DE

FR

IT

sdbb_panorama_header_1

Ausgabe 09/2026

Berufliche Grundbildung

360-Grad-Videos in der Berufsbildung: Tutorials und Vorlagen

Die EHB hat Leitlinien und Materialien für immersive 360-Grad-Videos in der Berufsbildung entwickelt. Solche Videos erlauben es, Arbeitssituationen authentisch abzubilden. So können Lernende realitätsnah in berufliche Situationen eintauchen und diese aus unterschiedlicher Perspektive erleben. Die Materialien – Tutorials und Vorlagen – unterstützen Lehrpersonen, Berufsbildende und andere Bildungsprofis dabei, immersive Lernerfahrungen zu gestalten. Die Materialien sind als kostenloser Moodle-Kurs zugänglich. Ein Erklärvideo auf der EHB-Website veranschaulicht den Mehrwert der 360-Grad-Videos.

EHB-OBS-Tagung 2026: Lehrstellenmarkt im Wandel

Am 10. November 2026 präsentiert das Schweizerische Observatorium für die Berufsbildung (OBS) der EHB im Rahmen einer Tagung in Bern seinen neuen Trendbericht «Lehrstellenmarkt im Wandel». Es wird gezeigt, wie sich der Lehrstellenmarkt in den Dimensionen Nachfrage, Angebot und Steuerung entwickelt. Im Anschluss tauschen sich Fachleute aus Wirtschaft und Verwaltung in einer Podiumsdiskussion dazu aus. Schliesslich verleiht Bundespräsident Guy Parmelin den Enterprize 2026 – eine Auszeichnung für Unternehmergeist in der Berufsbildung.
Weitere Informationen

Workshop: Jugendliche mit Hörbehinderung in der Berufsbildung

Das SBFI führt zusammen mit dem Schweizerischen Gehörlosenbund und Pro Audito einen Workshop für Fachpersonen durch. Ziel ist es, gute Beispiele für die Begleitung und Beratung von Jugendlichen mit Hörbehinderung in der Berufsbildung sichtbar zu machen, den Teilnehmenden Impulse für die eigene Arbeit zu geben und den Austausch zu fördern. Der Workshop findet am 29. Juni 2026 in Zürich auf Deutsch und Französisch statt.
Weitere Informationen

Nationale Austauschwoche: Lernenden Kurzpraktika ermöglichen

Die vierte nationale Austauschwoche (16. bis 20. November 2026) stellt erneut die Berufsbildung ins Zentrum. Movetia ruft die Lehrbetriebe dazu auf, ihren Lernenden ein kurzes betriebliches Praktikum in einer anderen Sprachregion zu ermöglichen. So lernen diese ein neues Arbeitsumfeld und eine andere Kultur kennen. In einem Webinar (27. Mai) erfahren interessierte Betriebe, wie sie Kurzaufenthalte organisieren, welche finanzielle Unterstützung sie beanspruchen und wie sie ihr Engagement nach aussen sichtbar machen können.
Weitere Informationen

SGAB-Tagung: Gesundheit in der Berufsbildung

Wie trägt die psychische, physische und soziale Gesundheit der Lernenden zum Erfolg der Berufsbildung bei? Diese Frage steht im Zentrum der SGAB-Herbsttagung unter dem Titel «Gesunde Lernende – starke Zukunft: Gesundheit als Schlüssel in der Berufsbildung». Der Anlass bietet Inputs aus der Theorie und Lösungsansätze aus der Praxis. In Workshops werden verschiedene Fragestellungen vertieft. Die kostenpflichtige Tagung findet am 26. Oktober 2026 in Olten statt.
Weitere Informationen

SDK-Tagung: Naht- und Schnittstellen neu denken

Die Schweizerische Direktorinnen- und Direktorenkonferenz der Berufsfachschulen (SDK) traf sich am 7. und 8. Mai 2026 in Lugano zur Generalversammlung und zur Fachtagung «Naht- und Schnittstellen neu denken». Es wurden die beiden folgenden Fragen behandelt: Wie können Berufsfachschulen ihre Anliegen gegenüber den Verbundpartnern (SBFI, OdA, Kantone) besser vertreten? Wie lassen sich Berufskundeunterricht und allgemeinbildender Unterricht enger verknüpfen? Diskutiert wurde auch die Idee einer neuen, starken Dachorganisation als Ersatz für die bisherige Dachkonferenz «Table Ronde Berufsbildender Schulen». Die Tagungsunterlagen sind auf der Website der SDK verfügbar.

