht: Berufsprüfung Fachmann/Fachfrau Technischer Kundendienst, Kommunikationsplaner/in und Schneesportlehrer/in mit eidgenössischem Fachausweis sowie höhere Fachprüfung Florist/in mit eidgenössischem Diplom und Diplomierter Kommunikationsleiter/Diplomierte Kommunikationsleiterin.
Bundesblatt vom 3. Mai und 10. Mai 2016

11.05.2016

Zwanzig Jahre Ausbildung der Ausbildenden AdA

Der SVEB konnte den 10'000 eidg. Fachausweis abgeben. Die Ausbildungen aus dem AdA-Baukastensystem sind ein Beitrag zur Professionalisierung der Weiterbildung. 2015 konnten von 3714 AdA-Abschlüssen 538 Personen den eidg. Fachausweis entgegennehmen. Dieser ist nach dem SVEB-Zertifikat die weiterführende Qualifikation für Personen, die nicht nur Kurse leiten, sondern selber solche entwickeln. Wer sich weiter qualifizieren und sich beruflich zusätzliche Perspektiven eröffnen möchte, kann mit der höheren Fachprüfung Ausbildungsleiter/in einen Abschluss auf Diplomstufe erlangen.

11.05.2016

Mittelschulen und Hochschulen

11.05.2016

Höhere Hürden für die Zulassung an die Hochschulen?

Rund drei Viertel der Studienanfängerinnen und -anfänger 2015 an Universitäten und ETH haben eine gymnasiale Maturität abgeschlossen. Dies zeigt die neue Statistik der Maturitäten 2015 des BFS. Ein Fünftel bringt einen ausländischen Ausweis mit, jeder Zwanzigste einen anderen Zulassungsausweis, die meisten davon eine Berufsmaturität. Vor diesem Hintergrund werden in der NZZ die von Bundesrat Johann Schneider-Ammann verlangten höheren Hürden für die gymnasiale Maturität diskutiert.

11.05.2016

Kantonale Maturitätsquoten

Das BFS hat die Maturitätsquoten 2015 veröffentlicht. Die Sendung "10 vor 10" geht den Gründen für die Unterschiede – bis zu 23 Prozent – zwischen den Quoten verschiedener Kantone nach. Zudem thematisiert die Sendung, dass heute nur noch etwas mehr als die Hälfte der Lernenden, welche eine Berufsmaturität machen, diese parallel zur Lehre absolviert, vor zehn Jahren waren es noch zwei Drittel.

11.05.2016

SG/ZH: Kooperationsprojekt Master in Humanmedizin

Die Universität und das Kantonsspital St. Gallen wollen ab 2020 für vierzig Studierende eine Masterausbildung in Humanmedizin anbieten. Grundlage dafür ist eine Zusammenarbeit mit der Universität Zürich. Die Kooperationsvereinbarung wurde bereits von den Universitäten St. Gallen und Zürich sowie vom Kantonsspital unterzeichnet und von der St. Galler Regierung gutgeheissen. Es fehlen noch die Zustimmung des Universitätsrates Zürich und des Regierungsrates Zürich. Das Kooperationsprojekt wurde bei der Schweizerischen Hochschulkonferenz eingereicht.

11.05.2016

ZH: Maximalstudienzeit an der Uni

Die Universität Zürich will für das Bachelor- und Masterstudium an allen Fakultäten eine maximale Studienzeit festlegen. Diese beträgt pro Stufe (Bachelor oder Master) zwölf Semester. Die Möglichkeit zum Teilzeitstudium ist durch die neue Regelung gemäss der Universität Zürich gegeben. Studierende, die Mühe mit dem Abschluss hätten, würden bei der Planung unterstützt. Grundlage für die Regelung war die Suche nach einer einheitlicheren fächer- und fakultätsübergreifenden Studien-Rahmenverordnung. Diese Muster-Rahmenverordnung wird im Juli 2016 dem Universitätsrat unterbreitet.

11.05.2016

ZH: Neue Studienstruktur an der philosophischen Fakultät

Die Philosophische Fakultät der Universität Zürich wird im Rahmen des Projekts "Bologna 2020" eine neue Studienstruktur anbieten. Ab Frühjahrssemester 2017 besteht das Studium auf Bachelorstufe aus zwei Studienprogrammen und ab 2019 auf Masterstufe aus einem oder zwei Studienprogrammen. Die 180 ETCS-Punkte für ein Bachelor-Studium können in einem Major- und Minor-Studienprogramm (120 und 60 ETCS-Punkte) erzielt werden. Im Master-Studium sind zwei Varianten möglich: Ein Major- und Minor-Studienprogramm (90 und 30 ETCS-Punkte) oder ein Studienprogramm mit 120 ETCS-Punkten.

