Ausgabe 01 | 2020

Fokus

Berufe im Wandel

Auch jenseits der Digitalisierung entstehen neue Berufe. Das Berufsprinzip wird zunehmend infrage gestellt. Der E-Sport schafft neue berufliche Funktionen.

Die Entwicklung neuer Berufe jenseits der Digitalisierung

Dass neue digitale Technologien die Arbeitswelt umwälzen, ist unbestritten. Doch auch andere grosse Trends wie Umweltschutz, demografische Alterung, Wohlbefinden und Ernährung werden die Berufswelt verändern. Eine Analyse von Grégoire Évéquoz, Autor des Buches «La carrière professionnelle 4.0».

Kompetenzen statt Berufe?

Wenn Berufe sich immer rascher wandeln, wird auch das dahinterliegende Berufsprinzip fragwürdig. Dieser Gedanke erscheint radikal, doch es gibt eine Reihe von Hinweisen für eine solche Entwicklung.

Neues Berufsfeld: E-Sport

Die Zahlen sprechen für sich: E-Sport generiert weltweit Umsätze in Milliardenhöhe, und es gibt Millionen von Fans, die die «Fortnite»-Weltmeisterschaft live mitverfolgt haben. Der E-Sport zieht immer mehr Menschen in seinen Bann, und ein gänzlich neues Berufsfeld entsteht.

«Dem Gamevirus verfallen»

Der frühere Profispieler und Weltmeister im Teamspiel Counter-Strike 2007, Mathieu Leber (34), ist als E-Sport-Kommentator tätig. An seinem Wohnort in Amiens (F) geht er auch heute noch seiner Leidenschaft nach und engagiert sich für junge Gamer und ihre Familien.

CH-ISCO-19: Was ist das?

Das Bundesamt für Statistik modernisiert die Berufsklassifikation für die amtliche Statistik. Ein erster wichtiger Schritt besteht in der Überarbeitung der Schweizer Berufsnomenklatur.

Berufsbildung

Einfacher zum Berufsabschluss

Wer einen Beruf erlernt oder den Beruf wechselt, dem sollen bereits erworbene Bildungen und Erfahrungen angemessen angerechnet werden. Aber es existieren kaum bewährte Instrumente dafür. Der Kanton Zürich hat darum ein neues Verfahren entwickelt.

In die Berufslehre eintauchen

Die Ausstellung «Im Innern der Lehre» macht Aspekte der betrieblichen Ausbildung erlebbar. Sie beleuchtet die positiven Seiten, die Herausforderungen und die Probleme der Schweizer Berufsbildung.

Berufsberatung

Die Bildungspflicht bis 18 Jahre im Kanton Genf

Vor gut einem Jahr hat der Kanton Genf die obligatorische Ausbildung bis 18 Jahre eingeführt. Wie hat sich die Situation von Jugendlichen mit abgebrochener Ausbildung oder hohem Abbruchrisiko seither entwickelt? Eine Zwischenbilanz zu den Auswirkungen auf die Betroffenen, das Bildungssystem und die Begleitangebote.

Den Beratungsprozess erfolgreich steuern

Welche Faktoren müssen erfüllt sein, damit eine Beratung gelingt? Und umgekehrt: Welche Fehler werden in Beratungen gemacht? Ein Interventionsmodell ermöglicht es Beratungsteams, gemeinsam über Erfolge und Misserfolge nachzudenken.

Arbeitsmarkt

«Die Integrationsvorlehre ist eine wirksame Massnahme»

Seit August 2019 leitet Flavia Fossati die neue Abteilung «Inégalités et intégration» am Hochschulinstitut für öffentliche Verwaltung (IDHEAP) der Universität Lausanne. Mit PANORAMA hat sie über die aktive Arbeitsmarktpolitik und die Integration von Migrantinnen und Migranten in der Schweiz gesprochen.

Die Folgen einer atypischen beruflichen Integration

Eine Dissertation, die sich mit den Erscheinungsformen der Prekarität in der Schweiz beschäftigt, beschreibt vier Arten der beruflichen Integration sowie die langfristigen Folgen prekärer Beschäftigungsverhältnisse.

Was gute Beratung ausmacht

Das SECO führt in einer Reihe von Kantonen Feldexperimente zur Qualität und Intensität der RAV-Beratung durch. Es nutzt dabei die Erkenntnisse aus einer Dissertation. Die Haupterkenntnis: Erfolgreiche Beratung bietet klare Orientierung, vertrauensvolle Kooperation und positive Aktivierung.

Nächste Ausgabe

PANORAMA Nr. 2 | 2020 mit dem Fokus «Simulation» erscheint am 17. April.