Newsletter vom 01.02.2012

Aktuelle Meldungen vom 01.02.2012

Berufliche Grundbildung

01.02.2012

Leading House "Qualität": Der Kick-off ist erfolgt

Das neu konzipierte Leading House "Qualität der beruflichen Bildung" steht unter der Leitung von Prof. Margrit Stamm und Prof. Stephan Schumann von der Universität Freiburg. Die Verantwortlichen haben am 12. Januar 2012 in Bern eine Kick-off-Veranstaltung durchgeführt. Ziel war es, einen Erwartungs- und Wissensaustausch zwischen Politik, Praxis und Wissenschaft zu initiieren. Die Inputreferate von Ursula Renold (BBT), Hans Ambühl (EDK) und Jürg Zellweger (SAV) und die anschliessenden Diskussionen mit Vertreterinnen und Vertretern der Schweizer Berufsbildung halfen, das Projekt auf den richtigen Weg zu führen. Ziele sind einerseits die Abkehr von Defizitorientierung hin zur Ressourcenorientierung und andererseits die Rückkopplung der Bedürfnisse der Praxis in die Forschung.

01.02.2012

Berufsreformen: BBT zieht Zwischenbilanz

Mit Inkrafttreten des Berufsbildungsgesetzes im Jahr 2004 müssen alle geltenden Reglemente "über die Ausbildung und Lehrabschlussprüfung" angepasst oder ersetzt werden. Ergebnis der Berufsreform sind eine Verordnung über die berufliche Grundbildung und ein entsprechender Bildungsplan. Für den Grossteil der rund 200 Berufe ist dieser Prozess abgeschlossen. Bis spätestens 2015 sollen alle Reformarbeiten beendet sein. Das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie hat eine Zwischenbilanz publiziert. Sie enthält eine Liste der in Kraft getretenen Verordnungen über die berufliche Grundbildung 2005-2012 sowie eine Übersicht über die laufenden Vor-Tickets und Tickets.

01.02.2012

Bildungsverordnungen: Vernehmlassungen und Anhörung

Das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) hat die Vernehmlassung zu den Verordnungen über die berufliche Grundbildung Forstpraktiker/in EBA und Fotograf/in EFZ eröffnet. Vernehmlassungsfristen sind der 23. resp. der 30. April 2012. Ferner hat das BBT die Anhörung zum Änderungsantrag zur Verordnung über die berufliche Grundbildung und den Bildungsplan Pferdefachfrau/Pferdefachmann EFZ aufgeschaltet. Es geht dabei um die Anpassung des Bildungsplans. Bei den 2011 erstmals durchgeführten Qualifikationsverfahren wurde deutlich, dass eine Präzisierung der Gewichtung der einzelnen Bereiche und Fachrichtungen notwendig ist. Ohne Nachricht der interessierten Kreise bis zum 15. Februar 2012 geht das BBT davon aus, dass die Änderungen akzeptiert sind.
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01.02.2012

Uhrenindustrie: Viele neue Lehrlinge

Der Arbeitgeberverband der Schweizer Uhrenindustrie (CP) führt bei den Berufsfachschulen, die Fachkräfte für die Uhrenbranche ausbilden, jährlich eine Umfrage durch. Die Zahlen 2011 unterstreichen die Popularität der Branche. Letztes Jahr haben 425 Jugendliche eine Grundbildung an einer Uhrmacherschule oder eine duale Lehre angefangen (sechs Berufsausbildungen führen zum EFZ, eine zum EBA). Der Anteil der Ausbildung im dualen System nimmt zu. 2010 wurde die zweijährige Grundbildung Uhrenarbeiter/in EBA eingeführt (42 Lehrverträge im 2011). In den Montagebetrieben besteht ein grosser Bedarf an Praktikern.
Medienmitteilung

01.02.2012

Westschweizer TV: Bericht über die Situation von Lernenden

Am 19. Januar 2012 hat die Télévision suisse romande eine "Temps Présent"-Sendung zum Thema Lernende ausgestrahlt. Sie hat Jugendliche bei der Lehrstellensuche und junge Menschen, die mit der Arbeitswelt konfrontiert sind, begleitet. "Temps Présent" hat auch die wichtige Rolle der Arbeitgeber aufgezeigt, die sich meistens grosszügig für die Ausbildung der Lernenden einsetzen.
Weitere Informationen und Ansicht der Sendung (Dauer: 50 Minuten)

