Newsletter vom 21.10.2020

Aktuelle Meldungen vom 21.10.2020

Berufliche Grundbildung

SBFI Mail: Berufsbildungs-Challenge für Lehrbetriebe

Die SBFI Mail vom Oktober 2020 ist erschienen. Darin finden sich einige Berufsbildungsthemen, so ein Studienbericht über den "Umgang mit digitalen Lehr- und Lernformen bei der Anerkennung von Bildungsgängen". Hingewiesen wird auch auf die Berufsbildungs-Challenge, die die Task Force "Perspektive Berufslehre 2020" lanciert hat. Sie will Betriebe sichtbar machen, die sich für die Berufsbildung engagieren. Das Vorbild von engagierten Verfechterinnen und Verfechtern der Berufsbildung mache die Schweiz stärker, so die Kampagne: "Je mehr Ausbildungsbetriebe sich daran beteiligen, desto grösser der Erfolg."

Lehrstellenvergabe 2020 grösstenteils abgeschlossen

Bis Ende September 2020 konnten in der Schweiz 76'420 Jugendliche einen Lehrvertrag unterzeichnen. Trotz der Coronakrise liegt dieser Bestand leicht höher als im September 2019 (+1%). Dies ist dem Dashboard "Monitoring Lehrstellen" der Task Force "Perspektive Berufslehre 2020" zu entnehmen. Diese positive Entwicklung ist auf die Massnahmen des Bundes, der Kantone und der OdA zur Stabilisierung des Lehrstellenmarkts, aber auch auf das Engagement der Lehrbetriebe zurückzuführen. Die Zahl der jugendlichen Arbeitslosen am Ende ihrer Ausbildung im Sommer 2020 ist mit den Vorjahren vergleichbar.
Medienmitteilung

Logistiker/in EFZ: Anhörung

Das SBFI unterbreitet den Entwurf zur Regelung des Qualifikationsverfahrens mit Validierung von Bildungsleistungen für den Beruf Logistiker/in EFZ zur Stellungnahme. Anhörungsfrist: 20. November 2020. Der Entwurf kann hier heruntergeladen werden.

Bühnentänzer/in EFZ: Erlass der Bildungsverordnung

Das SBFI hat die revidierte Verordnung über die berufliche Grundbildung für den Beruf Bühnentänzer/in EFZ erlassen. Sie tritt am 1. Januar 2021 in Kraft und ersetzt die Bildungsverordnung für Bühnentänzer/in EFZ vom 1. Dezember 2008. Die gedruckte Version wird in einigen Wochen beim BBL erhältlich sein. Die elektronische Version wird auf der Internetseite des SBFI zur Verfügung stehen. Der Bildungsplan wird im Oktober 2020 auf der Internetseite von Danse Suisse und im Berufsverzeichnis aufgeschaltet.

Fachfrau/Fachmann Kundendialog EFZ: Erlass der Bildungsverordnung

Das SBFI hat die revidierte Verordnung über die berufliche Grundbildung für den Beruf Fachfrau/Fachmann Kundendialog EFZ erlassen. Sie wird auf den 1. Januar 2021 in Kraft gesetzt. Die gedruckte Version wird in einigen Wochen beim BBL erhältlich sein. Die elektronische Version wird auf der Internetseite des SBFI zur Verfügung stehen. Der Bildungsplan wird im Oktober 2020 auf der Internetseite von AURIS und im Berufsverzeichnis aufgeschaltet.

Podologin/Podologe EFZ: Erlass der Bildungsverordnung

Das SBFI hat die revidierte Verordnung über die berufliche Grundbildung für den Beruf Podologin/Podologe EFZ erlassen. Sie tritt am 1. Januar 2021 in Kraft und ersetzt die Bildungsverordnung für Podologin/Podologe EFZ vom 26. September 2012. Die gedruckte Version wird in einigen Wochen beim BBL erhältlich sein. Die elektronische Version wird auf der Internetseite des SBFI zur Verfügung stehen. Der Bildungsplan wird im Oktober 2020 auf der Internetseite der OPS und im Berufsverzeichnis aufgeschaltet.

Verpackungsdrucker/in EFZ: Erlass der Bildungsverordnung

Das SBFI hat die revidierte Verordnung über die berufliche Grundbildung für den Beruf Verpackungsdrucker/in EFZ erlassen. Sie tritt am 1. Januar 2021 in Kraft und ersetzt die Bildungsverordnung für Flexodrucker/in EFZ vom 1. November 2006. Die gedruckte Version wird in einigen Wochen beim BBL erhältlich sein. Die elektronische Version wird auf der Internetseite des SBFI zur Verfügung stehen. Der Bildungsplan wird im Oktober 2020 auf der Internetseite von flexo suisse und im Berufsverzeichnis aufgeschaltet.

