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Ausgabe 20/2025

Berufliche Grundbildung

Fünfte Kosten-Nutzen-Erhebung: Ausbilden lohnt sich

4500 Franken: So viel verdienen Lehrbetriebe im Durchschnitt pro Lehrverhältnis und Lehrjahr. Das zeigt die fünfte Kosten-Nutzen-Erhebung der EHB. Sie stellt die produktive Leistung der Lernenden den Ausbildungskosten gegenüber. Allerdings gibt es zwischen den Berufen grosse Unterschiede. Beim Beruf Elektroinstallateur/in EFZ etwa entsteht über die gesamte Lehrdauer ein durchschnittlicher Gewinn von 47'000 Franken, beim Beruf Polymechaniker/in EFZ hingegen ein durchschnittlicher Verlust von 17'000 Franken. Aber auch in Berufen mit einem Verlust lohnt sich das Ausbilden insgesamt, weil die Verbleibrate nach der Lehre hoch ist – was Rekrutierungs- und Einarbeitungskosten spart. Erstmals wurde auch die Ausbildungsqualität erhoben. Rund 60% der Lehrbetriebe erreichen eine befriedigende bis gute Qualität, 25% eine hervorragende.
Medienmitteilung

Spitzentreffen Berufsbildung: Erhaltung und Stärkung der Attraktivität der Berufsbildung

Unter der Leitung von Bundesrat Guy Parmelin haben die Spitzen der Berufsbildung Massnahmen zur Stärkung der Berufsbildung verabschiedet. Neu richtet der Bund einen Förderschwerpunkt zur betrieblichen Bildung ein. Dafür stellt er drei Millionen Franken für 2026 bis 2028 bereit. Zudem soll eine Expertengruppe Grundlagen erarbeiten, um die Berufsbildung optimal auf gesellschaftliche Erwartungen und Veränderungen der Arbeitswelt auszurichten. Weitere Massnahmen betreffen die Attraktivität der Berufsmaturität, die Sichtbarkeit der höheren Berufsbildung, die Überprüfung des Berufswahlprozesses, die Vereinfachung administrativer Abläufe und den Einsatz Künstlicher Intelligenz. Am Spitzentreffen vertreten waren die Kantone, der Schweizerische Arbeitgeberverband, der Schweizerische Gewerbeverband, der Schweizerische Gewerkschaftsbund, Travail.Suisse sowie das SBFI.
Medienmitteilung

SBFI-Herbsttagung 2025: Unterlagen

Rund 700 Berufsbildungsfachleute trafen sich am 18. November 2025 in Bern zur traditionellen Herbsttagung der Berufsbildung. Staatssekretärin Martina Hirayama erläuterte die aktuellen Arbeiten im SBFI, Bundeskanzler Viktor Rossi sprach über die Bedeutung der Kommunikation in der Berufsbildung, Annatina Aerne von der Universität Lausanne beleuchtete den Wandel in der dualen Berufsbildung und Jürg Schweri von der EHB stellte die Resultate der fünften Kosten-Nutzen-Erhebung vor. Die beiden letztgenannten Referate sind online verfügbar, ebenso die Plakate des Marktes, auf dem sich verschiedene Initiativen aus der Berufsbildung präsentierten. Die nächste Herbsttagung findet am 17. November 2026 statt.

Schweiz holt an den Independent Skills vier Medaillen

Nach dem ausgezeichneten Abschneiden an den EuroSkills 2025 – elf Medaillen, erfolgreichste Nation – glänzte die Schweiz auch an den Independent Skills Championships Europe (ISC-E). Diese fanden im November in Chur und in Salzburg statt. Alle vier Mitglieder des Schweizer Teams gewannen eine Medaille. Gold gab es in der Disziplin «Metal Roofing» (Spengler/in EFZ), Silber in «Glass Construction Technology» (Glaser/in EFZ) und «Butchery» (Fleischfachmann/-frau EFZ), Bronze in «Architectural Stonemasonry» (Steinmetz/in EFZ). Die ISC-E bieten Berufen eine Plattform, die nicht Teil der EuroSkills sind. Apropos EuroSkills: Aufgrund einer Nachzählung gewinnt die Schweiz eine weitere Bronzemedaille. Somit hat sie in den beiden europäischen Wettbewerben total 16 Medaillen gewonnen.
Medienmitteilung

