Newsletter vom 16.02.2011

Aktuelle Meldungen vom 16.02.2011

Berufliche Grundbildung

16.02.2011

Qualitätsentwicklung in der Berufsbildung

Das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie hat anlässlich der Verbundpartnertagung vom 3./4. Februar das Projekt "Qualität leben" neu gestartet. Das Projekt hat unter anderem zum Ziel, bestehende und neue Qualitätsmassnahmen sichtbar und für die Verbundpartner nutzbar zu machen. Im Praxispool können eigene Qualitätsmassnahmen veröffentlicht werden. Ein vierteljährlich erscheinender Newsletter informiert über interessante Qualitätsmassnahmen sowie Ergebnisse und Erkenntnisse aus Praxis und Wissenschaft. Anmeldungen für den Newsletter sind hier möglich.

16.02.2011

Rahmenlehrpläne für Berufsbildungs verantwortliche

Das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) hat die überarbeiteten Rahmenlehrpläne für Berufsbildungsverantwortliche auf den 1. Februar 2011 in Kraft gesetzt. Die einleitenden Kapitel sind überarbeitet, neu strukturiert und ergänzt. In den Rahmenlehrplänen wurden die Begriffe überprüft und aufeinander abgestimmt. Getrennt wurden die Rahmenlehrpläne für Lehrpersonen für den berufskundlichen Unterricht und für Lehrpersonen für Fächer in der Berufsmaturität. Im Rahmenlehrplan für Lehrpersonen für den allgemeinbildenden Unterricht sind die Standards der Fachdidaktik zusammengefasst worden. Als Standards neu hinzugekommen sind die Beteiligung an einer konstruktiven Fehler- und Kritikkultur sowie die Förderung von unternehmerischen Kompetenzen bei den Lernenden.

16.02.2011

Vernehmlassungen, Erlasse

Das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) hat den folgenden Entwurf zur Stellungnahme unterbreitet:
- Verordnung über die berufliche Grundbildung für Papiertechnologe/in EFZ
Die Vernehmlassungsfrist läuft bis 30. April 2011.
Die Unterlagen können hier eingesehen respektive heruntergeladen werden.

Folgende Verordnungen über die berufliche Grundbildung sind am 1. Februar 2011 in Kraft getreten:
- Oberflächenveredler/in Uhren und Schmuck EFZ
- Polisseur/euse EBA
- Veranstaltungsfachfau/-mann EFZ
Entsprechende Unterlagen werden später auf der Webseite des BBT bereit gestellt. Die Bildungspläne werden im Laufe des Monats Februar auf den Internetseiten der zuständigen OdA publiziert: Convention patronale de l'industrie horlogère CPIH, Schweiz.
Verband Technischer Bühnen- und Veranstaltungsberufe SVBT.

16.02.2011

Metallbauer/in und Maurer/in: Neue Bestimmungen

Die Schweizerische Kommission für Berufsentwicklung und Qualität für Metallbauer/in EFZ hat die Anpassung des Bildungsplans im Oktober 2010 geprüft und genehmigt. Die Anpassungen sind am 1. Februar 2011 in Kraft getreten und gelten rückwirkend für alle Lehrverträge. Der angepasste Bildungplan ersetzt denjenigen vom 12. Juni 2008 und ist auf der Internetseite der Schweiz. Metall-Union SMU abrufbar.

Das Qualifikationsprofil und die Bestehensregeln für Maurer/in gemäss Reglement vom 15. Februar 1998 für das Qualifikationsverfahren "Validierung von Bildungsleistungen" wurden von einer nationalen Arbeitsgruppe des Schweiz. Baumeisterverbands (SBV) unter Mitarbeit von Kantonsvertretern realisiert und von der SBBK begutachtet. Das Qualifikationsprofil und die Bestehensregeln werden im Laufe des Monats Februar auf der Internetseite des BBT aufgeschaltet.

16.02.2011

EDK-Projekt Nahtstelle: Schlussbericht und Anhörung

Die Projektleitung des Projekts Nahtstelle hat basierend auf den wichtigsten Erkenntnissen zwei Texte erarbeitet:
- Vorschlag für eine gemeinsame Erklärung zum weiteren Handlungsbedarf an der Nahtstelle
- Vorschlag für EDK-Empfehlungen zur Nahtstelle
Der Vorstand der EDK hat an der Sitzung vom 20. Januar 2011 der Eröffnung einer Anhörung bis 31. Mai 2011 zugestimmt.

