Newsletter vom 14.12.2011

Aktuelle Meldungen vom 14.12.2011

Berufliche Grundbildung

14.12.2011

Rahmenkredit für Berufsbildung: Bundesanteil erreicht 25 Prozent

Der Rahmenkredit für die Berufsbildung wird um 83 statt nur um 36 Millionen Franken aufgestockt. Nach dem Ständerat hat auch der Nationalrat in der Debatte zum Kredit 2012 für Bildung und Forschung dem Antrag der Einigungskonferenz zugestimmt. Damit werden der Rahmenkredit für die Berufsbildung auf 757,6 Millionen Franken und die Zahlungskredite auf 88 Millionen Franken angehoben. Dank der Aufstockung steigt der Bundesanteil nun – wie vom Gesetz vorgesehen – auf 25 Prozent.

14.12.2011

BFS: Szenarien 2011-2020 für die Sekundarstufe II

Das Bundesamt für Statistik präsentiert zwei Szenarien für die Sekundarstufe II: Im laufenden Jahrzehnt ist mit einem Rückgang der Lernenden von 5 bis 6 Prozent zu rechnen. Der Grund dazu liegt hauptsächlich in der Bevölkerungsentwicklung. Gegen 2020 dürften sich die Bestände stabilisieren. Die 2009 registrierte Abnahme der Lernenden im ersten Jahr der beruflichen Grundbildung (82400) wird bis 2019 anhalten und sich dann bei 77000 Personen einpegeln. Die Gesamtzahl der Abschlüsse auf Sekundarstufe II wird voraussichtlich 2012 einen Höhepunkt erreichen (plus 2 bis 3 Prozent gegenüber 2010), um anschliessend bis 2020 um 4 bis 5 Prozent zurückzugehen.
Bericht "Szenarien 2011-2020 für die Sekundarstufe II"

14.12.2011

Zeitschrift PANORAMA: Europäisierung der Berufsbildung

Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift PANORAMA ist dem Thema Europäisierung der Berufsbildung gewidmet. Die berufliche Mobilität verlangt nach praktischen Lösungen und Antworten. Auf die Frage etwa, wie Schweizer Berufsabschlüsse international positioniert und vergleichbar gemacht werden können. Die einzelnen Artikel finden Sie als PDF-Dokumente auch auf der PANORAMA-Website:
- Der Weg führt über eine gemeinsame Sprache
(Herausforderungen bei der Schaffung international vergleichbarer Berufsbilder)
- Die EU strebt vergleichbare Qualifikationsrahmen an
(Kopenhagen-Prozess)
- Berufsbildung an der Grenze
(Praktikum im benachbarten Ausland)
- Erfahrungen und Ideen austauschen
(Europäisches Berufsbildungsprogramm)
- Die Teilnahme ist nicht immer einfach
(Austauschprogramm Eurodyssée)
Übersicht über alle Artikel der aktuellen Ausgabe. Ein Jahresabonnement für sechs Ausgaben der PANORAMA-Zeitschift kostet nur 92 Franken.
Zeitschift abonnieren

14.12.2011

Bildungsverordnungen, Vernehmlassungen

Das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) hat die Verordnung über die berufliche Grundbildung Müller/in EFZ in Kraft gesetzt. Die neuen Vorschriften treten am 1. Januar 2012 in Kraft, das erste Qualifikationsverfahren findet 2015 statt. Die Druckversion wird in einigen Wochen beim Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) erhältlich sein und im BBT-Berufsverzeichnis zur Verfügung stehen. Der Bildungsplan wird im Laufe des Dezembers auf der Internetseite der Schweizerischen Berufsbildungskommission für Müller/innen aufgeschaltet.
Das BBT hat im Weiteren die Vernehmlassung zur Verordnung über die berufliche Grundbildung Lebensmitteltechnologin/-technologe EFZ eröffnet. Vernehmlassungsfrist ist der 1. März 2012.

