Newsletter vom 17.08.2011

Aktuelle Meldungen vom 17.08.2011

Berufliche Grundbildung

17.08.2011

Bericht zur Allgemeinbildung in den Validierungsverfahren

Die im Auftrag des BBT vom EHB durchgeführte Evaluation zur Validierung der Allgemeinbildung ist abgeschlossen. Der Abschlussbericht dokumentiert die Erfahrungen, welche die Kantone mit den Vorlagen und Validierugnsinstrumenten gemacht haben. Diese wurden vom BBT in Zusammenarbeit mit den Verbundspartnern erarbeitetet. Der Bericht und das Massnahmenpapier zum weiteren Vorgehen sind unter folgendem Link auf der Website des BBT abrufbar.

17.08.2011

Rahmenlehrplan für die Berufsmaturität auf Kurs

Die Erarbeitung der Rahmenlehrpläne für die Berufsmaturität (RLP-BM) schreitet planmässig voran. Aufgrund der zusätzlichen externen Validierung verschiebt sich der Start der Vernhemlassung auf Mitte Januar 2012: der termingerechte Abschluss der Arbeiten bleibt aber gewährleistet.
Weitere Informationen

17.08.2011

Termin der Mai-Tagung 2012 des BBT

Das BBT führt am 10. Mai 2012 in der Bernexpo die traditionelle Mai-Tagung der Berufsbildung durch. Die Tagung richtet sich an Berufsbildungsfachleute von Bund, Kantonen und Organisationen der Arbeitswelt.

17.08.2011

Anpassung von Bildungsverordnungen

Das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) hat kürzlich folgende Änderungen erlassen:
- Fachfrau/Fachmann Betreuung EFZ: Qualifikationsprofil und Bestehensregeln. In Kraft ab 1. Juli 2011; die Unterlagen stehen auf der Internetseite von Savoirsocial (http://www.savoirsocial.ch) und im Berufsverzeichnis des BBT zur Verfügung.
- Fleischfachassistent/in EBA: Bildungsplan für die berufliche Grundbildung. In Kraft ab 1. Juli 2011 (inkl. Qualifikationsverfahren). Der Bildungsplan wird in einigen Wochen auf der Webseite des Schweizer Fleisch-Fachverbands sowie im BBT-Berufsverzeichnis zur Verfügung stehen.
- Keramiker/in EFZ: Bildungsplan für die berufliche Grundbildung. In Kraft ab 1. August 2011; der Bildungsplan wird in einigen Wochen auf der Webseite der Arbeitsgemeinschaft Schweizer Keramik ASK sowie im BBT-Berufsverzeichnis zur Verfügung stehen.
- Detailhandelsfachfrau/Detailhandelsfachmann EFZ: Verordnung über die berufliche Grundbildung und Bildungsplan für die berufliche Grundbildung. Änderung der Vorschriften in Kraft ab 1. Januar 2012, Änderung des Qualifikationsverfahrens ab 1. Januar 2015; die Neufassung der Bildungsverordnung steht in einigen Wochen im BBT-Berufsverzeichnis zur Verfügung, der geänderte Bildungsplan wird Anfang September auf der Webseite von Bildung Detailhandel Schweiz aufgeschaltet.

17.08.2011

BEJUNE: Begleitung von Lernenden mit IV-Unterstützung

Die "Unité de formation professionnelle (UF)" der Stiftung "Ceras" hat vier Zweigstellen in La Chaux-de-Fonds, Neuenburg, Delsberg und Tavannes. Sie betreut während der Lehrzeit 80 Jugendliche zwischen 16 und 25 Jahren, denen Unterstützungsmassnahmen der IV bewilligt wurden. Die Probleme sind mannigfaltig (Legasthenie, Dyskalkulie, Konzentrationsschwäche, motorische und sensorische Schwierigkeiten etc.). Ohne spezielle Massnahmen hätten diese Jugendlichen kaum eine Chance, eine Berufsehre erfolgreich abzuschliessen. Die individuelle Begleitung durch die "Ceras" erlaubt ihnen, in zahlreichen Berufen in der Region BEJUNE eine duale Berufslehre zu absolvieren.
Interview mit Arnaud Landry, Lernender Fachmann Gesundheit, im französischen Berufsbildungsbrief des MBA Bern.

