Newsletter vom 13.01.2016

Aktuelle Meldungen vom 13.01.2016

Berufliche Grundbildung

13.01.2016

SBFI News: Case Management evaluiert

Mit dem 2007 eingeführten Case Management Berufsbildung werden Jugendliche mit Mehrfachproblematik in die Berufsbildung integriert und während ihrer Ausbildung begleitet. Eine im Dezember 2015 publizierte Evaluation (SBFI News 15/16) zeigt, dass das Case Management von den Kantonen erfolgreich umgesetzt wird. Ende 2015 lief die finanzielle Unterstützung durch den Bund ab. In der Zeitschrift 1/2016 von PANORAMA erscheint zu diesem Thema ein ausführlicher Beitrag. Ein weiterer Beitrag in der Dezemberausgabe der SBFI News behandelt die Internationale Standardklassifikation für Bildung, die neu acht statt wie bisher sechs Stufen umfasst.

13.01.2016

BM-Zeugnisse mit Hinweis auf die neuen Rechtsgrundlagen

Für die BM 2-Prüfungen 2016 dürfen nur noch die neuen Formate benutzt werden, ab 2018/2019 gilt dies auch für die BM 1-Prüfungen. Die bisherigen Vorlagen für Notenausweis und BM-Zeugnis sind nur noch für die Abschlüsse in den auslaufenden BM-Lehrgängen einsetzbar. Das neue Berufsmaturitäts-Zeugnis, der Notenausweis und Beispiele für jede Ausrichtung sind unter www.ausweise.berufsbildung.ch > Informationsmaterial abrufbar. Grundlage ist Artikel 28, Abs. 3 der BMV: "Das SBFI stellt sicher, dass die eidgenössischen Berufsmaturitätszeugnisse in der ganzen Schweiz einheitlich gestaltet sind."
Für Fragen und weitere Auskünfte: berufsbildung@sdbb.ch

13.01.2016

Berufsabschluss für Erwachsene

Zum Berufsabschluss für Erwachsene, einem Förderschwerpunkt des SBFI, gibt es eine neue Internetseite. Die Seite enthält insbesondere Informationen zum Projekt "Berufsabschluss und Berufswechsel für Erwachsene". Zudem vergibt der Bund zwei Studien zum Thema. In der ersten wird der Bedarf der Wirtschaft am Berufsabschluss für Erwachsene untersucht. In der zweiten Studie werden die Bedürfnisse und Erfahrungen von erwachsenen Absolventinnen und Absolventen einer beruflichen Grundbildung erhoben.

13.01.2016

Handbuch Berufsentwicklung: Anhörung

Das vom SBFI herausgegebene "Handbuch Verordnungen" diente als Wegleitung während der Reform der beruflichen Grundbildungen. Nach Abschluss der Reformen stehen nun die Themen der Qualitätssicherung und der Weiterentwicklung der beruflichen Grundbildung im Vordergrund. Das SBFI führt dazu die Aspekte und Prozesse der Berufsentwicklung im neu erarbeiteten "Handbuch Berufsentwicklung" auf. Die Anhörung ist eröffnet, Frist zur Stellungnahme: 31. März 2016.

13.01.2016

Berufsfeld Gebäudehülle: Revision von zehn Verordnungen

Das SBFI unterbreitet die Entwürfe der Bildungsverordnungen und Bildungspläne für die folgenden Berufe bis zum 29. Februar 2016 zur Stellungnahme: Abdichter/in EFZ, Dachdecker/in EFZ, Fassadenbauer/in EFZ, Gerüstbauer/in EFZ, Storenmonteur/in EFZ, Abdichtungspraktiker/in EBA, Dachdeckerpraktiker/in EBA, Fassadenbaupraktiker/in EBA, Gerüstbaupraktiker/in EBA, Storenmontagepraktiker/in EBA.

13.01.2016

Florist/in EFZ und EBA: geänderte Bildungspläne

Das SBFI hat die Änderungen der Bildungspläne für die Floristen und Floristinnen EFZ und EBA genehmigt. Eine Übersicht über die Änderungen ist in Teil E der entsprechenden Bildungspläne enthalten. Sie sind am 1. Januar 2016 in Kraft getreten und sind für Lernende gültig, die ihre Ausbildung nach diesem Datum beginnen. Bei den Bildungsverordnungen war keine Anpassung notwendig. Die Bildungspläne werden auf der Internetseite des Schweizerischen Floristenverbands aufgeschaltet.