14.12.2011

BE: Anpassung der üK-Strukturen

Im dritten Berufsbildungsbrief, der im Dezember erschienen ist, wird auf die Entwicklung bei der Organisation der überbetrieblichen Kurse (üK) eingegangen. Bei den Bäcker-Konditoren haben acht regionale Berufsverbände und zwei Kantone (Bern und Solothurn) eine gemeinsame Ausbildungsregion mit einem zentralen Kurszentrum in Langenthal geschaffen. Weitere Strukturanpassungen sind für Swissmechanic, das Auto- und Carosseriegewerbe und für Laborantinnnen und Laboranten am Entstehen.

14.12.2011

BE: Validierung von Bildungsleistungen wird stark nachgefragt

Die Validierung von Bildungsleistungen erreicht im Berner Jura und im Raum BEJUNE einen beachtlichen Aufschwung. Im Jahr 2010 hat der Kanton Bern die Anerkennung seines Validierungssystems erhalten. Im französisch-sprachigen Kantonsteil war die Nachfrage im Bereich Gesundheit und Soziales besonders gross. Anfang 2012 startet nun ein Projekt für den Beruf Assistent/ in Gesundheit und Soziales, um den erwiesenen Qualifikationsbedürfnissen für die Krippen-, Alters- und Behinderteninstitutionen usw. gerecht zu werden. Zum ersten Mal ist via Validierung von Bildungsleistungen zehn Personen das EFZ Mechanikpraktiker/in ausgehändigt worden.
Interview mit einem der Kandidaten (Berufsbildungsbrief des Kantons Bern 2011/3, Seite 5; französisch)
Informationen zum Berufsabschluss für Erwachsene

14.12.2011

FR: 56 Prozent mehr Lernende als im Jahr 2000

Das Amt für Berufsbildung des Kantons Freiburg hat die Statistik der lernenden Personen veröffentlicht. 8796 Personen befinden sich in Ausbildung, was eine Zunahme von 56% gegenüber dem Jahr 2000 bedeutet. Die Aufteilung zwischen dem dualen System (88%) und der Vollzeitausbildung (12%) ist stabil. Der Anteil der jungen Frauen beträgt insgesamt 39%. Das Durchschnittsalter beim Lehreinstieg erhöht sich kontinuierlich auf aktuell 18,9 Jahre. Ein Grund dafür liegt im Anstieg der Personen mit Berufserfahrung, die eine Ausbildung absolvieren.
Weitere Informationen

14.12.2011

BL/BS: Bildungsberichte 2011

Die Erziehungdepartemente der Kantone Basel- Landschaft und Basel-Stadt haben je eine umfassende Darstellung der kantonalen Bildung publiziert. Es wird auch detailliert über die drei Berufsbildungsbereiche berufliche Grundbildung, höhere Berufsbildung und Weiterbildung informiert. Mit den Berichten wird eine Vergleichsbasis für die künftige Berichterstattung geschaffen. In Zukunft erfolgt diese gemeinsam mit den Kantonen Aargau und Solothurn im Rahmen des Bildungsraums Nordwestschweiz. Der interkantonale Bildungsbericht wird 2012 zu ersten Mal und dann alle vier Jahre erscheinen.
Bildungsbericht BL
Bildungsbericht BS

14.12.2011

Berufsbildungswettwerb "Enterprize"

Im nächsten Jahr wird zum vierten Mal der "Enterprize" verliehen. Die Stiftung Enterprize würdigt Projekte und Persönlichkeiten, die mit ihrem Wirken ein hervorragendes Beispiel in der Berufsbildung geben. Bewerben können sich Personen, Unternehmen oder Organisationen aus der Schweiz mit Projekten der beruflichen Aus- und Weiterbildung. Auswahlkriterien sind Wirkung, Innovation und unternehmerisches Handeln. Ausschreibung, Bewerbungsformulare, Teilnahmebedingungen können von der Website der Stiftung heruntergeladen werden. Eingabetermin ist der 15. März 2012.

