Newsletter vom 04.05.2011

Aktuelle Meldungen vom 04.05.2011

Berufliche Grundbildung

04.05.2011

Fakten und Zahlen zur Berufsbildung in der Schweiz

Die Broschüre "Berufsbildung in der Schweiz – Fakten und Zahlen 2011" des Bundesamts für Berufsbildung und Technologie (BBT) ist erschienen. Sie enthält nebst generellen Darstellungen zum Schweizer Berufsbildungssystem Grafiken zu Themen wie "Einstieg in die Berufswelt", "Berufsmaturität" und "Finanzierung der Berufsbildung". Die Broschüre ist auf Deutsch, Französisch, Italienisch sowie Englisch erhältlich und kann kostenlos über den Online-Shop von berufsbildungsplus. ch bezogen oder heruntergeladen werden. Auf dem Portal der Berufsbildung stehen alle Grafiken der BBT-Broschüre als Foliensatz für Präsentationszwecke zur Verfügung.

04.05.2011

Zwei neue Studiengänge für Lehrpersonen an Berufsfachschulen

Die Abteilung Sekundarstufe II/Berufsbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich (PHZH) erweitert ihr Angebot mit zwei vom Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) anerkannten Studiengängen: Der eine für Lehrpersonen in der Berufsmaturität (BMStudiengang), der andere für Lehrpersonen in kaufmännischen Berufsschulen und im Detailhandel (Studiengang Wirtschaft und Gesellschaft, W&G). Ferner werden die Studiengänge für Berufsfachschul-Lehrpersonen noch konsequenter modularisiert. Seit 2010 sind die zuvor am Zürcher Hochschulinstitut für Schulpädagogik und Fachdidaktik (ZHSF) angesiedelten Studiengänge für Berufsfachschul-Lehrpersonen in die PHZH integriert.
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04.05.2011

Vernehmlassungen, Erlasse, Anhörungen

Das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) hat folgende Entwürfe von Bildungsverordnungen und Bildungsplänen zur Stellungnahme unterbreitet:
- Detailhandelsassistent/in EBA: Die Anhörung läuft bis zum 2. Mai 2011
- Kauffrau/Kaufmann EFZ: Die Vernehmlassung läuft bis zum 4. Juli 2011
Zudem wurde am 25. März 2011 die neue Bildungsverordnung Automobil-Mechatroniker/in EFZ (Anhörung vom 24. Dezember 2010) erlassen.
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04.05.2011

Bericht: Sprachenkompetenz in der kaufmännische Grundbildung

Das Projekt Benchmarking LAP E-Profil ist ein gesamtschweizerisches Projekt des KV Schweiz, über das nun der vom Eidgenössischen Hochschulinstitut für Berufsbildung (EHB) verfasste Schlussbericht vorliegt. Die Zielsetzung war, mehr über die Sprachkompetenzen am Ende der kaufmännischen Grundbildung zu erfahren und diese mit internationalen Sprachprüfungen zu vergleichen. In die Analyse wurden über 1400 Jugendliche einbezogen, was Aussagen über sprachregionale Unterschiede, den sozioökonomischen Hintergrund und unterschiedliche Leistungen in den drei Sprachen Deutsch, Französisch und Englisch ermöglichen.

04.05.2011

ZH: Evaluation der "individuellen Begleitung"

Die fachkundige individuelle Begleitung (FiB) gehört im Kanton Zürich zum festen Angebot der zweijährigen beruflichen Grundbildung. Im Rahmen der FiB werden Jugendliche an Berufsfachschulen in drei Modellvarianten schulisch begleitet. Insgesamt sind an 14 Schulstandorten 40 bis 50 FiB-Personen im Einsatz, die ca. 1000 unterstützen. Eine Evaluation der Universität Zürich kommt zum Schluss, dass alle Befragten FiB als notwendiges Angebot bezeichnen. Kritische Stimmen beziehen sich auf den Übergang von der Ausbildung ins Erwerbsleben, der für viele trotz Unterstützung durch die FiB eine Herausforderung bleibt.
Weitere Informationen respektive Dokumente zur FiB im Kanton Zürich