01.02.2012

BS/BL: Imagekampagne für Berufsmatur

Die beiden Basler Kantone haben eine zweijährige Imagekampagne "Berufslehre plus Berufsmatur" gestartet. Mehr Jugendliche sollen für eine Berufslehre mit Berufsmatur gewonnen werden, ein dem Gymnasium ebenbürtiger Bildungsweg, der zum Studium an einer Fachhochschule führt. Die Wirtschaft will so dem Mangel an hoch qualifizierten Fachkräften entgegenwirken. Bei der Kampagne handelt es sich eine gemeinsame Aktion des Erziehungsdepartements Basel- Stadt und der Bildungsdirektion Basel-Landschaft zusammen mit dem Gewerbeverband Basel-Stadt, der Wirtschaftskammer Baselland und der Handelskammer beider Basel.

01.02.2012

SO: Nachholbildung für Produktionsmechaniker/innen

Der Kanton Solothurn bietet zusammen mit der Industrie ein konzentriertes Nachholbildungsangebot an, durch das geeignete Bewerber/innen innerhalb von zwei Jahren ein eidg. Fähigkeitszeugnis erreichen können. In vielen, vor allem industriellen Betrieben arbeitet ein grosse Anzahl Ungelernter, die über ein grosses berufliches Können und Wissen verfügen. Das Fehlen einer formellen Qualifikation behindert die schulische und berufliche Weiterentwicklung. Am Projekt engagiert sind die gewerblich-industrielle Berufsfachschule Solothurn und die Firma Fraisa SA in Bellach, die das Projekt als Leitbetrieb begleitet.
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01.02.2012

Deutschland: Situation ungelernter Erwerbstätiger

Die Berufsbildungsverantwortlichen in Deutschland sehen in den ungelernten Erwerbstätigen eine grosse Herausforderung für die Aus- und Weiterbildung. Etwa jeder siebte Erwerbstätige ist ohne beruflichen Abschluss. Ihre Tätigkeit reduziert sich auf wenige Berufsfelder, und sie sind im Vergleich zu ausgebildeten Fachkräften deutlich häufiger mit geringfügigen, teilweise prekären Beschäftigungsverhältnissen konfrontiert. Zudem ist das Risiko, arbeitslos zu werden, drei Mal so hoch. So die Ergebnisse der Studie "Erwerbstätigkeit ohne Berufsabschluss – Welche Wege stehen offen?" des Bundesinstituts für Berufsbildung. Die Konzepte Berufsbildung gehen in Richtung betriebsnahe und niederschwellige Aus- und Weiterbildungsmassnahmen, wodurch Ungelernte auf die Fachkräfteebene aufsteigen könnten.
BIBB-Report 17/2012

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

01.02.2012

Prüfungsordnungen in Vernehmlassung

Die verantwortlichen Organisationen haben dem Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) die Entwürfe der Prüfungsordnungen über die Berufsprüfung und die Höhere Fachprüfung in folgenden Berufen eingereicht:
- Schweissfachfrau/-mann mit eidg. Fachausweis
- Geschäftsführer/in mit eidg. Diplom
Bundesblatt vom 31. Januar 2012

01.02.2012

Ringier-Journalistenschule: Neuer Studiengang

Nach Jahren, in denen die Ringier-Journalistenschule ausschliesslich interne Ausbildungen angeboten hat, kann man sich auch wieder von extern für einen Lehrgang bewerben. Die Ausschreibung erfolgt jeweils auf der Ringier-Website, an Fachhochschulen und Universitäten, auf gängigen Jobplattformen und als Printinserat in den Ringier-Medien. Voraussetzung für alle Teilnehmer ist, dass sie die Aufnahmebedingungen erfüllen (Matura, Studium oder abgeschlossene Berufslehre, Bestehen eines Wissenstests und eines journalistischen Schreibtests). Die Volontäre erhalten einen auf ein Jahr befristeten Vertrag mit einem Volontärsgehalt.

