Newsletter vom 29.06.2011

Aktuelle Meldungen vom 29.06.2011

Berufliche Grundbildung

29.06.2011

Lehrstellenmarkt: Angebot übersteigt Nachfrage

Gemäss dem Lehrstellenbarometer des Bundesamts für Berufsbildung und Technologie ist der Lehrstellenmarkt weitgehend stabil. Erstmals ist das Angebot an Lehrstellen im April sogar höher als die Nachfrage. Die Kantone meldeten schweizweit 77000 Jugendliche (2010: 77000) mit Interesse an einer Lehrstelle. Dem steht ein Angebot der Unternehmen von 81000 Lehrstellen (2010: 76000) gegenüber. Zwischen Angebot und Nachfrage zeigen sich regional und in verschiedenen Berufsbereichen Unterschiede.
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29.06.2011

Verbundpartnerschaft stützt duales Berufsbildungssystem

Die gut funktionierende Verbundpartnerschaft zwischen Bund, Kantonen und Organisationen der Arbeitswelt sei ein Garant für das erfolgreiche Funktionieren des dualen Berufsbildungssystems. Sie sei ein entscheidender Erfolgsfaktor, um die Abschlussquote auf Sekundarstufe II bis 2015 von bisher 90 Prozent auf 95 Prozent zu steigern und damit Arbeitslosigkeit und Sozialkosten zu senken, erklärte Ursula Renold, Direktorin des Bundesamts für Berufsbildung und Technologie (BBT) am anlässlich der Medienkonferenz "Schulabgänger/ innen ohne Anschluss – Was tun Bund, Kantone und die Wirtschaft?" vom 20. Juni in Bern. Insbesondere das Case Management Berufsbildung, das Jugendliche mit mehrfachen Schwierigkeiten bereits ab dem 7. Schuljahr erfasst und begleitet, zeige positive Resultate.
Medienmitteilung mit Links zu weiterführenden Informationen

29.06.2011

Charta Qualitätsentwicklung in Vernehmlassung

An der Verbundpartnertagung in Murten vom vergangenen Februar haben Bund, Kantone und Organisationen der Arbeitswelt das Projekt "Qualität leben" gestartet. Als erster Schwerpunkt wurde beschlossen, eine Charta für die Qualitätsentwicklung zu formulieren. Diese hält allgemeine Grundsätze fest und trägt zu einem gemeinsamen Verständnis für die Qualitätsentwicklung in der Berufsbildung Schweiz bei. Der Entwurf der Charta ist im Mai 2011 in der eidg. Berufsbildungskommission (EBBK) diskutiert und zur Vernehmlassung empfohlen worden. Ziel ist es, die Charta an der Verbundpartnertagung Anfang 2012 zu ratifizieren. Die Vernehmlassungsunterlagen inklusive Charta sind auf der Website des Bundesamts für Berufsbildung und Technologie (BBT) aufgeschaltet. Stellungnahmen nimmt das BBT bis am 30. September 2011 entgegen.

29.06.2011

BFS erwartet weniger Lernende und Studierende

Das Bundesamt für Statistik (BFS) rechnet damit, dass im laufenden Jahrzehnt die Gesamtzahl der Lernenden auf der Sekundarstufe II um 5 bis 6% abnimmt. Dieser Abwärtstrend dürfte sich gegen 2020 verlangsamen, anschliessend werden sich die Bestände voraussichtlich stabilisieren und später wieder steigen. An den Hochschulen wird sich die Zahl der Studierenden insgesamt (UH, FH und PH) im Herbst 2011 um 3 bis 4% erhöhen. Dieser klare Trend dürfte bis mindestens 2014 anhalten (durchschnittlich +3% pro Jahr).
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29.06.2011

Neuer BBT-Newsletter zu Qualitätsmassnahmen erschienen

Am 28. Juni ist der zweite Newsletter Qualität des Bundesamts für Berufsbildung und Technologie (BBT) erschienen. Diese Ausgabe fasst u.a. eine Studie zu Lerndokumentationen zusammen und präsentiert Praxisbeispiele aus dem Bereich der beruflichen Grundbildung (10 Grundregeln zur Kandidatenselektion und Berufsbildung) und der höheren Berufsbildung (Qualifikationsprofile für die Praxis). Der Newsletter ist Teil des Projekts "Qualität leben" und erscheint vier Mal im Jahr.