11.05.2016

ZH: Bachelor Umweltingenieurwesen bietet neue Vertiefungen an

Ab Herbstsemester 2016 können sich Umweltingenieurinnen und -ingenieure an der ZHAW in zwei neuen Vertiefungen spezialisieren: "Erneuerbare Energien und Ökotechnologien" und "Umweltsysteme und Nachhaltige Entwicklung". Damit stehen an der Fachhochschule in Wädenswil im Studiengang Umweltingenieurwissenschaften insgesamt fünf Vertiefungen zur Auswahl.

11.05.2016

Deutschland: Unterstützung von Flüchtlingen auf dem Weg in ein Studium

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Deutsche Akademische Austauschdienst engagieren sich für eine schnelle Integration: Flüchtlinge können kostenfrei einen Studierfähigkeitstest ablegen und ihre Bewerbung für Studienplätze einreichen. Eine Erstberatung und diagnostische Testverfahren der Arbeits- und Servicestelle für internationale Studienbewerbungen (uni-assist) klärt die Chancen des Flüchtlings auf eine Hochschulzulassung ab.

Beratung

11.05.2016

Buch: Karriereverläufe nach einem sportwissenschaftlichen Studium

In welchen Berufsfeldern Absolvierende eines sportwissenschaftlichen Studiengangs ihren Berufseinstieg finden, wie ihre Karrieren verlaufen und was die sportwissenschaftlichen Institute der Schweiz kennzeichnet: Diese Themen werden im Buch "Sportwissenschaftliches Studium und Beruf in der Schweiz" beleuchtet. Das Buch basiert auf Ergebnissen der Studien BASIS und BASIS Future, in denen Absolventenkohorten aller sportwissenschaftlichen Institute der Schweiz befragt wurden. Die Buchpräsentation findet am 23. Mai 2016 in Bern statt.

11.05.2016

Ausstellung "Wer bin ich?"

Die neue Ausstellung des Vögele Kultur Zentrums konzentriert sich auf die Frage nach der eigenen Identität. Kunstwerke, neue Medien und Ausstellungsstücke aus dem Alltag illustrieren die Frage nach dem, was wir sind, was uns antreibt und was wir werden wollen. Die Eröffnung in Pfäffikon SZ ist am 22. Mai 2016.

11.05.2016

Tagung: Viel gelernt, nichts verstanden?

Lernen muss sich an der Arbeitsweise des Gehirns orientieren: Es pflückt sich aus vielen Informationen jene heraus, die gerade von Bedeutung sind, speichert sie ab und vernetzt sie mit dem Vorwissen. Erst das Verstehen und Verarbeiten des Stoffs und die regelmässige Wiederholung des Gelernten verankern neues Wissen im Gedächtnis. Kann man Langeweile gut aushalten oder sich für ein Thema interessieren, wird das Lernen einfacher. Themen rund um das Lernen wurden einer Tagung an der Universität Bern diskutiert.

11.05.2016

GE: Neue Publikation des SRED zu "Cap Formations"

Eine Studie des SRED (Service de la recherche en éducation) analysiert die Funktionsweise der Genfer Berufsberatungsfachstelle "Cap Formations" für Jugendliche mit einem Lehrabbruch. Mit der Studie wird auch versucht, diese Jugendlichen besser zu verstehen und geeignete Massnahmen herauszufinden, um sie wieder in eine Berufslehre zu integrieren. Die Studie liegt nur in Französisch vor.

Arbeitsmarkt

11.05.2016

KOF: Es harzt am Schweizer Arbeitsmarkt

Der Schweizer Arbeitsmarkt erholt sich nur schleppend. Nach einem leichten Anstieg im letzten Quartal bleibt der KOF Beschäftigungsindikator nun nahezu unverändert auf -2.7 Punkten; das bedeutet, dass weiterhin mehr Firmen ihren Bestand an Beschäftigten als zu hoch empfinden. Zudem planen mehr Firmen, in den nächsten drei Monaten Stellen abzubauen als Stellen zu schaffen. Gebremst wird die Entwicklung des Arbeitsmarktes von trüben Beschäftigungsaussichten im verarbeitenden Gewerbe, im Detail- und Grosshandel sowie im Versicherungs- und im Gastgewerbe.

