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Ausgabe 16/2026

Berufliche Grundbildung

WorldSkills 2026: Schweiz erneut auf Rang 3

Das SwissSkills National Team belegt an den WorldSkills 2026 in Shanghai – wie 2024 in Lyon – den dritten Platz in der Nationenwertung. Es gewinnt 12 Medaillen (4 Gold, 2 Silber, 6 Bronze) sowie 23 «Medals of Excellence». Diese Diplome gehen an Teilnehmende, die nicht aufs Podest kommen, aber mindestens 700 Punkte erzielen. Zum Vergleich: 2024 waren es 15 Medaillen (7 Gold, 7 Silber, 1 Bronze) und 21 Diplome. Dominiert wurden die WorldSkills 2026 – wie bereits die vier vorangehenden Austragungen – von China. Das Land holte 56 Medaillen und 6 Diplome. Korea belegt mit 24 Medaillen und 16 Diplomen den zweiten Platz. Die WorldSkills 2026 fanden vom 22. bis 27. September statt. 1385 Teilnehmende aus 68 Ländern nahmen daran teil. Es wurden 64 Berufswettbewerbe ausgetragen.
Medienmitteilung

KI in der Berufsbildung: SBFI-Orientierungsrahmen

Digitalisierung gilt seit Jahren als Megatrend in der Berufsbildung. Mit der raschen Verbreitung von KI verstärken sich diese Entwicklungen und werfen neue, grundlegende Fragen auf, beispielsweise zur Berufsentwicklung, zur Ausbildungsgestaltung, zur Auswirkung auf das Lernen oder zum Prüfen. Zu diesen Fragen hat das SBFI einen Orientierungsrahmen veröffentlicht. Dieser bietet eine erste Übersicht zum Stellenwert von KI in der Berufsbildung. Ziel ist es, Handlungsoptionen für Bund, Kantone und OdA aufzuzeigen und eine Grundlage für mögliche Massnahmen zu schaffen.
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KI im Qualifikationsverfahren: Was sind die Risiken?

Die Berufsbildung zeigt sich gegenüber generativer KI in schriftlichen Prüfungen offener als andere Bildungswege. Begründet wird dies damit, dass der Umgang mit KI eine berufliche Handlungskompetenz sei. Vorreiterin ist die kaufmännische Grundbildung. Ihr Qualifikationsverfahren lässt grundsätzlich die Nutzung von KI zu. In einem Beitrag auf Transfer reflektieren Dozierende der PH Zürich, welche Risiken das mit sich bringt. So lasse sich etwa das Grundwissen nicht mehr hinreichend überprüfen, was Aussagekraft, Fairness und Legitimität der Prüfung beeinträchtigen könne. Die Dozierenden empfehlen den zurückhaltenden Einsatz von KI in Prüfungssituationen, Weiterbildungen für Lehrpersonen sowie Räume für den professionellen Austausch über den didaktischen Mehrwert und die Ausgestaltung der Prüfungen.

EHB: Diese Hürden stehen Auslandsaufenthalten im Weg

Weshalb nehmen Schweizer Lernende selten an internationalen Austauschprogrammen teil? Das wollte Movetia von der EHB wissen. Diese identifiziert in einem Bericht ​​​​​mehrere Hindernisse bei den Berufsbildungsakteuren – so die geringe Offenheit für innovative Ansätze aus dem Ausland (die Schweiz hat die beste Berufsbildung), die Angst vor Produktivitätsverlust (es geht Arbeitsleistung verloren) oder die Fokussierung auf die Fachkompetenzen (interkulturelle Kompetenzen sind nicht so wichtig). Hinzu kommt, dass die Schweiz aktuell ausserhalb der EU-Mobilitätsprogramme steht – was Austausche erschwert und bürokratischen Aufwand beschert. Der Bericht skizziert Lösungsansätze und Handlungsfelder, um die mögliche Wiederassoziierung im EU-Programm Erasmus+ vorzubereiten.
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Movetia: Fokusevent zur Berufsbildung

Vom 16. bis 20. November 2026 findet die 4. Nationale Austauschwoche statt. Im Rahmen dieser Woche lädt Movetia zu einem Fokusevent nach Bern ein. Zwei Fragen stehen im Zentrum: Wie lassen sich die Landessprachen in der Berufsbildung stärken? Welchen Beitrag leisten Austausch und Mobilität? Darüber diskutieren Fachleute aus Berufsbildung, Politik und Wirtschaft gemeinsam mit Lernenden. Im Rahmen des Events wird der Nationale Austauschpreis 2026 verliehen. Er würdigt drei Institutionen oder Projekte, die den Austausch in der Berufsbildung voranbringen. Die Veranstaltung findet am Vormittag des 17. November 2026 statt. Danach ist der Besuch der SBFI-Herbsttagung möglich.