01.02.2012

Frankreich: Bilanz und Perspektiven der Weiterbildung

Vierzig Jahre nach ihrer Regelung auf Gesetzesstufe ist die berufliche Weiterbildung ein wichtiger Faktor für die wirtschaftliche, soziale und umweltverträgliche Entwicklung der französischen Gesellschaft. Der "Conseil économique, social et environnemental" (CESE) hat 24 Empfehlungen rund um vier Hauptthemen formuliert, die die (Weiter-)Entwicklung des ganzen Berufsbildungssystems zum Ziel haben.
Zusammenfassung
Bericht

01.02.2012

Europa: Ausschreibung des Grundtvig Award 2012

2012 zeichnet der Grundtvig-Award Projekte zum Thema "Innovative Approaches in Adult Education and Learning - Activating Older Learners" aus. Damit steht er ganz im Zeichen des Europäischen Jahres für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen. Der Preis wird jährlich vom Europäischen Verband für Erwachsenenbildung (EAEA – European Association for the Education of Adults) vergeben. Projekte (auch aus nicht-europäischen Ländern) können in englischer, französischer oder deutscher Sprache bei der EAEA bis am 5. März 2012 eingereicht werden.

Mittelschulen und Hochschulen

01.02.2012
01.02.2012

LU: Neuer FH-Studiengang "Camera Arts"

Im dreijährigen Bachelor-Studium Camera Arts werden die Studierenden mit traditionellen und neuen Fotografie-Anwendungen vertraut gemacht und in digitale Produktionsketten eingeführt. Im Fokus steht auch das multimediale Zusammenspiel von Kamera, Ton, Text, Licht und Bewegung. Absolventinnen und Absolventen werden befähigt, in der berichtenden Fotografie, in Kommunikationsabteilungen, in Museen sowie Kulturinstitutionen tätig zu sein oder freischaffend künstlerisch zu arbeiten.

Beratung

01.02.2012

SDBB-Verlag: Neue Infomittel, Fragebogen und Tests

Diesen Monat erscheinen im Verlag des Schweizerischen Dienstleistungszentrums Berufsbildung, Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung das Berufsfenster 2012, zwei neue DVD zu den Berufen Schreiner/in EFZ/ Schreinerpraktiker/in EBA und Polydesigner/in 3D EFZ, ein Faltblatt zum Beruf Fachmann/Fachfrau Betreuung EFZ sowie der "Berufsfelder-Test 22" von Jungo/Zihlmann. Aktualisiert wurden drei Infomappen für die Studienberatung, Berufe-easy.ch, Berufswahlbuch mit Berufswahlkompass sowie der Fragebogen "Meine Neigungen und Interessen". Weitere Informationen zu den neuen Medien mit Online-Bestellmöglichkeit finden sich auf www.sdbb.ch/neuerscheinungen.
Das Editionsprogramm 2012 der Abteilung Medien BSLB ist ebenfalls ab sofort abrufbar.

01.02.2012

SDBB-Weiterbildung: Offene Plätze und Mehrfachführungen

Gegen 1400 Personen haben sich bis heute für die Weiterbildungsangebote des Schweizerischen Dienstleistungszentrums Berufsbildung, Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung angemeldet. Es werden Mehrfachführungen organisiert, aufgrund der geografischen Verteilung der Interessentinnen und Interessenten teilweise auch an neuen Kursorten. Ab dem 15. Februar sind unter www.weiterbildung.sdbb.ch alle Mehrfachführungen mit Datum und Ort aufgeschaltet. Teilweise sind auch noch Plätze frei. Bereits angemeldete Personen werden persönlich informiert.

Arbeitsmarkt

01.02.2012

Beschäftigungsentwicklung Anfang 2012

Gemäss einer Repräsentativumfrage unter 754 Unternehmen wird im ersten Trimester 2012 die Beschäftigungssituation in der Schweiz unverändert beleiben. 89% der befragten Unternehmen beabsichtigen, kein zusätzliches Personal einzustellen. Allerdings zeigt die Studie von Manpower regionale Unterschiede. Während die Ostschweiz (+9%), Zürich (+8%) und das Gebiet Espace Mittelland (+3%) den Personalbestand erhöhen wollen, ist im Tessin (-4%), in der Genferseeregion (-5%), in der Nordwestschweiz (-9%) und in der Zentralschweiz (-12%) ein Abbau vorgesehen. Klar weniger Anstellungen sind in der Landwirtschaft und im Handel zu erwarten.

