Newsletter vom 28.11.2012

Aktuelle Meldungen vom 28.11.2012

Berufliche Grundbildung

28.11.2012

Lehrstellenkonferenz 2012 in Martigny

Am 23. November fand in Martigny die 8. Nationale Lehrstellenkonferenz statt. Unter der Leitung von Bundesrat Johann N. Schneider-Ammann verabschiedeten die Spitzen der Verbundpartner bildungspolitische Massnahmen mit dem Ziel, Unternehmen aller Branchen mit geeigneten Fachkräften zu versorgen und die Schweiz als breit diversifizierte Volkswirtschaft zu stärken. Jugendliche und insbesondere junge Frauen sollen noch mehr für technische Berufe motiviert werden. Zudem soll das Potenzial von Migrantinnen und Migranten gezielter genutzt und die höhere Berufsbildung weiter gestärkt werden. Mit Nachholbildung sollen vermehrt freie Potenziale in der Erwerbsbevölkerung genutzt werden. Lehrbetriebe werden durch schlanke Prozesse administrativ entlastet.

28.11.2012

Förderung von Sprachaustausch und bilingualem Unterricht

Die Verbundpartner wollen Mobilität wie Sprachaustausche, Praktika etc. sowie den mehrsprachigen Unterricht in der Berufsbildung fördern. Entsprechende Stossrichtungen wurden unter Federführung des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie gemeinsam erarbeitet. Auf regulatorische Vorgaben wurde bewusst verzichtet. Im Rahmen der Verbundpartnertagung 2013 wird die weitere Umsetzung der Massnahmen bearbeitet.
Bericht

28.11.2012

Ehrung des Schweizer Berufsnachwuchses

Bundesrat  Johann N. Schneider-Ammann hat am 23. November in Martigny im Rahmen des Tages der Berufsbildung die Leistungen junger Berufsleute gewürdigt. Der Vorsteher des Volkswirtschaftsdepartements EVD ehrte zusammen mit dem Walliser Staatsrat Claude Roch, Vorsteher des Departements für Erziehung, Kultur und Sport, die Medaillengewinnerinnen und -gewinner der Schweizer Berufsmeisterschaften und die Teilnehmer/innen der EuroSkills 2012.
Medienmitteilung

28.11.2012

BBT-Newsletter Qualität

Das Hauptthema des Newsletters Qualität Nr. 8 vom Bundesamt für Berufsbildung und Technologie betrifft die Qualität der Beratung während der Berufswahl oder Lehrstellensuche. Ein Fachartikel zeigt, wie ein effizientes und effektives Qualitätsmanagement eine optimale Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung ermöglichen. Vier konkrete Beispiele veranschaulichen, wie das Thema in der Praxis umgesetzt wird. Der Newsletter macht auch kurz auf den Stand des Projekts "Qualität leben" aufmerksam.

28.11.2012

Erlassene Bildungsverordnungen und genehmigter Bildungsplan

Das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie hat kürzlich die Verordnungen über die berufliche Grundbildung Lackierassistent/in EBA und Mikromechaniker/in EFZ erlassen und auf den 1. Januar 2013 in Kraft gesetzt. Die gedruckten Versionen werden in einigen Wochen beim Bundesamt für Bauten und Logistik erhältlich sein und im Berufsverzeichnis zur Verfügung stehen. Die Bildungspläne werden in den nächsten Wochen auf der Internetseite des Schweizerischen Carrosserieverbands oder der Schweizerischen Vereinigung der Industrielackiermeister bzw. im Laufe des Monats Dezember auf der Internetseite vom Arbeitgeberverband der Schweizer Uhrenindustrie aufgeschaltet. Zudem ist der Bildungsplan für die berufliche Grundbildung Metallbaukonstrukteur/in EFZ genehmigt und auf den 1. November 2012 in Kraft gesetzt worden. Er ist auf der Internetseite der Schweizerischen Metall-Union verfügbar.