29.06.2011

Fachliche Gleichwertigkeit bei Berufsbildungsverantwortlichen

Das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) hat sich gegenüber den Kantonen zum Vollzug der Bildungsverordnung geäussert. Zur Bestimmung "Über fachliche Gleichwertigkeiten einzelner Berufsbildungsverantwortlicher entscheidet die kantonale Behörde nach Rücksprache mit den Anbietern der entsprechenden Bildung" (Artikel 40, Absatz 3) präzisiert das BBT: Der Bund unterscheidet zwischen der fachlichen Gleichwertigkeit im Sinne einer Validierung und der fachlichen Gleichwertigkeit im Sinne einer allgemeinen Feststellung der Qualifikation.
Brief des BBT an die kantonalen Berufsbildungsämter

29.06.2011

Pädagogische Qualifikationskriterien für Gymnasiallehrpersonen

Das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie hat zur berufspädagogischen Bildung für Gymnasiallehrpersonen Stellung genommen. Gymnasiallehrpersonen, die eine Anstellung und entsprechende Erfahrung im Berufsmaturitätsunterricht vor dem 1. August 2008 nachweisen können, gelten – sofern die fachliche Qualifikation erfüllt ist und eine betriebliche Erfahrung von sechs Monaten (Anstellungen ab 1. Januar 2004) nachgewiesen werden kann – als qualifiziert im Sinne der Berufsbildungsverordnung Artikel 46 Absatz 3 Buchstabe b.
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29.06.2011

Vernehmlassungen, Erlasse

Das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) hat Änderungsanträge über folgende Verordnungen über berufliche Grundbildung veröffentlicht:
- Bühnentänzer/Bühnentänzerin EFZ: Die Anhörung läuft bis zum 5. Juli 2011
- Büroassistent/Büroassistentin EBA: Die Anhörung läuft bis zum 6. Juli 2011
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29.06.2011

Reglement Laborist/in wird nicht aufgehoben

Der Verband "SGCI Chemie Pharma Schweiz" hat einen Antrag zur Aufhebung des Berufs Laborist/in gestellt, da für die 2-jährige Ausbildung kein Interesse mehr bestehe. Das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) hat dazu Ende 2010 eine Anhörung durchgeführt. Bei der Auswertung wurde eine starke Opposition aus der Westschweiz gegen die Aufhebung des Ausbildungs- und Prüfungsreglements festgestellt. Aus diesem Grund verzichtet das BBT vorerst auf eine Aufhebung. Diese erfolge jedoch spätestens 2015, sofern bis dahin keine Trägerschaft die Berufsreform gemäss Artikel 1 Absatz 2 BBV realisiert hat.

29.06.2011

"Rechtsgrundlagen" auf Französisch erschienen

Franz Dommanns Standardwerk "Rechtsgrundlagen für die Praxis der Berufsbildung" ist unter dem Titel "Le droit de la formation professionnelle à l'usage des praticiens" nun auch in Französisch erschienen. Es bietet eine übersichtliche und gut verständliche Darstellung der komplexen rechtlichen Verhältnisse im Bereich der Berufsbildung basierend auf dem aktuellen Berufsbildungsgesetz. Das Werk in Form eines Taschenbuchs ist auch auf italienisch erhältlich.
Bestellungen via SDBB-Verlag

