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Ausgabe 08/2021

Berufliche Grundbildung

Allgemeinbildung 2030

Im Rahmen des Projektes "Allgemeinbildung 2030" hat das vom SBFI mandatierte Büro "Interface Politikstudien Forschung Beratung" eine Auslegeordnung zum aktuellen Stand und zur Weiterentwicklung der Allgemeinbildung in der Berufsbildung erstellt. Die vorliegende Studie zeigt, dass die Bedeutung der Allgemeinbildung von allen Verbundpartnern anerkannt und geschätzt wird. Es besteht ein grundsätzlicher Konsens darüber, welche Themen Fragen aufwerfen und in welchen Punkten Handlungsbedarf besteht.
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Berufliche Grundbildung: Erlass

Das SBFI kommuniziert folgenden Erlass:

Radiotag zur Berufsbildung

Am Mittwoch, 5. Mai 2021, findet zum 13. Mal der Interkantonale Tag der Berufsbildung statt – auch Radiotag genannt. Rund 28 Regionalradios in 21 Kantonen berichten über aktuelle Themen der Berufsbildung; im Fokus stehen die Lehrstellensituation (Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Lehrstellenmarkt) und der Berufswahlprozess. Das detaillierte Programm wird kurz vor Durchführung auf der Website des Radiotags publiziert.

EHB-Studie zu Corona: Weniger gelernt an der Berufsfachschule

Der Fernunterricht hat auch die Lehrpersonen an Berufsfachschulen belastet: Um die Unterrichtsqualität zu gewährleisten, mussten sie einen deutlichen Mehraufwand leisten. Als besonders herausfordernd empfanden die Lehrpersonen den Unterrichtsprozess. Zum einen beurteilten die Lehrpersonen den fehlenden persönlichen Kontakt zu den Lernenden als Schwäche des Fernunterrichts. Zum anderen bekundeten sie im Fernunterricht Schwierigkeiten in den Bereichen Lernbegleitung und Unterrichtsgestaltung sowie bei der Unterstützung von selbstgesteuertem Lernen und beim Prüfen. Zusätzlich gaben die Lehrpersonen an, dass die Lernenden im Fernunterricht weniger gelernt hätten. Dies sind Ergebnisse einer Befragung von 185 Lehrpersonen durch das EHB.

Kauffrau/-mann EFZ: Aktuelles zur Revision

2022 soll die neue, überarbeitete kaufmännische Grundbildung in Kraft treten. Zukünftig sollen die Lernenden nicht mehr in klassischen Fächern ausgebildet werden, sondern in Handlungskompetenzbereichen. Weiter sollen die Profile B und E zusammengelegt und der Fremdsprachenunterricht neu geregelt werden. Die Akteure im Bildungssystem konnten sich bis zum 20. April 2021 im Rahmen der nationalen Anhörung zu den neuen Unterlagen äussern. Momentan wertet das SBFI die zahlreich eingegangenen Stellungnahmen aus und bereitet sie für die verbundpartnerschaftliche Entscheidfindung vor. Ein Konzept zur Vermittlung der Fremdsprachen ist erarbeitet worden und wird gegenwärtig unter den Partnern diskutiert. Mit dem Konzept wird das Ziel verfolgt, dass alle Lernenden Kenntnisse in zwei Fremdsprachen (davon eine Landessprache) erwerben. Ein Bericht der "NZZ am Sonntag" vom 4. April 2021 nimmt verschiedene Stimmen zur Revision auf. Einen Überblick über die geplanten Neuerungen findet sich auf der SKKAB-Website. Über den Projektfortschritt wird laufend auf der SBBK-Website in der Rubrik "Aktuell" informiert.

