Newsletter vom 19.01.2011

Aktuelle Meldungen vom 19.01.2011

Berufliche Grundbildung

19.01.2011

Qualitätsförderung: Qualifikationsverfahren berufliche Grundbildung

Ausgehend vom 2010 publizierten Schlussbericht "Evaluation der Qualifikationsverfahren in der beruflichen Grundbildung" soll die Qualität der Qualifikationsverfahren verbessert werden. Für ihre Optimierung und Weiterentwicklung werden 2011 Themen wie Transparenz, Komplexität, Praktikabilität, kompetenzorientiertes Prüfen und Unterstützung der Prüfungsexpert/innen bearbeitet. In einem weiteren Schritt ist geplant, griffige und praxisorientierte Massnahmen und Vorschläge in einem Leitfaden oder Handbuch zusammenzufassen. Verantwortlich für diese Aufgaben ist eine Arbeitsgruppe der Verbundpartner, bestehend aus den Kantonen (SBBK), den Sozialpartnern (SQUF, Bildungsgewerkschaft) und dem Bund (BBT).

19.01.2011

Fächer-Rahmenlehrpläne für die Berufsmaturität

Zwölf Arbeitsgruppen werden in den kommenden Monaten die fächerspezifischen Rahmenlehrpläne für den Berufsmaturitätsunterricht sowie die Richtlinien für das interdisziplinäre Arbeiten und die mehrsprachige Berufsmaturität erarbeiten. Die Steuergruppe verabschiedete dazu "Leitsätze und Eckwerte" für die Erarbeitung des Rahmenlehrplans und die Lektionen-Tabelle. Mit dieser werden die Lektionen auf die Fächer und die Lernstunden auf die Grundlagen-, Schwerpunkt- und Ergänzungsbereiche sowie auf das interdisziplinäre Arbeiten verteilt. Den Arbeitsgruppen stehen eine Vorlage zur Strukturierung und eine Wegleitung zur Verfügung. Sämtliche Dokumente sind elektronisch abrufbar. Die Arbeitsgruppen werden ihre Entwürfe Ende März 2011 abliefern.

19.01.2011

Evaluation der 2-jährigen beruflichen Grundbildung EBA

Rund fünf Jahre nach Einführung liegt eine erste Evaluation der zweijährigen beruflichen Grundbildung mit Berufsattest (EBA-Grundbildung) vor. Das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) verfolgte mit der Evaluation zwei Hauptziele: Es sollte überprüft werden, ob die Ziele der zweijährigen beruflichen Grundbildung erreicht werden können, und es sollte aufgezeigt werden, welches Verbesserungsmassnahmen für diesen neuen Grundbildungstyp nötig sind. Die Evaluation wurde in der Panorama-Zeitschrift Nr. 6/2010 ausführlich vorgestellt.
Weitere Informationen: Schlussbericht, Anhang, Kurzbericht und Massnahmenpapier

19.01.2011

Bisher 147 Berufe neu reglementiert

Per Ende 2010 sind 31 neue Bildungsverordnungen in Kraft gesetzt worden. Die Reformarbeiten sind aber noch in vollem Gange: Bis heute haben 147 der rund 226 beruflichen Grundbildungen eine neue Verordnung erhalten, 2012 und 2013 sollen weitere 45 dazukommen. Das BBT hat die aktualisierte Liste mit allen in Kraft getretenen Verordnungen über die berufliche Grundbildung publiziert.

19.01.2011

Vernehmlassungen, Erlasse

Das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) hat folgende Entwürfe von Bildungsverordnungen zur Stellungnahme unterbreitet:
- Feinwerkoptiker/in EFZ
- Matrose/in der Binnenschifffahrt EFZ
- Coiffeur/euse EBA
- Assistent/in Gesundheit und Soziales EBA
Die Vernehmlassungsfrist läuft bis 7. bzw. 15. und 18. März 2011. Die Unterlagen können hier eingesehen resp. heruntergeladen werden.

Folgende Änderungen treten ab 1. Januar 2011 in Kraft:
- Fachfrau/-mann Betreuung EFZ (Änderung des Bildungsplans vom 16. Juni 2005)
- Tiermedizinische/r Praxisassistent/in EFZ (Änderung der Verordnung und des Bildungsplans vom 17. September 2007)
Der Bildungsplan Fachfrau/-mann Betreuung EFZ wird in einigen Wochen auf der Internetseite der Dachorganisation der Arbeitswelt Savoirsocial zur Verfügung stehen.
Die angepasste Verordnung Tiermedizinische/r Praxisassistent/ in EFZ in einigen Wochen auf der Internetseite des BBT zur Verfügung stehen.

