Ausgabe 06 | 2014

Fokus

Kaufmännische Karrieren

Die kaufmännische Berufsbildung ist die meistgewählte Ausbildung der Schweiz. Es ist deshalb von volkswirtschaftlicher Bedeutung, dass die Kaufleute adäquat auf die Herausforderungen des Arbeitsmarktes vorbereitet werden und sie im Laufe ihrer Laufbahn flexibel auf den Strukturwandel in ihrem Berufsfeld reagieren können. Wo steht das «KV» zehn Jahre nach der Reform der kaufmännischen Grundbildung?

Editorial

Jährlich werden im Rahmen der kaufmännischen Grundbildung über 30'000 Jugendliche auf einen Beruf in Handel und Gewerbe vorbereitet. Sie ist die weitaus beliebteste Ausbildung der Schweiz.

«Arbeitsmarktorientierung nicht aufs Spiel setzen»

Roland Hohl und Claude Meier erklären, was die kaufmännische Berufsbildung auszeichnet, weshalb sie ein Sprungbrett ist, wo es Verbesserungspotenzial gibt und wie die Akademisierung das Erfolgsmodell bedroht.

Weiterbildung ist ein Muss

Jedes Jahr schliessen gegen 12'000 junge Erwachsene eine kaufmännische Grundbildung ab. Die meisten von ihnen haben, wie Statistiken und Auskünfte von Fachpersonen zeigen, gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Berufslaufbahn.

Berufliche Perspektiven erarbeiten

Jugendliche und KV-Angestellte können aus einer Vielzahl von Beratungsangeboten auswählen. Der Kaufmännische Verband Schweiz, seine Partnerorganisationen und die kantonalen Berufsberatungen unterstützen sie bei der Laufbahnplanung.

Berufsbildung

Die Situation der Jugendlichen auf den Arbeitsmärkten

In der Schweiz gelingt es, die Jugend früh und wirksam in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Es wird vermutet, dass das Berufsbildungssystem dabei eine wichtige Rolle spielt. Um zu überprüfen, ob dem wirklich so ist, hat die Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH Zürich einen Jugendarbeitsmarktindex entwickelt.

«Ich kann Sie mir nicht als Lehrer vorstellen»

Die Diskriminierung von Menschen nicht weisser Hautfarbe ist eine spezifische Form des Rassismus. Der dunkelhäutige Berufsschullehrer John Andrew* berichtet, welche Erfahrungen er in der Arbeitswelt gemacht hat.

Berufsberatung

Ein BIZ reist durch Europa

Wie funktioniert das Bildungssystem in Norwegen, England, Deutschland, Holland und Frankreich? Das BIZ Zug hat diese Länder in Gruppen besucht. PANORAMA hat Leiter Urs Brütsch gefragt, was diese Besuche verändert haben.

Von der Hochschule in die Arbeitswelt

Mit dem Mentoratsprogramm «Alumni UNIGE – Uni-emploi» hilft die Universität Genf ihren Absolventinnen und Absolventen, in der Arbeitswelt Fuss zu fassen. Die Studierenden erhalten Gelegenheit für persönliche Gespräche mit Berufsleuten und werden während sieben Monaten begleitet.

Jugendliche fördern, nicht platzieren

Wie können Jugendliche einen Berufsentscheid fällen, der sich positiv und nachhaltig auf die weitere Laufbahn auswirkt? Indem Schule und Berufsberatung die berufliche Anpassungsfähigkeit fördern und den Jugendlichen nicht einfach nur offene Ausbildungsplätze zuweisen.

Arbeitsmarkt

Der Einfluss des sozialen Netzes

Das Beziehungsnetz von Stellensuchenden ist ein wichtiger Faktor beim Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt. Rund 30 bis 40 Prozent der Stellen werden über den Bekanntenkreis vermittelt. Eine neue Datengrundlage ermöglicht nun erstmals, die unterschiedlichen Charakteristiken der sozialen Vernetzung auf ihre Wirksamkeit hin zu untersuchen.

«Pro investierten Franken sparen wir zehn Franken an Folgekosten»

1994 lancierten Alain Métral und Alain Granger in Monthey das allererste Motivationssemester (SEMO) für stellenlose Jugendliche ohne beruflichen Abschluss. Heute laufen landesweit rund 80 Programme. Tony Erb, Ressortleiter Arbeitsmarktmassnahmen im SECO, war damals ziemlich skeptisch, ob Jugendliche direkt ab der Schule in die ALV eintreten sollten. Im Interview mit PANORAMA zieht er heute eine positive Jubiläumsbilanz.

Wie Integration gelingt

Jährlich schliessen in der Schweiz rund 500 bis 600 Jugendliche mit Beeinträchtigungen eine berufliche Ausbildung ab. Eine Studie zeigt, dass ihre weitere Integration in den Arbeitsmarkt davon abhängt, dass sie Begleitung erfahren und der Beruf ihren Interessen entspricht.

Glosse

Pistenpolizist/in (BP)

War das Skifahren früher ein gemütliches Dahingleiten auf langen, geraden Latten, donnern die Wintersportler heute auf Hightech-Renngeräten durch die Berge. Längst nicht alle setzen die Carver, Rocker und Twintips so ein, dass sie ihnen gewachsen sind. Die Folge: Helme und Schutzpanzer allenthalben, die aber immer schwerere Verletzungen auch nicht verhindern können.

Nächste Ausgabe

PANORAMA Nr. 6 | 2019 mit dem Fokus «Steigende Anforderungen» erscheint am 13. Dezember.