Newsletter vom 14.08.2019

Aktuelle Meldungen vom 14.08.2019

Berufliche Grundbildung

SBFI News: Bald kein Lehrstellenüberhang mehr

Rund 80'000 Jugendliche haben in diesem Sommer ihre obligatorische Schulzeit beendet. Die meisten treten in eine berufliche Grundbildung oder eine Maturitätsschule ein. Nicht alle tun diesen Schritt allerdings sofort. Das Fokus-Thema in den SBFI News 3/2019 geht den Fragen an der "Nahtstelle I" nach. Bildungsforscher Stefan C. Wolter stellt in einem Interview die markant unterschiedlichen Präferenzen von jungen Frauen und Männern fest. Zudem sei in der Westschweiz und im Tessin die duale Berufsbildung klar zweite Wahl der Jugendlichen, während es in der Deutschschweiz umgekehrt sei. Laut Wolter wird sich die Lücke zwischen Lehrstellenangebot und -nachfrage aufgrund der demografischen Entwicklung schliessen.

KOF-Studie zur Steuerung des schweizerischen Berufsbildungssystems

Die KOF Forschungsabteilung für Bildungssysteme an der ETH hat eine Auswertung zur Steuerung des Schweizer Berufsbildungssystems abgeschlossen. Im Zentrum der im Auftrag des SBFI durchgeführten Studie stehen folgende Fragen: Wie gut ist die Governance innerhalb des Berufsbildungssystems Schweiz? Wie gut ist die Governance von System-Schnittstellen? Generell sind die Akteure mit der Zusammenarbeit innerhalb der Verbundpartnerschaft der Berufsbildung zufrieden. Bei der Kooperation mit dem Bund gibt es allerdings Verbesserungspotenzial.

EHB: Neue Direktorin

Der Bundesrat hat am 3. Juli 2019 den Wahlentscheid des EHB-Rates genehmigt und Barbara Fontanellaz per 1. März 2020 zur Direktorin des EHB ernannt. Prof. Fontanellaz steht seit 2014 dem Fachbereich Soziale Arbeit der Fachhochschule St. Gallen (FHSG) vor. Als Prorektorin leitet sie zudem verschiedene hochschulübergreifende Organisationseinheiten sowie die Kommission Lehre der FHSG. Das EHB wird zu Zeit von Jean-Pierre Perdrizat interimistisch geleitet.
Medienmitteilung

Zusammenarbeit mit Mexiko in der Berufsbildung

Rund zehn in Mexiko tätige Schweizer Unternehmen haben sich 2016 verpflichtet, im Rahmen der Initiative "Schweizer Allianz für Berufsbildung" duale Berufsbildungsprogramme zu schaffen. Parallel dazu setzte Mexiko Reformen durch, um betriebliche Ausbildungsprogramme anzubieten. Mauro Moruzzi, Leiter der Abteilung Internationale Beziehungen im SBFI, zog mit den Verantwortlichen von Schweizer Lehrbetrieben anlässlich eines Besuchs der Arbeitsministerin und des stellvertretenden Bildungsministers von Mexiko in der Schweiz eine "insgesamt positive" Bilanz der Initiative.
Medienmitteilung

IDES: Geschäfte zur Bildung: Bund und Kantone / Juli 2019

Das Informations- und Dokumentationszentrum IDES der EDK publiziert die umfassende Liste "Parlamentarische Dokumentation", auf der sie die politischen Vorstösse und Geschäfte aufführt, die im Bundesparlament und in den Kantonsparlamenten aktuell im Bereich Bildung behandelt werden. Die Liste enthält Geschäfte der Berufsbildung/Sekundarstufe II, der Weiterbildung, der Hochschulen und der obligatorischen Schule.
Ausgabe 7/2019
Archiv

Seilbahnberufe: Erlass von Bildungsverordnungen

Das SBFI hat die revidierten Verordnungen über die berufliche Grundbildung der Berufe Seilbahn-Mechatroniker/in EFZ und Seilbahner/in EBA erlassen. Sie treten auf den 1. Januar 2020 in Kraft und ersetzen die beiden Bildungsverordnungen vom 18. Dezember 2009. Die Druckversionen sind beim BBL erhältlich. Die elektronischen Fassungen stehen auf der Internetseite des SBFI zur Verfügung. Die Bildungspläne sind im Berufsverzeichnis aufgeschaltet und stehen demnächst auf der Internetseite von Seilbahnen Schweiz zur Verfügung.

