Newsletter vom 10.02.2016

Aktuelle Meldungen vom 10.02.2016

Berufliche Grundbildung

10.02.2016

Mehr Pflegefachkräfte dank Masterplan

Der Bundesrat hat den Schlussbericht zum "Masterplan Bildung Pflegeberufe" gutgeheissen. Die bildungspolitischen Ziele wurden zu einem grossen Teil erreicht. Seit 2007 haben sich die jährlichen Abschlüsse Fachfrau/Fachmann Gesundheit EFZ mehr als verdoppelt. Sie decken damit über 84% des Nachwuchsbedarfs. Zudem stehen Grundlagen für die Förderung der betrieblichen Arbeitsplätze zur Verfügung. Allerdings können die Bildungsmassnahmen den Mangel an Pflegepersonal nicht alleine beheben.

10.02.2016

Neuorganisation der Förderung von Austausch und Moblitität

Gegenwärtig arbeitet der Bund mit der ch Stiftung zusammen, um den sprachlichen und kulturellen Austausch in der Schweiz, den internationalen Austausch im Bildungsbereich und den ausserschulischen Austausch zu stärken. Die beteiligten Partner haben Überlegungen zur Verbesserung der Organisation angestellt mit dem Ergebnis, dass die Leistungsvereinbarung mit der ch Stiftung nicht verlängert wird. Es soll eine neue gemeinsame Organisation von Bund und Kantonen geschaffen werden, die näher am Feld ist. Eine neue Agentur soll 2017 ihre Tätigkeit aufnehmen.
Medienmitteilung

10.02.2016

EHB: Erneuerte rechtliche Grundlagen

Mit der Teilrevision der EHB-Verodnung und der Totalrevision des Personalreglements werden per 1. März 2016 für das EHB mit anderen Hochschulen vergleichbare Voraussetzungen geschaffen. Der Bundesrat hat zudem das Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung mit der Prüfung eines eigenen EHB-Gesetzes beauftragt, um das Institut zu positionieren. An den Standorten in Lausanne, Lugano, Zollikofen BE und Zürich ist das EHB für die Aus- und Weiterbildung von Berufs­bildungs­verantwortlichen, für die Berufsentwicklung sowie für die Berufsbildungsforschung verantwortlich.
Medienmitteilung

10.02.2016

Bestandsaufnahme zur Bildungsbeteiligung von spät Eingereisten

Das Staatssekretariat für Migration hat eine detaillierte Bestandsaufnahme für die Zeit von 2008-2013 veranlasst. Sie analysiert die bestehenden Strukturen, Massnahmen und Formen der Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure, die mit der nachobligatorischen Bildungsbeteiligung von spät eingereisten Jugendlichen und jungen Erwachsenen betraut sind. Zweck der Bestandsaufnahme ist es, Hindernisse im Zugang zur nachobligatorischen Bildung aufzuzeigen und vorzuschlagen, wie die Beteiligung erhöht werden kann.

10.02.2016

BFS: Bevölkerung nach höchster abgeschlossener Ausbildung

Die Strukturerhebung der eidgenössischen Volkszählung des BFS liefert namentlich Statistiken zu Bildungsthemen. Unter der ständigen Wohnbevölkerung ab 15 Jahren nach höchster abgeschlossener Ausbildung zählte man 2014 ein Total von 2'384'675 Personen mit einem Berufsabschluss auf der Sekundarstufe II. Die Frauen sind beinahe so zahlreich wie die Männer. Bei der ausgewählten Gruppe waren 230'410 Personen zwischen 15 à 24 Jahre alt, 735'210 zwischen 24 und 44.

10.02.2016

Merkblatt des SDBB zum Nachteilsausgleich

Menschen mit Behinderung dürfen in der beruflichen Grundbildung beim Lernen und bei Qualifikationsverfahren aufgrund der Behinderung keine Nachteile entstehen. Deshalb sollten die Berufsbildner/innen wissen, welche Hilfestellung gewährt werden kann, um behinderungsbedingte Nachteile auszugleichen. Das Merkblatt "Nachteilsausgleich für Menschen mit Behinderung in der Berufsbildung" gibt einen Überblick über das Thema und bietet Informationen zum täglichen Umgang mit Menschen mit physischen oder psychischen Behinderungen, z.B. mit Dyslexie oder Hörbehinderung. Das SDBB behandelt die einzelnen Themen vertieft in der Merkblattreihe "Gleiche Chancen und korrekter Umgang".

