Newsletter vom 02.11.2011

Aktuelle Meldungen vom 02.11.2011

Berufliche Grundbildung

02.11.2011

OdA Wald: Reglement Berufsbildungsfonds anpassen

Die Organisation der Arbeitswelt Wald (OdA Wald) beantragt die Revision des Reglements für den Berufsbildungsfonds "Wald1". Der Antrag beinhaltet namentlich folgende Änderungen: Erweiterung des betrieblichen Geltungsbereichs; Unterstellung von Einpersonenbetrieben; Einführung von Mahngebühren und Anpassung der Organisation des Berufsbildungsfonds an die aktuellen Gegebenheiten.
Schweiz. Handelsamtsblatt (SHAB) vom 19. Oktober. Einsprachefrist: 30 Tage.

02.11.2011

NE: Netzwerk für kaufmännische Ausbildungsbetriebe

Im Kanton Neuenburg bilden weniger als 20 Prozent der Unternehmen Lernende aus. Dies erklärt sich primär dadurch, dass die wirtschaftliche Landschaft hauptsächlich aus KMU besteht, und dass gewisse Firmen im Hinblick auf die Beanspruchung durch die Ausbildung dazu nicht in der Lage sind. Der Kaufmännische Verband La Chaux-de-Fonds-Neuchâtel beabsichtigt, für die Handels- und Verkaufsberufe die Vorgaben der kantonalen Behörden einzuhalten und bis 2018 400 neue Ausbildungsplätze zu schaffen. Der Berufsverband ist in Verbindung mit verschiedenen Institutionen im Begriff ein Netzwerk ("Refcom") von Lehrbetrieben im Handel zu gründen.
Weitere Informationen

02.11.2011

TI: Repertorium Internetseiten Berufsbildung

Die Dokumentationsstelle des Tessiner Berufsbildungsamts hat eine aktualisierte Neuauflage des "Repertorio siti internet formazione professionale" herausgegeben. Nach Themen geordnet listet das Verzeichnis auf 52 Seiten rund 520 Links zu für die Berufsbildung interessantern Websites, Dokumenten, Portalen und Suchmaschinen auf. Die Einträge erscheinen mit einem kurzen Kommentar zum Inhalt und einem Hinweis auf die Sprache der Website.
Kontakt: gisela.arrigoni@ti.ch

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

02.11.2011

Prüfungsordnungen in Vernehmlassung

Die zuständigen Trägerorganisationen haben Entwürfe der Prüfungsordnungen über folgende Fachprüfungen und höhere Fachprüfungen beim Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) eingereicht:
- Archäologische/r Grabungstechniker/in mit eidg. Fachausweis
- Logistikfachfrau/-fachmann mit eidg. Fachausweis
- Diplomierte/r Logistikleiter/in
- Diplomierte/r Supply Chain Manager/in
Weitere Informationen im Bundesblatt vom 1. November 2011 hier und hier.

02.11.2011

BE: Französischer Bildungsgang Pflege HF

Die Erziehungsdirektion des Kantons Bern hat entschieden, per Oktober 2012 im Rahmen eines Pilotprojekts einen französisch-sprachigen Bildungsgang Pflege auf Niveau Höhere Fachschule (HF) einzuführen. Die Ausbildung wird im Centre de formation professionnelle Berne francophone (Ceff) in St-Imier angeboten. Sie wurde von regionalen Gesundheitsinstitutionen gefordert. Die Schaffung einer Pflegeausbildung auf dieser Stufe wird in der französisch-sprechenden Schweiz kritisiert, weil dort die Pflegeausbildungen ausschliesslich an Fachhochschulen abgesiedelt sind. Im Kanton Bern hingegen werden 90 Prozent der Pfleger/innen an Höheren Fachschulen ausgebildet und nur 10 Prozent an Fachhochschulen. Für Bern steht namentlich die Zweisprachigkeit der neuen Ausbildung im Vordergrund, schreibt die Erziehungsdirektion. Dazu wird das Ceff auch mit dem Berner Bildungszentrum Pflege in Bern zusammenarbeiten.
Weitere Informationen

02.11.2011

Deutschland: Bachelor sind keine Konkurrenz

Die Ergebnisse einer Evaluation zeigen, dass dank der höheren Ausbildung viele den Weg aus der Facharbeit in Führungspositionen schaffen und dass bei Unternehmen der Metallwirtschaft ein nachhaltiger Bedarf für derartig qualifizierte Mitarbeiter/innen besteht. Befragt wurden "Geprüfte Industriemeister/innen Metall" in der Zeit von 1999 bis 2009. Die erworbenen Kompetenzen entsprechen den betrieblichen Anforderungen – hochschulisch ausgebildete Bachelor werden nicht als Konkurrenz wahrgenommen. Seit 1999 wird nicht mehr ausschliesslich nach Fächern getrennt, sondern vorrangig anwendungsbezogen und handlungsorientiert an so genannten betrieblichen Situationsaufgaben fortgebildet und geprüft. In Deutschland sind derzeit ca. 110 000 Industriemeister/ innen beschäftigt. Pro Jahr legen 4200 Industriemeister/ innen Metall erfolgreich ihre Meisterprüfung ab.

