Newsletter vom 27.08.2014

Aktuelle Meldungen vom 27.08.2014

Berufliche Grundbildung

27.08.2014

Grenzgänger: Volljährige Lernende im Tessin

Gemäss Angaben des Tessiner Staatsrats ist der Anteil an volljährigen, in Italien wohnhaften Lernenden höher als derjenige der in der Schweiz ansässigen. Diese Situation wirft Fragen zur kostenlosen Ausbildung der Grenzgänger/innen und zu ihren Arbeitsbedingungen auf. Der Bundesrat hält in seiner Antwort auf eine Interpellation fest, dass die Lehrbetriebe in der Auswahl ihrer Lernenden frei sind und der obligatorische Unterricht an den Berufsfachschulen laut Berufsbildungsgesetz unentgeltlich ist, unabhängig von Nationalität oder Vorbildung der Lernenden.
Antwort des Bundesrates

27.08.2014

Gesundheitswesen: Massnahmen gegen den Fachkräftemangel

In der Antwort auf eine Interpellation zum Fachkräftemangel im Gesundheitswesen weist der Bundesrat darauf hin, dass die Bildungspartner Massnahmen zur Erhöhung der inländischen Ausbildungstätigkeit und zur Ausschöpfung des Fachkräftepotenzials umsetzen, gestützt auf den Masterplan "Bildung Pflegeberufe" und die Initiative zur Bekämpfung dieses Mangels. Die Antwort umfasst weitere Informationen, z.B. zu den Kosten der verschiedenen Berufsbildungsangebote im Bereich des Gesundheitswesens.
Antwort des Bundesrates

27.08.2014

SBFI-Newsletter Qualität: Qualität in der betrieblichen Bildung

Wie wird die Qualität des betrieblichen Teils der Berufsbildung sichergestellt? Wie werden Lehr- und Praktikumsbetriebe dabei von Verbänden, Kantonen und Schulen unterstützt? Welche Instrumente stehen den Betrieben zur Verfügung? Der neue Newsletter Qualität zeigt es anhand von Beispielen auf. Ein Fachbeitrag geht den Gründen für Lehrvertragsauflösungen in der Baubranche nach.

27.08.2014

Erlassene Bildungsverordnungen: Gipser und Maler

Das SBFI hat die Verordnungen über die berufliche Grundbildung für die Berufe Maler/in EFZ, Malerpraktiker/in EBA, Gipser/in-Trockenbauer/in EFZ und Gipserpraktiker/in EBA erlassen. Die Verordnungen treten auf den 1. Januar 2015 in Kraft, die Qualifikationsverfahren auf den 1. Januar 2017 und 1. Januar 2018. Die gedruckten Unterlagen werden in einigen Wochen beim Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) erhältlich sein und im Berufsverzeichnis aufgeschaltet.  Die Bildungspläne werden im September auf der Internetseite des Schweizerischen Maler- und Gipserunternehmer-Verbands SMGV zur Verfügung stehen.

27.08.2014

Schulisch organisierte berufliche Grundbildung Kaufleute: Anhörung

Das SBFI hat die Anhörung zur Verordnung über die berufliche Grundbildung und den Bildungsplan für die schulisch organisierte Grundbildung (SOG) für den Beruf Kaufmann/Kauffrau EFZ eröffnet. Die Änderungen ermöglichen, dass ab 1. Januar 2015 nur noch ein einziger Bildungsplan für alle SOG, unabhängig vom Bildungsanbieter, gültig ist. Die Bildungsverordnung wurde angepasst, um die Änderungen des Bildungsplans SOG zu berücksichtigen. Anhörungsfrist: 30. September 2014. Die Dokumente können hier heruntergeladen werden.

27.08.2014

Berufliche Grundbildung Elektroberufe: Anhörung

Das SBFI hat die Anhörung zur Anpassung der Verordnungen über die berufliche Grundbildung und Bildungspläne für die Berufe Elektroinstallateur/in EFZ, Montage-Elektriker/in EFZ, Elektroplaner/in EFZ und Telematiker/in EFZ eröffnet. Die Dokumente wurden überarbeitet, um der technischen Entwicklung und den Erfahrungen der vergangenen Jahre Rechnung zu tragen. Rückmeldefrist: 16. Oktober 2014. Die Unterlagen können hier heruntergeladen werden.