16.02.2011

VD: Privat-öffentliche Partnerschaft zur Förderung der Berufslehre

Der Verbund Job App beabsichtigt bis im Jahr 2012 tausend Lehrstellen zu schaffen. Initiiert wurden die Massnahmen durch die Waadtländer Wirtschaftsorganisationen in Zusammenarbeit mit der Generaldirektion der nachobligatorischen Bildung, unterstützt durch den Kanton und den Bund. Job App will die Betriebe davon überzeugen, dass sich die Bemühungen zur Ausbildung von Lernende lohnen, denn sie sichern sich damit ihren Nachwuchs. Die Massnahmen von Job App beinhalten sowohl die Unterstützung der Lehrbetriebe als auch der Auszubildenden.

16.02.2011

FR: Netzwerk EBA erweitert Aufgabenspektrum

Das Netzwerk EBA, das sich für die Verbesserung der Einstiegschanchen von Jugendlichen auf dem Arbeitsmarkt engagiert, hat ein neues Mandat übernommen: Hilfestellung für die Platzierung von Inhaberinnen und Inhabern eines Eidg. Attests über die berufliche Grundbildung (EBA). Zur Erleichterung des Übergangs von der zweijährigen beruflichen Grundbildung ins aktive Berufsleben bietet es Betreuung an.
Weitere Informationen (französisch)

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

16.02.2011
16.02.2011

Aufhebung eines Reglements

Die zuständigen Trägerorganisationen haben entschieden, das Reglement über die höhere Fachprüfung dipl. Augenoptiker/in vom 12. Juni 1991 per 31. Dezember 2011 aufzuheben. Weitere Informationen

Mittelschulen und Hochschulen

16.02.2011

Bologna ist im Bereich Mobilität noch nicht abgeschlossen

Immer mehr Schweizer Studentinnen und Studenten absolvieren einen Teil ihres Studiums im Ausland. Die Schweiz hat das Ziel einer Mobilitätsrate von 20 Prozent schon fast erreicht. Doch auch nach der Bologna-Reform bleiben der administrative Aufwand und tiefe Stipendienansätze wichtige Mobilitätshindernisse.
Mehr dazu im CRUS-Newsletter Nr. 18.

16.02.2011
16.02.2011

Deutschland: Duale Studiengänge immer beliebter

Duale Studiengänge sind im Trend: Das Angebot an solchen Ausbildungen ist erneut gewachsen. Im April 2010 lag die Zahl um 12,5 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat ermittelt, dass es im vergangenen Frühjahr 776 duale Studiengänge gab, bei denen Hochschüler parallel zum Studium eine Berufsausbildung oder Praxisphasen im Betrieb absolvieren. Besonders deutliche Zuwächse sind vor allem in den Studiengängen der sogenannten MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) zu verzeichnen.
Bei dualen Studiengängen wird eine praktische Ausbildung im Betrieb mit einer theoretischen Ausbildung an einer (Fach-)Hochschule oder Berufsakademie kombiniert. Studierende können so in derzeit 776 Studien gängen gleichzeitig zwei Abschlüsse zu erwerben: einen Berufs- und einen akademischen Abschluss.
Pressemitteilung
BIBB-Datenbank mit dualen Studiengängen

Beratung

16.02.2011

Nachfolge des PANORAMA.post- Versanddienstes

Mit der Einstellung des Versanddienstes auf Ende 2010 musste die Information der Abonnent/innen über die Neuerscheinungen des SDBB Verlags und die Labels der Fachgruppe Diagnostik neu geregelt werden. Seit Anfang Februar bestehen zwei Newsletter, welche den Interessierten die entsprechende Information liefern. Die kostenlosen Newsletter können hier abonniert werden.

