Newsletter vom 18.04.2012

Aktuelle Meldungen vom 18.04.2012

Berufliche Grundbildung

18.04.2012

Fakten und Zahlen zur Berufsbildung in der Schweiz

 Die Broschüre "Berufsbildung in der Schweiz – Fakten und Zahlen 2012" des Bundesamts für Berufsbildung und Technologie ist erschienen. Sie beinhaltet allgemeine Darstellungen zum Schweizer Berufsbildungssystem sowie spezifische Grafiken zu Themen wie "Einstieg in die Berufswelt", "Berufsmaturität", "Höhere Berufsbildung" und "Finanzierung der Berufsbildung". Neu ist die Broschüre auch in Spanisch erhältlich, neben den bisherigen Sprachen Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch. Sie kann kostenlos über den Online- Shop von berufsbildung.plus bezogen oder heruntergeladen werden. Sämtliche Grafiken der Broschüre stehen zudem auf dem Portal zur Berufsbildung als Foliensatz für Präsentationszwecke zur Verfügung.

18.04.2012

Lehrstellensituation im März 2012

Der Lehrstellenmarkt ist weiterhin stabil:
- Das Lehrstellenangebot ist auch im März 2012 mit der Vorjahresperiode vergleichbar. Während in der deutschsprachigen Schweiz bereits viele Lehrverträge unterschrieben wurden, beginnen die Lehrbetriebe in der Romandie und im Tessin traditionell später mit der Rekrutierung.
- Für Anbieter von anspruchsvollen Berufslehrern ist die Rekrutierung von geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern zunehmend schwieriger.
- Jugendliche mit sozialen Nachteilen oder schulischen Defiziten haben nach wie vor Mühe, einen Ausbildungsplatz zu finden. Zudem stimmt das Lehrstellenangebot in verschiedenen Berufsbereichen nicht mit der Nachfrage überein.
Zur Zeit sind noch in allen Berufsfeldern Lehrstellen offen. Gross ist das Angebot im Baugewerbe, in der Holz- und Metallindustrie sowie bei technischen Berufen. Besonders begehrt sind Ausbildungsplätze für Berufe des Gesundheitswesens, dem Detailhandel, der kaufmännischen Grundbildung und auch im niederschwelligen Bereich auf Stufe EBA.

18.04.2012
18.04.2012

Travail Suisse fordert mehr Nachholbildung

In der Schweiz gibt es ein Potenzial von rund 52 000 Personen ohne berufliche Erstausbildung, die einen beruflichen Abschluss über eine Validierung ihrer Kompetenzen erreichen könnten. Dies zeigt eine Studie der Berner Fachhochschule im Auftrag der Arbeitnehmerorganisation Travail Suisse. Die genannte Zahl bezeichne eher die untere als die obere Grenze des Potenzials für Nachholbildungen über Validierung für erwachsene Arbeitnehmende. Damit dieses Potenzial besser genutzt werden kann, fordert Travail Suisse eine Initiative zur Nachholbildung, die von den Verbundpartnern der Berufsbildung zu ergreifen wäre.
Medienmitteilung

18.04.2012

Zentralschweiz: Validierungskonzept vor der Anerkennung

Erwachsene ohne Berufsabschluss, aber mit reicher Berufserfahrung, haben die Möglichkeit, ihre Bildungsleistungen validieren zu lassen um auf diesem Weg einen eidgenössischen Abschluss zu erlangen. In der Zentralschweiz ist dieser Weg für die Berufe Fachfrau/-mann Gesundheit, Fachfrau/-mann Betreuung, Fachfrau/-mann Hauswirtschaft und Maurer/in möglich. Die Zentralschweizer Kantone haben dafür ein Konzept ausgearbeitet, das sehr flexible Wege erlaubt und dadurch ideal auf die Realität Erwachsener ausgerichtet ist. Das Qualifikationsverfahren kann ebenfalls modular absolviert werden. Das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie hat das Zentralschweizer Validierungsverfahren (vorerst mündlich) anerkannt.

