Newsletter vom 24.02.2016

Aktuelle Meldungen vom 24.02.2016

Berufliche Grundbildung

24.02.2016

Projektanpassung für die Vereinfachung der QV

Das ursprünglich geplante Vorgehen "Entwickeln von QV-Sets" und die Projektarbeiten von 2014 und 2015 fanden keinen verbundpartnerschaftlichen Rückhalt. Deshalb beschloss die Eidgenössische Berufsbildungskommission EBBK eine Projektanpassung. Das Projektziel "Vereinfachen der QV in der beruflichen Grundbildung" soll neu mit vereinbarten "Eckwerten zum Qualifikationsverfahren", ergänzt durch Empfehlungen, erreicht werden. Im Herbst 2016 ist eine Anhörung geplant. Die in der ersten Phase des Projekts erarbeiteten "Leitsätze zum handlungskompetenzorientierten Prüfen" werden vom SBFI als Resultate gesichert.

24.02.2016
24.02.2016
24.02.2016

Parlamentarische Anfrage: Bürokratische Belastung für Lehrbetriebe

Dem Bundesrat ist es ein Anliegen, geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen, um die Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen zu unterstützen und bürokratische Belastungen durch gezielte Massnahmen zu reduzieren. 2013 hatte der Bund drei Massnahmen zur administrativen Entlastung festgelegt. Er unterstreicht seine Zielsetzung, die Koordination zwischen den Akteuren zu verbessern und die administrativen Prozesse auf allen Ebenen zu erleichtern.
Antwort des Bundesrates auf die parlamentarische Anfrage zur Zunahme der bürokratischen Belastung für Unternehmen im Bereich Berufsbildung und Lehrlingswesen

24.02.2016

IDES: Geschäfte zur Bildung in den Kantonen im Februar 2016

Das Informations- und Dokumentationszentrum IDES der EDK publiziert die umfassende Liste "Parlamentarische Dokumentation", auf der sie die aktuellen Geschäfte im Bereich Bildung aufführt. Die Liste enthält neben Geschäften der Berufsbildung/Sekundarstufe II, Weiterbildung und Hochschulen auch solche der obligatorischen Schule.
Parlamentarische Dokumentation zur Bildungspolitik 2/2016

24.02.2016

Nachteilsausgleich: Gesamtbericht

Die Ausgabe 2015 des Berichts "Nachteilsausgleich für Menschen mit Behinderung in der Berufsbildung" ist erschienen. Sie wurde mit der Empfehlung und verschiedenen Formularen der Schweizerischen Berufsbildungsämter-Konferenz SBBK ergänzt. Die aufgrund des Berichts erarbeitete Empfehlung kann von der Webseite der SBBK heruntergeladen werden.

24.02.2016

Sendereihe "Lehrlinge ü40" auf Radio SRF

In der Serie "Als Grufti id Stifti" porträtiert die Sendung "Espresso" auf Radio SRF verschiedene ältere Lernende im Lehrbetrieb und in der Berufsfachschule. Thema ist insbesondere, wie ein solcher Schritt finanziell bewältigt werden kann. Die mündlich geführten Interviews sind auf Dialekt, die erläuternden Texte in Hochsprache verfasst.

24.02.2016

Viscom-Kongress für Berufsbildner/innen

Gemäss Viscom-Kongress klärt die OdA ab, wie neben den vier etablierten EFZ-Berufen ein neues Generalisten-Berufsbild zu positionieren ist, welche Handlungskompetenzen es umfassen soll und welche Elemente aus Medienvorstufe, Drucktechnologie und Weiterverarbeitung dafür zu berücksichtigen sind. Ebenso stellt sich die Frage nach den Auswirkungen auf die bestehenden Berufsbilder. Weitere Themen waren: Gamification, Resilienz und Bedürfnisse der Volksschule gegenüber der Wirtschaft.
Tagungsdokumentation

