Newsletter vom 16.04.2011

Aktuelle Meldungen vom 16.04.2011

Berufliche Grundbildung

16.04.2011

Neue Leiterin Berufsbildung im BBT

Belinda Walther Weger (34) ist zur Leiterin des Leistungsbereichs Berufsbildung im Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) gewählt worden. Sie tritt auf 8. August 2011 die Nachfolge von Hugo Barmettler an, der in den Ruhestand geht. Als Berufsbildungschefin gehört Belinda Walther Weger der Geschäftsleitung des BBT im Rang einer Vizedirektorin an. Belinda Walther Weger ist zurzeit Referentin von Bundesrätin Doris Leuthard im Eidgenössichen Department für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunication (UVEK). Von 2006 bis 2010 war sie Fachreferentin für Berufsbildung im Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartement (EVD). Davor war die 1977 geborene Ökonomin im BBT. Der Leistungsbereich Berufsbildung des BBT ist im EVD für sämtliche Bereiche der Berufsbildung zuständig (Steuerung der Berufsbildung, berufliche Grundbildung, höhere Berufsbildung, Zusammenarbeit mit den Kantonen und den Organisationen der Arbeitswelt).

16.04.2011

Lehrstellensituation im Februar 2011

Insgesamt präsentiert sich die Lehrstellensituation 2011 ähnlich wie 2010. Erste sich abzeichnende Tendenzen spiegeln einen stabilen Lehrstellenmarkt. Das Verhältnis zwischen offenen Lehrstellen und Anzahl Schulabgänger/innen kann als ausgewogen bezeichnet werden. Mitte Februar ist es jedoch noch zu früh, um sich ein genaues Bild der Situation zu verschaffen.
Pressemitteilung

16.04.2011

Vernehmlassungen, Erlasse

Das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) hat folgende Entwürfe von Bildungsverordnungen und Bildungsplänen zur Stellungnahme unterbreitet:
- Fahrradmchaniker/in EFZ
- Zweiradmechaniker/in EFZ
- Motorradmechaniker/in EFZ
Die Vernehmlassungsfrist läuft bis 26. Mai 2011.
Die Unterlagen können hier eingesehen respektive heruntergeladen werden.

16.04.2011

SBBK-Empfehlung zu den üK-Kurskommissionen

Verschiedene Organisationen der Arbeitswelt (OdA) setzen eine zentrale Kurskommission für die überbetrieblichen Kurse (üK) ein. Diese Kurse werden zum Teil in verschiedenen Kantonen durchgeführt (Standortkantone). In diesem Fall muss der für die Aufsicht zuständige Kanton bestimmt werden. In der Regel wird diese Aufgabe vom Kanton, in dem die OdA und somit meist auch die betroffene Kurskommission ihren Sitz hat, übernommen. Für den Vollzug der Aufsichtspflicht hat die Schweizerische Berufsbildungsämter-Konferenz (SBBK) eine Empfehlung bestehend aus drei Elementen ausgearbeitet und verabschiedet: Grundsätze zu den Zuständigkeiten und zum Vorgehen bei der Bestimmung der Kantonsvertreter/innen, Pflichtenheft für Kantonsvertreter/ innen und eine Leistungsvereinbarung für Kurskommissionen mit ausserkantonalen üK-Standorten.

16.04.2011

Textiltechnologe/-in EFZ: Bildungsplan angepasst

Die Schweizerische Kommission für Berufsentwicklung und Qualität für Textiltechnologen/-innen EFZ hat an ihrer Sitzung vom 24. November 2010 die Anpassung des Bildungsplans beschlossen. Die Anpassungen betreffen insbesondere die Fachrichtung Seil- und Hebetechnik. Hier wurden Leistungsziele angepasst oder neu hinzugefügt. Die Inhalte wurden sinngemäss nicht verändert, jedoch konkreter formuliert und ergänzt. Der angepasste Bildungsplan wurde am 24. Januar 2011 erlassen und ist seit dem 1. Februar 2011 in Kraft. Er wird in einigen Wochen auf der Internetseite des Textilverbands Schweiz und auf der Internetseite des BBT zur Verfügung stehen.