18.04.2012

BE: "Chummerchaschte" für Lernende

Das Mittelschul- und Berufsbildungsamt Bern (MBA) betreibt einen Chummerchaschte für Lernende, deren Eltern und Berufsbildner/innen. Die Mitteilungen landen direkt bei den Ausbildungsberater/innen des MBA. Diese beantworten die Fragen gratis innert 24 Stunden. Die Arbeitszeiten und der Abbruch von Lehrverträgen sind die am häufigsten angesprochenen Themen.
Bericht im Berufsbildungsbrief 1/2012 des MBA
E-Mail: chummerchaschte@erz.be.ch

18.04.2012

VS: Bildungsgang für Erwachsene in Chemietechnik

Die Anbieterin von Erwachsenenbildung http://www.educarre.ch stellt – inspiriert durch das Basler Modell Aprentas – Unternehmen ein Bildungskonzept im Bereich der Chemietechnik zur Verfügung, insbesondere für Menschen, die in diesem Sektor arbeiten, aber ein EFZ in einem andern Beruf besitzen. Der Kanton unterstützt das Angebot, um die Ausbildung Erwachsener zu fördern und damit so viele wie möglich einen Abschluss erlangen. Das kann über eine verkürzte Lehre oder die Anerkennung erbrachter Bildungsleistungen geschehen. In den technischen Berufen ist dies jedoch schwierig, weil hohe Sicherheitsbestimmungen erfüllt werden müssen. Das Berufsbildungsamt schafft Partnerschaften mit Institutionen wie beispielsweise Educarre, die auf die Prüfungen zur Erlangung des EFZ im Sinne des Artikels 32 BBV vorbereiten.

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

18.04.2012

Bund und Kantone stärken die Höhere Berufsbildung

Der Bundesrat hat das Eidgenossische Volkswirtschaftsdepartment beauftragt, eine Vernehmlassung zu einer Änderung der Berufsbildungsverordnung durchzuführen, mit der die Beiträge an die Durchführung von eidg. Prüfungen erhöht werden können. Die Revision soll auf Anfang 2013 in Kraft gesetzt werden. Die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren hat an ihrer Plenarversammlung vom 22. März 2012 eine neue Finanzierungsvereinbarung für die Höheren Fachschulen verabschiedet. Sie löst die "Interkantonale Fachschulvereinbarung" (FSV) von 1998 ab. Die "Interkantonale Vereinbarung über Beiträge an Bildungsgänge der Höheren Fachschulen" (HFSV) wird nach ihrer Ratifizierung den Lastenausgleich zwischen den Kantonen regeln. Für die Studierenden wird die Umsetzung der Vereinbarung zu einer verbesserten Freizügigkeit führen, und den gleichberechtigten Zugang zu den ausserkantonalen Bildungsangeboten ermöglichen.

18.04.2012

Prüfungsordnungen in Vernehmlassung

Die verantwortlichen Organisationen haben dem Bundesamt für Berufsbildung und Technologie die die Entwürfe der Prüfungsordnungen über die Berufsprüfung für folgende Berufe eingereicht:
- Betriebsfachfrau/-mann Druck- und Verpackungstechnologie mit eidg. Fachausweis
- Speditionsfachfrau/-mann mit eidg. Fachausweis
- Wanderleiter/in mit eidg. Fachausweis
Bundesblatt 3. April 2012
- Begleiter/in von Veränderungs- und Entwicklungsprozessen mit eidg. Fachausweis
Bundesblatt 11. April 2012
- Bestatter/in mit eidg. Fachausweis
- Feuerungskontrolleur/in mit eidg. Fachausweis
Bundesblatt 17. April 2012

18.04.2012

GE: Label für die Bildung im Immobilienbereich

Der Immobilienbereich besteht aus vielen Berufen. Die "Union suisse des professionnels de l'immobilier Genève (USPI) bietet in Zusammenarbeit mit der Association professionnelle des gérants et courtiers en immeubles de Genève" (APGCI) eine breite Palette von Ausbildungen an. Nun hat die USPI Genf ein Bildungslabel eingeführt. Um davon zu profitieren, muss ein Unternehmen spezielle Anstrengungen zur Förderung der Mitarbeitenden erbringen und ein hohes Niveau an Kompetenzen und Professionalität gewährleisten. Das Label umfasst die höhere Berufsbildung, die berufliche Weiterbildung, die berufliche Grundbildung und die Berufsmaturität.

