Ausgabe 01 | 2014

Fokus

Arbeitsmarktpolitik

Staatliche Eingriffe in den Arbeitsmarkt haben eine regulierende Wirkung auf Arbeitsangebot und -nachfrage. Insbesondere sollen sie die Beschäftigungschancen von Stellensuchenden erhöhen. Die Wirtschaft ihrerseits verlangt vom Staat gute Rahmenbedingungen und versucht, mit Ausbildungsbestimmungen, Berufsmarketing und möglichst offenen Grenzen das geeignete Personal zu rekrutieren.

Editorial

Die Diskussionen über Vor- und Nachteile der Personenfreizügigkeit haben eines klar gezeigt: Die aktuelle Lage auf dem Schweizer Arbeitsmarkt ist bemerkenswert gut! Eine hohe Beschäftigungsquote, tiefe Arbeitslosigkeit, anspruchsvolle Jobs, hohe Löhne, solide Sozialversicherungen – all dies lässt die Schweiz als Eldorado erscheinen.

Zusammenarbeit als Erfolgsfaktor in der Arbeitsmarktpolitik

Die Rolle des Staates bei der Regulierung des Arbeitsmarktes und beim Vollzug des Arbeits-losenversicherungsgesetzes ist in den letzten zwanzig Jahren wesentlich wichtiger geworden. Dabei gilt es, föderalistische und institutionelle Schranken zu überwinden. Eine praxisnahe Arbeitsmarktforschung hilft, den gestiegenen Ansprüchen gerecht zu werden.

Anreize für mehr qualifiziertes Schweizer Personal

Der Fachkräftemangel stellt die Schweizer Wirtschaft vor eine grosse Herausforderung. Eine gezielte Arbeitsmarktpolitik kann dem entgegenwirken. Mit der sogenannten Fachkräfteinitiative will der Bund das Potenzial an gut ausgebildeten inländischen Fachleuten erhöhen. Die auf Freiwilligkeit beruhenden Massnahmen lassen aber Zweifel am Erfolg aufkommen.

Meckern auf hohem Niveau

Die Kompetenzprofile der Absolventinnen und Absolventen von Berufsausbildungen entsprechen weitgehend dem Bedarf der Betriebe. Trotz dieser Nähe zum Arbeitsmarkt bleibt der eine oder andere Wunsch der Betriebe offen.

Umkämpfter Lehrstellenmarkt

Berufsverbände möchten Jugendliche für ihre Berufe begeistern. Mit gezielten Marketing-aktivitäten versuchen sie, ihr Interesse zu wecken, auf die Berufswahl Einfluss zu nehmen und dadurch die Zahl der Lernenden in ihrer Branche zu erhöhen. Sie ergänzen damit das Lehr-stellenmarketing von Bund und Kantonen, welche eher das Gesamtangebot im Auge haben.

Berufsbildung

Die Berufsbildung: erfolgreich, aber mit Statusproblemen

Der Bildungsbericht 2014 fasst die Erkenntnisse zu allen Stufen und Typen des schweizerischen Bildungswesens zusammen. Einmal mehr zeigt sich, dass die Berufsbildung ein dynamischer Zweig des Bildungswesens ist, der seine Absolventen erfolgreich und zufrieden macht. Trotzdem ist sein soziales Ansehen tiefer als jenes der Allgemeinbildung.

Berufsberatung

Das BIZ auf dem Smartphone

Das BIZ Schaffhausen ist die erste und bisher einzige öffentliche Berufsberatung der Schweiz, welche eine App für Smartphones anbietet. Mittels Berufsinformationen, einer Interessenabklärung und der Anzeige offener Lehrstellen soll die junge Kundschaft aktiviert werden.

Ein Vertrauensverhältnis verstärkt die Wirkung der Beratung

Studien zur Laufbahnberatung befassen sich vermehrt mit der Beziehung zwischen Beratungsperson und ratsuchender Person. Ein gutes Vertrauensverhältnis bringt bessere Resultate. So nimmt beispielsweise das Ausmass an Unentschlossenheit ab.

Arbeitsmarkt

Eigeninitiative und Beziehungsnetz

Stellensuchende gewichten im Bewerbungsprozess die eigenen Aktivitäten stärker als die Unterstützung durch RAV-Personalberatende. Bei der Stellenfindung sind soziale Netzwerke sehr bedeutend.

Ressourcenaufbau in der Sozialfirma

In einem Pilotversuch der Arbeitslosenversicherung arbeiten Langzeitarbeitslose aus dem Kanton Luzern in einer Wolhuser Sozialfirma, die zur Dock-Gruppe gehört. Die vom RAV angemeldeten Teilnehmenden erhalten Arbeitsintegrationszuschüsse statt Taggelder. Das neue Instrument wurde nun evaluiert und könnte in der gesamten Schweiz eingeführt werden.

Prekäre Arbeitsverhältnisse sind ein Gesundheitsrisiko

Viele Studien stellen einen Zusammenhang fest zwischen unsicheren Arbeitsbedingungen und gesundheitlichen Problemen. Brigitta Danuser, Professorin für Arbeitsmedizin und Direktorin des «Institut universitaire romand de santé au travail», erläutert die wichtigsten Erkenntnisse.

Glosse

Online-Reputationsrestaurator/Online-Reputationsrestauratorin FA

Wenn wir kompromittierende Spuren im Internet verwischen möchten, unerwünschte Informationen aus den Google-Suchresultaten löschen, kurz: wenn wir unser Image im Web aufpolieren wollen, so ist das kompliziert, langwierig und meist ergebnislos. Internetreinigungsfirmen haben das Problem erkannt und eine Lösung dafür gefunden.

Nächste Ausgabe

PANORAMA Nr. 6 | 2019 mit dem Fokus «Steigende Anforderungen» erscheint am 13. Dezember.