Mittelschulen und Hochschulen

02.11.2011

Studiengänge vergleichen auf www.berufsberatung.ch

Wer sich für Universitätsstudium interessiert, findet oft mehrere Studiengänge, die in Frage kommen könnten. Neu lassen sich die Studiengänge auf www.berufsberatung.ch/uni-info direkt miteinander vergleichen. Nach der Suche einer Studienrichtung wird eine Trefferliste angezeigt. Dort können maximal fünf Studiengänge werden und auf einer Tabelle übersichtlich dargestellt werden.

02.11.2011

Master of Arts in Journalismus: Angebot sistiert

Der Studiengang "Master of Arts in Journalism" am MAZ Luzern ist von Seiten des Kooperationspartners, der Hamburg Media School, sistiert worden. Die Studiengänge, die gestartet sind, werden fertig durchgeführt, aber es werden für diesen Master keine neuen Studierenden aufgenommen. Das MAZ will an einem Masterstudiengang festhalten und sucht eine Alternative. Mit dem Start ist aber nicht vor Herbst 2013 zu rechnen.

02.11.2011

Beratung

02.11.2011

SDBB-Weiterbildungsprogramm 2012

Seit dem 1. November ist die Weiterbildungsbroschüre 2012 bei den Interessierten. Gleichzeitig wird auf www.weiterbildung.sdbb.ch das Weiterbildungsprogramm aufgeschaltet, mit der Möglichkeit sich online anzumelden. Die Weiterbildungspalette 2012 ist vielfältig: Seminare und Zertifizierungsangebote bieten die Möglichkeit zur intensiven Auseinandersetzung mit einem Thema oder einer Methode. Tagungen geben einen Überblick zu Berufsfeldern. In Ergänzung zu den Angeboten, welche allen Mitarbeitenden der BSLB offen stehen, sind auch Weiterbildungen für bestimmte Zielgruppen geplant, wie zum Beispiel für Fachpersonen der Information und Dokumentation oder für Studienund Laufbahnberatende. Anmeldeschluss ist der 31. Dezember 2011.

02.11.2011

SDBB-Verlag: Neue Medien für die Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung

Seit letztem Jahr stehen unter dem Titel Merkblätter rund um Studium und Beruf zu verschiedenen Themen Kurz|Info (KIB) auf der SDBB-Webseite zur Verfügung. Diesen Monat sind gleich fünf neue Kurz|Info dazu gekommen. Zudem gibt es eine neue Mappe Kunst & Design und die Infomappe Kriminalwissenschaften ist aktualisiert worden. Zu den Berufen Ernährungsberater/in FH, Physiotherapeut/in FH und Goldschmied/in EFZ ist je ein neues Faltblatt erschienen. Weitere Informationen zu neuen Medien mit Online-Bestellmöglichkeit finden Sie auf www.sdbb.ch/neuerscheinungen

02.11.2011

JU: Neun Frauen beginnen Lehre als Informatikerin EFZ

Gewisse Berufe werden von Mädchen wenig gewählt, weil es sich um "Männerberufe" handeln würde. Nun hat eine Arbeitsgruppe bestehend aus Vertreter/ innen des Gleichstellungsbüros, des Berufsbildungsamts, der Berufs- und Laufbahnberatung, technischer Berufsfachschulen und der Delegierten für Jugendfragen eine Information zusammengestellt, die Mädchen für technische Berufe sensibilisieren soll, hauptsächlich für den Beruf Informatikerin. Neun junge Frauen haben eine Lehre als Informatikerin EFZ begonnen, meldet der Kanton Jura.
Medienmitteilung

Arbeitsmarkt

02.11.2011

Schweizer Stellenmarkt relativ stabil

Der Schweizer Stellenmarkt blieb auch im 3. Quartal 2011 trotz anhaltend unruhiger Weltwirtschaftslage relativ stabil. Zahlenmässig hat sich das Stellenangebot nur leicht reduziert. Zu diesem Ergebnis gelangt der Adecco-Swiss-Job-Market-Index, der auf dem Schweizer Gesamtstellenmarkt in Internet und Presse basiert. Unterschiede finden sich sowohl regional als auch nach Branchen. Während in der Genferseeregion und im Grossraum Zürich das Angebot an Stellen abnahm, wurden in der Ostschweiz mehr Stellen ausgeschrieben. In den Bereichen Büro und soziale Dienstleistungen nahm das Angebot ab.