Oertli-Stiftung zeichnet drei Austauschprojekte aus

Vom 24. bis 28. November 2025 fand die Nationale Austauschwoche statt. 4600 Jugendliche entdeckten dabei die sprachliche Vielfalt der Schweiz. Erstmals wurde der von der Oertli-Stiftung initiierte Nationale Austauschpreis verliehen. Den ersten Preis erhielt Mobimmersiv der kaufmännischen Berufsschule Nyon, welche ihr Austauschnetzwerk mit Deutschschweizer Unternehmen nachhaltig erweitert hat. Der zweite Preis ging an das E-Tandem des Kantons Zürich – ein Angebot, das kaufmännischen Berufsschulklassen den virtuellen Sprachaustausch mit Klassen in der Romandie ermöglicht. Den dritten Preis holte das dreiwöchige Berufspraktikum MobilAuto aus Genf: Lernende der Autobranche absolvieren ein dreiwöchiges Praktikum in der Deutschschweiz oder im Tessin.

Ein Metallbaubetrieb setzt auf Social Media

Der Tages-Anzeiger porträtiert einen Metallbaubetrieb, der Kurzvideos für soziale Medien produzieren lässt. Er habe zunehmend Mühe, Lernende zu finden, sagt der Metallbaumeister – auch weil sein Beruf zu wenig bekannt sei. Berufsmessen, Plakate oder gängige Lehrstellenplattformen brächten kaum noch Erfolg. Um die Generation Alpha zu erreichen, sei ein guter digitaler Auftritt entscheidend, ergänzt die Firma Yousty. Ebenso kurze Formate: Jugendliche würden weiterklicken, wenn eine Lehrstellenpräsentation länger als 45 Sekunden dauere.

SGAB-Tagung 2026: Digitale Transformation konkret

Am 12. März 2026 findet an der PH Zürich die Fachtagung «Digitale Transformation konkret – Lerntechnologien in Berufs- und Erwachsenenbildung» statt. Sie wird von der SGAB in Zusammenarbeit mit der PH Zürich und mit ICT-Berufsbildung Schweiz organisiert. Das Programm beinhaltet eine Ausstellung, in der verschiedene Institutionen ihre Angebote vorstellen, drei Impulsreferate sowie dreizehn Workshops. Die Tagung richtet sich an Fachpersonen aus Betrieben, Berufsfachschulen, Weiterbildungsinstitutionen, Kantonen, Organisationen der Arbeitswelt und der Forschung.

Berufliche Grundbildung: Anhörung

Die folgende Verordnung (ohne Titeländerung) über die berufliche Grundbildung wurde zur Anhörung publiziert: 

  • Chemie- und Pharmatechnologe/-login EFZ

Die entsprechenden Dokumente stehen auf der Website des SBFI zur Verfügung.

Berufliche Grundbildung: Erlass

Das SBFI kommuniziert folgenden Erlass:

BL/BS: Handelskammer lanciert Berufsbildungsoffensive

Wirtschaft und Politik beider Basel wollen die Berufsbildung stärken. In beiden Parlamenten wurden dazu koordiniert über ein Dutzend Vorstösse eingereicht. Sie fordern unter anderem mehr Monitoring der Abbruchquoten, eine gleichwertige Darstellung der Berufslehre gegenüber dem akademischen Bildungsweg in Behördenbroschüren sowie die Förderung von MINT-Berufen und von Mädchen in technischen Bereichen. Auch sollen junge Menschen, die das Gymnasium abbrechen, für eine Berufslehre sensibilisiert werden. Heute wechseln viele an die Fach- oder die Wirtschaftsmittelschule. Die Offensive, welche von der Handelskammer beider Basel lanciert wurde, findet politische Unterstützung von links bis rechts. Hintergrund ist die niedrige Abschlussquote auf Sekundarstufe II in der Region (BS 84,5%, BL 90%), wie die Basler Zeitung berichtet.

