Newsletter vom 28.09.2011

Aktuelle Meldungen vom 28.09.2011

Berufliche Grundbildung

28.09.2011

Reorganisation der Bildung beim Bund angelaufen

Das heutige Volkswirtschaftsdepartement EVD wird ab 1. Januar 2013 WBF "Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung" heissen. Die vom Bundesrat beschlossene Namensänderung trägt dem Umstand Rechnung, dass ab 2013 die Bereiche Bildung, Forschung und Innovation im EVD angesiedelt werden. Die Leitung für das Reorganisationsprojekt hat das EVD an Hans Werder übertragen. Der ehemalige Generalsekretär des UVEK verfügt über eine langjährige und breite Verwaltungserfahrung.

28.09.2011

Verordnung: Papiertechnologe/in EFZ

Das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) hat die Verordnung über die berufliche Grundbildung Papiertechnologe/Papiertechnogin EFZ auf den 1. Januar 2012 in Kraft gesetzt. Der Druck wird in einigen Wochen beim Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) erhältlich sein und im Berufsverzeichnis des BBT aufgeschaltet.

28.09.2011
28.09.2011

ZG: Umfrage analysiert Situation der Lernenden

Die Umfrage "Charta Berufschance Zug" richtete sich an Unternehmen ab vier Mitarbeitenden resp. alle Lehrbetriebe im Kanton Zug. 682 Firmen haben an der Umfrage teilgenommen, 52 Prozent gaben an, dass sie Lernende ausbilden. Neben Lernenden beschäftigen viele Betriebe auch Praktikanten oder so genannte Trainees. Die diesjährige Umfrage fokussierte auf das Thema "Mobilität von Berufslernenden". Laut dem Amt für Berufsbildung wird im Kanton Zug jeder dritte Lehrvertrag mit einem Jugendlichen aus einem Nachbarkanton abgeschlossen.

28.09.2011

FR: 50 Jahre öffentlich-private Partnerschaft

Die Vereinigung des kantonalen Berufsbildungszentrums (VKBZ) hat ihr 50-jähriges Bestehen gefeiert. Sie wurde 1961 gegründet mit dem Ziel, einen finanziellen Beitrag an die Berufsbildung im Kanton Freiburg zu leisten. Der Erfolg der VKBZ ist der gesamten Freiburger Wirtschaft zu verdanken, die mit der Schaffung eines Berufsbildungsfonds Pionierarbeit geleistet hat. Der Berufsbildungsfonds wird zu je 25 Prozent vom Staat, den Wohnortsgemeinden der Lernenden, den Lehrortsgemeinden und den öffentlichen und privaten Arbeitgebern in Form von Arbeitgeberbeiträgen finanziert. Seit 1961 hat die VKBZ rund 140 Millionen Franken in die Errichtung verschiedener Berufsfachschulgebäude investiert.
Medienmitteilung

28.09.2011

VD: Europäisches Praktikum für Schweizer Lernende

Dank der Unterstützung von "Swiss Occidental Leonardo" absolvieren zwei Lernende in der dualen Grundbildung zum ersten Mal ein ganzes Lehrjahr im Ausland. Zwei künftige Automatiker der Bobst AG Lausanne verbringen das 3. Lehrjahr in Deutschland. Die beiden Jugendlichen werden bei Fischer & Krecke arbeiten, einem Hersteller in der Verpackungsindustrie, der auf die Geschäftsbereiche Faltschachteln, Wellpappe und flexible Materialien spezialisiert ist. Die Berufskenntnisse werden durch Fernunterricht vermittelt. Das Konzept dazu ist von Lehrkräften des "Centre professionnel du Nord vaudois (CPNV)" ernwickelt worden.
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28.09.2011

GE: Bühnentänzer/in EFZ, zeitgenössischer Tanz

Der Kanton Genf meldet, dass im neuen Schuljahr 12 Lernende (davon zwei Männer) ihre Lehre als Bühnentänzer/ in EFZ in der Fachrichtung zeitgenössischer Tanz starten. Die Ausbildung wird vom "Centre de formation professionnelle arts appliqués" angeboten. Die neue Berufslehre, die nur in der Westschweiz angeboten wird (Zürich bildet nur die Fachrichtung Klassischer Tanz aus), ermöglicht, in drei Jahren ein EFZ und gleichzeitig die Berufsmaturität gestalterischer Richtung zu erwerben. Zehn Jugendliche haben sich für die Berufsmatur entschieden.
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Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

