Newsletter vom 25.03.2020

Aktuelle Meldungen vom 25.03.2020

Berufliche Grundbildung

Coronavirus: Aufruf der Verbundpartner an die Berufsbildungsakteure

Die Verbundpartner der Berufsbildung (Bund, Kantone und OdA) haben sich in der aktuellen ausserordentlichen Lage auf ein nationales Vorgehen geeinigt. Die wichtigsten Abmachungen sind:
- Alle Verbundpartner setzen sich dafür ein, negative Auswirkungen auf die Berufsbildung zu vermeiden.
- Es gelten weiterhin die jeweiligen gesetzlichen Zuständigkeiten. Die Zusammenarbeit der Verbundpartner wird jedoch intensiviert.
- Die Umsetzung von Massnahmen erfolgt national abgestimmt. Auf Alleingänge von einzelnen Kantonen oder OdA ist zu verzichten.
- Der Unterricht ist in allen Bereichen der Berufsbildung im Rahmen der Möglichkeiten aufrechtzuerhalten. Priorität haben Abschlussklassen.
- Ziel ist, allen Lernenden im letzten Lehrjahr diesen Sommer trotz schwieriger Rahmenbedingungenden einen Abschluss zu ermöglichen.
Es gelten folgende Ansprechpartner:
- Für Lehrbetriebe, ÜK-Zentren und Berufsfachschulen ist der Ansprechpartner nach wie vor das kantonale Berufsbildungsamt.
- Für nationale Trägerschaften der beruflichen Grundbildung und der höheren Berufsbildung ist das SBFI zuständig. Besondere Bedürfnisse können auch bei den nationalen Dachverbänden eingebracht werden.
- Lernende wenden sich an ihren Lehrbetrieb, ihre Schule oder an ihr kantonales Berufsbildungsamt.
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(Update) Qualifikationsverfahren in der beruflichen Grundbildung – Lösungsvorschlag in Konsultation

Unter Federführung des Steuergremiums Berufsbildung 2030 (SBFI, Schweiz. Berufsbildungsämterkonferenz, Schweiz. Arbeitgeberverband, Schweiz. Gewerbeverband, Schweiz. Gewerkschaftsbund und Travail.Suisse) hat eine verbundpartnerschaftliche Arbeitsgruppe einen Lösungsvorschlag für die Qualifikationsverfahren in der beruflichen Grundbildung erarbeitet. Die Konsultation erfolgt bis am 3. April 2020, 12.00 Uhr, bei den Teilnehmenden des Spitzentreffens Berufsbildung (WBF, EDK und Spitzen der Sozialpartner). Die von der Arbeitsgruppe Qualifikationsverfahren erarbeiteten Dokumente sind als Entwurf zu verstehen und können sich im Konsultationsprozess noch verändern. Die definitiven Versionen stehen nach dem Spitzentreffen der Berufsbildung zur Verfügung, das für den 9. April 2020 vorgesehen ist.
Covid-19/4 – Information vom 31. März 2020

Coronavirus: Projektorganisation zur Lösungsfindung für die berufliche Grundbildung

Im Zuge der Corona-Pandemie suchen die Verbundpartner gemeinsam nach Lösungen zu den Herausforderungen, die sich für die berufliche Grundbildung stellen. Das "Steuergremium Berufsbildung 2030" mit Vertreterinnen und Vertretern des Bundes, der Kantone, der Arbeitgeber und -nehmer hat drei ad hoc Arbeitsgruppen zusammengestellt, die mit Hochdruck an praktikablen nationalen Lösungen arbeiten. Es sind dies: die Arbeitsgruppe "Qualifikationsverfahren", die Arbeitsgruppe "Einsatz von Lernenden in Betrieben mit Personalknappheit" und die Arbeitsgruppe "Rekrutierung von Lernenden für die Schuljahre 2020 und 2021".
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Coronavirus: Berufsabschlüsse sind gewährleistet