FR: Gewerkschaft kritisiert Missbrauch der Vorlehre

Laut der Gewerkschaft Syna lassen einige Freiburger Arbeitgeber Jugendliche glauben, sie würden einen Vorlehrvertrag unterzeichnen. In der Tat handelt es sich jedoch um normale Arbeitsverträge, die vom kantonalen Amt für Berufsbildung nicht mitunterzeichnet werden. Die betroffenen Jugendlichen profitieren somit auch nicht von den Rahmenvorgaben für die Vorlehre: garantierte Betreuung, Teilnahme an Kursen oder Lohn im Umfang von 80% des Lohnes eines Lernenden im 1. Ausbildungsjahr. Arzt- und Zahnarztpraxen, Coiffeurgeschäfte usw. profitieren auf diese Art und Weise von billigen Arbeitskräften. In ihrer Medienmitteilung fordert die Gewerkschaft Syna die kantonalen Stellen auf, ihre Kontrollen zu intensivieren und kündigt eine baldige Motion zu Handen des Grossen Rats an. Ein Artikel in der Zeitung La Liberté beleuchtet die Standpunkte der Syna und verschiedener öffentlicher Dienststellen.

GE: Vorberufliche Betriebspraktika gegen Ausbildungsabbrüche

In Genf können Jugendliche mit schulischen Problemen künftig in einem Unternehmen Arbeitsluft schnuppern. Das Angebot, das das Genfer Departement für Erziehung, Bildung und Jugend gemeinsam mit dem Westschweizer Arbeitgeberverband Fédération des Entreprises Romandes entwickelt hat, ergänzt die bestehenden Brückenangebote im Rahmen der obligatorischen Ausbildung bis 18 Jahre im Kanton Genf. Seit März 2021 beteiligen sich zehn Unternehmen am Programm und nehmen jeweils mindestens zwei Schüler/innen in ihrem Betrieb auf. Den Jugendlichen stehen je nach ihren Bedürfnissen drei Möglichkeiten offen: Entweder können sie ein bis drei Wochen lang einen Beruf kennenlernen, anlässlich eines vier- bis achtwöchigen Aufenthalts in einem Betrieb herausfinden, ob sie ihre beruflichen Pläne weiterverfolgen möchten, oder bei einer drei- bis zehnmonatigen bezahlten Tätigkeit (es wird ein halber Lernendenlohn ausgerichtet) erste Arbeitserfahrungen sammeln.
Weitere Informationen: Medienmitteilung, Präsentation

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

Travail.Suisse will Chancengerechtigkeit in der Weiterbildung verbessern

Menschen mit Sehbehinderung und Blindheit respektive mit Hörbehinderung und Taubheit sollen einen besseren Zugang zur Weiterbildung erhalten. Dies sind zwei Projekte, die Travail.Suisse mit Unterstützung des SBFI zwischen 2021 und 2024 vorantreiben möchte. Im Rahmen eines dritten Projekts sollen die Inhalte der Gesamtarbeitsverträge und ihr Beitrag zur Weiterbildung von geringqualifizierten Personen untersucht werden. Unter anderem sollen die Sozialpartner dazu bewegt werden, neue Weiterbildungsregelungen in ihre GAV aufzunehmen, welche die Weiterbildung für geringqualifizierte Arbeitnehmende besser zugänglich machen.
Medienmitteilung

Berufsprüfungen und höhere Fachprüfungen: Vernehmlassungen

Die Entwürfe folgender Prüfungsordnungen (ohne Titeländerungen) wurden im Bundesblatt vom 21. April und vom 23. April 2021 zur Vernehmlassung ausgeschrieben:

  • Aussenhandelsfachmann/-frau (BP)

  • Fachmann/-frau für Personalvorsorge (BP)

  • Fachmann/-frau Unternehmensführung KMU (BP)

  • Spezialist/in in Unternehmensorganisation (BP)

  • Betriebswirtschafter/in KMU (HFP)

  • Aussenhandelsleiter/in, dipl. (HFP)

  • Pensionskassenleiter/in (HFP)

Berufsprüfungen und höhere Fachprüfungen: Genehmigungen

Folgende Prüfungsordnungen (ohne Titeländerungen) wurden vom SBFI genehmigt:

  • Chef/in Bäcker/in-Konditor/in-Confiseur/in (BP)

  • Sozialbegleiter/in (BP)

  • Sozialversicherungs-Fachmann/-frau (BP)

Die Prüfungsordnungen werden im SBFI-Berufsverzeichnis aufgeschaltet.

