Newsletter vom 14.03.2012

Aktuelle Meldungen vom 14.03.2012

Berufliche Grundbildung

14.03.2012

Rahmenlehrplan Berufsmaturität in Vernehmlassung

Der Vernehmlassungsentwurf zum Rahmenlehrplan Berufsmaturität (RLP-BM) wurde im Einvernehmen mit dem Generalsekretariat der EDK, mit den Verbundpartnern der Berufsbildung, den Berufsfachschulen und den Fachhochschulen erarbeitet. Der RLP-BM bildet die Grundlage für Unterricht und Prüfungen in den anerkannten Bildungsgängen und definiert die erforderlichen Kompetenzen an der Nahtstelle zu den Fachhochschulen. Dabei kommen ihm vier strategische Aufgaben zu:
- Mit dem RLP-BM wird das Angebot der Berufsmaturität in allen Regionen der Schweiz harmonisiert und koordiniert.
- Der RLP-BM bildet die verbindliche Grundlage zur Steuerung und Regelung des Berufsmaturitätsunterrichts. - Er trägt zu einer gesamtschweizerisch hohen Qualität des Berufsmaturitätsunterrichts und der Berufsmaturität bei.
- Mit ihm wird die eidg. Berufsmaturität national und gegenüber dem Ausland positioniert.
Die Vernehmlassungsfrist ist auf den 30. Juni 2012 festgelegt. Der RLP-BM soll Ende 2012 in Kraft gesetzt werden.

14.03.2012

Jahresbericht der EBBK erschienen

Das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie veröffentlicht den Jahresbericht 2011 der Eidgenössischen Berufsbildungskommission (EBBK). Der Bericht gibt einen Überblick über die Arbeit der Kommission und die aktuellen Projekte in der Berufsbildung.

14.03.2012

Vernehmlassung "Berufslehre für Sans-Papiers"

Jugendliche Ausländerinnen und Ausländer ohne gesetzlichen Status (Sans-Papiers) sollen künftig eine Berufslehre machen können. Voraussetzung ist, dass sie gut integriert sind und mindestens fünf obligatorische Schuljahre in der Schweiz absolviert haben. Dies schlägt der Bundesrat vor zur Umsetzung der Motion Barthassat "Jugendlichen ohne gesetzlichen Status eine Berufslehre ermöglichen". Die Vernehmlassung ist eröffnet und dauert bis am 8. Juni 2012.
Medienmitteilung

14.03.2012

Kaufmännischen Branche: Erster Berufsbildungsfonds

Der Bundesrat hat den Berufsbildungsfonds der Branche Treuhand und Immobilientreuhand per 1. März 2012 für allgemeinverbindlich erklärt. Damit verfügt die erste kaufmännische Branche über einen solchen Fonds. Bezweckt wird eine gezieltere Ausbildung des Nachwuchses. Der Fonds kam auf Initiative der Organisation kaufmännische Grundbildung Treuhand/Immobilien OKGT und in Zusammenarbeit mit den vier Trägerverbänden SVIT Schweiz, Treuhand Suisse, Treuhandkammer und Union suisse des professionnels de l'immobilier (USPI) zustande.
Medienmitteilung

14.03.2012

Lehrstellenmarkt im Februar 2012

Der Lehrstellenmarkt ist, ein halbes Jahr vor Lehrbeginn 2012, stabil. Regional und bei verschiedenen Berufen können sich zwischen Angebot und Nachfrage Unterschiede zeigen. Gemäss der monatlichen Umfrage des Bundesamts für Berufsbildung und Technologie bei den Kantonen sind für die insgesamt ausgeglichene Situation folgende Faktoren massgebend:
- Die Zahl der Schulabgänger/innen ist regional rückläufig.
- Die Zahl der Ausbildungsplätze ist stabil geblieben.
- Alle Kantone sorgen mit Massnahmen zur Lehrstellenförderung für ein ausreichendes Lehrstellenangebot und stellen Brückenangebote bereit.
Es ist noch zu früh, um sich ein genaues Bild der Situation zu verschaffen. Bund und Kantone verfolgen die Lehrstellenentwicklung permanent. Repräsentatives Zahlenmaterial wird im Juni 2012 im Lehrstellenbarometer zur Verfügung stehen.
Medienmitteilung

14.03.2012

Bildungsverordnung in Vernehmlassung

Das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) hat die Vernehmlassung zur Verordnung über die berufliche Grundbildung und den Bildungsplan für den Beruf der Anlagen- und Apparatebauer/in EFZ eröffnet. Frist zur Stellungnahme ist der 6. Juni 2012.

