Newsletter vom 15.06.2011

Aktuelle Meldungen vom 15.06.2011

Berufliche Grundbildung

15.06.2011

Nationalrat will 100 Millionen Franken mehr für die Berufsbildung

Der Nationalrat hat beschlossen hat, 100 Millionen Franken mehr für die Berufsbildung bereitzustellen, als dies im Antrag des Bundesrats vorgesehen war. Damit würde der Bundesanteil dem gesetzlichen Richtwert von 25 Prozent entsprechen. Das Abstimmungsprotokoll mit den Einzelvoten vom 7. Juni 2011 betreffend die Förderung von Bildung, Forschung und Innovation im Jahr 2012 ist jetzt aufgeschaltet. Ebenso online zugeschaltet sind die Debatte im Ständerat (Erstrat am 17. März 11) und die entsprechende Botschaft des Bundesrats.
Stellungnahmen zum Nationalratsbeschluss
- Arbeitgeberverband
- Gewerbeverband
- Schweizerischer Gewerkschaftsbund

15.06.2011

Vernehmlassung zur Normvorlage für die Bildungsverordnungen

Das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) hat einen neuen Normtext für Verordnungen über die berufliche Grundbildung erarbeitet. Er dient den Verbundpartnern als Richtschnur bei der Erarbeitung oder Revision von Bildungsverordnungen und Bildungsplänen sowie als Orientierungshilfe im Hinblick auf ein einheitliches Bildungssystem. Mit dem neuen Text sollen die Rechtssicherheit der Ausbildungsunterlagen verbessert, Doppelspurigkeiten zwischen Bildungsverordnung und Bildungsplan ausgemerzt und die Handlungskompetenzorientierung konsolidiert werden. Die Vernehmlassungsfrist läuft bis zum 30. August 2011.
Weitere Informationen (PDFs in der rechten Spalte der Seite)

15.06.2011

Vernehmlassungen, Erlasse

Das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) hat folgende Verordnung über die berufliche Grundbildung erlassen:
- Printmedienpraktiker / Printmedienpraktikerin EBA
Sie tritt per 1. Januar 2012 in Kraft.
Weitere Informationen

15.06.2011

Umfrage: Die kantonalen Ausprägungen des Bildungssystems

Aus der Kantonsumfrage IDES kann entnommen werden, wie gross der Anteil an Berufsfachschulen in den 26 Kantonen ist, an denen internationale Fremdsprachenzertifikate erworben werden können. Die Umfrage bietet einen umfassenden Überblick über die kantonalen Ausprägungen des Bildungssystems auf verschiedenen Schulstufen.
Über die berufliche Grundbildung an Berufsfachschulen wurden Daten zu Schul- und Klassenstrukturen, Unterricht (Fremdsprachen, Förderangebote), Lehrpersonen, Bildungsqualität sowie Schulsozialarbeit erhoben. Die Umfrage wird jährlich vom Informations- und Dokumentationszentrum IDES der EDK durchgeführt und online publiziert.

15.06.2011

SZ: Erster kantonaler Lehrstellenmarkt

Am 18. Mai 2011 fand in der MPS Rothenthurm im Kanton Schwyz der erste kantonale Lehrstellenmarkt statt. Gut 150 Schüler/innen der 3. Oberstufe und der Brückenangebote nahmen am gemeinsamen Projekt der Koordinationspartner für die Nahtstelle Sekundarstufe l teil. 20 Firmen und Ausbildungsinstitutionen präsentierten ihre freien Lehrstellen. Fast alle Firmen konnten einen bis mehrere Schnuppertermine mit Jugendlichen festlegen. Die Projektgruppe entschied nach den erfreulichen Rückmeldungen der Lehrbetriebe auch im nächsten Jahr ein Lehrstellenmarkt durchzuführen.
Rückblick

15.06.2011

Deutsche Portale zur Benachteiligtenförderung und Übergang 1

Die Online-Angebote des "Good Practice Center" des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zur Benachteiligtenförderung und zum Übergang Schule-Beruf wurden überarbeitet. Um die Expertinnen und Experten der beruflichen Bildung in den verschiedensten Funktionen schneller und besser bei ihrer Arbeit zu unterstützen, wurden die Portale "Benachteiligtenförderung Online" und "LänderAktiv" überarbeitet. Mit optimierten Gestaltungselementen setzt das GPC neue inhaltliche Akzente.