16.04.2011

Lexikon der Berufsbildung in neuer Auflage

Im März 2011 erscheint im SDBB-Verlag das "Lexikon der Berufsbildung" in der 3. überarbeiteten Auflage. Das Referenzwerk für die Begriffswelt der Berufsbildung ist vom Schweizerischen Dienstleistungszentrum für Berufsbildung sowie Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung (SDBB) in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) und der Schweizerischen Berufsbildungsämter-Konferenz (SBBK) realisiert worden. Das Taschenbuch enthält 229 Stichwörter und ist Teil des "Handbuchs betriebliche Grundbildung", das 2011 ebenfalls neu aufgelegt wird. Das Taschenbuch ist auch einzeln erhältlich. Das aktuelle Lexikon der Berufsbildung steht als Online-Version zur Verfügung, mit der Möglichkeit des Sprachwechsels zwischen Deutsch, Französisch und Italienisch.

16.04.2011

Rückblick auf Tessiner Berufsbildungskonferenz

Am 17./18. Februar hat das Eidg. Hochschulinstitut für Berufsbildung (EHB) gemeinsam mit dem Berufsbildungsamt des Kantons Tessin (DFP) in Lugano die Tagung "Formazione professionale e nuove forme del lavoro" durchgeführt. Anhand von sieben Wirtschaftszweigen (Gesundheitswesen, Gastronomie, Tourismus, Banken, Forschung/Lehre, Handwerk, Bau- und Metallindustrie) wurden die Tendenzen auf dem Arbeitsmarkt mit Hang zu prekärer Beschäftigung und die Nachfrage neuer Fähigkeiten (bspw. "Kompetenz zur Flexibilität") beleuchtet. Die über 160 Teilnehmer erhielten einen Überblick über Probleme und Herausforderungen, denen sich Wirtschaft und Berufsbildung künftig stellen müssen.
Weitere Informationen (auf italienisch).
Kontakt: Paolo Colombo, decs-dfp@ti.ch (DFP);
Lorenzo Bonoli, Lorenzo.Bonoli@iuffp-svizzera.ch (EHB)

16.04.2011

Deutschland: Frauen im dualen System untervertreten

Frauen sind in der dualen Berufsausbildung immer noch in der Minderheit. 2010 wurden bundesweit 42 Prozent aller Ausbildungsverträge im dualen System mit jungen Frauen abgeschlossen. Insgesamt hat sich der Frauenanteil seit dem Jahr 1992 kaum verändert. Junge Frauen sind somit in der dualen Berufsausbildung im Vergleich zu ihrem Anteil an der Bevölkerung (ca. 49 Prozent) deutlich unterrepräsentiert. Dies sind Ergebnisse von Langzeitbeobachtungen des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), die anlässlich des Internationalen Frauentags veröffentlicht werden.

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

16.04.2011

Prüfungsordnungen in Vernehmlassung

Die zuständigen Trägerorganisationen haben Entwürfe der Prüfungsordnungen über folgende höhere Fachprüfungen beim Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) eingereicht:
- Diplomierte/r Institutionsleiter/in im sozialen und sozialmedizinischen Bereich
- Diplomierte/r Arbeitsagoge/in
Weitere Informationen im Bundesblatt vom 1. März und vom 8. März.

16.04.2011

Steuerabzug nach Weiterbildung: Parlament entscheidet

Kosten für die berufsorientierte Aus- und Weiterbildung sollen künftig bei der direkten Bundessteuer bis zu einem Maximalbetrag von 6000 Franken abgezogen werden können. Der Bundesrat hat am 4. März die Ergebnisse der Vernehmlassung zur Kenntnis genommen und die Botschaft zum Bundesgesetz über die steuerliche Behandlung der berufsorientierten Aus- und Weiterbildungskosten verabschiedet. Der Gesetzentwurf geht nun ans Parlament.
Pressemitteilung mit Link auf die Ergebnisse der Vernehmlassung.

Mittelschulen und Hochschulen

16.04.2011

Erleichterter Quereinstieg in den Lehrerberuf

Die drei grössten pädagogischen Hochschulen (PH) der Deutschschweiz haben eine Initiative gestartet gegen den Lehrermangel auf der Primarstufe und auf der Sekundarstufe I. Die PH der Fachhochschule Nordwestschweiz bietet ein verkürztes Studienprogramm für erfahrene Berufspersonen ab 30 Jahren an. Die PH Zürich hat verkürzte Ausbildungen für Hochschulabsolventen ab Stufe Bachelor im Angebot. Die PH Bern führt zwar keinen gesonderten Studiengang, Personen mit Hochschulabschluss oder abgebrochenem Studium können dort aber ebenfalls ein verkürztes Studium absolvieren.