EHB-Magazin «skilled» zur Qualität in der Berufsbildung

Die Forderung nach Qualität ist in der Berufsbildung allgegenwärtig. Was damit genau gemeint ist, bleibt oft unklar. Für Lernende meint Qualität beispielsweise nicht dasselbe wie für Ausbildende. Die Ausgabe 1/2026 des EHB-Magazins «skilled» spürt dem Qualitätsbegriff nach. Thematisiert werden unter anderem die Ausbildungsqualität in Lehrbetrieben, die intergenerationelle Zusammenarbeit sowie die steigende Zahl von Lehrvertragsauflösungen. Ein Interview mit der Neurowissenschaftlerin Barbara Studer zeigt, was qualitätsvolles Lernen ausmacht und wie Ausbildende die mentale Gesundheit ihrer Lernenden stärken können. Abgerundet wird das Heft mit einem Leitfaden, der Lernenden und Ausbildenden hilft, über die Ausbildungsqualität zu reden.

gibb Berufsfachschule Bern: Die Pionierin feiert 200 Jahre

Die gibb Berufsfachschule Bern ist die grösste und älteste Berufsfachschule der Schweiz. 2026 feiert sie ihr 200-jähriges Bestehen. Sie beschult rund 7000 Lernende in über 70 Berufen. Hinzu kommen je etwa 1000 Studierende in der höheren Berufsbildung und der Berufsmaturität. Vorläuferin der «gibb» war die 1826 gegründete Handwerkerschule Bern. Sie unterrichtete Lernende in Mathematik, Zeichnungslehre, Rechtschreibung und Physik – abends zwischen 19.30 und 21.30 Uhr. 1891 verlegte die Schule den Unterricht in den Nachmittag, 1893 bildete sie die erste «Lehrtochter» aus. 1910 übernahm die Stadt Bern die ursprüngliche Privatschule, 2001 der Kanton Bern. Journal B widmet dem Jubiläum einen Beitrag. Umfassende Einblicke bietet das Jubiläumsmagazin.

Berufliche Grundbildung: Erlass

Das SBFI kommuniziert folgenden Erlass:

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

Tages-Anzeiger: Dossier zur höheren Berufsbildung

Eine Bildungsbeilage des Tages-Anzeigers enthält ein Dossier zur höheren Berufsbildung (HBB). Das Editorial beginnt mit rhetorischen Fragen: «Höhere Berufsbildung? Wissen Sie, was das ist? Oder haben Sie bloss eine diffuse Vorstellung?» Darauf folgt die Feststellung: «Falls Letzteres der Fall ist, sind Sie in bester Gesellschaft.» Das Dossier gibt Gegensteuer und zeigt, was «die unterschätzte Säule des Schweizer Bildungssystems» leistet. Jeder dritte Tertiärabschluss in der Schweiz geht auf ihr Konto. Und sie ermöglicht Karrieren, was drei Erfolgsgeschichten illustrieren. Das Gespräch mit einem Bildungsökonomen thematisiert aber auch Herausforderungen, vor denen die HBB steht – etwa die Konkurrenz durch die Weiterbildungsangebote der Fachhochschulen.

Berufsprüfungen und höhere Fachprüfungen: Entwurf

Der Entwurf folgender Prüfungsordnung (ohne Titeländerung) wurde beim SBFI eingereicht (siehe Bundesblatt vom 1. Mai 2026):

  • Projektleiter/in Sicherheitssysteme (BP)

Mittelschulen und Hochschulen

VD: Akkreditierung FH für Glion Institute of Higher Education

Der Schweizerische Akkreditierungsrat hat das Glion Institute of Higher Education bei Montreux (VD) als Fachhochschulinstitut akkreditiert. Die Schule bildet über 1500 Studierende im Bereich Hospitality und Luxury Management aus. Die Hälfte der Schüler/innen stammt aus dem amerikanischen und asiatischen Raum. Das Glion Institute betreibt weitere Standorte in Bulle (FR) und London.
Weitere Informationen

ZH: Master FH in Public Health

Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) plant für Herbst 2027 am Standort in Winterthur einen Studiengang «Master of Science in Public Health». Die Studierenden lernen, die Gesundheit von Bevölkerungsgruppen zu analysieren, Public-Health-Strategien zu entwickeln und diese in privatwirtschaftlichen und öffentlichen Organisationen sowie in der Gesellschaft als Ganzes umzusetzen. Voraussetzung zur direkten Zulassung ist ein Bachelor in Gesundheitsförderung und Prävention oder in verwandten Studiengängen.
Medienmitteilung

Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung

Weiterbildungsberatung per Chatbot: Forschungsergebnisse

Das vom SBFI geförderte Projekt «Co-Pilot für berufliche Entwicklung» hat ein hybrides Beratungsmodell für KMU im Bereich der Weiterbildung untersucht. Dabei hat ein Chatbot standardisierte Fragen beantwortet, während komplexere Anliegen an eine Beratungsperson weitergeleitet wurden. Im Fokus standen die Branchen Treuhand und Gartenbau. Tests mit über 200 Nutzenden haben gezeigt, dass digitale Angebote insbesondere für jüngere Personen attraktiv sind. Persönliche Beratung bleibt vor allem bei Laufbahnentscheidungen, der Anerkennung von Vorleistungen und der Finanzierung von Weiterbildung wichtig. Die Studie macht deutlich, dass ein Chatbot Orientierung bieten und Beratungsprozesse unterstützen kann, menschliche Beratung jedoch nicht zu ersetzen vermag.
Weitere Informationen

Ethische Richtlinien für Berufsberater/innen

Die International Association for Educational and Vocational Guidance (IAEVG) hat ihre ethischen Leitlinien überarbeitet. Diese unterstützen Fachleute bei professionellen, verantwortungsvollen und sozial gerechten Beratungsprozessen. Die Leitlinien unterstreichen die Bedeutung von Transparenz, Datenschutz und professioneller Verantwortung in der Berufsberatung. Sie stehen neu auch in Deutsch zur Verfügung.

Darstellung des Informatikberufs beeinflusst Berufswahl von Mädchen

Noch immer entscheiden sich nur wenige Mädchen für eine Laufbahn in der Informatik. Während Jungen die Informatik sowohl als technisch herausfordernd als auch als sozial/interaktiv wahrnehmen, sehen Mädchen diese Berufe häufig als rein technisch herausfordernd. Eine Studie der Universität St. Gallen mit 2500 Jugendlichen in der 8. Klasse zeigt, dass für die Berufswahl nicht nur entscheidend ist, welche Anforderungen ein Beruf stellt – sondern auch, wie er vermittelt wird. So steigt das Interesse von Mädchen am Informatikberuf signifikant, wenn dieser in Berufsinformationsvideos mit Fokus auf Teamarbeit und Austausch dargestellt wird. Das Interesse der Jungen hingegen bleibt stabil.
Medienmitteilung

KI bei der Lehrstellensuche: Informationen der BIZ

Rund vier von fünf Personen zwischen 15 und 24 Jahren nutzen gemäss dem BFS generative KI-Anwendungen. Auch die JAMES-Studie zeigt, dass KI-Tools bei Jugendlichen breit etabliert sind. Sie werden vor allem für Schule, Informationssuche und Textproduktion eingesetzt – aber auch für Bereiche, die eng mit Berufswahl und Bewerbungen zusammenhängen. Berufsberatungsstellen reagieren auf diese Entwicklung: Das Laufbahnzentrum der Stadt Zürich und die BIZ des Kantons Bern etwa haben Merkblätter erstellt, die den Einsatz von KI im Bewerbungsprozess thematisieren. Sie betonen, dass persönliche Inhalte und individuelle Motivation zentral bleiben und Texte nicht ungeprüft übernommen werden sollen. Das BIZ Zug seinerseits hat ein Webinar zum Thema «KI in der Lehrstellensuche» durchgeführt.

Arbeitsmarkt

Erwerbstätigkeit von Frauen mit Autismus-Spektrum-Störung

Eine Masterarbeit in Gender Studies befasst sich mit der Erwerbstätigkeit von Frauen, bei denen erst spät eine Autismus-Spektrum-Störung (ASS) diagnostiziert wurde. Die Erwerbsbiografien dieser Frauen sind häufig von Brüchen geprägt – insbesondere aufgrund psychischer Belastungen und herausfordernder Übergänge, etwa beim Einstieg in die berufliche Bildung. Trotz dieser Schwierigkeiten hat Erwerbsarbeit für die betroffenen Frauen einen hohen Stellenwert. Entscheidend für eine gelingende Erwerbstätigkeit ist ein unterstützendes und reizarmes Arbeitsumfeld. Die Masterarbeit weist zudem auf einen Gender Bias in der Diagnostik hin, der häufig zu einer verspäteten Diagnose bei Frauen führt.
Weitere Informationen