24.02.2016

Berufe der Uhrenindustrie: 2015, ein Jahr der Rekorde

Im Verlauf von zehn Jahren hat sich die Zahl der Lernenden in der Uhrenbranche mehr als verdoppelt. Der Arbeitgeberverband der schweizerischen Uhrenindustrie, der für die sieben Berufe, die zu einem EFZ oder EBA führen, verantwortlich ist, gibt steigende Bestände bekannt, insbesondere bei den Mikromechaniker/innen (+26%). Unabhängig von den sieben Berufsfachschulen in der Uhrenregion gewinnt die duale Ausbildung an Boden. Der Anteil von Lernenden im Lehrbetrieb ist von 25% vor zehn Jahren auf 45% im Jahr 2015 gestiegen.
Medienmitteilung

24.02.2016

NE: Bericht über die Integration in den Arbeitsmarkt nach dem EFZ

Die duale Berufsbildung gewährleistet eine bessere Integration in den Arbeitsmarkt. Deshalb muss der Kanton Neuenburg die Dualisierung der Bildungswege in der Vollzeitschule fortführen. Ausserdem soll die Information für Jugendliche, ihre Eltern und die Lehrpersonen die Vorteile des dualen Systems unterstreichen. Dies sind die Schlussfolgerungen eines Berichts "EFZ in der Tasche, und dann?", der vom Kanton Neuenburg aufgrund einer Motion zur Laufbahn Jugendlicher mit einem EFZ oder EBA in Auftrag gegeben wurde.
Weitere Informationen

24.02.2016

SO: DBK-aktuell zur Berufsmaturität

Das Informationsblatt 1/16 aus dem Departement für Bildung und Kultur des Kantons Solothurn informiert über das neue Informationsmaterial zur Berufsmaturität, ergänzt durch ein Interview mit Stefan Ruchti, dem Vorsteher des Berufsbildungsamts. Aktuell hat der Kanton Solothurn eine BM-Quote von 13,5 Prozent, angestrebt werden 30 Prozent insgesamt für alle Maturitätstypen. Das Blatt enthält weiter einen rechtlichen Fachbeitrag zu Unregelmässigkeiten bei den Leistungserhebungen an Berufsfach- und Mittelschulen sowie einen Bericht über die Berufserkundung an der Volksschule.

24.02.2016

Deutschland: Fachzeitschrift zu Migration und Füchtlingen

Die Lösung des Flüchtlingsproblems hängt davon ab, wie die Integration in Bildung und Beschäftigung realisiert wird. Es stellt sich die Frage, welche Anforderungen sich den Institutionen und Akteuren der Berufsbildung stellen. Das BWP-Heft 1/2016 zeigt auf, wie Flüchtlinge entsprechend ihren schulischen und beruflichen Qualifikationen gefördert und in die Gesellschaft integriert werden. Hierzu liefert diese Berufsbildungs-Fachzeitschrift des Bundesinstitut für Berufsbildung BIBB Hintergrundinformationen, wissenschaftliche Erkenntnisse und Erfahrungen aus der Praxis.

24.02.2016

Deutschland: Preis für Berufsbildungsforschung ausgeschrieben

Die deutsche Arbeitsgemeinschaft Berufsbildungsforschungsnetz verleiht zum dritten Mal einen Preis für herausragende Dissertationen, die sich mit Fragen der Berufsbildung beschäftigen. Sie sollen einen Bezug zu praktischen Anwendungen aufweisen und unterschiedliche disziplinäre Ansätze integrieren. Bewerben können sich bis am 30. September 2016 alle Wissenschaftler/innen, die ihre Dissertation an einer Hochschule eingereicht haben. Die Veröffentlichung der Dissertation darf nicht länger als zwei Jahre zurückliegen.

24.02.2016

Europa: Kurzbericht "Qualifikationsrahmen in Europa"

In den vergangenen Jahren haben die meisten Länder Europas an einem nationalen Qualfikationsrahmen gearbeitet. Diese sollen die Transparenz und Vergleichbarkeit von Qualifikationen zwischen verschiedenen Ländern und Bildungssystemen ermöglichen. Der Kurzbericht "Qualifikationsrahmen in Europa – Auf dem Weg zur Einsatzreife" bietet einen Überblick über die Umsetzung in Europa (inkl. der Schweiz).