14.12.2011

Ausbildung "KV Business English"

Ab Sommer 2013 bietet die Luzerner Privatschule "Frei's" einen Ausbildungsgang KV Business English für leistungsstarke KV-Lernende an, der in drei Jahren zum Titel Kauffrau/Kaufmann EFZ führt. Nach einem ersten rein schulischen Ausbildungsjahr arbeiten die Lernenden während einem halben Jahr in London. Dort arbeiten sie vier Tage in einem Betrieb und gehen am fünften Tag zur Schule. Nach der Rückkehr in die Schweiz folgt das eigentliche KV-Praktikum. Konzipiert wurde das Angebot, nachdem eine Umfrage bei Sekundarschulklassen und Betrieben ein hohes Interesse an Business English aufzeigte.
Weitere Informationen (Spektrum 2011/2, Seiten 6-7)

14.12.2011

Deutschland: Broschüre zur Entstehung der Ausbildungsordnungen

Deutschland kennt 350 duale Ausbildungsberufe. Das Bundesinstitut für Berufsbildung gibt neu die Broschüre "Ausbildungsordnungen und wie sie entstehen" heraus. Darin wird erklärt, wie die Entscheidungsprozesse verlaufen, wie Berufsprofile definiert resp. modernisiert und wie die Bildungsprogramme festgelegt werden. In den vergangenen zehn Jahren sind insgesamt 208 Ausbildungsberufe neu geordnet worden.
45 wurden neu geschaffen und 163 wurden modernisiert. In diesem Jahr trat ein neuer Ausbildungsberuf in Kraft, 16 wurden modernisiert.

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

14.12.2011

Die Hälfte der Abschlüsse erfolgen auf der Tertiärstufe B

Die Zahl der Personen mit einem Abschluss auf der Tertiärstufe nimmt kontinuierlich zu. Die Erstabschlüsse im Rahmen der höheren Bildung (Tertiärstufe B) machen heute rund die Hälfte aller verliehenen Diplome aus. Der Anteil Frauen (44% im Jahr 2009) und Ausländer (14%) ist gestiegen. Das Bildungsfeld Wirtschaft liegt mit 36% an der Spitze. Das Gesundheitswesen hat seit der Tertiärisierung gewisser Ausbildungen an Bedeutung gewonnen (16%). Weitere Details im Bericht "Abschlüsse der höheren Berufsbildung – eine statistische Bestandesaufnahme", in dem das Bundesamt für Statistik die Entwicklung der Abschlüsse in der Berufsbildung in den letzten drei Jahrzehnten aufzeigt.

Mittelschulen und Hochschulen

14.12.2011

BFS: Bildungswege an den Hochschulen

Die Übertrittsquote von einem universitären Bachelorstudium zu einem Masterstudium lag in den letzten Jahren bei gegen 90%. Bei den Fachhochschulen hingegen schliessen gegen 20% der Bachelor-Absolventinnen und -absolventen direkt oder ein Jahr später ein Fachhochschul-Masterstudium an. Der Anteil der auf Masterstufe eingetretenen Studierenden, die ihren vorherigen Abschluss an einem anderen Hochschultyp erlangt hatten, beträgt rund 5%. Der häufigste solche Wechsel erfolgt von einer Fachhochschule an eine Universität. Dies sind einige Resultate des Bologna-Barometers 2011 des Bundesamts für Statistik (BFS).

14.12.2011

Mastervereinbarung für Fachhochschulen verlängert

Masterstudiengänge an Fachhochschulen sind bewilligungspflichtig und müssen qualitative und quantitative Kriterien erfüllen. Sie sind in einer Vereinbarung zwischen dem Eidgenossischen Volkswirtschaftsdepartement und der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren geregelt, die ursprünglich bis Ende 2011 befristet war. Nun wird die Vereinbarung bis Ende 2014 verlängert, da das entsprechende Bundesgesetz voraussichtlich erst dann in Kraft treten wird. Aktuell bieten die Fachhochschulen rund 230 Bachelorstudiengänge und 70 Masterstudiengänge an. Das berufqualifizierende Bachelorstudium bleibt weiterhin der Regelabschluss an den Fachhochschulen.
Medienmitteilung