17.08.2011

GE: Administrative Hilfe für Unternehmen

In Genf werden zwei Drittel der Lehrverträge in den Monaten Juli und August abgeschlossen. Die Unterlagen sind nicht immer vollständig, wenn sie beim Amt für Berufsberatung, Berufs- und Erwachsenenbildung (OFPC) eintreffen. Um dieser Situation abzuhelfen, hat "Interface-Entreprises" einen Begleitdienst für einen "Schnell-Vertrag" eingerichtet. Während des Sommers begeben sich junge Mitarbeitende in Unternehmen, welche ab Schuljahr 2011/2012 Lernende ausbilden, und helfen ihnen, vollständige Dossiers zusammenzustellen. Diese Dienstleistung ist kostenlos.
Mehr (französisch)

17.08.2011
17.08.2011

Deutschland: Empfehlungen für Ausbildung von Behinderten

Das deutsche Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat die ersten berufsspezifischen Musterregelungen für die Ausbildung von behinderten Menschen verabschiedet. Die berufsspezifischen Regelungen konkretisieren Rahmenregelungen für die Berufsbereiche Verkauf, Hauswirtschaft, Metall, Büro und Holz. Musterregelungen für die Gartenbau, Küche und Zerspanungstechnik sind in Arbeit, weitere sollen folgen. Die Empfehlungen sowie die Ausbildungsrahmenpläne hier.
Zusätzliche Informationen enthält das Heft 2/2011 der BIBB-Fachzeitschrift "Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis – BWP".

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

17.08.2011

Förderung der Grundkompetenzen: Projektbilanz

An der Abschlusstagung des Projekts "GO" vom 30. Juni in Biel hat der Dachverband für Weiterbildung (SVEB) Bilanz über die Förderung der Grundkompetenzen in den Betrieben und in den Kantonen gezogen. Beim Projekt GO investieren Betriebe mit betriebsinternen Kursen in die Weiterbildung von gering qualifizierten Mitarbeitenden. In den letzten zwei Jahren wurden in vier Betrieben Mitarbeitende in Lesen und Schreiben, Alltagsmathematik, Sprachkompetenzen sowie dem Umgang mit IKT am Arbeitsplatz gezielt geschult. Das Projekt hat aufgezeigt, dass auch kurze Bildungsmassnahmen nutzbringend sind. Die Weiterbildungsanbieter sind gefordert, die klassischen Kursräumlichkeiten zu verlassen und mit den Betrieben flexible, bedürfnisorientierte Lösungen zu suchen.

17.08.2011

Mittelschulen und Hochschulen

17.08.2011

Bologna-Titel an Fachhochschulen bleiben

Die mit der Bologna-Reform eingeführten Bachelorund Mastertitel an Fachhochschulen haben sich gemäss dem Bundesrat bewährt und sollen beibehalten werden. Die Bologna-Titel sind international bekannt und verdeutlichen die Zuordnung der Ausbildungen zur Hochschulstufe. Anlass für die Stellungnahme war die Frage, ob Berufsbezeichnungen wie Ingenieur/in, Architekt/in, Sozialarbeiter/in wieder eingeführt werden sollen und ob der Titel Ingenieur/in speziell zu schützen sei. Der Bundesrat weist darauf hin, dass Absolventinnen und Absolventen neben dem Hochschultitel gängige Berufsbezeichnungen wie Ingenieur/in auch ohne gesetzliche Regelung verwenden dürfen. Einzige Ausnahme ist die Berufsbezeichnung Psychologe/Psychologin, deren Verwendung im Psychologieberufegesetz geregelt ist.
Weitere Informationen

