Newsletter vom 30.11.2011

Aktuelle Meldungen vom 30.11.2011

Berufliche Grundbildung

30.11.2011

Nationale Lehrstellenkonferenz: Mobilität als Schlüsselfaktor

Die berufliche Mobilität entwickelt sich zu einem Schlüsselfaktor für die Arbeitsmarktfähigkeit von Arbeitnehmenden und für die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Unternehmen. Die Verbundpartner haben an der 7. Lehrstellenkonferenz den gemeinsamen Willen zum Ausdruck gebracht, den Lernenden bereits während der beruflichen Grundbildung die berufliche Mobilität zu erleichtern und sie so noch besser auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten. Konkret angesetzt wird bei den Rahmenbedingungen für Branchen, Unternehmen und Bildungsinstitutionen sowie beim Fremdsprachenunterricht. Verbessert hat sich der Lehrstellenmarkt: Im Vergleich zum Vorjahr wurden sowohl mehr Lehrstellen angeboten (plus 3500) als auch vergeben (plus 4000). Die Zahl der offen gebliebenen Lehrstellen ist leicht gesunken.
Medienmitteilung und ergänzende Berichte

30.11.2011

Newsletter Qualität: Mobilitätsfördernde Aktivitäten

Die berufliche Mobilität ist Schwerpunkt des vierten BBT-Newsletters Qualität in diesem Jahr. Die Ausgabe vom 28. November 2011 gibt einen Einblick in mobilitätsfördernde Aktivitäten in der Berufsbildung. Insbesondere wird über die interkantonale CH-Stiftung informiert, welche die Verständigung zwischen den Sprachgemeinschaften und Kulturen fördert. Beispiele aus der Praxis aller Verbundpartner zeigen, wie sich die Mobilität in der Berufsbildungspraxis umsetzen lässt.

30.11.2011

Vollkostenrechnung der kantonalen Berufsbildung 2010

Das BBT publiziert die Vollkostenrechnung der kantonalen Berufsbildung für das Jahr 2010. Die Nettokosten aller Kantone belaufen sich auf 3,4 Milliarden Franken (+1,2% gegenüber 2009). Bei der höheren Berufsbildung ist im Vorjahresvergleich ein leichter Kostenrückgang zu verzeichnen. Dieser ist auf buchhalterische Umstellungen und das Auslaufen altrechtlicher Bildungsgänge im Gesundheitsbereich respektive der Schliessung der altrechtlichen Gesundheitsschulen zurückzuführen. Die Erhebung wird seit 2004 jährlich durchgeführt und dient als Bemessungsgrundlage für die Bundesbeiträge.

30.11.2011

ICT: Auszeichnung der besten Abschlussarbeiten

Im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie bedeutet die individuelle praktische Arbeit (IPA) die berufliche Visitenkarte für die neuen Inhaber des Eidgenössischen Fähigkeitszeugnisses EFZ in den Berufen Informatik und Mediamatik. Mit der IPA am Ende ihrer beruflichen Grundbildung beweisen die Absolventen ihre Fachkenntnisse. Die "ICT-Berufsbildung Schweiz" hat kürzlich die besten Abschlussarbeiten der Informatiker mit den Schwerpunkten Applikationsentwicklung, Systemtechnik und Support sowie der Mediamatiker ausgezeichnet.
Rangfolge und Präsentation der IPA

30.11.2011

Berufsbildungsfonds "Musikhandel Schweiz"

Der Verband Suissmusic beantragt, seinen Berufsbildungsfonds vom Bundesrat für die gesamte Branche allgemein verbindlich erklären zu lassen. Die Vorprüfung durch das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) hat ergeben, dass die Voraussetzungen gemäss Art. 60 Abs. 4 BBG erfüllt sind. Am 10. November 2011 wurde der Antrag im Schweizerischen Handelsamtsblatt (SHAB) publiziert. Im Rahmen des Verfahrens sind die Kantone und Organisationen der Arbeitswelt zur Stellungnahme eingeladen. Allfällige Rückmeldung sind dem BBT bis zum 9. Dezember 2011 zuzustellen.
SHAB