Digital Collaboration Specialist: Neue BP in Planung

ICT-Berufsbildung Schweiz und der Kaufmännische Verband Schweiz erarbeiten gegenwärtig die neue Berufsprüfung Digital Collaboration Specialist. Sie richtet sich an Berufsleute aus kaufmännisch-betriebswirtschaftlichen Bereichen. Digital Collaboration Specialists arbeiten an der Schnittstelle von Technik, Kommunikation sowie Personalentwicklung und verantworten den professionellen Einsatz und die Nutzung von digitalen Produkten für die Kommunikation, die Administration oder andere Geschäftsbereiche. Ausserdem stellen sie sicher, dass Mitarbeitende, Kundinnen und Kunden im Umgang mit digitalen Produkten sowie in der digitalen Zusammenarbeit befähigt werden. Gemäss Auskunft der Trägerschaft soll die öffentliche Vernehmlassung beim SBFI bereits im Mai 2021 starten. Anbieter von Vorbereitungskursen sind noch nicht bekannt.
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Neue eidg. Prüfungen im sozialen und sozialmedizinischen Bereich geplant

Die Trägerschaft Eidg. Prüfungen für Führungsaufgaben im sozialen und sozialmedizinischen Bereich entwickelt zurzeit die Berufsprüfung Teamleiter/in in sozialen und sozialmedizinischen Organisationen sowie die höhere Fachprüfung Leiter/in von sozialen und sozialmedizinischen Organisationen. Sie sollen die bestehende Berufsprüfung Teamleiter/in in sozialen und sozialmedizinischen Institutionen sowie die aktuelle höhere Fachprüfung Institutionsleiter/in im sozialen und sozialmedizinischen Bereich, dipl., ersetzen. Gemäss Auskunft der Trägerschaft ist die Inkraftsetzung der Prüfungsordnungen im Laufe des Jahres 2022 geplant.

Aufhebung BP Mediamatiker/in geplant

ICT-Berufsbildung Schweiz hat angekündigt, die Prüfungsordnung über die Berufsprüfung für Mediamatiker/in vom 21. Februar 2012 ersatzlos aufzuheben. Eine letzte Prüfung soll 2022 stattfinden. Das Datum der Publikation der Aufhebung im Bundesblatt ist noch nicht bekannt. Die Trägerschaft begründet die geplante Aufhebung mit mangelnder Attraktivität resp. Nachfrage.

Mittelschulen und Hochschulen

Projekt "Weiterentwicklung der gymnasialen Maturität"

Das Projekt "Weiterentwicklung der gymnasialen Maturität" (WEGM) der EDK und des WBF hat zum Ziel, die Qualität der gymnasialen Maturität zu sichern sowie den prüfungsfreien Zugang zu den universitären Hochschulen langfristig zu garantieren. Dafür werden der Rahmenlehrplan (RLP) aktualisiert und das Maturitätsanerkennungsreglement (MAR) wie auch die Maturitätsanerkennungsverordnung (MAV) von 1995 revidiert. Auch aktuellen Herausforderungen wie der Globalisierung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit soll das Projekt Rechnung tragen. Eine Website gibt Einblick in das Projekt und informiert über den aktuellen Stand der Arbeiten.

BS: Master in Fachdidaktik

Im Herbstsemester 2021 startet der neue Master in Fachdidaktik als Joint Degree der Universität Basel und der Pädagogischen Hochschule FHNW. Bisher waren die Fachdidaktiken nur als Vertiefungsrichtungen des Masters in Educational Sciences abgedeckt, nun wird er zum eigenständigen Studiengang. Fünf Vertiefungsrichtungen werden angeboten und qualifizieren für den Einstieg in eine Lehrtätigkeit an einer Hochschule, aber auch für die Mitarbeit in fachdidaktischen Forschungs- und Entwicklungsprojekten oder für die Öffentlichkeitsarbeit von Bildungseinrichtungen, Museen und Stiftungen sowie für Tätigkeiten in der Erwachsenenbildung.

