Newsletter vom 28.03.2012

Aktuelle Meldungen vom 28.03.2012

Berufliche Grundbildung

28.03.2012

Masterplan Berufsbildung ist erschienen

Das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie hat den Masterplan Berufsbildung publiziert. Der Masterplan wurde im Hinblick auf die Botschaft über die Förderung von Bildung, Forschung und Innovation in den Jahren 2013 bis 2016 (BFI-Botschaft) erstellt. Als gemeinsames politische Steuerungsinstrument von Bund und Kantonen zeigt er die Grundlagen zur Finanzierung der Berufsbildung durch die öffentliche Hand auf und weist die Herausforderungen der BFI-Periode 2013-2016 aus.

28.03.2012

BBT-Newsletter "Qualität leben": Schwerpunkt Talentförderung

Talentförderung ist Schwerpunkt der Frühlingsausgabe 2012 des BBT-Newsletters Qualität leben. Margrit Stamm präsentiert Forschungsergebnisse zur Talentförderung in der beruflichen Grundbildung. Drei Beispiele verschiedener Verbundpartner zeigen, wie Talentförderung sich umsetzen lässt. Weiter informiert diese Ausgabe über die Ergebnisse der Verbundpartnertagung vom 19./20. März in Murten.

28.03.2012

Kaufmännische Grundbildung: Neue Branche Bauen und Wohnen

Ab Schuljahresbeginn 2012 ergänzt die neue, vom Bundesamt für Berufsbildung und Technologie akkreditierte Ausbildungs- und Prüfungsbranche "Bauen und Wohnen" die Palette der kaufmännischen Grundbildung. "Baukette Schweiz" ist ein Zusammenschluss von Unternehmen und Institutionen des Bau- und Wohnsektors mit folgenden Bereichen: Planung, Produktion, Handel, Hochbau, Tiefbau, Ausbaugewerbe und Gebäudehülle, Umgebung, Unterhalt/Verwaltung und Entsorgung. Die auf der Website von Baukette Schweiz zur Verfügung gestellten Unterlagen werden laufend aktualisiert. Zudem sind Ort und Daten der überbetrieblichen Kurse aufgeführt.

28.03.2012

Neue Bestimmungen in der Verordnung über die berufliche Grundbildung

Seit dem 1. Januar 2012 enthält die Berufsbildungsverordnung (BBV) zwei zusätzliche Absätze in Artikel 12. Sie ergänzen die Bestimmungen betreffend die Verordnungen über die berufliche Grundbildung:
- Abs. 1bis: Sie regeln überdies Zusammensetzung und Aufgaben der schweizerischen Kommission für Berufsentwicklung und Qualität für die jeweiligen Berufe. Die Kommissionen müssen so zusammengesetzt sein, dass a. eine Vertretung des Bundes sichergestellt ist; b. die Sprachregionen angemessen vertreten sind.
- Abs.1ter: Die Kommissionen nach Absatz 1bis sind keine ausserparlamentarischen Kommissionen im Sinne von Artikel 57a RVOGH. Sie werden von den Organisationen der Arbeitswelt eingesetzt. Ihre Mitglieder werden von diesen Organisationen entschädigt.
BBV (Stand 1. Januar 2012)

28.03.2012

Verbundpartner-Tagung: Unterlagen sind verfügbar

Die Dokumente der Verbundpartnertagung vom 19. und 20. März in Murten stehen online zur Verfügung. Unter dem Titel "Qualität leben: Wo steht die Qualitätsentwicklung in der Berufsbildung Schweiz" informierten verschiedene Vertreter/innen der Verbundpartner über den Stand in ihren Arbeitsbereichen. In Workshops beschäftigten sich die Teilnehmer/innen mit der "Prozesslandkarte" und mit einem Diskussionspapier. Themen: Bildungsgrundlagen, Lernort-Kooperation und Aufsicht.