Mittelschulen und Hochschulen

18.04.2012
18.04.2012

Zunahme der Studierenden an Schweizer Hochschulen

Im Herbstsemester 2011/12 waren an den Schweizer Hochschulen ca. 213 900 Studierende immatrikuliert. Die universitären Hochschulen verzeichneten eine Zunahme der Anzahl Studierenden von 2,5% und an den Fachhochschulen stieg die Zahl der Studierenden um 5,3% gegenüber dem Vorjahr.
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18.04.2012

Minimale Kompetenzen für ein Studium sollen ermittelt werden

Weil Gymnasiasten immer wieder Lücken oder mangelhafte Kenntnisse aufweisen, wenn sie ein Universitätsstudium beginnen, wollen das Eidg. Departement des Innern und die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren ab 2014 den Rahmenlehrplan für gymnasiale Maturitätsschulen mit Bestimmungen zur allgemeinen Studierfähigkeit ergänzen. Als Grundlage für diese Revision lassen sie einen Katalog der Kompetenzen in Erstsprache und Mathematik ermitteln, die für die Aufnahme eines Universitätsstudiums in praktisch allen Studienfächern besonders wichtig sind.
Medienmitteilung

Beratung

18.04.2012

NF-Projekt "Visualisierte Berufswünsche"

Der Schweizerische Nationalfonds unterstützt ein Forschungsprojekt der Pädagogischen Hochschule Zürich mit dem Titel "Visualisierte Berufswünsche: Potenziale der Fotografie für Berufsberatung und Berufswahlunterricht". Im auf drei Jahre angelegten Projekt soll untersucht werden, inwieweit bei sprachlich ungewandten Jugendlichen visuelle Methoden wie die Auseinandersetzung mit Bildern und aktives Fotografieren im Zusammenhang mit der Berufswahl positive Effekte auf den anstehenden Berufsfindungsprozess haben.

18.04.2012

SDBB-Weiterbildung: Statistik, konzeptionelle Grundlagen

Im Jahr 2011 haben 57 SDBB-Weiterbildungsveranstaltungen stattgefunden, das sind etwa gleich viele wie im Vorjahr. Die Teilnehmerzahl hingegen hat in der Deutschschweiz um 10 Prozent abgenommen, in der Westschweiz blieb sie stabil. Die nationale Fachkommission Weiterbildung hat die Leitlinien für 2012-2015 erarbeitet. Das Dokument "Konzept und Qualitätssicherung der Weiterbildung des SDBB" wurde überarbeitet und von der Fachkommission verabschiedet.
Statistik Weiterbildungen
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18.04.2012

NE: Reform der Sekundarstufe I

Der Kanton Neuenburg hat die Struktur des 9., 10. und 11. obligatorischen Schuljahrs (3. Zyklus gemäss Harmos) überarbeitet. Das Projekt hat den primären Zweck, die Schüler aller Abteilungen zu validieren. Der Zeitplan sieht eine etappenweise Einführung vor: Im Schuljahr 2014/15 für das 9., im 2015/16 für das 10. und 2016/17 für das 11. Schuljahr. Das Reformprojekt lehnt sich an das Projekt des Kantons Wallis an, das als Modell für die Erarbeitung gedient hat. Es wird als sehr effektiv eingestuft. Das Wallis steht denn auch an der Spitze der Westschweizer Kantone für die internationalen Tests zur Erhebung der Fähigkeiten der Schüler (PISA).
Medienmitteilung

18.04.2012

Jedes Jahr Bildung bringt fünf Prozent mehr Einkommen

Jedes Jahr, das jemand zusätzlich in Schule, Ausbildung oder Studium investiert, erhöht sein späteres Einkommen durchschnittlich um fünf Prozent. Das geht aus einer Studie des Deutschen Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung hervor. Ein Beschäftigter, der 16 Jahre in seine Bildung investiert hat, hat über das ganze Erwerbsleben hinweg im Durchschnitt ein um 25 Prozent höheres Einkommen zu erwarten als jemand, der das Bildungssystem nach elf Jahren verlassen hat. Durchschnittlich haben die deutschen Beschäftigten knapp 14 Jahre im Bildungssystem verbracht.

Arbeitsmarkt

18.04.2012

Neues Meldeverfahren für EU/EFTA-Dienstleister

Künftig gilt für Dienstleistungserbringer aus der EU/ EFTA, die in der Schweiz einen reglementieren Beruf ausüben möchten, eine vorgängige Meldepflicht. Damit soll die notwendige berufliche Qualifikation sichergestellt werden. Das neue Meldeverfahren mit kurzen Fristen soll insbesondere für Tätigkeitsbereiche gelten, welche die öffentliche Gesundheit und Sicherheit tangieren, so beispielsweise für therapeutische Dienstleistungen oder elektrische Installationen. Die Meldungen erfolgen an das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie. Die Berufsqualifikationen der Dienstleistungserbringer werden anschliessend geprüft. Bei ungenügender Qualifikation muss eine Eignungsprüfung abgelegt werden. Der Bundesrat hat am 4. April 2012 einen entsprechenden Gesetzesentwurf an das Parlament überwiesen.