28.11.2012

Nationalrat Jacques-André Maire engagiert sich für die Bildung

Jacques-André Maire, Nationalrat seit 2009, engagiert sich für die Berufsbildung. Der Neuenburger Parlamentarier, Mitglied der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur, ist beunruhigt über die mangelnde Förderung in gewissen Sektoren. Die Neuenburger Sektion des KV Schweiz hat ihn zu verschiedenen Themen interviewt. Unter anderem beschreibt Jacques-André Maire seine Botschaft, die er den Unternehmen, welche noch keine Lernenden ausbilden, beliebt machen möchte.
Interview

28.11.2012

Weshalb an einer Berufsfachschule unterrichten?

Eine Recherche in Zusammenarbeit mit dem Leading House "Berufsbildungsökonomie: Betriebliche Entscheidungen und Bildungspolitik" befasste sich mit den auslösenden Faktoren für die Wahl einer Ausbildung zum Bildungsverantwortlichen (Berufsfachschullehrer/in). 605 Lehrkräfte (193 in der Westschweiz, 412 in der Deutschschweiz), Absolventen einer pädagogischen Ausbildung am Eidgenössischen Hochschulinstitut für Berufsbildung, haben an der Studie teilgenommen.
Zusammenfassung

28.11.2012

Europäisierung der Berufsbildung

Die hohe Qualität der Schweizer Berufsbildung kann nicht in Abrede gestellt werden. Doch der Wert und die Wichtigkeit der Berufsabschlüsse in unserem Land sind in den benachbarten europäischen Ländern nicht immer bekannt. Diese Problematik wurde am 15. November 2012 an einer Sondertagung über die Europäisierung der Berufsbildung thematisiert. Die Tagungsunterlagen sind nun verfügbar.

28.11.2012

LU: Christoph Spöring neuer Leiter der Dienststelle Berufsbildung

Christoph Spöring (Jg. 1958) wurde vom Regierungsrat zum neuen Leiter der Dienstelle Berufs- und Weiterbildung gewählt. Spöring ist seit zehn Jahren Geschäftsführer von Login Berufsbildung in Olten, dem Ausbildungsverbund im Bereich des öffentlichen Verkehrs. Zuvor war er Leiter der Berufsbildung SBB und von diversen Bildungsprojekten. Er tritt per 1. Juni 2013 die Nachfolge von Josef Widmer an, der vom Bundesrat zum Vizedirektor im Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation ernannt wurde. Bis zum Stellenantritt von Christof Spöring leitet Jörg Meyer die Dienststelle ad interim.
Medienmitteilung

28.11.2012

LU: Lernende erzählen über ihre Berufslehre

Beim Projekt "Rent-a-Stift" teilen Lernende, die eine geschlechtsatypische Berufslehre absolvieren, ihre Erfahrungen an Sekundarschülerinnen und -schüler der 8. Klasse mit. Frauen, die in einem Männerberuf, und Männer, die in einem Frauenberuf eine Berufslehre absolvieren, werden in einem zweitätigen Seminar auf die Einsätze in den Schulklassen vorbereitet.

28.11.2012

ZH: Zweisprachiger Unterricht an Berufsfachschulen

Ein Zwischenbericht zum zweisprachigen bzw. bilingualen Unterricht an den Berufsfachschulen im Kanton Zürich bietet einen Überblick zum bisher Erreichten,  zum aktuellen Angebot und umreisst Möglichkeiten für die Weiterentwicklung. Der Unterricht in der Kombination Deutsch/Englisch hat sich an den engagierten Schulen im Kanton Zürich etabliert. Damit das Angebot in weiteren Schulen eingeführt werden kann, bedarf es zusätzlicher Unterstützung und Beratung. Die Bedeutung des bilingualen Unterrichts ist noch nicht überall erkannt.
Zwischenbericht

28.11.2012

Österreich: Lehrlingsförderung für den Tourismus

Die vom Bundesministerium geehrte "Amuse Bouche"-Lehrlingsinitiative fördert  junge Nachwuchskräfte für die österreichische Top-Gastronomie und Top-Hotellerie. "Amuse Bouche" trägt damit zur Hebung des Images der Tourismusberufe bei und will junge Menschen für die Arbeit im Tourismus zu begeistern. Ziel ist die Heranbildung qualifizierter Fachkräfte.
Medienmitteilung