14.03.2012

Bildungspläne: Erlassene Änderungen

Die vom 23. Januar bis 15. Februar 2012 durchgeführte Anhörung hat eine positive Beurteilung der vorgeschlagenen Änderungen im Bildungsplan des Berufs Pferdefachfrau/Pferdefachmann EFZ ergeben. Die Änderung ist auf den 1. März 2012 in Kraft gesetzt worden. Die Bildungsverordnung und der Bildungsplan der Printmedienverarbeiter/in EFZ sind seit dem 1. Januar 2006 in Kraft. Die Erfahrung hat gezeigt, dass einzelne Semester-Zuweisungen und Taxonomiestufen gewisser Leistungsziele bei der Erarbeitung des Bildungsplans nicht optimal bestimmt und zugeteilt wurden. Eine Arbeitsgruppe erarbeitete einen Korrekturvorschlag, welcher von der Kommission für Berufsentwicklung und Qualität sowie den Vertretern der Kantone (SBBK) und dem Bundesamt für Berufsbildung und Technologie begrüsst und genehmigt wurde. Der geänderte Bildungsplan ist seit dem 1. März 2012 in Kraft.

14.03.2012

Produktionsmechaniker/in EFZ: Anhörung Änderungsantrag

Das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) unterbreitet im Zusammenhang mit der Bildungsverordnung und dem Bildungsplan Produktionsmechaniker/ in EFZ einen Änderungsantrag. Es wird die Möglichkeit geschaffen, die Ausbildung in modularer Form für Erwachsene anzubieten. Die Kantone entscheiden, ob sie das Angebot führen wollen oder nicht. Ohne gegenteilige Meldung der Kantone und der interessierten Kreise bis zum 31. März 2012 geht das BBT von der Annahme der Änderung aus.

14.03.2012

Logistik: Validierung der Bildungsleistungen geregelt

Die Schweizerische Vereinigung für die Berufsbildung in der Logistik SVBL/ASFL hat das Qualifikationsprofil und die Bestehensregeln für die Logistiker EFZ im Hinblick auf die Validierung von Bildungsleistungen verabschiedet. Das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) hatte sie am 14. Oktober 2011 genehmigt.

14.03.2012

Die Lehrbetriebsverbünde organisieren sich

Nach einer eher passiven Phase haben die Verantwortlichen der Vereinigung Lehrbetriebsverbünde Schweiz (VLS) beschlossen, diese wieder zu reaktivieren. In Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Berufsbildung und Technologie hat eine Spurgruppe eine Tagung für interessierte Lehrbetriebsverbünde in der Schweiz und Liechtenstein durchgeführt. Im ersten Halbjahr 2012 soll die zukünftige Form bestimmt werden. Ziel ist die Gründung einer OdA für Lehrbetriebsverbünde. An den kommenden Veranstaltungen soll gleichzeitig ein Austausch stattfinden.

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

14.03.2012

Prüfungsordnungen in Vernehmlassung

Die verantwortlichen Organisationen haben dem Bundesamt für Berufsbildung und Technologie die Entwürfe der Prüfungsordnungen über die Berufsprüfung und die höhere Fachprüfung in folgenden Berufen eingereicht:
- Zolldeklarant/in mit eidgenössischem Fachausweis
- Aussenhandelsfachmann/frau mit eidgenössischem Fachausweis
- Diplomierte/r Aussenhandelsleiter/in
Bundesblatt vom 28. Februar 2012
- Produktionsfachmann/frau mit eidgenössischem Fachausweis
- Trainer/in Leistungssport mit eidgenössischem Fachausweis
- Diplomierte/r Marketingleiter/in
- Zahntechnikermeister/in
Bundesblatt vom 6. März 2012

Mittelschulen und Hochschulen

14.03.2012

ZH: Geändertes Aufnahmeverfahren für Mittelschulen

Der Kanton Zürich führt im Aufnahmeverfahren für die Mittelschulen folgende Neuerungen ein: Primarschüler, die ins Langzeitgymnasium übertreten wollen, erhalten künftig nach der schriftlichen Prüfung keine zweite Chance mehr in Form einer mündlichen Prüfung. Sekundarschüler, die ins Kurzzeitgymnasium wechseln möchten, werden im Zweifelsfall weiterhin mündlich geprüft, können aber ihre Erfahrungsnoten nicht mehr geltend machen. Die Probezeit wird auf ein ganzes Semester verlängert.
Medienmitteilung