28.03.2012

NE: Kanton fördert Ausbildung Erwachsener ohne Abschluss

Im Kanton Neuenburg besitzt eine von zehn erwachsenen Personen keine berufliche Ausbildung. Vertreter/ innen dieser Gruppe sind häufig arbeitslos oder beziehen Sozialhilfe. Wie die EDK hat sich auch der Neuenburger Staatsrat zum Ziel gesetzt, dass bis Ende 2015 95 Prozent einer Altersklasse über einen anerkannten Abschluss auf Niveau Sekundarstufe II verfügen. Um Erwachsenen den Zugang zur Berufsbildung zu erleichtern, ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen und ihre Integration in die Arbeitswelt zu verbessern, hat der Kanton eine Reihe von Massnahmen beschlossen. Ab 2013 werden die Tarife für die Vorbereitung auf die EFZ-Ausbildung reduziert und den finanziellen Möglichkeiten der Teilnehmenden angepasst.
Weitere Informationen

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

28.03.2012
28.03.2012

Pflegeberufe: Kosten und Nutzen der tertiären Ausbildungen

Das Eidgenössische Hochschulinstitut für Berufsbildung hat im Auftrag der Steuergruppe "Masterplan Bildung Pflegeberufe" mit einer Studie das Verhältnis von Kosten und Nutzen bei den tertiären Ausbildungen in der Pflege berechnet. Die Studierenden der Fachhochschulen und höheren Fachschulen erbringen während der Praktika Arbeitsleistungen. Diese wurden den betrieblichen Aufwendungen für die Ausbildungstätigkeit gegenübergestellt. Die Studie ist im Hinblick auf die Neuregelung der Abgeltung von betrieblichen Ausbildungsleistungen verfasst worden, die in Zusammenhang mit der neuen Spitalfinanzierung gesamtschweizerisch einheitlich geregelt werden sollen.
Studie
Begleittext zur Studie
Weitere Informationen zum Masterplan

28.03.2012

Westschweiz: Zugangswege zu Bildungsgängen für Pflegefachpersonal

Die Ausbildung von Pflegefachpersonen ist in den verschiedenen Sprachregionen der Schweiz unterschiedlich geregelt. In der deutschen Schweiz und im Tessin werden sie mehrheitlich in höheren Fachschulen (FH) ausgebildet. In der Westschweiz hingegen erfolgt die Ausbildung auf der Tertiärstufe in den sechs Hochschulen für Gesundheit der Haute école spécialisée de Suisse occidentale (HES-SO). Anlässlich der Diskussionen über diese unterschiedenen Modelle lohnt es sich, die verschiedenen Zugänge zu den Bildungsgängen der HES-SO zu erwähnen: EFZ Fachmann/-frau Gesundheit (FaGe) mit Berufsmatura; Fachmaturitätszeugnis mit Fachmatura im Bereich Gesundheit; Gymnasialmatura.

Mittelschulen und Hochschulen

28.03.2012

Schweizer Maturitätskommission: zu wenig Italienischunterricht

Die Schweizerische Maturitätskommission führte 2011 bei den Kantonen eine Umfrage über den Italienischunterricht an den Maturitätsschulen durch. Gemäss Verordnung müssten die Kantone Italienisch als Grundlagenfach und als Freifach anbieten. Als Grundlagenfach wird Italienisch aber lediglich von 17 Kantonen (ohne Tessin) angeboten, und als Freifach von 19 Kantonen. Durchschnittlich besuchen 13% der Schülerinnen und Schüler Italienisch.
Medienmitteilung

28.03.2012

BBT: Masterplan Fachhochschulen ist erschienen

Das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie hat den Masterplan Fachhochschulen publiziert. Dieser steht im Zusammenhang mit der Botschaft über die Förderung von Bildung, Forschung und Innovation (BFI-Botschaft) in den Jahren 2013 bis 2016. Der Masterplan dient Bund und Kantonen als politisches Steuerungsinstrument. Er präsentiert die Grundlagen für die Finanzierung der Fachhochschulen durch die öffentliche Hand und legt die Herausforderungen der nächsten Jahre dar.

28.03.2012

Eignungstests für Medizinstudium: Die Situation 2012

Angesichts der Zahl der eingegangenen Anmeldungen empfiehlt die Schweizerische Universitätskonferenz, den Zugang zum Studium der Human-, Zahn- und Veterinärmedizin an den Universitäten Basel, Bern, Freiburg und Zürich für das Studienjahr 2012/13 erneut zu beschränken. Am 6. Juli 2012 wird daher für die Studienbewerber/ innen aller drei medizinischen Studiengänge ein Eignungstest durchgeführt. Der Kanton Genf führt den Eignungstest ebenfalls durch, verwendet die Ergebnisse aber nicht für die Selektion. Die Universitäten Lausanne und Neuenburg verzichten weiterhin auf die Durchführung eines Eignungstests.
Medienmitteilung