30.11.2011

Uhrenbranche: öffentliche und private Berufsbildung

In den meisten Berufen der Uhrenbranche kann die berufliche Grundbildung entweder in einer Berufslehre im Betrieb oder in einer schulischen Vollzeitausbildung absolviert werden. Erwachsene können Abendkurse belegen, die vom Arbeitgeberverband der Schweizer Uhrenindustrie (CP) organisiert werden, und so ihr Fähigkeitszeugnis als Uhrmacher erlangen. Die Branche hat kürzlich das 20-jährige Bestehen der "Ecole de réglage" gefeiert. Sie wird von den Unternehmen finanziert und steht für die Rückkehr der mechanischen Uhr. Die "Regulierer", eine in den 1960er Jahren aufgegebene Berufsrichtung, als die Quarzuhr die mechanische Uhr überflügelte, haben sich neu formiert. Seit 1991 haben sich ungefähr 100 junge Menschen als Uhrmacher "Fertigstellen, Regulieren" ausgebildet, einem Schwerpunkt, der für die mechanische Zeitmessung unerlässlich ist. Zurzeit sind acht Jugendliche in Ausbildung.
Pressemitteilung (französisch)

30.11.2011

Kaufmännische Ausbildung für Landwirte

Das "Institut agricole" in Grangeneuve (FR) startet im Herbst 2012 eine 20 Wochen dauernde kaufmännische Ausbildung. Der Studiengang ergibt sich zum Teil aus der Verkürzung der Landwirtschaftslehre von vier auf drei Jahre, die eine Reduktion der Stundenzahl im Bereich Geschäftskunde/Buchhaltung zur Folge hatte. Nun aber brauchen die Landwirte diese Kompetenzen für die Bewirtschaftung ihrer Betriebe. Der neue Ausbildungszweig ist vorwiegend für Inhaber des EFZ in den grünen Berufen ausgerichtet, zugunsten eines Praxisjahrs oder Sprachaufenthalts nach dem EFZ. Die Ausbildung, die nur in der Romandie angeboten wird, wird mit einem Zertifikat abgeschlossen. Sie beinhaltet die Kompetenzbereiche Projektführung, Nationalökonomie, Landwirtschaftspolitik, Marketing und Versicherungen.
Weitere Informationen (französisch)

30.11.2011

ZH: Programm zur Förderung der ICT-Berufe

Im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) wird ab 2017 ein Mangel von 32000 Fachkräften befürchtet, ein Viertel davon im Kanton Zürich. Um dem entgegenzuwirken, hat der Regierungsrat des Kantons Zürich ein 3-Punkte-Programm von Politik, Verwaltung, Bildung und OdA gemeinsam verabschiedet: Der Verband "ICT-Berufsbildung Schweiz", "eZurich" und der Zürcher Lehrbetriebsverband ICT werden bei der Lehrstellenförderung unterstützt; Die ICT soll in der Schule fassbar und erfahrbar gemacht werden. Dafür werden Aus- und Weiterbildungen für Lehrpersonen angeboten; Zürcher ICT-Vorbilder sollen mit ihren Produkten und Leistungen sichtbar gemacht werden. Im weiteren soll der Quereinstieg von geeigneten Personen gefördert und vereinfacht werden.

30.11.2011

NE: Akkreditierung der Validierung von Bildungsleistungen

Der Kanton Neuenburg hat vom Bund die Zustimmung erhalten, ein Zertifizierungsverfahren für die Validierung von Bildungsleistungen einzusetzen. Der "Service des formations postobligatoires et de l'orientation" hat diesen Sommer einer Delegation des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie (BBT) das Projekt und die Resultate seiner Pilotversuche vorgestellt. Während der Pilotphase wurden 33 EFZ ausgehändigt, davon 25 im Beruf Fachfrau/Fachmann Betreuung und acht im Beruf Kauffrau/Kaufmann. Dank der Anerkennung des Bundes wird der Kt. Neuenburg sein Angebot zur Validierung von Bildungsleistungen in den nächsten Monaten ausbauen.
Weitere Informationen

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

30.11.2011

Prüfungsordnungen in Vernehmlassung

Die zuständigen Trägerorganisationen haben Entwürfe der Prüfungsordnungen über folgende Berufs- und höhere Fachprüfungen beim Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) eingereicht:
- Fachmann/frau im Pisten- und Rettungsdienst mit eidg. Fachausweis
- Spezialist/in für Printmedienverarbeitung mit eidg. Fachausweis
- Diplomierte/r Verkaufsleiter/in
- Transportsanitäter/in mit eidg. Fachausweis
Weitere Informationen:
Bundesblatt vom 15. November
Bundesblatt vom 29. November 2011 hier und hier.