28.09.2011

Neue Broschüre zur Höheren Berufsbildung

Das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) hat eine Broschüre zur höheren Berufsbildung herausgegeben. Darin finden Interessierte Informationen zu Aspekten wie:
- Ausbildungsmöglichkeiten und -voraussetzungen
- berufliche Aussichten für Absolventinnen und Absolventen
- Zusammenarbeit zwischen Bund, Kantonen und den Organisationen der Arbeitswelt
- Finanzierung
- internationale Positionierung der höheren Berufsbildung
Mit Grafiken werden die wichtigsten Zahlen und Fakten veranschaulicht.
Bezugsadresse

28.09.2011

Prüfungsordnungen in Vernehmlassung

Der Verein ICT-Berufsbildung Schweiz hat den Entwurf der Prüfungsordnung über die Berufsprüfungen
- ICT-System- und Netzwerktechniker/in mit eidg. Fachausweis
- ICT-Applikationsentwickler/in mit eidg. Fachausweis
- Wirtschaftsinformatiker/in mit eidg. Fachausweis
- Mediamatiker/in mit eidg. Fachausweis beim Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) eingereicht.
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Mittelschulen und Hochschulen

28.09.2011

Zweitausbildung Lehrer/in: Gemeinsame Regeln geplant

Die Kantone wollen gemeinsame Regeln für Quereinsteiger (Personen aus anderen Berufen) definieren, die Lehrerin oder Lehrer auf Vorschul-, Primar- oder Sekundarstufe I werden wollen. Der Vorstand der EDK hat an seiner Sitzung vom 8. September 2011 folgende Vorschläge für Änderungen des Diplomanerkennungsrechts in eine Anhörung gegeben: Verkürzung des Studiums durch die Anrechnung nicht formal erworbener Kompetenzen, Aufnahme "sur dossier" und Eintritt in einen Studiengang, der Ausbildung und Unterrichtstätigkeit verbindet. Diese Vorschläge betreffen Berufsleute, die mindestens 30 Jahre alt sind und über eine mehrjährige Berufserfahrung verfügen.
Medienmitteilung

28.09.2011

Medizinstudium: Rekord bei Bewerbungen

Die Universitäten Basel, Bern, Freiburg und Zürich führten dieses Jahr zum 14. Mal einen Eignungstest für das Medizinstudium (EMS) durch. Das Generalsekretariat der CRUS teilte für die vier Universitäten gestützt auf die Testergebnisse die Studienplätze zu. Aufgrund der neuen Rekordzahl der Bewerber/innen erhielten nur 38 Prozent einen Studienplatz, wobei 102 Personen von ihrer Wunschuniversität an eine andere Universität umgeleitet wurden. Wie erstmals 2010 war auch für Bewerber/innen an der Universität Genf eine Teilnahme am EMS obligatorisch. Dieser ist dort mit keiner selektiven Wirkung verknüpft, ermöglicht aber vor Aufnahme des Studiums eine orientierende Rückmeldung über das persönliche Leistungsniveau.
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28.09.2011

SG: Neues Aufnahmeverfahren für FMS, WMS und BMS

Die Aufnahmeprüfung für die Fachmittelschule (FMS), die Wirtschaftsmittelschule (WMS) und die Berufsmittelschule (BMS) wird im Kanton St. Gallen vereinheitlicht und vom Februar auf den September des Vorjahres vorverlegt. Grund für die Verschiebung ist, dass die Kandidat/inn/en heute aufgrund des späten Prüfungszeitpunktes im Fall eines negativen Prüfungsergebnisses kaum mehr Zugang zu angemessenen Alternativen (Lehrstellen) haben. Die Doppelspurigkeiten und Unsicherheiten, die sich ergeben, wenn sich Schüler/innen schon vorgängig nach Ersatzlösungen umsehen, sind ineffizient und für alle Seiten ärgerlich. Mit der Vorverlegung des Prüfungszeitpunktes wird diese unschöne Situation beseitigt. Die Aufnahmeprüfungen werden erstmals im kommenden Jahr nach neuem Muster durchgeführt.
Medienmitteilung

28.09.2011

Wechsel an der Spitze der HES-SO

Das strategische Komitee der Fachhochschule Westschweiz wurde während neun Jahren von Anne- Catherine Lyon, Vorsteherin des Bildungs-, Jugend- und Kulturdepartements des Kantons Waadt, präsidiert. Der neue Präsident und der Vizepräsident sind eben ernannt worden. Es sind dies die Bildungsdirektoren Claude Roch (VS) bzw. Philippe Gnaegi (NE).
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28.09.2011