27.08.2014

Bildungspläne Bäckerei-Konditorei: Änderungen erlassen

Die Erfahrung hat gezeigt, dass Optimierungen in den Bildungsplänen für die Berufe Bäcker/in/-Konditor/in-Confiseur/in EBA und Bäcker/in/-Konditor/in-Confiseur/in EFZ notwendig sind. Das SBFI hat die Änderungen genehmigt und auf den 1. August 2014 in Kraft gesetzt. Die Bildungspläne werden auf der Internetseite der Trägerschaft Schweizerischer Bäcker-Confiseurmeister-Verband SBC aufgeschaltet.

27.08.2014

Bildungsplan Theatermaler: Änderungen erlassen

Das SBFI hat verschiedene Änderungen im Bildungsplan für die berufliche Grundbildung Theatermaler/in EFZ genehmigt und auf den 1. September 2014 in Kraft gesetzt. Sie gelten für Lernende, die ihre Bildung nach dem 1. Januar 2012 begonnen haben. Der geänderte Bildungsplan wird auf der Internetseite des Schweizerischen Theatermaler Verbands STMV aufgeschaltet.

27.08.2014

Unfallprävention für Lernende

Das Risiko einen Arbeitsunfall zu erleiden, ist bei jugendlichen Berufseinsteigern im Vergleich zu erfahrenen Arbeitnehmer/innen deutlich höher. Pro Jahr erleiden 24'500 Lernende einen Arbeitsunfall.  Seit einem Jahr sorgt die Sensibilisierungskampagne "be smart work safe" dafür, dass Arbeitssicherheit bei jugendlichen Berufseinsteigern zu einem relevanten Thema wird. "Safe at work" ist ein Label der EKAS, des SECO und der Kantone für mehr Sicherheit am Arbeitsplatz.

27.08.2014

Lernende mit Lehrbetrieb und Berufswahl zufrieden

Zwei Studenten der Fachhochschule Nordwestschweiz haben die Zufriedenheit von Lernenden mit dem Lehrbetrieb und mit der Berufswahl untersucht. Die Befragung wurde im Auftrag der Plattform Yousty durchgeführt. Dafür wurde nach einer Online-Umfrage eine Stichprobe von 800 Personen analysiert. Die Lernenden in der Deutschschweiz sind mehrheitlich mit ihrem Lehrbetrieb zufrieden. Einen wichtigen Einfluss auf die Zufriedenheit hat inbesondere das Engagement der Berufsbildner/innen.

27.08.2014

BE: Erste EFZ Produktionsmechaniker/in nach VdA

Der französischsprachige Teil des Kantons Bern spielt auf schweizerischer Ebene bei der Anerkennung von Bildungsleistungen (VdA) im Bereich Mechanik und Decolletage eine Pionierrolle. Die Erfahrungen im Beruf Produktionsmechaniker/in sind positiv. Das Projekt basierte auf einer engen Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure (Mittelschul- und Berufsbildungsamt, Swissmem, Swissmechanic, Berufsberatungs- und Informationszentren, Expertenkollegium Mechanik/Decolletage, Sachverständige Allgemeinbildung etc).

27.08.2014

JU: Betriebe für die Ausbildung von Lernenden ermutigen

Der Kanton Jura, wie die übrige Schweiz, muss sich mit dem Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage an Lehrstellen auseinandersetzen. Heute sind es in verschiedenen Bereichen nicht die mangelnden Lehrstellen, sondern die fehlenden Kandidat/innen. Gut 26 Prozent der Betriebe bilden Lernende aus (schweizerisches Mittel: 18%). Das Berufsbildungsamt und das Berufs-, Studien- und Laufbahnzentrum wollen mit einer neuen Broschüre die Jugendlichen, ihre Eltern und die Unternehmen besser informieren. Zudem wurde die Internetseite der kantonalen Lehrstellenbörse durch neue Informationen ergänzt.