30.11.2011

Deutschland: Fachwirt/in im Gesundheits- und Sozialwesen

Die künftigen Fachwirte und Fachwirtinnen werden als betriebliche Führungskräfte in verschiedenen Bereichen und Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens, vorwiegend in ambulanten und stationären Einrichtungen, Organisationen und Institutionen arbeiten oder selbstständig tätig sein. Zu ihren Tätigkeiten wird die verantwortliche Lösung komplexer fachlicher Aufgaben auf Basis von betriebs- und personalwirtschaftlichen Steuerungselementen gehören. Die neue Fortbildungsordnung "Geprüfte/r Fachwirt/in im Gesundheits- und Sozialwesen" wird am 1. Januar 2012 in Kraft. Es handelt sich um eine Massnahme gegen den Fachkräftemangel. Gemäss BIBB werden im Gesundheits- und Sozialwesen bis zum Jahr 2025 aufgrund der demografischen Entwicklung in Deutschland voraussichtlich eine Million Erwerbstätige zusätzlich benötigt.
Medienmitteilung BIBB

Mittelschulen und Hochschulen

30.11.2011

Neue Ergänzungsprüfungen der Schweizer Universitäten

Die bisherige Aufnahmeprüfung für Studierende mit ausländischem Vorbildungsausweis ("Freiburger Prüfung") wird ab 2012 im Auftrag der Rektorenkonferenz der Schweizer Universitäten (CRUS) als "Ergänzungsprüfung der Schweizer Universitäten" (ECUS) durchgeführt. Ab 2012 wird eine Prüfungssession durchgeführt, die von Mitte August bis Mitte September dauern wird. Für Studierende, die sich an einer deutschsprachigen Universität einschreiben wollen, wird die Prüfung an der Kantonalen Maturitätsschule für Erwachsene (KME) in Zürich abgenommen, für zukünftige Studierende der französischsprachigen Universitäten am Collège pour adultes Alice Rivaz (COPAD) in Genf.

30.11.2011

LU: Begabtenförderung an der RW-Fakultät

Die Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Luzern bietet neu das Begabtenförderungsprogramm "Primius" an. Es fördert besonders begabte und ambitionierte Studenten und Doktorandinnen. Der Zugang erfolg über ein externes Assessment. Dieses bietet fachübergreifende und studienergänzende Angebote wie arbeitsmarktorientierte Workshops, Case Studies, Besuche von Unternehmen, Mitarbeit an Forschungsprojekten und individuelles Coaching.

30.11.2011

ZG: Immer mehr gehen ins Langzeitgymnasium

Im Kanton Zug wechseln immer mehr Schüler/innen von der 6. Primarschulklasse ins Langzeitgymnasium. Letztes Jahr waren es 18,4 Prozent, vor zehn Jahren betrug diese Quote noch 14,7 Prozent. Geleichzeitig besuchen immer weniger Schüler/innen das Kurzzeitgymnasium. Mit dem Projekt "Verlagerung" soll jetzt der Weg via Sekundarschulen attraktiver gemacht werden.

30.11.2011

JU: Schwerpunktfach Theater am Gymnasium bleibt

Die Schweizerische Berufsmaturitätskommission hat entschieden, den Pilotversuch mit dem Schwerpunktfach Theater am kantonalen Gymnasium in Pruntrut zu verlängern. Bis eine ausgedehntere Reflexion über den Sinn und die Formen der gymnasialen Maturität anlässlich einer künftigen Revision der eidgenössischen Reglemente (MAV/MAR) erfolgt ist, können interessierte Sekundarschüler/ innen auch in den nächsten Jahren eine gymnasiale Maturität mit diesem Schwerpunktfach wählen.
Medienmitteilung

