Newsletter vom 29.08.2012

Aktuelle Meldungen vom 29.08.2012

Berufliche Grundbildung

29.08.2012

Revidierte Bildungsverordnungen und Bildungspläne

Das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) hat die folgenden Änderungen erlassen: - Bildungsverordnung und Bildungsplan Grafiker/in EFZ - Bildungsplan Heizungsinstallateur/in EFZ Die geänderten Versionen werden in einigen Wochen im Berufsverzeichnis des BBT publiziert. Die Bildungspläne werden im Verlauf des Septembers auf den Internetseiten von Swiss Graphic Designers, dem Schweizer Grafiker Verband sowie Suissetec aufgeschaltet.

29.08.2012

Anhörung: Änderung Bildungsplan Reifenpraktiker/in EBA

Das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) hat die Anhörung von zwei Änderungsanträgen des Bildungsplans über die berufliche Grundbildung Reifenpraktiker/in EBA eröffnet. Es handelt sich um die Anpassung einzelner Leistungsziele im Teil A (Handlungskompetenzen) und um die Änderung der Positionen im Qualifikationsbereich praktische Arbeiten im Teil D (Qualifikationsverfahren). Die Unterlagen können von der Website des BBT heruntergeladen werden. Ohne gegenteilige Nachricht bis zum 15. September 2012 geht das BBT davon aus, dass den Änderungen zugstimmt wird.

29.08.2012

FR: Christophe Nydegger neuer Vorsteher des Berufsbildungsamts

Christophe Nydegger, zurzeit Direktor der Gewerblichen und Industriellen Berufsfachschule (GIBS) in Freiburg, wird ab 1. September 2012 neuer Vorsteher des kantonalen Amts für Berufsbildung. Er ist 44 Jahre alt und tritt die Nachfolge von Fritz Winkelmann an. Der künftige Amtsleiter unterrichtete ab 2002 an der GIBS, ein Jahr später übernahm er die Funktion des Direktors.
Medienmitteilung

29.08.2012

LU: Umsetzung der Berufsfachschulplanung

Das bisher an sechs Standorten verteilte Berufsbildungszentrum Gesundheit und Soziales (BBZG) hat den neuen Erweiterungsbau in Sursee bezogen. Mehrere Berufe haben zudem auf das neue Schuljahr hin die Schulorte gewechselt. Die Verschiebungen machten an den Standorten von BBZ Bau und Gewerbe sowie BBZ Wirtschaft, Informatik und Technik umfangreiche bauliche Anpassungen notwendig. Sämtliche Verschiebungsund Erweiterungsarbeiten erfolgten im Kontext der Luzerner Berufsfachschulplanung mit dem Ziel, verwandte Berufe am gleichen Standort zu konzentrieren und eigentliche Kompetenzzentren zu schaffen. Die Umsetzung wird im Hebst 2012 vollständig abgeschlossen sein.
Medienmitteilung

29.08.2012

LU: Hohe Anerkennung der Berufsbildung bei der Bevölkerung

Die Ergebnisse einer Einwohnerbefragung zeigen, dass die Luzerner/innen der Bildung eine hohe Bedeutung zumessen. 2011 beurteilen sie das Bildungsangebot im Kanton hinsichtlich Vielfalt und Qualität fast ausschliesslich positiv. Besonders viel Lob erhält die Berufsbildung: 85 Prozent der Luzerner/innen sind damit sehr zufrieden. Bei jenen in Ausbildung sind es gar 90 Prozent. Damit weist diese zweite Befragung eine signifikante Steigerung gegenüber 2009 aus.
Medienmitteilung

29.08.2012

LU: Neues Angebot für Bekleidungsgestalter/innen

Im Atelier "LU Couture" in Willisau können Lernende ab August 2013 eine schulisch organisierte dreijährige Grundbildung als Bekleidungsgestalter/in absolvieren. Die Auswahl erfolgt mit einem praktischen Eignungstest und einem Gespräch im September und November 2012. Die verfügbaren Lehrstellen für 2013 sind ab September 2012 über den Lehrstellennachweis (Lena) auf dem Portal Berufsberatung.ch zu finden.

