Ausgabe 04 | 2015

Fokus

Lebenslanges Lernen

Vor allem Hochqualifizierte besuchen Weiterbildungen, kräftig gefördert durch die Arbeitgeber. Im Bereich der Grundkompetenzen könnten die RAV eine Schlüsselrolle spielen. Die Tertiärstufe schliesslich experimentiert mit Lehrveranstaltungen im Internet. Und wo steht eigentlich das Weiterbildungsgesetz?

Lernen via Internet

Heute kann man via Internet zur Uni gehen, viele Hochschulen nutzen die Möglichkeit von «Moocs». In der höheren Berufsbildung bewegt man sich in kleineren Schritten. Spannende Entwicklungen gibt es aber auch hier.

Nachholbildung: Aufgabe der Arbeitslosenversicherung?

Nachholbildung für Erwachsene lohnt sich, auch wenn sie teuer ist. Die RAV haben einen direkten Zugang zu einem Teil des Zielpublikums. Um ihn noch besser nutzen zu können, ist die ALV auf erwachsenengerechte Angebote der Berufsbildung angewiesen. Dies zeigt eine Studie im Auftrag des SECO.

Schläflis Traum

Die Schweiz hat seit einem Jahr ein Weiterbildungsgesetz, in diesen Wochen finden die Diskussionen über die Verordnung ihren Abschluss. Grundkompetenzen dürften künftig besser gefördert werden. Wie viel Geld dafür da ist, entscheidet sich aber erst später.

Bildung heisst Veränderung

Berufliche Entwicklung geht Hand in Hand mit Persönlichkeitsentwicklung. Welche Bildungsziele jemand verfolgt, hängt von den bereits erworbenen Kompetenzen und nicht zuletzt von der Haltung des Arbeitgebers ab.

Berufsbildung

So führen die Chefs der Berufsfachschulen

Lehrpersonen an Berufsfachschulen beurteilen die Führungskompetenzen der Schulleitenden kritischer als diese selbst. Die Schulleitenden führen vorwiegend auf Basis von gemeinsamen Zielen, Vertrauen und Loyalität. Dieser Führungsstil hängt mit einer konstruktiven Arbeits-atmosphäre und der Förderung des Schulklimas zusammen.

Berufsbildung braucht Talente

Die Förderung von Talenten erfolgt in der Berufsbildung nur punktuell. Mit dem Projekt «Talentförderung in der Berufsbildung» will der Kanton Zürich dies ändern. Es wurde an einer Tagung der Schweizerischen Gesellschaft für angewandte Berufsbildungsforschung (SGAB) erstmals öffentlich vorgestellt.

Begabung wird nicht angeboren

Talent hat wenig zu tun mit Glück oder guten Genen. Wichtiger sind Leistungsbereitschaft, Motivation und Unterstützung. Die Betreuungspersonen sollten die Jugendlichen fordern und ihnen Wertschätzung entgegenbringen.

Berufsberatung

Geschlecht, Schultyp und soziale Herkunft sind entscheidend

In der 8. Klasse wissen die meisten Schülerinnen und Schüler, welcher Ausbildungstyp auf der Sekundarstufe II für sie infrage kommt. Ungleichheiten bei der Realisierung bestehen nach Geschlecht und nach Schultyp auf der Sekundarstufe I, der seinerseits von der sozioökonomischen Situation beeinflusst wird.

Hartnäckige Selektionseffekte

Das besuchte Anforderungsniveau auf der Sekundarstufe I stellt die Weichen für den Ausbildungstyp auf der Sekundarstufe II. Dabei sind nicht nur leistungsbezogene Kriterien ausschlaggebend. Die soziale und nationale Herkunft spielt immer noch eine bedeutende Rolle.

Theater sensibilisiert für Vorurteile

Wie gewinnt man Jugendliche dafür, die Berufswahl offen und vorurteilsfrei anzugehen? In der Innerschweiz wurde dazu 2010 ein Theaterprojekt lanciert. Die Rückmeldungen sind positiv.

Arbeitsmarkt

Lohnmodelle und Finanzierungsquellen von Schweizer Sozialfirmen

Sozialfirmen wurden in letzter Zeit wiederholt infrage gestellt. Die Beschäftigten seien staatlich subventionierte Billigarbeitskräfte, und ein Grossteil der staatlichen Gelder fliesse in die Administration, heisst es. Das «INSOCH-Projekt» geht solchen Fragen nach.

Neues Programm, weniger Geld

Die Anbieter von nationalen Arbeitsmarktmassnahmen müssen den Gürtel enger schnallen: Das SECO reduziert den Plafond 2016 um zehn Prozent, wie anlässlich einer Tagung bekannt wurde.

Von der Beschäftigung zur Arbeitsintegration

Caritas Jura feiert dieses Jahr das 30-jährige Bestehen der Abteilung Eingliederung. Die Geschichte der Institution zeigt auch die Entwicklung der Arbeitsintegration: Früher ging es um Beschäftigung, heute um berufliche Eingliederung. Die Klientel ist heute vielfältiger und die Zuweisenden haben höhere Ansprüche als früher.

Nächste Ausgabe

PANORAMA Nr. 6 | 2019 mit dem Fokus Steigende Anforderungen erscheint am 13. Dezember.