10.02.2016
10.02.2016

Textilpflege: Anhörung

Das SBFI hat die Anhörung zum Entwurf der Verordnung über die berufliche Grundbildung und den Bildungsplan Fachfrau/Fachmann Textilpflege EFZ eröffnet. Frist: 26. April 2016. Der neue Beruf ersetzt den Beruf Textilpfleger/in EFZ.

10.02.2016

SDK: Forum über die Konsequenzen der Digitalisierung

Die Schweizerische Direktorinnen- und Direktorenkonferenz der Berufsfachschulen (SDK) organisierte am 7. Januar 2016 ein Forum über die Konsequenzen der Digitalisierung für Gesellschaft und Berufsbildung. Die Präsentationen der Referentinnen und Referenten sowie die Reflexionen der Workshops stehen auf der Internetseite der Konferenz zur Verfügung.

10.02.2016

Bilanz der 2. schweizerischen Austauschtagung

Thematisiert wurden Austausch und Mobilität in der Berufsbildung unter verschiedenen Gesichtspunkten. Die Tagung wurde von der ch Stiftung in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Berufsbildungsämter-Konferenz organisiert. Sie fand am 27. Januar 2016 in Solothurn statt und bot über 80 Fachpersonen eine Plattform für den Wissensaustausch.
Resultate

10.02.2016

SGB: Neue Zentralsekretärin für Bildung

Ab Februar 2016 ist Laura Perret Ducommun als Nachfolgerin von Véronique Polito die neue Zentralsekretärin für den Bereich Bildung und Jugendpolitik im Schweiz. Gewerkschaftsbund SGB. In den letzten fünf Jahren war sie als stellvertretende Abteilungsleiterin im SBFI für die höhere Berufsbildung zuständig. Zuvor war sie im Hochschulbereich tätig und hat sich im BFS mit Finanzen und Personal der Hochschulen befasst.
Medienmitteilung

10.02.2016

GE: Wahl der dualen Berufsbildung als Beispiel

Die 22. "Journées du Longitudinal" (Lille, Dezember 2015) hatten zum Thema: "Alternance et professionnalisation", Pluspunkte für Berufslaufbahn und Karriere? Das Genfer Forschungszentrum SRED nahm an dieser Tagung teil und stellte einen Bericht zur dualen und schulischen beruflichen Grundbildung im Kanton Genf und zu deren speziellen Aspekte vor.

10.02.2016

VS: Umwandlung von Fachmaturitäten in Berufsmaturitäten

Im Kanton Wallis sollen Absolventinnen und Absolventen einer FMS künftig nach ihrer dreijährigen Ausbildung einen Fachmittelschulausweis erhalten und mit einem Jahr Praxis ein eidg. Fähigkeitszeugnis FaBe oder FaGe und die Berufsmaturität erlangen (statt wie bisher die Fachmaturität). Eine Arbeitsgruppe wird ihren diesbezüglichen Bericht noch vor Ende 2016 einreichen mit dem Ziel, das neue Ausbildungsmodell für Gesundheit und Soziale Arbeit ab August 2017 anzubieten. Die Fachmaturitäten Pädagogik, Bildende Kunst und Theater bleiben bestehen.
Medienmitteilung

10.02.2016

ZH: Mit Praxiserfahrung zum Berufsabschluss

Im Kanton Zürich ist im Beruf Assistent/in Gesundheit und Soziales EBA das erste Validierungsverfahren auf Stufe Berufsattest der Deutschschweiz möglich. Zudem wird das Zürcher Validierungsverfahren in der beruflichen Grundbildung künftig praxisbezogener ausgerichtet. Erwachsene mit mindestens fünf Jahren Berufserfahrung können seit 2005 ihre Kompetenzen, die sie im Berufsleben erworben haben, anerkennen lassen. Bis 2015 erreichten 1645 Personen mit Wohnsitz im Kanton Zürich dank einem Validierungsverfahren einen eidgenössischen Abschluss.
Medienmitteilung