Gebäudetechnik: Erlass von Bildungsverordnungen

Das SBFI hat die revidierten Verordnungen über die berufliche Grundbildung der Berufe Spengler/in EFZ, Sanitärinstallateur/in EFZ und Heizungsinstallateur/in EFZ erlassen. Sie treten auf den 1. Januar 2020 in Kraft und ersetzen die Bildungsverordnungen vom 1. Januar 2008. Die Druckversionen können beim BBL bestellt werden. Die elektronischen Fassungen stehen auf der Internetseite des SBFI zur Verfügung. Die Bildungspläne werden im Berufsverzeichnis und auf der Internetseite des Verbands "suissetec" aufgeschaltet.

Dentalassistent/in EFZ: Erlass der Bildungsverordnung

Das SBFI hat die revidierte Verordnung über die berufliche Grundbildung für den Beruf Dentalassistent/in EFZ erlassen. Sie tritt auf den 1. Januar 2020 in Kraft und ersetzt die Bildungsverordnung vom 20. August 2009. Die Druckversion ist beim BBL erhältlich. Die elektronische Fassung steht auf der Internetseite des SBFI zur Verfügung. Der Bildungsplan ist im Berufsverzeichnis und auf der Internetseite der Schweiz. Zahnärzte-Gesellschaft aufgeschaltet.

Entwässerungsberufe: Änderung der Bildungspläne

Im Anschluss an die 5-Jahres-Überprüfung der Berufe Entwässerungstechnologe/-technologin EFZ und Entwässerungspraktiker/in EBA hat die zuständige Organisation der Arbeitswelt eine Teilrevision der Bildungspläne vorgeschlagen. In Absprache mit der SBBK-Kommission Berufsentwicklung wurde vereinbart, keine Anhörung durchzuführen. Die revidierten Bildungspläne sind am 1. August 2019 in Kraft getreten. Sie sind im Berufsverzeichnis aufgeschaltet und stehen demnächst auf der Internetseite des Ausbildungsverbands der Kanalunterhaltsbranche zur Verfügung.

Berufsfeld Mikrotechnik: Anhörung

Das SBFI unterbreitet die Entwürfe der revidierten Verordnungen über die berufliche Grundbildung und die  Bildungspläne für die Berufe Mikromechaniker/in EFZ, Mikrozeichner/in EFZ und Qualitätsfachfrau/-fachmann in der Mikrotechnik EFZ zur Stellungnahme. Anhörungsfrist: 15. Oktober 2019. Die Unterlagen können hier heruntergeladen werden.

SGAB: Belohnung für Transfer von Forschung in die Praxis

Die Schweizerische Gesellschaft für angewandte Bildungsforschung (SGAB) will den Dialog zwischen Forschung und Praxis stärken und zu forschungsgestützten Innovationen in der Praxis beitragen. Deshalb schreibt sie einen Preis aus, der Forschungsprojekte honoriert, deren Ergebnisse in die Praxis transferiert werden können. Anmeldeschluss für die Bewerbung: 30. November 2019.
Weitere Informationen

ICT: Lehrabgänger/innen zufrieden mit ihrer Ausbildung

Laut den Ergebnissen einer nationalen Umfrage durch ICT-Berufsbildung Schweiz bei den jungen Lehrabgängern und -abgängerinnen ist die grosse Mehrheit mit ihrer Berufswahl zufrieden. Der Frauenanteil ist in der Mediamatik grösser (31%) als in der Informatik (10%). Von den Befragten bereiteten 26% eine Berufsmaturität während der Berufslehre vor, während 22% planten, diese nach Lehrende nachzuholen. Siehe auch das Interview in der Zeitschrift HR Swiss mit Serge Frech, Direktor der ICT-Berufsbildung Schweiz.

Panissimo News: Eine Berufsbildnerin ist stolz auf ihre Lernenden

Der Schweizerische Bäcker-Confiseurmeister-Verband porträtiert regelmässig junge Berufsleute in seinem Magazin panissimo. In der Ausgabe vom 22. Juli 2019 äussert Isaline Kauffmann, Berufsbildnerin, ihren Stolz über den Erfolg der Lernenden. Seit ihrer Berufslehre arbeitet sie in der Confiserie Wolfisberg in Carouge (GE). Nach ihrer Detailhandelsausbildung kehrte sie in die Produktion zurück, wo sie Souschef Konditorin wurde und ihr die Verantwortung für die Lernenden übertragen wurde. Seit 2016 ist Isaline Kauffmann Prüfungsexpertin und ab September 2019 auch Lernbeauftragte als Bindeglied zwischen Lernenden, Lehrbetrieben und dem Genfer Berufsbildungsamt.