13.01.2016

Gärtner/in EFZ und EBA: revidierte Bildungspläne

Das SBFI hat die Bildungspläne für die Berufe Gärtner/in EFZ und Gärtner/in EBA erlassen. Die Änderungen sind seit dem 1. Januar 2016 in Kraft. Sie sind in Teil F der Bildungspläne erwähnt. Bei den Bildungsverordnungen war keine Änderung notwendig. Die Bildungspläne werden auf der Internetseite von JardinSuisse aufgeschaltet. Das SBFI hat zudem die begleitenden Massnahmen der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes genehmigt. Sie werden im Berufsverzeichnis veröffentlicht.

13.01.2016

Säger/in Holzindustrie EFZ: Änderung des Bildungsplans

Das SBFI hat eine Änderung des Bildungsplans zur Bildungsverordnung Säger/in Holzindustrie EFZ erlassen. Die Note "überbetriebliche Kurse" wird künftig aus dem Mittel der benoteten Kompetenznachweise der Kurse 1-4 gebildet. Die Änderung gilt ab sofort und für alle Lernenden. Der angepasste Bildungsplan wird auf der Internetseite von Holzindustrie Schweiz aufgeschaltet.

13.01.2016

Parlamentarische Vorstösse aus der Wintersession 2015

Während der Wintersession des Bundesparlaments im Dezember 2015 wurden folgende Vorstösse zur Berufsbildung eingereicht:
- Zunahme der bürokratischen Belastung für Unternehmen im Bereich Berufsbildung und Lehrlingswesen (Anfrage 15.1092)
- Berufsbildung. Staatliche Anerkennung von höheren Fachschulen ist Bundessache (Motion 15.4136)
- Verbundpartnerschaft ohne Verbundpartner? Bildungsanbieter in Berufsbildung einbeziehen (Interpellation 15.4124)
- Europakompatible Auslegung und Ausübung hoheitlicher Befugnisse durch EU-Bürger in der Schweiz (Anfrage 15.1088)
- Informatik-Fachkräfte durch Weiterbildung vor Arbeitslosigkeit schützen (Motion 15.4110)

13.01.2016

IDES: Geschäfte zur Bildung in den Kantonen im Dezember 2015

Das Informations- und Dokumentationszentrum IDES der EDK publiziert die umfassende Liste "Parlamentarische Dokumentation", auf der sie die aktuellen Geschäfte im Bereich Bildung aufführt. Die Liste enthält neben Geschäften der Berufsbildung/Sekundarstufe II, Weiterbildung und Hochschulen auch solche der obligatorischen Schule.
Parlamentarische Dokumentation zur Bildungspolitik 12/2015
Besonders beachtenswert: Antwort der Berner Regierung auf einen Vorstoss zum Thema Schaffung eines Berufsbildungsfonds sowie Antwort der Basler Regierung auf einen Vorstoss zum Thema Regionale grenzüberschreitende Berufsbildung.

13.01.2016

Praktische Beispiele zur einfacheren Erstellung des Bildungsberichts

Das Formular mit der Anleitung zur Erstellung des Bildungsberichts ist mit einer Reihe praktischer Beispiele illustriert. Der berufsneutrale Bildungsbericht dient als Leitfaden für die halbjährlichen Qualifikationsgespräche zwischen Berufsbildenden und Lernenden. Der Bildungsbericht, der aufgrund der spezifischen Bedürfnisse aus der Berufsbildungspraxis erarbeitet wurde, ermöglicht dank eines Fragebogens, das Profil der/des Lernenden, das Arbeitsverhalten und die beruflichen Fähigkeiten besser darzustellen.

13.01.2016

Sondertagung "Eine höhere Berufsbildung 'new look'": Dokumente und Videos verfügbar

Die Sondertagung "Une formation professionnelle supérieure 'new look'" fand am 26. November 2015 in Tolochenaz (VD) statt. Basierend auf dem Strategieprojekt des SBFI zur Entwicklung und Förderung der höheren Berufsbildung (HBB) wurden Fragen zur Finanzierung, zur Positionierung und Anerkennung der HBB behandelt und diskutiert. Vertreter des SBFI, der Kantone, der Organisationen der Arbeitswelt und aus den Bereichen Forschung und Praxis nahmen an der Tagung teil. Die Präsentationen und Videos zu den Referaten stehen auf der Internetseite des IFFP zur Verfügung.