18.04.2012

Zunahme der Erwerbstätigen

4,766 Millionen Erwerbstätige zählte die Schweiz im 4. Quartal 2011. Das sind 2,6% mehr als im 4. Quartal 2010. Im Gegensatz zur Beschäftigtenzahl werden bei den Erwerbstätigen auch Selbständigerwerbende und unentgeltlich in einem Familienbetrieb Arbeitende mitgezählt. Sowohl die Zahl der schweizerischen Erwerbstätigen (+ 1,4%) als auch jene der ausländischen (+ 5,8%) ist innert Jahresfrist gestiegen. Gemäss der Definition des Internationalen Arbeitsamts verzeichnete die Schweiz gleichzeitig eine Erwerbslosenquote von 4,1%, die EU eine solche von 9,9%. Unter den etwas mehr als 1,5 Millionen Teilzeiterwerbstätigen befanden sich 282 000 Unterbeschäftigte. Bei dieser Gruppe handelt es sich um Personen, die gerne mehr arbeiten möchten.
Medienmitteilung des BFS

18.04.2012

Arbeitszeit nimmt ab, Arbeitsbelastung bleibt hoch

Zwischen 1950 und heute hat sich die Jahresarbeitszeit um 800 Stunden von 2400 Stunden auf 1600 Stunden reduziert. Dies ergab eine vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützte Studie. Die wöchentliche Arbeitszeit ist von 50 auf 42 Stunden gesunken, während die Ferien von zwei auf fünf Wochen angestiegen sind. Zudem arbeiteten 1950 bloss 5% der Beschäftigten Teilzeit; heute beträgt der Anteil 31%. Trotz dem Rückgang der Arbeitszeit ist die Arbeitsbelastung hoch. Gründe hierfür liegen gemäss den Forschern wohl in den veränderten Arbeitsbedingungen, beispielsweise in der ständigen Erreichbarkeit, die die Arbeit trotz abnehmender Arbeitszeit intensiviert. Zugenommen haben mit der wachsenden Arbeitsbevölkerung auch die total geleisteten Arbeitsstunden in der Schweiz.

18.04.2012

Auslandjobs sind begehrt

Zwei Drittel der Schweizer Arbeitnehmer würden gerne eine Stelle im Ausland annehmen. 37% wären jederzeit dazu bereit und weitere 29% könnten sich einen beruflichen Auslandaufenthalt durchaus vorstellen. Dies geht aus einer weltweiten Studie der Stellenbörsen jobs.ch und "The Network" hervor. Für 42% der Befragten wäre ein Auslandaufenthalt von mehr als fünf Jahren denkbar. Bevorzugte Länder sind USA, Australien und Kanada. Umgekehrt sind Stellen in der Schweiz bei Ausländern noch beliebter. 81% unter ihnen würden gerne in unserem Land arbeiten.

Berufliche Integration

18.04.2012

Armut auf niedrigem Niveau eingependelt

Im Jahre 2010 waren 7,8% der Schweizer Bevölkerung oder 586 000 Personen von Armut betroffen. Die Armutsgrenze orientiert sich an den Richtlinien der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe. Sie betrug 2010 durchschnittlich 2243 Franken für eine Einzelperson. Die Armutsquote wies 2008 noch 9,1% auf und war 2009 auf 7,7% gesunken.
Arbeitsmarktstatistik BFS

18.04.2012

IV-Rentner leben bescheiden, aber sicher

IV-Rentner leben häufiger mit knappen finanziellen Mitteln als die Gesamtbevölkerung, sind aber weitgehend vor Armut geschützt. Viele Haushalte mit geringen Einkommen und mit Kindern stehen nach einer Rentenzusprache besser da als vorher. Das zeigt eine umfassende Studie zur wirtschaftlichen Situation der IV-Rentner im Auftrag des Bundesamts für Sozialversicherungen. Die Untersuchung zeigt im Weiteren, dass sich mit der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit die finanzielle Situation der Rentnerhaushalte wesentlich verbessert.
Medienmitteilung

18.04.2012

Frauen sind in Geschäftsleitungen untervertreten

Innerhalb der 100 grössten Schweizer Unternehmen sind in den Geschäftsleitungen (GL) nur gerade 5% Frauen vertreten. Immerhin doppelt so hoch ist deren Anteil in den Verwaltungsräten. Hingegen sind fast die Hälfte (45%) der GL-Mitglieder und gut ein Drittel (35%) der Verwaltungsräte Ausländer. Diese Zahlen gehen aus dem Schillingreport 2011 des Headhunters Guido Schilling AG hervor. Das Durchschnittsalter der GLMitglieder beträgt 50 Jahre, jenes der Verwaltungsräte 59 Jahre. Sehr hoch ist der Anteil an Hochschulabsolventen. In den GL liegt er bei 90%, in den Verwaltungsräten bei 88%.