Neues Merkblatt zur Lehrvertragsauflösung

Lehrverhältnisse können während der Probezeit oder bei wichtigen Gründen einseitig oder im gegenseitigen Einvernehmen vor Ablauf der Lehrdauer aufgelöst werden. Die Vertragsparteien sollen aber nach Möglichkeit dafür sorgen, dass die begonnene berufliche Grundbildung ordnungsgemäss beendet werden kann. Was bei einer Lehrvertragsauflösung konkret zu tun ist, darüber gibt das Merkblatt Nr. 23 des SDBB Auskunft.
Direkter Link auf die Themenseite der Merkblätter: www.mb.berufsbildung.ch

NE: Neue Leiterin des SFPO

Das Departement für Bildung und Familie des Kantons Neuenburg hat Laurence Knoepfler Chevalley zur neuen Leiterin des Amts für nachobligatorische Bildung und Berufsberatung (SFPO) ernannt. Sie hat ihr Amt am 1. August 2019 angetreten.
Medienmitteilung

ZH: Bildungsstatistik 2018/2019

Die Taschenstatistik der Bildungsdirektion Zürich enthält Zahlen und Fakten zum Zürcher Bildungswesen 2018/2019. Nach der obligatorischen Schulzeit besuchen rund 80% der Jugendlichen eine Berufsfachschule. Der Anteil der Berufsmaturität (BM1) an der beruflichen Grundbildung beträgt 11,3%. Die Quote der Mittelschüler/innen liegt bei 18,7%. An den Fachhochschulen hat die Anzahl Studierender in den letzten zehn Jahren stark zugenommen und beträgt seit 2013 über 20'000. Demgegenüber ist die Anzahl Studierender an der Universität im gleichen Zeitraum stabil geblieben.

Österreich: Befragung von Berufsbildner/innen in Lehrbetrieben

Über 1000 betriebliche Lehrlingsausbilder/innen wurden in Österreich zu ihren Erfahrungen und Wünschen befragt. Die grösste Herausforderung sehen diese im qualitativen und quantitativen Mangel an Lehrlingen. Angegeben werden sowohl demografische Gründe als auch der daraus resultierende Wettbewerb um geeignete Jugendliche zwischen den Betrieben und auch den weiterführenden Schulen. Weiter nennen die Ausbilder/innen die Ablenkung der Lehrlinge durch ihr Mobiltelefon sowie die Belastung durch den steigenden Verwaltungsaufwand. Nur ein Drittel fühlt sich hingegen durch begrenzte finanzielle Ressourcen im Betrieb herausgefordert. Bemerkenswert ist zudem, dass 98% ihre Aufgabe als Ausbilder/in gerne wahrnehmen.
ibw-Forschungsbericht Nr. 196

Zeitschrift Formation emploi: Die Berufslehre in Deutschland angesichts ihrer Herausforderungen

Die Ausgabe 2/2019 der französischen Zeitschrift der Sozialwissenschaften Formation emploi befasst sich mit der Berufslehre in Deutschland und mit den Herausforderungen, mit welchen das Land konfrontiert ist. Deutsche und französische Fachleute stellen fest, dass die Berufslehre in Deutschland das Produkt einer spezifischen historischen Konstellation ist. Dies mahnt zur Vorsicht beim Vergleich mit dem französischen System, der Beteiligung der Unternehmen, der Durchlässigkeit, dem externen Einsatz nach der Ausbildung. Das deutsche System zeige Schwachstellen, die ihm unter gewissen Aspekten den Anschein eines "Kolosses auf tönernen Füssen" gebe.

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

Think Tank Transit: Trendbericht zur Weiterbildung

Der Think Tank Transit veröffentlicht einen ersten Bericht, der die Tendenzen in der Erwachsenenbildung untersucht. Er beschreibt vor allem deren Funktionsweise. Die wichtigsten Ergebnisse stammen aus verschiedenen Workshops, der letzte fand am 16. Januar 2019 in Zürich statt. An diesem Workshop wurden die zentralen Themen untersucht und eine Art Netzwerkkarte einer künftigen Weiterbildungslandschaft entwickelt. Der Think Tank wird sein erstes Westschweizer Treffen am 17. September 2019 durchführen. Die Nummer 2/2019 der Fachzeitschrift Education Permanente des SVEB ist der Arbeit von Transit gewidmet.