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

28.11.2012

Höhere Beiträge an Berufs- und Fachprüfungen

Der Bund will die Beiträge an die Kosten der Prüfungen der höheren Berufsbildung von derzeit 25 auf 60 Prozent erhöhen - bei besonders kostenintensiven Prüfungen auf bis zu 80 Prozent. Dank dieser Massnahme soll die finanzielle Belastung für die Prüfungsteilnehmer/innen auf ein tragbares Mass sinken. Unterstützt werden auch Massnahmen zur Qualitätssicherung. Die erhöhten Beiträge werden in den kommenden Jahren aus den Krediten finanziert, die das Parlament mit der BFI-Botschaft 2013-2016 bewilligt hat. Nötig ist eine Änderung per 1. Januar 2013 von Artikel 65 der Berufsbildungsverordnung.
Medienmitteilung

28.11.2012

Prüfungsordnungen in Vernehmlassung

Die verantwortlichen Organisationen haben dem Bundesamt für Berufsbildung und Technologie die Entwürfe der Änderung folgender Prüfungsordnungen eingereicht:
Berufsprüfungen:
- Fachmann/Fachfrau Badeanlagen mit eidgenössischem Fachausweis
- Sportartenlehrer/in (verschiedene Fachrichtungen) mit eidgenössischem Fachausweis
- Fachmann/Fachfrau für Wärmesysteme mit eidgenössischem Fachausweis (drei Fachrichtungen)
- Fachmann/Fachfrau für Management in gewerkschaftlichen Organisationen mit eidgenössischem Fachausweis
- Reifenfachmann/Reifenfachfrau mit eidgenössischem Fachausweis
Höhere Fachprüfung:
- Diplomierter Leiter/Diplomierte Leiterin des Technischen Kundendienstes/Service
Bundesblätter vom 20. November und vom 27. November 2012

Mittelschulen und Hochschulen

28.11.2012

Studierende nehmen vermehrt psychologische Hilfe in Anspruch

Seit 2007 suchten 45 Prozent mehr Studenten und Studentinnen der Universität Zürich und der ETH eine psychologische Beratung an der Hochschule auf. Beim Campus Luzern stiegen die Anfragen innerhalb der letzten zwei Jahre um rund 34 Prozent, an der Universität St. Gallen gar um 34 Prozent in einem Jahr. Gemessen an der Zahl Studierender macht der Anteil von Ratsuchenden in Zürich 2,5 Prozent aus und in Luzern 3 Prozent. Dies berichtet die Sonntagszeitung in ihrer Ausgabe vom 11. November 2012.

28.11.2012

LU: Einheitliche Trägerschaft für die Hochschule Luzern

Die Fachhochschule Zentralschweiz – Hochschule Luzern erhält ab dem 1. Januar 2013 eine neue Rechtsgrundlage. Damit stehen die fünf Departemente neu unter einer einheitlichen Trägerschaft der Kantone LU, UR, SZ, OW, NW und ZG. Bisher war der Kanton Luzern Träger der Departemente Technik & Architektur, Wirtschaft sowie Design & Kunst. Die Departemente Musik und Soziale Arbeit hingegen wurden von Stiftungen getragen. Und die Direktion war eine Konkordatsinstitution der Zentralschweizer Kantone. Dieses Konstrukt hatte verschiedene Zuständigkeiten in den Bereichen Strategie, Finanzen, Infrastruktur und Personal zur Folge.
Weitere Informationen

28.11.2012

VS: Fusion der Walliser Fachhochschulen

Am 13. November 2012 hat der Grosse Rat einstimmig beschlossen, auf den Gesetzesentwurf der Regierung im Hinblick auf die Fusion der Fachhochschule und der Fachhochschule Gesundheit und Soziales Wallis einzutreten. Dieses Projekt erfolgt in Anpassung an das internationale Übereinkommen für die HES-SO vom November 2011. Dieses entspricht dem neuen Bundesgesetz über die Förderung der Hochschulen und die Koordination im schweizerischen Hochschulbereich.

