Ausgabe 02 | 2014

Fokus

Höhere Berufsbildung

Die Weiterqualifizierung und Spezialisierung der Berufsleute auf der Tertiärstufe hat eine lange Tradition. Die im Ausland wenig bekannten Ausbildungsgänge versorgen die Schweizer Wirtschaft mit Fach- und Führungskräften und tragen wesentlich zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit bei. Mit strategischen Anpassungen wird die höhere Berufsbildung derzeit sanft reformiert.

Editorial

Die höhere Berufsbildung hat sich als Weiterqualifizierung von Berufsleuten auf Tertiärstufe bewährt. Sie ermöglicht eine Spezialisierung und ein Vertiefen des Fachwissens.

Zwei Schwestern im Streit

Höhere Berufsbildung und Fachhochschulen sind komplementär, stehen aber in einem bitteren Konkurrenzverhältnis im Stellenmarkt und in der Bildungspolitik. Den Streit um die Titelfrage muss nun das Parlament entscheiden.

Hoher Lohn erfordert hohen Titel

Diplome und Titel der höheren Berufsbildung sind auf dem Schweizer Arbeitsmarkt anerkannt und gut etabliert. Dies zeigt die «Befragung höhere Berufsbildung» durch die Beratungs- und Forschungsunternehmung Ecoplan. Allerdings ist die gute Position durch die zunehmende Akademisierung gefährdet.

Didaktischer Paradigmenwechsel

Die höhere Berufsbildung ist – unabhängig von bildungspolitischen Diskussionen – schon lange daran, sich zu reformieren. So orientieren sich die neuen Rahmenlehrpläne der Bildungsgänge an höheren Fachschulen an Handlungskompetenzen – ein Paradigmenwechsel.

Wer sind die eidg. dipl. Berufsleute?

Absolventinnen und Absolventen von eidgenössischen Prüfungen der höheren Berufsbildung unterscheiden sich von Hochschulstudierenden in vielerlei Hinsicht. Diese Unterschiede spielen auch in politischen Debatten – etwa zur öffentlichen Finanzierung – eine wichtige Rolle.

Berufsbildung

Gute Ausbildungskultur verhindert Lehrvertragsauflösungen

In Betrieben mit einer überzeugenden Haltung in Ausbildungsfragen brechen die Lernenden die Lehre selten ab. Die Ausbildung weist hier eine besonders hohe Qualität auf. Zudem äussern die Berufsbildenden in solchen Betrieben besonders grosse Freude an der Lehrlingsausbildung.

24 Millionen für die Berufsbildung

Vor knapp zehn Jahren wurde der erste Berufsbildungsfonds eingeführt, heute verfügen 26 Verbände über dieses Finanzierungsinstrument. Die Erfahrungen zeigen: Die Fonds sind zweckmässig.

Berufsberatung

«Den gesellschaftlichen Nutzen der Berufsberatung aufzeigen»

Welche Projekte werden im Bereich Laufbahnberatung zurzeit umgesetzt und wer entscheidet darüber? PANORAMA hat mit Marc Chassot gesprochen, dem Präsidenten der Schweizerischen Konferenz der Leiterinnen und Leiter der Berufs- und Studienberatung (KBSB).

Leistungssport – und dann?

Viele Spitzensportler haben nach ihrem Rücktritt Mühe, den Weg ins Berufsleben zu finden. Um ihnen den Weg in die Arbeitswelt zu erleichtern, hat Swiss Olympic entsprechende Unterstützungsangebote geschaffen. Darüber hinaus bietet der Verband Förderstrukturen, damit Athleten bereits im Jugendalter Leistungssport und Ausbildung unter einen Hut bringen können.

Erfahrungen im Berufsfeld machen es aus!

Junge Frauen in der Ausbildung zu einem Männerberuf geben an, dass sie den Beruf deshalb gewählt haben, weil sie in ihrem Berufswahlprozess vielfältig unterstützt und bestärkt wurden.

Arbeitsmarkt

Coaching und Schulung sind wirksam

Es gibt sie, gute Programme im Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit. Eine Evaluation der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) zeigt, dass es möglich ist, durch geeignete Unterstützung junge Erwachsene mit hoher Wahrscheinlichkeit in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

Geschlechtsspezifische Rollenbilder im Büro

Warum ist die Gleichstellung von Mann und Frau in der Arbeitswelt trotz gesetzlicher Grundlagen und vielerlei Massnahmen so schwer umzusetzen? Der Grund sind unsere Rollenbilder. Mit dem neuen Westschweizer Online-Tool «PRO-ÉGALITÉ» lässt sich die Gleichstellungssituation im Arbeitsumfeld analysieren.

Glosse

Kontingenteur/in EFZ

Das Schweizer Volk hat am vergangenen 9. Februar entschieden: Künftig können sich Personen aus der EU nicht mehr einfach in der Schweiz niederlassen, um hier zu arbeiten. Wie zu Zeiten vor der Personenfreizügigkeit gelten wieder Kontingente für Arbeitskräfte aus der EU. Diese haben sich laut der angenommenen Initiative am «gesamtwirtschaftlichen Interesse» der Schweiz auszurichten.

Nächste Ausgabe

PANORAMA Nr. 6 | 2019 mit dem Fokus «Steigende Anforderungen» erscheint am 13. Dezember.