04.05.2011

Bei gleichen Bedingungen sind Migranten gleich gut

Bei gleichen Ausgangsbedingungen sind Jugendliche mit Migrationshintergrund in der Ausbildung genauso erfolgreich wie junge Leute ohne Migrationshintergrund. Dies ist eine der Kernaussagen einer neuen Veröffentlichung des deutschen Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) und der Arbeitsgemeinschaft Berufsbildungsforschungsnetz (AG BFN). Dass Migration als Chance gesehen werden kann, belegen Forschungsergebnisse, die zeigen, wie interkulturelle Kompetenzen bereits heute konkret genutzt werden. Ein Beitrag beleuchtet beispielsweise das interkulturelle Lernen im Berufsschulunterricht.
Zum gleichen Themenbereich äussert sich in der neuesten Ausgabe der PANORAMA-Zeitschrift auch Margrit Stamm, Ordinaria für Erziehungswissenschaften an der Uni Fribourg. Im Artikel "Migranten sind auch gegen oben übervertreten" stellt sie das Forschungsprojekt MIRAGE vor.

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

04.05.2011

Prüfungsordnungen in Vernehmlassung

Die zuständigen Trägerorganisationen haben Entwürfe der Prüfungsordnungen über folgende Berufsund höhere Prüfungen beim Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) eingereicht:
- Einkaufsfachmann / Einkaufsfachfrau mit eidg. Fachausweis (Änderungsantrag)
- Einkaufsleiter / Einkaufsleiterin mit eidg. Diplom (Änderungsantrag)
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Mittelschulen und Hochschulen

04.05.2011

Mehr Studierende an den Schweizer Hochschulen

Im Herbstsemester 2010/11 waren an den Schweizer Hochschulen ca. 206600 Studierende immatrikuliert. Mit 131500 Studierenden machte der Anteil an den universitären Hochschulen (UH) rund zwei Drittel (64%) aus. An den Fachhochschulen (FH), zu welchen auch die Pädagogischen Hochschulen (PH) gehören, wurden 75000 Studierende (36%) gezählt. Die UH verzeichneten gegenüber dem Vorjahr eine Zunahme der Anzahl Studierenden um 3,6% und an den FH stieg die Zahl der Studierenden um 7,7%.
Hochschulindikatoren des Bundesamts für Statistik

Beratung

04.05.2011
04.05.2011

SDBB-Weiterbildung: Freie Plätze

Bei der Bedürfnis- und Bedarfsumfrage für die Weiterbildung 2012 lag das Fördern der Kompetenz "Beratungsgespräche führen" auf einem Spitzenplatz. Aus diesem Grund verweisen wir auf die beiden Angebote "Gesprächsführungsstrategien und sokratische Dialogtechniken" für Fachleute der Beratung sowie "Durchblick im Bildungsdschungel" für Fachleute der Information.
Weitere Informationen und Hinweise auf freie Plätze, auch zu anderen Weiterbildungen.

04.05.2011

SDBB-Verlag: Neue Medien für die Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung

Nach der Publikation von "Studium in Sicht" im vergangenen Jahr, des ersten Bandes des neu konzipierten "Schweizer Studienführer", folgt nun der zweite Band: "Studieren in der Schweiz", mit Informationen zum studentischen Leben und Porträts zu allen Schweizer Hochschulen. Zudem sind die beiden lang erwarteten Berufsbild-Faltblätter über die Berufe Grafiker/in und Polydesigner/in 3D ab sofort erhältlich. Infos zu den neuen Medien im SDBB Verlag mit Online-Bestellmöglichkeit finden Sie auf: www.sdbb.ch/neuerscheinungen. Eine weitere Dienstleistung des SDBB-Verlags sind die Tipps und Hinweise zu Publikationen, die sich für den Einsatz in der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung eignen – oder eben nicht; diesmal zu den Themen "Wirtschaftsausbildungen" und "Heilpraktiker- und Therapeuten-Verzeichnis".

04.05.2011

Neue TV-Ratgebersendung zur Berufswahl

Der neue Fernsehkanal Joiz richtet sich an die Zielgruppe der 15- bis 30-Jährigen in der Deutschschweiz. In der halbstündigen Ratgeber- und Talksendung "joiZone Jobs" am Mittwoch werden jeweils Ausbildung, Karriere, Arbeitswelt und Stellensuche thematisiert. Im Gespräch mit einem Moderator geben Experten Tipps. Für die Sendung werden noch Fachpersonen im Bereich der Berufs- und Laufbahnberatung gesucht. Idealerweise ist eine Expertin oder ein Experte selber jung, schreibt die Joiz AG mit Sitz in Zürich.
Kontakt: andrew.jones@joiz.ch.