27.08.2014

SH: Neue Regelungen für die Berufsmaturität

Der Regierungsrat hat beschlossen, per 1. Januar 2015 die Verordnung zum Berufsbildungsgesetz zu ändern. Der vom Bund erlassene Rahmenlehrplan für die Berufsmaturität bildet die Grundlage für Unterricht und Prüfungen in den anerkannten Bildungsgängen. Dies macht eine Neugestaltung der Ausbildungsgänge am Berufsbildungszentrum und an der Handelsschule notwendig. Im Kanton Schaffhausen werden künftig drei Richtungen angeboten: Technik, Architektur und Life Sciences – Wirtschaft und Dienstleistungen – Gesundheit und Soziales.
Medienmitteilung
Mittelschul- und Berufsbildungsamt SH

27.08.2014

TI: Umfrage zur Situation neu diplomierter Berufsleute

Das Eidgenössische Hochschulinstitut für Berufsbildung (EHB) hat im Auftrag des Tessiner Berufsbildungsamtes unter den neu diplomierten Tessiner Berufsleuten im Rahmen der "ARI 2014" eine Umfrage durchgeführt. Diese zielte darauf ab, eine Momentaufnahme ihrer aktuellen beruflichen Situation zu erhalten und diejenigen jungen Berufsleute zu erreichen, die bei ihrer Stellensuche Unterstützung nötig hatten. Aus den Rückmeldungen geht hervor, dass im Mai 54,5% der Befragten bereits eine Stelle oder einen Studienplatz gefunden hatten. 41,8% wünschten Unterstützung bei der Stellensuche. 90,5% der Stellen wurden im erlernten Beruf gefunden, davon wurden 83,4% der Verträge mit dem eigenen Lehrbetrieb abgeschlossen. 22,8% der Befragten beabsichtigen die Ausbildung fortzusetzen.
Weitere Informationen

27.08.2014

VD: Berufslehre und Berufsmaturität zu wenig anerkannt?

Eine Interpellation fragt, wieso der Kanton Waadt gemäss Statistik in der Westschweiz am wenigsten Berufsmaturitätsabsolventen aufweist. In seiner Antwort interpretiert der Staatsrat die Daten anders und unterstreicht die kantonalen Besonderheiten betreffend die Zulassung zur Berufsmaturität oder die kantonalen Angebote an den Hochschulen, welche die Wahl der Schüler/innen und ihren Eltern beeinflussen können.
Antwort des Staatsrats

27.08.2014

VS: Beitritt der Landwirtschaftsschule zum Netzwerk "Europea"

Das Netzwerk "Europea International" umfasst mehr als 1'000 landwirtschaftliche Bildungszentren in 22 Ländern. Es bietet Lernenden und Studierenden die Möglichkeit, im Ausland ein Praktikum zu absolvieren und andere Kulturen kennen zu lernen. Gemeinsam mit andern Bildungszentren gründete die Landwirtschaftsschule Wallis (Châteauneuf und Viège) Anfang Sommer "Europea Switzerland". Die Fondation rurale interjurassienne, Inforama Bern und die Ingenieurschule Changins sind der Vereinigung angeschlossen. Das schweizerische Netzwerk hofft, rasch neue Mitglieder unter den Bildungszentren der grünen Berufe zu gewinnen.
Weitere Informationen

27.08.2014

Deutschland: Handbuch für den Nachteilsausgleich

Die neue Publikation "Nachteilsausgleich für behinderte Auszubildende – Handbuch für die Ausbildungs- und Prüfungspraxis" des BIBB bietet anwendungsbezogene Beispiele und Lösungsvorschläge, praxisorientierte Erläuterungen sowie weiterführende Informationen. Das Handbuch richtet sich an Personen der Berufsausbildung, so Mitarbeiter/innen der Kammern, Mitglieder von Berufsbildungs- und Prüfungsausschüssen, Ausbildner/innen und auch an Lernende selbst. Ein inhaltlicher Schwerpunkt bilden die psychische Beeinträchtigungen. Siehe auch die entsprechende Schweizer Publikation.

