Ausgabe 06 | 2013

Fokus

Innovation und Kreativität

Innovation ist der wichtigste Rohstoff der Schweizer Wirtschaft, weil die Unternehmen neue Ideen effizient in erfolgreiche Produkte und Dienstleistungen umzusetzen verstehen. Sie stützen sich dabei auf die Kreativität ihrer Mitarbeitenden und auf staatliche Vorleistungen in Bildung und Forschung.

Innovation und Kreativität

Aus einer zündenden Idee wird ein tolles Produkt, das sich gut verkauft: So könnte man Innovation in etwa definieren. Die Schweiz ist in dieser Hinsicht top. Die Fähigkeit, Neuerungen schneller und besser als die Konkurrenz auf den Markt zu bringen, macht unsere Unternehmen wettbewerbsfähig und erfolgreich. Innovation wird hierzulande primär als eine unternehmerische und nicht als staatliche Aufgabe verstanden.

Kreativität gibt es nicht

Geistige Freiräume und Unvoreingenommenheit – das ist der Boden, auf dem Neues und Ungewohntes gedeihen kann. Dieser Prozess hat wenig mit genialen Geistesblitzen, sondern in erster Linie mit harter, konsequenter Arbeit und einem offenen Diskurs zu tun.

Systematische Ideenproduktion – eine Anleitung

Jede innovative Organisation braucht gute Ideen. Doch genügt das? Wer die Bausteine erfolgreicher Innovation kennt, kann zuverlässig Neues schaffen und den Markt immer wieder von Neuem verblüffen.

«Es braucht hohes Engagement und Leidenschaft»

Am Wettbewerb der Stiftung Schweizer Jugend forscht (SJf) präsentieren Jugendliche kreative Projekte, die sie mit viel Freude und Motivation erarbeitet haben. PANORAMA wollte von den Verantwortlichen wissen, was die jungen Forscherinnen und Forscher und ihr Umfeld auszeichnet.

Kreative Potenziale erkennen und nutzen

Innovation setzt Kreativität voraus. Deshalb sehen immer mehr Unternehmen kreative Mitarbeitende als wichtigen Erfolgsfaktor. Forscher haben ein theoretisches Modell entwickelt, um das kreative Potenzial einer Person zu beschreiben. Daraus konnten sie einen auf die Bedürfnisse von Unternehmen abgestimmten Test erarbeiten.

Berufsbildung

Viel Betrieb, durchzogene Qualität

Eine bunte Gruppe von Akteuren betreibt in der Schweiz Berufsbildungsforschung. Quantitativ und thematisch hat sich das Feld in den letzten Jahren ausgeweitet. Kohärenz, Qualität und Ausrichtung der Forschung sind verbesserungsfähig. Eine Bestandesaufnahme.

Attest macht zufriedene Berufsleute

Berufsleute mit eidgenössischem Berufsattest (EBA) im Gastgewerbe oder im Detailhandel zeigen sich fünf Jahre nach Ausbildungsabschluss mehrheitlich zufrieden mit ihrer beruflichen Situation.

Auf dem Weg zum «Federal Bilingual VET Diploma»

Seit Schuljahresbeginn 2013 können englischsprachige Unternehmen Lernende in ihrer Geschäftssprache ausbilden. Das Projekt «CFC bilingue» führt zweisprachig zum EFZ für Kaufleute und hilft, internationale Unternehmen als Lehrbetriebe zu gewinnen.

Berufsberatung

Ohne Fleiss kein Preis

Die Dynamik der modernen Arbeitswelt führt dazu, dass Laufbahnen weniger vorhersehbar sind als früher. Dadurch erhält das Karriere-Engagement einen wichtigeren Stellenwert. Es kann gemessen werden und wirkt sich nachweislich auf den Berufserfolg aus.

Berufe zum Anfassen

Die Wirtschaftskammer Tirol hat ein innovatives Konzept für die Berufsorientierung von Jugendlichen erarbeitet. An sechs Stationen erleben Jugendliche typische praktische Tätigkeiten aus verschiedenen Berufsbereichen. Damit wollen die Tiroler dem Fachkräftemangel entgegenwirken.

Arbeitsmarkt

«Wir wollen an der Spitze bleiben»

Das schweizerische System der Arbeitslosenversicherung gehört zu den modernsten im OECD-Raum. Auch der Arbeitsmarkt befindet sich in einem sehr guten Zustand. Mit gezielten Verbesserungen will Boris Zürcher, seit August 2013 Direktor für Arbeit im SECO, den hohen Standard halten.

Reintegration statt Endstation

Viele Sozialhilfeempfänger sind von Langzeitarbeitslosigkeit oder Unterbeschäftigung betroffen. Ein Vergleich der Betreuungsangebote in der Schweiz und in Deutschland gibt Anhaltspunkte für Reformoptionen in der Sozialhilfe. Insgesamt sollte das Betreuungsangebot in der Schweiz mehr auf die berufliche Wiedereingliederung ausgerichtet werden.

Glosse

Baubetreuer/in (HFP)

Haben Sie schon einmal ein Häuschen oder eine Wohnung (mit)gebaut, umgebaut, renoviert? Ein spannendes Erlebnis! Man lernt ungeheuer viel dabei. Das Projekt verändert sich ständig, nichts ist sicher; ausser drei Dingen: Pannen, Überraschungen, Budgetüberschreitungen. Der Bauherr ist überfordert und fragt sich am Ende, weshalb er nicht Mieter geblieben ist.

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Die erste Stelle

Praktikum ist nicht gleich Praktikum: Eine Typologie. | Berufseinstieg für Kauffrauen/-männer: Wie schwierig ist er wirklich? | Die erste Stelle – selber erfunden: Studierende schaffen ihre eigenen Jobs. | Glück gehabt? – Geflüchtete Personen mit einer ersten Arbeitsstelle.