Arbeitsmarkt

04.05.2011

Schweizer Stellenmarkt überwindet Stagnation

Im ersten Quartal 2011 wurden in der Schweiz insgesamt knapp ein Drittel mehr Stellen ausgeschrieben als vor einem Jahr. Nach Überwindung der hartnäckigen Stagnation in der zweiten Hälfte 2010 erreichte das Stellenangebot nun fast wieder das Niveau der Hochkonjunktur von 2008. Dies zeigt der aktuelle Adecco-Swiss-Job-Market-Index, die von der Universität Zürich erhobene Messgrösse für den Schweizer Stellenmarkt in Internet und Presse. Neu lässt sich die Entwicklung des Stellenangebots in acht Berufsgruppen beurteilen. Überdurchschnittlich legten im ersten Quartal 2011 die Berufe in den Bereichen Büro und Verwaltung (+38%) sowie Gastgewerbe (+28%) zu.
Medienmitteilung

04.05.2011

Die Einkommensschere wächst

In den letzten fünfzehn Jahren haben in der Schweiz die Reallöhne der der am besten bezahlten 40000 Personen um über 20% zugenommen. Demgegenüber stiegen die unteren und mittleren Löhne im gleichen Zeitraum um 2% bis 4%. Am stärksten ausgeprägt ist die Lohnschere in den Branchen mit den höchsten Bonuszahlungen (Banken, Versicherungen). Zu diesem Befund gelangt der Verteilungsbericht des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds. Anstelle der individuellen Lohnpolitik fordert deshalb der SGB generelle Lohnerhöhungen und einen gesetzlichen Mindestlohn von 22 Franken pro Stunde.

04.05.2011

Schweizer Beschäftigte sind mobilitätsfreudig

Schweizer Arbeitnehmende zeigen eine hohe Bereitschaft zu Mobilität, wenn es um eine attraktive Stelle geht. 40% sind für einen Umzug innerhalb der Schweiz besonders offen. Mehr als ein Drittel wäre auch bereit, für einen guten Job in ein anderes Land zu ziehen, wobei Europa klar im Vordergrund steht. Zu diesem Ergebnis gelangt eine Untersuchung, die der Personaldienstleister Kelly Services in 30 Ländern, darunter auch in der Schweiz, durchgeführt hat.

04.05.2011

Cleantech beschäftigt mehr Personen als der Tourismus

Im Jahr 2008 arbeiteten ungefähr 160 000 Personen im Bereich Cleantech (saubere Technologien), was 4,5% aller Beschäftigten entspricht. Cleantech beschäftigt mehr Arbeitnehmende als beispielsweise die Tourismusbranche (138000 Vollzeitbeschäftigte 2005). Diese Zahlen gehen aus dem ersten "Swiss Cleantech Report" hervor.
Die Schweiz ist bei Pharma und Biotechnologie in der Spitzengruppe. Sie hat auch bei der Trennung und Wiederverwertung des Abfalls oder bei der Behandlung von Spurenverunreinigungen gute Karten. Andere viel versprechende Einsatzmöglichkeiten sind: kleine Wasserkraftwerke, Wärmepumpen oder die Einrichtung von Sonnenkollektoren sowie die Fotovoltaik.

04.05.2011

GE: Der Staat unterstützt den Arbeitsmarkt

Die "Fondation d'aide aux entreprises" (FAE; Stiftung zur Unterstützung der Unternehmen) hat seit 2006 dazu beigetragen, im Kanton Genf 2103 Stellen zu schaffen oder zu erhalten, indem sie 225 Unternehmen begleitete. Mit 10 Mitarbeitenden und einem jährlichen Budget von 1,7 Mio. Franken ergänzt die FAE die Wirtschaftsförderung des Kantons Genf. Die FAE ist auf verschiedenen Gebieten aktiv, insbesondere bei der Finanzbeschaffung für die Gründung einer neuen oder die Überschreibung einer bestehenden Firma. Die Interventionen betrafen 2010 das Baugewerbe (25% mehr bearbeitete Dossiers), die Industrie (17% mehr bearbeitete Dossiers) und die neuen Technologien (60% mehr bearbeitete Dossiers).
Medienmitteilung (französisch)

Berufliche Integration

04.05.2011

Personalrekrutierung ohne Diskriminierungen

Das schweizerische Forum für Migrations- und Bevölkerungsstudien der Universität Neuenburg hat eine Untersuchung über Massnahmen im Kampf gegen Ungleichbehandlung in der Arbeitswelt abgeschlossen. Die Studie befasst sich mit Fragen im Zusammenhang mit dem Zugang von ausländischen und behinderten Personen zu Arbeitsstellen. Der Bericht gibt einen Überblick über innerbetriebliche freiwillige Massnahmen, überprüft deren Wirkung und liefert praktische Hinweise.