Weiter hat das BBT die Verordnung für die bewilligten Pilotprojekte der beruflichen Grundbildung Gesundheit und Soziales EBA (Assistent/in) erlassen, welche ab 2010 gestartet wurden bzw. werden.

19.01.2011

Case Management Berufsbildung: Finanzierung

Das BBT hat die Finanzierungsbedingungen Case Management Berufsbildung für die Konsolidierungsphase 2012–2015 publiziert. Die Höhe des Bundesbeitrages pro Kanton wird zu 78 Prozent durch die "Zielgruppengrösse" und zu 22 Prozent durch die "soziostrukturelle Zusammensetzung der Jugendlichen" bestimmt. Für die vier Jahre Konsolidierungsphase stellt der Bund einen Gesamtbetrag von 15 Millionen Franken zur Verfügung. Die Höhe der Beiträge wird von der Erfüllung der Bedingungen abhängig gemacht.

19.01.2011

ZH: Verordnung über den Berufsbildungsfonds

Der Regierungsrat hat die Verordnung über den Berufsbildungsfonds gemäss dem kantonalen Einführungsgesetz zum Berufsbildungsgesetz erlassen. Die Bestimmungen treten per 1. Januar 2011 in Kraft. Der kantonale Fonds stellt neben den bestehenden Branchenfonds sicher, dass alle Betriebe einen solidarischen Beitrag an die Berufsbildung leisten. Die Verordnung regelt den Vollzug, bezeichnet die Organe, legt die Finanzierung des Berufsbildungsfonds fest, bestimmt die Verwendung der Fondsmittel und klärt Verfahrensfragen. Zweck des kantonalen Berufsbildungsfonds ist es, eine Entlastung der Lehrbetriebe zu erwirken, indem für Ausbildungsaufwendungen Beiträge aus dem Fonds zur Verfügung gestellt werden.
Medienmitteilung

19.01.2011

Automobilmechatroniker/in EFZ: Änderungsantrag, Anhörung

Das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) unterbreitet im Rahmen einer Anhörung bis 31. Januar 2011 verschiedene Änderungsanträge des Bildungsplans Automobilmechatroniker/in EFZ. Bei der Ausbildung im Zusammenhang mit dem Umgang mit Kältemitteln und bei den Unterlagen zum Qualifikationsverfahren mach eine Anpassung des Bildungsplans nötig. Der Autogewerbe-Verband Schweiz (AGVS) und die Schweizerische Kommission Berufsentwicklung und Qualität haben deshalb beschlossen, die Anpassungen vorzunehmen. Der geänderte Bildungsplan kann hier heruntergeladen werden.
Die vorgeschlagenen Änderungen sollen nach ihrer Genehmigung für das erste Qualifikationsverfahren im Jahr 2011 wirksam werden.

19.01.2011

Berufsbildung im Fokus von Human Resources

Die Zeitschrift der "Schweiz. Gesellschaft für Human Resources Management" legt in der neuesten Ausgaben den Schwerpunkt auf die Entwicklung der Berufsbildung. Es werden Themen wie informelle Bildung, Qualifizierung in der Breite, Internationalisierung der Bildung, Höhere Berufsbildung usw. behandelt.
Persorama HR Swiss (Nummer 4, Winter 2010/11)

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

19.01.2011

Prüfungsordnungen in Vernehmlassung

Die zuständigen Trägerorganisationen haben Entwürfe der Prüfungsordnungen über folgende Berufsprüfungen beim Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) eingereicht:
- Fachmann/-frau für Personalvorsorge mit eidg. Fachausweis
- Logistiker/in mit eidg. Fachauweis, Fachrichtung Distribution, oder Lager, oder Produktion
- Texter/in mit eidg. Fachausweis
- Fachmann/-frau für neurophysiologische Diagnostik mit eidg. Fachausweis
Weitere Informationen im Bundesblatt vom
14. Dezember, 21. Dezember und 28. Dezember 2010.