02.11.2011

Leicht verbesserte Arbeitsqualität

Die Arbeit hat grossen Einfluss auf die Lebensqualität. Ein Bericht des Bundesamts für Statistik (BFS) stellt die Massnahmen vor, mit denen in der Schweiz nach bestimmten Indikatoren die Arbeitsqualität optimiert wird. Das BFS lehnt sich an das Konzept an, das die UNECE (United Nations Economic Commission for Europe) zur Messung der Qualität der Beschäftigung entwickelt hat. Berücksichtigt werden darin Kriterien wie Sicherheit am Arbeitsplatz, Einkommen, Qualifikationen, Zusammenarbeit, Arbeitsmotivation, Beschäftigungssicherheit und soziale Absicherung. Die Ergebnisse zeigen für die letzten zehn Jahre eine leichte Tendenz zu höher qualifizierter und besser entlöhnter Beschäftigung.

02.11.2011

Schweiz am wettbewerbsfähigsten

Die Schweiz ist gemäss World Economic Forum (WEF) immer noch das wettbewerbsfähigste Land weltweit. Sie lässt Singapur (2.Rang) und Schweden (3. Rang) in der Gesamtwertung des "Global Competitiveness Report 2011-2012“ erneut hinter sich.
Die ersten zehn Plätze werden vor allem von nord- und westeuropäischen Ländern belegt: Finnland liegt auf dem 4., Deutschland auf dem 6., die Niederlande auf dem 7., Dänemark auf dem 8. und Grossbritannien auf dem 10. Platz. Die USA verlieren gegenüber dem Vorjahr eine Position und rangieren nun an 5. Stelle. Die Wettbewerbsfähigkeit hat in den letzten sieben Jahren in vielen Schwellenländern zugenommen. Rang 1 unter ihnen nimmt weiterhin die Volksrepublik China (26. Rang) ein.

02.11.2011

Längere Bezugsdauer für Kurzarbeitsentschädigung

Unternehmen können ab 1.1.2012 neu 18 Monate Entschädigungen für Kurzarbeit beziehen. Damit sollen die Planungssicherheit für die Unternehmen vergrössert und Arbeitslosigkeit möglichst verhindert werden. Für 2012 wird aufgrund der internationalen Konjunkturaussichten sowie des starken Frankens ein Anstieg von Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit erwartet. Auch 2013 dürfte die Arbeitslosigkeit auf höherem Niveau verharren. Die Verordnungsänderung gilt deshalb bis am 31. Dezember 2013.
Medienmitteilung

02.11.2011

GPK: Flankierende Massnahmen ungenügend

Offensichtlicher Lohndruck, unvollständige und uneinheitliche Umsetzung der flankierenden Massnahmen, verspätete, komplexe und zu wenig zielgerichtete Steuerung, ungenügende Datengrundlage für die Kommunikation: Dies sind die wichtigsten Feststellungen des kürzlich veröffentlichten Berichts zur Personenfreizügigkeit der Geschäftsprüfungskommission des Nationalrates an den Bundesrat. Das Lohndumping hat gemäss dem Bericht bereits mit der Inkraftsetzung der flankierenden Massnahmen 2004 eingesetzt. Es breite sich über die ganze Schweiz aus und betreffe vor allem Arbeitnehmende mit niedrigem Bildungsniveau. Nach Ansicht der Kommission lassen sich bisher keine verlässlichen Angaben über die Wirksamkeit der flankierenden Massnahmen machen. Sie lädt deshalb den Bundesrat ein, seine Kommunikation auf eine verlässliche Datenbasis zu stützen.

02.11.2011

Österreich: Leichte Zunahme der Arbeitslosigkeit

Für das laufende Jahr erwartet das Arbeitsmarktservice Österreich (AMS) eine Arbeitslosenquote von 6,7% Diese wird gemäss der Studie "Beschäftigung und Arbeitslosigkeit für den Zeitraum 2011/2012" auf 6,9% steigen. Trotz der leichten Zunahme der Arbeitslosigkeit rechnet der AMS 2011/2012 mit insgesamt 85000 zusätzlichen Arbeitsplätzen in Österreich.