Beratung

28.11.2012

Neue Medien für die Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung

Auf das Jahresende hin erscheinen im SDBB-Verlag noch ein ganze Reihe Medien. Darunter befinden sich der komplett überarbeitete Ratgeber "Das Laufbahnbuch" (bisher: "Laufbahngestaltung, Stellensuche, be-Werbung") von Peter Gisler, der neue "Foto-Interessen-Test F-I-T 2012", das vollständig überarbeitete Arbeitsmittel "Motiviert arbeiten nach einem Hochschulstudium" und mehrere aktualisierte Berufswahlmagazine. Auch einige Berufsinformations-Faltblätter, Chancen- und Perspektiven-Hefte sowie zwei Filme (Coiffeur/-euse EFZ und EBA sowie Elektroniker/in EFZ) konnten noch fertig gestellt werden. Infos zu den neuen Medien, Online-Bestellmöglichkeit und Hinweise zur Auslieferung: www.sdbb.ch/neuerscheinungen.

28.11.2012

Fachgruppe Diagnostik: Neue Labels

Die Fachgruppe Diagnostik des SDBB gibt auch dieses Jahr wieder Empfehlungen zu Tests und Arbeitsmitteln in der Berufsberatung ab und hat eine Reihe neuer Labels erstellt sowie einige aktualisiert. Es sind insgesamt 8 Labels. Neu sind: AWICO, BFT22, MSCEIT, SIC FH PH, VIQ und VVKI. Aktualisierungen betreffen die Labels zum Basic Check und zum Multicheck. Die Labels sind zu finden auf www.diagnostik.sdbb.ch/labels.

28.11.2012

Ausbildung, Beruf und Arbeit: Merkblätter für Fremdsprachige

Auf berufsberatung.ch finden sich Merkblätter für Fremdsprachige mit Grundinformationen zum Schweizerischen Bildungssystem. Die drei Merkblätter informieren zu den folgenden Themen: "Lehrstellensuche: Wie gehst du am besten vor?" (für Jugendliche), "Von der Schule zum Beruf" (für Eltern) und "Wege zu Arbeit und Bildung in der Schweiz" (für Erwachsene). Die Merkblätter sind in 14 Sprachen verfügbar, als letztes wurde die Sprache Tigrinya (Eritrea) aufgeschaltet.

28.11.2012

"Fokus Beruf" thematisiert die Berufslehre

In der neusten Ausgabe des Magazins "Fokus Beruf" (Nr. 5/Winter 2012) werden Erklärungen und Hinweise zum Thema Lehrstellenbewerbung publiziert. Dabei wird auch die Rolle aller Beteiligten in dieser wichtigen Phase der Jugendlichen angesprochen. In einem Interview erläutert Pierre Marville, Verantwortlicher für die Berufsbildung der Post Schweiz, seine Sicht der Situation. Verschiedene Aussagen von betroffenen Eltern, Jugendlichen und Bildungsverantwortlichen ermöglichen das Verständnis für die Herausforderungen, die mit dem Übertritt von der Schule in die berufliche Grundbildung verbunden sind. Das Berufsbildungsmagazin für Eltern und Lehrpersonen erscheint in Deutsch, Französisch, Italienisch, Albanisch, Serbokroatisch und Englisch.