Prüfungsordnungen in Vernehmlassung

Die zuständige Organisation der Arbeitswelt hat dem SBFI die Entwürfe zur Änderung der Prüfungsordnungen zu folgenden Berufsprüfungen eingereicht: Betriebsleiter/in Landwirtschaft, Betriebsleiter/in Obstbau, Betriebsleiter/in Geflügelwirtschaft, Betriebsleiter/in Weintechnologie, Betriebsleiter/in Weinbau, Betriebsleiter/in Gemüsebau, je mit eidgenössischem Fachausweis. Dazu kommen die Entwürfe der Änderung der Prüfungsordnungen über die höhere Fachprüfung Meisterlandwirt/in, Obstbaumeister/in, Geflügelwirtschaftsmeister/in, Weintechnologiemeister/in, Winzermeister/in, Gemüsegärtnermeister/in sowie Diplomierter bäuerlicher Haushaltleiter/Diplomierte Bäuerin.
Bundesblatt vom 16. Juli 2019

Aufhebung eines Reglements

Die zuständige Organisation der Arbeitswelt hat entschieden, das Reglement über die höhere Fachprüfung für Isolierspengler/in-Meister/in vom 3. September 1987 per 30. September 2019 aufzuheben.
Bundesblatt vom 23. Juli 2019

Mittelschulen und Hochschulen

EDK/swissuniversities: Optimierung des Übergangs vom Gymnasium an die Universität

Die EDK und swissuniversities haben eine Verpflichtungserklärung zur Optimierung des Übergangs vom Gymnasium an die Universität unterzeichnet. Sie haben sechs Ziele definiert, um die Zusammenarbeit zwischen den beiden Lehrkörpern und mit den beteiligten institutionellen Akteuren, vor allem mit der Studien- und Laufbahnberatung, zu stärken. Unter anderem sollen sich Gymnasien und Universitäten an der Studien- und Laufbahnberatung beteiligen. Die Studierenden sollen von abgestimmten Unterstützungsangeboten während ihrer ersten Monate an der Uni profitieren. Die Massnahmen, die der Erreichung der festgelegten Ziele dienen, werden als Good Practice in einem jährlich aktualisierten Dokument festgehalten.
Medienmitteilung

EDK: Neue Universitätsvereinbarung geht in die kantonalen Beitrittsverfahren

Die Plenarversammlung der EDK hat mit 18 zu 24 Stimmen die totalrevidierte interkantonale Universitätsvereinbarung (IUV 2019) verabschiedet. Diese bestimmt die Beiträge, die ein Kanton für seine Studierenden an einer ausserkantonalen Universität zu zahlen hat. Sechs Kantone (GL, GR, JU, TI, UR, VS) profitieren bis jetzt von Rabatten für Wanderungsverluste, weil viele ihrer Studierenden nach dem Studium nicht mehr zurückkehren. Die Revision beinhaltet zwei wichtige Neuerungen: Einerseits werden die Tarife neu auf Basis der effektiven Kosten berechnet, andererseits werden die geltenden Rabatte abgeschafft, weil fast alle Kantone Wanderungsverluste zu verzeichnen haben. Die EDK sieht mit dem neuen System eine stabile Entwicklung der Tarife vor. Laut Presseberichten fühlen sich einige Universitätskantone benachteiligt, vor allem in der Romandie. Nun entscheiden die Kantone über einen Beitritt. Sobald 18 Kantone die Vereinbarung ratifiziert haben, wird sie in Kraft gesetzt.
Medienmitteilung

SBFI: Das Wichtigste zu Hochschulen und Forschung

Die vom SBFI aktualisierte Publikation "Hochschulen und Forschung in der Schweiz" enthält Zahlen und Fakten zur Schweizer Hochschul- und Forschungslandschaft. Sie stellt anhand von Porträts die Universitäten, ETHs und Fachhochschulen der Schweiz vor. Die Publikation kann in deutscher, französischer und englischer Sprache kostenlos heruntergeladen werden.

BS: Stiftungsprofessur für Komplementärmedizin

Die Universität Basel erhält eine Stiftungsprofessur für Komplementärmedizin. Diese wird von anthroposophischen Kreisen finanziert, was gemäss bz Region Basel unter Basler Naturwissenschaftlern zu Unmut führt. Die Zahl der Stiftungsprofessuren an den Deutschschweizer Universitäten ist seit 2011 von 79 auf 97 gestiegen; dies zeigt laut der Aargauer Zeitung eine Umfrage von CH Media.