29.08.2012

ZH: Wo die Mittel aus dem Berufsbildungsfonds hinfliessen

Rund ein Drittel der 119 000 Zürcher Betriebe zahlen in den seit 2011 existierenden kantonalen Berufsbildungsfonds ein. Die Berufsbildungskommission hat erstmals über die Verwendung der rund acht Millionen Franken entschieden. 2012 und 2013 werden je rund 2,55 Millionen Franken für die Qualifikationsverfahren der beruflichen Grundbildungen eingesetzt. Die Lehrbetriebe werden weiter unmittelbar entlastet, indem 2013 rund eine Million Franken an die Kurse für Berufsbildner/ innen beigesteuert wird, d.h., pro Person werden 250 Franken der Kurskosten übernommen. Die Berufsmesse Zürich erhält 250 000 Franken und ausserdem werden die neun regionalen Berufsbildungsforen, die kantonale Lehrstellenkonferenz und der interkantonale Lehrstellentag mit insgesamt 150 000 Franken unterstützt.
Medienmitteilung
Berufsbildungsfonds

29.08.2012

ZH: Markante Zunahme der abgeschlossenen Lehrverträge

Im Kanton Zürich wurden 2012 knapp 1000 neue Lehrverträge mehr als im Vorjahr abgeschlossen. Kurz vor Lehrbeginn liegt die Zahl der neuen Lehrverhältnisse bei rund 12 600. Diese nimmt seit 2002 stetig zu. Weniger Jugendliche haben sich für ein Berufsvorbereitungsjahr angemeldet: 1822 per Mitte Juli.
Medienmitteilung

29.08.2012

Frankreich: Studie vergleicht Berufslehrsysteme

Das französische "Centre d'études et de recherches sur les qualifications" (Céreq) ist Herausgeberin des Informationsbulletins "Bref", in dem jeden Monat eine oder zwei Studien und Analysen zu den Themen Bildung und Arbeit publiziert werden. Das Bulletin vom Mai 2012 befasst sich mit Fragen der Jugendarbeitslosigkeit. Durch eine vergleichende Analyse verschiedener Bildungssysteme (Frankreich, Deutschland, Australien) wird ersichtlich, dass die Entwicklung der Berufslehre nicht zwingend ein Mittel gegen die Jugendarbeitslosigkeit ist: Nationalen Modelle lassen sich nur selten in andere Länder übertragen.

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

29.08.2012

Parlamentarische Vorstösse aus der Sommersession

Wahrend der Sommerssession des Bundesparlaments wurden folgende Vorstösse zur höheren Berufsbildung eingereicht:
- Höhere Fachschulen. Sicherung der eidgenössischen Anerkennung der Nachdiplomstudien (Postulat, Geschäft Nr. 12.3415)
- Höhere Fachschulen. Sicherung der eidgenössischen Anerkennung der Nachdiplomstudien (Postulat, 12.3428)
- Steuerexpertendiplom. Recht, die Prüfung in den drei Landessprachen abzulegen (Anfrage, 12.1042)
- Titeläquivalenz für die höhere Berufsbildung (Motion, 12.3511)
- Patentierung von Gastro-Unternehmerinnen und - Unternehmern. Die Ausbildung verstärken (Motion, 12.3599)

29.08.2012

Mittelschulen und Hochschulen

29.08.2012

Mehr Ärzte und Ärztinnen ausbilden

Der "Dialog Nationale Gesundheitspolitik" von Bund und Kantonen will, dass ab dem Jahr 2018/19 jährlich rund 300 Ärztinnen und Ärzte zusätzlich ausgebildet werden. Er verabschiedete einen entsprechenden Bericht und er beschloss weitere Abklärungen, wie die anfallenden Mehrkosten finanziert werden und wo die Ausbildungen erfolgen sollen. Besonderes Augenmerk soll auch auf die Stärkung der Grundversorgung gerichtet werden. Der Dialog Nationale Gesundheitspolitik ist die ständige Austauchsplattform von Bund und Kantonen, mittels der die beiden Dialogpartner gesundheitspolitische Themen und Aufgaben diskutieren und die nötigen Absprachen treffen.
Medienmitteilung

Beratung

29.08.2012

SDBB-Verlag: Neue Medien für die Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung

Die neue DVD für den Berufswahlunterricht "Und du? – Filmisches Lexikon zu den Berufsanforderungen" hilft Jugendlichen, die zum Teil abstrakt formulierten Berufsanforderungen zu verstehen, indem sie sie in einzelnen Sequenzen darstellt. Zwei neue Faltblätter präsentieren die Berufe "Informatikerin EFZ/Informatikpraktiker EBA" und "Milchtechnologe EFZ/Milchpraktikerin EBA". Aktualisiert wurden die Berufsfotos und das Berufswahlmagazin "Natur". Für weitere Infos und online-Bestellmöglichkeit siehe www.sdbb.ch/neuerscheinungen. Ausserdem hat der SDBB-Verlag wieder ein paar Hinweise zu Publikationen zusammengestellt, die sich für den Einsatz in der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung eignen – oder eben nicht.