19.01.2011

Rahmenlehrplan Technik vom BBT genehmigt

Am 24. November 2010 hat das BBT den mit den letzten acht Fachrichtungen ergänzten Rahmenlehrplan Technik genehmigt. Der RLP Technik ist damit vollendet und zählt nicht weniger als 15 Fachrichtungen. Er ist das Resultat einer mehrjährigen Arbeit der Konferenz HF Technik. Die im Rahmenlehrplan Technik beschriebenen Kompetenzen sind von mehr als 20 Dachverbänden behandelt worden.
Weitere Informationen: Konferenz HF

19.01.2011

Berufsbildungsfachleute: Ausschreibung zum Qualifikationsverfahren 2011

Im November 2010 konnte das erste offizielle Qualifikationsverfahren "Berufsbildungsfachfrau/Berufsbildungsfachmann mit eidg. Fachausweis" erfolgreich durchgeführt werden. Für das Jahr 2011 ist ein weiteres Qualifikationsverfahren geplant, welches im September stattfinden wird. Da es in der lateinischen Schweiz noch zu wenig Kandidatinnen und Kandidaten gibt, wird das Qualifikationsverfahren nur in deutscher Sprache durchgeführt. Die Dokumente für die Anmeldung zum Qualifikationsverfahren 2011 können von der SBBK-Homepage heruntergeladen werden. Anmeldeschluss ist der 15. Februar 2011.

Mittelschulen und Hochschulen

19.01.2011

Bologna: Die meisten machen einen Master

Gemäss der Publikation "Bologna-Barometer 2010" des Bundesamts für Statistik setzen die meisten Studierenden nach dem Bachelorabschluss ihre Studien mit einem Master-Lehrgang fort. 90 Prozent dieser Studierenden schliessen das Masterstudium erfolgreich ab. Die Reform hat das Studium weder verkürzt noch verlängert.

19.01.2011

Bologna-Reform: Umsetzung an Fachhochschulen

Der eben erschienene "Bologna-Report Fachhochschulen 2010" beschreibt die Umsetzung der Bologna- Reform an den Fachhochschulen (FHS). Der Bericht – die allererste Studie über die Auswirkungen an den FHS – wurde im Auftrag der Rektorenkonferenz der Fachhochschulen der Schweiz (KFH) erstellt. Er erörtert Fragen zur Strukturierung der Studiengänge, der Mobilität, der Qualitätssicherung, der sozialen Dimension von Lehre, Studienzugang und lebenslangem Lernen. Die KFH zieht eine positive Bilanz über die Umsetzung der Reform an den FHS. Sie unterstreicht jedoch die Notwendigkeit der Verbesserung der Studiengänge, des Finanzierungsmodells und der Vergleichbarkeit der Titel auf europäischer Ebene.
Bologna-Report
Stellungnahme der KFH

19.01.2011

Studierende mit Behinderung: Wenig Ansprechstellen an Hochschulen

Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW hat eine repräsentative Studie zur Zugänglichkeit der Hochschulen für Studierende mit Behinderung erstellt. Es zeigte sich, dass ein Grossteil der befragten Hochschulen keine Ansprechperson für Studierende mit Behinderung hat. Hingegen gewähren die meisten Hochschulen Nachteilsausgleiche im Curriculum beziehungsweise in Prüfungen. Die Autoren empfehlen u.a., Ansprechstellen zu definieren und den Austausch zwischen den Hochschulen auszubauen. Die Studie wurde im Auftrag von AGILE, dem Dachverband der Behinderten-Selbsthilfeorganisationen in der Schweiz, erstellt.

19.01.2011

FR: Innovationsfonds beschlossen

Die Freiburger Regierung hat die Schaffung eines Innovationsfonds beschlossen. Der Fonds ist mit 3 Millionen Franken dotiert und finanziert wissenschaftliche Projekte, die von Freiburger Unternehmen in Zusammenhang mit den kantonalen Hochschulen entwickelt werden (Hochschule für Technik und Architektur, Hochschule für Wirtschaft, Universität). Der Staatsrat empfiehlt den Unternehmen, namentlich den KMU, die Kompetenzen der Fachhochschulen besser zu nutzen und das spezialisierte Wissen der Freiburger Hochschulinstitute vermehrt in Anspruch zu nehmen.
Medienmitteilung

Beratung

19.01.2011

Austauschprogramme: Aktuelle Informationsquellen

Schweizerischer und europäischer Austausch:
Die "CH-Stifung für eidgenössische Zusammenarbeit" betreut neu die Teilnahme der Schweiz an den europäischen Bildungs-, Berufsbildungs- und ausserschulischen Jugendprogrammen. Sie hat dazu die Internet-Plattform www.ch-go.ch lanciert. Das bisherige Projekt StudEx wird nicht mehr weitergeführt. Weltweiter Austausch: Intermundo, der Schweizerische Dachverband zur Förderung von Jugendaustausch, hat ein neues Such- Tool im Internet entwickelt. Nach der Angabe von Alter, gewünschtem Einsatzort und Art des Einsatzes listet die Website die passenden Angebote auf.

