Newsletter vom 09.03.2016

Aktuelle Meldungen vom 09.03.2016

Berufliche Grundbildung

09.03.2016

Parlamentarisches Geschäft: Sprachkenntnisvermerk in den EFZ

Zurzeit wird nur bei jenen Berufen, in denen die Vermittlung einer zweiten Sprache in der Bildungsverordnung verankert ist, die zweite Sprache im Notenausweis aufgeführt. Für alle andern Berufe gibt es keine Vorgabe des Bundes. Der Bundesrat ist nach Annahme des Postulats bereit zu prüfen, ob die Sprachkenntnisse auch in den EFZ aufgeführt werden könnten.
Antwort des Bundesrates

09.03.2016

Bericht über die Regulierungskosten

Ein Bericht des Bundes umfasst eine Schätzung der Kosten der staatlichen Regulierung in verschiedenen Bereichen und schlägt 32 Massnahmen zur Kostenreduktion vor. Für die berufliche Grundbildung sind es drei: Vereinfachung der Qualifikationsverfahren, Einsatz von Online-Dienstleistungen bei Kursen für Berufsbildner/innen und überbetrieblichen Kursen, Verbesserung der Koordination zwischen Ausbildungsbetrieben und Berufsfachschulen.

09.03.2016

Detailhandel: Anhörung

Im Detailhandel ist auf Beginn des Schuljahres 2017 eine neue Ausbildungs- und Prüfungsbranche "öffentlicher Verkehr" vorgesehen. In diesem Zusammenhang führt das SBFI eine Anhörung zu folgenden Entwürfen durch: Leistungsziele in der speziellen Branchenkunde der A+P "öffentlicher Verkehr", geänderte Leistungsziele in der allgemeinen Branchenkunde "Dienstleistungen". Frist zur Stellungnahme: 30. Mai 2016.

09.03.2016

Fachleute Gesundheit: Anhörung

Das SBFI hat die Anhörung zu den Entwürfen der Verordnung über die berufliche Grundbildung und den Bildungsplan für Fachfrau/Fachmann Gesundheit EFZ eröffnet. Frist zur Stellungnahme: 25. Mai 2016.

09.03.2016

Ehrung der erfolgreichsten Berufsleute

Zum zwölften Mal wurde der Tag der Berufsbildung durchgeführt. Er wurde durch die Stiftung SwissSkills zusammen mit dem SBFI organisiert. Am 11. Februar 2016 konnten die Schweizermeister/innen des Jahres 2015 aus 25 Berufen eine Ehrung für ihre ausserordentlichen Leistungen entgegen nehmen. Für die EuroSkills 2020 bewerben sich Finnland und Österreich.

09.03.2016

Deutschland: Glossar Deutsch-Englisch

Die Terminologiesammlung Deutsch-Englisch des deutschen Bundesinstitutes für Berufsbildung BIBB ist für Berufsbildungsfachleute konzipiert. Im Praxisalltag soll sie beim Verstehen und Übersetzen von Fachtexten helfen und die internationale Verständigung erleichtern. Da es in anderen Sprachen oft kein unmittelbares Äquivalent zu Fachbegriffen gibt, macht die Terminologiesammlung Vorschläge für sinngemässe Übersetzungen und Umschreibungen. Auch wurden Glossare der Europäischen Union und von deutschsprachigen Institutionen in die Sammlung aufgenommen.
Medienmitteilung

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

09.03.2016

Weiterbildungsgesetz tritt 2017 in Kraft

Der Bundesrat hat die Verordnung zum Weiterbildungsgesetz gutgeheissen. Das Gesetz tritt am 1. Januar 2017 in Kraft. Die Weiterbildung bekommt ihr erstes Bundesgesetz und wird damit in das nationale Bildungssystem eingeordnet. Im Zentrum des Gesetzes stehen fünf Elemente: Verantwortung, Qualitätssicherung und -entwicklung, Anrechnung von Bildungsleistungen an die formale Bildung, Verbesserung der Chancengleichheit, Wettbewerb.
Reaktionen: SVEB, SKOS

09.03.2016

BFI-Botschaft für 2017-2020

Der Bundesrat hat die Botschaft zur Förderung von Bildung, Forschung und Innovation BFI für die Jahre 2017-2020 verabschiedet. Für die Umsetzung der verschiedenen Fördermassnahmen beantragt er Kredite in der Höhe von rund 26 Milliarden Franken. Diese dienen der Finanzierung der Massnahmen zur Förderung der Berufsbildung, der Hochschulen (ETH-Bereich, kantonale Universitäten, Fachhochschulen) und der Weiterbildung sowie von Forschung und Innovation. Zu den vier Förderschwerpunkten gehört die höhere Berufsbildung mit der Neuregelung und dem Ausbau der Finanzierung der Kurse, die auf eidgenössische Prüfungen vorbereiten.
Medienmitteilung