Die Berufslernenden sollen trotz Coronavirus ihre Berufslehre und die Berufsmaturität abschliessen können. Die Arbeiten für ein national abgestimmtes und auf die gegebenen Umstände angepasstes Verfahren laufen. Die Verbundpartner der Berufsbildung haben sich auf ein gemeinsames Vorgehen geeinigt und sie rufen die Akteure der Berufsbildung auf, mit der Durchführung der anstehenden Qualifikationsverfahren zu warten, bis entsprechende Empfehlungen vorliegen. Ansprechpartner:
- Für Lehrbetriebe, ÜK-Zentren und Berufsfachschulen ist der Ansprechpartner nach wie vor das kantonale Berufsbildungsamt.
- Für nationale Trägerschaften der beruflichen Grundbildung und der höheren Berufsbildung ist das SBFI zuständig.
- Lernende wenden sich an ihren Lehrbetrieb, ihre Berufsfachschule oder an ihr kantonales Berufsbildungsamt.
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Coronavirus: Digital gestützter Unterricht

Im Auftrag von SBFI und EDK hat die Fachagentur educa.ch Eduport erstellt. Die Website bietet den Kantonen eine Übersicht der vorhandenen Dienste und Koordinationsstellen für den digital gestützten Unterricht. Die Website wird laufend ausgebaut.

Berufsfeld Mikrotechnik: Erlass der Bildungsverordnungen

Das SBFI hat die revidierten Verordnungen über die berufliche Grundbildung für die Berufe Mikromechaniker/in EFZ, Mikrozeichner/in EFZ und Qualitätsfachfrau/-fachmann in Mikrotechnik EFZ erlassen. Sie sind am 1. März 2020 in Kraft getreten. Die Druckversionen werden in einigen Wochen beim BBL erhältlich sein. Die elektronischen Versionen stehen auf der Internetseite des SBFI zur Verfügung. Die Bildungspläne werden auf der Internetseite der Convention patronale de l’industrie horlogère suisse und im Berufsverzeichnis aufgeschaltet.

Fachfrau/Fachmann Kundendialog EFZ: Anhörung

Das SBFI unterbreitet den Änderungserlass zur Verordnung über die berufliche Grundbildung und den teilrevidierten Bildungsplan für den Beruf Fachfrau/Fachmann Kundendialog EFZ zur Stellungnahme. Anhörungsfrist: 17. April 2020. Die Dokumente können hier heruntergeladen werden.

IDES: Geschäfte zur Bildung: Bund und Kantone / März 2020

Das Informations- und Dokumentationszentrum IDES der EDK publiziert die umfassende Liste "Parlamentarische Dokumentation", auf der sie die politischen Vorstösse und Geschäfte aufführt, die im Bundesparlament und in den Kantonsparlamenten aktuell im Bereich Bildung behandelt werden. Die Liste enthält Geschäfte der Berufsbildung/Sekundarstufe II, der Weiterbildung, der Hochschulen und der obligatorischen Schule.
Ausgabe 3/2020
Archiv

Kaufleute EFZ in der öffentlichen Verwaltung: Broschüre 2019/2020

Die Branche "Öffentliche Verwaltung / Administration publique / Amministrazione pubblica" ist als zweitgrösste kaufmännische Ausbildungs- und Prüfungsbranche für alle Sprachregionen zuständig. Die dreisprachige Broschüre "Informationen / Informations / Informazioni 2019–2020" gibt Einblick in die Tätigkeiten. Inhaltlich im Zentrum steht die Zukunft der Kaufleute EFZ als Ausbildungsberuf.

SavoirSocial: Umfrage zu Praktika vor dem Lehrbeginn FaBe

SavoirSocial stellt in ihrem Februar-Newsletter 2020 die Ergebnisse der neuesten Umfrage bei den Lernenden Fachmann/-frau Betreuung (FaBe) vor. Etwa 47% absolvierten vor Beginn ihrer beruflichen Grundbildung ein oder mehrere Praktika. Die Gründe dafür waren hauptsächlich von aussen vorgegeben. Mehr als zwei Drittel der Praktikantinnen und Praktikanten gaben an, einer Forderung des Lehrbetriebs gefolgt zu sein.
Ergebnisbericht

OECD: Berufsbildung, ein Weg der Zukunft?