29.06.2011

Kanton Neuenburg startet Berufsbildungsoffensive

Der Kanton Neuenburg will in den nächsten acht Jahren den Anteil der Jugendlichen, die nach der obligatorischen Schulzeit in die Berufsbildung eintreten, von 58 auf 68 Prozent steigern. Der Anteil der Lernenden, die ihre Ausbildung in Betrieb und Berufsfachschule absolvieren, soll sich gleichzeitig von 57 auf 80 Prozent erhöhen. Damit das Ziel realisiert werden kann, müssen 400 neue Lehrstellen geschaffen werden. Unternehmen ohne Lehrstellen sollen mittels Coaching dazu motiviert werden, Ausbildungsplätze anzubieten. Dazu soll im Herbst gemeinsam mit dem Gewerbeverband ein Pilotprojekt gestartet werden.
Der Kanton Neuenburg ist überzeugt, dass das duale Berufsbildungssystem massgeblich zur Integration Jugendlicher in den Arbeitsmarkt beiträgt.
Referat von Philippe Gnaegi, Vorsteher des Amts für Erziehung, Kultur und Bildung des Kantons Neuenburg, anlässlich der Medienveranstaltung des BBT "Schulabgänger/ innen ohne Anschluss – Was tun Bund, Kantone und die Wirtschaft?"

29.06.2011

BE: Entspannung auf dem Lehrstellenmarkt

Der Kanton Bern meldet eine Entspannung auf dem Lehrstellenmarkt. Mit Stichtag 1. Juni 2011 waren bereits gegen 8000 neue Lehrverträge registriert, leicht mehr als 2010. Gleichzeitig sind im Kanton Bern noch über 800 offene Lehrstellen gemeldet. Laut Erziehungsdirektor Bernhard Pulver besuchen trotz vieler noch offener Stellen rund ein Fünftel der Volksschüler/innen ein Brückenangebot: Sei es, weil sie keine Lehrstelle in ihrem Wunschberuf gefunden haben oder weil sie ihre schulischen Leistungen noch aufbessern wollen.
Referat von Bernhard Pulver vom 20. Juni anlässlich der Medienveranstaltung des BBT "Schulabgänger/innen ohne Anschluss – Was tun Bund, Kantone und die Wirtschaft?"

29.06.2011

BE: Erziehungsdirektion muss sparen

Dem Kanton Bern droht ab 2012 ein Defizit. Im Rahmen eines Entlastungspaketes ist für die Erziehungsdirektion des Kantons Bern eine Budgetreduktion von rund 65 Millionen Franken festgelegt worden. Unter anderem werden gewisse Ausbildungsgänge an Lehrwerkstätten aufgehoben und die Schlossbergschule in Spiez geschlossen. Gleichzeitig sieht das Entlastungspaket auch höhere Beiträge des Bundes an die Berufsbildung und die Erhöhung der Studiengebühren an den Hochschulen vor.
Medienmitteilung

29.06.2011

Deutschland fördert betriebliche Ausbildungsqualität

Betriebe werden die Anstrengungen zur Sicherung ihres Fachkräftenachwuchses verstärken müssen. Insbesondere wird die Qualität der betrieblichen Bildung eine immer grössere Rolle spielen, um Lernende zu gewinnen. Der Frage, wie diese Qualität gesichert und kontinuierlich weiterentwickelt werden kann, widmen sich bundesweit zehn neue Modellversuche, die vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) gefördert werden. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung stellt hierfür in den nächsten Jahren rund 5 Millionen Euro für die Bereiche Handwerk, Industrie und Dienstleistungen sowie für berufsübergreifende Konzepte zur Verfügung.

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

29.06.2011

Prüfungsordnungen in Vernehmlassung

Die zuständigen Trägerorganisationen haben Entwürfe der Prüfungsordnungen über folgende Berufsund höhere Prüfungen beim Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) eingereicht:
- Korrektor/Korrektorin mit eidgenössischem Fachausweis
- Spezialist/Spezialistin für die Rehabilitation von sehbehinderten und blinden Menschen mit eidgenössischem Diplom
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29.06.2011

Die Gebühren am EHB steigen

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 10. Juni 2011 auf Antrag des Rats des Eidgenössischen Hochschulinstituts für Berufsbildung (EHB) eine Revision des EHB-Gebührenreglements genehmigt. Damit steigen die Gebühren am EHB ab dem 1. August 2011 spürbar an.
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29.06.2011