Beratung

16.04.2011

Broschüre: "Schülerinnen und Schüler entdecken Informatik"

Der Verein für Informatik in der Ausbildung beschreibt in einer Broschüre alle Förderangebote für Informatik für Schweizer Schulen. Ziel der Angebote ist es, die Informatik in der Schule sichtbar zu machen und Schülerinnen und Schüler für diesen Beruf zu begeistern. Je in einem Kapitel sind Wettbewerbe, Projektwochen, Ausstellungen und Informationstage beschrieben. Sie richten sich an Kinder und Jugendliche von der Primarstufe bis zur Berufsmittelschule oder zum Gymnasium. Die Broschüre ist zweisprachig (D/F). Bei jedem Angebot zeigen Symbole, für welche Schulstufe es geeignet ist und in welchen Sprachen es geführt wird.

16.04.2011

Projekt zur Durchführung von Eignungstests

Die von der Universität Lausanne konzipierte "Batterie romande de tests d'aptitudes (BRTA)" besteht aus 15 zeitlich abgestimmten Tests, die die verbalen und rechnerischen Fähigkeiten sowie das räumliche Vorstellungs- und Urteilsvermögen von 14- bis 18-Jährigen erfassen und auswerten lassen. Sie steht den Westschweizer Ämtern für Berufsbildung und Berufsberatung im Internet zur Verfügung. Die technische Umsetzung erfolgte durch die Testzentrale der "Edition Hogrefe" in Bern und durch das "Centre pour le développement des tests et le diagnostic (CTD)" der Universität Fribourg. Koordiniert wurde das Projekt vom Schweizerischen Dienstleistungszentrum für Berufsbildung sowie Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung (SDBB).

Arbeitsmarkt

16.04.2011

30 Prozent mehr Grenzgänger

Zwischen 2005 und 2010 ist die Zahl der Grenzgänger in der Schweiz um 30% gestiegen. Im vierten Quartal 2010 belief sie sich auf 231 800. In derselben Zeitspanne hat die erwerbstätige Bevölkerung um 8,8% zugenommen. Die Genferseeregion, die Nordwestschweiz und das Tessin beschäftigen 80% der ausländischen Grenzgänger. Gemäss einer Medienmitteilung des Bundesamtes für Statistik sind 58,8% unter ihnen im Dienstleistungssektor, 40,5% in der Industrie und 0,7% in der Landwirtschaft tätig. Mehr als die übrige Erwerbsbevölkerung arbeiten Grenzgänger in niedrig qualifizierten Funktionen.

16.04.2011

Schwacher Lohnanstieg 2010

Bei den wichtigsten Gesamtarbeitsverträgen einigten sich die Sozialpartner 2010 auf eine Anpassung der Nominallöhne von 0,7%. Gegenüber dem Vorjahr, als die Nominallöhne um 2,6% angehoben wurden, war der Rückgang markant. Real haben die Löhne 2010 stagniert. Das Bundesamt für Statistik (BFS), das die gesamtarbeitsvertraglichen Lohnabschlusse jährlich in einem Bericht publiziert, erklärt das minimale Wachstum der Nominallöhne mit der Ende 2008 eingetretenen Wirtschaftskrise.

16.04.2011

Medianlöhne: Grosse Differenz zwischen Kantonen

1267 Franken betrug 2008 die Differenz zwischen dem Medianlohn im Kanton Zürich und jenem im Kanton Tessin. Konkret: Im Kanton Zürich verdiente die eine Hälfte der Beschäftigten mehr als 6250 Franken und die andere Hälfte weniger. Im Tessin war der Median bei 4983 Franken. Diese und viele weitere interessante Zahlen finden sich in der Taschenstatistik Schweiz 2011. So ist etwa auch festgehalten, dass zwischen 2004 und 2010 die Zahl der erwerbstätigen Frauen stärker zugenommen hat als jene der Männer.

16.04.2011

ZH: Rekord bei Lohnungleichheit Mann – Frau

In der Privatwirtschaft des Kantons Zürich erhalten Frauen im Durchschnitt 25 Prozent weniger Lohn als Männer. Diesen Unterschied hat gemäss einer Medienmitteilung das Statistische Amt des Kantons Zürich errechnet, indem es die Lohnstrukturdaten der Zürcher Privatwirtschaft 2008 analysiert hat. In keinem anderen Kanton der Schweiz ist die Differenz zwischen Männerund Frauenlöhnen so gross wie im Kanton Zürich. Gesamtschweizerisch liegt sie bei 19 Prozent.