Die Ausgabe Nr. 68 der Publikation "Bildungsindikatoren im Fokus" ("Indicateurs de l’éducation à la loupe", in Französisch oder Englisch) befasst sich mit den Merkmalen der Berufsbildung in den OECD-Ländern. Sie gibt einen Überblick über Personalbestände, Ausbildungsmodalitäten, Erfolgsquoten und berufliche Integration. Laut OECD kann die Berufsbildung auf zwei Ebenen eine Schlüsselrolle spielen: Jugendliche auf die Arbeitswelt vorzubereiten und den Anforderungen des Arbeitsmarkts zu begegnen. Immer mehr Länder erkennen, dass eine qualitativ hochstehende Berufsbildung entscheidend zur wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit beitragen kann.

BE: Auswirkungen des Lehrabbruchs auf Jugendliche

Das amtliche Schulblatt des Kantons Bern Education 1/2020 enthält einen Beitrag zur Situation von Jugendlichen nach einem Lehrabbruch (Seite 40). Der Autor Mathias Marti sucht Antworten zur Frage, welches die Ursachen sind und wie das Problem entschärft werden könnte. Hauptthema dieser Ausgabe von Education ist "Die Kraft der Geschichten".

LU: So läuft das Qualifikationsverfahren QV

Wie Roger Maurer als Prüfungsleiter des Kantons Luzern mit seiner Equipe das QV vorbereitet, ist das Thema des Hauptartikels der Zeitschrift des Luzerner Gewerbeverbandes KMU März 2020. Patrik Birrer ist Geschäftsführer der Maurerlehrhallen Sursee und Chefexperte über elf Kantone. Im Interview erzählt er, wo die wesentlichen Herausforderungen vor, während und nach dem QV liegen. Schliesslich nehmen eine Chefexpertin und drei Chefexperten zu acht Fragen Stellung. Porträtiert wird ferner ein ehemaliger Kaminfeger-Lernender, der dank höherer Berufsbildung die Geschäftsstelle Feuerungskontrolle leitet.

OW: Sechstes Obwaldner Berufsbildner-Forum

Das sechste Obwaldner Berufsbildner-Forum zum Thema "Lernende zwischen Leistungsdruck und Selbstverwirklichung" wurde am 4. März 2020 vom Amt für Berufsbildung und vom Gewerbeverband Obwalden anlässlich ihres 100-Jahr-Jubiläums mit ca. 200 Teilnehmenden durchgeführt. Bildungs- und Kulturdirektor Christian Schäli referierte zum Spannungsfeld zwischen Leistungsdruck und Selbstverwirklichung.

Deutschland: Vier revidierte IT-Lehrberufe

Das BIBB hat gemeinsam mit den zuständigen Bundesministerien, den Sozialpartnern und Sachverständigen aus der betrieblichen Praxis die Ausbildungsordnungen von vier dualen IT-Berufen überarbeitet. Der Lehrberuf Fachinformatiker/in wird um die zwei neuen Fachrichtungen Daten- und Prozessanalyse sowie Digitale Vernetzung ergänzt. Beim Beruf IT-System-Elektroniker/in wurden vor allem die elektrotechnischen Inhalte überarbeitet. Kaufleute für Digitalisierungsmanagement managen die Geschäftsprozesse auf der operativer Ebene. Bei den Kaufleuten für IT-System-Management liegt der Schwerpunkt auf IT-Dienstleistungen und dem Management und der Administration von IT-Systemen. Bei allen Berufen werden IT-Sicherheit und Datenschutz deutlich ausgebaut. soziale und personale Kompetenzen rücken stärker in den Mittelpunkt. Die gestreckte Abschlussprüfung findet in zwei Teilsequenzen statt.
Medienmitteilung