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

15.06.2011
15.06.2011

ICT-Fachkräftemangel in der Schweiz

Das Berufsfeld der Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) ist mit einem BIP-Anteil von 5 Prozent (oder 25 Milliarden Franken) von entscheidender Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit des Innovations- und Technologiestandorts Schweiz. Zwei im Jahr 2010 durchgeführte Studien zeigen auf, dass bis 2017 in der Schweiz 32000 ICT-Fachkräfte fehlen werden und dass die Wirtschaft dringend auf optimal ausgebildete ICT-Fachkräfte angewiesen ist. Diese Resultate haben die neue nationale Organisation der Arbeit ICT-Berufsbildung Schweiz dazu bewogen, den eidgenössischen Fachausweis Informatik neu zu beurteilen und die Ausbildungsinhalte noch besser auf künftige Erfordernisse der Wirtschaft abzustimmen.
Weitere Informationen

15.06.2011

GE: Finanzielle Unterstützung für die Weiterbildung am Arbeitsplatz

Genfer Unternehmen erhalten für Arbeitnehmende ohne Berufsabschluss, die ein eidg. Fähigkeitszeugnis (EFZ) oder ein Attest für die 2-jährige berufliche Grundbildung (EBA) erwerben möchten, finanzielle Unterstützung aus dem Berufsbildungsfonds des Kantons Genf. Interessierte können die Ausbildung berufsbegleitend absolvieren. Ihr Lohn wird je zu 50 Prozent vom Unternehmen und dem Fonds übernommen.
Weitere Informationen (französisch)

Mittelschulen und Hochschulen

15.06.2011

Deutschland: Self-Assessments zur Studienwahl

In Deutschland bieten immer mehr Hochschulen Self-Assessments zur Studienwahl an. Interessierte können mit diesen Verfahren im Internet selbst überprüfen, ob die eigenen Interessen und Fähigkeiten zum Wunschstudiengang passen oder nicht. An einzelnen Hochschulen ist es sogar obligatorisch, dass die Studierenden vor einer Anmeldung eine solche Selbsterkundung durchgeführt haben. Self-Assessments gibt es praktisch zu allen Studienrichtungen, die deutsche Bundesagentur für Arbeit hat eine Vielzahl von Links auf ihrer Webseite zusammengestellt.

Beratung

15.06.2011

Einflussfaktoren für die Berufswahl

Das deutsche Bundesinstitut für Berufsbildung hat Jugendliche rückblickend zu ihrer Berufswahl befragt. Beiden Geschlechtern war es wichtig, einen Beruf zu finden, der zu ihnen passe und Spass mache. Es war ihnen aber auch wichtig, überhaupt einen Ausbildungsplatz zu finden, gegen Entlassungen möglichst abgesichert zu sein, und anderen Menschen helfen zu können. Für Rat und Unterstützung bei der Berufswahl zählten die Jugendlichen in erster Stelle auf ihre Eltern, und erst danach auf Gleichaltrige und Lehrpersonen. Für das Kennenlernen der Berufe waren Betriebspraktika am wichtigsten, gefolgt vom Internet und von Betriebsbesichtigungen.
Studie

15.06.2011

Herkunft und Sprache beeinflussen die Benotung

Die Bildungsdirektion des Kantons Zürich verfolgt die Leistungsentwicklung von rund 2000 Schülerinnen und Schülern seit ihrem Schuleintritt im Jahr 2003. Eben sind die Ergebnisse der Lernstanderhebung 2009 veröffentlicht worden. Sie zeigen, dass sozial benachteiligte Schülerinnen und Schüler mit Deutsch als Zweitsprache bei gleicher Leistung oft tiefer benotet werden als sozial Privilegierte und Deutschsprachige. Zusätzlich setzen Lehrpersonen in leistungsstarken Klassen einen höheren Massstab an und benoten die einzelnen Lernenden tiefer. In leistungsschwächeren Klassen fällt die Benotung hingegen höher aus.
Die individuellen Merkmale spielen auch für den Übertritt in einen Schultyp der Sekundarstufe I eine Rolle. So treten sozial privilegierte Lernende mit dem Notendurchschnitt 5,5 eher ins Gymnasium über, sozial benachteiligte mit dem gleichen Durchschnitt eher in die Abteilung A der Sekundarschule. Diese und weitere Ergebnisse hat die Züricher Bildungsdirektion am 9. Juni den Medien und interessierten Fachkreisen vorgestellt.
Downloads, u.a. die Broschüre "Lernstandserhebung 6. Klasse".