10.02.2016

ZH: Stärkung der Berufsmaturität

Das Mittelschul- und Berufsbildungsamt und verschiedene Wirtschaftsorganisationen verfolgen das Ziel, dass mehr Lehrlinge während der Lehre die Berufsmaturität absolvieren. Dazu haben sie eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet, die folgende Element enthält: Die Übertrittsverfahren koordinieren und auf den Berufswahlprozess abstimmen, auf die Bedürfnisse der Anspruchsgruppen ausgerichtete Ausbildungsmodelle anbieten, den Nutzen der Berufsmaturität aufzeigen und Informationen besser zugänglich machen. Im Kanton Zürich ist die Zahl der Lernenden mit BM1 in den vergangenen zehn Jahren rückläufig: 2004 waren es 1263 Lernende, 2014 nur noch 1163.

Mittelschulen und Hochschulen

10.02.2016

BFS: Studienintensität und studentische Mobilität in der Schweiz

Im Studienjahr 2013/2014 lag die Studienintensität der Studierenden der Universitäten und pädagogischen Hochschulen bei 81% eines Vollzeitstudiums. Die restliche Zeit setzten sie für Erwerbstätigkeit, Praktika, Erziehungs- und Betreuungspflichten etc. ein. Die höchste Studienintensität wiesen Bachelorstudierende auf (86%), bei den Masterstudiengängen lag sie tiefer (74%). Zudem haben 3,5% der Studierenden eine oder mehrere Veranstaltungen an einer Schweizer Gasthochschule besucht. Diese Resultate sind in einer neuen Studie des BFS "Studienintensität und studentische Mobilität" publiziert.

10.02.2016

Reaktionen auf die Sparmassnahmen des Bundesrates

Die Akademie der Wissenschaften Schweiz hat gegen die im Stabilisierungsprogramm 2017-2019 vom Bundesrat vorgeschlagene Sparquote zulasten von Bildung, Forschung und Innovation Stellung genommen. Der Schweizerische Nationalfonds hat auf die im November 2015 eröffnete Vernehmlassung ebenfalls reagiert und fordert, dass die Budgetkürzung deutlich tiefer ausfalle. Der Präsident der ETH Lausanne, Patrick Aebischer, hat in der Presse die Verdoppelung der Studiengebühren an den Eidgenössischen Technischen Hochschulen ab 2017 angekündigt. Dies provozierte Opposition und die Lancierung einer Petition.

10.02.2016

Praktikumslöhne von Studierenden

Oft klappt der Berufseinstieg ohne Praktikum während oder nach dem Studium gar nicht. Der Studierendenverein Architektura erfasste in seiner Umfrage bei Architekturstudierenden der ETH Zürich Praktikumslöhne zwischen 1500 und 2500 Franken im Monat. Anwaltspraktikantinnen erhalten nach abgeschlossenem Studium der Rechtswissenschaften zwischen 1500 und 7000 Franken, berichtete Campus.nzz. Die Löhne sind abhängig von Branche, Region und Unternehmen.

10.02.2016

Teilnahme der Schweiz an EU-Forschungsrahmenprogrammen

Laut einem Bericht des SBFI ist die Teilnahme der Schweiz an europäischen Forschungsrahmenprogrammen (FRP) stark rückläufig. Das FRP "Horizon 2020" umfasst den Zeitraum von 2014 bis 2020. Im Rahmen des Programms sanken bisher die Schweizer Beteiligungen von 4269 (3,2%) pro Jahr auf 318 (1,85%), die Beiträge an Schweizer Forschungsinstitutionen verminderten sich von 4,2% auf 2,2% und die Schweizer Koordinationen von 3,9% auf 0,3%. Seit der Annahme der Masseneinwanderungsinitiative im Jahr 2014 ist die Schweiz nur noch teilassoziiert an "Horizon 2020".
Medienmitteilung

10.02.2016

Deutschland: Jeder dritte Studienzweifler findet Berufsbildung attraktiv

Ein Drittel der Studierenden an deutschen Hochschulen zweifelt daran, dass sie ihr Studium erfolgreich abschliessen werden. 30% von ihnen betrachten die Ausbildung in der dualen Berufsbildung als gute Alternative, bestes Image geniessen Berufe wie Fachinformatikerin, Medizinischer Fachangestellter und Forstwirt. Die Befragung wurde von der Universität Maastricht in Kooperation mit dem Bundesinstitut für Berufsbildung 2015 mit über 12'000 Studierenden an deutschen Hochschulen durchgeführt.