ZH: Studie zu den nichtgymnasialen Mittelschulen

Die Fachmittelschule (FMS), die Handelsmittelschule (HMS) und die Informatikmittelschule (IMS) tragen dazu bei, den Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften in den Bereichen Gesundheit, Pädagogik oder Informatik zu decken. Ein neuer Bericht aus dem Kanton Zürich legt die Bedeutung der nichtgymnasialen Mittelschulen dar und zeigt mögliche Entwicklungsfelder auf. So empfiehlt der Bericht eine Erhöhung der FMS-Quote (aktuell 1,9%). Dafür seien zusätzliche Standorte erforderlich.

Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung

IDES: Übersicht kantonale Brückenangebote 2021/2022

Das Informations- und Dokumentationszentrum IDES der EDK hat das Dossier "Brückenangebote in den Kantonen" für das Schuljahr 2021/2022 aktualisiert. Das Dossier enthält einen Überblick über schulische, kombinierte und integrative Brückenangebote in den Kantonen sowie weitere Informationen, zum Beispiel zu den Kosten der Angebote.

Nutzen und Risiken von Praktika

Praktika können einerseits wertvolle Arbeitserfahrungen vermitteln und die Chancen für den Berufseinstieg erhöhen. Andererseits bergen sie Risiken wie unangemessene Entlöhnung, mangelnde Betreuung und falsche Versprechen auf eine Festanstellung. Travail.Suisse und seine Jugendkommission Jeunesse.Suisse fordern nun in einem Positionspapier eine vertiefte Untersuchung der Praktikasituation in der Schweiz (Verbreitung, Rahmenbedingungen, Auswirkungen für die Absolvierenden) sowie klare Regelungen und Mindeststandards. Missbräuchliche Praktika (Lohndumping) sollen sanktioniert werden. Für angehende Praktikantinnen und Praktikanten wurde eine Checkliste erarbeitet.

Broschüre: Einsatzmöglichkeiten für die Umwelt

Die OdA Umwelt hat die Broschüre "Dein Einsatz für die Umwelt – Praktika, Freiwilligenarbeit & Zivildiensteinsätze" aktualisiert. Sie gibt einen Überblick zu den verschiedenen Akteuren im Umweltbereich im In- und Ausland sowie ihren Angeboten. Auf umweltprofis.ch sind Informationen rund um den Ein- oder Umstieg in die Umweltbranche gebündelt; via Matching-Tool werden aufgrund der eigenen Vorbildung, Kompetenzen und Interessen passende Aus- und Weiterbildungen angezeigt.

Ostschweiz: Gewerbeverbände starten Lehrstellenbörse

Junge Leute sollen trotz Corona eine Lehrstelle finden – dies ist das Ziel einer neuen Lehrstellenbörse verschiedener Ostschweizer Kantone (SG, GR, TG, GL, AR), an der sich auch LU und SH beteiligen. Auf der Plattform können die Betriebe ihre offenen Lehrstellen eintragen. In regelmässigen Abständen finden dann virtuelle Treffen statt: Die Jugendlichen können sich für 15-minütige Erstgespräche mit den Anbietern anmelden; hierbei geht es vor allem darum, sich gegenseitig kennenzulernen und das weitere Vorgehen zu besprechen.

BE: Erste Vorlehre-Börse

Aufgrund ihrer persönlichen, schulischen oder sprachlichen Voraussetzungen gelingt nicht allen Jugendlichen der Einstieg in den gewünschten Lehrberuf auf Anhieb. Dann kann eine Vorlehre das passende Brückenangebot sein. Im Kanton Bern wird dafür eine eigene Börse geschaffen, die Vorlehre-Börse. Sie findet am 11. Mai 2021 statt. Die Kandidatinnen und Kandidaten werden vor Ort an der Berufsfachschule Bern gibb betreut. Via Microsoft Teams werden sie den Vorlehre-Betrieben zugeschaltet.