17.08.2011
17.08.2011

HES-SO: neue interkantonale Vereinbarung

Die Westschweizer Fachhochschule (HES-SO), die heute mehr als 15500 Studierende zählt, erhält eine neue interkantonale Vereinbarung. Diese sieht unter anderem vor: Die Führung durch Zielvereinbarungen, eine grössere Handlungsfreiheit für das Rektorat und für die einzelnen Hochschulen durch das Abschliessen von Leistungsverträgen, sowie eine stärkere Mitwirkung des Personals und der Studierenden. Sie wird nun den verschiedenen Kantonsregierungen zur Verabschiedung unterbreitet und voraussichtlich 2013 in Kraft treten.
Weitere Informationen

17.08.2011

Leistungsauftrag für Fachhochschule Nordwestschweiz

Die Regierungen der Kantone Aargau, Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn haben den Leistungsauftrag an die Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) zuhanden der Parlamente verabschiedet. Der Leistungsauftrag legt die von der FHNW zu erreichenden Ziele, ihre Entwicklungsschwerpunkte sowie den Globalbeitrag der Trägerkantone für die Jahre 2012 bis 2014 fest.
Medienmitteilung

17.08.2011

Berner Fachhochschule expandiert nach Schweden

In Südschweden soll mit der "BFH School of Business (Sweden)" eine kleine Universität entstehen, die einen neuartigen Bachelorstudiengang anbietet. Hintergrund der geplanten Neugründung ist die Tatsache, dass es in Schweden noch keine "Vocational Universities" resp. Fachhochschulen nach Schweizer Muster gibt. Deshalb hatte das Centrum för Informationslogistics (CIL) aus Südschweden mit der Berner Fachhochschule (BFH) Kontakt aufgenommen. Die beiden Institutionen planen, ab Herbst 2013 einen Bachelor-Studiengang "Business Administration" in Ljungby anzubieten.
Medienmitteilung

Beratung

17.08.2011

Migros verzichtet teilweise auf Multicheck

Die Migros Genossenschaft Aare verlangt bei Lehrstellenbewerbungen ab sofort den Multicheck nicht mehr obligatorisch. Gemäss einem Bericht in der Zeitung "Der Bund" trifft Migros Aare eine erste Auswahl aus den Bewerbungen künftig aufgrund der Schulzeugnisse der letzten zwei Jahre. Auch Migros Luzern verlange den Multicheck nicht mehr obligatorisch, dies aber nur für die Lehrstellen im Detailhandel. Für die Berufe gewerblicher, kaufmännischer oder technischer Richtung will Migros Luzern am Multicheck festhalten.
Der teilweise Verzicht der Migros-Genossenschaften ist eine Reaktion auf eine kürzlich veröffentlichte Studie. Diese kam zum Schluss, dass der Mutlicheck für den Ausbildungserfolg im Detailhandel nur eine geringe Aussagekraft aufweist.

17.08.2011

Laufbahnzentrum Zürich: Patrick Cotti neuer Direktor

Der Zürcher Stadtrat hat Patrick Cotti zum neuen Direktor des Laufbahnzentrums gewählt. Er tritt die Nachfolge von René Zihlmann an, der Ende Jahr pensioniert wird. Patrick Cotti (1962) hat an der Universität Zürich Germanistik, Musikwissenschaft und Literaturkritik studiert. In seinem Berufsleben hat er sich umfassend mit Bildungs-, Berufswahl- und Laufbahnthemen auseinandergesetzt. Von 2007 bis 2010 stand er als grün-alternativer Regierungsrat der Direktion für Bildung und Kultur des Kantons Zug vor. Cotti tritt seine neue Stelle per 1. Dezember an.
René Zihlmann hat das Laufbahnzentrum seit 1982 geleitet. Er hat die Entwicklung der Berufs- und Laufbahnberatung in den vergangenen Jahrzehnten wesentlich geprägt und zahlreiche Publikationen veröffentlicht.