Beratung

10.02.2016

Bewerbungen: Die zehn am meisten strapazierten Schlagwörter

Sieht man sich die Selbstbeschreibungen vieler Berufstätiger in Karrierenetzwerken an, liest man auf vielen Profilen dasselbe: Alle haben Führungsqualitäten, denken strategisch, sind motiviert und natürlich kreativ. Auf Basis seiner weltweit mehr als 400 Millionen Nutzer-Profile hat das Businessnetzwerk LinkedIn jetzt die Top 10 der meistgenutzten Schlagwörter in der Schweiz und global ermittelt (siehe organisator.ch). Wer solche Begriffe verwendet, soll sie nicht löschen – aber immer auch gute Belege dafür liefern, sagen die Autoren der Untersuchung.

10.02.2016

Portal berufsberatung.ch: Zunahme der Besucherzahlen

Die Besucherzahlen auf dem offiziellen Informationsportal berufsberatung.ch nehmen jährlich zu. Seit 2010 sind sie um 70 Prozent gestiegen, 2015 fiel die Zunahme allerdings nur noch gering aus (2015: 8,65 Millionen Besuche; 2014: 8,51 Millionen). Das Modul des nationalen Lehrstellennachweises (LENA) verzeichnete im Jahr 2015 30,5 Millionen Aufrufe.
Medienmitteilung

10.02.2016

GR: TecDay@BKS

Wie passen eigentlich 100 CDs in meinen iPod? Gibt es Tsunamis in der Schweiz? An der Bündner Kantonsschule Chur dreht sich einen Tag lang alles um Technik. Die Schüler und Schülerinnen können aus 63 Angeboten drei Module wählen. Die Module werden von über 70 Fachleuten aus Forschungsinstituten, Hochschulen und Unternehmen gestaltet. Die TecDays sind eine Initiative der Schweizerischen Akademie der Technischen Wissenschaften (SATW). Interessierte Gäste können sich bis am 24. Februar 2016 bei der SATW anmelden.

10.02.2016

Europa: Medienkompetenz von Beratenden

Wie können Bildungs- und Berufsberatende Jugendliche bei der Informationsrecherche mit neuen Medien unterstützen? Das internationale Projekt "QYCGudiance" identifiziert vier Schlüsselaspekte moderner Medienkompetenz. Es zeigt auf, über welche Fähigkeiten Bildungs- und Berufsberatende verfügen sollten, um Jugendliche kompetent beraten und in ihrer Medienkompetenz fördern zu können. Auf der Projektwebsite finden sich Informationen für Beratende und Organisationen sowie Tools zur Überprüfung und Förderung der eigenen Kompetenzen und Kenntnisse. Das Projekt wurde über Erasmus+ der Europäischen Union finanziert.

Arbeitsmarkt

10.02.2016

2014 waren in Genf 10% Prozent erwerbslos, in Uri 1,7%

In der Schweiz waren 2014 zwei von drei Personen erwerbstätig; die höchste Erwerbsquote erreicht AI mit 70,6%, die niedrigste TI mit 57,4%. Dies geht aus der jüngsten Strukturerhebung der eidgenössischen Volkszählung 2014 hervor (Tabelle "Ständige Wohnbevölkerung ab 15 Jahren nach Erwerbsstatus und Kanton"). Sie zeigt unter anderem auch, dass von den 4'320'443 Erwerbstätigen 87,9% angestellt sind (davon 4,1% Lernende in einer dualen Berufsbildung); 9,2% sind selbstständig und 2,9% in einem Betrieb eines Familienangehörigen aktiv. Die Zahl der erwerbslosen Personen betrug 4,8%; diese Quote lag in GE mit fast 10% am höchsten, in UR mit 1,7% am tiefsten.

