Ausgabe 05 | 2015

Fokus

Ausbildungsabbruch

Ein Phänomen zwischen Angst und Erleichterung. Risiko und Chance, Gesellschaft und Individuum.

Koordinierte Leistungen und gemeinsame Betreuung

Laut der Genfer Verfassung ist Ausbildung bis zum Erreichen der Volljährigkeit obligatorisch. Akteure aus dem Bildungs-, Sozial- und Beschäftigungswesen bündeln ihre Kräfte, um diesem Ziel näher zu kommen und alle jungen Menschen zu einem Abschluss der Sekundarstufe II zu führen.

Immer belastend, meist befreiend

Die Verbundpartner wollen die Abbruchquote senken, denn sie hat auch einen hohen Einfluss auf die Zahl der Personen, die ohne nachobligatorische Bildung bleiben. Was weiss man über Lehrvertragsauflösungen?

Träume aufgeben, Neues wagen

Jeder vierte Student bricht sein Studium ab. Das sind deutlich weniger als noch in den 1980er-Jahren. Die Gründe für die Abbrüche sind vielfältig, ebenso die Anstrengungen, sie zu verhindern.

Wachstumsschocks an Universitäten

Ein Drittel der Studienanfänger studiert ein Boomfach. Da die Betreuungsverhältnisse nur verzögert angepasst werden, verzeichnen diese Studienfächer hohe Abbruchquoten. Kleinere Studierendenkohorten reduzieren das Risiko eines Studienabbruchs hingegen nicht.

Berufsbildung

Differenzierte Förderung der Berufsmaturität ist nötig

Die Berufsmaturität leistet einen zentralen Beitrag zur Durchlässigkeit im Schweizer Bildungssystem. Sie ist aber nicht in jedem Beruf oder jeder Branche gleich wichtig. Zudem sind die kantonalen Unterschiede auffallend gross.

Berufsbildung in einem sicheren Arbeitsumfeld

Heute können Jugendliche bereits mit fünfzehn Jahren eine Berufslehre beginnen, die gefährliche Arbeiten beinhaltet. Die Verbundpartner haben sich daher geeinigt, die Anstrengungen im Jugendarbeitsschutz zu intensivieren.

Berufsberatung

Wie sich die BIZ neu erfinden

Die Berufsberatungs- und Informationszentren (BIZ) haben sich an einer nationalen Tagung über ihre Zukunftskonzepte ausgetauscht. Alle machen es etwas anders, es gibt aber gemeinsame Trends.

Gefragte Kompetenzen entwickeln

Junge Erwachsene können ihre Kompetenzen an der ersten Arbeitsstelle meist nicht voll nutzen. Eine Annäherung zwischen den Bildungssystemen und der Arbeitswelt könnte die Arbeitsmarktchancen der Jugendlichen verbessern und ihnen den Einstieg ins Erwerbsleben erleichtern.

Der beste Ort zum Lernen

Gemäss einer Studie der KOF entspricht der Rahmenlehrplan für dipl. Betriebswirtschafter/innen HF den Bedürfnissen des Marktes. PANORAMA hat mit Ursula Renold, der Leiterin des Forschungsbereichs Bildungssysteme, gesprochen.

Arbeitsmarkt

Wirkungsvollere Massnahmen sind möglich

Die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) hat die Programme zur vorübergehenden Beschäftigung und die Berufspraktika evaluiert. Verbesserungspotenzial sieht die EFK bei der Konzeption und im Vollzug, bei der Arbeitsmarktnähe und der Aufsicht. Das SECO und die Kantone wollen die Empfehlungen umsetzen.

Stipendien statt Sozialhilfe

Junge Erwachsene ohne Berufsabschluss werden im Kanton Waadt lückenlos begleitet – von der Berufswahl über die Berufsbildung bis zum Stellenantritt. Statt Sozialhilfe erhalten sie Stipendien in gleicher Höhe. Das Modell könnte in der Schweiz Schule machen.

Nächste Ausgabe

PANORAMA Nr. 5 | 2019 mit dem Fokus Gleichberechtigung erscheint am 25. Oktober.