Volksschule: Abnehmerorientiert denken nötig
Soumis par Alfred Breu le 24. juin 2010 - 12:39
Was 770 Betriebe über die Deutsch- und Mathematikkompetenzen der Abgänger/-innen der Volksschule berichten, hätte man es schon lange wissen können, wenn man die Berufsschulen gefragt hätte oder sich diese etwas mehr äussern würden. Es ist eine Tatsache, dass je nach Beruf und damit der Anforderungen an die schulischen Kenntnisse zwischen 25 und 50% der Lehrlinge in den Mathematik-Nachhilfeunterricht gehen müssen! Weil sie die banalsten Operationen nicht beherrschen. Und auch in der Erstsprache ist es nicht besser, kein Satz ohne Fehler...Da ist Handlungsbedarf vorhanden.
Gefragt ist keine revolutionäre Anpassung im Schulsystem, gefragt sind zwei Sachen: Erstens muss sich die Volksschule mehr auf die Abnehmer ausrichten. Zur Vorbereitung auf das Leben gehört nun mal auch die Vorbereitung auf das Berufsleben. Und dieses hat seine Anforderungen, die schlussendlich von der Erwartungshaltung von uns allen geprägt sind (wer ist schon mit einer durchschnittlichen Dienstleistung oder Beratung zufrieden). Und zweitens muss wohl einfach etwas mehr an den Grundkompetenzen geübt werden. Das, was später in jedem Allgemeinbildungs-Unterricht gefordert ist, muss die Mehrheit der Schulabgänger/-innen einfach beherrschen. Das ist nicht viel - aber wertvoll.
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