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

24.02.2016

Prüfungsordnung: Aufhebung

Die zuständigen Organisationen der Arbeitswelt haben entschieden, die Prüfungsordnung über die höhere Fachprüfung für Diplomierter Fotodesigner/Diplomierte Fotodesignerin vom 2. November 2009 per 31. Dezember 2020 aufzuheben.
Bundesblatt vom 23. Februar 2016

24.02.2016

Prüfungsordnungen in Vernehmlassung

Die zuständige Organisation der Arbeitswelt hat dem SBFI den Entwurf der Änderung der Prüfungsordnung über die höhere Fachprüfung für Betriebswirt/in im Autogewerbe mit eidgenössischem Diplom eingereicht.
Bundesblatt vom 23. Februar 2016

24.02.2016

SG: Massnahmen, um Arbeitskräfte besser zu qualifizieren

Die St.Galler Regierung zeigt in einem Bericht Massnahmen zur Entschärfung des Fachkräftemangels und zur Arbeitskräftemobilisierung auf. Sie schlägt Massnahmen vor, um Arbeitskräfte besser zu qualifizieren. Zugleich startet sie eine Bildungsoffensive in der Informatik. Dazu unterbreitet sie dem Kantonsrat Nachträge zum Einführungsgesetz zur Bundesgesetzgebung über die Berufsbildung und zum Mittelschulgesetz.

24.02.2016

Österreich: Digital Literacy

In einem Kooperationsprojekt "Digital und Deutsch" der Technischen Universität Graz im Verbund mit anderen Institutionen werden digitale und analoge Mittel für den Umgang mit Informations- und Kommunikationstechnologien behandelt. PC, Tablets, Kameras und Diktiergeräte kommen ebenso zum Einsatz wie analoge Schreibübungen. Das Projekt "Gratis Online Lernen" erhielt 2015 einen der drei österreichischen Staatspreise für Erwachsenenbildung.

Mittelschulen und Hochschulen

24.02.2016

Swissuniversities: Manifest für die Zukunft von Bildung und Forschung

Im Positionspapier "Für eine Schweiz im Zentrum der europäischen Bildungs- und Forschungslandschaft" betonen die Rektorinnen und Rektoren der Schweizer Hochschulen die Notwendigkeit, die Rahmenbedingungen für in- und ausländische Forschende zu sichern. Findet die Schweiz bis Ende 2016 keine Vereinbarung mit der EU, wird sie von vielen europäischen Bildungs- und Forschungsprogrammen ausgeschlossen.

24.02.2016

Studie: Die Romandie bildet genügend Ärzte aus

Gemäss einer Studie in der "Revue médicale suisse" existiert in der Romandie kein Mangel an Medizinern. In der Romandie werden jedes Jahr 370 Ärzte und Ärztinnen für 25% der Schweizer Bevölkerung ausgebildet. Das Problem besteht eher in der Aufteilung der Mediziner auf die verschiedenen medizinischen Spezialgebiete. Eine Erhöhung der Zahl der Behandelnden würde das Ungleichgewicht zwischen den fehlenden Generalisten und den zu zahlreichen Spezialisten nicht lösen. Laut dieser Studie (in Französisch) liegt das Problem in der freien Wahl der jungen Diplomierten bei ihrer beruflichen Ausrichtung.
Weitere Informationen: "24 heures"

24.02.2016

PH FHNW: Berufseignungsabklärung für Lehrpersonen

An der Pädagogischen Hochschule Nordwestschweiz wird die Berufseignung ab 2017 in einem eintägigen Assessment festgestellt. Bisher wurden Assessments nur mit Quereinsteigern durchgeführt. Die Studienleitenden berichten auf Rückfrage, dass das Assessment auch bei negativen Bescheiden von den Quereinsteigenden als positiv beurteilt wurde. Weitere Informationen zu dieser neuen Form der Berufseignungsabklärung werden an der PH FHNW ab Sommer 2016 zur Verfügung stehen.