27.08.2014

Deutschland: Kampagne für die Anerkennung beruflicher Abschlüsse

Das Informationsportal zur Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse wird erweitert. Auf Grundlage des "Anerkennungsgesetzes" gibt es neu – in den jeweiligen Landessprachen – für Italien, Polen, Rumänien, Spanien und die Türkei kompakte Informationen zur "Anerkennung in Deutschland". Neben dem Online-Angebot können auch mehrsprachige Informationsmaterialien bestellt werden, die den Anerkennungsprozess verständlich darlegen.
Medienmitteilung

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

27.08.2014

SwissSkills Bern 2014: Sonderschauen

Im Rahmen der SwissSkills Bern 2014 findet auch die Sonderschau "Höhere Berufsbildung und Weiterbildung" statt. Im Modell einer "Bildungsstadt" gibt es verschiedene Quartiere, die den diversen Berufsfeldern innerhalb der Bildungslandschaft entsprechen. Darin werden die Biografien von sechs Personen dargestellt. Die Besucher können auf deren Spuren durch die Bildungsstadt wandern und so die verschiedenen Möglichkeiten der höheren Berufs- und Weiterbildung kennen lernen. Eine zweite Sonderschau ist den Kleinstberufen gewidmet.

27.08.2014

Prüfungsordnungen in Vernehmlassung

Die Organisationen der Arbeitswelt haben dem SBFI die Entwürfe zu den Prüfungsordnungen über die höhere Fachprüfung Komplementär-Therapeut/in mit eidgenössischem Diplom und die Berufsprüfung Seilkraneinsatzleiter/in mit eidgenössischem Fachausweis eingereicht.
Bundesblatt vom 19. August und 26. August 2014

27.08.2014

Neues Weiterbildungsangebot zur Bildungssteuerung und -planung

Die Hochschule Wirtschaft Luzern, die PH Zug und die PH der Fachhochschule Nordwestschweiz schreiben einen Studiengang für Bildungssteuerung und -planung (CAS Educational Governance) aus, der auch für Mitarbeiter/innen in der Berufsbildung in Frage kommt. Die Bildungsinhalte beziehen sich auf die Schnittstelle zwischen Bildungsmanagement und Bildungspolitik. Das Studium ist sowohl auf öffentliche als auch private Bildungsorganisationen ausgerichtet. Siehe auch die Studiengänge für Bildungsplanung und -systeme der Universität Genf.

Mittelschulen und Hochschulen

27.08.2014

Zulassung zum Fachhochschulstudium mit gymnasialer Maturität

In seiner Antwort auf eine Interpellation erklärt der Bundesrat, dass die FH-Zulassungsbedingungen für Absolventen einer gymnasialen Maturität eine einjährige Arbeitswelterfahrung voraussetzen. Ausserdem macht er darauf aufmerksam, dass die Ausarbeitung von gesamtschweizerisch einheitlichen Empfehlungen zum Praxisjahr noch pendent ist. Bis Ende 2014 sollten die entsprechenden Empfehlungen verabschiedet sein und dem SBFI zur Kenntnis gebracht werden.
Antwort des Bundesrates

27.08.2014

Informatik: Ohne Praxis an die Fachhochschule

Inhaber/innen einer gymnasialen Maturität, die an der Fachhochschule Informatik studieren wollen, brauchen in einem Pilotversuch kein vorgängiges Praxisjahr mehr. Das entsprechende Gesuch der Fernfachhochschule Schweiz (FFHS) wurde aufgrund des Fachkräftemangels bewilligt. Ab Herbst 2015 können Interessierte ohne Arbeitserfahrung direkt ins Informatik-Studium an der FFHS einsteigen. Die Praxiserfahrung wird ins Studium integriert, unter anderem mittels Praktikumsplätzen bei der Post. Dies berichtet die Sonntagszeitung in ihrer Ausgabe vom 17. August 2014.