FR: Kanton unterstützt Jugendliche in der Gesundheitskrise

Der Grosse Rat des Kantons Freiburg hat ein Postulat angenommen, das Massnahmen fordert, mit denen verhindert werden soll, dass Jugendliche während der Gesundheitskrise ihre Ausbildung abbrechen. Konkret sollen die bestehenden Dienstleistungen und Programme erfasst werden, die Bedürfnisse der Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 13 und 30 Jahren hinsichtlich Berufsberatung und berufliche Integration ermittelt und die festgestellten Lücken geschlossen werden. Ein Artikel in den Freiburger Nachrichten liefert weitere Informationen zum Thema. Die weiteren Vorstösse und Geschäfte, die in den Kantonsparlamenten und im Bundesparlament im Bereich Bildung behandelt werden, sind in der monatlichen Übersicht des Informationsdienstes IDES der EDK aufgelistet

VS: Reorganisation der Berufsberatung

Der Walliser Staatsrat hat beschlossen, die beiden Ämter für Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung Brig und Sitten zusammenzulegen. Die beiden Ämter, die heute der Dienststelle für Berufsbildung (DB) angehören, sollen in die Dienststelle für Hochschulwesen (DH) integriert werden, und auch die Aufgaben im Bereich Weiterbildung werden dieser Dienststelle angegliedert. Die Fachstelle Berufsabschluss für Erwachsene bleibt der DB angegliedert. Eine Arbeitsgruppe wird die neue Organisation in die Wege leiten und soll sicherstellen, dass Synergien geschaffen und die Herausforderungen für die Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung im Wallis gemeistert werden können. 
Weitere Informationen: Medienmitteilung, Artikel im Le Nouvelliste

Arbeitsmarkt

KV-Lehrabgänger/innen: Jobsuche ist schwieriger geworden

Seit mehr als 14 Jahren befragt der Kaufmännische Verband Schweiz die KV-Lehrabgänger/innen in der Schweiz zu den Arbeitsbedingungen in der Lehre, zum Übertritt ins Berufsleben und zu ihren Zukunftsplänen. Die aktuelle Umfrage zeigt, dass junge Berufsleute mehr Mühe hatten, auf dem Arbeitsmarkt Fuss zu fassen: Ende 2020 befanden sich 9,1% der befragten KV-Lehrabgänger/innen auf Stellensuche (+3% im Vergleich zum Vorjahr). Auch die Anzahl unsicherer Arbeitsverhältnisse (befristete Arbeitsverträge und Teilzeitstellen) hat zugenommen.

Eingliederungserfolg der IV-Stellen auch im Covid-Jahr

Lockdown, Homeoffice-Pflicht und viele weitere Unwägbarkeiten erschwerten im vergangenen Jahr die Eingliederungsarbeit. Trotzdem konnten 2020 die IV-Stellen 21'678 Personen in den ersten Arbeitsmarkt integrieren. Dies teilt die IV-Stellen-Konferenz mit. Die berufliche Eingliederung bedeutet nicht immer die Vermittlung einer neuen Arbeitsstelle, sondern in vielen Fällen den Erhalt des aktuellen Arbeitsplatzes durch Massnahmen der Früherkennung und der Frühintervention. So konnten 14'482 Personen dank Unterstützung der IV ihren Arbeitsplatz behalten und 7196 Personen fanden eine neue Arbeitsstelle ausserhalb ihres Unternehmens.
Medienmitteilung