Haute école Arc: Rekordeintritte und neue Räumlichkeiten

Die "Haute école Arc" meldet den grössten Zuwachs seit der Gründung 2005: 1974 eingeschriebene Studierende, 1304 davon in der Grundbildung (Bachelor und Master), zudem steigende Gesamtzahlen in den vier Fachbereichen. Die HE-Arc, die die Fachhochschulen der Kantone Neuenburg, Jura und des französischsprachigen Teils von Bern vereinigt, zählt 606 Studierende in Verwaltung und Wirtschaft, 365 im Ingenieurwesen, 290 im Gesundheitsbereich und 43 in Konservierung und Restauration. Der Einzug in die am 16. September eingeweihten neuen Gebäude in der Nähe des Neuenburger Bahnhofs wird damit gebührend gefeiert.
Medienmitteilung

28.09.2011

Mentoratsprojekt an der Genfer Universität

Die Universität Genf installiert ein Mentoratsprogramm, das den Studierenden den Wechsel in die Arbeitswelt erleichtern soll. Sie setzt die Studierenden mit diplomierten Berufsleuten in Verbindung, die ihr Wissen aus der Arbeitswelt zur Verfügung stellen und die Diplomanden auf dem Weg zur Konkretisierung ihres Berufsprojekts begleiten. Das Programm wurde lanciert durch "Uni-Emploi", einem Bereich des "Office pour l'orientation, la formation professionnelle et continue (OFPC)", der Universität Genf sowie "Alumni Unige", die Vereinigung der Diplomierten der Universität.
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Beratung

28.09.2011

Projekt "Anforderungsprofile"

"Anforderungsprofile für die berufliche Grundbildung“ heisst das neu geplante Instrument für die Berufswahl. Es soll ein computerbasiertes und interaktives Instrument geschaffen werden, das Schulabgängerinnen und Schulabgängern helfen soll, eine gute Berufswahl zu treffen - und eine falsche zu verhindern. Mit dem Instrument können junge Menschen ihre eigenen schulischen Leistungen und Fähigkeiten mit den Anforderungen des anviesierten Berufs vergleichen. Der Schweiz. Gewerbeverband ist zusammen mit der Erziehungsdirektoren- Konferenz EDK Träger des Projekts.

28.09.2011

SDBB-Verlag: Neue Medien für die Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung

Im Mittelpunkt des Oktoberprogramms des SDBBVerlags stehen ein Buch und ein Film: Der Berufsberatungsklassiker "Berufliche Ausbildungen für Erwachsene", bekannt unter dem Kürzel "BAE", erscheint gründlich überarbeitet und neu gelayoutet bereits in der 10. Auflage. Und der Film über den Beruf Boden-Parkettleger/ in konnte endlich fertig gestellt werden, da der neue Berufsname nun definitiv ist. Ausserdem sind zwei neue Infomappen (Physik sowie Sport- und Bewegungswissenschaften) und das neue Berufsinformationsfaltblatt Kindererzieher/in erschienen.
Weitere Informationen zu den neuen Medien im SDBBVerlag mit Online-Bestellmöglichkeit finden Sie auf:
www.sdbb.ch/neuerscheinungen

28.09.2011
28.09.2011

Cinfo: Merkblatt zu Weiterbildungen

Cinfo,das Zentrum für Information, Beratung und Bildung für Berufe der internationalen Zusammenarbeit (IZA), gibt in einem neuen Merkblatt Anregungen zum Thema Weiterbildungen in der IZA. Hingewiesen wird auf die Wichtigkeit der Klärung der Ausgangslage und der Ziele, andere Möglichkeiten des Lernens sowie auf Kriterien für die Wahl eines Kurses oder Lehrgangs. Für die Phase des Einstiegs in die IZA - wie auch in andere Berufsfelder - gilt: Eine Weiterbildung ohne Berufserfahrung bringt Ratsuchende nur in Ausnahmefällen weiter.