28.11.2012

SO: Abschaffung des 12. Schuljahres geplant

Gegenwärtig besucht im Kanton Solothurn rund ein Drittel der Schülerinnen und Schüler eines Jahrgangs an der Volksschule ein fakultatives 12. Schuljahr (entspricht dem 10. Schuljahr in anderen Kantonen). Der Regierungsrat schlägt dem Kantonsrat die Abschaffung dieses Schuljahres an den Volksschulen vor. Die Brückenangebote der Berufsbildungszentren sollen hingegen weitergeführt und ausgebaut werden.
Medienmitteilung

28.11.2012

NW: Schulische Brückenangebote weiterhin auch für gute Schüler

Nidwaldner Jugendliche mit Schulleistungen im mittleren bis hohen Leistungsbereich, die im Anschluss an die obligatorische Schulzeit keine Anschlusslösung haben, können auch in Zukunft ein schulisches Brückenangebot besuchen. Der Regierungsrat kommt auf seinen Aufhebungsbeschluss bezüglich des schulischen Brückenangebots zurück. Damit verzichtet er auf die Einsparung von 270'000 Franken.
Medienmitteilung

28.11.2012

OW: Film zur Integration in Schule und Beruf

Das Bildungs- und Kulturdepartement des Kantons Obwalden hat die belgisch-schweizerische Filmerin Jara Malevez beauftragt, die schulische Integrationskultur in den sieben Obwaldner Gemeinden filmisch festzuhalten. Der nun fertig gestellte Film fängt den Integrationsalltag vom Kindergarten bis zur Berufsbildung ein und zeigt, wie mit den verschiedenen Ansprüchen und Herausforderungen im kleinräumigen Kanton umgegangen wird.
Medienmitteilung

Arbeitsmarkt

28.11.2012

Lohnerhöhung für Bundesangestellte

Die Angestellten der Bundesverwaltung erhalten im nächsten Jahr 0,5% mehr Lohn. Diese Lohnerhöhung gewinnt vor dem Hintergrund einer negativen Teuerung von -0,5% an Gewicht. Sie ist eine Wertschätzung für die Leistungen des Bundespersonals und soll dazu beitragen, dass die Bundesverwaltung ein attraktiver Arbeitgeber bleibt.
Medienmitteilung

28.11.2012

Herzinfarkte durch Arbeitsstress

Stress bei der Arbeit entsteht bei hoher Arbeitsbelastung in Verbindung mit zu wenigen Freiräumen. Bei den davon betroffenen Personen ist das Infarktrisiko um 23% höher als bei den andern Arbeitnehmern. 3,4% aller Herzinfarkte sind auf Arbeitsstress zurückzuführen. Im Rahmen der Studien, die das europäische Konsortium IPD-WORK angeregt hatte, wurden insgesamt 200'000 Personen aus Belgien, Dänemark, Finnland, den Niederlanden, Frankreich, Grossbritannien und der Schweiz während sieben Jahren begleitet.

28.11.2012

GAV-Verhandlungen in der MEM-Industrie

In der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM-Industrie) haben die Verhandlungen über den neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) begonnen. Knackpunkte sind: Lohnabschlüsse auf Betriebsebene oder allgemein festgelegte Mindestlöhne, Aufrechterhalten oder Aufweichen der 40-Stunden-Woche sowie die Allgemeinverbindlichkeit des GAV. Die Sozialpartner haben eine Arbeitsgruppe gebildet, die sich mit flexibler Arbeitszeit und Work-Life-Balance befassen wird.
Medienmitteilung

28.11.2012

Arbeitslosenversicherung: Solidaritätsprozent ohne Obergrenze

Um die Schulden bei der Arbeitslosenversicherung (ALV) rascher abzubauen, sollen künftig auch Lohnanteile von Jahreslöhnen über 315'000 Franken mit einem Beitragsprozent (so genanntes Solidaritätsprozent) belegt werden. Die bisherige Einschränkung, wonach nur auf Lohnanteilen zwischen 126'000 und 315'000 Franken das Solidaritätsprozent erhoben wird, soll aufgehoben werden. Der Bundesrat hat die Vernehmlassung für die entsprechende Anpassung bei der ALV eröffnet. Das Staatssekretariat für Wirtschaft hält fest, dass die ALV durch den Verzicht auf eine Obergrenze jährlich 90 Millionen Franken mehr einnehmen würde.
Medienmitteilung