JU: Berufsbildungsfonds unterstützt Arbeitnehmende ohne Abschluss

Der Berufsbildungsfonds des Kantons Jura unterstützt Unternehmen, die sich für die berufliche Weiterbildung einsetzen. Neu werden auch Arbeitnehmende ohne Berufsabschluss, die einen anerkannten Abschluss (eidg. Fähigkeitszeugnis (EFZ) ohne Berufslehre/Art. 32 BBG) erwerben möchten, unterstützt. Der Fonds richtet engagierten Betrieben entsprechende Entschädigungen aus. Damit will der Kanton mithelfen, das Qualifikationsniveau der Arbeitnehmenden in jurassischen Unternehmen anzuheben.
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Mittelschulen und Hochschulen

29.06.2011

Neue und geänderte Angebote an Hochschulen

Das Angebot an interdisziplinären Masterstudiengängen wird von den Hochschulen immer weiter ausgebaut. So führt die Universität Bern neu einen Master of Arts in "Editionsphilologie", die Fachhochschule Ostschweiz (FHS St. Gallen) einen neuen Masterstudiengang "Applied Ergonomic Engineering" und die Pädagogische Hochschule Thurgau einen Masterstudiengang "Frühe Kindheit". Lesen Sie mehr zu diesen und weiteren Neuerungen an Hochschulen.

Beratung

29.06.2011

SDBB-Verlag: Neue Medien für die Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung

Vor der Sommerpause präsentiert der SDBB-Verlag einerseits sein druckfrisches neues Medienverzeichnis, andererseits nochmals eine ganze Reihe neuer Medien. Die Palette reicht vom Chancenheft "Öffentliche Verwaltung und Rechtspflege" über ein neues Heft "Bewegungsberufe" bis zum zweiten Laufbahnführer für Hochschulabsolvierende nach neuem Konzept: "Medizinische Wissenschaften".
Zudem erscheinen verschiedene neue und aktualisierte Faltblätter, u.a. Lehrer/in Kindergarten, Volksschule, Sekundarstufe I, Ofenbauer/in oder Wohntextilgestalter/ in. Informationen zu den neuen Medien im SDBB-Verlag mit Online-Bestellmöglichkeit finden Sie hier.

29.06.2011

SDBB-Symposium zum Thema Berufswahlfreiheit

Der Gedanke der "Berufswahlfreiheit" taucht nicht nur in der alltäglichen beruflichen Beratung auf, sondern auch in Medienberichten, Fachtexten oder Diskussionen. Innere und äussere Faktoren können die Berufswahlfreiheit fördern oder einschränken. Ein äusserer Faktor ist beispielsweise der Lehrstellenmarkt, der sich zurzeit für die Jugendlichen recht positiv darstellt. Was heisst das für die Berufswahlfreiheit? Das vom Schweizerischen Dienstleistungszentrum für Berufsbildung | Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung organisierte 18. Berufsberatungssymposium vom 6. September in Zürich gibt dazu mögliche Antworten.

29.06.2011

Spitzensport – kein Hindernis für eine Ausbildung

Die Broschüre "Zwischen Schulbank und Trainingsplatz" des Schweizerischen Fussballverbandes (SFV) aus dem Jahr 2005 wurde überarbeitet und steht nun aktualisiert wieder zur Verfügung. Neben allgemeinen Informationen zur Berufswahl beschreibt sie sowohl Sportschulen als auch Berufslehren für Spitzensportler/ innen. Ausserdem sind auf einer Seite alle Berufe, die mit Sport zu tun haben, aufgelistet. Die Broschüre kostet 10 Franken und kann beim SFV bestellt werden.
Kontakt: spoerri.thomas@football.ch;
Telefon 031 950 81 34