13.01.2016

Neudruck der Selektionsmappe

Die neue Version der Selektionsmappe ist erschienen. Der darin enthaltene Fragebogen hilft, das Vorstellungsgespräch zu strukturieren und die notwendigen Personalakten systematisch zu sammeln. Dieses Arbeitsinstrument für Berufsbildner/innen ermöglicht einen objektiven Vergleich und liefert fundierte Begründungen für Zu- und Absagen von Bewerbungen. Weitere Hilfsmittel wie Checklisten, Formulare und Merkblätter erleichtern den Unternehmen den Selektionsprozess.

13.01.2016

Dissertation zum Thema Berufsattest/EBA

Die Dissertation "Das Berufsattest als Grundlage für eine erfolgreiche Berufskarriere" untersucht, wie und ob die zweijährige berufliche Grundbildung Jugendlichen mit mässigen bis schwachen schulischen Leistungen eine Möglichkeit für den Einstieg in den Arbeitsmarkt bietet. Die Dissertation von Marlies Kammermann wurde der Philosophischen Fakultät der Universität Zürich vorgelegt und von Philipp Gonon betreut.

13.01.2016

SKBF: Forschungsprojekte im Bereich Berufsbildung

Im Newsletter "Information Bildungsforschung 5/2015" der Schweizerischen Koordinationsstelle für Bildungsforschung SKBF finden sich sieben Projekte, welche die Berufsbildung oder die Weiterbildung thematisieren:
- Projekt "Sozialisationsprozesse beim Eintritt in den Lehrbetrieb"
- Projekt "Wie nehmen Lehrlinge ihre betriebliche Lernumgebung und -begleitung wahr und wie motiviert sind sie?"
- Projekt "'Vernarbungseffekt' bei jungen Arbeitnehmenden nach Perioden der Arbeitslosigkeit"
- Projekt "Spezifität der beruflichen Grundbildung und Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt"
- Projekt "Die Rolle der beruflichen Qualifikation nach einer Entlassung"
- Projekt "Wie das Bildungssystem den Übertritt ins Berufsleben bestimmt?"
- Projekt "Die Lage der Waadtländer Fach- und Berufsmaturandinnen und -maturanden 18 Monate nach Erhalt ihres Zeugnisses"

13.01.2016

Schweizerische Zeitschrift für Heilpädagogik: Dossier zu schulischen und beruflichen Übergängen

Die Dezember-Ausgabe 2015 der Schweizerischen Zeitschrift für Heilpädagogik enthält eine Reihe von Artikeln zur Schul- und Berufslaufbahn Jugendlicher und Erwachsener mit Lernschwierigkeiten. Behandelte Schwerpunkte:
- Die Rolle der Eltern bei der beruflichen Integration
- Risiko- und Schutzfaktoren beim Übergang von der Schule in den Beruf
- Jugendliche mit besonderem Bildungsbedarf – Stolpersteine rund um die Ausbildungszeit aus Sicht des Juristen
- Übergang von der Ausbildung zur Berufstätigkeit – Schwierigkeiten und Lösungsansätze aus Sicht der IV-Berufsberatung

13.01.2016

Kaufmann/-frau: Studie zum Berufseinstieg

Das Forschungsprojekt "Fit für den Job" der Universität Freiburg ist der Frage nachgegangen, wie gut jungen Menschen mit einer kaufmännischen Grundbildung der Einstieg in die berufliche Anschlusslösung gelingt. Die Studie bildete den Schwerpunkt einer Tagung der Schweizerischen Gesellschaft für angewandte Berufsbildungsforschung (SGAB) vom 7. Dezember 2015. Die Präsentationen sind auf der Website der SGAB zugänglich.

13.01.2016

GE: Evaluation des bilingualen Pilotprojekts Kaufmann/frau EFZ französisch-englisch

Das Berufsbildungsamt des Kantons Genf (OFPC) nimmt die konstante Herausforderung an, die duale berufliche Grundbildung bei den multinationalen Unternehmen im Kanton zu fördern. Im Jahr 2013 hat das OFPC mit Unterstützung des SBFI ein Pilotprojekt zur Einführung einer bilingualen Grundbildung Kaufmann/-frau EFZ gestartet (französisch-englisch). Mit der externen Evaluation beauftragt wurde das Forschungsinstitut SRED (Service de la recherche en éducation), das im November 2015 seinen Zwischenbericht publiziert hat. Der Schlussbericht wird Ende 2016 erscheinen.