17.08.2011

Sek-Quote ist abhängig von Wohnort und Eltern

Die Sekundarstufe I ist im Kanton Bern zweigeteilt: Schüler/innen mit guten Schulleistungen besuchen die Sekundarschule, Schüler/innen mit weniger guten Schulleistungen die Realschule. Gemäss einer Auswertung der Erziehungsdirektion für die "Berner Zeitung" unterscheiden sich die Sekundarschulquoten der deutschsprachigen Gemeinden markant: Je nach Gemeinde treten zwischen 49 und 80 Prozent der Kinder in die Sekundarschule über. Vor allem zwei Faktoren sind gemäss Bericht vom 5. August 2011 dafür entscheidend, wie viele Kinder es in die Sekundarschule schaffen: Der Schulweg und die Eltern. Wenn die Sekundarschule ausserhalb der eigenen Gemeinde besucht werden muss, wird eher die Realschule besucht. Und je höher das Bildungsniveau der Eltern ist, desto eher wird die Sekundarschule besucht.

17.08.2011

Austausch rund um den Bodensee

Im Juni trafen sich 22 Studienberater aus dem Kanton St. Gallen, dem Bundesland Vorarlberg, Süddeutschland und Liechtenstein zu einem Austauschtreffen. Die Veranstaltung, welche jedes Jahr an einem anderen Ort der Bodensee-Region stattfindet, wurde in diesem Jahr vom Amt für Berufsbildung und Berufsberatung Liechtenstein organisiert. Im Zentrum stand das Studienangebot der noch jungen Universität Liechtenstein.

Arbeitsmarkt

17.08.2011

Jugendarbeitslosigkeit steigt

Im Juli 2011 erhöhte sich gemäss den Erhebungen des Seco die Jugendarbeitslosigkeit um 1'216 Personen auf insgesamt 15150 (+8,7%).
Unverändert bei 2,8% blieb die Arbeitslosenquote. Ende Juli 2011 waren bei den RAV 109200 Arbeitslose eingeschrieben. Dies sind 1178 Personen weniger als im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahresmonat verringerte sich die Arbeitslosigkeit um 23,3%. Ebenfalls gesunken ist die Zahl der Stellensuchenden. Mit 162 530 registrierten Stellensuchenden liegt der Wert 20,9% unter dem Vorjahreswert. Deutlich verringerte sich auch die Anzahl der von Kurzarbeit betroffenen Betriebe um 13,9% auf 447.
Medienmitteilung

17.08.2011

Beschäftigungsanstieg verlangsamt

Der KOF-Beschäftigungsindikator stand Ende Juli 2011 bei 5,2 Zählern. Trotz des Verlusts von 2,6 Punkten gegenüber dem Mai-Wert rechnet die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) mit einem weiteren Beschäftigungsanstieg in den nächsten drei Monaten. Unterschiedlich fällt die Beschäftigungssituation für die einzelnen Branchen aus. Während in Branchen wie Grosshandel, Projektierungssektor, Finanzen sowie Dienstleistungen der Beschäftigungsindikator auf einen weiteren Personalaufbau zeigt, zeichnet sich im Gastgebewerbe ein weiterer Stellenabbau ab. Der höchste Wert zeichnet sich nach wie vor bei den Dienstleistungsunternehmen ab. Stagnieren dürfte die Beschäftigung in den nächsten Monaten in der Industrie, dem Baugewerbe und dem Detailhandel.

17.08.2011

BFS: Arbeitsmarktindikatoren 2011

Eine neue Publikation des Bundesamtes für Statistik (BFS) beschreibt, wie sich innerhalb von eineinhalb Jahren ein Nachfrageübergang zu einem Überangebot an Arbeitskräften gewandelt hat. Berücksichtigt wurden in der Studie folgende Kriterien: Männer und Frauen, Schweizer und Ausländer sowie die Entwicklung in verschiedenen Branchen und in den sieben grossen Wirtschaftsregionen der Schweiz.
Bedingt durch das Wirtschaftswachstum stieg die Nachfrage nach Arbeitskräften zwischen 2005 und 2008 um 311000 Personen. Zu diesem Zeitpunkt hatten 35% der Betriebe Mühe, qualifiziertes Personal zu finden. Anschliessend wuchs jedoch die Anzahl Arbeitloser (gemäss Kriterien der Internationalen Arbeitsorganisation) bis zu Beginn des Jahres 2010 um 60% von 142 400 auf 227900.

