Ausgabe 04 | 2014

Fokus

Die Zukunft der Arbeit

Neue Technologien, Globalisierung, Alterung der Erwerbsbevölkerung: Die Arbeitswelt ist im Umbruch. Wie sehen die Jobs der Zukunft aus? Welche Qualifikationen sind gefragt? Werden mehr Stellen geschaffen als abgebaut? Die Chancen und Risiken für die Lage auf dem Arbeitsmarkt, die Arbeitsbedingungen und die Ausbildungsszenarien sind ungewisser denn je.

Editorial

Die Arbeitswelt wird von drei grossen Entwicklungen verändert: von neuer Technologie, der Globali­sierung und der Al­terung der Erwerbsbevölkerung. Je nachdem, welchen dieser Aspekte man genauer unter die Lupe nimmt, gelangt man zu unterschiedlichen Thesen, wie die Beschäftigungsverhältnisse der Zukunft aussehen werden.

Die vielen Gesichter der Flexibilisierung

Flexible Beschäftigungsformen werden weiter zunehmen, angetrieben durch technologische Innovation, Globalisierung und sektoralen Wandel. Die finanziellen und gesundheitlichen Risiken verlagern sich dabei tendenziell zu den Arbeitnehmenden, ausser in Bereichen, wo begehrte Fachkräfte attraktive Bedingungen aushandeln können.

Wertvolle Kontakte im «Coworking Space»

Ein Arbeitsplatz in der Bürogemeinschaft ermöglicht die Zusammenarbeit mit anderen Berufsleuten oder den Austausch von Kundendaten. Diese Art der Arbeitsorganisation wird vor allem bei selbstständig Erwerbenden immer beliebter.

Die Informatik durchdringt die industrielle Fertigung

Vor rund 20 Jahren begannen einzelne Industriebetriebe, ihre Anlagen ferndiagnostisch zu überwachen. Das war der Anfang von Industrie 4.0 – eine industrielle Revolution, deren Dimensionen sich erst heute richtig abzeichnen. Welche Auswirkungen hat sie auf das Beschäftigungssystem?

Neue Technologien verdrängen die menschliche Intelligenz

Die Arbeit der Zukunft wird von neuen Technologien geprägt sein. Wie verändert die digitale Entwicklung unsere Arbeitswelt und die Lage auf dem Arbeitsmarkt? Wird nicht nur die Arbeits­kraft, sondern auch die kognitive Fähigkeit des Menschen durch Computer und Roboter ersetzt? Einsichten aus der Forschung.

Berufsbildung

Kritische Anmerkungen zur Berufsbildung

Das Berufsbildungssystem hat sich in den letzten Jahren erfreulich gut entwickelt. Die Lehr­stellenknappheit ist Vergangenheit, die meisten Berufsreformen sind abgeschlossen, viele Neuerungen erfolgreich. Trotzdem ist die Berufsbildung nicht so gut, wie sie sein könnte.

Ganz nah an den Bedürfnissen des Arbeitsmarktes

Berufsverbände spielen im schweizerischen Berufsbildungssystem eine zentrale Rolle. Als Vertreter der Unternehmen vermögen sie abzuschätzen, welche Ausbildungen den Bedürf­nissen ihrer Mitglieder am besten entsprechen. Das Beispiel des Arbeitgeberverbands der Uhrenindustrie zeigt, wie Berufsverbände funktionieren und wo sie der Schuh drückt.

Partnerschaftlicher Dialog statt klassische Werbung

Mit einer Promotionskampagne will der Kanton Luzern jungen Leuten besser aufzeigen, welche Türen die Berufsmaturität öffnet. Anstelle von grossflächigen Plakaten und Inseraten vermitteln Verbundpartner in Dialogen die Vorzüge dieses Bildungsangebots.

Berufsberatung

Verdrängungskampf auf dem Lehrstellenmarkt

Verschiedene Internet-Plattformen buhlen um die Gunst der jugendlichen Schulabgänger und der Ausbildungsbetriebe. PANORAMA hat die wichtigsten Portale für die Lehrstellensuche durchleuchtet.

Ein entscheidender Aspekt des lebenslangen Lernens

Das «Europäische Netzwerk für eine Politik lebensbegleitender Beratung» unterstützt die Mitglieds­staaten bei der Entwicklung bereichsübergreifender Modelle in den nationalen Bildungs- und Beschäftigungssystemen. Die Schweiz ist als Beobachterin mit dabei, um Konsequenzen für die eigenen Strategien und Massnahmen ableiten zu können.

Wie wichtig ist das Geld?

Meistens wird die Bedeutung monetärer Motive für die Berufswahl als unwichtig bezeichnet. Eine Erhebung bei Jugendlichen der 8. Klasse im Kanton Bern zeigt die Bedeutung des Lohnes in einem anderen Licht.

Arbeitsmarkt

Radikaler Kulturwandel im Kanton Bern

Seit einem Jahr arbeiten die RAV im Kanton Bern nach einem neuen Konzept. Mit dem Projekt «BernTop» wurden die Kundennähe der RAV gesteigert, das Anmeldeverfahren beschleunigt und die Beratungsdienstleistungen bedarfsgerechter ausgestaltet.

Die negative Spirale von Sucht und Arbeits­losigkeit

Sucht macht arbeitslos, Arbeitslosigkeit macht süchtig. Diese Effekte sind längstens erwiesen, wie eine Tagung in Zürich in Erinnerung rief. Trotzdem ist das Thema noch kaum in die von der Arbeitslosenversicherung finanzierten Beratungs- und Massnahmenkonzepte eingeflossen.

Glosse

Beflagger/in EFZ

Vor vielleicht zwei Jahrzehnten war «Flagge zeigen» nicht sonderlich en vogue. Ein Beispiel: Die deutschen Bundesbehörden hissten nur während der «regelmässigen allgemeinen Beflaggungstage» die Fahnen. Das hat sich in der Zwischenzeit geändert.

Nächste Ausgabe

PANORAMA Nr. 6 | 2019 mit dem Fokus «Steigende Anforderungen» erscheint am 13. Dezember.