11.05.2016

Offene Stellen auf arbeitsmarktinfo.ch

Eine neue Plattform arbeitsmarktinfo.ch bündelt aktuelle Informationen zum Arbeits- und Stellenmarkt benutzerfreundlich. Die Informationen dienen der Laufbahngestaltung und Stellensuche. Es werden erstmals branchen-, berufsfeld- und berufsbezogene Angaben zum Stellenmarkt mit offiziellen Daten zum Arbeitsmarkt verknüpft und in leicht verständlichen Grafiken dargestellt. Die Plattform beantwortet Fragen wie: Kann ich Teilzeit arbeiten? Wie hoch ist die Arbeitslosigkeit? Was für Stellen sind offen? Die Realisierung der dreisprachigen Informationsplattform wurde vom SBFI und vom SECO unterstützt.

11.05.2016

Über 120'000 Personen haben Arbeit und sind trotzdem arm

Gemäss den neuesten Zahlen des BFS waren 2014 in der Schweiz rund 530'000 Personen von Einkommensarmut (ohne Berücksichtigung des Vermögens) betroffen, davon 123'000 Erwerbstätige. Das entspricht einem Anteil von 6,6% der Schweizer Wohnbevölkerung; ihr verfügbares Haushaltseinkommen lag unterhalb der Armutsgrenze (für Einzelpersonen im Durchschnitt 2219 Franken). Ausserdem waren 1,085 Millionen Personen armutsgefährdet. Alleinerziehende, Personen ohne nachobligatorische Bildung und Personen in Haushalten mit geringer Arbeitsmarktteilnahme sind besonders betroffen.

11.05.2016

Temporärarbeit, eine Brücke zur Arbeitswelt

Im Jahr 2014 gingen in der Schweiz 315'000 Personen einer Temporärarbeit nach. Davon wurden 3000 im Rahmen einer von swissstaffing mandatierten Studie befragt. Diese ist Gegenstand eines Artikels in der letzten Nummer der Zeitschrift "Die Volkswirtschaft". 58% der Befragten wählten eine temporäre Beschäftigung, weil sie keine Festanstellung gefunden hatten. 80% der Temporärarbeitenden sind auch ein Jahr nach Abschluss ihres Temporärauftrags noch erwerbstätig, die Hälfte von ihnen hat wieder eine Festanstellung gefunden. Bei den über 50-jährigen und bei den ausländischen Arbeitnehmenden sehen diese Zahlen jedoch anders aus.

11.05.2016

Neuer GAV Personalverleih in Kraft getreten

Der neue GAV Personalverleih ist per 1. Mai 2016 in Kraft getreten und gilt bis Ende 2018. Die Sozialpartner haben sich unter anderem geeinigt, in den nächsten Jahren die Mindestlöhne stufenweise zu erhöhen. Mit dem neuen GAV beträgt der Mindestlohn für Ungelernte 17.56 Franken pro Stunde (Normallohngebiete), für Gelernte 22.50. Der GAV Personalverleih gilt neu für alle Personalverleiher, unabhängig der Unternehmensgrösse. Die Arbeitszeit wird flexibilisiert; so steigt die Grenze zur zuschlagspflichtigen Tagesüberzeit von 9 auf 9,5 Stunden. Die Grenze zur zuschlagspflichtigen Wochenüberzeit bleibt bei 45 Stunden.

11.05.2016

Berufsaustritt von Gesundheitspersonal

In der Schweiz wird der Mangel an Fachpersonal im Gesundheitswesen, namentlich bei den Pflegefachpersonen, immer besorgniserregender. Die Längsschnittstudie "Nurses at work", deren Zusammenfassung vom BFS publiziert worden ist, liefert einen Erklärungsansatz. Es gibt mehrere Gründe, den Gesundheitsbereich zu verlassen: mangelnde Identifikation mit dem Pflegeberuf, zu wenig Zeit für das Privatleben, Interesse an einem andern Beruf, Wunsch nach einer Aus- oder Weiterbildung oder ungenügende Unterstützung durch die Vorgesetzten.
Weitere Publikationen:
- "Berufsaustritte von Gesundheitspersonal";
- "Analyse der Strukturerhebung und Berechnung von Knappheitsindikatoren zum Gesundheitspersonal".

