Newsletter vom 03.03.2009

Aktuelle Meldungen vom 03.03.2009

Berufliche Grundbildung

03.03.2009

Konjunktur: Auswirkung auf die Lehrstellensituation wird zum Thema

Diverse aktuelle Verlautbarungen befassen sich mit der Entwicklung der Lehrstellenzahl. Jürg Zellweger, Ressortleiter Bildung beim Schweizerischen Arbeitgeberverband, erinnerte in einem Beitrag (www.edudoc.ch/record/31085) im "Schweizerischen Arbeitgeber" an die Schätzung des Bundesamtes für Statistik, wonach die Zunahme der Arbeitslosenquote um 1% zu einer Abnahme von etwa 2000 Lehranfängern führe.
In einer Doppelpunkt-Sendung (www.drs.ch/www/de/ drs/sendungen/top/doppelpunkt/2634.sh10067915.html) von Radio DRS bildete das Thema ebenfalls einen der zentralen Diskussionspunkte. Die SGB-Jugendkommission lud am 19. Februar zum gleichen Thema ein. Das BBT stellt aufgrund seiner regelmässigen Befragung der Kantone fest, bisher könne die Lehrstellensituation als stabil bezeichnet werden.
Medienmitteilung: www.edudoc.ch/record/31261

03.03.2009

Reform kaufmännische Grundbildung: Wichtige Vorentscheide

Die schulischen Leistungsziele der kaufmännischen Grundbildung sollen gesamtschweizerisch je Semester harmonisiert und verbindlich festgelegt werden. Dies ist eine von diversen wichtigen Entscheiden, die die Reformkommission Kaufmännische Grundbildung EFZ Ende 2008 gefällt hat. Unter anderem soll ein neuer, schulischer Lernbereich "Branche & Firma" etabliert werden. Im Interview (www.edudoc.ch/record/31200) mit BCH-News schildert Roland Hohl, Geschäftsleiter der Interessengemeinschaft Kaufmännische Grundbildung (IGKG), die wichtigsten Neuerungen. Weitere Informationen in der INFO 2 der Reformkommission Kaufmännische Grundbildung EFZ unter
www.edudoc.ch/record/31201.

03.03.2009

Deutschland: Senior Experten für Azubis

Alt hilft jung - dies ist das Motiv eines neuen Pilotprojekts der deutschen Wirtschaft zur Vermeidung von Ausbildungsabbrüchen. Der Senior Experten Service (SES) (www.ses-bonn.de/was-tun-wir/vera.html) hat mehr als 7500 Mitglieder; nun sollen Freiwillige auf ehrenamtlicher Basis Jugendliche begleiten, wenn die staatlichen Ausbildungsberater dies für sinnvoll erachten. Das Projekt startet in den Regionen München und Dresden und soll im Laufe des Jahres 2009 ausgeweitet werden. Die Rede ist von ständig rund 1000 Jugendlichen, denen so geholfen wird.

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

03.03.2009

Deutschland: Weiterbildungsförderung verbessert

Wer sich in Deutschland im Rahmen der beruflichen Aufstiegsfortbildung weiterbildet, kann dafür Unterstützung beantragen. Die Bundesregierung hat im Sommer 2008 ein entsprechendes Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz ("Meister-BAföG") eingerichtet, das sie nun mit Verbesserungen ausgestattet hat, die am 1. Juli 2009 inkrafttreten. Grundsätzlich stehen Fortbildungen in allen Berufsbereichen Fördermittel zu. Eine Altersgrenze besteht nicht. Die monatliche Maximalförderung beträgt 670 Euro für Alleinstehende.
Mehr unter www.meister-bafoeg.info

03.03.2009

Höhere Berufsbildung: Neue Prüfungsreglemente eingereicht

Beim BBT wurden neue Prüfungsordnungs- Entwürfe eingereicht. Einsprachen sind innert 30 Tagen möglich:
- Lebensmitteltechnolog/in BP (Einsprachefrist läuft seit dem 17. Februar)
- Lebensmitteltechnolog/in HFP (17. Februar)
- Technikredaktor/in BP (17. Februar)
- Druckkauffrau/Druckkaufmann BP (24. Februar)

03.03.2009

Bildungsgutscheine: Resultate aus einem Feldversuch

Mit Bildungsgutscheinen lässt sich die Weiterbildungsbeteiligung durchaus steigern. Allerdings gibt es Faktoren, die gegen einen flächendeckenden Einsatz von Gutscheinen sprechen. Eine öffentliche Finanzierung durch Weiterbildungsgutscheine ist, falls überhaupt, nur für eine eng umschriebene Zielgruppe gerechtfertigt. Dies sind die Ergebnisse einer Untersuchung (www.edudoc.ch/record/31321) der Forschungsstelle für Bildungsökonomie an der Universität Bern (FfB) im Auftrag des BBT.
Medienmitteilung unter www.edudoc.ch/record/31319
und verschiedene Stellungnahmen unter
www.edudoc.ch/record/31323 zur Studie.