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

Grundkompetenzen: SBFI definiert das Schwellenniveau

Das SBFI hat das Schwellenniveau für die Grundkompetenzen Erwachsener definiert. Dieses bestimmt, welche Fähigkeiten in den Bereichen Sprache, Mathematik sowie Informations- und Kommunikationstechnologien noch zu den Grundkompetenzen zählen und wo die weiterführenden Kompetenzen beginnen. Das entsprechende Dokument ersetzt die bisherigen Orientierungsrahmen. Es dient Bund und Kantonen bei der Beurteilung von Subventionsgesuchen und Bildungsanbietern bei der Planung ihrer Angebote.
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Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung

IDES: Übersicht kantonale Brückenangebote 2026/2027

Das Informations- und Dokumentationszentrum IDES der EDK hat das Dossier «Brückenangebote in den Kantonen» für das Schuljahr 2026/2027 aktualisiert. Das Dossier enthält einen Überblick über schulische, kombinierte und integrative Brückenangebote in den Kantonen sowie weitere Informationen, zum Beispiel zu den Kosten der Angebote, zum Aufnahmeprozedere und zum Unterrichtsort.

Zukunftstag 2026

Der diesjährige Nationale Zukunftstag findet am 12. November 2026 statt. Schüler/innen der 5. bis 7. Klasse begleiten dann eine Bezugs- oder Fachperson zur Arbeit oder nehmen an einem Spezialprojekt teil. Das Motto «Seitenwechsel» soll die jungen Menschen ermutigen, einen Tag lang in ein Berufsfeld hineinzuschnuppern, in dem ihr Geschlecht unterrepräsentiert ist. Damit soll der Berufswahl­horizont der Kinder erweitert und zur Gleichstellung der Geschlechter beigetragen werden. Neu ist eine Regelung für trans und non-binäre Kinder festgehalten. Die eigentliche Angebotsstruktur «Mädchen/Jungs» bleibt, für die Zuordnung wird das Geschlecht berücksichtigt, mit dem sich das Kind identifiziert.
Medienmitteilung

Netzwerktreffen «Lernen mit Behinderung in der Sek II»

Ein Netzwerk fördert den Wissensaustausch, die Vernetzung und die Kompetenzerweiterung rund um die Unterstützung von Lernenden mit Behinderung. Das nächste Treffen findet am Nachmittag des 18. November 2026 statt (online, mit Simultanübersetzung Deutsch-Französisch). Es widmet sich dem Thema «Übergang in die Berufsbildung – zwischen persönlichen Voraussetzungen, Anforderungen, Möglichkeiten und Passung». Im Rahmen von zwei Referaten werden aktuelle Forschungsergebnisse zum Thema vorgestellt und diskutiert. Das Treffen steht neben den Mitgliedern des Netzwerks auch Personen offen, die Lernende mit Behinderung beim Übergang in die Berufsbildung begleiten. Das Netzwerk wird von den beiden EDK-Fachagenturen SZH und ZEM CES koordiniert.
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Podcast: Mit der Matura in die Berufslehre

Im Video-Podcast «Mein Traumberuf» des S&B Instituts für Berufs- und Lebensgestaltung geht es um Menschen, ihre beruflichen Wege und die Entscheidungen, die dahinterstehen. In der aktuellen Folge spricht Berufs-, Studien- und Laufbahnberater Simon Schmid mit Paula Stein, die nach der Matura eine Lehre als Bekleidungsgestalterin EFZ angehängt hat. Sie erzählt vom Umstellen des Gymi-Lernens aufs Handwerk, von der schwierigen Suche nach einem Einstieg ins Theater – und davon, wie sie im zweiten Lehrjahr an den EuroSkills 2025 in Herning Gold gewann. Es gibt weitere Episoden, so auch eine zum Thema «Gymnasium oder Lehre? Aufstehen zählt mehr als nicht hinfallen».

Arbeitsmarkt

Konkurrenz pro Stelle ist entscheidend für eine erfolgreiche Stellensuche

Eine breitere Stellensuche ist nicht immer die beste Strategie. Dies zeigt eine Studie, die in «Die Volkswirtschaft» vorgestellt wird. Entscheidend ist die Konkurrenz pro Stelle in einem Arbeitsmarkt – also in einer Kombination aus Beruf und Region. Wer aus einem Markt mit hoher Konkurrenz kommt, profitiert von der Ausweitung der Suche auf alternative Berufe oder Regionen mit besseren Chancen. Wer hingegen bereits aus einem Markt mit geringer Konkurrenz stammt, findet schneller eine Stelle, wenn der Fokus auf diesem Markt beibehalten wird. Die Studie zeigt weiter, dass Berufswechsel oft realistischer sind als angenommen. Arbeitgeber kontaktieren zwar seltener berufsfremde Kandidierende, berücksichtigen diese jedoch deutlich häufiger, wenn in ihrem Beruf Fachkräftemangel herrscht. Wechsel in verwandte Berufe sind häufig auch ohne Umschulung möglich.

