Newsletter vom 16.11.2011

Aktuelle Meldungen vom 16.11.2011

Berufliche Grundbildung

16.11.2011

Spaltung unter den Verbänden des Gesundheitswesens

Der Schweizerische Verband der Berufsorganisationen im Gesundheitswesen (SVBG) tritt aus der OdASanté, der nationalen Dachorganisation der Arbeitswelt Gesundheit, aus. Der Entscheid des SVBG beruht auf der Einsicht, dass er die bildungspolitischen Interessen seiner Mitglieder nicht mehr befriedigend wahrnehmen konnte. Er beabsichtigt, direkt mit dem Bundesamt für Berufsbildung und Technologie zusammen zu arbeiten. Die OdASanté hat den Schritt des SVBG mit Bedauern zur Kenntnis genommen. In ihrer Eigenschaft als Vertreterin der Gesundheitsbranche in Bildungsfragen wird sie ihre Rolle weiterhin konstruktiv und praxisorientiert wahrnehmen. Zu ihren Mitgliedern zählen der Spitalverband H+, der Verband Curiaviva Heime und Institutionen, der Spitex-Verband Schweiz sowie die Schweizerische Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektor/ innen (GDK).
Medienmitteilung SVBG
Medienmitteilung OdASanté

16.11.2011

Bildungsverordnungen

Das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) hat folgende Verordnungen über die berufliche Grundbildung erlassen:
- Fahrradmechaniker/in EFZ
- Kleinmotorrad- und Fahrradmechaniker/in EFZ
- Motorradmechaniker/in EFZ
- Gärtner/in EFZ, Gärtner/in EBA
- Kältesystem-Monteur/in EFZ
- Kältesystem-Planer/in EFZ
- Kältemontage-Praktiker/in EBA
Die Verordnungen treten am 1. Januar 2012 in Kraft. Die Druckversionen der verordnungen werden in einigen Wochen beim Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) erhältlich sein und im BBT-Berufsverzeichnis zur Verfügung stehen. Die Bildungspläne werden auf den Internetseiten der involvierten OdAs aufgeschaltet: 2rad Schweiz, Jardin Suisse, Schweiz. Verein für Kältetechnik (SVK).

16.11.2011

Grafisches Gewerbe: internationaler Wettbewerb

Bereits zum vierten Mal fand ein internationaler Gestaltungswettbewerb für Lernende aus der Medienvorstufe statt. Beteiligt waren die Landesverbände Druck und Medien sowie Berufsfachschulen aus Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Österreich, Südtirol und der Schweiz. Aufgabenstellung war, ein Produkt zu gestalten, das auch praktisch genutzt werden kann. Insgesamt wurden aus den sechs teilnehmenden Ländern 274 Arbeiten eingereicht – die Qualität ist hoch. Die zwölfköpfige international zusammengesetzte Jury bestimmte die zwölf besten Arbeiten. Neben rein typografischen Lösungen wurden auch zeichnerische, grafische und fotografische Entwürfe sowie Kombinationen ausgezeichnet.

16.11.2011

VD: Lehrbetriebe mit 17 Millionen Franken unterstützt

Die "Fondation cantonale pour la formation professionnelle (Fonpro)" hat ihren ersten Tatigkeitsbericht veröffentlicht. Sie hat zur Aufgabe, den Erhalt und die Schaffung von Lehrstellen zu fördern, indem sie externe Ausbildungskosten der Lehrbetriebe übernimmt. Bis jetzt haben mehr als 7000 Lehrbetriebe von dieser Finanzierung in der Höhe von 17 Millionen Franken profitiert. Die seit dem 1. August 2010 operative öffentlich-rechtliche Stiftung wird durch die Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände und den Kanton Waadt verwaltet.
Medienmitteilung
Jahresbericht

16.11.2011

Deutschland soll für Zuwanderer attraktiver werden

Zukünftig wird es in Deutschland leichter, im Ausland erworbene Berufsqualifikationen anerkannt zu bekommen. Das entsprechende, von der Bundesregierung beschlossene "Gesetz zur Verbesserung der Feststellung und Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen" wird am 1. März 2012 in Kraft treten. Begründet wird das neue Gesetz mit dem demografischen Wandel und dem Mangel an qualifizierten Fachkräften in bestimmten Arbeitsmarktsegmenten. Deshalb sei es wichtig, alle Qualifikationspotenziale im Inland zu aktivieren und zu nutzen. Zudem soll Deutschland für qualifizierte Zuwanderer attraktiver werden.
Medienmitteilung