14.12.2011

SDBB-Weiterbildungstag Sportwissenschaft

Der Wandel der traditionellen Turn- und Sportlehrerausbildung zu einem wissenschaftlichen Studium hat nicht nur Einfluss auf die Studieninhalte, sondern auch auf die möglichen Tätigkeitsfelder. Ausserdem liegen die Ergebnisse einer Untersuchung zu den Berufskarrieren von Absolventinnen und Absolventen der Sportwissenschaften vor. Das SDBB bietet daher am 29. März 2012 einen Weiterbildungstag zu diesem Thema an.
Information und Anmeldung

Beratung

14.12.2011

Alle Unterrichtsberufe auf www.berufsberatung.ch

Die Informationen zu den Unterrichtsberufen von der Vorschul- bis zur Sekundarstufe II sind jetzt vollständig auf www.berufsberatung.ch zu finden. Die Informationen sind gegliedert in die Vorschul- und Primarstufe, die Sekundarstufe I und die Sekundarstufe II. Je ein Abschnitt informiert ausführlich über die Studiengebiete, die Studiengänge in der ganzen Schweiz, den Beruf und die Weiterbildungsmöglichkeiten für die entsprechende Stufe.

14.12.2011

Landkarte der Ausbildungen und Funktionen im Sozialbereich

Eine neue grafische Übersicht zeigt die Breite der Ausbildungen und Funktionen im Sozialbereich und stellt sie auf einer "Landkarte" dar. Die Übersicht eignet sich ausschliesslich als Arbeitsmittel innerhalb einer Beratung, und nicht für die unkommentierte Verbreitung. Die Grafik ist gemäss den Autorinnen nicht vollständig, und vieles müsste – aus einem anderen Blickwinkel betrachtet – anders oder mehrfach zugeteilt werden. Die Grafik wurde für eine SDBB-Weiterbildung von Regula Zellweger erstellt und von verschiedenen Mitarbeitenden der BSLB des Kantons Bern ergänzt.

14.12.2011

BE: Neuer Abteilungsleiter der BSLB des Kantons Bern

Maurin Schmid, langjähriger Abteilungsleiter der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung des Kantons Bern (BSLB), geht Ende 2011 in Pension. Als sein Nachfolger wurde der 48-jährige Daniel Reumiller gewählt, der seinen Posten Anfang April 2012 antritt. Daniel Reumiller studierte Wirtschaftswissenschaften und Wirtschaftsinformatik an den Universitäten Bern und Neuenburg und hat umfangreiche Unterrichts- und Leitungserfahrung. Seit 2003 ist er als Abteilungs- und Studiengangleiter sowie Dozent an der Hochschule für Landwirtschaft SHL in Zollikofen tätig.
Medienmitteilung

Arbeitsmarkt

14.12.2011

Sorgenbarometer: Arbeitslosigkeit weiterhin an der Spitze

Die Arbeitslosigkeit wird im Sorgenbarometer 2011 der Credit Suisse von 52% der Befragten als Hauptproblem der Schweiz bezeichnet. Das sind 24 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Den zweiten Rang belegen mit 36% Ausländerfragen. Es folgen mit 35% die allgemeine Wirtschaftsentwicklung und mit 30% die Finanzkrise. Die allgemeine wirtschaftliche Lage ist seit Einführung des Sorgenbarometers noch nie so kritisch eingeschätzt worden. Trotzdem bezeichnen nach wie vor 54% ihre individuelle Situation als gut bis sehr gut. Für die Umfrage hat das Institut GFS Bern 1000 Stimmberechtigte befragt.

14.12.2011

Ständeratskommission fordert Anpassung der flankierenden Massnahmen

Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats verlangt vom Bundesrat in einer Motion, bis Ende Februar 2012 den Entwurf zur Anpassung der flankierenden Massnahmen vorzulegen. Im Vordergrund stehen eine wirksamere Bekämpfung der Scheinselbständigkeit und griffigere Sanktionen bei Nichteinhaltung von Gesamtarbeitsverträgen. Nach Meinung der Kommission soll verhindert werden, dass sich Probleme beim Lohndruck und beim unlauteren Wettbewerb zuspitzten. Ein rasches Handeln dränge sich auf, damit die Bevölkerung weiterhin hinter der Personenfreizügigkeit stehe.