Nur jeder zehnte Mann setzt Wunsch nach Teilzeit um

In der Schweiz arbeiteten im Jahr 2025 rund 40% der Erwerbstätigen Teilzeit. Während 60% der Frauen mit reduziertem Pensum arbeiten, ist es inzwischen auch mehr als jeder fünfte Mann. Das ist gegenüber dem Jahr 2000 eine Verdoppelung. Eine vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützte Studie der Universität Zürich zeigt: Jedes Jahr entwickelt knapp jeder zehnte vollzeitbeschäftigte Mann den Wunsch nach Teilzeitarbeit. Tatsächlich reduziert jedoch nur jeder Zehnte von ihnen sein Arbeitspensum. Besonders selten gelingt der Wechsel in Berufen mit traditionellen Rollenbildern und hoher Erwartung an berufliche Verfügbarkeit. Wo Betriebe die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben fördern, steigt dagegen die Bereitschaft zur Teilzeitarbeit.
Medienmitteilung

Bundesrat stockt Integrationsförderung für Zugewanderte auf

Der Bundesrat stockt die Mittel für die Integrationsförderung von Bund und Kantonen für Zugewanderte auf. Für die Jahre 2028 bis 2032 hat er einen Verpflichtungskredit von insgesamt 334,5 Millionen Franken beschlossen. Das sind jährlich 5,4 Millionen Franken mehr als in der laufenden Periode. Die Aufstockung ist notwendig, weil mehr Menschen von der Integrationsförderung profitieren. Die Integrationsprogramme der Kantone setzen schwerpunktmässig bei der Sprachförderung, Information und Beratung sowie der Integration in Ausbildung und Arbeitsmarkt an. Ein besonderer Fokus der neuen Programmperiode liegt auf dem Abbau von Integrationshürden für Frauen und der besseren Nutzung von Bildungswegen für eine nachhaltige Arbeitsmarktintegration.
Medienmitteilung

ZH: Wo KI unterstützend eingesetzt wird, wächst die Beschäftigung

KI verändert den Zürcher Arbeitsmarkt: Seit Herbst 2022 ist die Zahl der Stellensuchenden in Berufen mit hoher KI-Exponiertheit deutlich stärker gestiegen als in weniger exponierten Berufen. Dies zeigt das Wirtschaftsmonitoring des Kantons Zürich (September 2026). Gleichzeitig wächst die Beschäftigung in Bereichen, in denen KI vor allem unterstützend eingesetzt wird. Während im Jahr 2024 27% der Zürcher Unternehmen die Technologie systematisch nutzten, sind es im Jahr 2026 bereits 47%. Über alle Branchen hinweg sind 45% der Aufgaben von KI betroffen. Am stärksten betroffen sind Bürokräfte und Akademiker/innen, am wenigsten Hilfskräfte und Handwerker/innen.

Deutschland: Schnelle Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten

Mit dem Ende 2023 eingeführten «Job-Turbo» setzen das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Bundesagentur für Arbeit auf eine schnellere Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten. Statt zunächst ausschliesslich auf Sprachförderung und Qualifizierung zu setzen, werden Geflüchtete bereits kurz vor oder direkt nach Abschluss ihres Integrationskurses engmaschig von den Jobcentern betreut. Regelmässige Beratungsgespräche im Abstand von etwa sechs Wochen sowie eine frühzeitige Vermittlung in eine Arbeitsstelle stehen im Mittelpunkt. Weitere Qualifizierungen sollen anschliessend berufsbegleitend erfolgen. Eine Evaluation zeigt, dass dieser Ansatz wirkt: Die intensivere Beratung führte zu deutlich mehr Übergängen in eine Beschäftigung – besonders bei ukrainischen Geflüchteten.
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Verschiedenes

Politische Bildung: Umgang mit Desinformation stärken

Digitale Plattformen, soziale Medien und KI verändern das Informationsverhalten und die Meinungsbildung. Journalistische Inhalte verlieren an Reichweite, Desinformation nimmt zu – eine Gefahr für die Demokratie, die gut informierte Bürger/innen voraussetzt. Wie können Kompetenzen im Umgang mit Desinformation auf allen Bildungsstufen gestärkt werden? Das wollte der Bund wissen und liess eine Gesamtschau erarbeiten. Sie zeigt: Die Schweiz verfügt über gute Voraussetzungen zur Förderung solcher Kompetenzen – hohes Bildungsniveau, stabile Institutionen, vielfältige Medienlandschaft. Der Bericht skizziert aber auch den Handlungsbedarf und macht klar: Der Kampf gegen Desinformation ist mit Bildung allein nicht zu gewinnen. Auch Behörden, Medien, Wissenschaft und Zivilgesellschaft sind gefordert.
Medienmitteilung

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