13.01.2016

LU: Mobilität und Bilinguismus

Unter der Rubrik "MobiLingua News" enthält der Newsletter der Dienststelle Berufs- und Weiterbildung des Kantons Luzern Informationen zum bilingualen Unterricht, einen Rückblick auf die Berufsbildungsgespräche im Herbst 2015 und den Link auf eine Wirkungsstudie von Intermundo, die belegt, dass Austauschprojekte die persönlichen und interkulturellen Kompetenzen tatsächlich stärken.

13.01.2016

Österreich: Qualitätsmanagement umsetzen

Qualitätsmanagement in der Praxis war Thema der 7. Österreichischen Qualitätsnetzwerk-Konferenz im November 2015. Die vollständige Dokumentation (inkl. Videos) zur Konferenz enthält Referate, Dokumentationen der Podiumsdiskussionen und Workshops sowie die Beiträge von zwölf beteiligten Schulen.

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

13.01.2016

Berufsbildungsfachleute mit eidg. Fachausweis

Die Ausbildung Berufsbildungsfachfrau/-mann mit eidg. Fachausweis richtet sich an alle Personen, die professionell im Bereich Berufsbildung tätig sind. 2015 haben 21 Personen aus der West- und Deutschschweiz den Fachausweis erhalten. Die Qualifikationsverfahren finden jährlich im September statt. Auf der Webseite der SBBK können die Prüfungsdaten für das Qualifikationsverfahren 2016 eingesehen und alle für die Anmeldung erforderlichen Unterlagen heruntergeladen werden. Anmeldeschluss ist der 12. Februar 2016.

13.01.2016

Prüfungsordnungen in Vernehmlassung

Die zuständigen Organisationen der Arbeitswelt haben dem SBFI die Entwürfe der Prüfungsordnungen über die drei Berufsprüfungen Automobildiagnostiker/in, Instandhaltungsfachmann/-frau sowie Lichtplaner/in mit eidgenössischem Fachausweis eingereicht.
Bundesblatt vom 31. Dezember 2015 und 12. Januar 2016

Mittelschulen und Hochschulen

13.01.2016

Universitäten reichen Strafanzeigen gegen Ghostwriting-Anbieter ein

Die Universität St.Gallen hat laut der Rundschau eine Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft gegen einen kommerziellen Anbieter von Ghostwriting-Arbeiten eingereicht. Dabei liegt kein konkreter Fall einer verdächtigen Arbeit vor, Prorektor Lukas Gschwend spricht gegenüber SRF von einem Offizialdelikt. Gemäss NZZ geht auch die Universität Bern gegen Ghostwriting vor und hat eine Strafanzeige gegen die Agentur "Acad Write" eingereicht. In der Schweiz gibt es bisher kein Urteil, das das auftragsweise Erstellen von Hochschul-Abschlussarbeiten verbietet. In den letzten fünf Jahren wurden laut NZZ mindestens drei grössere Ghostwriting-Agenturen eröffnet.

13.01.2016

Die ETH spielen eine wichtige Rolle für die Schweizer Wirtschaft und Gesellschaft

Eine vom Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung beauftragte Expertengruppe untersuchte 2015 den Beitrag des ETH-Bereichs zur Wirtschaft, Innovationskraft und zum Hochschulsystem der Schweiz. Sie zieht eine äusserst positive Bilanz: Die operationelle Autonomie, die stabile Finanzlage und der internationale Charakter bilden die Erfolgsfaktoren. Der Bericht unterstreicht die Bedeutung der ETH für die Schweizer Wirtschaft und Gesellschaft und formuliert dreizehn Empfehlungen.
Medienmitteilung

13.01.2016

ETH ZH: Rekordzahl an Spin-off-Gründungen

2015 wurden an der ETH Zürich 25 Firmen gegründet, die meisten aus dem Bereich Informatik- und Kommunikationstechnologie, gefolgt von der Biotechnologie. Das Pioneer Fellowship Programm unterstützt Masterstudierende, die eine Geschäftsidee umsetzen wollen. Der Bund plant, dieses Modell zu fördern und auf die gesamte Schweiz auszudehnen.
Medienmitteilung

13.01.2016
13.01.2016

GR: Neuer FH-Studiengang in Digital Business Management

Die neue Studienrichtung an der Fachhochschule Chur vermittelt zusätzlich zum Grundlagenwissen in Wirtschaft und Informatik vertiefende Module in Digital Business Management. Trends und Geschäftsmodelle sollen analysiert und bewertet werden können, Absolvierende der neuen Studienrichtung sollen E-Business-Lösungen konzipieren und umsetzen und Projekte in diesem Umfeld leiten können.