Arbeitsmarkt

29.06.2011

Mehr Schutz für Hausangestellte

Die Internationale Arbeitsorganisation (IAO) hat in Genf kürzlich eine Vereinbarung (englisch) zum Schutz der Hausangestellten angenommen. Sie definiert angemessene Arbeitsbedingungen in folgenden Bereichen: zumutbare Arbeit, Lohn, Freizeit, Arbeitslosenversicherung, Mutterschaftsurlaub, regelmässige Arbeitszeiten. In der Schweiz gibt es über 50 000 nicht gemeldete Hausangestellte, die von diesem sozialen Fortschritt profitieren könnten. Weltweit wären von diesem neuen internationalen Vertrag zwischen 53 und 100 Millionen Beschäftigte, darunter 92 Prozent Frauen, betroffen. Die einzelnen Staaten sind nun eingeladen, diese Vereinbarung zu ratifizieren.

29.06.2011

Starkes Wachstum "grüner" Arbeitsstellen

Im Bereich Umwelt sind in der Schweiz 116000 Personen beschäftigt. Eine Studie des World Wildlife Fund mit dem Titel "Umweltmärkte in der Schweiz – Perspektiven für Wirtschaft und Beschäftigung" prognostiziert, dass dieser Sektor bis 2020 160 000 Stellen aufweisen wird. Zähle man die Cleantech-Unternehmen dazu, zähle der Umwelt-Arbeitsmarkt in zehn Jahren sogar 334000 Beschäftigte. Gemäss der Studie sind bei den Beschäftigten der ökologische Bausektor (+43%), nachhaltige Finanzanlagen (+31%), erneuerbare Energien (+13%) und die biologische Nahrungsmittelindustrie (+6%) in den letzten Jahren am stärksten gewachsen. Dies spreche auch für eine Entwicklung des Umwelt bewusstseins in allen Berufen.
Medienmitteilung

29.06.2011

KMU offen für technischen Fortschritt

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bewerten bei den Megatrends den technischen Fortschritt am optimistischsten. Dies geht aus einer Untersuchung der Crédit Suisse bei 1800 Schweizer KMU hervor. Die KMU sind sich gemäss der Studie bewusst, dass sie auf dem Weltmarkt nur dann eine Chance haben, wenn sie der Konkurrenz einen Schritt voraus sind. Deshalb sei es wichtig, Kundenbedürfnisse rechtzeitig zu erkennen und ständig nach Verbesserungen zu suchen. Jedes dritte der befragten Unternehmen erzielt mehr als ein Drittel des Umsatzes durch neue Produkte.

29.06.2011

Schwarzarbeit: Mehr Sanktionen

Die Sanktionen und Verwaltungsmassnahmen gegenüber Schwarzarbeit sind 2010 auf 2986 gestiegen (2009: 1733). Gemäss Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) ist dieser Anstieg darauf zurückzuführen, dass gesamtschweizerisch mehr Inspektoren (total: 66,9 Vollzeitstellen) eingesetzt worden sind. Zudem seien die Abklärungen vertiefter als in den Vorjahren durchgeführt worden. Verbessert habe sich auch die Zusammenarbeit zwischen den Sozialversicherungs-, Ausländer- und Quellensteuerbehörden.
Medienmitteilung

29.06.2011

Talente werden knapp

In der Schweiz bekunden gemäss einer Umfrage des Personaldienstleisters Manpower 46% der Unternehmen Mühe, unter den Stellensuchenden genügend Talente zu finden. Dieser Wert ist im Vergleich zum Vorjahr um 11% gestiegen. Weltweit finden 34% der Arbeitgeber nur mit Schwierigkeiten qualifiziertes Personal. Befragt wurden insgesamt 40000 Unternehmen in 39 Ländern. "Die Talentknappheit in der Schweiz ist im internationalen Vergleich überdurchschnittlich hoch. Arbeitgeber und politische Entscheidungsträger werden alles tun müssen, um Weiterbildungen nachhaltig zu fördern", kommentiert Urs Schüpbach, Generaldirektor von Manpower Schweiz.