24.02.2016

HES-SO: Bilanz und neue Studiengänge

Die Rektorin der Fachhochschule Westschweiz (HES-SO) zieht zwei Jahre nach ihrem Amtsantritt eine positive Bilanz. Die Fachhochschule habe ihr Wachstum fortgesetzt. Die Studiengänge in Wirtschaftsinformatik wurden reorganisiert. Im Wintersemester 2016 werden neue Studiengänge eingeführt: ein "Bachelor Creative Performer" an der Fachhochschule für Musik Lausanne und ein "Master in Ethnomusikologie" an der Fachhochschule für Musik Genf in Zusammenarbeit mit den Universitäten Genf und Neuenburg. Zudem starten im Februar 2016 die zwei ersten MOOCs (massive online courses), einer für die Begleitung von Bluthochdruck, ein anderer für Rhetorik.

24.02.2016

Fernuni Schweiz: Studierendenzahlen und neuer Master

In den letzten vier Jahren haben die Studierendenzahlen der Universitären Fernstudien Schweiz jährlich um ca. 10% zugenommen. Die Fernuni zählt heute 1485 Studierende. Die Zahlen bei Semesterbeginn im Januar 2016 bestätigen diese Tendenz: 257 neue Studierende haben ihre Ausbildung mit Schwerpunkt Recht, Wirtschaft und Management, Psychologie oder Geschichte aufgenommen. Ab Herbstsemester 2016 wird ein Master in Recht in französischer Sprache angeboten.
Medienmitteilung

24.02.2016

Österreich: Themenheft "Lehrer/innenbildung im Fluss"

Die neuste Ausgabe der Zeitschrift für Hochschulentwicklung (ZFHE) thematisiert die Lehrer- und Lehrerinnenbildung. Der Artikel von Barbara Neunteufl und Alina Bugelnig beschreibt ein Online-Self-Assessment für Lehramtsstudien an der Universität Wien. Dieses verläuft über drei Stufen. Es informiert und dient der Selbsteinschätzung von Studieninteressierten, überprüft fachspezifische Interessen und bietet während dem Studium Möglichkeiten zur Selbstreflexion.

Beratung

24.02.2016

Berufswerbung der Informatikbranche

Die Informatikbranche kämpft mit den unterschiedlichsten Mitteln um Berufsnachwuchs: Die Website it-dreamjobs.ch wird weiterentwickelt und ab 2017 Teil der Ausstellung i-factory im Verkehrshaus Luzern sein. Im Kanton Zürich finden im Juni 2016 erstmals Informatiktage statt. Zielpublikum sind Kinder, Jugendliche, Studierende und Fachleute. Das Unternehmen Ergon Informatik publizierte zu seinem 30-jährigen Firmenjubiläum die preisgekrönte Broschüre "The Engineer is King". Die Fernfachhochschule Schweiz schliesslich bietet auf August 2016 noch freie Ausbildungsplätze im praxisintegrierten Bachelor-Studium an.

24.02.2016

Studie: Psychologische Unterstützung durch App

Ängste, Sorgen und Fragen anonym "posten" und über eine Peer-to-Peer-Plattform von weiteren Nutzern Tipps und Unterstützung erhalten. Koko, die App des amerikanischen Wissenschaftlers Rob Morris, nutzt ein Tool des MIT Media Labs namens Crowdsourced Cognitive Therapy. Rob Morris untersucht in seinen Studien den klinischen Nutzen seiner App gegen Depressionen und ob sich die Leute auch längerfristig engagiert austauschen und gegenseitig unterstützen.

