Arbeitsmarkt

01.07.2020

Coronavirus: 27% weniger Stellenausschreibungen

Zwischen April und Juni 2020 haben Schweizer Unternehmen 27% weniger Stellen angeboten als im ersten Quartal kurz vor Corona-Krise. Dies zeigt die Erhebung des Swiss Job Market Index, erstellt von Adecco Schweiz und dem Stellenmarkt-Monitor der Universität Zürich. Das Gastgewerbe und die persönlichen Dienstleistungen sind am stärksten betroffen (-39%). Am wenigsten eingebrochen sind die Stelleninserate für Berufe von Technik und Naturwissenschaften (-17%) sowie von Bau und Ausbau (-18%). Der Rückgang in der lateinischen Schweiz ist leicht höher als in der Deutschschweiz.
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01.07.2020

BFS: Im Gastgewerbe die niedrigsten Arbeitskosten

Als Arbeitskosten bezeichnet man die von den Unternehmen für die Beschäftigung der Angestellten aufgewendeten Kosten – Löhne (79,5%), Sozialbeiträge (17,3%) und weitere, insbesondere mit der beruflichen Bildung und Personalrekrutierung verbundene Kosten (3,2%). 2018 lagen diese Arbeitskosten gemäss einem Bericht des BFS in der Gesamtwirtschaft bei durchschnittlich 61.90 Franken pro Arbeitsstunde. Die Arbeitskosten unterscheiden sich je nach Wirtschaftszweig und Unternehmensgrösse deutlich. Die höchsten Kosten pro Arbeitsstunde verzeichneten die Finanz- und Versicherungsdienstleistungen, die niedrigsten das Gastgewerbe (38.40 Franken).

01.07.2020

Lehrerverband: Mangel an Lehrpersonen in der Deutschschweiz

In der Deutschschweiz hat der Mangel an Lehrpersonen innert Jahresfrist deutlich zugenommen. Es mangelt auf allen Stufen an Klassenlehrpersonen für das neue Schuljahr, wie der Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH) mitteilte. Am grössten seien die Probleme bei der Stellenbesetzung für die 7. bis 9. Klassen, der Schulischen Heilpädagogik, im Fach Französisch und in der Logopädie.

01.07.2020

Flexworking und Slashing: Publikationen zu neuen Formen der Arbeit

Die Gründe, warum Menschen flexible Arbeitsformen wie Temporärarbeit oder Arbeit auf Abruf wählen, sind vielfältig. Die hohe Flexibilität bietet viele Möglichkeiten, erfordert aber auch Selbstverantwortung. Dies zeigt eine neue Studie der Universität Luzern zu Motiven, Chancen und Herausforderungen von Flexworkern. Zum ähnlich gelagerten Thema "Slashing" (Mehrfachbeschäftigung) hat die Zeitschrift PANORAMA soeben eine Reihe von Aufsätzen publiziert. Wie die Luzerner Studie kommt das Heft zum Schluss, dass mit Mehrfachbeschäftigung Chancen und Risiken zugleich verbunden sind.

01.07.2020

Publikation "Durchstarten auf dem Arbeitsmarkt 4.0"

Eine neue Publikation von Avenir Jeunesse (Avenir Suisse) unter dem Titel "Durchstarten auf dem Arbeitsmarkt 4.0" thematisiert Fragen, die sich viele junge Menschen vor dem Berufseinstieg stellen – zum Beispiel zu Vorsorgethemen, Praktika oder der Lohnentwicklung. Dabei wird zum einen auf Handlungsbedarf in der Politik und bei den Arbeitgebern hingewiesen, zum anderen soll beim jüngeren Publikum die Selbstverantwortung stimuliert und das Bewusstsein geschärft werden, dass gewisse Zielkonflikte immer bleiben.

17.06.2020

Coronavirus/KOF: Historischer Tiefstand erreicht

Das KOF Konjunkturbarometer hat im Mai 2020 den niedrigsten Stand seiner Geschichte erreicht. Nach dem einmalig starken Rückgang im April 2020 reduziert sich das Barometer erneut, das Minus fällt mit 6,5 Punkten jedoch deutlich geringer aus als noch im Vormonat. Der rapide Fall der letzten drei Monate ist deutlich prägnanter als beispielsweise während der Finanzkrise 2008/2009. Die Schweizer Wirtschaft befindet sich in einer ausgeprägten Rezession.

17.06.2020

Coronavirus/Syna: Temporärarbeitende leiden besonders unter der Krise

Temporärangestellte und Mitarbeitende mit Abrufverträgen leiden besonders unter der Coronakrise. Dies hat eine Erhebung der Gewerkschaft Syna bei über 5000 Arbeitnehmenden ergeben. Viele von ihnen profitierten zu wenig von der Ausdehnung der Kurzarbeit, weil sie oft gar nicht weiterbeschäftigt würden. Syna fordert, dass die Anstellungsbedingungen bei Temporärstellen und bei Abrufarbeit sicherer werden – durch ein Mindesteinkommen und gleiche Kündigungsfristen wie bei anderen Angestellten. Zudem fordert die Gewerkschaft, dass der Lohnersatz bei Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit für Angestellte mit tiefen Einkommen von 80 auf 100 Prozent des bisherigen Lohnes angepasst wird.

17.06.2020

Internationale Zusammenarbeit: Der Arbeitsmarkt wächst

Seit 2010 ist der Schweizer Arbeitsmarkt der internationalen Zusammenarbeit (IZA) kräftig gewachsen, insbesondere im humanitären Bereich. Zwischen 2010 und 2018 wurden pro Jahr durchschnittlich rund 800 IZA-Fachstellen ausgeschrieben. Etwa drei Viertel der Stellen stammen aus der Entwicklungszusammenarbeit, nur etwa ein Viertel aus dem humanitären Bereich. Bei rund 10% der Stellen handelt es sich um Praktikums- oder Juniorstellen, die sich explizit an Einsteigende richten. Auch das Angebot an Aus- und Weiterbildungen in der IZA hat sich dynamisch entwickelt. Dies zeigt ein Monitoring des Büro Bass im Auftrag von cinfo.

17.06.2020

KOF-Studie: Einwanderung führt nicht zu weniger Jobs

Die Frage, ob Einwanderung zu tieferen Löhnen führt, ist umstritten. Nun legen Forschende der KOF eine Studie vor, die zeigt, dass die Verdoppelung der Zahl der Grenzgänger/innen innert 20 Jahren (auf 330'000 Personen) weder die Beschäftigung der Einheimischen noch deren Löhne beeinträchtigte. Der Grund: Von der Liberalisierung profitierten insbesondere Firmen, die in wissensbasierten Branchen wie der Informationstechnologie oder Pharmaindustrie tätig sind und dank der rekrutierten Fachkräfte in ihre Entwicklung investieren konnten. Was tiefere Lohnsegmente betrifft, so kann die Studie keine eindeutigen Aussagen machen, da sie nur grob zwischen Hochqualifizierten und den übrigen Arbeitnehmenden unterscheidet.
Weitere Informationen: NZZ

17.06.2020

Gesundheitspersonal: Viele leiden unter Ängsten und Depressionen

Eine Studie des Universitätsspitals Zürich zeigt, dass 26% des Gesundheitspersonals klinisch relevante Symptome einer Angsterkrankung aufweisen. 20% zeigen Symptome einer Depression. Und 14% zeigen Symptome, die von Covid-19 oder einer anderen Infektion der Atemwege herrühren können. Für die Studie wurden im April 2020 1400 Angestellte von Schweizer Gesundheitseinrichtungen befragt.