29.06.2011

Personenfreizügigkeit fördert Wirtschaftsentwicklung

Das Personenfreizügigkeitsabkommen zwischen der Schweiz und der EU hat sowohl die Wirtschaftsentwicklung wie auch das Bevölkerungswachstum in den letzten Jahren begünstigt. Der Wirtschaftsstandort Schweiz wurde gestärkt. Negative Auswirkungen der Zuwanderung auf einheimische Arbeitskräfte blieben dank Gesamtarbeitsverträgen und den Flankierenden Massnahmen eng begrenzt. Die politische Diskussion um die Zuwanderung verlagert sich aktuell auf die Auswirkungen eines stärkeren Bevölkerungswachstums. Dies sind die Kernaussagen eines Beitrags von Serge Gaillard, Direktor für Arbeit im Seco und Bernhard Weber, Ressort Arbeitsmarkt und Sozialpolitik des Seco, in der Zeitschrift "Die Volkswirtschaft".

Berufliche Integration

29.06.2011

Bundesstellen: 1-2 Prozent behinderte Beschäftigte als Ziel

Die Bundesverwaltung soll kranke oder verunfallte Arbeitnehmende wieder eingliedern und die Integration von behinderten Menschen, die noch nicht beim Bund arbeiten, fördern. Dazu hat der Bundesrat Richtlinien erlassen mit dem Ziel, die Arbeitsplätze behinderten Mitarbeitenden anzupassen und den Zugang zu Gemeinschaftsräumen zu erleichtern. Zudem sollen Behinderte vom Beratungs- und Koordinationsangebot profitieren können. Jedes Departement soll eine Fachperson für Integration bezeichnen. Diese soll Ansprechpartner für die Führung und die Personalabteilung sein. Ziel ist es, dass bis 2015 behinderte Personen einen Anteil von 1 bis 2 Prozent der Gesamtzahl der Beschäftigten haben.
Medienmitteilung

29.06.2011

Sozialfirmen, von mehreren Seiten betrachtet

Die Zeitschrift Soziale Sicherheit (Nummer 3/2011) hat als Schwerpunkt das Thema "Sozialfirmen“. Sind Sozialfirmen ein Hoffnungsträger für arbeitsmarktlich benachteiligte Menschen oder bloss eine soziale Form von Unternehmen? Was ist ihr Beitrag für die Weidereingliederung von Sozialhilfebeziehenden? Wie weit greifen gezielte Arbeitsintegrationszuschüsse für Langzeitarbeitslose? Diese und weitere Fragen werden in informativen Beiträgen behandelt.

Verschiedenes

29.06.2011

Sara Reist ist gestorben

Am 10. Juni ist Sara Reist (sre) an einem Herzversagen gestorben. Sie arbeitete als wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Verband Schweizerischer Arbeitsmarktbehörden (VSAA) und war in dieser Funktion Mitglied unserer Fachredaktion Arbeitsmarkt. Sara hat regelmässig und kompetent Meldungen für den Newsletter PANORAMA.aktuell geschrieben. Wir sind betroffen und sprechen ihrer Familie und dem VSAA unser Beileid aus.
Redaktion und Produktion PANORAMA

29.06.2011

Veränderungen in der Newsletter-Redaktion

Diana Hausammann (dh) verlässt das SBBK-Sekretariat und damit auch die Redaktion von PANORAMA. aktuell. Sie hat als Mitglied der Fachredaktion Berufsbildung dafür gesorgt, dass über Entwicklungen in den Kantonen berichtet wird. Wir danken ihr für ihr Engagement und wünschen ihr für die Zukunft alles Gute.
Bereits seit dem März unterstützt Lionel Jacquier (lj) die Fachredaktion Berufsberatung. Er hat an der Universität Neuenburg Arbeitspsychologie studiert und absolviert zurzeit ein Praktikum als Berufsberater im Office d'orientation scolaire et professionnelle du Valais romand in Sitten. Er schreibt Meldungen für den Newsletter und Fachbeiträge für die Zeitschrift PANORAMA. Daneben bildet er sich zum Fachpsychologen für Laufbahn- und Personalpsychologie (FSP) weiter.