Beratung

30.11.2011

Lehrplan 21: Kompetenzbereiche publiziert

Die Deutschschweizer Erziehungsdirektorenkonferenz hat die Grobstruktur des Lehrplans für die weitere Arbeit freigegeben. Dieses kommentierte Inhaltsverzeichnis gibt einen Überblick über die Inhalte des Lehrplans. Auf Seite 17 ist der Kompetenzbereich berufliche Orientierung umschrieben. Der Lehrplan wird voraussichtlich ab 2014 in den Kantonen umgesetzt.
Grobstruktur Lehrplan 21

30.11.2011

Statistik der kantonalen Stipendien und Darlehen

Das Bundesamt für Statistik hat die Zahlen zu den Stipendien und Darlehen des Jahres 2010 veröffentlicht. Etwas mehr als ein Drittel (37%) aller Bezüger/innen sowie etwa die Hälfte des Stipendienbetrags (48%) entfallen auf Hochschulstudierende (Uni, ETH, FH, PH). 46% der Stipendien werden an Schüler/innen und an Lernende in der beruflichen Grundbildung der Sekundarstufe II vergeben. Sowohl beim Anteil der Stipendienbezüger als auch bei der Höhe der ausbezahlten Stipendien gibt es grosse kantonale Unterschiede.
Bericht

30.11.2011

SDBB-Verlag: Neue Medien für die Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung

Der SDBB-Verlag gibt aufs Jahresende noch folgende Medien heraus: Den neuen Berufswahlführer "Internationale Kompetenz" für die Studienberatung und das ebenfalls neue Werk "Hightech-Berufe. Perspektiven für Berufsleute in technisch-industriellen Arbeitsbereichen". Auch zwei DVDs (Bäcker/in-Konditor/in-Confiseur/in und Automatiker/in), drei Chancen-Hefte und ein halbes Dutzend Faltblätter (u.a. Kaufmann/Kauffrau, Zimmermann/ Zimmerin oder Hauswart/in) konnten fertig gestellt werden. Informationen zu den neuen Medien und die Möglichkeit, online zu bestellen, finden Sie auf: www.sdbb.ch/neuerscheinungen.
Die nächste Ausschreibung von SDBB-Medien erfolgt im Newsletter vom 1.2.2012. Unter www.shop.sdbb.ch werden laufend alle Neuerscheinungen publiziert. Infolge Umzug ist der SDBB Vertrieb vom 22.12.2011 bis 13.1.2012 geschlossen, er ist ab dem 16.1.2012 telefonisch wieder erreichbar. Bestellungen können in dieser Zeit per Mail oder via E-Shop aufgegeben werden. Auslieferungen erfolgen spätestens ab dem 16.1.2012. Bestellungen die den Vertrieb bis spätestens 22. Dezember 2011 mittags erreichen, werden noch im 2011 ausgeliefert. Später eintreffende Bestellungen werden erst im 2012 verarbeitet und versandt.

30.11.2011

SDBB-Weiterbildung: Ideenumfrage 2013

Zur Zeit blättern Sie im SDBB-Weiterbildungsprogramm 2012. Wir blicken bereits weiter in die Zukunft und sammeln Vorschläge für das Jahr 2013. Damit Sie auch dann wieder "die Qual der Wahl" haben, bitten wir Sie, uns Ihre Weiterbildungsbedürfnisse zu melden. Über die kantonalen Zentralstellenleiter/innen wurde bereits ein Fragebogen an alle Fachpersonen der Berufs-, Studienund Laufbahnberatung (BSLB) geschickt. Ihren Vorschlag können Sie aber auch hier aufführen. Herzlichen Dank für eine Rückmeldung bis am 23. Dezember.

Arbeitsmarkt

30.11.2011

Durchschnittliche Arbeitszeit: 41,6 Stunden pro Woche

Im Jahr 2010 wurden in der Schweiz gemäss Bundesamt für Statistik (BFS) insgesamt 7,508 Milliarden Arbeitsstunden geleistet. Das sind 1,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Am höchsten ist die betriebsübliche Arbeitszeit bei der Wasserversorgung und Abfallentsorgung mit durchschnittlich 43,1 Stunden wöchentlich und im Bereich Verkehr und Lager mit 42,5 Wochenstunden. Die niedrigsten Arbeitszeiten weisen die Information und Kommunikation mit 41,0 Stunden sowie die Energieversorgung mit 41,1 Stunden auf. Im Durchschnitt aller Branchen beträgt die betriebsübliche Arbeitszeit 41,6 Stunden pro Woche.
Weitere Informationen