29.08.2012

ZH: Erziehungsdirektion warnt vor zu früher Lehrstellenvergabe

Die Zürcher Erziehungsdirektion warnt in einem Brief an 10 000 Lehrbetriebe vor einer verfrühten Lehrstellenvergabe: Wer zu früh Lehrverträge abschliesse, riskiere unüberlegte Entscheide der Schüler und Lehrabbrüche. Verschiedene Banken bestätigten gegenüber der TV-Sendung "Rundschau", bereits ab 1. September Lehrverträge abzuschliessen – ein Jahr vor Lehrbeginn. Daniel Jositsch, Präsident von KV Schweiz und SPNationalrat, will im September ein Postulat im Nationalrat einreichen und den Bundesrat auffordern, Massnahmen gegen das Problem zu erarbeiten.
Weitere Informationen
TV-Beitrag (8 Minuten)

29.08.2012

BE: Case Management Berufsbildung bis 2016 gesichert

Das Projekt Case Management Berufsbildung wird in den Jahren 2013 bis 2016 weitergeführt. Der Regierungsrat des Kantons Bern hat dafür einen Kredit von rund 10 Millionen Franken bewilligt. Das Projekt wurde 2008 lanciert. Es richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene, die Schwierigkeiten im schulischen, sprachlichen, persönlichen, sozialen, gesundheitlichen oder im integrativen Bereich haben. Das Case Management Berufsbildung begleitet sie individuell, um ihnen den Einstieg in eine berufliche Grundbildung zu ermöglichen.

29.08.2012

LU: Time-out-Projekt für Jugendliche abgeschlossen

In einem Pilotprojekt wurden zehn Luzerner Neuntklässler, die aufgrund ihrer schwachen schulischen Leistungen und fehlender Motivation ausgewählt wurden, auf ihren Berufseinstieg vorbereitet. Die Schüler/innen wurden für drei Monate vom Unterricht dispensiert und absolvierten stattdessen ein Programm mit folgenden Teilen: Standortbestimmung, erlebnispädagogischer Teil, Internat und Praktikum. Sieben der zehn Jugendlichen fanden danach eine Lehrstelle. Die Fernsehsendung "Schweiz aktuell" berichtete während einer Woche über dieses Projekt der Stiftung Speranza.

Arbeitsmarkt

29.08.2012

Zertifikat für Lohngleichheit jetzt auch in der Deutschschweiz

Obwohl die meisten Unternehmen überzeugt sind, eine geschlechtsneutrale Lohnpolitik zu betreiben, beträgt der Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern gemäss offiziellen Zahlen noch immer fast 19 Prozent. Mit der Zertifizierung "equal-salary" haben Organisationen die Möglichkeit zu zeigen, dass Lohngleichheit für sie kein Lippenbekenntnis ist. Das Zertifizierungsverfahren besteht aus zwei Phasen. In der ersten werden die Lohndaten statistisch ausgewertet, in der zweiten findet ein Audit vor Ort statt. Das Unternehmen muss keine vertraulichen Informationen öffentlich machen. Das in der Romandie entwickelte Label "equalsalary" ist nun auch mit einem Büro in der Deutschschweiz vertreten.

29.08.2012

Bundesrat setzt Cleantech-Beirat ein

Der Vorsteher des Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartements, Bundesrat Schneider-Ammann, hat einen Beirat eingesetzt, der die Umsetzung der Strategie des Bundes für Ressourceneffizienz und erneuerbare Energien begleiten wird. Dem Gremium gehören Persönlichkeiten aus Kantonen, Städten, Gemeinden, Wirtschaftsverbänden, Unternehmen, Institutionen der Wissenschaft und Nichtregierungsorganisationen an. An seiner konstituierenden Sitzung betonte der Beirat, dass Innovationshindernisse abzubauen und eine langfristige Investitionssicherheit zu gewährleisten seien. Er hob auch die Bedeutung von Unternehmensgründungen für das Wirtschaftswachstum hervor.
Medienmitteilung

29.08.2012

Lohndumping im Gartenbau

Mindestens 11 Prozent der Gartenbau-Unternehmen betreiben Lohndumping. Allerdings unterscheidet sich die Kontrollpraxis je nach Kantonen. Die meisten Kantone vergleichen die orts- und branchenüblichen Löhne im Gartenbau mit zu niedrigen Referenzlöhnen. Wird das Lohnniveau in der Gartenbaubranche beigezogen, kann der Anteil der Lohndumping praktizierenden Betriebe bis zu 34 Prozent betragen, wie beispielsweise in den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft. Dies geht aus einer Studie des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB) hervor. Aus der Sicht des SGB braucht es unverzüglich einen Gesamtarbeitsvertrag mit angemessenen Mindestlöhnen, um die Missbräuche zu verhindern.