27.08.2014

Medizinstudium: Studierende weichen ins Ausland aus

Eine wachsende Zahl von Schweizer/innen, die den Eignungstest für das Medizinstudium nicht bestanden hat, will sich im Ausland in Medizin ausbilden lassen. Dies berichtet eine Agentur aus Deutschland, die sich auf die Vermittlung von Studienplätzen spezialisiert hat. Ein Semester kostet rund 10'000 Euro, plus Vermittlungsgebühr. Nach ein paar Semestern in einem osteuropäischen Land kann in Deutschland ein Studienplatz eingeklagt werden, auch von Schweizern. Ein so erreichtes Staatsexamen wird in der Schweiz anerkannt. Dies berichtet die NZZ am Sonntag in ihrer Ausgabe vom 17. August 2014.

27.08.2014

Medizin: Freier Zugang zu Forschungsergebnissen gefordert

Die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) fordert Verlage und Wissenschaftsakteure auf, den Übergang zu "Open Access" zu beschleunigen: Wissenschaftliche Arbeiten sollen auf öffentliche Webseiten gestellt oder in frei zugänglichen Online-Zeitschriften publiziert werden. Ein Positionspapier der SAMW erklärt die verschiedenen Formen der Open-Access-Publikation und empfiehlt Massnahmen.

27.08.2014

Hochschulgesetz: Stand der Arbeiten zur Akkreditierung

Das Hochschulförderungs- und -koordinationsgesetz HFKG soll Anfang 2015 in Kraft treten. Damit wird auch die Akkreditierung der Schweizer Hochschulen auf eine neue Grundlage gestellt. Das SBFI beauftragte 2012 das "Organ für Akkreditierung und Qualitätssicherung der Schweizerischen Hochschulen" (OAQ), unter Einbezug aller Interessengruppen bis Ende 2014 einen Entwurf der Akkreditierungsrichtlinien nach HFKG auszuarbeiten. Konkret geht es um die Frage, wer sich zukünftig Uni, FH oder PH nennen darf. Christoph Grolimund, Direktor des OAQ, berichtet im Gespräch mit den SBFI News, wo die Arbeiten stehen.

27.08.2014

VD: neue zweisprachige Maturität französisch-englisch

Ab diesem Schuljahr wird neben der zweisprachigen Maturität französisch-deutsch auch eine zweisprachige Maturität französisch-englisch angeboten. Das zweite Schuljahr findet in einem englischsprachigen Land statt. Im dritten Jahr absolvieren die Schüler/innen einen Teil des Unterrichts in Englisch und verfassen ihre Maturitätsarbeit in dieser Sprache. Schüler der Fachmittel- und Handelsmittelschulen sowie Lernende haben die Möglichkeit, ihre Praktika in englisch- oder deutschsprachigen Ländern zu absolvieren.
Medienmitteilung

Beratung

27.08.2014

Lehrstellen 2015 auf berufsberatung.ch

Ab sofort sind die offenen Lehrstellen der Deutschschweiz für 2015 auf berufsberatung.ch/lehrstellen verfügbar. Die Lehrstellen der Romandie folgen ab September, das Tessin ab November. berufsberatung.ch ist das offizielle Informationsportal der Berufsberatung in der Schweiz. Es enthält nebst den gemeldeten Lehrstellen zusätzliche Informationen zu allen Berufen und Ausbildungen. Das Portal ist eine Dienstleistung des SDBB und wird zu gleichen Teilen durch die Kantone und den Bund (SBFI) finanziert.
Medienmitteilung

27.08.2014

Werbung auf berufsberatung.ch?

Die Leiterinnen und Leiter der Berufs- und Studienberatungen der Schweiz sind in der Frage, ob in Zukunft auf berufsberatung.ch Werbung zugelassen werden soll oder nicht, unterschiedlicher Meinung. KBSB-Präsident Marc Chassot stellt nun die Pro- und Contra-Argumente zusammen und unterbreitet sie der EDK. Dies geht aus den Kurznachrichten Nr. 2/2014 der KBSB hervor.