28.11.2012

Deutschland: Fachkräftemangel nimmt teilweise zu

Nicht nur bei den Hochqualifizierten, sondern auch bei mittleren Qualifikationen drohen langfristig Engpässe. Das zeigt eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung und des Bundesinstituts für Berufsbildung. Die Beschäftigungschancen werden sich aber auch weiterhin je nach Bereich deutlich unterscheiden. So werde beispielsweise in den Sektoren Verkehr, Lager und Transport sowie bei Sicherheitsberufen das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage ausgeglichen bleiben. Besonders gefragt seien hingegen auch in Zukunft Fachkräfte aus dem Gesundheits- und Sozialwesen.
Kurzbericht

28.11.2012

Weltweit 70 Prozent ohne Schutz vor Arbeitslosigkeit

Gemäss der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) sind weltweit mehr als 70% der Arbeitnehmer nicht gegen Arbeitslosigkeit versichert. Noch prekärer sieht es bei den Arbeitslosen selbst aus: Über 86% der 40 Millionen Menschen, die seit 2008 arbeitslos geworden sind, haben von einem Tag auf den andern keine finanzielle Unterstützung – teilweise auch, weil sie zu wenig lange in die Versicherung einbezahlt haben. Bloss 72 der 198 IAO-Mitgliedländer kennen eine gesetzliche Arbeitslosenversicherung. Gar nur 16 Staaten unterstützen Jugendliche bei ihrer ersten Stellensuche.
Medienmitteilung

Berufliche Integration

28.11.2012

Nationale Armutsstrategie: Mit Bildung gegen Armut

Zwei Jahre nach der Nationalen Armutskonferenz hat Bundesrat Alain Berset mit Vertretungen der Kantone, Gemeinden, Städte sowie der Sozialpartner, Nicht-Regierungsorganisationen und der Armutsbetroffenen Bilanz gezogen und das weitere Vorgehen diskutiert. Alle Beteiligten waren sich darin einig, dass vielfältige Aktivitäten entfaltet worden seien, aber weiterhin Handlungsbedarf bestehe. Vorgesehen ist ein nationales Programm zur Armutsbekämpfung, das über fünf Jahre laufen soll, von 2014 bis 2018. Der Schwerpunkt dieses Programms wird die Bildung sein. Sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche sollen in ihren Ressourcen so gestärkt werden, dass sie später selber für ihren Lebensunterhalt aufkommen können werden.
Medienmitteilung

28.11.2012

Wiedereingliederung kann rentieren

Das 11. Forum für Rehabilitierung und Wiedereingliederung, das in Sion durchgeführt wurde, wies auf die Vorteile für Unternehmen und die Gesellschaft hin, wenn behinderte Menschen eine Arbeitsmöglichkeit erhalten. Die in der Westschweiz ansässige Union suisse des professionnels de l’immobiler hat 2011 eine Ausbildung für Immobilienfachleute gestartet, um dem Mangel an Immobilienverwaltern zu begegnen. Zielpublikum dieses Lehrgangs waren Behinderte. Alle Absolventen des Lehrgangs haben sich beruflich selbständig gemacht und benötigen keine IV-Leistungen mehr. Ein anderes Beispiel: Coop Westschweiz zieht bei der Anstellung von geistig behinderten Personen eine positive Bilanz. Das Forum will für weitere Unternehmen gangbare Lösungen finden.

28.11.2012

ZH: Coaching für Ausgesteuerte

Mit dem Pilotprojekt "Coaching für Ausgesteuerte" bieten die Sozialen Dienste der Stadt Zürich und das kantonale Amt für Wirtschaft und Arbeit ausgesteuerten Arbeitslosen Beratung an. Zielpublikum sind Ausgesteuerte, die über Erspartes verfügen und deshalb (noch) keinen Anspruch auf finanzielle Unterstützung durch die Sozialhilfe haben. Diese Personengruppe verzichtet oft auf Beratung und Betreuung und vermindert dadurch ihre Integrationschancen. Das auf zwei Jahre befristete Pilotprojekt unterstützt Ausgesteuerte beim Aufbau ihrer Fähigkeiten und bei der Stellensuche. Das Angebot ist kostenlos.
Medienmitteilung