16.11.2011

Projekt Berufsbildung Schweiz-Indien

Nach erfolgreichem Abschluss einer dreijährigen Pilotphase unterzeichneten die an der schweizerischindischen Berufsbildungskooperation beteiligten Partner in Delhi neue Kooperationsverträge. In Zukunft sollen weitere Ausbildungsgänge nach Schweizer Berufsbildungsmodell auf einer selbsttragenden Basis umgesetzt werden. Die ersten jungen indischen Berufsleute durften anlässlich eines Festaktes ihr "Certificate" entgegennehmen. Seit Herbst 2009 wurden an den Standorten Bangalore und Pune eine zweijährige berufliche Grundbildung im industriellen Sektor angeboten. Das Projekt basiert auf einer öffentlich-privaten Partnerschaft, wobei der grösste Teil der Kosten durch die Privatwirtschaft getragen wurde.

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

16.11.2011

Weiterbildungsgesetz geht in die Vernehmlassung

Der Bundesrat hat auf Antrag des Eidg. Volkswirtschaftsdepartements (EVD) den Entwurf für ein Weiterbildungsgesetz in die Vernehmlassung geschickt. Das Gesetz setzt den Verfassungsauftrag zur Weiterbildung um. Es stärkt das lebenslange Lernen und fördert Qualität und Transparenz von Weiterbildungsangeboten. Besonderes Augenmerk gilt der Anrechnung von Bildungsleistungen und der Förderung von Grundkompetenzen Erwachsener. Die Vernehmlassung dauert bis Mitte April 2012.
Medienmitteilung
Vernehmlassungsbericht

16.11.2011

ZH: Neuer Bildungsgang Pflege HF

Das Zentrum für Ausbildungen im Gesundheitswesen bietet neu eine Diplomausbildung zur Pflegefachfrau/-fachmann HF an, die auch berufsbegleitend absolviert werden kann. Damit trägt die Bildungsdirektion dem steigenden Bedarf an Nachwuchs im Gesundheitswesen Rechnung. Das berufsbegleitende Angebot stösst vor allem bei bereits im Gesundheitswesen tätigen Personen auf grosses Interesse, da erworbene Bildungsleistungen angerechnet und die Ausbildung individuell ausgestaltet werden können. Der neue Bildungsgang dauert maximal vier Jahre. Zu Beginn der Ausbildung wird für alle Studierenden ein modularer Ausbildungsplan festgelegt, der sich nach den individuellen Bedürfnissen richtet. Berufstätigen kann damit eine möglichst grosse Flexibilität beim Durchlaufen der Ausbildung geboten werden.

Mittelschulen und Hochschulen

16.11.2011

Lohnstudie der FH Schweiz erschienen

Der Dachverband der Absolventinnen und Absolventen von Fachhochschulen (FH Schweiz) hat seine Lohnstudie 2011 veröffentlicht. Sie basiert auf einer Umfrage bei 7600 FH-Absolventinnen und Absolventen. Dargestellt werden die Ergebnisse zu Anstellungsbedingungen, Weiterbildung, Zufriedenheit u.a. Die Broschüre kostet 50 Franken. Sie kann über die Website der FH Schweiz oder telefonisch (Tel. 043 244 74 55) bestellt werden.
Medienmitteilung

16.11.2011

Beratung

16.11.2011
16.11.2011

Auslandaufenthalte für Berufs-, Studienund Laufbahnberatende

Leonardo da Vinci, das europäische Programm für die berufliche Bildung, bietet Lehrpersonen, Ausbildenden sowie Berufs-, Studien- und Laufbahnberatenden die Möglichkeit, sich während eines ein- bis sechswöchigen Auslandaufenthaltes weiterzubilden oder an einem fachlichen Austausch teilzunehmen. Das Ziel besteht darin, andere Methoden oder neue Entwicklungen zu entdecken und diese Erfahrungen in der Praxis der Heimatinstitution einzubringen.