17.08.2011

Arbeitnehmer wünschen mehr Salärtransparenz

Gemäss einer Umfrage von Monster.ch wünschen in der Schweiz beinahe zwei Drittel der Beschäftigten, dass in Stelleninseraten die Lohnangebote aufgeführt werden. Aus ihrer Sicht würden dadurch die Lohnverhandlungen bei der Anstellung erleichtert. Die Medienmitteilung über diese Umfrage weist auch auf einige Informationsquellen hin, bei denen sich Stellensuchende auf Lohngespräche vorbereiten können.

17.08.2011

Mindestlöhne steigern Arbeitslosigkeit nicht

Entgegen einer oft verbreiteten Meinung führen Mindestlöhne nicht zu mehr Arbeitslosigkeit. Zu diesem Schluss gelangt ein Expertenbericht des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB), in dem über fünfzig wissenschaftliche Studien ausgewertet worden sind.
"Mindestlöhne führen weder zu einem Anstieg noch zu einem Rückgang der Arbeitslosigkeit", lautet das Fazit des SGB-Chefökonomen Daniel Lampart. Neue Studien zeigten sogar, dass ein Mindestlohn die Beschäftigung unter Umständen erhöhen könne.

17.08.2011

Leicht erhöhte Effektivlöhne

Gemäss den neusten Erhebungen des Bundesamts für Statistik (BFS) haben sich die Vertragspartner der wichtigsten Gesamtarbeitsverträge (GAV) für 2011 auf eine nominale Effektivlohnerhöhung von 1,6% geeinigt. (Effektivlöhne sind die einer GAV-unterstellten Person tatsächlich ausbezahlten Löhne).
Das BFS hält in seiner Medienmitteilung fest, dass die generelle Steigerungen 0,9% und die individuellen 0,7% betragen. Wird die für 2011 erwartete Teuerung von 0,7% berücksichtigt, dürften die gesamtarbeitsvertraglichen Reallöhne um 0,9% wachsen. Im sekundären Sektor beträgt die Erhöhung 1,1%, im tertiären Sektor 1,9%. Von den Lohnverhandlungen ist insgesamt über eine Million Beschäftigte betroffen.

17.08.2011

Schweizer Wettbewerbsfähigkeit geht zurück

Die Schweizer Wirtschaft konnte sich zwar in der Wirtschaftskrise gut behaupten, doch der Aufschwung fällt nun schwächer aus als in anderen Ländern. Im jährlichen Ranking des in Lausanne ansässigen Ausbildungs- und Forschungszentrums "International Management Development" (IMD) hat die Schweiz 2011 einen Platz eingebüsst und steht nun hinter Hongkong, den USA, Singapur und Schweden an fünfter Stelle. Gemeinsam mit Schweden und Deutschland zählt die Schweiz jedoch zu den einzigen europäischen Ländern unter den Top Ten und bleibt damit trotz Frankenstärke eines der wettbewerbsfähigsten Länder der Welt.

17.08.2011

ALV: Arbeitgeber gegen höhere Beiträge von Grossverdienern

Die Wirtschaftskommission des Nationalrats (WAK) will des Solidaritätsprozent nicht nur auf Einkommen zwischen 126000 und 315000 Franken erheben. Von einem Solidaritätsprozent spricht man, weil aus diesen Beiträgen keine Versicherungsleistungen resultieren. Die Taggelder steigen ab 126000 Franken nicht mehr an. Mit ihrem Beschluss will die WAK die Schulden der Arbeitslosenversicherung (ALV) rascher tilgen.
In einer Medienmitteilung bedauert der Schweizerische Arbeitgeberverband den Entscheid der WAK, weil dadurch die Solidarität überdehnt werde. Personen mit hohen Einkommen seien deutlich weniger arbeitslos und daher klar Netto-Zahler der ALV.