Marokko: Interesse für die Berufsbildung

Die Staatssekretärin für Bildung, Forschung und Innovation, Martina Hirayama, hat den marokkanischen Minister für nationale Bildung, Berufsbildung, Hochschulbildung und wissenschaftliche Forschung, Saaïd Amzazi, zu einem Arbeitsbesuch in Bern empfangen. Das Interesse für die Berufsbildung hat in den letzten Jahren in Marokko zugenommen und stand im Zentrum des Arbeitsbesuchs. Diskutiert wurden unter anderem die Rollenverteilung bei der dualen Berufsbildung sowie künftige Herausforderungen wie zum Beispiel die Sicherstellung der Attraktivität des Berufsbildungsweges für Jugendliche.
Medienmitteilung

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

GR: Übersicht Weiterbildungs-, Studien- und Forschungsangebot

Die Beilage "Bilden und forschen" der Tageszeitung Südostschweiz informiert weitgehend vollständig über das Bündner Bildungsangebot für Personen, die eine Berufslehre oder eine Mittelschule absolviert haben und die sich beruflich und persönlich auf Stufe höhere Berufsbildung und Fachhochschule weiterentwickeln wollen. Das Dossier enthält zahlreiche Porträts, Stellungnahmen und Interviews mit Fachleuten.

ZH: Neuausrichtung der kantonalen Weiterbildungsinstitution

Die EB Zürich hat sich neu ausgerichtet und ihre Position als Partnerin in Bildungsaufgaben bezogen. Sie konzentriert sich auf Nischen in der Berufsbildung und hat sich neue Geschäftsfelder erschlossen. Dafür steht u.a. das Projekt "Digital Learning Hub Sek II". Es dient dazu, digital-affine Berufsfachschul- und Mittelschullehrpersonen untereinander zu vernetzen und und so die Chancen, welche die Digitalisierung mit sich bringt, optimal für den Unterricht zu nutzen.
Mitteilung der Bildungsdirektorin

Mittelschulen und Hochschulen

Coronavirus: Abschlussprüfungen an Gymnasien, Fachmittelschulen und Berufsmaturitätslehrgängen

Die unterbruchfreie Fortsetzung der schulischen Laufbahn jeder Schülerin und jedes Schülers soll auch unter strenger Berücksichtigung der Bundesmassnahmen (COVID-19-Verordnung 2) gewährleistet und mit schweizweit gültigen Lösungen umgesetzt werden. Die Schweizerische Mittelschulämterkonferenz (SMAK), eine Fachkonferenz der EDK, setzt alles daran, dass sich die Schülerinnen und Schüler der Abschlussjahrgänge auch in dieser ausserordentlichen Situation fristgemäss an den Institutionen der Tertiärstufe einschreiben können und ihre Maturazeugnisse termingerecht erhalten.
Weitere Informationen

Coronavirus: Informationen der Hochschulen

Die Fachhochschulen und Universitäten haben den Präsenzunterricht auf Weisung des Bundesrats seit dem 13. März bis mindestens 19. April, oft bis Ende Frühjahrssemester 2020 eingestellt, die Veranstaltungen werden über digitale Kanäle angeboten. Die meisten Hochschulen haben auch für ihre Mitarbeitenden flächendeckend Homeoffice umgesetzt. Auf den Websites der Hochschulen finden sich laufend aktualisierte Informationen. Bachelor- und Masterarbeiten müssen neu ausgerichtet oder unterbrochen werden, die Termine für Aufnahmeverfahren von Studienbewerberinnen und -bewerbern werden überprüft, nach alternativen Lösungen wird gesucht.