14.12.2011

Arbeitsmarktkontingente unverändert

Der Bundesrat hat die Arbeitsmarktkontingente für 2012 freigegeben. Die Höchstzahlen bleiben unverändert auf dem Niveau von 2011. Für gut qualifizierte Arbeitskräfte aus so genannten Drittstaaten (Länder ausserhalb der EU/EFTA) sowie für Dienstleistungserbringer aus dem Raum EU/EFTA werden die Kontingente in einer alljährlich vorgenommenen Revision der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit festgelegt. Damit stellt der Bundesrat der Wirtschaft die benötigte Anzahl Bewilligungen für qualifizierte Fachkräfte zur Verfügung. Schweizer Unternehmen können im 2012 insgesamt 8500 spezialisierte Arbeitskräfte aus Drittstaaten sowie 3500 Dienstleistungserbringer aus der EU/EFTA rekrutieren.
Medienmitteilung

14.12.2011

Einer von drei Beschäftigten erhält einen Bonus

Der Medienlohn betrug 2010 in der Schweiz 5979 Franken monatlich. (Der Medianlohn besagt, dass die eine Hälfte mehr, die andere weniger verdient). Die Studie des Bundesamtes für Statistik (BFS) zeigt, dass in der Forschung und Entwicklung, der Telekommunikation, der öffentlichen Verwaltung, der Pharmaindustrie und bei den Banken die Löhne weit über dem Median liegen. Demgegenüber liegen die Löhne in der Textil- und Bekleidungsindustrie, dem Detailhandel, dem Gastgewerbe und bei den persönlichen Dienstleistungen klar unter dem Medianlohn. Die Branchenunterschiede sind noch deutlicher, wenn die Qualifikationsstruktur berücksichtigt werden. Fast einer von drei Beschäftigten erhält einen Bonus.

14.12.2011

Stellenangebot im Internet bleibt stabil

Das Schweizer Online-Stellenangebot bleibt gemäss dem Monster-Index Schweiz im Herbstquartal 2011 gegenüber dem Sommerquartal im Wesentlichen stabil. Der Gesamtindex von Online-Stellenbörsen und Rekrutierungsseiten der Unternehmen verharrt bei 216 Punkten. Von der wirtschaftlichen Verunsicherung ist gemäss Monster.ch im Online-Stellenmarkt noch wenig zu spüren. Besonders Fachkräfte seien nach wie vor gesucht. Der Index wird von der Fachhochschule Nordwestschweiz gemeinsam mit der Universität Zürich erhoben.

Berufliche Integration

14.12.2011

Leichte Zunahme der Jugendarbeitslosigkeit

Im November 2011 erhöhte sich gemäss Erhebungen des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) die Jugendarbeitslosigkeit gegenüber Oktober 2011 um 375 auf 18085 Personen. Diese Zunahme ist atypisch, weil die Jugendarbeitslosigkeit nach dem Lehrabschluss im August während der folgenden Monate normalerweise zurückgeht. Insgesamt waren bei den regionalen Arbeitsvermittlungszentren Ende November 2011 5931 Arbeitslose mehr eingeschrieben als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote stieg somit von 2,9 auf 3,1 Prozent.