Schweizerische Arbeitskräfteerhebung 2019-2020

Aus der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (SAKE) von 2019 und 2020 geht hervor, dass in der Schweiz knapp drei Viertel der Arbeitnehmenden ihre Arbeitsstunden erfassen (EU: 58,1%). Dafür sind vorgegebene Arbeitszeiten in der Schweiz weniger verbreitet (CH: 49,2%; EU: 60,1%). 60,4% der Erwerbstätigen in der Schweiz profitieren von einer hohen Arbeitsautonomie, das heisst sie haben Einfluss auf den Inhalt und die Reihenfolge ihrer Aufgaben. Nur 13,5% der Erwerbstätigen haben wenig oder gar keinen Einfluss darauf. Auffallend ist eine starke Zunahme der Teleheimarbeit (gelegentlich Teleheimarbeit 2019: 24,6%, 2020: 34,1%). Zudem leisteten 2020 18,2% der Erwerbstätigen regelmässig Samstagsarbeit und 9,3% regelmässig Sonntagsarbeit.
Medienmitteilung

Zwei von drei offenen Stellen verlangen explizit Sozialkompetenzen

69% der Stelleninserate enthalten Angaben zu gewünschten Sozialkompetenzen; dabei handelt es sich in 38% der Fälle um kommunikative Kompetenzen, gefolgt von den Kategorien "kooperativ" (33%), "angenehm" (32%) und "durchsetzungsfähig" (21%). Dies zeigt eine Auswertung durch den Stellenmarkt-Monitor Schweiz. Basis bilden Job-Index-Daten von Adecco für den Zeitraum vom 1. Quartal 2016 bis zum 1. Quartal 2021, welche Daten aus den zwölf grössten Schweizer Stellenbörsen umfassen, sowie Daten von rund 1350 Unternehmenswebsites. Sozialkompetenzen sind besonders in den Berufen von Handel und Verkauf, Management und Organisation, Finanz und Treuhand sowie im Büro und in der Verwaltung gefragt; in vielen Berufen werden sie aber vorausgesetzt und nicht explizit genannt, so für Berufe des Unterrichts.

Verschiedenes

ZH: Programm für digitalen Wandel auf der Sekundarstufe II

Lernende der Sekundarstufe II sollen optimal auf den Berufseinstieg oder die weitere schulische Laufbahn vorbereitet werden. Deshalb startete das Mittelschul- und Berufsbildungsamt des Kantons Zürich (MBA) das Programm "Digitaler Wandel an den kantonalen Schulen der Sekundarstufe II" (DiWaSek II). Damit werden innovative Lehr- und Lernformen gefördert, die Weiterbildung von Lehrpersonen gezielt unterstützt, eine zeitgemässe Infrastruktur bereitgestellt und der Vor-Ort-Support gestärkt. Zum Programm gehört auch ein monatlich erscheinender Newsletter.

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Inserate

Ideal für Quereinsteigende: Fortbildung "Sachbearbeiter/-in edupool.ch"

Ein Sachbearbeiter-Abschluss mit dem schweizweit anerkannten Label edupool.ch ist die ideale Zwischenstufe auf dem Weg in die höhere Berufsbildung – auch ohne KV. Die offenen Zulassungsbedingungen ermöglichen erfahrenen Praktiker/-innen und Quereinsteigenden, sich grundlegendes Fachwissen anzueignen und sich im kaufmännischen Bereich weiterzuentwickeln. Das Programm mit acht verschiedenen Ausrichtungen ist eine attraktive Alternative in der individuellen Laufbahnplanung.

CAS Lehren und Lernen digital – Digitale Bildung auf der Sek-II-Stufe

In diesem CAS werden bewährte Inhalte aus dem Bereich Unterrichten mit digitalen Medien mit innovativen Ideen ergänzt. Teilnehmende beschäftigen sich mit digitalen Kompetenzen von Lernenden, dem digitalen Wandel und den Auswirkungen auf den Unterricht sowie dem spielerischen digitalen Lernen. Es besteht die Möglichkeit, sich in die E-Didaktik oder den päd. ICT-Support zu vertiefen und eigene Ideen zu verwirklichen.

Start: August 2021

phzh.ch/cas-lehren-lernen-digital