ETHZ: Master-Studiengang in Landschaftsarchitektur

Ab Herbst 2020 bietet die ETH Zürich erstmals einen zweijährigen Master-Studiengang in Landschaftsarchitektur an. Der Master-​Studiengang vermittelt Kompetenzen der Landschaftsarchitektur in Analyse, Entwurf und Planung, Materialien und Konstruktion, Naturwissenschaften und Geisteswissenschaften, die das universitäre Bachelorstudium in Architektur vertiefen und ergänzen. Die Vermittlung von digitalen Analyse-​, Entwurfs-​ und Planungsmethoden ist ein wesentlicher Teil des Studiums. Für den Erwerb des Master-Diploms ist der Nachweis eines mindestens sechsmonatigen externen Praktikums zu erbringen.

HES-SO: Neues Konzept für die Fachrichtung Weinbau und Önologie des Masters in Life Sciences

Die in Changins (VD) gelehrte Fachrichtung Weinbau und Önologie des Masters in Life Sciences HES-SO wird auf Studienbeginn 2020 überarbeitet. Zudem wird eine Partnerschaft mit Vinifera EuroMaster den Lehrgang bereichern. Somit wird die Ausbildung die notwendigen Instrumente zur Lösung komplexer Probleme im Weinbau und in der Önologie bieten. Das erste Studienjahr findet in der Schweiz statt, das zweite an einer Partneruniversität in Deutschland, Spanien, Italien oder Portugal. Die Studierenden erhalten einen doppelten Abschluss und 120 ECTS-Credits.
Medienmitteilung (in Französisch)

BE: Bachelor FH in Automobil- und Fahrzeugtechnik

Der deutsch- und französischsprachige Bachelorstudiengang Automobiltechnik an der Berner Fachhochschule BFH startet im September 2020 unter der neuen Bezeichnung Automobil- und Fahrzeugtechnik. Mit der Namensänderung wird auch der Studienplan erneuert. Neue Fachinhalte und Arbeitsinstrumente wie CAD, FEM oder Simulink werden gelehrt, praxisorientierte Erfahrungen ergänzen ingenieurtechnische Grundlagen.
Medienmitteilung

BE: Vollstudium Pharmazie an der Uni

Die Universität Bern baut derzeit das neue Vollstudium Pharmazie auf. Dieses ist als bifakultärer Studiengang geplant: Gestartet wird mit der naturwissenschaftlichen Ausbildung im Bachelorstudiengang "Pharmazeutische Wissenschaften" an der Philosophisch-naturwissenschaftlichen Fakultät, danach folgt die stark patientenorientierte Ausbildung im Masterstudiengang "Pharmazie" an der Medizinischen Fakultät, welche auf die Eidgenössische Prüfung zur Apothekerin oder zum Apotheker vorbereitet.
Medienmitteilung

Beratung

Coronavirus: Berufs-, Studien- und Laufbahnberatungen per Telefon

Die meisten kantonalen Berufs-, Studien- und Laufbahnberatungsstellen (BIZ) führen die Beratungsgespräche telefonisch durch und erteilen Auskünfte per E-Mail. Videoberatungen und telefonische Kurzgespräche werden nur von einzelnen BIZ angeboten. In vielen Kantonen sind die telefonischen Beratungen auch für Klientinnen und Klienten kostenlos, die unter die Kostenpflicht fallen.

Persönlichkeit und beruflicher Erfolg: Die Dunkle Triade beachten

Die Dark Triad of Personality oder – auf deutsch – die Dunkle Triade ist zwiespältig: Narzissmus, Machiavellismus und Psychopathie gelten als sozial problematische Merkmale, werden aber trotzdem oft mit beruflichem Erfolg assoziiert. Für Unternehmen lohnt es sich, den Blick für die dunklen Eigenschaften zu schärfen, gerade auch, weil sie oft mehr Schaden als Nutzen mit sich bringen. Die Testzentrale des Hogrefe Verlags hat die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema zusammengestellt.

GR: Förderung der digitalen Transformation

Die Bündner Regierung hat die Botschaft für den Erlass eines Gesetzes zur Förderung der digitalen Transformation verabschiedet. Der Grosse Rat wird sich voraussichtlich im Juni mit der Vorlage befassen. Ziel des Gesetzes ist es, mit einem Verpflichtungskredit von gesamthaft 40 Millionen Franken für einen Digitalisierungsschub im Kanton zu sorgen. Neben Politik und Wirtschaft haben auch die Sprachorganisationen Begehrlichkeiten angemeldet.