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

Subjektfinanzierung HBB: SBFI legt Wirkungsevaluation vor

Seit 2018 unterstützt der Bund mit der Subjektfinanzierung Absolvierende von Vorbereitungskursen auf eidgenössische Berufsprüfungen (BP) und höhere Fachprüfungen (HFP) finanziell. Nun liegt die Wirkungsevaluation vor: Zwischen 2018 und 2022 zahlte der Bund an rund 60'000 Personen insgesamt 350 Millionen Franken aus. Damit wurden die kantonalen Beiträge mehr als kompensiert und die finanzielle Belastung der Absolvierenden gesenkt. Parallel dazu haben die Arbeitgeber ihre Beteiligung verringert und die Kurspreise sind gestiegen. Wie sich die Subjektfinanzierung auf die Zahl der HBB-Abschlüsse auswirkt, lässt sich noch nicht beurteilen. Bei den BP-Abschlüssen zeigt sich ein Anstieg von rund 14'500 (2014 bis 2018) auf fast 16'000 pro Jahr (2021 bis 2023) – was aber auch ein Nachholeffekt der Corona-Pandemie sein könnte. Die Zahl der HFP-Abschlüsse stagniert.
Medienmitteilung

SVEB: Weiterbildungsanbieter vorsichtig optimistisch – trotz Druck

Die Weiterbildungsanbieter beurteilen die Branchensituation im laufenden Jahr vorsichtig optimistisch. Das zeigt der SVEB-Branchenmonitor. 52% der Anbieter rechnen mit einer leicht steigenden Nachfrage, 50% beurteilen die Angebotsentwicklung «eher positiv» oder «sehr positiv». Als herausfordernd bezeichnen sie den Fachkräftemangel, die verschärfte Wettbewerbssituation (und den damit verbundenen Werbedruck), die Entwicklung guter Angebote unter steigendem Kostendruck sowie die Anpassung der Angebote an gesellschaftliche sowie technologische Entwicklungen wie Künstliche Intelligenz. Der SVEB-Branchenmonitor basiert auf der Befragung von 355 Weiterbildungsanbietern im Frühling 2025.
Medienmitteilung

Berufsprüfungen und höhere Fachprüfungen: Entwürfe

Die Entwürfe folgender Prüfungsordnungen (ohne Titeländerungen) wurden beim SBFI eingereicht (siehe Bundesblatt vom 13. November, 20. November und 25. November 2025):

  • Baubiologe/-login (BP)

  • Chefmonteur/in Heizung (BP)

  • Chefmonteur/in Lüftung (BP)

  • Energieberater/in Gebäude (BP)

  • Projektleiter/in Gebäudetechnik (BP)

  • Experte/Expertin für gesundes und nachhaltiges Bauen (HFP)

  • Fachexperte/-expertin in Diabetesfachberatung (HFP)

  • Heizungsmeister/in (HFP)

  • Komplementärtherapeut/in (HFP)

Berufsprüfungen und höhere Fachprüfungen: Genehmigungen

Folgende Prüfungsordnungen (ohne Titeländerungen) wurden vom SBFI genehmigt:

  • Elektroprojektleiter/in Installation und Sicherheit (BP) / Elektroprojektleiter/in Planung (BP)

  • Hörsystemspezialist/in (BP)

  • Projektleiter/in Gebäudeautomation (BP)

  • Elektroinstallations- und Sicherheitsexperte/-expertin, dipl. (HFP) / Elektroplanungsexperte/-expertin, dipl. (HFP)

  • Experte/Expertin für Zytodiagnostik (HFP)

Die Prüfungsordnungen werden im SBFI-Berufsverzeichnis aufgeschaltet. 