30.11.2011

Lohngleichheit noch in weiter Ferne

Die Zwischenbilanz des vor zwei Jahren gestarteten Lohngleichheitsdialogs ist ernüchternd. Erst 16 Unternehmen waren bislang bereit, die Löhne ihrer Angestellten auf die Gleichstellung von Frauen und Männern zu überprüfen. Aus der Sicht des Schweizerischen Arbeitgeberverbands (SAV) bilden die Frauen ein immer wichtigeres Arbeitskräftepotenzial. Der SAV setzt sich deshalb seit Jahren für die Umsetzung der Lohngleichheit von Mann und Frau in der betrieblichen Praxis ein. Auch der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) sieht viel Nachholbedarf, vor allem bei den Banken, den Grossunternehmen des Detailhandels und der graphischen Industrie. Die geschlechtsbedingte Lohndiskriminierung im privaten Sektor sei zwischen 1998 und 2008 von 10,6 Prozent auf gerade mal 9,4 Prozent zurückgegangen.
Stellungnahme SAV
Bericht im SGB-Newsletter 14/2011

30.11.2011

Mit GAV seit 100 Jahren gut gefahren

Der Gesamtarbeitsvertrag (GAV) sei der beste Garant für den hohen Wohlstand. Er ermögliche es den Unternehmen, rascher als die ausländische Konkurrenz auf konjunkturelle Schwankungen zu reagieren und bei einem Wirtschaftsaufschwung Arbeitnehmer einzustellen. Mit diesen Kernaussagen unterstrich Bundesrat Schneider-Ammann die Bedeutung des GAV an einer Jubiläumsfeier in Bern: Vor 100 Jahren wurde der GAV in das Schweizerische Obligationenrecht aufgenommen. Gerade im jetzigen Konjunkturabschwung seien so wenige Arbeitsplätze wie möglich zu opfern, so Schneider- Ammann. Und wörtlich fügte er bei: "Wenn wir das Instrument GAV pflegen, werden wir weiterhin auf der Gewinnerseite sein."
Referat Schneider-Ammann

30.11.2011

Unfallprävention ist mehr als Glückssache

Die neuste Ausgabe der Suva-Zeitschrift Benefit geht der Frage nach, was Glück bedeutet. Wenn die Menschen ihr Glück auch an verschiedenen Orten suchen, sind sie sich doch in einem Punkt einig: Glückliche Mitarbeiter sind produktiver. Auf keinen Fall auf's Glück verlassen sollten sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer in der Unfallprävention. Ein Drittel der schweren Berufsunfälle passieren auf dem Bau. Die Suva hat deshalb eine Präventionskampagne lanciert.

30.11.2011

Die soziale Verantwortung wahrnehmen

Die Organisation "Angestellte Schweiz" kritisiert die Firma Huntsman Textile Effects. Die Angestellten dieses Unternehmens müssten einen Sozialplan annehmen, der nicht verhandelt, sondern von der Geschäftsleitung aufgezwungen worden ist. In einem Aufruf verlangt die Organisation nun von den Unternehmern, die Beschäftigung zu sichern und Arbeitsbedingungen sowie Löhne mit den Sozialpartnern auszuhandeln. "Angestellte Schweiz" ist eine Dachorganisation von über 80 Angestelltenverbänden mit insgesamt 24000 Mitgliedern aus Betrieben der Maschinen- Elektro- und Metallindustrie (MEM) sowie der chemischen und pharmazeutischen Industrie.
Medienmitteilung