SG: MINT-Förderung

Viele Projekte wollen Mädchen für die Technik begeistern. Trotzdem bleibt der Frauenanteil in der Informatikbranche klein. Nun wollen die ICT-Scouts auch in St. Gallen einen ICT-Campus eröffnen.

SG: Alternatives Brückenangebot

Der Non-Profit-Verein "time4" bietet Jugendlichen einen alternativen Bildungsweg im Anschluss an die obligatorische Schule. Im Zentrum steht dabei das selbstständige Arbeiten und freie Lernen.

TG: Schulsozialarbeit am Übergang von Schule und Beruf

An der Generalversammlung des Vereins Schulsozialarbeit Thurgau wurde die Arbeit "Schulsozialarbeit am Übergang von Schule und Beruf" vorgestellt. Angesichts der Tatsache, dass in der Schweiz mehr als 25 Prozent der Jugendlichen ihre Lehre abbrechen, sei eine stärkere Zusammenarbeit und Vernetzung zwischen den verschiedenen Akteuren bei der Begleitung der Jugendlichen am Übergang zur Berufsbildung gefordert. Insbesondere die Schulsozialarbeit spiele eine zentrale Rolle bei der Vorbereitung auf die Berufswahl.

Arbeitsmarkt

(Update) Lohnersatz für Selbstständige: Formulare online

Auch selbstständige Erwerbspersonen können Entschädigungen für den Erwerbsausfall wegen der Coronakrise beantragen. Die AHV-Ausgleichskassen haben die Online-Formulare und Informationen für Betroffene online gestellt. So sollen vor allem Selbstständige schnell und unkompliziert an Lohnersatz gelangen. Der Bund schätzt, dass über 160'000 Betroffene sich melden könnten. Die Ausgleichskassen gehen – bei einer dreimonatigen wirtschaftlichen Einschränkung – von Auszahlungen in der Höhe von 1,5 Milliarden Franken aus.

(Update) KOF: Corona lässt die Konjunktur einbrechen

Der Stand des Konjunkturbarometers der KOF ist im März drastisch gefallen und befindet sich mit 92,9 Zählern nun deutlich unter seinem langjährigen Durchschnittswert. Demzufolge ist für die Schweizer Wirtschaft in der näheren Zukunft mit einer markanten Reduktion der Wachstumsraten zu rechnen. Dieser Sturz des Barometers reflektiert die ersten wirtschaftlichen Folgen der beschleunigten Ausbreitung des Coronavirus.

Coronavirus: Zusätzliche Massnahmen zur Stützung der Wirtschaft

Der Bundesrat hat weitere Massnahmen zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Ausbreitung des Coronavirus beschlossen. Sie betreffen die Stellenmeldepflicht, die Arbeitslosenversicherung, die Kurzarbeitsentschädigung und die berufliche Vorsorge. Die neuen Massnahmen zugunsten der Arbeitnehmenden führen zu geschätzten Mehrkosten für die Arbeitslosenversicherung im Betrag von rund 600 Millionen Franken pro Monat.
Medienmitteilung

Coronavirus: FAQ zu arbeitsrechtlichen Fragen

Der Kaufmännische Verband hat angesichts der Corona-Krise ein FAQ über die arbeitsrechtliche Situation für Arbeitnehmende und Arbeitgeber zusammengestellt. Hier beantwortet er die wichtigsten Fragen in Bezug auf Kurzarbeit, Auslandsreisen und behördliche Quarantäne und informiert über die Auswirkungen der Schulschliessung auf die KV-Lernenden und die Studierenden der Weiterbildungsschulen. Die Rechts- und Jugendberatungen des Kaufmännischen Verbandes stehen angesichts der Situation auch Nichtmitgliedern zur Verfügung.