16.02.2011

VS: Internetportal "Lehrabschluss für Erwachsene"

Ende Januar 2011 hat der Kanton Wallis eine Internetplattform "CFC pour adultes" aufgeschaltet mit Informationen für Erwachsene, die sich für ein EFZ und die Validierung von Bildungsleistungen interessieren. Zudem wurde eine telefonische Beratungsstelle für Fragen hinsichtlich der Validierung von Bildungsleistungen eingerichtet und es werden monatlich Informationsveranstaltungen durchgeführt, an denen die verschiedenen Möglichkeiten zur Erlangung eines EFZ oder eines EBA vorgestellt werden.
Weitere Informationen
Dokumentation

16.02.2011

BE: Lehrstellenprojekt "Inizio" mit neuer Trägerschaft

Das Lehrstellenprojekt "Inizio" sucht und vermittelt Lehrstellen für Jugendliche mit erschwerten Startbedingungen und begleitet die Jugendlichen und die Lehrbetriebe während der ganzen Ausbildungszeit. Das von der Stadt Bern lancierte Projekt soll längerfristig verankert und künftig im ganzen Kanton angeboten werden. Deshalb erhält es mit der Pro Berufsbildung GmbH eine neue, wirtschaftsnahe Trägerschaft, die bereits in ähnlichen Projekten tätig ist.

16.02.2011

Verkehrshaus Luzern: Schwerpunktausstellung "Talent Show"

Unter dem Motto "Entdecke deine Berufung" findet im Verkehrshaus der Schweiz vom 7. April bis 23. Oktober 2011 eine Schwerpunktausstellung statt ("Talent Show"). In der Ausstellung werden Berufe rund um Verkehr, Technik und Informatik gezeigt. In interaktiven Teilen können die eigenen Talente und Interessen entdeckt und erprobt werden.

16.02.2011

Internationales Netz der "Cités des métiers": Tagungsberichte

Die "Cité des métiers" in Genf hat Anfang Februar die Winter-Universität des globalen Netzes der "Cités des Métiers" empfangen. Workshops und Projektpräsentationen verschiedener Zentren bildeten die Hauptpunkte des dreitägigen Erfahrungsaustauschs, an dem 22 Informations- und Beratungszentren aus Europa, Kanada, Chile und Mauritius teilgenommen haben.
Zusammenfassung, Tagungsberichte und Artikel hier (französisch).

Arbeitsmarkt

16.02.2011

Stabile Arbeitsmarktlage und weniger Kurzarbeit

Die Arbeitslosenquote bleibt im Januar 2011 unverändert bei 3,8%. Damit waren gemäss der Statistik des Seco insgesamt 148784 Arbeitslose bei den RAV eingeschrieben. Vor einem Jahr lag die Arbeitslosenquote mit 4,5% noch deutlich höher. Von den 15- bis 24-jährigen waren im Januar 22450 ohne Arbeit, das sind rund ein Viertel weniger als im Vorjahr und 0,6% mehr als noch im Dezember. Im November 2010 mussten 7277 Personen in 948 Unternehmen Kurzarbeit verrichten. Im Vergleich zum Vormonat hat die Anzahl der von Kurzarbeit betroffenen Mitarbeitenden (-10,6%) und Betrieben (-10,1%) abgenommen.
Medienmitteilung

16.02.2011

Schweiz ist Europameisterin der Innovation

Im Europäischen Innovationsindex 2010 führt die Schweiz erneut die Spitzengruppe der Innovationsnationen Europas an. Während die führenden europäischen Wirtschaftsstandorte zwischen 2007 und 2009 ein Wachstum von 2% bis 3% verzeichnen, ist die Innovationsleistung der Schweiz im selben Zeitraum um mehr als 4% gewachsen.
Der seit 2001 bestehende Europäische Innovationsindex basiert auf 25 Indikatoren und ermöglicht eine vergleichbare Beurteilung der europäischen Staaten.
Medienmitteilung

16.02.2011

Alkohol am Arbeitsplatz: 70000 Betroffene

Ungefähr 2% der Beschäftigten haben Alkoholprobleme, was 70000 Personen entspricht. Dies geht aus einer Untersuchung des Bundesamts für Gesundheit (BAG) und der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) hervor. Die Studie wurde vom Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) unterstützt.
Alkoholprobleme am Arbeitsplatz verursachen den Firmen gemäss Schätzungen Mehrkosten von einer Milliarde Franken, bedingt durch Fehlzeiten, Unfälle und Produktivitätseinbussen. Am meisten betroffen sind das Gastgewerbe und der Bau, am wenigsten die öffentliche Verwaltung und der Bildungssektor.
Medienmitteilung