27.08.2014

Margrit Stamm: Eltern als Rekrutierungspool

Während die Gymnasialquote in den letzten Jahren leicht zugenommen hat (auf rund 20%), besteht bei der beruflichen Grundbildung ein Lehrlingsmangel. Margrit Stamm sieht als wichtigen Grund dafür die Präferenzen der Eltern und ihre mangelnden Kenntnisse des Bildungssystems. Elternarbeit müsse systematisch in die Berufswahlvorbereitung integriert werden und viel früher einsetzen. In den Ratgebern zur Berufwahl würden Vor- und Nachteile der verschiedenen Bildungswege ausserdem zu wenig thematisiert, findet Stamm. Dies zwei ausgewählte Ergebnisse aus dem Dossier "Nur (k)eine Berufslehre! – Eltern als Rekrutierungspool" von Margrit Stamm und Mitarbeiterinnen.

27.08.2014

Zwei Diagnostikkongresse in Zürich

2015 finden in Zürich gleich zwei Diagnostik-Kongresse statt: Der 5. Zürcher Diagnostik-Kongress findet am 23. und 24. April statt und wird organisiert von der Zürcher Fachhochschule. Als Redner sind unter anderem Julius Kuhl und Andreas Hirschi angekündigt. Die 13. European Conference on Psychological Assessment ECPA13 findet vom 22. bis 25. Juli statt und wird organisiert von Willibald Ruch von der Universität Zürich. Zu diesem Kongress kann ein Newsletter abonniert werden.

27.08.2014

GE: schulischen Misserfolg wirkungsvoller bekämpfen

In Genf verlassen jedes Jahr mehr als 1000 Jugendliche die Sekundarstufe II ohne Abschluss. Die neue Einrichtung "Lullin" berät ab diesem Jahr Jugendliche mit drohendem Lehrabbruch und gewährt ihnen individuelle Unterstützung. Dieses Angebot ist eine erste Massnahme, um die in der Verfassung verankerte obligatorische Bildung bis zum 18. Altersjahr zu gewährleisten. Ferner: 25% der gymnasialen Schüler beenden ihre Ausbildung nicht. Um diese Misserfolge und Umorientierungen zu reduzieren, sind die Übertrittsbedingungen von einer Stufe zur andern verschärft und die Wiederholungen begrenzt worden. Andere Massnahmen sind geplant: eine Evaluation der 2011 eingeführten neuen Orientierungsstufe, eine bessere schulische Beratung und eine Wertsteigerung der dualen Berufsbildung.
Medienmitteilung

27.08.2014

ZH: Neue App für die Lehrstellensuche

Eine neue Smartphone-App unterstützt Schüler/innen der 8. und 9. Klasse aus dem Kanton Zürich bei der Berufswahl und der Lehrstellensuche. Sie erinnert die Jugendlichen an wichtige Termine bei der Berufsfindung, zeigt offene Stellen für Schnupperlehren an und enthält weitere nützliche Tipps. Die App wurde von der Berufsberatung des Kantons Zürich in Zusammenarbeit mit verschiedenen Fachstellen entwickelt.

Arbeitsmarkt

27.08.2014

Arbeitsmarktindikatoren 2014: Orientierungshilfe im Datendschungel

2013 wurden 198 Millionen Überstunden geleistet, das entspricht 105'000 Vollzeitstellen. Dies weist die soeben erschienene Schrift Arbeitsmarktindikatoren 2014 aus. Sie gibt einen Überblick zu Themen wie konjunkturelle Entwicklung, Löhne, Arbeitslosigkeit, Ausländeranteil oder Erwerbsformen und enthält kommentierende Einschätzungen. So sei es ein Irrtum anzunehmen, die Erwerbslosigkeit hätte durch eine Herabsetzung der Überstunden eliminiert werden können. Überzeitarbeit sei häufig ein vorübergehendes Phänomen; zudem bestünden Diskrepanzen zwischen verlangten und vorhandenen Qualifikationsprofilen.