10.02.2016

MEM-Industrie verlor 10'000 Stellen

Die Schweizer Maschinenindustrie hat 2015 rund 10'000 Stellen abgebaut, wie Swissmem-Präsident Hans Hess laut HR Today schätzt. Das Hauptproblem bleibe die durch den starken Franken ausgelöste Erosion der Margen. Die Preissenkungen seien der Grund dafür, dass über ein Drittel der Unternehmen in der Branche 2015 Verluste schreibe. Die Einschätzungen von Hess entsprechen einer Umfrage von Swissmechanic, derzufolge 2015 rund 30% der Unternehmen ihren Personalbestand verkleinern mussten. 14% erhöhten die Arbeitszeit, in 20% wurde Kurzarbeit eingeführt.

10.02.2016

GE: Administrative Hindernisse bei der Einstellung von Grenzgängern

Im Kanton Genf wird die Einstellung von Grenzgängern immer komplizierter. Ein kürzlich in Kraft gesetztes französisch-schweizerisches Abkommen von 2006 verlangt, dass die Schweizer Arbeitgeber französische Sozialabgaben für alle beschäftigten Grenzgänger bezahlen müssen, die in Frankreich Arbeitslosengelder beziehen oder bezogen haben. Die Umsetzung dieses Abkommens verursacht den Unternehmen und Arbeitsvermittlungsstellen hohe Kosten.
Weitere Informationen: Tribune de Genève

Berufliche Integration

10.02.2016

BVS: Nationales Programm gegen die Armut

Das Bundesamt für Sozialversicherungen (BVS) hat kürzlich eine Fachtagung zum Thema "Mit Innovation gegen Armut" durchgeführt. Im Zentrum der Diskussionen und Workshops standen soziale Integration, berufliche Eingliederung und Nachholbildungen für Erwachsene. Dazu wurden verschiedene innovative Projekte vorgestellt. Das Bieler Projekt "Gewerbe trägt Verantwortung" bringt beispielsweise die regionalen Unternehmen in Beziehung mit den Sozialdiensten zur Schaffung von Praktikumsplätzen für Sozialbezüger/innen. Das Projekt "Enter" des Kantons Basel-Stadt ermöglicht Menschen, aus der Sozialhilfe herauszukommen und sich durch eine berufliche Ausbildung im Arbeitsmarkt zu integrieren.
Medienmitteilung

10.02.2016

Sommaruga will Sonderabgabe auf Flüchtlingslöhnen abschaffen

Justizministerin Sommaruga will die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt fördern. Zum einen soll die Sonderabgabe auf dem Lohn von Flüchtlingen abgeschafft werden. Zum anderen sollen Arbeitgeber kein Bewilligungsverfahren mehr durchlaufen müssen. Der Bundesrat werde dem Parlament demnächst entsprechende Vorschläge unterbreiten, sagte Sommaruga gemäss swissinfo.ch an einem Asylsymposium in Bern. Heute müssen Flüchtlinge zehn Prozent ihres Lohnes an den Bund abgeben; damit sollen Kosten gedeckt werden, die durch das Asylverfahren entstanden sind.

10.02.2016

Nur zehn Prozent benötigen länger als fünf Jahre Sozialhilfe

2006 beanspruchten 35'891 Personen neu Sozialhilfe. Eine Studie hat untersucht, was mit diesen Personen bis 2011 geschah. Sie zeigt, dass 38,5% nur während maximal 12 Monaten Unterstützung benötigten. Rund ein Viertel der Personen hat zwischen einem und fünf Jahren Sozialhilfe bezogen, 10% länger als fünf Jahre. Ein Teil der Austritte aus der Sozialhilfe war allerdings nur vorübergehender Natur: 26,9% der betrachteten Fälle wurden wiederholt von der Sozialhilfe unterstützt. Die Studie untersuchte auch die Gründe; so stelle eine nicht abgeschlossene oder ungenügende Ausbildung einen grossen Risikofaktor für einen längeren Sozialhilfebezug dar.