03.03.2009

JU: Koordinierter Kampf gegen Analphabetismus

Der Kanton Jura stellt der "Association Lire et Ecrire" (Vereinigung Lesen und Schreiben) 2009 eine Subvention von 40'000 Franken zur Verfügung. Gleichzeitig wurde eine Vereinbarung zwischen der Volkshochschule und der "Association Lire et Ecrire" unterzeichnet, mit der der Kampf gegen den Analphabetismus koordiniert werden soll.
Pressemitteilung: www.edudoc.ch/record/31083 (fr)
Informationen: Olivier Tschopp, chef du Service de la formation des niveaux secondaire II et tertiaire,
032 420 71 60, olivier.tschopp@jura.ch

Mittelschulen und Hochschulen

03.03.2009

Genf: Individuelle Begleitung von Jugendlichen mit grossen Schwierigkeiten

Im Rahmen des Projekts "Case Management" hat der Kanton Genf im November 2008 Massnahmen für Jugendliche mit grossen Schwierigkeiten ins Leben gerufen. Träger ist das "Office pour l'orientation, la formation professionnelle et continue (OFPC)" (Amt für Berufsberatung, Berufs- und Weiterbildung). Sie ergänzen und verlängern die Aktionen von "Réussir+", dem individualisierten Begleitungs- und Unterstützungsprogramm für Lernende in beruflicher Grundausbildung von drei oder vier Jahren (vgl. bba 185/6). Ziel ist es, zu verhindern, dass die betroffenen Jugendlichen aus Ausbildung und Berufswelt herausfallen.
Weitere Informationen bei:
Grégoire Evéquoz, directeur général de l'OFPC, 022 388 44 25, gregoire.evequoz@etat.ge.ch

03.03.2009

ZH: Lehrbetriebsverbünde werden gefördert

Im Kanton Zürich gibt es zurzeit 14 Lehrvertriebsverbünde. Auf sie entfallen rund 5% der Lehrverhältnisse. Dieser Prozentsatz hat sich in den letzten Jahren nicht verändert. Absolut hat die Zahl der Lernenden in den Lehrbetriebsverbünden jedoch zugenommen. Das schreibt der Zürcher Regierungsrat in seiner Antwort (www.edudoc.ch/record/31198) auf eine parlamentarische Anfrage. Weiter heisst es, die regionale Lehrstellenförderung und die regionalen Berufsbildungsforen förderten den Auf- und Ausbau von Verbünden. Das Mittelschul- und Berufsbildungsamt hat zudem einen Leitfaden für Gesuchsteller von Lehrbetriebsverbünden erarbeitet.

03.03.2009

Individuelle Praktische Arbeit: Webtool wird rundum erneuert

In der Informatikbranche wurde vor über 10 Jahren eine Web-Anwendung programmiert, welche die Prüfungskommission bei ihrer Arbeit unterstützt und den ganzen Prozess der Individuellen Praktischen Arbeit (IPA) begleitet. Nun wurde beschlossen, dieses Tool rundum zu erneuern. Die neue Version soll nun auch in anderen Berufen und mehrsprachig benutzt werden können. Es wird auch einige neue Funktionen aufweisen.
Die neue Version soll auf das Prüfungsjahr 2010 bereit sein, vgl. den Newsletter www.edudoc.ch/record/31225 der Plattform zur Organisation praxisorientierter Prüfungen.

03.03.2009

SO: Neuer Lehrplan "Allgemeinbildung" für Berufsfachschulen

Der neue kantonale Lehrplan für die Allgemeinbildung in der beruflichen Grundbildung wird im Kanton Solothurn auf das Schuljahr 2009/10 eingeführt. Er beruht auf der entsprechenden Verordnung des BBT, die den Kantonen die Möglichkeit gibt, den Erlass von Schullehrplänen zu regeln. Die Lehrpersonen erhalten bis Ende des laufenden Schuljahres Gelegenheit, sich an Fortbildungsveranstaltungen mit den Inhalten des neuen Lehrplans vertraut zu machen.
Pressemitteilung: www.edudoc.ch/record/31281

03.03.2009

Bachelor: 90 Prozent der Absolvent/innen studieren weiter

Neun von zehn Bachelorabsolventen und -absolventinnen steigen in ein Masterstudium ein. Der Bachelorabschluss genüge dem für den angestrebten Beruf erforderlichen Niveau nicht und sei nur eine Zwischenetappe, wurde von den Befragten als Hauptgrund dafür angegeben. Weniger als 10% wagen den Schritt auf den Arbeitsmarkt. Das zeigen die ersten Ergebnisse der Hochschulabsolventenbefragung 2007. Wie das Bundesamt für Statistik in seiner Publikation (www.edudoc.ch/record/31328) schreibt, ist die Aussagekraft dieses Befundes aufgrund der geringen Anzahl befragter Personen (3111) jedoch beschränkt.