13.01.2016

ZH: FH-Bachelor Kunst & Medien neu konzipiert

Ab Herbstsemester 2016 werden die Vertiefungen Bildende Kunst, Fotografie, Mediale Künste und Theorie durch einen individualisierten Studiengang ersetzt. Dieses neue Modell "Kunst als Verfahren" ermöglicht einen auf die Ideen und Projekte der einzelnen Studierenden zugeschnittenen Studienverlauf.

Beratung

13.01.2016

Yousty und Gateway erhalten keine LENA-Daten mehr

Die Übernahme der Daten der offiziellen kantonalen Lehrstellennachweise LENA durch private Websites (yousty.ch und gateway-junior.org) auf der Basis eines Vertrags mit dem SDBB hat in den Kantonen zahlreiche Diskussionen ausgelöst. Insbesondere als störend empfunden wurde die Tatsache, dass die Daten teils dazu genutzt wurden, direkten Kontakt mit den Lehrbetrieben aufzunehmen und ihnen kommerzielle Angebote zu unterbreiten. Der Aufsichtsrat des SDBB hat nun beschlossen, die Kooperationsstrategie zu beenden und die Verträge mit den beiden Unternehmungen auf Ende Juni 2016 zu kündigen.

Arbeitsmarkt

13.01.2016

Arbeitslosigkeit steigt wieder auf hohe Werte

Die Arbeitslosigkeit in der Schweiz hat letztes Jahr zugenommen – mit 3,7% im Dezember stieg sie gar auf den höchsten Wert seit April 2010. Die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenzahl belief sich 2015 auf 142'810 Personen (6046 Personen mehr als im Vorjahr). Die Arbeitslosenquote lag damit bei 3,3% (deutsche Schweiz 2,8%, Westschweiz und Tessin 4,6%). Gemäss dem BFS waren nach der Definition der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) im 3. Quartal 237'000 Personen erwerbslos – 7000 mehr als ein Jahr zuvor. Der Anteil der Erwerbslosen gemäss ILO an der Erwerbsbevölkerung lag bei 4,9%. Die Zahl der Ausgesteuerten betrug 2015 annähernd 38'000 Personen – so viele wie seit 2011 nicht mehr.
Medienmitteilung

13.01.2016

SGB-Forderung: Jede freie Stelle zuerst ins RAV

Die Erwerbslosigkeit in der Schweiz ist laut Gewerkschaftsbund (SGB) auf einem historischen Höchststand. Im September waren 230'580 Personen erwerbslos – 2001 waren es noch 100'000. Der SGB forderte an seiner Jahresmedienkonferenz Vorschriften, wonach Firmen offene Stellen zuerst den RAV melden müssen. Zudem müsse der Bund die Kurzarbeitszeit auf 18 Monate verlängern. Zur Bekämpfung des hohen Frankenkurses müsse die Nationalbank wieder einen neuen Mindestkurs einführen.

13.01.2016

Arbeitslosigkeit unter Doktorierten

Die Zahl der Personen mit Doktortitel, die arbeitslos sind, nimmt zu. Sie hat sich innerhalb von fünf Jahren verdreifacht (von 849 im Mai 2008 auf 2707 im August 2013). Zugleich nimmt die Bedeutung des Doktortitels in der Schweizer Wirtschaft ab – der Doktortitel wird kaum höher eingeschätzt als der Master. Dies sind zwei Befunde aus einem Bericht mit dem Titel "Dr. Arbeitslos" des Schweizerischen Wissenschafts- und Innovationsrats.

Berufliche Integration

13.01.2016

Kostenlose Deutsch-App "Wörter für den Beruf"

Die Philipps-Universität Marburg hat eine Deutsch-App zum berufsbezogenen Sprachlernen veröffentlicht. Die App erleichtert durch Bilder und gesprochene Vokabeln den berufsbezogenen Spracherwerb. Mit der App für Smartphones und Tablets können die Deutsch-Lernenden Wörter für Berufe im Bereich Lager, Küche, Bau und Reinigung sowie für Gesundheit (Arbeitsschutz) sowie Masse und Gewichte lernen. Der eigene Lernstand kann anhand unterschiedlicher Testformate überprüft werden. Der Download ist kostenlos.