18.04.2012

Volksinitiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen

Mit einem Fest in Zürich wird am 21.04.2012 die Volksinitiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen lanciert. Das Volksbegehren "soll der ganzen Bevölkerung ein menschenwürdiges Dasein und die Teilnahme am öffentlichen Leben ermöglichen". Die Finanzierung und die Höhe des Grundeinkommens sind im Initiativtext bewusst allgemein formuliert. Im Sinne einer Diskussionsgrundlage sprechen die Initianten von einem bedingungslosen Grundeinkommen von monatlich 2500 Franken für Erwachsene und 1000 Franken für Kinder. Das Initiativkomitee umfasst Vertreter aus Politik, Kultur und Wirtschaft.

18.04.2012

VD: Besserer Schutz für kranke Arbeitslose

Der Kanton Waadt sieht für Arbeitslose, die teilweise oder vollständig arbeitsunfähig sind, eine kantonale Versicherung für Einkommensausfall bei Krankheit vor. Sie ist seit dem 1. April 2012 in Kraft und ergänzt die eidgenössischen Bestimmungen über das Arbeitslosenversicherungsgesetz. Anstelle von 44 Taggeldern während der Rahmenfrist bietet das neue Gesetz kranken Arbeitslosen eine Unterstützung, die je nach Einzelfall zwischen 60 und 270 Werktage umfasst. Während dieses Zeitraums entspricht der Betrag jenem der Arbeitslosenversicherung. Die Leistung wird finanziert durch einen obligatorischen Beitrag, der auf den Taggeldern aller Arbeitslosen erhoben wird. Dieser ist zunächst auf 3% festgelegt.
Medienmitteilung

Verschiedenes

18.04.2012

Zeitschrift PANORAMA: Fokus Gesundheitsberufe

Die neuste Nummer der Fachzeitschrift PANORAMA (2012/2) richtet ihren "Fokus" auf die Veränderungen, die die Integration der Gesundheitsberufe in das gängige Schema des schweizerischen Berufsbildungssystems bewirkt hat. Zwei Spitäler mit unterschiedlichen Profilen schildern beispielsweise, inwieweit sie ihre Arbeitsteilung den neuen Kompetenzstrukturen anpassen mussten und wie sich die Systematik auf die Rekrutierung auswirkt. Ein anderer Artikel befasst sich mit den Erfahrungen einer auf Gesundheitsberufe spezialisierten Beratungsstelle.
Übersicht und weitere Inhalte

18.04.2012

Newsletter zur interinstitutionellen Zusammenarbeit

Im November 2010 hatten die Bundesräte Schneider- Ammann und Burkhalter beschlossen, dass die interninstitutionelle Zusammenarbeit weiterentwickelt werden soll. Dafür wurde eine nationale IIZ- Organisation eingesetzt. Im Dezember 2011 hat das Steuergremium folgende Schwerpunkte auf nationaler Ebene verabschiedet: Casemanagement Berufsbildung; Datenschutz; Zusammenarbeit von Arbeitslosenversicherung und Sozialhilfe; Formen der IIZ in der Schweiz; Zusammenarbeit der IV Partner im Rahmen der Früherfassung und Frühintervention. Das IIZ wird zwei- bis dreimal jährlich einen Newsletter publizieren.
Anmeldung zum Erhalt des Newsletters

18.04.2012

Deutschland: Anerkennungsgesetz für Fachkräfte

 Das am 1. April 2012 in Kraft gesetzte Anerkennungsgesetz erleichtert den Zugang zum Arbeitsmarkt und leistet einen Beitrag für die Fachkräftesicherung in Deutschland. Das Gesetz gewährleistet einen Rechtsanspruch auf ein Verfahren zur Anerkennung von im Ausland erworbenen Berufsqualifikationen. In Zeiten zunehmender Globalisierung wird es immer wichtiger, Transparenz zu schaffen, Berufsausbildungen vergleichbar und Berufsbildungssysteme durchlässiger zu machen. Als begleitende Massnahme wurde das offizielle Informationsportal zum Anerkennungsgesetz geschaffen. Herzstück ist der "Anerkennungs-Finder", ein Online- Tool, das die Anerkennungssuchenden und die Berater/innen an die zuständige Stelle verweist und das alle Informationen zur Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen bündelt.