Arbeitsmarkt

03.03.2009

Gesundheitswesen: 25'000 zusätzliche Fachkräfte erforderlich

Bis 2020 müssen vermutlich mindestens 25'000 qualifizierte Fachkräfte in Spitälern, Alters- und Pflegeheimen sowie in Spitex-Diensten eingestellt werden. Die demografische Alterung ruft nach mehr Pflegeleistungen.
Am meisten zusätzliches Personal wird in Institutionen der Langzeitpflege benötigt. Das haben Prognosen der Schweizerischen Gesundheitsobservation (OBSAN) ergeben. 2006 waren in der Schweiz 200'000 Gesundheitsfachleute beschäftigt. Insgesamt 57% unter ihnen verfügten über eine Ausbildung auf Tertiärstufe.
Pressemitteilung: www.edudoc.ch/record/31315

03.03.2009

Arbeitsverhältnisse: Flexibilität und soziale Sicherheit kein Widerspruch

Flexibilität des Arbeitsmarktes und soziale Sicherheit schliessen sich nicht aus. Das zeigt eine Untersuchung im Auftrag des Bundesamtes für Sozialversicherungen (BSV). Auch Personen ohne unbefristete Vollzeitanstellung sind durch die Sozialversicherungen geschützt. Einige Mängel bestehen allerdings bei der 2. Säule.
In seinem Beitrag in der Zeitschrift PANORAMA 1/09 hält Olivier Brunner-Patthey vom BSV fest, dass die berufliche Integration von sozial Schwachen noch mehr gefördert werden müsse.
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03.03.2009

Beschäftigungsbarometer: Trübe Aussichten auf dem Arbeitsmarkt

Die Indikatoren des Beschäftigungsbarometers vom Bundesamt für Statistik (BFS) zeigen trübe Aussichten für den Arbeitsmarkt. Die Schweiz verzeichnete im 4. Quartal 2008 zwar noch ein Beschäftigungswachstum. Doch insbesondere im sekundären Sektor sind die Wachstumsraten der Erwerbstätigen und auch jene der Beschäftigten bereits zum zweiten Mal in Folge rückgängig. (Die Statistik der Erwerbstätigen orientiert sich an erwerbstätigen Einzelpersonen, jene der Beschäftigten an der Anzahl Stellen). Die in die nahe Zukunft gerichteten Indikatoren der Beschäftigungsstatistik bestätigen diese Trendwende auf dem Arbeitsmarkt: Sowohl der Index der offenen Stellen (-25%) als auch der Indikator der Beschäftigungsaussichten (-4.1%) sind rückläufig.
Medienmitteilung: www.edudoc.ch/record/31307

03.03.2009

Neuer Lohnausweis: Erhebliche Einsparungen

Im Rahmen seines Engagements für die administrative Entlastung der KMU hat das SECO die Auswirkungen des neuen Lohnausweises auf die Unternehmen untersucht. Es zeigt sich, dass dank dem neuen Lohnausweis eine administrative Entlastung von 11,7 Millionen Franken pro Jahr erzielt wird. Die steuerlichen Auswirkungen werden als unbedeutend angesehen und die einmaligen Einführungskosten als erträglich eingeschätzt.
Medienmitteilung: www.edudoc.ch/record/31309

03.03.2009

Jugendarbeitslosigkeit: Misstrauen verdrängt Solidarität

Die Wahrnehmung von Jugendarbeitslosigkeit verändert sich. Konnten in der Dreissigerjahren des letzten Jahrhunderts jugendliche Arbeitslose mit gesellschaftlicher Solidarität rechnen, wird ihnen heute oft fehlende Motivation unterschoben.
Das ist das zentrale Ergebnis einer Diplomarbeit von zwei Studentinnen der Fachhochschule Soziale Arbeit in Bern. Nach Ansicht der Autorinnen hängt der Wertwandel mit der Individualisierung der Gesellschaft zusammen. Zudem würden die Integrationsleistungen der jungen Arbeitslosen heute kaum wahrgenommen. Ausführlicher Beitrag in Fachzeitschrift PANORAMA 1/2009.
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03.03.2009