Mittelschulen und Hochschulen

Studierendenbefragung zur internationalen Mobilität und zu Diskrimierung

Im Jahr 2024 hatten 19% der Studierenden der Schweizer Hochschulen im Verlauf ihres Studiums bereits einmal einen Studienaufenthalt, ein Praktikum oder eine sonstige Mobilitätserfahrung im Ausland absolviert. Der Anteil fiel damit geringer aus als vier Jahre zuvor (2020: 26%). Auch gaben weniger Studierende an, zukünftig einen Studienaufenthalt im Ausland absolvieren zu wollen. Dies sind Ergebnisse einer regelmässigen Befragung des BFS. Die Studierenden wurden auch zu ihrer Gesundheit, zu ihren Finanzen und zu Diskriminierungserfahrungen befragt. Dabei gaben 25% an, innerhalb der Hochschule diskriminiert worden zu sein, am häufigsten aufgrund des Geschlechts, der Sprache oder der Nationalität. Frauen (31%) sind deutlich häufiger betroffen als Männer (18%). Besonders stark betroffen sind zudem Studierende mit Gesundheitsproblemen und Studierende mit Migrationshintergrund.
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Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung

Zwei Projekte für berufliche Orientierung ausgezeichnet

Der Richard-Beglinger-Preis ist eine Auszeichnung für innovative Projekte zur beruflichen Orientierung und zur Berufsfindung von Jugendlichen. Er wird alle zwei Jahre vom Dachverband LCH vergeben. Im Jahr 2025 wurden zwei Projekte prämiert: Im ersten Projekt «Lernende bauen Zukunft» aus dem Kanton Schaffhausen planen Lernende aus dem Bereich Bau und Handwerk eigenständig reale Bauprojekte und setzen sie um. Zudem bietet das Projekt Angebote zur Berufsorientierung wie Schulbesuche von Lernenden und Bewerbungstrainings. Das zweite Projekt ermöglicht Schülerinnen und Schülern der Integrationsklasse am Zentrum für Brückenangebote Basel, bei einem wöchentlichen Praxistag auf dem Biohof Waldenstein praktische und soziale Grundkompetenzen zu erwerben und damit ihre Chancen auf eine Lehrstelle zu verbessern.

VD: Massnahmen zur Förderung der Berufsbildung

Die Schüler/innen am Ende der obligatorischen Schulzeit sowie ihre Eltern haben ein positives Bild der Berufsbildung. Zu diesem Schluss kommt eine Befragung im Kanton Waadt. Trotzdem stagniert der Anteil der Schüler/innen, die direkt in eine Berufslehre einsteigen, im Kanton Waadt seit Jahren bei tiefen 20%. Aus der Befragung geht hervor, dass die Schüler/innen unzureichend informiert sind und Angst vor zu viel Verantwortung in einer Berufslehre haben oder gar denken, im gewählten Beruf «blockiert» zu sein. Angesichts dieser Feststellungen lanciert der Kanton im Jahr 2026 eine Kampagne, die die Lehre als Quelle der Freude präsentiert (gemäss Befragung ist Freude die Motivation Nr. 1 bei den Jugendlichen). Die Kampagne umfasst Plakate, Videos auf sozialen Netzwerken und eine Website. Ausserdem stärkt das kantonale Amt für Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung seine Sichtbarkeit bei den Jugendlichen und testet 2026/2027 ein Tool zur Beurteilung von übergreifenden Kompetenzen.
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Arbeitsmarkt

2024 lag der Medianlohn bei 7024 Franken

Der Medianlohn einer Vollzeitstelle in der Gesamtwirtschaft (privater und öffentlicher Sektor) belief sich im Jahr 2024 auf 7024 Franken brutto pro Monat. Jede zehnte arbeitnehmende Person bezog einen Tieflohn und verdiente weniger als 4635 Franken pro Monat. Zwischen den Wirtschaftszweigen waren grosse Lohnunterschiede zu beobachten: Während in der Pharmaindustrie (10'159 Franken) und bei den Banken (10'723 Franken) hohe Löhne ausbezahlt wurden, waren die Löhne in der Gastronomie (4744 Franken) tief. Die Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern nahmen weiter ab. Knapp ein Drittel der Arbeitnehmenden erhielt im Jahr 2024 Boni mit einem Jahreswert von durchschnittlich 11'967 Franken. Die allgemeine Lohnpyramide hat sich zwischen 2008 und 2024 kaum verändert. Dies geht aus den ersten Ergebnissen der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung 2024 des BFS hervor.
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Fachkräftemangel-Index 2025