13.01.2016

Bundesrat lanciert Pilotprogramm zur Flüchtlingslehre

Der Bundesrat will die Erwerbsintegration von anerkannten Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen mit einem vierjährigen Pilotprogramm zur Flüchtlingslehre fördern. Mit "Integrationsvorlehren" sollen fähige und motivierte Personen frühzeitig sprachlich und fachlich geschult und mit Praxiseinsätzen an den Schweizer Arbeitsmarkt herangeführt werden. Damit kann das Potenzial von Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommen besser genutzt und ihre Sozialhilfeabhängigkeit gesenkt werden. Die SKOS begrüsst die Lancierung der Flüchtlingslehre.

13.01.2016

Konzept und Tagung zur Integration von Flüchtlingen

Der Kanton Schwyz hat ein Konzept zur Vorbereitung auf die berufliche Grundbildung erwachsener Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommener entwickelt. Im Rahmen des Programms "IBA 21plus" arbeiten 14 Teilnehmer/innen während vier Tagen pro Woche in einem Praktikumsbetrieb und besuchen an einem Tag den Unterricht. Weitere Auskünfte sind erhältlich bei markus.cott@sz.ch.
Die Integration in den Arbeitsmarkt von Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen bildet auch das Thema der nationalen SKOS-Tagung in Biel. Sie findet am Donnerstag, 17. März 2016 statt.

13.01.2016

Immer mehr Menschen werden ausgesteuert

Im Jahr 2014 wurden in der Schweiz so viele Personen ausgesteuert wie seit 10 Jahren nicht mehr. Dies hält die Caritas im Bericht zur sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung im Sozialalmanach 2016 fest. Überdurchschnittlich betroffen sind Personen über 45 Jahre, solche ohne nachobligatorische Schulbildung oder ohne Schweizer Staatsbürgerschaft sowie Frauen und Alleinlebende. Viele der Betroffenen sind nach der Aussteuerung auf Sozialhilfe angewiesen. Weiter vereint der Sozialalmanach in einem Schwerpunktteil Essays und Fachbeiträge zum Thema Familie und Familienarmut.

13.01.2016

Integration aus Rente: Rasche Triage lohnt sich

Eine rasche und unbürokratische, auf mündlichen Angaben beruhende Triagierung durch die IV-Stellen lohnt sich für eine erfolgreiche Eingliederung und in Bezug auf eine Rentenverhinderung. Dies ist das Hauptfazit einer "Evaluation der Eingliederung und der eingliederungsorientierten Rentenrevision der Invalidenversicherung" im Auftrag des Bundesamtes für Sozialversicherungen. Kritischer fallen die Ergebnisse für die eingliederungsorientierte Rentenrevision und die Rentenüberprüfungen aus: Hier wird über einen "enormen Aufwand mit eher geringem Ertrag" berichtet.

13.01.2016

Sozialhilfe: Statistik 2014 und Zeitschriftenthema

261'983 Personen haben im Jahr 2014 wirtschaftliche Sozialhilfe bezogen, das sind 3,2% der Wohnbevölkerung, gleich viel wie im Vorjahr. Über 5% liegt die Sozialhilfequote in den Kantonen NE, BS und GE. Der Anteil der Langzeitbezüger (mehr als vier Jahre) betrug 27,5%. Das sind einige Ergebnisse aus der Schweizerischen Sozialhilfestatistik des BFS. Die Sozialhilfe ist zudem Schwerpunktthema der Ausgabe 6/2015 der Zeitschrift Soziale Sicherheit.

Verschiedenes

13.01.2016

Parlamentarische Interpellation: Unterricht handwerklicher Fertigkeiten und Techniken

Im Bereich der obligatorischen Schule sind die Kantone für den Unterricht handwerklicher Fertigkeiten und Techniken sowie für die Ausbildung der Lehrpersonen verantwortlich. Sie legen die Lehrpläne und Stundentafeln fest, in welchen die zu erwerbenden grundlegenden Kenntnisse und Kompetenzen definiert sind, die den Zugang zu einer Ausbildung auf der Sekundarstufe II ermöglichen. Die Kantone können ebenfalls regeln, ob die Schulen Koch- und Werkunterricht als Wahlfach anbieten.
Antwort des Bundesrates auf eine Interpellation zum Fachkräftemangel im handwerklichen und technischen Bereich