SBBK: Anerkennung von Bildungsleistungen Allgemeinbildung

Die SBBK-Plenarversammlung hat eine Empfehlung zur Anrechnung von Bildungsleistungen in der Allgemeinbildung im Berufsabschluss für Erwachsene verabschiedet. Sie ist auf der Webseite der SBBK aufgeschaltet. Darin ist festgehalten, wie nichtformale, informelle und formelle Bildungsleistungen im Bereich Allgemeinbildung angerechnet werden können. So soll bei einer Kandidatin oder einem Kandidaten mit Aussicht auf Anrechnung der informellen Bildungsleistungen in der Regel ein Assessment durch das Amt für Berufsbildung im Bereich Allgemeinbildung stattfinden.

BFS: Lehrvertragsauflösungen und Wiedereinstiege

Von den ungefähr 81'000 Schülerinnen und Schüler, die im Schuljahr 2012/2013 in die Sekundarstufe II eingetreten sind, haben 93% einen ersten Abschluss innerhalb von sechs Jahren erhalten, während 5% nicht mehr in Ausbildung sind. Unter den rund 56'000 Jugendlichen, die eine duale berufliche Grundbildung besucht haben (2014–2018), waren 21% von einer vorzeitigen Auflösung ihres Lehrvertrags betroffen. 79% davon traten im Anschluss daran wieder in eine neue berufliche Grundbildung ein. Dies zeigen zwei neue Publikationen des BFS.

FaBe ab 2021 mit digitaler Ausbildungsplattform

Das SBFI hat die revidierte Bildungsverordnung Fachmann/-frau Betreuung (FaBe) erlassen und den revidierten Bildungsplan genehmigt. Damit ist die Revision FaBe nach rund sechs Jahren definitiv beendet. Die Umsetzung hat bereits begonnen: Von September bis November schult SavoirSocial kantonale Multiplikatorinnen und Multiplikatoren zu den neu erstellten Ausbildungsprogrammen für alle drei Lernorte. Ebenso schreiten die Arbeiten für eine digitale Ausbildungsplattform FaBe fort. Mit der Plattform time2learn.ch sollen die Umsetzungsinstrumente FaBe für die Lehrbetriebe – und später auch für die anderen Lernorte – digital nutzbar gemacht werden. Diese Ausbildungs- und Lernplattform wird bereits von rund 8000 Lehrbetrieben in über 80 Berufen verwendet.

SGAB: Neuer Geschäftsleiter

Die Schweizerische Gesellschaft für Angewandte Berufsbildungsforschung (SGAB) hat Jonas Probst zum neuen Geschäftsleiter gewählt. Probst ist ausgebildeter Bankkaufmann, Psychologe und Laufbahnberater. Er hat am 1. Oktober 2020 die Nachfolge von Michela Seggiani angetreten.

ZG: Neuer Leiter des Amts für Berufsbildung

Der Zuger Regierungsrat hat Dusan Milakovic zum neuen Leiter des Amts für Berufsbildung des Kantons Zug gewählt. Er tritt am 1. Januar 2021 die Nachfolge von Beat Schuler an, der Ende 2020 in Pension geht. Dusan Milakovic hat unter anderem ein Studium in Geschichte und Betriebswirtschaftslehre abgeschlossen. Seit vier Jahren ist er Leiter Berufsbildung bei der AMAG Automobil- und Motoren AG in Cham.
Medienmitteilung

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

Coronavirus: Weiterbildungsanbieter erwarten massive Umsatzeinbussen

Die Massnahmen des Bundes zur Eindämmung der Coronapandemie haben auch die Weiterbildungsbranche getroffen: Während des Verbots des Präsenzunterrichts (Mitte März bis Anfang Juni) konnte nur knapp die Hälfte des Bildungsangebots stattfinden. Die Anbieter erwarten deutliche Umsatzeinbussen bis Ende Jahr. Dies zeigt die diesjährige Anbieterbefragung des SVEB. Für das ganze Jahr 2020 wird damit gerechnet, dass ein Viertel des Angebots nicht durchgeführt werden kann. Zudem erwarten die Anbieter mehrheitlich eine sinkende Nachfrage und Umsatzeinbussen von durchschnittlich knapp 30%. Die Coronapandemie führte jedoch auch zu einem Digitalisierungsschub in der Weiterbildung: 85% der Weiterbildungsinstitutionen haben ihr Angebot infolge der Pandemie angepasst. Die weitaus häufigste Anpassung betrifft den Einsatz digitaler Technologien.