Der Fachkräftemangel in der Schweiz nimmt 2025 das zweite Jahr in Folge spürbar ab. Der Fachkräftemangel-Index fällt um rund 22% gegenüber dem Jahr 2024 und nähert sich damit dem Niveau vor der Corona-Pandemie an. Die Zahl offener Stellen ist um 8% gesunken, während die Arbeitslosenquote von 2,3% auf 2,8% gestiegen ist. Nach wie vor vom Fachkräftemangel betroffen sind Gesundheitsberufe, die Bauführung, technische Fachkräfte sowie Elektronikberufe. In allen Gruppen hat der Mangel gegenüber dem Vorjahr jedoch abgenommen. Ein Überangebot an Fachkräften zeigt sich bei Berufsgruppen mit hoher Exponierung gegenüber Künstlicher Intelligenz, namentlich bei Büro-, Verwaltungs- und kaufmännischen Fachkräften sowie bei ICT- und Informatikberufen. Hier ging die Zahl offener Stellen stark zurück und die Arbeitslosigkeit stieg. Dies sind einige Ergebnisse des Fachkräftemangel-Index 2025 von Adecco und der Universität Zürich.
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Beschäftigungsbarometer im 3. Quartal 2025

Im 3. Quartal 2025 ist die Gesamtbeschäftigung (Anzahl Stellen ohne Landwirtschaft) in der Schweiz im Vergleich zum Vorjahresquartal um 0,1% gestiegen. Während die Beschäftigung im tertiären Sektor um 0,2% anstieg, hat sie im sekundären Sektor um 0,7% abgenommen. Die Unternehmen meldeten 88'400 offene Stellen, das sind 10,5% weniger als im Vorjahresquartal. Die Schwierigkeiten bei der Rekrutierung von qualifizierten Arbeitskräften haben weiter abgenommen. Trotz gedämpfter Erwartungen der Unternehmen, zeigen sich die Beschäftigungsaussichten auf stabilem Niveau. Der Anteil der Unternehmen, die kurzfristig eine Erhöhung der Belegschaft planen, lag bei 9,8% (11,0% im Vorjahresquartal) und jener, die einen Abbau beabsichtigen, bei 5,4% (5,1% im Vorjahresquartal). Dies geht aus den neuen Zahlen des BFS hervor.
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MEM-Branche in ungünstiger Lage

Drei von vier Unternehmen der MEM-Industrie beurteilen ihre aktuelle Lage als ungünstig. Rund die Hälfte der Betriebe meldet rückläufige Auftragseingänge und Umsätze, jedes vierte Unternehmen muss geplante Investitionen aufschieben. Auch der Anteil der Betriebe mit Kurzarbeit ist gestiegen: Aktuell nutzen 21% dieses Instrument. Dies zeigt der Wirtschaftsbarometer von Swissmechanic vom November 2025. Die MEM-KMU stehen seit längerem vor Herausforderungen – geprägt von schwacher Nachfrage, Fachkräftemangel, der anhaltenden Stärke des Schweizer Frankens und den Folgen der US-Zölle. Trotz dieser Belastungen zeigen viele MEM-KMU eine bemerkenswerte Widerstandskraft und Anpassungsfähigkeit, schreibt der Verband.
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Arbeitnehmende über 55 Jahre werden diskriminiert

Obwohl die Kompetenzen der Erwerbstätigen über 55 geschätzt werden und vielerorts Fachkräftemangel besteht, gibt es auf dem Schweizer Arbeitsmarkt eine stark ausgeprägte Altersdiskriminierung. Dies zeigt eine Studie des Personaldienstleisters von Rundstedt, bei der über 1500 Personen aus dem HR-Management sowie Führungskräfte befragt wurden. 77% der Befragten beobachten in ihrem Unternehmen Altersdiskriminierung. Selbst hohe Motivation und Eigeninitiative schützen ältere Arbeitskräfte kaum. Zwar befürworten viele Unternehmen (68%) eine gezielte Rekrutierung von Personen über 55 Jahren, aber nur wenige (rund 20%) setzen diese Absicht auch um. Nach wie vor setzen viele Unternehmen stärker auf Frühpensionierung, statt Mitarbeitende über das Pensionierungsalter hinaus zu beschäftigen.
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Barometer Gute Arbeit 2025