27.08.2014

Die Schweiz ist auch ein Auswanderungsland

Wie hat sich der Arbeitsmarkt seit 2008 verändert? Antworten auf diese Frage gibt ein zusammenfassender Auszug aus einer Publikation des BFS ("Arbeitsmarktindikatoren 2014, kommentierte Ergebnisse für die Periode 2008-2014"). Sie zeigt etwa, dass in den Jahren 2008 bis 2012 jährlich zwischen 135'000 (2009) und 172'000 (2011) Erwerbspersonen in die Schweiz eingewandert, während jeweils zwischen 93'000 (2011) und 111'000 (2012) Erwerbspersonen ausgewandert sind. Den höchsten standardisierten Bruttomedianlohn gibt es in Zürich zu verdienen (6349 Franken pro Monat), den geringsten im Kanton Tessin (5076 Franken).

27.08.2014

Zunahme der berufsbedingten Gesundheitsrisiken

Etwas mehr als die Hälfte der Erwerbstätigen ist an ihrem Arbeitsplatz gehäuft physischen Gesundheitsrisiken ausgesetzt. Dies sind zehn Prozent mehr als 2007 (42%). Dies ist eines der Ergebnisse der Schweizerischen Gesundheitsbefragung 2012 des BFS. Die Betroffenen geben zweieinhalbmal häufiger an, keinen guten allgemeinen Gesundheitszustand zu haben, als Personen, die diesen Risiken nicht ausgesetzt sind. Der Anteil der Personen, die befürchten, ihren Arbeitsplatz zu verlieren, hat hingegen seit 2007 (13%) nicht zugenommen.
Medienmitteilung

27.08.2014

Betriebliches Gesundheitsmanagement: neuer Test online

Die Unternehmen verfügen künftig über ein weiteres Instrument, um eine Bilanz ihres betrieblichen Gesundheitsmanagements zu erstellen. Die Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz hat den Online-Test "BGM-Check" in Form eines Fragebogens aufgeschaltet. Die Fragen umfassen Bereiche wie Arbeitsklima, Stressprävention oder Abwesenheitskontrolle. Der BGM-Check steht in zwei Versionen zur Verfügung: einer für Betriebe mit bis zu 100 Mitarbeitenden und einer für grössere Firmen.
Medienmitteilung

27.08.2014

Starker Unternehmergeist in der Schweiz

Der Unternehmergeist in der Schweiz bleibt stark, wie der Wirtschaftsinformationsdienst Bisnode darlegt. Von Januar bis Juli 2014 haben sich 24'964 neue Firmen im Handelsregister eingetragen, das sind 3% mehr im Vergleich zum Vorjahr. In der gleichen Periode ist die Zahl der Firmenpleiten um 9% auf 3405 zurückgegangen.

27.08.2014

50'000 gut ausgebildete Frauen bleiben lieber zuhause

Immer mehr Frauen, die an einer Universität oder einer Fachhochschule studiert haben, entscheiden sich gegen eine Karriere und bleiben lieber zu Hause, um sich um ihre Kinder zu kümmern. Diese Schlussfolgerungen zieht die Gratiszeitung "20 Minuten" auf der Grundlage der kürzlich publizierten Zahlen des BFS. Demnach befanden sich in der Schweiz 2013 knapp 50'000 Frauen in einer solchen Situation. Im Vergleich dazu trafen 2003 nur 32'000 Frauen diese Wahl.

27.08.2014

Ein Drittel der Schweizer Unternehmen hat Rekrutierungsprobleme

Einer von drei Schweizer Betrieben hat Schwierigkeiten, geeignetes Fachpersonal zu finden. Dieses Fazit zieht die diesjährige Umfrage von Manpower Schweiz bei 752 Unternehmen zum Thema Talentknappheit. Weltweit haben 36% der Arbeitgeber Probleme, die freien Stellen zu besetzen. Dies bestätigten 33% der Befragten (gegenüber 37% im Jahr 2013). Die Facharbeitenden führen die Rangliste zum fünften Mal in Folge an, die Kategorie Management und Geschäftsführung belegt den 2. Platz, die Techniker/innen liegen auf dem 3. Rang.
Medienmitteilung