04.05.2011

Hohe Hürden für Berufseinsteiger

Berufseinsteiger mit erfolgreich abgeschlossener Grundausbildung bekunden zunehmend Mühe bei der Stellensuche. Seit der Jahrtausendwende werden bei den angebotenen Stellen die Anforderungen bezüglich Weiterbildung und Berufserfahrung kontinuierlich gesteigert. Dies sind die Kernaussagen eines Beitrags der beiden Zürcher Soziologen Stefan Sacchi und Alexander Salvisberg in der neusten Nummer der Zeitschrift "Die Volkswirtschaft". Im Lauf der letzten 40 Jahre sei der Anteil der für Berufseinsteiger geeigneten Fachkräftestellen stetig gesunken. Gleichzeitig sei die Arbeitslosigkeit bei Lehrabgängerinnen und Lehrabgängern weit stärker angestiegen als unter älteren, bewährten Fachkräften, erklären die Autoren.

04.05.2011

Positive Arbeitsmarktsituation für Hochschulabsolventen

Fünf Jahre nach Abschluss waren 2,3% der Absolventinnen und Absolventen einer universitären Hochschule (UH) und 1,2% der Absolventen von Fachhochschulen (FH) erwerbslos, während ein Jahr nach Studienende 5,8% (UH) und 3,9% (FH) keine Arbeit hatten.
Bei Absolventinnen und Absolventen einer Pädagogischen Hochschule (PH) bewegte sich die Erwerbslosenquotesowohl ein als auch fünf Jahre nach dem Studienabschluss auf niedrigem Niveau (0,5%). Dies sind zentrale Ergebnisse der Hochschulabsolventenstudien des Bundesamts für Statistik (BFS), das für die Berechnungen der Erwerbslosigkeit die Standards des Internationalen Arbeitsamtes (ILO) angewendet hatte. Befragt wurden Personen, die 2004 beziehungsweise 2008 einen Hochschulabschluss erworben haben.
Medienmitteilung

Verschiedenes

04.05.2011

Seine Firma online gründen

Über 27000 Unternehmerinnen und Unternehmen haben in den letzten sieben Jahren ihre Firma über den Online-Schalter http://www.KMUadmin.ch gegründet. Die 2004 vom Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) eingerichtete Plattform für Unternehmensgründungen soll kleinere und mittlere Betriebe administrativ entlasten und deren Produktivität steigern. Das bisherige Angebot wird nun durch eine neue Version mit neuem Namen, www.StartBiz.ch, abgelöst. Mit der Neulancierung wird die Benutzerführung wesentlich einfacher. Substantielle Verbesserungen wurden zudem bei der AHV-Anmeldung realisiert.
Medienmitteilung

04.05.2011

TI: Manuele Bertoli neuer Vorsteher des Bildungsdepartements

Manuele Bertoli (1961) ist neuer Vorsteher des Departements für Bildung, Kultur und Sport (DECS) des Kantons Tessin. Bertoli war nach einer Ausbildung zum Primarlehrer und einem Jurastudium in Genf von 1988 bis 2002 als Geschäftsführer des Mieterverbands der italienischen Schweiz tätig. Danach wechselte er in die Leitung von Unitas, dem Verband für Blinde und Sehbehinderte. Infolge einer angeborenen Krankheit hat sich Bertolis Sehkraft mit den Jahren ständig verschlechtert, seit mehreren Jahren ist er praktisch blind. Der Sozialdemokrat war Gemeinderat von Balerna und von 1998 bis Ende März 2011 Mitglied des Grossen Rats des Kantons Tessin. Während der letzten sieben Jahre präsidierte er auch die Tessiner SP. Bertoli folgt auf den freisinnigen Gabriele Gendotti, der ab dem Jahr 2000 das DECS leitete.