24.02.2016

GE: Pilotprojet "Go-apprentissage"

Das Genfer Pilotprojekt "Go-apprentissage" bezweckt, 10% der Schulabgänger/innen zu einer dualen beruflichen Grundbildung zu verhelfen (aktuell sind es 5%). Um dies zu erreichen, werden Lehrstellenberater/innen eingesetzt. In Zusammenarbeit mit den Berufsberater/innen werden sie Workshops durchführen und den Jugendlichen der 11. Klasse bei der Erstellung ihrer Bewerbungsdossiers helfen. Zudem werden sie Lehrpersonen und Eltern über Anforderungen der Berufe und Arbeitsmöglichkeiten informieren. Das vom Bund finanzierte Projekt wird auch bei den Lehrbetrieben Werbung machen.

Arbeitsmarkt

24.02.2016

RAV spüren Arbeitslosigkeit – Sheldon beruhigt

Die Arbeitslosenquote in der Schweiz lag Ende Januar bei 3,8 Prozent und ist damit so hoch wie seit rund sechs Jahren nicht mehr. Die regionalen Arbeitsvermittlungszentren spüren die steigende Arbeitslosigkeit, wie eine Sendung von Radio SRF zeigt. Dennoch hält der Basler Wirtschaftsprofessor George Sheldon gemäss einem Bericht von HR Today die Lage auf dem Arbeitsmarkt nicht für dramatisch. Besserung erwartet er unter anderem bei der hohen Ausländerarbeitslosigkeit: Diese lag im Januar bei 7,6 Prozent – laut Sheldon eine Folge der Rekrutierung vieler ungelernter Ausländer in den 1970er- und 80er-Jahren.

24.02.2016

BFS: Mehr als vier Millionen sind durch Pensionskassen versichert

Gemäss einer Mitteilung des BFS zählte die Schweiz 2014 in der beruflichen Vorsorge erstmals mehr als vier Millionen aktive Versicherte (+1,7% gegenüber 2013). 700'000 Pensionierte (+4,4%) bezogen eine Rente in der Höhe von total 20,8 Milliarden Franken. Mehr als 36'000 Rentner/innen verlangten bei der Pensionierung die Kapital- oder Teilkapitalauszahlung von total sechs Milliarden Franken. Einzig die Anzahl der Vorsorgeeinrichtungen sank von 1957 auf 1866 (-4,6%).

24.02.2016

Leitfaden zum Diskriminierungsschutz

Beratungspersonen in sozialen Diensten wie den RAV können dazu beitragen, dass Opfer von rassistischer Diskriminierung die von Bund und Kantonen bereitgestellten Beratungsangebote nutzen. Um die Fachleute bei der Triage zu unterstützen, haben der Berufsverband Avenir Social und die Fachstelle für Rassismusbekämpfung einen Leitfaden mit Informationen und Adressen publiziert. Eine französisch- und eine italienschsprachige Fassung werden Ende März 2016 publiziert.

24.02.2016

SO: Vereint für eine rasche Wiedereingliederung

Im Kanton Solothurn gehen Gewerbeverband und Handelskammer, die Hausärzte sowie IV und Suva gemeinsame Wege. Um Arbeitsausfälle und Gesundheitskosten zu reduzieren, unterzeichneten sie eine Zusammenarbeitsvereinbarung, die in dieser Form schweizweit einzigartig ist. Ein erstes Produkt ist ein Merkblatt, das definiert, welche Informationen auf einem Arbeitsunfähigkeitszeugnis vorhanden sein müssen, wie die Arbeitsunfähigkeit in der Praxis festgesetzt wird oder auf welche zusätzlichen Informationen zum Arbeitsunfähigkeitszeugnis der Arbeitgeber Anspruch hat.

Berufliche Integration

24.02.2016

Wiedereingliederung von IV-Bezügern lässt sich kaum verbessern

Die durch die IV-Revision 6a beabsichtige Wiedereingliederung von 17'000 Personen in den Arbeitsmarkt bis 2017 ist schon heute gescheitert. Eine grosse Mehrheit der IV-Stellen beklagt gemäss einem Artikel des Tagesanzeigers, "dass die sehr aufwendige Umsetzung in keinem Verhältnis zur Anzahl der erfolgreich im ersten Arbeitsmarkt platzierten Personen steht". Politik und Verwaltung hätten das Potenzial für Rentenreduktionen durch Wieder­eingliederung enorm überschätzt. Stefan Ritler, Vizedirektor des Bundesamtes für Sozialversicherungen, sieht dennoch einen "positiven Mentalitäts- und Kulturwandel": Die eingliederungsorientierte Sichtweise habe wesentlich dazu beigetragen, dass heute viel weniger Neurenten ausgesprochen würden als 2010 prognostiziert.