Berufliche Integration

27.08.2014

IV: Eingliederungsquote nicht so hoch wie erhofft

Durch die 4. und 5. IV-Revision ist der Bestand an Invalidenrenten dank der Verschärfung der Zusprechungspraxis stärker gesunken als angenommen. Umgekehrt konnten weniger Rentenreduktionen realisiert werden als erhofft (IV-Revision 6a). Diese Zwischenbilanz zieht das BSV über die ersten zwei Jahre nach Inkrafttreten der IV-Revision 6a. Die IV-Stellen haben in dieser Zeit zwar mehr Massnahmen zur beruflichen Eingliederung von Rentenbeziehenden zugesprochen. Doch die Eingliederungsquote blieb deutlich hinter den Erwartungen zurück. Insgesamt verlaufe der Kurswechsel der IV von der Renten- zur Eingliederungsversicherung aber erfolgreich, so das BSV, die Eingliederungstätigkeit werde weiter optimiert.

27.08.2014

Umfassende Statistik der Arbeitslosigkeit im Jahre 2013

Im vergangenen Jahr waren 3,2 Prozent der aktiven Bevölkerung arbeitslos – 0,3 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr 2012. Das Total der Aussteuerungen aus der Arbeitslosenversicherung für 2013 betrug 34'679 Personen (32'236 im Jahre 2012). Zahlen wie diese sind in der soeben erschienenen BFS-Publikation "Arbeitslosigkeit in der Schweiz 2013" zu finden. Sie enthält methodische Definitionen sowie Angaben zu Themen wie Kurzarbeit, Berufsgruppen, regionale Unterschiede oder Alter.

27.08.2014

Flüchtlinge sollen landwirtschaftliche Fremdarbeiter ersetzen

Das Bundesamt für Migration hat den Bauern vorgeschlagen, anerkannte Flüchtlinge und vorläufig aufgenommene Asylbewerber im Bereich Landwirtschaft einzusetzen. Ein entsprechendes Pilotprojekt soll ab nächsten Jahr starten. Die Behörden suchen aber nicht nur nach Ersatz für Arbeitskräfte aus den EU-Ländern nach dem Wegfall der Personenfreizügigkeit. Sie versuchen auch, anerkannte Flüchtlinge besser in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

27.08.2014

Flüchtlinge: Bessere Arbeitsintegration ist möglich

Ende 2012 lebten gut 50'000 Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene in der Schweiz. Ihre Erwerbsquote ist tief, aber auf zehn Jahre betrachtet höher als bisher angenommen (Personen mit F-Ausweis 25%, Flüchtlinge 47,7% und Härtefälle (B-Ausweis) 60,8%). Dies zeigt die neue Studie "Erwerbsbeteiligung von anerkannten Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen auf dem Schweizer Arbeitsmarkt". Sie macht den Status der Aufgenommenen als vorrangigen Schlüsselfaktor der Arbeitsmarktintegration aus. Sie empfiehlt, Flüchtlinge mit B-Ausweis, vorläufig Aufgenommene und Personen mit einer Härtefall-Regelung bezüglich Arbeitsmarktzugang den Personen mit C-Ausweis gleichzustellen. Aus einer sich nur an einer optimalen Integration auf dem Arbeitsmarkt orientierenden Optik müsste die Abschaffung des Status VA gefordert werden.

27.08.2014

130'000 Personen sind trotz Arbeit von Armut betroffen

In der Schweiz waren im Jahr 2012 590'000 Personen oder 7,7 Prozent der ständigen Wohnbevölkerung in Privathaushalten von Einkommensarmut betroffen. Davon waren knapp 130'000 Personen erwerbstätig. Dies zeigt die Publikation "Armut in der Schweiz: Ergebnisse 2007 bis 2012". Die durchschnittliche Armutsgrenze betrug für eine Einzelperson rund 2200 Franken pro Monat und für zwei Erwachsene mit zwei Kindern rund 4050 Franken. Seit Beginn der Datenerhebung 2007 (9,3%) hat die Armut in der Schweiz um 1,6 Prozentpunkte abgenommen, die Armutsquote der Erwerbstätigen ging um 1,3 Prozentpunkte auf 3,5 Prozent zurück.