VS: Studiengang Pflege HF in Französisch

Ab März 2021 wird in Monthey (VS) ein Studiengang Pflege HF in Französisch angeboten. Eine analoge Ausbildung gibt es bereits in Visp (VS, Deutschunterricht) und in Saint-Imier (BE, Französischunterricht). Die Einführung des Studiengangs HF an der Ecole Supérieure Santé Valais soll das Bildungsangebot in diesem Bereich stärken, die Chancengleichheit der Jugendlichen in den beiden Sprachregionen fördern und das Abwandern der Studierenden nach Saint-Imier vermeiden.

Mittelschulen und Hochschulen

BFS: Gleichstellung von Frau und Mann macht Fortschritte

Immer mehr Frauen beginnen ein Studium auf der Tertiärstufe, wie das BFS zeigt. Im Jahr 2019 betrug ihr Anteil an den Eintritten in universitäre Hochschulen 53,6% (1980: 38,7%). Besonders stark gestiegen ist der Frauenanteil in den Fachbereichsgruppen Recht (+29,1 Prozentpunkte auf 64,2%), Medizin und Pharmazie (+26,5 Prozentpunkte auf 67,3%), Technische Wissenschaften (+20,1 Prozentpunkte auf 31,0%) sowie Exakte und Naturwissenschaften (+18,3 Prozentpunkte auf 43,3%). Deutlich mehr junge Frauen entscheiden sich heutzutage für ein Studium in Fachbereichen, die früher hauptsächlich von jungen Männern gewählt wurden.

SG: Neue Studiengänge an der OST

Die Ostschweizer Fachhochschule (OST) weitet das Studienangebot zu Beginn des Herbstsemesters 2021/2022 von 14 auf 16 Bachelorstudiengänge aus. Neu werden in St. Gallen ein Bachelor in Physiotherapie und ein Bachelor in Management und Recht angeboten (mit den Vertiefungsrichtungen Human Resources, IT und Recht, Öffentliches Recht). Das Angebot in Informatik der OST wird auf den Standort St. Gallen ausgeweitet. Wirtschaftsinformatik und Betriebsökonomie können neu auch in Rapperswil-Jona studiert werden.

Beratung

Ausbildung für Studienberatung: Europäische Normen online verfügbar

Das zweite Handbuch des Europäischen Netzwerks NICE (Network for Innovation in Career Guidance and Counselling in Europe) ist im Internet ab sofort frei zugänglich. Es handelt sich um das 2016 erschienene Buch "European Competence Standards for the Academic Training of Career Practitioners". In diesem Handbuch werden die europäischen Kompetenzstandards erläutert, die von NICE für die akademische Ausbildung von Berufs- und Laufbahnberater/innen erarbeitet worden sind. Der 2012 erschienene erste Band "NICE Handbook for the Academic Training of Career Guidance and Counselling Professionals" ist online bereits vorhanden.
Download

Lernende über 50 Jahre: TV-Dokumentation

Nach 30 Jahren im Berufsleben noch einmal neu anfangen: Wie sich das anfühlt und welche Herausforderungen und Chancen das mit sich bringt, ist Thema einer deutschen TV-Dokumentation. ZDF begleitete Menschen bei ihrem Neuanfang.

VD: Die ersten "infirmiers praticiens spécialisés" haben ihre Ausbildung abgeschlossen

Im Jahr 2017 hat der Kanton Waadt den rechtlichen Weg für einen in der Schweiz neuen Ausbildungsgang geebnet, den "infirmier-ère praticien-ne spécialisé-e (IPS)". Im Oktober 2020 haben die fünf ersten IPS ihren Master an der Universität Lausanne abgeschlossen. Dank ihrer spezifischen Ausbildung und ihrer umfassenden klinischen Erfahrung können sie unter anderem in Zusammenarbeit mit einem Arzt Diagnosen stellen und interpretieren, medizinische Tätigkeiten durchführen und Medikamente verschreiben. Vier Studienrichtungen sind möglich: Mentale Gesundheit, Pflege Erwachsener, kinderärztliche Pflege und Grundversorgung. Die fünf neuen Diplomierten sind vom CHUV (Centre Hospitalier Universitaire Vaudois) angestellt worden.   
Medienmitteilung