24.02.2016

Berufliche Eingliederung von Flüchtlingen: Kantonale Unterschiede

Die Sendung "Forum" von RTS (Radio Television Suisse) vom 16. Februar 2016 wurde im Blick mit einem Artikel aufgegriffen, der die wichtigsten kantonalen Unterschiede in der beruflichen Eingliederung von Flüchtlingen hervorhebt. In Graubünden arbeiten 30% der Flüchtlinge mit der Aufenthaltsbewilligung B. Im Kanton Genf sind es nur 10%. Der Landesdurchschnitt der angestellten Flüchtlinge beträgt 20,9%. Für die von RTS angesprochenen Experten könnten die Arbeitslosenquote oder die Wirtschaftsstruktur in den Kantonen die Unterschiede erklären.

24.02.2016

SKOS: Tagung zum Zugang von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt

Die Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe (SKOS) organisiert eine nationale Tagung zum Thema "Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene: Schritt für Schritt in den Arbeitsmarkt". Das Treffen bietet eine Plattform zur Präsentation und Diskussion von Handlungsmöglichkeiten und Best-Practice-Ansätzen. Dabei werden auch Erfahrungen und Erkenntnisse aus Deutschland aufgezeigt. Anmeldeschluss: 4. März 2016.

24.02.2016

SAH: Ideenwettbewerb zur Integration Jugendlicher

Das Schweizerische Arbeiterhilfswerk (SAH) feiert dieses Jahr sein 80-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass organisiert das SAH Netzwerk einen Ideenwettbewerb für Jugendliche aus allen Kantonen (Mitglieder von Vereinen, die im Jugendbereich tätig sind, Studierende von Fachhochschulen und Universitäten, Schüler/innen ab Sekundarstufe II, Teilnehmende von Motivationssemestern oder Berufsvorbereitungsprogrammen, etc.). Die sechs besten Projektideen für die gesellschaftliche und berufliche Integration Jugendlicher werden mit einem Preisgeld von 8000 Franken ausgezeichnet. 72'000 Franken sind für die Realisierung der preisgekrönten Projekte vorgesehen. Teilnahmeschluss ist der 30. September 2016.

24.02.2016

OECD-Publikation "Erfolgreiche Integration"

Europa erlebt derzeit eine Migrationswelle. Die Publikation "Erfolgreiche Integration" der OECD fasst die wichtigsten Erkenntnisse aus den Arbeiten der OECD zur Integrationspolitik zusammen. Ziel ist es, die drängendsten Herausforderungen und empfehlenswerten politischen Praktiken bei der Förderung einer dauerhaften Integration leicht verständlich darzustellen. In der Auslegeordnung ist auch die Schweiz berücksichtigt.

24.02.2016

Deutschland: Fast jede dritte Stelle wird über persönliche Kontakte besetzt

29 Prozent aller Neueinstellungen in Deutschland kommen über die Nutzung persönlicher Kontakte zustande. Dies zeigt eine Studie des deutschen Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Stellenangebote in Zeitungen und Zeitschriften bringen Arbeitgeber und neue Mitarbeiter/innen bei 14 Prozent der Neueinstellungen zusammen. Akademiker/innen werden am häufigsten über Internet-Jobbörsen eingestellt. Bei Personen mit mittlerer Qualifikation sind persönliche Kontakte und die klassischen Stellenangebote in Zeitungen und Zeitschriften die dominierenden Besetzungswege. Bei ungelernten Arbeitskräften folgen nach den persönlichen Kontakten die Dienste der Bundesagentur für Arbeit.