15.06.2011

BE: Lehrstellensuche für Jugendliche mit Startschwierigkeiten

Im Rahmen der interinstitutionellen Zusammenarbeit hat der Kanton Bern 2011 mit "Pro Lehrstelle" eine Leistungsvereinbarung abgeschlossen. "Pro Lehrstelle" ist eine Aktiengesellschaft mit dem Hauptziel, einen Lehrstellennetzwerk aufzubauen und zu pflegen. Die auf dieser Basis geschaffenen Lehrstellen sind 15- bis 25-jährigen Jugendlichen vorbehalten, die wegen Schulschwierigkeiten oder ihrem sozial-kulturellen Hintergrund geringe Chancen haben, eine berufliche Grundbildung zu absolvieren. Um von diesem Angebot zu profitieren, müssen sich die Jugendlichen via Berufsberatung (Berufsberater/in, Case Manager/in) anmelden lassen.

Arbeitsmarkt

15.06.2011

Besser aus der Krise dank Kurzarbeit

Die Kurzarbeit erwies sich während der Wirtschaftskrise als erfolgreiches Instrument, um den Anstieg der Arbeitslosigkeit zu reduzieren. Zudem konnten im rasch folgenden Aufschwung den Unternehmen die wichtigen Mitarbeitenden gesichert werden. Die Auswirkungen der Krise waren für die Vollzugsorgane der Arbeitslosenversicherung 2010 dennoch spürbar. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote im Jahr 2010 stieg nochmals um 0,2 Prozentpunkte auf 3,9% (2009: 3,7%). Der Anteil der Langzeitarbeitslosen am Total der Arbeitslosen stieg binnen Jahresfrist von 17,5% auf rund 22%. Dies zeigen die Ergebnisse der aktuellen Wirkungsmessung der RAV.
Medienmitteilung

15.06.2011

Ausgesteuerte verschwinden aus der Statistik

Gemäss vorläufigen Angaben der Arbeitslosenversicherungskassen belief sich die Zahl der Personen, die ihr Recht auf Arbeitslosenentschädigung im Verlauf des Monats März 2011 ausgeschöpft hatten, auf 16055 Personen. Davon sind 13248 Personen auf die per 1. April 2011 in Kraft tretende Revision des Arbeitslosenversicherungsgesetzes (AVIG) zurückzuführen. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) hält im Weiteren fest, dass von den ausgesteuerten Personen 18% eine neue Stelle gefunden haben. 32% sind weiterhin bei einem RAV registriert, während 50% nicht mehr eingeschrieben sind und somit aus der Statistik verschwinden.
Medienmitteilung

15.06.2011

Leichte Zunahme der Konkurse

2010 wurden in der Schweiz gemäss der Betreibungs- und Konkursstatistik des Bundesamts für Statistik 10932 Konkurseröffnungen verzeichnet. Das sind 4,3% mehr als im Vorjahr. Die Verluste aus Abschlüssen von Konkursverfahren gingen im gleichen Zeitraum um 8,3% zurück. Zudem wurden 2010 über 2,6 Millionen Zahlungsbefehle ausgestellt, 5,1% mehr als im Vorjahr.