83% der Schweizer Arbeitnehmenden sind mit ihrem Job zufrieden, doch gleichzeitig nehmen Stress und Erschöpfung zu: Über 40% der Arbeitnehmenden fühlen sich häufig gestresst und sind am Abend emotional erschöpft. Die Hälfte leistet regelmässig Überstunden, und fast ein Viertel arbeitet mehr als zehn Stunden pro Tag. Gleichzeitig nimmt die ständige Erreichbarkeit zu – für viele wird es immer schwieriger, Beruf und Privatleben zu vereinbaren. Das sind Ergebnisse des «Barometers Gute Arbeit 2025» von Travail.Suisse. Der Verband kommt zum Schluss, dass die Qualität der Arbeitsbedingungen in der Schweiz insgesamt stabil ist, die psychische Gesundheit der Arbeitnehmenden sich aber weiter verschlechtert hat. Travail.Suisse fordert deshalb eine Begrenzung der Überstunden und einen besseren Zugang zur Weiterbildung. Demgegenüber betont der Schweizerische Arbeitgeberverband, dass Stress nicht ausschliesslich am Arbeitsplatz entsteht. Er verweist zudem auf das bereits bestehende Engagement wie Gesundheitsprogramme und Teilzeitmodelle.

Verschiedenes

Unternehmerisches Denken und Handeln in der Schweizer Bildungslandschaft

Der Bundesrat hat in Erfüllung eines Postulats einen Bericht zum unternehmerischen Denken und Handeln im Schweizer Bildungssystem verabschiedet. Fazit: Unternehmergeist wird auf allen Bildungsstufen gefördert. Der Begriff wird breit interpretiert: Gemeint sind Kompetenzen wie Kreativität, Problemlösung, Teamfähigkeit und Eigenverantwortung. Diese werden bereits in der Volksschule vermittelt. An Gymnasien wird Unternehmergeist im Grundlagenfach «Wirtschaft und Recht» thematisiert. In der Berufsbildung ist er durch die Nähe zur Praxis verankert, wird aber auch durch verschiedene Projekte gefördert. Auf der Tertiärstufe gibt es ebenfalls vielfältige Qualifizierungsangebote. Der Bundesrat sieht daher keinen Handlungsbedarf, betont aber die Bedeutung unternehmerischer Kompetenzen für Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit.
Medienmitteilung

BFS: Bildungsstand nach Wohnort

Das BFS hat eine interaktive Karte veröffentlicht, die für jede Gemeinde den Anteil der 25- bis 64-Jährigen mit nachobligatorischem Bildungsabschluss (Sekundarstufe II oder Tertiärstufe) und ohne nachobligatorischen Bildungsabschluss anzeigt. Die Informationen werden standardmässig nach Gemeinde angezeigt, können aber sehr detailliert bis auf Hektar-Ebene (100 x 100 Meter) abgerufen werden; ebenso können Informationen nach raumbezogenen statistischen Grundeinheiten (USPAT1) abgerufen werden. Die Daten decken die Jahre 1990 und 2000 sowie den Zeitraum 2017 bis 2022 ab. Auf dieser Datengrundlage hat RTSinfo eine Karte mit Zoom-Funktion erstellt, die für jeden Hektar den dominierenden Bildungsstand im Jahr 2022 anzeigt.

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Inserate

Future Night 2026 – Wie die Digitalisierung die Bildung herausfordert

Die Edubase Future Night widmet sich den Chancen und Herausforderungen digitaler Transformation in der Bildung. Drei Keynotes beleuchten unterschiedliche Perspektiven: Dr. Thomas Bolli zeigt, wie die duale Berufsbildung auf technologische Umbrüche reagiert. Prof. Dr. Philipp Gonon präsentiert Forschung zu Hoffnungen und Motiven von Schulleitungen in der digitalen Transformation. Dr. Barbara Studer erklärt, wie digitale Medien Lernprozesse beeinflussen und Achtsamkeit fördern können.
Mit Mini-Expo, Apéro-riche und Networking. Mittwoch, 21. Januar 2026 | 17.15 Uhr | Careum Auditorium Zürich | Eintritt frei, Plätze begrenzt – jetzt anmelden!