16.11.2011

Österreich: "Bildungsberatung im Fokus"

Seit September 2011 erscheint zweimal jährlich das neue Online-Medium "Bildungsberatung im Fokus – das Fachmedium der Bildungsberatung Österreich". Es will die Auseinandersetzung mit zentralen Themen der Bildungs- und Berufsberatung und die Anregung wechselseitigen Lernens in diesem Bereich fördern.

Arbeitsmarkt

16.11.2011

Leichter Lohnanstieg

Gemäss einer von der UBS jährlich durchgeführten Lohnumfrage werden die Löhne 2012 um durchschnittlich 1,1% steigen. Bei einer angenommenen Teuerung von 0,2% dürften sich die Reallöhne im kommenden Jahr um 0,9% erhöhen. Die höchsten Lohnabschlüsse werden in der Informatik- und Telekombranche erwartet, wo mit einer Nominallohnsteigerung von 2% gerechnet wird. Am unteren Ende bewegen sich die Textilindustrie und die Konsumgüterbranche exklusive Nahrungsmittelproduktion und Uhren, wo sich jeweils eine Nullrunde abzeichnet. Verantwortlich für die moderate Lohnrunde ist die grosse Unsicherheit, die sich bei den Unternehmen breit macht.

16.11.2011

Konjunktur schwächt sich ab

In fast allen Wirtschaftszweigen der Schweiz wird sich die Konjunkturlage im Laufe der nächsten sechs Monate gemäss der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) verschlechtern. Gemäss Bericht im KOF-Bulletin hat sich vor allem die Wettbewerbsposition der exportabhängigen Branchen (Industrie, Gastgewerbe) infolge des starken Frankens verschlechtert. Insgesamt beurteilen die Unternehmen die zukünftige Entwicklung wesentlich pessimistischer als zu Jahresbeginn.

16.11.2011

Ein Drittel leistet Freiwilligenarbeit

In der Schweiz übte 2010 rund ein Drittel der über 15-jährigen Bevölkerung eine institutionalisierte oder informelle Freiwilligenarbeit aus. Dies geht aus einer Untersuchung des Bundesamtes für Statistik hervor. Während Männer stärker in Vereinen und anderen Institutionen ehrenamtlich tätig waren, engagierten sich Frauen mehr in informellen Aktivitäten wie Nachbarschaftshilfe, Kinderbetreuung oder Pflege von Verwandten und Bekannten. Das Gesamtvolumen der Freiwilligenarbeit wird auf 640 Millionen Stunden geschätzt, wobei je die Hälfte auf institutionelle und auf informelle Einsätze entfällt.

16.11.2011

Fachkräftemangel bei "grüner" Beschäftigung

Die Entwicklung neuer Fachkompetenzen für die Schaffung "grüner" Arbeitsplätze wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst: Neuorientierung der Industrie in Richtung einer umweltgerechteren Produktion, die Einführung neuer Vorschriften, die Entwicklung neuer Technologien und eine grössere Umweltverträglichkeit der Produktionsprozesse und Arbeitsplätze. Die Studie (englisch) "Skills for Green Jobs: A Global View" hält fest, dass der Mangel an Fachkräften schon heute das Haupthindernis für den Übergang zu einer ökologischen Wirtschaft ist. Für neue grüne Beschäftigungen seien kompetente Fachkräfte zu rekrutieren bzw. bestehende umzuschulen; insbesondere, wenn Arbeitsplätze verändert oder abgebaut würden.

16.11.2011

Umstrukturierungen in der Chemie

Gemäss Schätzungen der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) arbeiten weltweit ungefähr 20 Millionen Menschen in der chemischen und pharmazeutischen Industrie sowie im Bereich der Gummi- und Pneuherstellung. Bei den 27 Ländern der Europäischen Union (EU) ist die Beschäftigung zwischen 2005 und 2008 von 3 auf 2,8 Millionen zurückgegangen. Bis 2010 ist sie wieder auf 3,1 Millionen angestiegen, sinkt aber seither in einigen Ländern erneut. Eine tripartite Kommission (Regierungen, Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretungen) fördert vor dem Hintergrund der Umstrukturierungen seit Oktober 2011 den Dialog unter den Sozialpartnern, um konkrete Verbesserungen zu erarbeiten.
Medienmitteilung (englisch)