28.03.2012

JU und BL: Zweisprachige Maturitätsklasse am Gymnasium

Ab Schuljahr 2012/13 wird eine zweisprachige Klasse für Schülerinnen und Schüler der Kantone Jura und Basel-Landschaft geführt. Die Schüler aus beiden Kantonen werden in einer gemeinsamen Klasse im 9. Schuljahr (11. HarmoS) am regionalen Gymnasium Laufental- Thierstein in Laufen während zweier Jahre unterrichtet. Ab dem 3. Jahr bis zum gymnasialen Maturitätsabschluss setzen sie ihre Ausbildung am kantonalen Lyceum in Pruntrut fort.
Medienmitteilung

Beratung

28.03.2012

SDBB-Verlag: Neue Medien für die Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung

"Berufsfelder 2012", das aktualisierte Übersichtswerk über die Berufs-, Aus- und Weiterbildungslandschaft, ist ab sofort im SDBB-Verlag erhältlich. Ausserdem sind diesen Monat erschienen: Eine vollständig überarbeitete Ausgabe des Heftes "Soziale Berufe" sowie das Faltblatt "Säger/in Holzindustrie EFZ und Holzbearbeiter/in EBA". Informationen zu den neuen Medien und die Möglichkeit, diese online zu bestellen, finden sich wie immer auf www.sdbb.ch/neuerscheinungen.
Auch das aktualisierte Editionsprogramm 2012 ist aufgeschaltet. Aus Budgetgründen musste die Herausgabe einiger geplanter Titel auf die erste Hälfte 2013 verschoben werden.

28.03.2012

Studie zu den Entscheidungskriterien bei der Berufswahl

Eltern und Gleichaltrige sind die stärksten Beeinflusser der Jugendlichen in deren Berufswahl. Die Lehrpersonen und die Berufsberatung nehmen ebenfalls eine wichtige Rolle ein. Das Internet wird zur Lehrstellensuche und für Informationen über künftige Berufe und Berufsbilder immer intensiver genutzt. Ein eindeutiger Trend zu elektronischen Bewerbungen zeichnet sich jedoch nicht ab. Dies ergab eine Umfrage der Lernetz AG im Auftrag des Verbands "ICT-Berufsbildung Schweiz" durchgeführt.
Studie

Arbeitsmarkt

28.03.2012

Konvention zur internationalen Beschäftigungspolitik

Der Bundesrat beabsichtigt, das Übereinkommen 122 der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) zu ratifizieren. Ziel des Abkommens ist es, jeder Person eine frei gewählte Erwerbstätigkeit zu ermöglichen. Damit eine produktive Vollbeschäftigung gefördert, die Arbeitslosigkeit abgebaut und der Kampf gegen Armut geführt werden kann, sind entsprechende Rahmenbedingungen für die Unternehmen und den Schutz der Arbeitnehmer erforderlich. Aus Sicht der Sozialpartner erfüllen die schweizerische Gesetzgebung und Praxis die Bedingungen des Übereinkommens vollumfänglich. Mit der Ratifizierung des Abkommens setzt die Schweiz vor allem ein Zeichen für die internationale Solidarität.
Medienmitteilung

28.03.2012

Bund erwartet konjunkturelle Stabilisierung

Die Expertengruppe des Bundes rechnet damit, dass sich nach einer Abkühlung bis Ende 2011 die Konjunktur wieder erholen wird. Für 2012 wird mit einem Wachstum des Bruttoinlandprodukts von 0,8% gerechnet, das 2013 auf 1,8% steigen dürfte. Gründe für die Trendwende sind die leichte Entspannung der Euro-Schuldenkrise und eine leicht wachsende Nachfrage im Inland. Nach Einschätzung der Expertengruppe wird sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt erst mit zeitlicher Verzögerung verbessern. Für 2012 wird eine durchschnittliche Arbeitslosenquote von 3,4% erwartet. Für 2013 werden 3,7% prognostiziert.

28.03.2012

Arbeitgeber gegen unbegrenztes Solidaritätsprozent bei der ALV

Der Nationalrat hat beschlossen, dass künftig auch auf Lohnanteilen, die 315 000 Franken übersteigen, ein Solidaritätsprozent zugunsten der Arbeitslosenversicherung (ALV) erhoben wird. Dies würde der ALV jährlich 79 Millionen Franken mehr zuführen. Der Schweizerische Arbeitgeberverband lehnt die nach oben unbegrenzten Solidaritätsbeiträge ab, da bei Einkommen zwischen 126 000 und 315 000 Franken ein Solidaritätsprozent bezahlt werden müsse, obschon der maximal versicherbare Jahresverdienst 126 000 Franken betrage.