10.02.2016

Dossier zur gescheiterten Wiedereingliederung

Die Februar-Publikation der "Association romande et tessinoise des institutions d’action sociale (ARTIAS)" behandelt das Thema der gescheiterten Wiedereingliederung. Das Dossier wurde von Martine Zwick Monney der Universität Freiburg vorbereitet, die sich diesem Thema in ihrer Doktorarbeit gewidmet hat. Sie betrachtet die Wiedereingliederung nach erfolgtem Scheitern und dessen Einfluss auf die örtlichen Sozialeinrichtungen und die Praxis des beruflichen Fachpersonals.

10.02.2016

Veranstaltung: Sucht und Soziale Arbeit

Am 1. März 2016 findet im Kongresshaus in Biel die Nationale Tagung "Wie begegnen sich Sucht und Soziale Arbeit im Alltag?" statt. Der Anlass richtet sich an Professionelle der Sozialen Arbeit, die nicht spezifisch im Suchtbereich arbeiten.

10.02.2016

TI: Intiative "Zuerst die Unseren" gegen Lohndumping

Die Initiative "Zuerst die Unseren" will auf dem Tessiner Arbeitsmarkt wieder eine "gesunde Konkurrenz" zwischen Tessinern und Ausländern herstellen. Mit grosser Mehrheit entschied der Grosse Rat letzte Woche, dass die Initiative aus seiner Sicht rechtmässig sei. Die Initiative sieht vor, dass bei gleicher Qualifikation eine einheimische Person bei der Stellenvergabe gegenüber einer Person ohne Schweizer Wohnsitz bevorzugt werden muss. Zudem solle das Lohndumping unterbunden werden. Der Grosse Rat muss noch materiell zur Initiative Stellung nehmen, danach hat das Volk das Wort.
Weitere Informationen: HR Today

10.02.2016

VS: Suche nach Lösungen gegen die saisonale Arbeitslosigkeit

Auf Antrag des SECO sucht das Wallis nach Lösungen, um die saisonale Arbeitslosigkeit, namentlich im Baugewerbe, einzuschränken. Eine 2014 im Auftrag des SECO erschienene Studie belegt eine 40-prozentige Wiedereinstellung durch den vormaligen Arbeitgeber (auch "Rückrufquote" genannt) gegenüber 14% im nationalen Durchschnitt. RTS (Radio Television Suisse) und die Tageszeitung "Le Nouvelliste" berichten von zwei weiteren Studien: Eine wurde gemeinsam von Kanton und SECO, die andere vom AVE, dem Berufsverband der Walliser Unternehmer, in Auftrag gegeben.

10.02.2016

ZG: Kampagne "Alter hat Potenzial"

Der Zuger Regierungsrat hat eine Kampagne zur Nutzung des Potenzials der älteren Bevölkerung lanciert. Hintergrund sind das Älterwerden der Bevölkerung und die Masseneinwanderungsinitiative. Mit dem Projekt sollen stereotype und negativ besetzte Bilder über das Alter und die älteren Menschen aufgebrochen und deren Potenziale in den Vordergrund gerückt werden. Über "runde Tische" sollen die Herausforderungen analysiert und Massnahmen formuliert werden.

Verschiedenes

10.02.2016

KV: Tagung zur digitalen Arbeitswelt

Unter dem Titel "Die digitale Arbeitswelt – Fluch oder Segen?" fand am Gottlieb Duttweiler Institut GDI eine von den Kaufmännischen Verbänden Bern und Zürich durchgeführte Impulstagung statt. 220 Teilnehmende haben sich mit den Herausforderungen der Industrialisierung 4.0 auseinandergesetzt. Referate hielten Karin Frick (Research GDI), Joël Luc Cachelin (Thinktank Wissensfabrik), Anitra Eggler (Autorin) und Rolf Dobelli (Autor).

10.02.2016
10.02.2016

Deutschland: Massnahmen für Chancengerechtigkeit

Eine 40-seitige Broschüre aus Deutschland steht kostenlos online zur Verfügung und gibt einen Überblick über die Aktivitäten des Bundes zur Bildungsintegration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Credo: Bildung vermittelt Handlungsfähigkeit, Orientierung und eröffnet die Chance zu beruflichen Perspektiven.