14.03.2012

SG: Assessmentjahr der Universität auch in Englisch

Das Assessmentjahr – das erste Jahr für alle Studentinnen und Studenten der Universität St. Gallen – wird ab Herbst 2013 reformiert. Unter anderem wird es möglich sein, das Jahr auch vollständig in Englisch zu absolvieren. Damit soll die Attraktivität der Universität St. Gallen für Schweizer Studenten mit französischer oder italienischer Muttersprache erhöht werden. Aber auch die Studenten aus der deutschen Schweiz können so ihre Englischkenntnisse im Hinblick auf eine internationale Karriere verbessern.

Beratung

14.03.2012

Euroguidance: Austauschprogramm für Berater/innen

Das Schweizerische Kompetenzzentrum für Austausch und Mobilität der CH-Stiftung bietet Berufs-, Studien- und Laufbahnberaterinnen Möglichkeiten zur Weiterbildung im Ausland. Sowohl in einem Seminar in Slowenien zum Thema "career management skills" als auch in einer Studienreise nach Belgien hat es noch freie Plätze. Beide Veranstaltungen finden im Mai 2012 statt. Die Kosten für Reise, Unterkunft und Verpflegung werden zu rund 80% von der CH-Stiftung gedeckt.

14.03.2012

GE: Cité des métiers auf Smartphone

Die "Cité des métiers et de la formation" (CdMF) nutzt zum Teil Funktionen der Mobiltelefonie. Nach der Aktualisierung ihrer Internetseite und dem Einrichten der Facebook-Seite ist sie künftig auch via Smartphone präsent, dank einer neuen Applikation. Diese Applikation stellt die CdMF und ihre Leistungsangebote vor, ermöglicht den Zugang zum Veranstaltungskalender, listet die offenen Lehrstellen im Kanton Genf auf und empfiehlt die Lektüre eines "Cybermag" mit den Schwerpunkten Berufe und Bildung.

14.03.2012

Neue Website für Lernende auf Lehrstellensuche

Jobup.ch, eine Plattform für Arbeitssuchende in der Romandie, hat seit kurzem eine eigene Seite für Jugendliche eingerichtet, die eine Lehrstelle suchen. Ausbildungsbetriebe haben die Möglichkeit, dort ihre Angebote gratis aufzulisten. Jobup möchte damit die erste Kontaktnahme zwischen den Jugendlichen und ihren künftigen Arbeitgebern erleichtern.

Arbeitsmarkt

14.03.2012

Beschäftigung wächst langsamer

Die Schweiz hatte im 4. Quartal 2011 insgesamt 4,044 Millionen Beschäftigte, was einer Zunahme von 21 000 (+0,5%) innert Jahresfrist entspricht. In Vollzeitäquivalente umgerechnet erreichte das Beschäftigungsvolumen 3,432 Millionen. Diese Zahlen stammen aus dem Beschäftigungsbarometer des Bundesamtes für Statistik. Im Vergleich zum 3. Quartal 2011 ist das Beschäftigungswachstum stark zurückgegangen. Die Zahl der offenen Stellen hat gegenüber dem Vorjahresquartal abgenommen, während die Schwierigkeiten der Unternehmen bei der Rekrutierung von qualifiziertem Personal unverändert sind.

14.03.2012

Wettbewerbsfähigkeit sinkt

Seit Mitte 2011 hat sich gemäss der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich KOF die Wettbewerbsfähigkeit der schweizerischen Unternehmen verschlechtert. Im ersten Quartal 2012 setze sich der Konjunkturabschwung fort. In den nächsten Monaten dürfte es vor allem in der Industrie und im Gastgewerbe, beide exportabhängig, zu Personalabbau kommen. Die aktuelle Konjunkturumfrage stützt sich auf die Antworten aus 7000 Unternehmen aus der Industrie, dem Bausektor und den wichtigsten Dienstleistungsbereichen.
Medienmitteilung