01.02.2012

Schweizer mit ihrer Arbeitssituation zufrieden

Obschon 2011 aus wirtschaftlicher Sicht ein schwieriges Jahr war, sind gemäss einer repräsentativen Umfrage des Schweizer Fernsehens 94% der Schweizerinnen und Schweizer mit ihrer Arbeitssituation zufrieden. 35% sind sogar sehr zufrieden. Je tiefer die Ausbildung ist, desto zufriedener sind die Erwerbstätigen. Bei den Personen, die nur die Grundschule absolviert haben, erklären sich 40% als sehr zufrieden, bei jenen mit einer höheren Schulbildung jedoch nur 32%. Genau ein Drittel der Befragten beschreibt demgegenüber die Belastung am Arbeitsplatz als zu gross.

01.02.2012

Bundesrat will flankierende Massnahmen weiter optimieren

Der Bundesrat will die flankierenden Massnahmen zur Personenfreizügigkeit weiter verbessern. Im Fokus stehen dabei die strategische und operative Steuerung der flankierenden Massnahmen und eine verstärkte Zusammenarbeit der involvierten Akteure. Der Bundesrat nimmt damit Stellung zum Bericht der Geschäftsprüfungskommission des Nationalrates (GPK-N) vom 21. Oktober 2011 "Evaluation der Aufsicht über die flankierenden Massnahmen zur Personenfreizügigkeit und deren Wirkung". Die Empfehlungen der GPK-N sollen gemäss Bundesratsentscheid übernommen und durch das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement EVD umgesetzt werden. Im März 2012 wird der Bundesrat dem Parlament eine Botschaft unterbreiten mit dem Ziel, die Scheinselbständigkeit wirksamer zu bekämpfen und die Mindestlöhne in Normalarbeitsverträgen und allgemein verbindlich erklärten Gesamtarbeitsverträgen konsequenter durchzusetzen.
Medienmitteilung

01.02.2012

Schweiz schafft Arbeitsplätze im Ausland

Im Jahre 2010 beschäftigten Schweizer Unternehmen im Ausland 2,664 Millionen Arbeitnehmer, rund die Hälfte davon in andern europäischen Ländern und rund 24% in Nordamerika. Aus der Mitteilung der Schweizerischen Nationalbank geht weiter hervor, dass der Kapitalbestand in den Tochtergesellschafter schweizerischer Direktinvestoren im Ausland um 26 auf 878 Milliarden Franken zugenommen hat.
Medienmitteilung

01.02.2012

Mindestlohninitiative eingereicht

Nach einem Jahr Sammelzeit hat der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) die Mindestlohninitiative mit über 110000 Unterschriften bei der Bundeskanzlei eingereicht. Die Initiative verlangt eine Förderung von Gesamtarbeitsverträgen mit Mindestlöhnen und ergänzend einen gesetzlichen Mindestlohn von 22 Franken pro Stunde oder 4000 Franken pro Monat. Nachdem in den letzten 10 bis 15 Jahren die höchsten Löhne geradezu explosionsartig gestiegen seien, müsse jetzt ein neuer Zyklus zugunsten der tiefen und mittleren Löhne eingeleitet werden. Gemäss SGB-Präsident Paul Rechsteiner sind Mindestlöhne das stärkste Mittel, um bessere Löhne für alle zu erreichen.

01.02.2012

Kontroverse um "6 Wochen Ferien für alle"

Eine breite Allianz bestehend aus Bundesrat, Parlament, mehreren Wirtschaftsverbänden und allen bürgerlichen Parteien bekämpft die Volksinitiative "6 Wochen Ferien für alle". Die Initiative schade den KMU, schwäche die Wettbewerbsfähigkeit und gefährde Arbeitsplätze. Demgegenüber betont der Gewerkschaftsdachverband Travail Suisse, der das Volksbegehren lanciert hat, 6 Wochen Ferien seien ein wichtiger Beitrag für eine gesunde Arbeitswelt und die einzige Möglichkeit für besseren Ausgleich und mehr Erholung.