Berufliche Integration

16.04.2011

Karriere: Frauen benachteiligt

Kein einziges der Top-20-Unternehmen in der Schweiz wird von einer Frau geleitet. In der Verwaltung ist die Situation kaum besser. Gemäss einer Umfrage von Monster.ch sind mehr als die Hälfte der Schweizer Arbeitnehmenden der Meinung, dass es für Frauen schwieriger sei, beruflich Karriere zu machen.
Nur 18% der Befragten glauben an Chancengleichheit und 36% vertreten die Ansicht, Frauen seien in einigen Branchen stärker benachteiligt als in anderen. Diese Feststellungen würden für eine familienfreundlichere Personalpolitik und für neue Formen der Arbeitsorganisation sprechen, erklärt die elektronische Stellenbörse Monster.ch. Dadurch liessen sich Frauen betrieblich besser integrieren.

16.04.2011

Frauen in Führungspositionen: so gelingt's

Mehr Frauen in Führungspositionen sind auch im Interesse der Unternehmen. Das Seco hat eine Sammlung von "Good Practices" für Wirtschaftskreise veröffentlicht. Darin bestätigen Unternehmen unterschiedlicher Grösse, denen es gelungen ist, ihren Frauenanteil zu erhöhen, die Notwendigkeit, auf Frauen zu setzen und zeigen, wie es funktioniert. In den Unternehmen in der Schweiz sind Frauen in Führungspositionen immer noch untervertreten. Die Situation hat sich seit rund zehn Jahren nicht wesentlich verbessert. Gemäss mehreren Untersuchungen trägt ein ausgewogener Frauenanteil an der Firmenspitze jedoch massgeblich zum wirtschaftlichen Erfolg bei.
Medienmitteilung

16.04.2011

Angst um Arbeitsplatz ist verbreitet

In der Schweiz fürchten 10% der Arbeitnehmenden in ausgeprägtem Mass und weitere 20% ansatzweise um ihren Arbeitsplatz. Dies geht gemäss einer Medienmitteilung aus dem HR-Barometer 2011 der Universität Zürich und der ETH Zürich hervor. Gar die Hälfte der Beschäftigten befürchtet eine zunehmende Arbeitsbelastung. Fast 30% der Befragten sind zudem besorgt, in Zukunft weniger Einfluss und Karrieremöglichkeiten zu haben. Die Studie empfiehlt Arbeitgebenden, durch Partizipationsmöglichkeiten und regelmässige Leistungsrückmeldungen Unsicherheit zu reduzieren.

16.04.2011

Leiharbeiter sind am wenigsten integriert

Leiharbeiter und befristet Beschäftigte fühlen sich weniger in die Gesellschaft integriert als Festangestellte. Arbeitslose empfinden sich aber noch häufiger als ausgeschlossen, ermittelte das deutsche Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in einer repräsentativen Umfrage. Verglichen mit Leiharbeitern schätzen befristet Beschäftigte ihre Teilhabe an der Gesellschaft etwas besser ein. Am stärksten ausgeprägt ist dieses Gefühl bei den Selbstständigen, knapp gefolgt von dem der unbefristet Beschäftigten. Die Ergebnisse der IAB-Studie untermauern die Annahme, dass Erwerbstätigkeit sozial stark integrativ wirkt. "Eine stabile Integration in den Arbeitsmarkt gilt als wesentliche Bedingung für gesellschaftliche Teilhabe", schreiben die Arbeitsmarktforscher.
IAB-Kurzbericht

Verschiedenes

16.04.2011
16.04.2011

TRI S2 verzichtet auf Vereinsstruktur

Am Treffpunkt Sekundarstufe 2 (TRI S2) waren bis jetzt drei Konferenzen beteiligt, nämlich die Konferenz Schweizerischer Gymnasialdirektorinnen und Gymnasialdirektoren (KSGR), die Konferenz Schweizerischer Handelsschulrektoren (KSHR) und die Konferenz der Rektorinnen und Rektoren Schweizerischer Fachmittelschulen (KD FMS). Die Delegiertenversammlung von TRI S2 hat den drei Mitgliederkonferenzen KSGR, KFMS und KSHR beantragt, die Zusammenarbeit auf Vorstandsebene ohne Vereinsstruktur fortzusetzen und den Verein TRI S2 aufzulösen.
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