29.08.2012

Deutschland: Steigende Erwerbsquote der über 60-Jährigen

In den letzten 20 Jahren hat sich die Erwerbsquote der 60- bis 64-Jährigen mehr als verdoppelt, berichtet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Während sie im Jahr 1991 noch bei 20,8% lag, stieg sie bis zum Jahr 2010 auf 44,2%. Entscheidend dazu beigetragen hat die höhere Erwerbstätigkeit von Frauen. Eine wesentliche Ursache für die höhere Erwerbsquote ist gemäss IAB auch der bessere Gesundheitszustand der Älteren. In der Schweiz wiesen 2011 die über 60-Jährigen bei den Frauen eine Erwerbsquote von 49% und bei den Männern eine solche von 71,7% auf.
Medienmitteilung
IAB-Kurzbericht

Berufliche Integration

29.08.2012

Leitfaden "IKT Grundkompetenzen Förderung für den Arbeitsmarkt"

Die Anforderungen an geringqualifizierte Arbeitnehmende im Umgang mit Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) steigen stetig. Im Auftrag des Staatssekretariates für Wirtschaft und des Bundesamts für Kommunikation hat der Schweizerische Verband für Weiterbildung (SVEB) ein IKT-Vorkonzept entwickelt. Es handelt sich um einen Leitfaden für eine branchenspezifische IKT-Weiterbildung mit dem Ziel, IKT-Grundkompetenzen über betriebliche oder arbeitsmarktliche Massnahmen zu fördern. Die Publikation richtet sich an Bildungsanbieter und Arbeitsmarktbehörden.

29.08.2012

FR: Neue Anmeldungsabläufe für Arbeitslose

Ab dem 12. November 2012 müssen sich im Kanton Freiburg wohnhafte Personen an das regionale Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) ihres Bezirks wenden, um sich arbeitslos zu melden. Die Gemeinden Freiburg, Villars-sur-Glâne und Tafers behalten jedoch ihre Zuständigkeit für die Anmeldung. Im weiteren wird das RAV-Zentrum "Saanebezirk" in Freiburg die elektronische Anmeldung testen. Zu diesem Zweck steht am Eingang des RAV ein Computer zur Verfügung. Nach einer Testphase soll dieses Angebot auf alle sechs RAV des Kantons ausgedehnt werden.
Medienmitteilung

Verschiedenes

29.08.2012

Neue Internetplattform apprentis.ch

Die Internetadresse www.apprentis.ch ist Ende August 2012 aktiviert worden. Diese neue Plattform soll lernenden Personen alle erforderlichen Informationen vermitteln, die eine erfolgreiche Berufsausbildung ermöglichen. Sie umfasst Ratschläge und Informationen zur Berufslehre, Werkzeuge für die Laufbahnplanung und eine Lehrstellenbörse. Die Plattform soll 2013 auf drei Sprachen erweitert werden und so die ganze Schweiz abdecken.

29.08.2012

Hohe Belastung bei Betreuung, Pflege und Hausarbeit

Die Pflege von Familienangehörigen überfordert viele Einzelpersonen. Betroffen sind vor allem Frauen. Unter dem Titel "Yes we care" schildert eine Broschüre der baselstädtischen Fachstelle für Gleichstellung in 14 Geschichten aus dem Alltag die hohe Belastung. Die Autorin Sina Stingelin weist darauf hin, dass die Rahmenbedingungen das Problem seien, da Betreuungsplätze und Geld fehlen würden.

29.08.2012

Österreich: Bericht zu Berufsbildung und Jugendbeschäftigung

Ein vom Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend in Auftrag gegebener Bericht gibt einen umfassenden Blick über die Massnahmen zur Förderung der Jugendbeschäftigung und Lehrlingsausbildung in Österreich. Der "Bericht zur Situation der Jugendbeschäftigung und Lehrlingsausbildung in Österreich 2010-2011" enthält umfangreiches Datenmaterial und beleuchtet die Entwicklungen auf österreichischer und europäischer Ebene. Auf Basis der Ergebnisse leiten die Autoren Empfehlungen zur Optimierung der Situation der Jugendbeschäftigung und der Berufsbildung in Österreich ab.
Zusammenfassung
Studie