Coronavirus: SECO-Schätzung des wirtschaftlichen Rückgangs

Die Corona-Epidemie legt Teile der Schweizer Wirtschaft vorübergehend still. Die Expertengruppe des Bundes rechnet für 2020 mit einer Rezession. Sie erwartet einen Rückgang des BIP von -1,3 bis -1,5% (Prognose vom Dezember 2019: +1,3%). Wenn sich die epidemiologische Situation stabilisiert, dürfte sich die Konjunktur ab der zweiten Jahreshälfte 2020 schrittweise erholen. Dies würde zu einem hohen BIP-Wachstum im Jahr 2021 führen, ohne das ursprünglich erwartete Niveau zu erreichen. Das SECO betont, dass die aktuellen Prognosen aussergewöhnlich unsicher seien.
Medienmitteilung

Coronavirus: Internationale Auswirkungen auf Beschäftigung und Gegenmassnahmen

Die von der Coronavirus-Pandemie verursachte Krise könnte nach einer ersten Schätzung der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) weltweit 25 Millionen Menschen arbeitslos machen. Unterbeschäftigung, Armut und soziale Ungleichheit werden ebenfalls stark zunehmen. In ihrem vorläufigen Bericht (in Englisch) fordert die IAO dringende, massive und koordinierte Gegenmassnahmen zum Schutz der Arbeitnehmer/innen am Arbeitsplatz, zur Ankurbelung von Wirtschaft und Beschäftigung sowie zur Unterstützung der beruflichen Aktivität und der Einkommen.
Medienmitteilung (in Englisch oder Französisch)

Parlamentarische Initiative: Unternehmer sollen auch Arbeitslosengeld erhalten

Besitzerinnen oder Mitbesitzer einer AG oder GmbH sind faktisch Unternehmer, aber formal in ihrem eigenen Betrieb angestellt. Sie müssen deshalb ALV-Beiträge bezahlen, haben aber im Gegensatz zu Arbeitnehmenden keinen sofortigen Anspruch auf eine Entschädigung im Falle einer Arbeitslosigkeit. Diese Situation ist ungerecht, findet FDP-Nationalrat Andri Silberschmidt. Er hat dazu eine parlamentarische Initiative (20.406) eingereicht – mit Unterstützung aus allen grossen Parteien.

Umfrage zur Diskriminierung von Frauen am Arbeitsplatz in der Schweiz

Die Mädchenrechtsorganisation Plan International Schweiz führte bei Personen im Alter von 14 bis 40 Jahren eine Umfrage zur Gleichstellung der Geschlechter in der Schweiz durch. Dem Bericht zufolge sind drei Viertel der Teilnehmer/innen optimistisch in Bezug auf den Fortschritt in diesem Bereich. Doch sobald Frauen in die Berufswelt eintreten, schwindet der Optimismus: 42% der Befragten zwischen 20 und 40 Jahren geben an, am Arbeitsplatz diskriminiert worden zu sein. Unabhängig von ihrem Alter und Geschlecht ist die Mehrheit der Befragten der Ansicht, dass eine Verbesserung der Situation durch gleiche Löhne und gerechte Beschäftigungschancen erreicht werden kann.
Medienmitteilung

Studie: Wenn sich Ältere bei der Arbeit ausgeschlossen fühlen

Arbeitnehmende ab 50 können sich aus verschiedenen Gründen am Arbeitsplatz ausgegrenzt und demotiviert fühlen. Sie fühlen sich dann besonders ausgeschlossen, wenn sie selbst glauben, aufgrund ihres Alters kognitiv abzubauen, wie Psychologen der Universität Basel im Fachblatt "Work, Aging, and Retirement" berichten.
Medienmitteilung

Österreich: Firma eMagnetix mit 30-Stunden-Woche

Unter dem Titel #30sindgenug hat die österreichische Firma eMagnetix 2018 die wöchentliche Kernarbeitszeit mithilfe von digitalen Tools auf dreissig Stunden reduziert. Mittlerweile haben sich Mitarbeiteranzahl und Umsätze vervielfacht, die Eröffnung neuer Standorte stehen bevor. Im Interview spricht Geschäftsführer Klaus Hochreiter über die Planung und Umsetzung der 30-Stunden-Woche, die Erwartungen junger Menschen an die Arbeitswelt und den Einsatz einer Sanduhr bei Besprechungsterminen.