09.03.2016

Prüfungsordnungen in Vernehmlassung

Die zuständige Organisation der Arbeitswelt haben dem SBFI die Entwürfe der Prüfungsordnungen über die Berufsprüfung Bekleidungsgestalter/in mit eidgenössischem Fachausweis sowie über die höhere Fachprüfung für Bekleidungsgestalter/in mit eidgenössischem Diplom eingereicht.
Bundesblatt vom 1. März 2016

09.03.2016

Integration und Inklusion in der Erwachsenenbildung

Die Fachzeitschrift "Education Permanente" behandelt in der Nummer 2016-1 die Inklusion in der Erwachsenenbildung. Diese bezieht sich nicht ausschliesslich auf behinderte Menschen. Ebenso Thema ist die Integration von Menschen, die aufgrund ihres sozialen Status, ihrer Herkunft oder gesundheitlicher Einschränkungen von gesellschaftlicher Exklusion bedroht sind. Die Ausgabe mit dem Titel "Integration und Inklusion" zeigt auf, wo wir heute im Prozess der Integration benachteiligter Gruppen stehen, diskutiert unser Verständnis von inklusiver Weiterbildung und beleuchtet innovative Ansätze gelebter Inklusion.

Mittelschulen und Hochschulen

09.03.2016

Hochschulzugang für Flüchtlinge

Das Staatssekretariat für Migration stellt fest, dass jeder zehnte Flüchtling in seinem Herkunftsland ein Studium begonnen oder die Hochschulreife erlangt hat. Dennoch bewerben sich nur sehr wenige für ein Hochschulstudium. An einem runden Tisch beraten gemäss einem Bericht der NZZ Bund und Kantone Massnahmen, mit denen der Zugang zu den Hochschulen für Asylsuchende unbürokratisch ermöglicht werden kann. Aktuell stehen Online-Vorkurse oder persönliche Interviews zur Diskussion. Die Finanzierungsfrage ist noch umstritten.

09.03.2016

Anmelderekord für das Medizinstudium

Mit über 6000 Interessierten für das Medizinstudium werden die Aufnahmekapazitäten an den Schweizer Hochschulen 2016 bei weitem überschritten. Der Hochschulrat empfiehlt für alle medizinischen Studiengänge der Deutschschweiz den Eignungstest. Die schrittweise Erhöhung der Anzahl Abschlüsse in Humanmedizin auf 1300 wird mit einem Zusatzkredit von 100 Millionen Franken unterstützt. Der Hochschulrat hat in diesem Zusammenhang das Sonderprogramm "Erhöhung der Anzahl Abschlüsse in Humanmedizin" verabschiedet.

09.03.2016

EPFL: Neuer Präsident

Der Bundesrat hat Martin Vetterli zum neuen Präsidenten der ETH Lausanne (EPFL) gewählt. Er wird sein Amt am 1. Februar 2017 antreten. Martin Vetterli ist ordentlicher Professor für Kommunikationssysteme an der EPFL und Forschungsratspräsident des Schweizerischen Nationalfonds (SNF). Er folgt auf Patrick Aebischer, welcher die EPFL während 16 Jahren geführt hat.
Medienmitteilung

09.03.2016

China ist an den Hochschulen im Trend

Die Universität Zürich lanciert den Weiterbildungsstudiengang "MAS in European and Chinese Business Management". Der Studiengang richtet sich an europäische und chinesische Masterabsolventen. Wer früh mit der Kombination Wirtschaft/Asien beginnen will, kann sich an der Fachhochschule Konstanz für den Bachelorstudiengang Wirtschaftssprachen Asien und Management immatrikulieren. Und an der Zürcher Hochschule der Künste startet am 13. April der erste Massive Open Online Course (MOOC) einer Schweizer Kunsthochschule zum Thema der chinesischen Gegenwartskunst.

09.03.2016

NZZ Campus Magazin erschienen

Das "NZZ Campus"-Magazin wurde überarbeitet und erscheint neu viermal jährlich in einer Printversion und online. Die erste Ausgabe fragt, aus welchen Gründen sich junge Menschen für eine bestimmte Studienrichtung entscheiden und beschreibt Hürden des Stipendiensystems.