28.03.2012

KOF: Wettbewerbsfähigkeit sinkt

Seit Mitte 2011 hat sich gemäss der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich KOF die Wettbewerbsfähigkeit der schweizerischen Unternehmen verschlechtert. Im ersten Quartal 2012 setze sich der Konjunkturabschwung fort. In den nächsten Monaten dürfte es vor allem in der Industrie und im Gastgewerbe, beide exportabhängig, zu Personalabbau kommen. Die aktuelle Konjunkturumfrage stützt sich auf die Antworten aus 7000 Unternehmen aus der Industrie, dem Bausektor und den wichtigsten Dienstleistungsbereichen.
Medienmitteilung

28.03.2012

Starker Franken belastet den Arbeitsmarkt

Den Ergebnissen des Manpower Arbeitsmarktbarometers Schweiz für das 2. Quartal 2012 zufolge rechnen 5% der 760 befragten Arbeitgeber mit einer Zunahme ihrer Personalbestände, während 3% einen Rückgang und 89% keine Veränderung erwarten. Die restlichen 3% antworteten mit "weiss nicht". "Das Ergebnis entspricht dem des 1. Quartals 2012, was bestätigt, dass der Arbeitsmarkt in der Schweiz unter der europäischen Krise und dem starken Franken leidet. Die Schweizer Arbeitgeber zögern hinsichtlich Neueinstellungen und ziehen es vor, die Entwicklung der Wirtschaftslage abzuwarten, bevor Sie ihre Belegschaften erweitern", kommentiert Urs Schüpbach, Generaldirektor von Manpower Schweiz.

28.03.2012

Optimistische Aussichten für den Finanzplatz Schweiz

Der Bankenmarkt 2015 wird stärker reguliert sein und das Bankgeheimnis noch mehr gelockert werden. Gleichzeitig wird der Wettbewerbsdruck zunehmen. Zu diesem Ergebnis gelangt eine Studie, die das Beratungsunternehmen Accenture in Zusammenarbeit mit dem Verband Schweizerischer Kantonalbanken bei relevanten Marktteilnehmern durchgeführt hat. Über zwei Drittel der Befragten sind der Meinung, dass Sicherheit und Vertrauen für die Kundinnen immer wichtiger werden. Gerade deshalb behalte der Finanzplatz Schweiz seine Attraktivität, insbesondere bei inländischen Unternehmen und Privatkunden, hält die Studie fest. International seien die hohe Beratungs- und Servicequalität sowie die politische Stabilität Marktvorteile.

Berufliche Integration

28.03.2012

Stress beeinträchtigt die Gesundheit

Die Arbeitsbedingungen beeinträchtigen gemäss einer europaweiten Untersuchung das Gesundheitsempfinden der Beschäftigten. Bei Befragten, die ihren Gesundheitszustand als gut oder sehr gut bezeichnen, geben 31% an, häufig oder sehr häufig negative Stressgefühle zu haben. Bei erwerbsfähigen Personen mit mittelmässigem, schlechtem oder sehr schlechtem Gesundheitszustand beträgt der entsprechende Anteil 53%. Hektische, unplanbare und körperlich anstrengende Arbeitsbedingungen machen vor allem dann krank, wenn sie mit dem Arbeitsablauf selber verbunden und deshalb kaum vermeidbar sind. Dieses und weitere Ergebnisse der Studie präsentiert Thomas Ragni vom Ressort Arbeitsmarktanalyse und Sozialpolitik des Staatssekretariates für Wirtschaft in der jüngsten Ausgabe der Zeitschrift Die Volkswirtschaft.

Verschiedenes

28.03.2012

BSV: Stand der Forschungen

Das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) hat seinen Jahresbericht über die wissenschaftlichen Untersuchungen zur sozialen Sicherheit publiziert. Es handelt sich um Studien, mit denen Institute und externe Fachleute beauftragt worden sind. Der Bericht gibt für 2011 einen Überblick über abgeschlossene oder noch laufende Untersuchungen und Auswertungen. Betroffen sind vor allem die Themen Altersvorsorge und zweite Säule, Familie, Behinderung, Generationen und die Entwicklung der sozialen Sicherheit. Die Übersicht wird ergänzt durch eine Liste der zwischen 2007 und 2011 erschienen Publikationen. Eine beachtliche Zahl unter ihnen betrifft die berufliche Integration und die Arbeitslosenversicherung. Die Forschungsberichte können via Website des BSV heruntergeladen werden.