Berufliche Integration

02.11.2011

Bildung als Schutz vor Arbeitslosigkeit

Gemäss der jährlichen Publikation der OECD "Education at a Glance 2011" ist Bildung ein wichtiger Faktor zum Schutz vor Arbeitslosigkeit. 2009 betrug die Arbeitslosenrate von 25- bis 34-Jährigen mit Tertiärabschluss im OECD-Durchschnitt 4,4%, ohne Sekundarabschluss 11,5%. Der Bericht (englisch) zeigt zudem einen deutlichen Trend zu mehr Tertiärabschlüssen. Gegenüber den Werten in den 1950er- und Anfang der 1960er-Jahre hat sich die Anzahl der Personen mit Tertiärabschluss 2009 auf 37% fast verdreifacht. Über den höchsten Anteil an Hochqualifizierten verfügen heute Korea und Japan mit 63% bzw. 56% aller 25- bis 34-Jährigen. In der Schweiz hatten 2009 40% der 25- bis 34-Jährigen einen tertiären Abschluss. Bildung reduziert die Gefahr von Arbeitslosigkeit und wirkt sich positiv auf das Lohnniveau aus. Sie fördert auch die Zufriedenheit und eine positive Einstellung zur Gesellschaft.

02.11.2011

Berufliche Weiterbildung im Ausland

Die Schweiz und Brasilien haben eine Vereinbarung für den Austausch von Stagiaires unterzeichnet. Mit der Vereinbarung sollen junge Berufsleute leichter eine Arbeitsbewilligung erhalten, um ihre beruflichen und sprachlichen Kenntnisse zu verbessern. Die Bewilligung ist auf maximal zwölf Monate befristet. Der Auslandaufenthalt ist ab zwei Jahren nach Berufsabschluss für Berufsleute bis zum 35. Altersjahr möglich. Er soll zur persönlichen Entwicklung beitragen und die Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern. Ähnliche Vereinbarungen sind bereits mit Argentinien, Australien, Chile, Japan, Kanada, Monaco, Neuseeland, den Philippinen, Russland, Südafrika, der Ukraine und den USA abgeschlossen worden.

02.11.2011

Deutschland: Schlechtere Chancen für Ältere

Je älter Arbeitslose sind, desto geringer sind ihre Chancen, eine Beschäftigung zu finden. Das belegt eine aktuelle Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Insgesamt hat sich die Beschäftigungssituation der Älteren in den vergangenen Jahren insbesondere dank der wachsenden Erwerbsbeteiligung älterer Frauen aber verbessert. Trotzdem bleiben Arbeitsmarktprobleme von Älteren weiterhin unübersehbar. Deutliche Probleme zeigen sich, wenn man die Übergänge aus Arbeitslosigkeit in Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt betrachtet, so der Bericht. Die Schwierigkeiten von älteren Arbeitslosen bei der beruflichen Reintegration schlagen sich auch in einem hohen Anteil an Langzeitarbeitslosen nieder: Dieser betrug bei den Arbeitslosen über 50 im vergangenen Jahr 41%, bei allen Arbeitslosen dagegen 32%.

02.11.2011

Österreich: Neues Portal Karrierekompass

Der Karrierekompass informiert Stellensuchende und Weiterbildungsinteressierte über Aus- und Weiterbildung, Berufe und Bewerbung. Der Karrierekompass listet Tools, die über verschiedenste Aspekte zu den Themen Beruf, Aus- und Weiterbildung, Bewerbung und Arbeitsmarktentwicklung informieren. Er richtet sich an Personen, die einen Job suchen oder sich beruflich weiterbilden wollen. Die Abteilung Arbeitsmarktforschung und Berufsinformation des AMS Österreich (Arbeitsmarktservice) hat das Portal mit dem Karrierekompass neu entwickelt.

Verschiedenes

02.11.2011

AR: Neuer Leiter Amt für Mittel- und Hochschulen und Berufsbildung

Der Regierungsrat von Appenzell Ausserrhoden hat Peter Bleisch zum neuen Leiter des Amts für Mittel- und Hochschulen und Berufsbildung gewählt. Er übernimmt ab 1. März 2012 die Leitung. Seit 2000 ist Peter Bleisch in verschiedenen Funktionen im Dienste des Mittelschulund Berufsbildungsamtes des Kantons Zürich tätig, zuletzt als Leiter des Abteilungsstabes. An der neuen Stelle gehören die Berufsbildung, die Berufs-, Studienund Laufbahnberatung, die Ausbildungs- und Studienbeiträge, die tertiäre Bildung und die beiden kantonalen Schulen zum Aufgabenbereich von Peter Bleisch. Der bisherige Leiter Martin Annen wird Prorektor an der Pädagogischen Hochschule des Kantons St. Gallen.