16.02.2011

Weniger Direktinvestitionen im Ausland

Die Kapitalexporte für Direktinvestitionen im Ausland nahmen 2009 von 60 auf 36 Milliarden Franken ab. Dies geht aus einem Bericht der Schweizerischen Nationalbank (SNB) hervor. Erstmals seit 2003 ging in den ausländischen Tochterfirmen auch der Personalbestand zurück, und zwar um 28000 auf 2,629 Millionen Personen. Die Hälfte davon beschäftigen Schweizer Firmen in Europa, gefolgt von Asien und den USA.
Medienmitteilung

16.02.2011

Tourismus vor Herausforderungen

Ein Bericht der Internationalen Arbeitsorganissation (IAO) hält die Schlussfolgerungen des "Internationalen Forums über neue Entwicklungen und Herausforderungen in Hotellerie und Tourismus" von Ende 2010 in Genf fest. Der IAO-Bericht enthält Verbesserungsvorschläge bezüglich Beschäftigung, angemessene Arbeit, Kompetenzentwicklung, Berufsbildung, Entwicklung der menschlichen Ressourcen, Arbeitsbeziehungen und Arbeitsbedingungen. Die Gesprächspartner (Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Behörden) haben definiert, auf welche Weise eine nachhaltige Entwicklung im Tourismus erreicht werden könne.
Weitere Informationen

16.02.2011

Jobbörsen spannen zusammen

Der Schweizer Online-Stellenmarkt jobs.ch und der Online-Rubrikenmarkt Scout24 spannen zusammen. Jobs.ch übernimmt die Plattform www.topjobs.ch und wird mit diesem Schritt gemäss eigenen Angaben Marktführer im Schweizer Online-Kadermarkt. Scout24 betreibt die Plattform www.jobscout24.ch weiterhin, tritt aber das Vertragskundengeschäft ab.
Im Gegenzug übernimmt die Scout24 Schweiz AG eine Beteiligung von 15% an der Jobs.ch AG. Durch die Transaktion nähert sich die Jobs.ch AG ihrem Ziel von einem Anteil von 50% im Schweizer Online-Stellenmarkt.
Medienmitteilung

Berufliche Integration

16.02.2011

Behinderte: Zuerst platzieren, dann trainieren

Nach dem Grundsatz "Zuerst platzieren, dann trainieren" beschäftigt das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) zurzeit 39 Menschen mit Behinderungen. Mit dieser Initiative will der Bund ein Zeichen für die Reintegration von behinderten Menschen setzen und Erfahrungen sammeln. Die im Rahmen der 6. IV-Revision angestrebte Wiedereingliederung von 17000 arbeitsfähigen Rentenbeziehenden lässt sich gemäss EDI nur erreichen, wenn die Betriebe Trainingsplätze für Menschen mit Behinderungen zur Verfügung stellen und diese nach erfolgreichem Training auch fest anstellen. Ende Jahr wird das EDI die Aktion auswerten.
Bericht der EDI-Arbeitsgruppe

16.02.2011

SO: Gesuche für Berufspraktika vervierfacht

Im Kanton Solothurn haben bisher 119 junge Stellensuchende mit Unterstützung der Praktikawerkstatt eine Anstellung gefunden. 67 von ihnen wurden direkt angestellt, 52 konnten in ein Berufspraktikum einsteigen. Die im August 2009 eingesetzte Praktikawerkstatt hilft jungen Arbeitslosen durch Bewerbungssupport und Stellenvermittlung bei der Stellensuche. Seit ihrem Bestehen hat sich die Anzahl der Gesuche für Berufspraktika vervierfacht.
AWA Bulletin Dezember 2010 (Seite 8)

Verschiedenes

16.02.2011

Seco: Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch neue Direktorin

Der Bundesrat hat Botschafterin Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch zur neuen Direktorin des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) im Rang einer Staatssekretärin ernannt. Sie tritt ihre neue Funktion am 1. April 2011 als Nachfolge von Jean-Daniel Gerber an, der Ende März in den Ruhestand geht. Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch ist zurzeit Leiterin des Bereichs Welthandel in der Direktion für Aussenwirtschaft im Seco und damit Mitglied der Geschäftsleitung.
Medienmitteilung