14.12.2011

Ausländer- und Integrationsgesetz soll verbindlicher werden

Der Bundesrat hat eine Teilrevision des Ausländergesetzes und fünf Spezialgesetze in die Vernehmlassung geschickt. Ziel ist es, das Integrationsrecht für alle Beteiligten verbindlicher zu gestalten. Dabei wollen Bund und Kantone die Aufgabenteilung klarer regeln, für die Integrationsförderung gemeinsame Ziele formulieren und dafür ab 2014 die Mittel auf insgesamt rund 110 Millionen Franken pro Jahr erhöhen. Zudem soll die Integrationsförderung in den bestehenden Strukturen wie Schule, Berufsbildung, Arbeitsplatz und Quartieren gestärkt und in den entsprechenden Gesetzen angepasst werden. Für den Familiennachzug von Drittstaatsangehörigen werden Kenntnisse in einer Landessprache oder deren Erwerb vorausgesetzt. Auch die Arbeitgeber sollen einen Beitrag zur Integration leisten.
Medienmitteilung

14.12.2011

Behinderte Menschen sind weniger zufrieden

Menschen mit Behinderungen sind mit ihrer Lebenssituation weniger zufrieden als Menschen ohne Behinderungen. Der Unterschied macht sich vor allem beim Gesundheitszustand, bei der finanziellen Situation, den Freizeitaktivitäten und beim normalen Alltagsleben bemerkbar. Je stärker der Grad der Behinderung, desto grösser sind die Unterschiede zwischen den Menschen mit und ohne Behinderungen. Diese Aussagen stützen sich auf neue Forschungsergebnisse des Bundesamts für Statistik.

14.12.2011

Dossier zu befristeten Beschäftigungsprogrammen

Zahlreiche Stellen für Arbeitslose und Bezüger von Sozialleistungen sind nach dem Prinzip "Leistung/ Gegenleistung" geschaffen worden. Dieses verpflichtet die Betroffenen zur Arbeit. Wer die Gegenleistung erbringt, erhält effektiv jedoch keinen Arbeitslohn, sondern die finanzielle Unterstützung, wie sie ihm aufgrund seiner Stellenlosigkeit zusteht. Diese neue Situation für Bezüger von Sozialleistungen geht auf die 4. Revision des Arbeitslosenversicherungsgesetzes vom April 2011 zurück. Sie ist Gegenstand eines Dossiers der Vereinigung der Westschweizer und Tessiner Sozialinstitutionen.

14.12.2011

Projekt Amie hilft jungen Müttern beim Berufseinstieg

Das Projekt Amie wurde 2007 vom Gewerbeverband Basel-Stadt initiiert. Ziel des Projekts ist es, jungen Müttern ohne Lehrabschluss den Einstieg in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Es startet jeweils im August und dauert ein Jahr. Im Jahr 2010/2011 haben 21 Frauen teilgenommen. 13 Teilnehmerinnen haben im Anschluss an das Projekt eine Lösung gefunden. Alleinerziehende junge Mütter haben es besonders schwer, sich in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Jede sechste alleinerziehende Mutter ist in der Schweiz von der Sozialhilfe abhängig. Das sind ungefähr 23000 Frauen. Am Projekt teilnehmen können bis jetzt nur Frauen, die über einen Schulabschluss verfügen, Deutsch in Wort und Schrift beherrschen, noch keine Erstausbildung abgeschlossen haben und Sozialhilfe empfangen oder stellensuchend gemeldet sind. Für 2012 ist ein Testlauf geplant für Frauen, die nicht Sozialhilfe empfangen.

Verschiedenes

14.12.2011
14.12.2011
14.12.2011

Europäisches Glossar "Qualität in der allgemeinen und beruflichen Bildung

Das Glossar "Qualität in der allgemeinen und beruflichen Bildung" des Centre européen pour le développement de la formation professionnelle (Cedefop) ist aktualisiert worden. Die 240 Seiten umfassende Broschüre berücksichtigt die jüngsten Entwicklungen im europäischen Raum, so etwa den europäischen Qualifikationsrahmen (EQR – European qualifications framework for lifelong learning) oder die Entwicklung des europäischen Leistungspunktesystems für die Berufsbildung (ECVET – European credit system for vocational education and training). Das dreisprachige Dokument bezweckt insbesondere die Förderung einer gemeinsamen Sprache in Europa. Die Begriffe sind in Englisch, Deutsch und Französisch aufgeführt.
Dreisprachiges Glossar