Berufliche Integration

30.11.2011

Empfehlungen der EDK zur Nahtstelle

Die Plenarversammlung der Erziehungsdirektorkonferenz (EDK) hat Empfehlungen an die Kantone zur Nahtstelle Obligatorische Schule – Sekundarstufe II verabschiedet. In Zusammenarbeit mit den Verbundpartnern sollen sich die Kantone bemühen, die Nahtstelle obligatorische Schule – Sekundarstufe II so zu bewirtschaften, dass alle Jugendlichen die Möglichkeit haben, einen ihren Fähigkeiten angepassten Abschluss auf der Sekundarstufe II zu erreichen. Die vorgeschlagenen Massnahmen betreffen namentlich die Schul- und Berufswahl; die Zusammenarbeit Schule – Erziehungsberechtigte; die Zusammenarbeit zwischen den Schulstufen; den Übergang in die Arbeitswelt; die Nachholbildung und Anerkennung von Bildungsleistungen; die Aus- und Weiterbildung der Lehrer/innen und Schulbehörden sowie die interinstitutionelle Zusammenarbeit. Die Empfehlungen basieren auf den Erkenntnissen aus dem EDK-Projekt Nahtstelle.
Medienmitteilung
Empfehlungen

30.11.2011

Neue Instrumente für die berufliche Wiedereingliederung

Ein Ziel der 6. IV-Revision ist es, innert sechs Jahren die Erwerbsfähigkeit von 17000 Rentnern zu erhöhen. In diesem Zusammenhang haben die Unternehmen eine Schlüsselrolle. Jedes Jahr müssen sie 2800 Rentenbezügern helfen, ihre Arbeitsfähigkeit wieder zu erlangen, indem sie diese in den Arbeitsprozess reintegrieren oder deren Beschäftigungsgrad erhöhen. Aus diesem Grunde unterbreitet die IV den Arbeitgebern verschiedene Eingliederungsangebote: Praktische Ratschläge, Begleitung der Unternehmen bei der Reintegration, finanzielle Unterstützung bei der Umsetzung der Wiedereingliederungsinstrumente, versuchsweise Vermittlung ohne Lohnkosten und finanzielle Entlastung bei den Sozialleistungen.

30.11.2011

Arbeitslosenversicherung 2010 im Minus

Die Arbeitslosenversicherung weist für 2010 einen Verlust von 1,705 Milliarden Franken aus, als Folge der gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Arbeitslosenquote von 3,9% (2009: 3,7%). Auffallend ist der sprunghafte Anstieg der Langzeitarbeitslosen von 13% (2009) auf 21% am Total aller Arbeitslosen. Insgesamt sind im 2010 5,439 Milliarden Franken an Arbeitslosenentschädigung ausgerichtet worden. Für individuelle Arbeitsmarktmassnahmen (AMM) sind 155,7 Millionen Franken, für kollektive AMM sind 490,4 Millionen Franken aufgewendet worden. Kollektive AMM sind Angebote der Arbeitslosenversicherung, bei individuellen AMM handelt es sich um Einzelgesuche. Diese und weitere Zahlen finden sich in einem Beitrag von Dominique Babey in der neusten Nummer der Zeitschrift "Die Volkswirtschaft". Babey ist Leiter Arbeitsmarkt/ALV beim Seco.

30.11.2011

"Thuner Sozial-Stern" für Altersheim in Uetendorf

Der diesjährige "Thuner Sozial-Stern" ging an ein Altersheim in Uetendorf, das seit Jahren Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen beschäftigt. Das Altersheim "Turmhuus" bietet Festanstellungen und Plätze für Arbeitstrainings in Küche, Cafeteria, Hauswirtschaft und Administration an. "Wir müssen mehr tun, was wir nicht tun müssen", erklärte die Aargauer Ständerätin Christine Egerszegi-Obrist an der Preisverleihung. Das Altersheim beweise, dass sich psychisch kranke Menschen in den Arbeitsprozess integrieren lassen.
Medienmittelung

Verschiedenes

30.11.2011

Weiterbildung: Gestern, heute, morgen

In den letzten zwanzig Jahren hat die Weiterbildung in der Schweiz einen grossen Paradigmenwechsel durchgemacht: Die einstige "berufliche Fortbildung" definiert sich heute global als Weiterbildung oder Erwachsenenbildung und beansprucht für sich das "Lebenslange Lernen". Die neuste Ausgabe der französischsprachigen Zeitschrift "Intervalles" widmet sich der Weiterbildung und zeigt deren Weiterentwicklung im jurassischen Bogen. Unter dem Titel "Formation continue: hier, aujourd'hui, demain" wird auch das 20-jährige Bestehen des Centre interrégional de perfectionnement (CIP) in Tramelan nachgezeichnet.

30.11.2011