Arbeitsmarkt

Arbeitsmarkt trotzt der Coronakrise

Im 3. Quartal 2020 ist die Zahl der Stellenausschreibungen im Vergleich zum Vorjahr gesamtschweizerisch um 15% gesunken. Dies zeigt die Erhebung des "Adecco Group Swiss Job Market Index" des Stellenmarkt-Monitors der Universität Zürich. Der Einbruch fiel damit im Vergleich zum Vorjahr angesichts der Coronapandemie etwas weniger stark aus als noch im Juni 2020 befürchtet wurde. Im Quartalsvergleich ist sogar eine Erholung festzustellen (+10%). "Nach einem deutlichen Einbruch im 2. Quartal 2020 von -27% erholt sich der Job Index nun also relativ rasch", sagt Anna von Ow vom Stellenmarkt-Monitor. Auf eine zunehmend positivere Entwicklung weisen auch die aktuellen BIP-Zahlen hin, wie die Zwischeneinschätzung einer Expertengruppe des Bundes festhält. Entsprechend wurde weniger Kurzarbeit benötigt als ursprünglich beantragt.

Je digitaler die Arbeit, desto grösser die Unzufriedenheit

Der diesjährige Schweizer HR-Barometer thematisiert die Digitalisierung sowie die Alterung unserer Gesellschaft. 40% der Befragten können sich vorstellen, über ihr Rentenalter hinaus zu arbeiten. Wenn die eigene Arbeit zu stark digitalisiert ist, geht das mit tieferer Arbeitszufriedenheit einher. 22% der Befragten werden beim Besuchen von Internetseiten überwacht, bei 46% blockiert der Arbeitgeber den Zugriff auf bestimmte Internetseiten. Die Erhebung basiert auf einer repräsentativen Befragung von knapp 2000 Beschäftigten in der deutsch-, französisch- und italienischsprachigen Schweiz.

Verdienen Frauen weniger, weil sie "gute" Arbeit möchten?

Rund 8% beträgt der unerklärte Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern in der Schweiz laut den aktuellsten Zahlen. Denkbar ist, dass diese hartnäckige Differenz bestehen bleibt, weil Frauen andere Prioritäten setzen: Vielleicht legen sie mehr Wert auf gute Arbeitsbedingungen und verzichten dafür auf mehr Lohn. Eine Analyse von KOF-Forschenden kann diese These zumindest für ETH-Alumni nicht erhärten. Die Männer legen genauso viel Wert auf Faktoren wie eine gute Arbeitsatmosphäre oder eine gute Kommunikation im Unternehmen wie die Frauen. Die Untersuchung zeigt zudem, dass es auch zwischen Hochschulabsolventinnen und -absolventen immer noch deutliche Lohnunterschiede gibt.

GE: Einführung eines Mindestlohns von 23 Franken pro Stunde

Im Kanton Genf wird in allen Branchen ein Mindestlohn von 23 Franken pro Stunde eingeführt. Am 27. September 2020 wurde die Volksinitiative "23 frs, c’est un minimum" von 58% der Wähler/innen angenommen. Die Umsetzung der neuen Regelung wird kompliziert (s. Artikel in RTSinfo). Die Initiative sah ein Inkrafttreten bereits auf den 1. November 2020 vor. Es bleiben daher nur wenige Tage, um das neue Minimumsalär in die GAV und Standardverträge zu integrieren. Zudem sind sich Arbeitgeber und Gewerkschaften nicht einig in Bezug auf die Anwendung bestimmter Details, einschliesslich der exakten Berechnung des indexierten Minimallohns oder der Liste der Ausnahmen. Genf ist der vierte Kanton, der den Mindestlohn einführt (nach den Kantonen Tessin, Jura und Neuenburg).
Medienmitteilung

Berufliche Integration

Bericht des OBS EHB: Berufseinstieg in der Rezession

Der aktuelle Rückgang des Bruttoinlandprodukts und der Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit erschweren die Integration von Berufseinsteigerinnen und -einsteigern in den Arbeitsmarkt. Dies rufen Forschende des Schweizerischen Observatoriums für die Berufsbildung (OBS EHB) in einem Paper in Erinnerung. Kurzfristig würden die Betroffenen vermehrt arbeitslos oder müssten eine Stelle antreten, die nicht ihrer Ausbildung entspricht. Diese Nachteile könnten auch langfristige Folgen haben, vor allem weil die Betroffenen wenig Berufserfahrung sammeln könnten und sich ihr berufliches Wissen mit der Zeit entwerte. In Rezessionen sei die Gefahr besonders gross, dass sich Arbeitslosigkeit und ausbildungsinadäquate Beschäftigung dauerhaft negativ auf die Berufslaufbahn der Betroffenen auswirken, wie die internationale Forschung bestätige.