19.01.2011

Berufs- und Studieninformationen im Überblick

Museumsberufe: Ein Handbuch zeigt die Funktionsbeschreibungen und Anforderungsprofile. Download
Eine Karriere bei der UN: Die Publikation von cinfo gibt Auskunft darüber, für wen die UN als Arbeitgeber in Frage kommen und wie Interessierte vorgehen. Download (englisch)
Kein EFZ – und trotzdem eine BP (Berufsprüfung) machen? Im gleichnamigen INFObildung&beruf sind die Möglichkeiten zusammengestellt. Download
Anerkennung und Gleichwertigkeit ausländischer Diplome: Eine Grafik in diesem INFObildung&beruf zeigt die möglichen Vorgehensweisen und die richtigen Ansprechstellen. Download

19.01.2011

Arbeitsmarkt

19.01.2011

Rückgang der Arbeitslosigkeit im 2010

Der Schweizer Arbeitsmarkt bleibt in guter Verfassung. Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich die Arbeitslosigkeit um 24104 Personen oder um 14%. Im vergangenen Jahr lag die Arbeitslosenquote bei durchschnittlich 3,9%. Im Dezember 2010 hat die Arbeitslosigkeit mit 148636 Arbeitslosen wieder leicht zugenommen. Gegenüber dem Vormonat stieg die Quote von 3,6% auf 3,8%, was sich vorwiegend durch saisonale Gründe wie der geringeren Bautätigkeit im Winter erklären lässt.
Medienmitteilung

19.01.2011

Rekordwachstum bei Temporärarbeit

Im vergangenen Jahr ist die Temporärarbeit in der Schweiz zwischen Januar und Ende November um 15,5% gewachsen. Gegenüber dem Vorjahr betrug der Zuwachs 25,5%. Diese Zahlen entsprechen beinahe einem Allzeithoch. Einzig im September 2006 wurden mehr Einsatzstunden geleistet.
Medienmitteilung

19.01.2011

Arbeitnehmende zahlen für Krise

2009 legten die Reallöhne weltweit nur noch 1,6% zu (2007 vor Ausbruch der Krise waren es 2,8%). Ohne China würde der Zuwachs gar nur 0,7% betragen. Diese Zahlen gehen aus dem neusten Lohnbericht der internationalen Arbeitsorganisation (ILO) hervor. "Die Rezession hatte dramatische Auswirkungen auch für jene Millionen von Arbeitnehmern, die ihre Stelle behalten konnten. Ihre Kaufkraft wurde durch die Krise beschnitten und ihre Lebensqualität vermindert", betont ILOGeneraldirektor Juan Somavia.
Medienmitteilung

19.01.2011

Arztzeugnis ist nicht sakrosankt

Der Arbeitnehmende hat die Krankheit, die zu einer Abwesenheit führt, zu beweisen. Zweifelt der Arbeitgeber am vorgelegten Arztzeugnis, kann er den Arbeitnehmenden zu einem Arzt seines Vertrauens schicken, auch wenn das im Arbeitsvertrag nicht erwähnt ist. Weigert sich der Arbeitnehmende, sind Zweifel an der Arbeitsunfähigkeit berechtigt.
Zu diesem Urteil gelangte neulich das Kantonsgericht St. Gallen, wie die Zeitschrift "Schweizer Arbeitgeber" berichtet.

Berufliche Integration

19.01.2011

Verunfallte Arbeitslose schneller reintegrieren

Arbeitslose, die einen Unfall erleiden, sollen schneller wieder in den Arbeitsmarkt zurückgeführt werden. In einem gemeinsamen Projekt und in enger Abstimmung mit den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) setzen sich die Suva und das Seco das Ziel, durch bessere Betreuung der Betroffenen die Bezugsdauer von Taggeldern zu verkürzen. Verunfallte Arbeitslose sind anderthalb Mal so lange arbeitsunfähig als verunfallte Berufstätige. Sie beziehen durchschnittlich während 69 Tagen Unfalltaggelder (Berufstätige: 44 Tage). Somit ist der Unfall eines Arbeitslosen mit durchschnittlich 8300 Franken fast doppelt so teuer wie der Unfall einer berufstätigen Person (4800 Fr.).
Medienmitteilung Suva