01.02.2012

VS: Mindestlöhne im Baugewerbe

Die Sozialpartner haben im Walliser Bauhauptgewerbe einen Modellgesamtarbeitsvertrag erarbeitet, der kantonale Mindestlöhne vorsieht. Auf der einen Seite soll die Vereinbarung den seit 1. Januar 2012 vertragslosen Zustand auf nationaler Ebene aufheben. Auf der andern Seite ist sie auch eine Folge der letztjährigen Kontrollen. 75% der ausländischen Firmen, die Arbeitnehmer ins Wallis entsandt hatten, respektierten den Gesamtarbeitsvertrag der Branche nicht. Zudem stellte die kantonale Aufsichtsbehörde bei 120 Kontrollen 62 Fälle von Schwarzarbeit fest.

Berufliche Integration

01.02.2012

Mehr Sozialhilfebezüger im 2011

Zusammen mit den jüngsten Auswirkungen der Wirtschaftskrise hat die Revision des Arbeitslosenversicherungsgesetzes vom letzten April zu einer Zunahme von Sozialhilfebezügern geführt. Gemäss einer Umfrage der Zeitung "Sonntag" in 14 Deutschschweizer Städten verzeichnen Wohlen, Grenchen, Baden und Luzern Zunahmen von 8% bis 10%. In den grossen Zentren Zürich, Bern und Basel ist die Situation noch unverändert. Demgegenüber ist die Zahl der Sozialhilfebezüger im Kanton Genf um 15% angestiegen.

01.02.2012

"This-Priis" belohnt Engagement für handicapierte Menschen

Der mit insgesamt 25000 Franken dotierte "This- Priis" zeichnet Unternehmen aus, die sich für die Eingliederung handicapierter Menschen engagieren. Die diesjährige Auszeichnung wurde am 24. Januar 2012 in Zürich an zwei Firmen verliehen, die insgesamt sieben Betroffene beschäftigen. Die Elektro-Material AG in Zürich beschäftigt vier Mitarbeitende mit einem Handicap in ihrem Team von 93 Mitarbeitenden. Auch die Kägi+Co AG in Winterthur beschäftigt seit fünf Jahren geistig oder zerebral beeinträchtigte Mitarbeitende. Nominiert werden können Unternehmen im Raum Zürich, die Handicapierte aktiv, nachhaltig und erfolgreich integrieren. Die beiden nominierten Betriebe bekräftigen den wirtschaftlichen Nutzen der Arbeitsleistungen gesundheitlich beeinträchtigter Menschen. Nebst einer Teil-IV-Rente bezahlen die Unternehmen den Angestellten einen Leistungslohn.
Medienmitteilung

01.02.2012

Prekäre wirtschaftliche Situation bei Alleinerziehenden

Alleinerziehende befinden sich überdurchschnittlich oft in einer schwierigen wirtschaftlichen Situation. Vor allem alleinerziehende Frauen verfügen häufig nur über sehr geringe finanzielle Mittel. Das belegt eine Studie, die im Auftrag des Bundesamts für Sozialversicherungen durchgeführt wurde. Eine Analyse der Steuerdaten des Kantons Bern aus dem Jahr 2006 hat es ermöglicht, die Situation von Alleinerziehenden genauer zu untersuchen. Während etwa 10% der Haushalte ohne Kinder nur über sehr geringe finanzielle Mittel verfügen, sind es bei den alleinerziehenden Männern 16% und bei den alleinerziehenden Frauen sogar 30%. Die Hälfte der alleinerziehenden Frauen weist ein Vermögen von weniger als 4500 Franken aus.

Verschiedenes

01.02.2012

Interinstitutionelle Zusammenarbeit: Ausschreibung für eine Studie

Das Bundesamt für Sozialversicherung nimmt für das Forschungsprojekt "Formen interinstitutioneller Zusammenarbeit in der Schweiz: Bestandsaufnahme und Typologie" bis zum 15. März 2012 Forschungsgesuche für eine Studie an. Ziel der Studie ist, im Bereich der interinstitutionellen Zusammenarbeit eine Bestandaufnahme der kantonalen Aktivitäten vorzunehmen, die den Fokus auf die Schnittstellen der Hauptpartner (Arbeitslosenversicherung, IV, Sozialhilfe und Berufsbildung) richtet. Der Akzent liegt auf drei Forschungsschwerpunkten: Integration der Stellensuchenden, die von der Sozialhilfe abhängig sind, Jugendliche mit Mehrfachproblematik oder ohne Anschlusslösungen sowie die Zusammenarbeit zwischen Sozialhilfe und IV im Rahmen der Früherkennung.
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