14.03.2012

Starker Zuwachs bei Grenzgängern

Die Anzahl Grenzgänger ist gemäss dem Bundesamt für Statistik von 194 000 im Jahre 2006 auf 259 000 im 2011 gestiegen. Der Zuwachs beträgt 33%. Mehr als die Hälfte der Grenzgänger wohnt in Frankreich, 22,8% in Italien, 21% in Deutschland und 3,2% in Österreich. Im Durchschnitt üben Grenzgänger weniger qualifizierte Arbeiten aus als die Gesamtheit der erwerbstätigen Bevölkerung. In der Industrie arbeiten 40% der Grenzgänger, im Dienstleistungssektor 60%. Im Genferseebecken und in der Region Nordwestschweiz ist ungefähr einer von zehn Beschäftigten Grenzgänger. Demgegenüber beträgt im Tessin der Anteil der Grenzgänger 24% der Beschäftigten.

14.03.2012

Flankierende Massnahmen werden griffiger

Die flankierenden Massnahmen zur Personenfreizügigkeit haben sich bewährt. Die bei der Anwendung ersichtlich gewordenen Lücken in der Gesetzgebung will der Bundesrat gemäss Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) durch entsprechende Gesetzesänderungen schliessen. Neue Sanktionsmöglichkeiten bei Scheinselbständigkeit und bei Vorstössen gegen zwingende Lohn- und Arbeitsbedingungen sollen den Vollzug der Massnahmen effizienter machen. Der Bundesrat hat die Botschaft zum Bundesgesetz über die Anpassung der flankierenden Massnahmen zu Personenfreizügigkeit zuhanden der eidgenössischen Räte verabschiedet.
Medienmitteilung

Berufliche Integration

14.03.2012

Prävention lohnt sich

Investiert ein Unternehmen einen Franken in die Unfall- und Gesundheitsprävention, so macht sich das 3,8-fach bezahlt. Gesunde Mitarbeiter bedeuten weniger Ausfälle, weniger Betriebsstörungen und weniger Kosten. Das beweist eine Studie der Internationalen Vereinigung für Soziale Sicherheit. Befragt wurden weltweit 300 Grossunternehmen, davon zwölf in der Schweiz. Prävention macht sich laut Dietmar Bräunig, einem Mitautor der Studie, für Betriebe jeglicher Grösse bezahlt.

14.03.2012

Arbeitgeber und IV gemeinsam für die Eingliederung

Mit der IV-Revision 6a sollen vor allem Versicherte wieder eingegliedert werden, die bereits eine Rente beziehen. In dieser Perspektive bietet die IV den Arbeitgebern gezielte Anreize. Kürzlich ist dazu eine Informationskampagne gestartet worden. So ermöglicht es ein Probeeinsatz von sechs Monaten den Arbeitgebern, potenzielle Angestellte zu testen und deren Fähigkeiten kennenzulernen. Die zuständigen Stellen der IV haben 2011 11350 behinderte Menschen in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt. Da diese Zahl auch die Beibehaltung oder den Wechsel von Stellen innerhalb der Unternehmen einschliesst, wurden effektiv 5400 Personen durch neue Arbeitgeber angestellt.

14.03.2012

Österreich: Bildung schützt vor Arbeitslosigkeit

Bei einer durchschnittlichen Arbeitslosenquote von 6,7% hatte 2011 in Österreich fast die Hälfte (46%) der Arbeitslosen bloss eine Pflichtschule besucht, während der entsprechende Anteil bei Absolventinnen und Absolventen von Universitäten 4,1% und bei Personen mit einer Fachhochschulausbildung gar nur 0,6% betrug. Diese Zahlen gehen aus einer Erhebung des österreichischen Arbeitsmarktservice hervor. Noch deutlicher zeigt sich der Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und Bildungsstufe beim Arbeitslosigkeitsrisiko. So waren 2011 von den Männern und Frauen mit Pflichtschulabschluss durchschnittlich 17,9% arbeitslos, von den Universitäts-, Fachhochschul- und Akademieabsolventen jedoch nur 2,4%.
AMS Info

Verschiedenes

14.03.2012

Tagungsunterlagen Case-Management

Die Unterlagen der Tagung Case Management vom 26./27. Januar in Luzern sind jetzt online zugänglich. Themen waren die Erfahrungen der ersten vier Jahre und verschiede Blicke in die Zukunft, insbesondere die Planung von CM-Online. Ein weiterer Gegenstand war die Bedeutung von Beziehungsarbeit in der Beratung von Jugendlichen.