Berufliche Integration

11.05.2016

BFS: Gute Eingliederungsrate der Hochschulabsolventinnen und -absolventen

Ein Hochschuldiplom ist ein guter Schutz gegen Arbeitslosigkeit. Das bestätigen die Resultate einer Längsschnittbefragung des BFS bei den Hochschulabsolventinnen/-absolventen des Abschlussjahres 2010. Sie wurden ein und fünf Jahre nach Diplomabschluss befragt. Im Jahr 2011 waren 3,6% der Masterabsolventinnen/-absolventen einer universitären Hochschule auf Stellensuche. 2015 waren es nur noch 2,5%. Die Erwerbslosenquote der Bachelorabsolventinnen/-absolventen der Fachhochschulen war noch kleiner, sie verringerte sich im gleichen Zeitraum von 2,9 auf 2%.

11.05.2016

Zahl der privaten Arbeitsverleiher wächst – RAV behaupten sich

Die Zahl der beim SECO registrierten bewilligten Vermittlungs- und Verleihbetriebe wächst, wie ein Zeitvergleich zeigt. 2015 waren 6360 solche Betriebe gemeldet (davon 245 Firmen, die ausschliesslich Internetvermittlungen tätigen). 2005 lag diese Zahl bei 3941 (65). Trotz dieser Zunahme sank im gleichen Zeitraum die Zahl der gemeldeten Vermittlungen von 129'835 auf 90'580. Grund für den Rücklauf dürfte die Zunahme der über Internet vermittelten Stellen sein, deren Zahl nicht zu ermitteln ist. Der Anteil öffentlicher Arbeitsvermittlungen am Gesamt der Vermittlungen liegt bei 22,4% (2005: 22,5%). Die Zahl der verliehenen Personen betrug 2015 320'883 (2005: 211'144).

11.05.2016

Studie: Sozialfirmen sollen näher an die Realwirtschaft

Eine vom BSV veröffentlichte Studie fordert eine "flexiblere Auslegung des Konkurrenzverbots" für Sozialfirmen im Bundesgesetz über die Arbeitslosenversicherung AVIG. Dort ist unter Artikel 64a vorgeschrieben, dass Programme "öffentlicher oder privater, nicht gewinnorientierter Institutionen" die Privatwirtschaft "nicht unmittelbar konkurrenzieren" dürfen. Die Forschenden nahmen die Erfolgsfaktoren von Unternehmen der sozialen und beruflichen Integration unter die Lupe. Die Studie kam zum Schluss, dass die Konkurrenz einer der vier zentralen Schlüsselfaktoren sei für den Erfolg der Sozialfirmen und ihrer Klienten zugleich.

11.05.2016

Nationalrat gegen erleichterten Zugang zum beruflichen Wiedereinstieg

Entgegen der Empfehlung der zuständigen Kommission hat der Nationalrat eine parlamentarische Initiative von Jacques-André Maire mit 103 zu 89 Stimmen abgelehnt. Die Initiative verlangte, bei den Bildungsmassnahmen der Arbeitslosenversicherung für Wiedereinsteiger/innen auf die sonst angewandten Zugangskriterien zu verzichten. Heute können Personen, die wieder ins Erwerbsleben einsteigen möchten, nur dann an finanzierten Bildungsmassnahmen teilnehmen, wenn sie zur Betreuung eines Kindes nicht länger als vier Jahre vom Arbeitsmarkt abwesend waren. Maire argumentierte vergeblich, die Änderung wäre ein wirksamer Beitrag zur Behebung des Fachkräftemangels.

11.05.2016

Deutschland: Subventionierte Beschäftigung kann die Integration fördern

Modellprojekte in Nordrhein-Westfalen zeigen, dass öffentlich geförderte Beschäftigung das soziale Teilhabeempfinden von arbeitsmarktfernen Menschen deutlich verbessern kann. Die eigene Einordnung auf einer Skala des Zugehörigkeitsgefühls von 0 (ausgeschlossen) bis 10 (dazugehörig) fiel mit einem Durchschnitt von 7,1 relativ hoch aus. Arbeitslose Hartz-IV-Empfänger ordnen sich bei 6,0 ein, erwerbstätige Hartz-IV-Empfänger ("Aufstocker") bei 7,0. Der Durchschnittswert für alle Erwerbstätigen liegt bei 8,0. Entscheidend sei eine sorgfältige Auswahl der Geförderten, betonen die Autoren der Studie, die unter anderem auf Befragungen von rund 500 Geförderten und mehr als 50 Jobcoaches beruht.