Berufliche Integration

17.08.2011

Langzeitarbeitlose verlassen den Arbeitsmarkt

Ungefähr ein Viertel der Langzeitarbeitslosen, die vor der Langzeitarbeitslosigkeit erwerbstätig oder auf Stellensuche waren, verabschieden sich zwei Jahre danach vom Arbeitsmarkt. Dies geht aus einer Untersuchung des Statistischen Amts des Kantons Tessin und der Universität Genf hervor, in der die Berufsbiografien von langzeitarbeitslosen Personen analysiert wurden. Erste Ergebnisse sind in der neusten Nummer der Zeitschrift "Die Volkswirtschaft" veröffentlicht worden. Besonders häufig treten ältere Personen aus dem Arbeitsmarkt aus. Gründe dafür sind etwa Umschulungsschwierigkeiten, geringe Flexibilität, hohe Lohnkosten oder mangelnde Bereitschaft seitens der Arbeitgeber.

17.08.2011

FR: Erfolg bei der interinstitutionellen Zusammenarbeit

Durch gemeinsame Anstrengungen haben verschiedene Institutionen der sozialen Sicherheit dazu beigetragen, dass im Jahre 2010 62% der schwer vermittelbaren Personen eine Stelle gefunden haben. Bei dieser Personengruppe handelt es sich oft um Leute ohne Ausbildung, die Gefahr laufen, dauerhaft vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen zu werden. Häufig kommen zur niederen Qualifikation physische oder psychische Schwierigkeiten hinzu.
Ende 2010 wurden durch die interinstitutionelle Zusammenarbeit (nur französisch) 225 Fälle behandelt. Davon wiesen 72 eine Mehrfachproblematik auf.

17.08.2011

Deutschland: Unsichere Jobs für Hartz-IV-Empfänger

Im Jahr 2008 haben über eine Million Hartz-IVEmpfänger (Langzeitarbeitslose) eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufgenommen. Nur 55% dieser Jobs dauerten länger als sechs Monate. Fast die Hälfte der Beschäftigten musste zusätzlich zum Erwerbseinkommen Hartz-IV-Leistungen beziehen, weil der Verdienst ihren Lebensunterhalt nicht decken konnte. Das zeigt eine Studie des deutschen Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Bei instabiler, kurzfristiger Beschäftigung besteht ein hohes Risiko, in den Leistungsbezug zurückzukehren, sofern keine Anschlussbeschäftigung gefunden wird, stellen die IAB-Arbeitsmarktforscher Lena Koller und Helmut Rudolph fest.

Verschiedenes

17.08.2011

educa.ch: Toni Ritz wird neuer Direktor

Der Verwaltungsrat von educa.ch hat Toni Ritz zum neuen Direktor von educa.ch gewählt. Er tritt per 1.1.2012 die Nachfolge von Robert Koller an, der eine neue Herausforderung in der Privatwirtschaft angenommen hat. Bereits ab September 2011 wird Toni Ritz mit einem Teilzeitpensum die Direktionsverantwortung aufnehmen. Educa.ch ist als Schweizer Medieninstitut für Bildung und Kultur die nationale Anlaufstelle für Fragen rund um Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT) in der Bildung.
Medienmitteilung

17.08.2011

BFS: Neue Publikationen

Das Bundesamt für Statistik hat folgende Berichte veröffentlicht:
Berufliche Grundbildung
- Statistik der beruflichen Grundbildung 2010
Sekundarstufe II
- Maturitäten und Übertritte an Hochschulen 2010
Höhere Berufsbildung
- Diplomstatistik 2010 – Eidgenössische Fachausweise (Berufsprüfungen) – Eidgenössische Diplome (Höhere Fachprüfungen)
- Diplomstatistik 2010
- Nicht auf Bundesebene reglementierte höhere Berufsbildungen
Tertiärstufe
- Studierende an den Fachhochschulen 2010/11
- Studierende an den universitären Hochschulen 2010/11
Beschreibung und Links zu diesen Publikationen im News Mail 94 des BFS vom 30. Juni 2011.

17.08.2011

BFS: Neu auf dem Internet

Das Bundesamt für Statistik hat folgende neue Statistiken auf dem Internet verröffentlicht:
Obligatorische Schule
- Schülerinnen, Schüler und Studierende 2009/10
Sekundarstufe II
- Bildungsabschlüsse 2010
Tertiärstufe
- Hochschulabschlüsse 2010
- Aktualisierung der Hochschulindikatoren
Detailinformation und Links zu den Statistiken im News Mail 94 des BFS vom 30. Juni 2011.