09.03.2016

GE: Pilotprojekt, um Flüchtlingen den Universitätszugang zu erleichtern

Die Universität Genf hat ein Pilotprogramm gestartet, um Flüchtlingen den Studienzugang zu erleichtern. Personen, die in ihrem Ursprungsland ein Studium begonnen oder eine höhere Bildung abgeschlossen haben, können als Hörer/in an Kursen teilnehmen und anschliessend Prüfungen ablegen. Das Programm sieht zudem die Begleitung durch Studienmentoren und Schnellkurse in Französisch vor.
Weitere Informationen: "Le Courrier"

09.03.2016

Deutschland: Digitales Studium als neues Forschungsfeld

Online-Seminare oder digital unterstützte Prüfungen, die neuen Technologien ermöglichen neue Lern- und Lehrmöglichkeiten. In Deutschland unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung diese Experimentierphase mit der Förderung eines neuen Forschungsfeldes "Digitale Hochschullehre". Für die Erforschung der neuen Trends und Paradigmen in Didaktik und Technik stehen zehn Millionen Euro zur Verfügung.

Beratung

09.03.2016

Website arbeitsmarktinfo.ch ist online

Die Website arbeitsmarktinfo.ch ist in einer provisorischen Version online. Die definitive Aufschaltung und Kommunikation erfolgt per 1. Mai 2016. Pro Berufsfeld werden die folgenden Informationen präsentiert: Entwicklung der Arbeitsplätze und der Arbeitslosenquote; Geschlecht und Alter der Mitarbeitenden, Firmengrösse, Häufigkeit von Selbstständigkeit und von Temporärarbeit; Arbeitszeiten, Lohn, Ferien, Arbeitsweg, Arbeitszufriedenheit; notwendige Kompetenzen, Ausbildungsniveau; Kaderquote, Häufigkeit von Weiterbildung; Links auf Stelleninserate. Die Website arbeitsmarktinfo.ch ist ein Produkt von ask!, B,S,S. und x28. Sie wird finanziell unterstützt durch das SBFI und das SECO.

09.03.2016

SDBB: Aktualisierte Medien

Im Übersichtsmedium Berufsfenster nach Zihlmann 2016 wurden die Subfelder 15 und 16 angepasst. Buchtipps und Links wurden in der 3. Auflage von Fokus Studienwahl aktualisiert. Die beiden überarbeiteten Medien sind im SDBB Shop erhältlich.

09.03.2016

GE: Studie zur Bildungslaufbahn von Jugendlichen mit Förderbedarf

Das Forschungsinstitut SRED (Service de la recherche en éducation) hat eine Studie zur Bildungslaufbahn von Schülern und Schülerinnen in Berufsvorbereitungsschulen (EFP) der Sekundarstufe I in Genf publiziert. Die Mehrheit der Jugendlichen hat Spezialklassen besucht. Grund dafür sind Lernschwächen sowie psychologische oder soziale Probleme. Nach den zwei Jahren an der EFP können die meisten in ein Brückenangebot übertreten. Durchschnittlich nach acht Jahren kann eine von zwei Personen eine berufliche Grundbildung beginnen, davon erreicht die Hälfte den angestrebten Abschluss, meist ein EBA, manchmal ein EFZ. Im Alter von 18 Jahren sind 44% der EFP-Schüler/innen nicht mehr in einem beruflichen Qualifikationsprozess. Die Studie (in Französisch) kann hier heruntergeladen werden.

09.03.2016

SO: Neu auch mit BIZ-App

Die BIZ-App wurde vom Kanton Schaffhausen 2013 entwickelt und dann zuerst vom Kanton Zug, danach von allen Zentralschweizer Kantonen (LU, NW, OW, SZ, UR und ZG) übernommen. Nun nutzt mit dem Kanton Solothurn bereits der achte Kanton dieses Tool. Die App umfasst eine Interessenerkundung, den kantonalen Lehrstellennachweis und Berufsbeschreibungen. Letztere werden von berufsberatung.ch bezogen.

09.03.2016

TI: Sprachaufenthalte zur Sprachförderung in Italienisch

Um die italienische Sprache in der Schweiz zu fördern, wird diesen Sommer im Tessin ein kombiniertes Kursprogramm für Italienisch und Sport angeboten. Es ermöglicht Jugendlichen von 14 bis 17 Jahren aus andern Sprachregionen, während der Ferien eine Woche im Tessin zu verbringen. Für das Programm "Italiando" haben sich bereits 300 Jugendliche für die 500 verfügbare Plätze eingeschrieben.

09.03.2016

Deutschland/Österreich: Tagungen für Beratende

Die Gesellschaft für empirische Bildungsforschung organisiert in Berlin eine Tagung für alle Disziplinen, die sich bildungsrelevanten Themen mit empirischen Ansätzen nähern. Die Abstracts der Einzelbeiträge und Symposien zu Bildungserfolg unter schwierigen Bedingungen finden sich auf der Tagungs-Website. Die Jahrestagung des Deutschen Verbandes für Bildungs- und Berufsberatung widmet sich der Frage, wie man eine gute Beraterin, ein guter Berater wird und bleibt, die Fachtagung Zukunftsfeld Bildungs- und Berufsberatung in Österreich bespricht die aktuellen Anforderungen an Beratende.