28.09.2011

Nationaler Zukunftstag

Der nationale Zukunftstag will fördern, dass Mädchen und Jungen untypische Arbeitsfelder und Lebensbereiche kennen lernen und ihre Zukunft losgelöst von starren Geschlechterbildern planen. Der diesjährige Zukunftstag findet am 10. November 2011 statt. Er wird organisiert durch die Gleichstellungsfachstellen der Kantone Appenzell-Ausserhoden, Bern, Baselland, Fribourg, Genf, Graubünden, Luzern, Nidwalden, Obwalden, St.Gallen, Tessin, Waadt und Zürich sowie der Stadt Bern. Das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) unterstützt ihn finanziell.

28.09.2011

GE: Ausweis für Anerkennung beruflicher Fähigkeiten

Das Genfer "Office pour l'orientation, la formation professionnelle et continue" hat für Jugendliche in Schwierigkeiten einen Ausweis zur Anerkennung der beruflichen Fähigkeiten geschaffen. Die individuelle Betreuung (Gestion du suivi individualisé, GSI) hat ein für sie geeignetes Portfolio geschaffen. Die Mappe ist mit einem Ausweis über die Anerkennung der beruflichen Kompetenzen ergänzt. Der Ausweis validiert die erworbenen Fähigkeiten aufgrund eines Kompetenzenprofils.

Arbeitsmarkt

28.09.2011

Fachkräftemangel bekämpfen

Die Schweiz muss ihr eigenes Potenzial optimal ausnutzen, um dem Fachkräftemangel zu begegnen. Der Grundlagenbericht "Fachkräfte für die Schweiz“ lädt dazu ein, das Qualifikationsniveau der beschäftigten Arbeitnehmer auszuschöpfen und den Beschäftigungsgrad der teilzeitlich Beschäftigten zu erhöhen. Die Publikation des Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartements schlägt im Weiteren Massnahmen vor, um stellenlose Jugendliche, nichterwerbstätige Erwachsene ohne Berufsbildung, Eltern mit Erziehungsaufgaben, Personen, die wieder einsteigen möchten und ältere Arbeitnehmende in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

28.09.2011

Die Arbeitbedingungen verbessern

Bessere Arbeitsbedingungen leisten aus Sicht der Delegierten von Travail.Suisse einen Beitrag zur demografischen Herausforderung. Der für 2030 prognostizierte Mangel von 400'000 Angestellten wird auch Bereiche betreffen, die einen grossen Einfluss auf die Lebensqualität haben, beispielsweise Spitäler, Schulen oder das Transportwesen. Um das Potenzial der einheimischen Arbeitskräfte so gut wie möglich auszuschöpfen, müssen die Arbeitgeber in Gesundheit, Motivation und Ausbildung ihrer Angestellten investieren. Sie müssen Bedingungen entwickeln, unter denen sich Arbeit und Familie optimal vereinen lassen. Zudem drängen sich altersgerechte Arbeitsbedingungen an, damit die Betroffenen Gesundheit und Leistungsfähigkeit länger beibehalten können.
Medienmitteilung

28.09.2011

Arbeitsmarktbehörden wollen Beschäftigung sichern

Am ersten "Tag der Arbeitsmarktbehörden" vom 15. September 2011 in Ittingen (TG) stellte Bundesrat Schneider-Ammann die Sicherung von Arbeit und Beschäftigung ins Zentrum seiner Rede. Die vorgesehene (mittlerweile vom Parlament beschlossene) Aufstockung der Arbeitslosenversicherung sei ein Signal an die Unternehmen, ihre Tätigkeit in der Schweiz zu behalten. Insbesondere die Kurzarbeit trage dazu bei, Arbeitsplätze und Know How zu sichern. Zur Tagung hatten der Schweizerische Verband der Arbeitsmarktbehörden (VSAA), das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) und der Kanton Thurgau eingeladen.
Medienmitteilung

28.09.2011

Österreich: Rückgang der Arbeitslosigkeit

Der durchschnittliche Arbeitslosenbestand betrug 2010 in Österreich 250'782 Personen. Dies entspricht einer Arbeitslosenquote von 6,9% (Schweiz: 3,9%). Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl der Arbeitslosen um 3,7% zurückgegangen. Diese Zahlen gehen aus der Untersuchung "Die Arbeitsmarktlage 2010" von AMS Österreich, Abt. Arbeitsmarktforschung und Berufsinformation, hervor. Nur knapp ein Fünftel der Arbeitslosen waren Ausländer/innen (Schweiz: 43%). Der Anteil der Langzeitarbeitslosen betrug 19% (Schweiz: 22%).