Berufliche Integration

15.06.2011

Online-Stellenangebot: Rekordwachstum

Das Schweizer Online-Stellenangebot steigt so stark wie nie zuvor und hat im April 2011 seit Beginn der Berechnungen vor zehn Jahren einen Höchststand erreicht. Bei den Stellenangeboten auf Firmenwebsites beträgt der Monster-Index-Schweiz MIS 244, bei den Online-Stellenbörsen 207 Punkte (Januar 2001 = 100 Indexpunkte). Mit diesem stärksten Anstieg seit Januar 2001 hat sich das Online-Stellenangebot in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt. Der MIS (ehemals Jobpilot-Index) bildet das Stellenangebot im Internet ab. Er wird von der Fachhochschule Nordwestschweiz und der Universität Zürich im Auftrag der Jobbörse Monster.ch erhoben.
Medienmitteilung

15.06.2011

Bund stellt um auf E-Recruiting

Die Bundesverwaltung rekrutiert ihre künftigen Mitarbeitenden neu über ein zentrales Internetportal. Auf www.stelle.admin.ch finden Interessierte alle Informationen rund um die Arbeitswelt in der Bundesverwaltung. Gleichzeitig mit der Aufschaltung des Stellenportals erfolgt auch die Umstellung auf das E-Recruiting – das elektronische Bewerbungsmanagement. Der gesamte Rekrutierungsprozess von der Stellenausschreibung bis zur Zusage wird künftig elektronisch bearbeitet.

15.06.2011

Arbeiten mit Krebs – eine Herausforderung

Krebskranke können in bestimmten Situationen an den Arbeitsplatz zurückkehren. Je nach Voraussetzungen geschieht dies auf sehr unterschiedliche Weise. Die Faktoren für eine Reintegration und die Arbeitsbedingungen, die dies ermöglichen, sind die zentralen Themen von "Travailler avec le cancer" (Arbeiten mit Krebs), einer kürzlich publizierten Studie des "Centre d'étude de l'emploi" in Paris. Sie basiert auf der Beobachtung von 1518 Fällen und zeigt anhand eines Vergleichs typischer Situationen Wege auf, wie sich Arbeit und Gesundheit vereinbaren lassen.

15.06.2011

Deutschland: Bericht beurteilt arbeitsmarktpolitische Instrumente

Arbeitsmarktinstrumente wie Weiterbildung oder Ein-Euro-Job sind nicht überflüssig. Das geht aus einer Studie des deutschen Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Zumindest für bestimmte Zielgruppen hätten die meisten Instrumente eine positive Wirkung. Diese schwanke stark, wenn zwischen einzelnen Gruppen von Geförderten unterschieden werde. Von Bedeutung sei insbesondere die Teilnehmerstruktur, betont das IAB. Die Forschungsergebnisse zu den Ein-Euro-Jobs würden beispielsweise zeigen, dass diese zu undifferenziert eingesetzt werden. Der Massnahmeneinsatz orientiere sich insgesamt noch nicht konsequent genug am individuellen Bedarf der Arbeitslosen.

Verschiedenes

15.06.2011

VSAA: Neuauflage der AVIG-Publikation

Das revidierte Arbeitslosenversicherungsgesetz (AVIG) und die -verordnung (AVIV) sind seit 1. April 2011 in Kraft. Die Änderungen der 4. Revision des AVIG und der AVIV betreffen sowohl die Leistungs- als auch die Beitragsseite. Aus diesem Anlass erscheint eine Neuauflage der AVIG-Publikation des Verbands Schweizerischer Arbeitsmarktbehörden (VSAA). Die 9., vollständig überarbeitete Auflage orientiert über die Gesetzgebung und deren Vollzug und stellt die Gesetzesartikel und Verordnungsbestimmungen in der seit April geltenden Fassung synoptisch dar.
Publikation bestellen

15.06.2011

Kostenlose Rechtsberatung für Jugendliche

Die Kinderlobby Schweiz bietet eine kostenlose Rechtsberatung für Junge Leute bis 18 Jahre an. Jugendliche können sich mit Fragen zu ihren Rechten, beispielsweise der Ausbildung oder dem Familienleben, telefonisch oder per Mail an die Kinderlobby wenden. Die Auskünfte werden vertraulich behandelt. Grundlage für die Rechtsberatung ist die Kinderrechtskonvention der Uno, die von verschiedenen Staaten unterzeichnet wurde und auch in der Schweiz gültig ist.