Arbeitsmarkt

09.03.2016

Yooture, eine neue Applikation für die Stellensuche

Die Applikationen 2.0 im Bereich Beschäftigung nehmen zu. Yooture, die "Job-App", ist eine davon. Ihr Ziel ist dafür zu sorgen, dass Stellenangebote und Bewerber/innen besser übereinstimmen. Yooture wurde 2015 von drei ehemaligen UBS-Mitarbeitern gegründet und beruht auf Algorithmen, die nicht nur das berufliche Profil sondern auch persönlichen Eigenschaften wie Hobbies integrieren. Die nächste Ausgabe (2/2016) der Zeitschrift PANORAMA wird sich besonders der Frage der Stellensuche im digitalen Zeitalter widmen.

09.03.2016

Fast 400 Firmen haben Massenentlassung angekündigt

Im Jahr 2015 haben knapp 400 Firmen in der Schweiz eine Massenentlassung angekündigt – rund 45 Prozent mehr als 2014. Das zeigt eine Umfrage der Sendung "10 vor 10" des Schweizer Fernsehens SRF bei den kantonalen Arbeitsämtern. Die Autoren führen dies auf den starken Franken zurück. Die meisten Massenentlassungen verzeichneten laut der Umfrage 2015 die Kantone Genf (84 Firmen) und Zürich (67 Firmen).

09.03.2016

Mit Kontrollen zur Lohngleichheit – Beiträge der "Volkswirtschaft"

Die bisherigen Versuche, die Lohngleichheit zwischen den Geschlechtern herzustellen, blieben erfolglos. Der Entwurf zur Änderung des Gleichstellungsgesetzes sieht nun für grössere Unternehmen verbindliche Lohnanalysen vor. Die Zeitschrift "Die Volkswirtschaft" widmet sich gleich mit sechs Beiträgen dem Thema "Mit Kontrollen zur Lohngleichheit". In einem dieser Texte werden die von Arbeitgeberkreisen angefeindeten Messmethoden des Bundes zur Lohngleichheit als aussagekräftig verteidigt.

Berufliche Integration

09.03.2016

Riesco-Lehrgang für Flüchtlinge

Der einjährige Riesco-Lehrgang von Hotel & Gastro formation vermittelt Flüchtlingen Kulturverständnis, Deutsch und Fachtechniken. Zwei Praktika führen die Teilnehmer/innen in die Realität von Luzerner Hotels und Restaurants. Ziel ist die Integration in den Arbeitsmarkt und in das Bildungssystem. SRF hat im Februar zwei DOK-Sendungen über den Riesco-Lehrgang ausgestrahlt. Die Reportagen sind weiterhin im Internet zugänglich.
Medienmitteilung

09.03.2016

Risiken von Submissionsverfahren für AMM

Der Verband "Arbeitsintegration Schweiz" weist auf die Risiken von Submissionsverfahren bei der Beschaffung von arbeitsmarktlichen Massnahmen (AMM) hin. Der hohe Ressourcenaufwand, die Innovationsbremse und Lohndumping seien solche Risiken. Der Verband ist der Meinung, dass Submissionsverfahren für AMM nur dann anzuwenden sind, wenn der Nutzen im Vergleich zu anderen Beschaffungsverfahren nachweisbar ist. Er hat in einem Positionspapier Kriterien für "zweckmässige, faire und transparente Submissionsverfahren" festgelegt.

09.03.2016

IV-Stellenkonferenz: Gute Bilanz von Eingliederung vor Rente

Während die Wiedereingliederung von bisherigen Rentenbezügern eine grosse Herausforderung für die IV-Stellen darstellt (PANORAMA.aktuell 04/2016), ist die Eingliederung vor Rente nach Auffassung der IV-Stellenkonferenz (IVSK) "sehr erfolgreich". 2015 konnten 20'119 Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen mit Unterstützung der Arbeitgeber und der IV-Stellen ihren Job behalten oder eine neue Stelle finden. Eine frühzeitige Intervention zahle sich aus, so die IVSK. Mit dem Ergebnis zeigten IV-Stellen und Arbeitgeber zudem, dass es keine Behindertenquote brauche.

09.03.2016

GL: Berufseinführungsprogramm für Flüchtlinge

Junge Flüchtlinge sollen als Allrounder für den Bau, die Gastromie oder für die Industrie ausgebildet werden. Mit einem neuen Berufseinführungsprogramm sollen im Kanton Glarus vorläufig aufgenommene Personen und Flüchtlinge zukünftig eine einjährige Ausbildung absolvieren können. Das geplante Programm soll junge Erwachsene zwischen 18 und 25 zu einer qualifizierten Hilfsarbeit befähigen oder die Grundlage für ein weiterführendes Berufsattest (zweijährige Lehre) schaffen.