Arbeitslosigkeit: Ausländerinnen und Ausländer stärker betroffen

Im 2. Quartal 2008 waren in der Schweiz 6,2% der ausländischen Erwerbstätigen arbeitslos. Diese Quote ist wesentlich höher als bei Schweizerinnen und Schweizern (2.5%). Der Anstieg betrug gegenüber dem Vorjahr 5,8%. Ein starker Anstieg war insbesondere bei deutschen (+21%) und französischen Erwerbstätigen (+9,9%) festzustellen. Das geht aus den Ergebnissen der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung 2008 des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.
Pressemitteilung: www.edudoc.ch/record/31313

Berufliche Integration

03.03.2009

Privatwirtschaft: Kooperation mit Arbeitsmarktmassnahmen ja, wenn...

Die Zusammenarbeit zwischen Anbietern von Arbeitsmarktmassnahmen (AMM) und der Privatwirtschaft kann für beide Seiten ein Gewinn sein. Es gilt jedoch zu beachten, dass die Partner in unterschiedlichen Systemen leben.
In seinem Beitrag in PANORAMA 1/09 beschreibt Frank Wentzler, Direktor ABB CMC Schaffhausen, die Kooperation mit der ortsansässigen Stiftung Impuls. Er hält fest, dass der Stiftung, verglichen mit Produktionsverlagerungen ins Ausland, keine bevorzugten Preise bezahlt würden.
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03.03.2009

Internet: Das Stellenangebot sinkt markant

Auf Schweizer Internetseiten werden rund 16% weniger Stellen angeboten als noch vor drei Monaten. Der jobpilot-Index von Monster.ch, welcher von der Fachhochschule Nordwestschweiz gemeinsam mit der Universität Zürich erhoben wird, verzeichnete im Januar 2009 zum zweiten Mal nach dem Herbstquartal einen Rückgang. Er sank gegenüber dem Vorquartal um 33 auf 168 Indexpunkte. Das Angebot ging erstmals auch bei den Stellenbörsen kräftig zurück, nachdem auf den firmeneigenen Websites bereits vorher Abnahmen zu verzeichnen waren. Noch stärker als die online-Inserate sind die Stelleninserate in den Printmedien zurückgegangen.
Pressemitteilung: www.edudoc.ch/record/31317

03.03.2009

5. IV-Revision: Verstärkte Eingliederung erfolgreich

Die mit der 5. IV-Revision eingeführten Instrumente zur verstärkten Eingliederung von invaliditätsgefährdeten Menschen bewähren sich. Das schreibt das Bundesamt für Sozialversicherung in einer Medienmitteilung (www.edudoc.ch/record/31311). 2008 gingen bei den IV-Stellen rund 10'800 Meldungen für die Früherfassung ein, vor allem durch Arbeitgebende (32%) und die betroffenen Personen selbst (25%). Es wurden rund 8'900 Frühinterventionen eingeleitet. Es handelt sich dabei um Massnahmen zur Erhaltung der Erwerbsfähigkeit. Zusätzlich gewährte die IV für rund 300 Personen Einarbeitungszuschüsse an Arbeitgebende.

Verschiedenes

03.03.2009

SG: Regierung lehnt Lehrstelleninitiative ab

In einem Bericht an den Kantonsrat stellt die Regierung des Kantons St. Gallen fest, dass sie keinen kantonalen Berufsbildungsfonds will, wie ihn die Lehrstelleninitiative der Juso und SP fordert. In der Begründung heisst es, dass sich die bisherige Berufsbildungspolitik des Kantons St. Gallen gut bewährt habe und die Initiative das grosse Engagement der Wirtschaft für die Nachwuchsförderung gefährde.
Pressemitteilung: www.edudoc.ch/record/31226

03.03.2009

Basel-Jura: Verstärkte Zusammenarbeit im Ausbildungsbereich

Der Kanton Jura bemüht sich weiterhin um eine Annäherung an die Region Basel, insbesondere im Ausbildungsbereich. Eine neue Vereinbarung soll die inter-institutionelle Ausbildung von jurassischen Lernenden und Studierenden fördern. Am 19. Februar 2009 wurde in Muttenz ein Abkommen zwischen der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) im Bereich Lebenswissenschaften, der Division technique du Centre jurassien d'enseignement et de formation (CEJEF) in Puntrut und der Novartis in Basel unterzeichnet.
Pressemitteilung: www.edudoc.ch/record/31238
(französisch)