Berufliche Integration

Coronavirus: Kurzarbeit

Kurzarbeit könnte einige der Kollateralwirkungen des Coronavirus auf die Schweizer Wirtschaft beheben. In einem Artikel nennt swissinfo.ch als Beispiel die Uhrenindustrie im Jurabogen, die mit Unterbrechungen in der Lieferkette, einem drastischen Rückgang der internationalen Nachfrage und der Absage von Messen konfrontiert ist. Im Fall einer Wirtschaftskrise und eines starken Rückgangs von Aufträgen kann ein Unternehmen im Einvernehmen mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Arbeitszeit provisorisch reduzieren und sich an die Arbeitslosenversicherung wenden, die 80% der Einkommensverluste deckt. Dieses Vorgehen hat sich 2009 in der Subprime-Krise bewährt.

Bundesgericht: Schwangere sind vermittelbar

Das Bundesgericht hat im Fall einer schwangeren Stellensuchenden entschieden, dass sie grundsätzlich vermittelbar sei – und Anspruch auf Arbeitslosengeld hat. Massgebend für die Feststellung der Vermittlungsfähigkeit sei, ob mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit angenommen werden könne, dass ein Arbeitgeber die Person einstellen würde. Dabei müsse nicht nur die Zeit bis zur Geburt betrachtet werden, sondern auch die Zeit danach. Anzunehmen, dass Schwangere nicht vermittlungsfähig seien, unterstelle allen potenziellen Arbeitgebern eine diskrimierende Haltung.
Urteil 8C_435/2019 vom 11. Februar 2020

Langzeitarbeitslose Akademiker/innen zunehmend

Zwischen 2010 und 2018 ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen um 22% von 65'000 auf 80'000 gestiegen. Darunter fallen laut einer vom SECO in Auftrag gegebenen Studie der ETH Zürich Personen, die seit mehr als einem Jahr arbeitslos sind. Ausser der Altersgruppe der über 45-Jährigen sind es vor allem Akademiker/innen mit einem Hochschul- oder Fachhochschulabschluss im technischen Bereich, die diesen deutlichen Anstieg bewirken, so der SonntagsBlick. Im Jahr 2018 machten sie einen Viertel der Langzeitarbeitslosen aus.

IV: 22'534 Personen "beruflich eingegliedert"

Die Gesamtzahl der im Arbeitsmarkt eingegliederten Personen mit einer gesundheitlichen Beeinträchtigung hat 2019 mit 22'534 Personen einen neuen Rekord erreicht (2018: 21'156 Personen). Dies teilt die IV-Stellen-Konferenz mit. Mit dem Begriff der "beruflichen Eingliederung" wird allerdings auch der Erhalt des Arbeitsplatzes durch Massnahmen der Früherkennung und Frühintervention beschrieben (12'640 Personen), ebenso der Wechsel im gleichen Betrieb in eine neue Arbeitsstelle (1933 Personen). 7420 Personen fanden eine neue Stelle ausserhalb ihres Unternehmens, 541 Personen mit einer bestehenden IV-Rente gelang es, wieder eine Arbeit aufzunehmen oder ihre Erwerbsfähigkeit zu steigern.

Mehrere Schweizer Städte engagieren sich für Sozialhilfe

Mehr als zwölf Städte haben die Charta für eine solide und faire Sozialhilfe in der Schweiz unterzeichnet. Die Sozialhilfe ist ein Schlüsselelement im Kampf gegen Armut und Ausgrenzung und ein wichtiger Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Städte sind die wesentlichen Akteure der Sozialhilfe: Sie haben die meisten unterstützten Personen und prekären Situationen.
Medienmitteilung