Berufliche Integration

28.09.2011

Mehr Sozialhilfebezüger in den Städten

In 13 Städten, die die Städteinitiative Sozialpolitik unter die Lupe genommen hat, ist die Zahl der Sozialhilfeempfänger im 2010 gegenüber 2009 um 2% gestiegen. Dies stellt der Schweizerische Arbeitgeberverband in seinem jüngsten Newsletter fest. Das Bild ist jedoch uneinheitlich. Während etwa Bern, Biel oder Lausanne eine Zunahme verzeichneten, wurde in Basel oder St. Gallen ein Rückgang festgestellt. Am höchsten ist das Risiko, Sozialhilfe zu beziehen, bei Geschiedenen, kinderreichen Familien, ledigen Männern, Alleinerziehenden sowie bei Personen ohne Berufsabschluss und Ausländerinnen.

28.09.2011

Risikoprofile von arbeitslosen Personen

Junge Erwachsene im Alter von 18 bis 25 Jahren beziehen weniger lange Arbeitslosenentschädigung als andere Altersgruppen. Hingegen kommt bei ihnen ein Bezug von Sozialhilfe im Anschluss an die Arbeitslosenentschädigung relativ häufig vor. Dies lässt sich auch darauf zurückführen, dass Jugendliche oft in prekäre Arbeitsverhältnisse einsteigen. Ältere Personen werden demgegenüber überdurchschnittlich häufig langzeitarbeitslos und beziehen danach Sozialhilfe. Zu den Risikogruppen gehören unter Anderen auch Geschiedene, Personen mit Unterstützungspflichten und Ausländer aus Staaten ausserhalb von EU/Efta. Diese und weitere Informationen zu Verlaufstypen und Risikoprofilen von arbeitslosen Personen finden sich in einem Beitrag von Robert Fluder, Tobias Fritschi und Renate Salzgeber in der Zeitschrift "Die Volkswirtschaft".

28.09.2011

AG: Schulabgängerbefragung nach Berufsbildung und Mittelschule

Bereits seit einigen Jahren wird im Aargau die Schulabgängerbefragung STEP I am Ende der obligatorischen Volksschule durchgeführt. Nun wurde erstmals mit STEP II erhoben, was die Lernenden der Aargauer Berufsfach- und Mittelschulen nach Abschluss der Sekundarstufe II machen werden. 15 Prozent der Jugendlichen wussten zum Befragungszeitpunkt (Mai 2011) noch nicht, wie ihr beruflicher Weg nach dem Abschluss weiter verlaufen wird. Von den Berufslernenden mit Berufsattest oder Anlehre führt etwa ein Fünftel die Ausbildung zu einem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis weiter.
Informationen zu STEP II
Bericht

28.09.2011

Deutschland: Eingliederungsvereinbarungen zu bürokratisch

Öffentliche Arbeitsvermittler müssen mit allen Arbeitsuchenden so genannte Eingliederungsvereinbarungen abschliessen, damit die Arbeitslosen besser in den Vermittlungsprozess einbezogen werden. Fördern und Fordern ist in den Eingliederungsvereinbarungen aber häufig nicht ausbalanciert, geht aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Nicht selten werde die Anzahl der Arbeitsbemühungen festgelegt, während zu den Vermittlungsvorschlägen konkrete Angaben fehlten. Mit der Betonung der Kundenpflichten und möglicher Sanktionen folge die Umsetzung der Eingliederungsvereinbarung eher einer bürokratischen Logik als der einer kundenorientierten Dienstleistung.

Verschiedenes

28.09.2011

Austauschkongress 2011: Berufsbildner/innen willkommen

Die Weiterbildungs- und Informationsplattform für Fragen des Austausches richtet sich neu auch an Lehrpersonen an Berufsfachschulen sowie Berufsbildner/ innen in Betrieben sowie wie bisher an amtierende und angehende Lehrpersonen aller Stufen, an Berufsberatende. Der berufliche Austausch in einer anderen Sprachregion und in Europa fliesst vermehrt in die Lehrpläne einzelner Branchen ein. Am Kongress werden Fragen diskutiert, die sich im Zusammenhaßng mit der konkreten Umsetzung von Austausch stellen. Austauscherprobte Betriebe berichten über ihre Erfahrungen und zeigen Vorgehensweisen und Chancen auf. Weiter wird aufgezeigt, welche Fördermassnahmen und Programme im binnenstaatlichen und europäischen Raum zur Verfügung stehen.
Kongressprogramm
Anmeldung unter kongress@chstiftung.ch