KMU-Landschaft in der Schweiz

99,7% aller Unternehmen in der Schweiz sind KMU. Diese reichen vom Ein-Mann/Frau-Betrieb bis zum Unternehmen mit 200 Mitarbeitenden. Drei von vier KMU sind im Dienstleistungssektor tätig. Industrieunternehmen sind grösser, beschäftigungsintensiver und stärker exportorientiert als Dienstleistungsbetriebe. Auffällig ist die Konzentration von Kleinstunternehmen in wissensintensiven und personenbezogenen Dienstleistungen wie Beratung, Gesundheit, Immobilien und kreativen Berufen. Nur etwa jedes zweite neu gegründete Unternehmen überlebt die ersten fünf Jahre. Besonders im Gastgewerbe scheitern viele junge Unternehmen, während der Gesundheitssektor vergleichsweise stabile Entwicklungen zeigt. Diese und weitere Ergebnisse gehen aus der KMU-Studie 2026 der Firma OBT hervor, welche die Zahlen des BFS aus dem Jahr 2023 ausgewertet hat.

KOF: Beschäftigungsindikator 2/2026

Der Beschäftigungsindikator der KOF bleibt im zweiten Quartal 2026 nahe beim Vorquartalswert: Das Urteil der Firmen zum aktuellen Beschäftigungsbestand hat sich fast nicht verändert und Firmen, die in den nächsten Monaten einen Stellenaufbau planen, sind weiterhin zahlreicher als Firmen, die einen Stellenabbau erwarten. Im Grosshandel haben sich die Beschäftigungsaussichten aufgehellt und auch im verarbeitenden Gewerbe hält die Erholung an. Der Indikator liegt jedoch in beiden Branchen weiterhin im negativen Bereich (es sollen mehr Stellen ab- als aufgebaut werden). Im Gastgewerbe, im Detailhandel und bei den übrigen Dienstleistungen haben sich die Beschäftigungsaussichten leicht eingetrübt. Der Beschäftigungsindikator für das Baugewerbe liegt weiterhin auf hohem Niveau.
Medienmitteilung

Schweizerische Arbeitskräfteerhebung im 1. Quartal 2026

Im 1. Quartal 2026 stieg die Erwerbstätigenzahl in der Schweiz gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal um 0,2%. Während die Zahl der ausländischen Erwerbstätigen zunahm (+0,9%), ging jene der schweizerischen Erwerbstätigen leicht zurück (-0,3%). Die Erwerbstätigenquote der 15- bis 64-Jährigen verringerte sich von 79,8% auf 79,3%. Die Erwerbslosenquote erhöhte sich von 4,7% auf 5,2%. Bei den ausländischen Personen stieg sie von 8,2% auf 8,9%, bei den Schweizerinnen und Schweizern von 3,2% auf 3,6%. Dies geht aus der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung des BFS hervor.
Medienmitteilung

Verschiedenes

eduPromptathon: KI in der Bildung gezielt einsetzen

Wie können Bildungsfachleute KI in ihrem Bildungsalltag zielführend und verantwortungsbewusst einsetzen? Antworten liefert der eduPromptathon der EB Zürich. Wie bei einem Hackathon arbeiten die Teilnehmenden in Teams an konkreten Herausforderungen aus ihrer Praxis oder an einer der vier vorgegebenen Challenges: KI in der Berufsbildung einsetzen, Kollaboration zwischen Lernenden, Personalisierung des Lernens, Inklusive Bildung durch KI ermöglichen. Dabei entdecken sie aktuelle KI-Tools und deren Anwendungsmöglichkeiten in der Praxis. Die Teams werden von den Fachleuten der EB Zürich begleitet. Der eduPromptathon findet am 18. und 19. September 2026 in Zürich statt.

Nach oben

Inserate

Weiterbildung Universität Basel: Verleihen Sie Ihrer Karriere neuen Schub!

Lernen hört nie auf – und die Universität Basel unterstützt Sie dabei, fachlich wie persönlich am Puls der Zeit zu bleiben. Mit einem breiten Weiterbildungsangebot auf universitärem Niveau schaffen wir beste Voraussetzungen für Ihr Lifelong Learning.

Entdecken Sie unser Angebot:

  • MBA, MAS, DAS, CAS

  • Weiterbildungs- und Fokuskurse

Jetzt informieren und weiterkommen:
HQFRTFYaAQMfUEZdFCQTHQxRBRlKW1A= | +41 61 207 30 08
www.weiterbildung.unibas.ch