Personen ab 50 sollen proaktiv ihr Alter ansprechen

Wenn Firmen ältere Personen diskriminieren, sei das häufig eine Folge struktureller Gegebenheiten und nicht von wirtschaftlichem Kalkül. Dies sagt Pascal Scheiwiller, CEO Rundstedt & Partner Schweiz, auf Basis einer Studie. Diese zeigte, dass Arbeitgeber sowohl in der Rekrutierung als auch in der Personalentwicklung und -planung nicht nach Alterskriterien vorgingen. Scheiwiller empfiehlt deshalb Personen über 50, das Thema der Beschäftigungsfähigkeit und der Personalentwicklung proaktiv anzusprechen und alternative Karriereszenarien wie Bogenkarriere oder Mosaikkarriere mit HR und Vorgesetzten zu diskutieren. HR-Manager stellten häufig fest, dass von der älteren Generation weniger Initiative und Beteiligung ausgehe als bei jüngeren Arbeitskräften, wenn es um Weiterbildungs- und Mobilitätsprogramme gehe.

Burnout, eine Herausforderung für Arbeitgeber

Das Schweizerische Bundesverwaltungsgericht gibt in einem Urteil vom 16. Dezember 2019 einer ­Arbeitnehmerin recht, die nach einem Burnout ihren Arbeitgeber verklagte, seine Fürsorgepflicht verletzt zu haben. Fast zeitgleich hat die Weltgesundheitsorganisation WHO das Burnout-Syndrom in ihr ICD-11-Manual aufgenommen. In einem Beitrag von HR Today schildert Thomas Pfiffner, Leiter der IV-Stelle Graubünden, das Dilemma der Arbeitgebenden: Sie sollten bei Hinweisen auf Burnout frühzeitig intervenieren und Arbeitnehmenden gewisse Aufgaben im entlastenden Sinn wegnehmen oder deren Arbeitszeiten beschränken. Viele Arbeitnehmende wollten diese Entlastung jedoch nicht, weil ihre Selbstwahrnehmung eine andere sei, und fühlten sich herabgesetzt.

ZH: Kostenlose Online-Kurse für Stellensuchende

Personen aus dem Kanton Zürich, die bei einem RAV gemeldet sind, können Online-Kurse des Technologieunternehmens Cisco kostenlos nutzen, dies aufgrund einer Vereinbarung zwischen Cisco und dem Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Zürich (AWA). Angeboten werden Inhalte in allen neuen Bereichen der IT, etwa Cybersecurity, Internet of Things, Vernetzung, Internet for the future. In fünf Kursen stehen 190 Stunden Lernmaterial in verschiedenen Sprachen zur Verfügung. Nach Prognosen von ICT-Berufsbildung Schweiz braucht die heimische Wirtschaft bis 2028 nahezu 118'000 zusätzliche IT-Fachkräfte.

Verschiedenes

Buch: "A guide to the Swiss educational system"

Die Hull’s School ist ein englisches College in Zürich. Sein Rektor Robin Hull hat ein Buch mit dem Titel "A guide to the Swiss educational system" verfasst – eine Einführung in das hiesige Bildungssystem für Eltern aus dem internationalen Ausland. Dem Buch kommt das Verdienst zu, einen gut verständlichen Überblick von der Volksschule bis zur Tertiärstufe zu bieten und die Berufsbildung dabei nicht zu vergessen. Dabei fehlt es aber auch nicht an Kritik: "Most apprenticeships have little time for culture", heisst es im Buch unter anderem. Es kostet 48 Franken und kann hier bestellt werden.

IDES: Parlamentarische Dokumentation zur Bildung, September 2020

Das Informations- und Dokumentationszentrum IDES der EDK publiziert die Liste "Parlamentarische Dokumentation", auf der sie die politischen Vorstösse und Geschäfte aufführt, die im Bundesparlament und in den Kantonsparlamenten aktuell im Bereich Bildung behandelt werden. Die Liste enthält Geschäfte der obligatorischen Schule, der Sekundarstufe II, der Hochschulen und der Weiterbildung.
Ausgabe 9/2020
Archiv