Berufliche Integration

16.11.2011

Bezahlte Elternzeit für Mütter und Väter

Die Eidgenössische Kommission für Frauenfragen (EKF) fordert in einem Positionspapier Bundesrat und Parlament auf, eine gesetzlich geregelte bezahlte Elternzeit zu schaffen. Aus Sicht der EKF reichen die aktuelle Mutterschaftsentschädigung und die in einzelnen Kantonen und Unternehmen gewährte Vaterschaftszeit nicht aus, um Familienarbeit und Erwerbstätigkeit besser vereinbaren zu können. Die EKF betrachtet eine Bezugsdauer von 24 Wochen als Minimum. Damit diese Elternzeit je hälftig bezogen werde, sei es notwendig, einen paritätischen Anspruch festzuschreiben.

16.11.2011

Integrationsförderung weiter ausgebaut

Der Jahresbericht 2010 zur Integrationsförderung des Bundes und ihrer Auswirkungen in den Kantonen ist erschienen. Er zeigt auf, wie im dritten Jahr seit Inkrafttreten des neuen Ausländergesetzes und des revidierten Asylgesetzes die Massnahmen des Bundes in den Kantonen umgesetzt werden. Die Angebote konnten der zunehmenden Nachfrage entsprechend ausgebaut und gezielter auf die Teilnehmenden abgestimmt werden. Nebst der Förderung der Integration in den Regelstrukturen (Berufsbildung, Arbeitslosenversicherung und Gesundheitswesen) unterstützt der Bund auch spezifische Integrationsförderungsmassnahmen, beispielsweise im Ausländerbereich, mit rund 18 Millionen Franken.
Medienmitteilung

16.11.2011

Deutschland: Gründungszuschuss bewährt sich

Aus Sicht von Arbeitsvermittlern und Führungskräften in den Agenturen für Arbeit hat sich der Gründungszuschuss für arbeitslose Existenzgründer bewährt. Das geht aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Der Gründungszuschuss unterstützt Arbeitslose finanziell beim Wechsel in die Selbstständigkeit. Er löste im Jahr 2006 das Überbrückungsgeld und den Existenzgründungszuschuss ("Ich- AG") ab. Die Attraktivität der Gründungsförderung ist ungebrochen: In den Jahren 2007 bis 2010 wurden jährlich zwischen 119 000 und 147000 Zuschüsse gewährt. Wichtiger Erfolgsfaktor ist die Qualitätssicherung der Gründungsvorhaben durch die Arbeitsagenturen. Dazu gehören eine sorgfältige Prüfung der Tragfähigkeit sowie eine kompetente Beratung.

Verschiedenes

16.11.2011

Neue Köpfe an der Spitze von KV Schweiz

Die Delegiertenversammlung des Verbands KV Schweiz hat den Zürcher SP-Nationalrat Daniel Jositsch zum neuen Präsidenten gewählt. Seit April 2011 wurde der Verband interimistisch vom Luzerner Bruno Schmid geleitet, nachdem der langjährige Präsident Mario Fehr nach seiner Wahl in den Zürcher Regierungsrat vom KV-Präsidium zurückgetreten war.
Medienmitteilung
Marie-Line Vuilleumier wurde bereits vor einigen Wochen als Nachfolgerin des langjährigen Sekretärs von KV Schweiz in der Romandie, Luc Python, gewählt. Die neue Zentralsekretärin war bisher im sozial-politischen Bereich tätig gewesen.
Portait (aus "Context")

16.11.2011
16.11.2011

Deutschland: Berufsbildungsmarketing

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) haben die Informationsoffensive "Berufliche Bildung – Praktisch unschlagbar" gestartet. Ziel der Offensive ist es, die hohe Attraktivität der dualen Ausbildung und die vielfältigen Chancen beruflicher Weiterbildung einer breiteren Öffentlichkeit deutlich zu machen. Zu den Massnahmen der Offensive gehört unter anderem die Einrichtung der Webseite – vergleichbar mit dem Schweizer Pendant berufsbildungplus.ch – mit der die Vorteile der beruflichen Aus- und Weiterbildung unterstrichen und Jugendliche, Schulen, Eltern, Arbeitnehmer und Arbeitgeber informiert werden.