19.01.2011

Bewerbungen: Der erste Eindruck zählt

Die Messlatte für Bewerbungsunterlagen liegt hoch. Die Mehrheit der deutschen (67%), Schweizer (59%) und österreichischen (50%) Personalverantwortlichen entscheidet in fünf bis zehn Minuten, ob es sich lohnt, eine Bewerbung noch einmal gründlich zu lesen oder ob der Kandidat sofort eine Absage bekommt. Für Bewerbende heisst das: Die Unterlagen sorgfältig verfassen und die eigenen Stärken überzeugend darstellen. Bereits Rechtschreibfehler können bei der Vorauswahl das Aus bedeuten. Dies sind Ergebnisse einer Studie, für die der spezialisierte Personaldienstleister Robert Half über 2800 Personal- und Finanzmanager in 13 Ländern befragt hat.
Medienmitteilung

19.01.2011

Hohe Lebenszufriedenheit... und Armutsgefährdung

Im Jahr 2009 waren in der Schweiz drei von vier Personen nach eigenen Aussagen mit ihrem Leben sehr zufrieden. Demgegenüber waren 6,7% der Bevölkerung von starker materieller Entbehrung betroffen. Zu diesen Ergebnissen gelangt eine Untersuchung des Bundesamtes für Statistik (BFS), die erstmals die Lebensbedingungen auf breiter Basis untersucht hat, indem Informationen über das Wohlbefinden und die Einkommensverteilung kombiniert wurden. Gemäss den Kriterien der Europäischen Union lag die Armutsgefährdung in der Schweiz bei 14,6%. Zu den Risikogruppen gehörten Personen in Einelternfamilien (31,7%), aussereuropäische Staatsangehörige (30,5%), und über 65-Jährige allein Lebende (32,8%).
Medienmitteilung

19.01.2011

Teuerungsausgleich für Sozialhilfebeziehende

Die Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe (Skos) empfiehlt einen neuen Mechanismus zur Ausrichtung des Teuerungsausgleichs für Sozialhilfebeziehende: Ab 1.1.2011 soll die Teuerung zeitgleich und im gleichen prozentualen Umfang wie die Teuerungsanpassung der Ergänzungsleistungen zu AHV und IV ausgerichtet werden. Der Grundbedarf für den Lebensunterhalt nach Skos-Richtlinien wird demnach um 1,75% erhöht. Die Skos strebt mit der neuen Praxis eine Gleichstellung aller Menschen an, die Bedarfsleistungen beziehen.
Medienmitteilung

19.01.2011

Sozialhilfe: schwacher Anstieg

Im Jahr 2009 wurden in der Schweiz 230 019 Personen mit Sozialhilfe unterstützt, was einer Sozialhilfequote von 3% entspricht. Seit 2006 ist dies der erste – wenn auch sehr moderate – Anstieg: im Jahr 2008 betrug die Sozialhilfequote 2,9%. Wie aus den Daten des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervorgeht, verlief die Entwicklung in den Kantonen und bei den Altersgruppen unterschiedlich. Bei den Altersgruppen verzeichneten die 56- bis 64-Jährigen eine starke prozentuale Zunahme an Sozialhilfebeziehenden gegenüber dem Vorjahr.
Medienmitteilung

Verschiedenes

19.01.2011

VSAA mit neuer Broschüre

Der Verband Schweizerischer Arbeitsmarktbehörden (VSAA) stellt sich, seine Dienstleistungen, Tätigkeiten und Fokusthemen in einer neuen Broschüre vor. Als moderner Dachverband ist der VSAA eine Drehscheibe zwischen Kantonen, Bund und weiteren Institutionen. Er fördert deren Austausch und Zusammenarbeit. Mit der Broschüre erhöht der VSAA seine Präsenz bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Arbeitsmarktbehörden der Kantone und des Bundes. Sie ist auf Deutsch, Französisch und Italienisch verfügbar und kann auf der neu gestalteten und erweiterten VSAA-Webseite heruntergeladen werden.

19.01.2011

Einführung der Identifikationsnummer für Unternehmen

Gemäss dem Bundesgesetz über die Unternehmens- Identifikationsnummer (UIDG) wird ab 1. Januar 2011 jedem Unternehmen in der Schweiz eine eindeutige und übergreifende Unternehmens-Identifikationsnummer (UID) zugeordnet. Diese Nummerierung trägt dazu bei, das E-Government aufzubauen und den elektronischen Datenaustausch zu verbessern.
Das UID-Register ist öffentlich zugänglich über das Portal http://www.uid.ch. Dort können die Nummern zugeordnet, verwaltet und abgerufen werden.
Bereits 500000 Betriebe oder Unternehmenseinheiten sind im UID-Register eingetragen. Dieses wird in den nächsten Monaten ergänzt, bis es alle Betriebe umfassen wird.
Medienmitteilung

19.01.2011