LU: Neuer Bachelor "Artificial Intelligence & Machine Learning"

Ab Februar 2020 bietet die Hochschule Luzern den Bachelor "Artificial Intelligence & Machine Learning" als vollzeitlichen sowie berufsbegleitenden Studiengang an. Aufbauend auf einer Informatik-Grundausbildung vermittelt der Studiengang Fachwissen in verschiedenen Disziplinen der Künstlichen Intelligenz, insbesondere in maschinellem Lernen und der Robotik. Schwerpunkte werden im Bereich der Bild- und Videoanalyse, der Verarbeitung natürlicher Sprache, der Optimierung industrieller Prozesse, der Entwicklung von Diagnosesystemen und KI-basierten Geschäftsmodellen sowie der kognitiven Robotik gesetzt.

ZH: Neuer Bachelor "Sprachliche Integration"

Das Departement Angewandte Linguistik der ZHAW bietet ab September 2020 den neuen Bachelorstudiengang "Sprachliche Integration – Deutsch als Fremd- und Zweisprache" an. Der Studiengang verbindet sprachdidaktische und linguistische Inhalte mit migrationsspezifischen Themen aus Politik, Kultur und Wirtschaft. Absolvierende sollen als Sprachkursleitende für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache, als Sprachberatende im interkulturellen Umfeld oder als Entwickler/innen von Lehr- und Lernmaterialien tätig sein können. Sie erhalten die Berufsbezeichnung "Fachperson Sprachförderung Deutsch als Fremd- und Zweitsprache für Erwachsene".

ZH: Spezialanlass für Studienberatende

Rund um ihre Studieninformationstage laden die Universität Zürich und die ETH Zürich Studienberatende, Lehrer und Rektorinnen zu einem Spezialanlass ein. Im Zentrum steht die Studienreform an der Philosophischen und Theologischen Fakultät der Universität Zürich. Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 5. September 2019 von 10.45 bis 12.00 Uhr im Hauptgebäude der Universität Zürich statt. Anmeldungen per E-Mail an zentrale-studienberatung@sib.uzh.ch.

Beratung

Verbesserungen der Lehrstellensuche auf berufsberatung.ch

Im Juni 2018 wurde die Lehrstellensuche auf berufsberatung.ch erneuert – und im Juni 2019 mit weiteren Verbesserungen ergänzt. Die wichtigste: Wenn der oder die Ratsuchende nach einer ersten Suche die Kriterien ändert, erscheinen die Ergebnisse der ersten Suche nicht mehr. Damit wird klarer, dass nach der Aktualisierung der Kriterien nochmals auf den Button "Treffer anzeigen" geklickt werden muss, um die neuen Resultate zu sehen. Auf der Website des SDBB sind alle Änderungen im Detail beschrieben.

Neue Studienleiterin im MASP CC&HRM-18

Das Direktorium der postgradualen Weiterbildung in Laufbahn- und Personalpsychologie der Unis Bern und Freiburg hat Andrea Eller zur neuen Studienleiterin des MASP CC&HRM (Master of Advanced Studies in Psychology of Career Counseling and Human Ressources Management) gewählt. Andrea Eller übernimmt die Leitung für den Studiengang 18, der im März 2020 beginnt. Sie hat an der Universität Freiburg Arbeits- und Organisationpsychologie studiert. Während ihrer Tätigkeit im BIZ Liestal absolvierte sie den MASP CC&HRM. Sie war auch als Leiterin der Infothek und stellvertretende Leiterin des BIZ Bottmingen tätig. Der bisherige Studienleiter Manfred Kuonen tritt Ende 2019 zurück und übernimmt eine Führungsrolle an der PHBern.
Medienmitteilung

Hitlisten der gewählten Berufe 2018

Die Rangliste der meistgewählten EBA- und EFZ-Berufe hat sich 2018 im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert. Wie schon 2017 sind die EFZ-Favoriten Kaufmann/-frau, Fachmann/-frau Gesundheit, Detailhandelsfachmann/-frau und Fachmann/-frau Betreuung. Bei den EBA stehen auf den ersten drei Plätzen weiterhin die Berufe Detailhandelsassistent/in, Assistent/in Gesundheit und Soziales und Büroassistent/in. Allerdings haben 2018 die Automobil-Assistent/innen ihren vierten Platz mit den Haustechnikpraktiker/innen getauscht, die zuvor hinter den Küchenangestellten an sechster Stelle platziert waren.

Internationale Konferenz: Politik und Laufbahnberatung

Im Juni 2019 befasste sich die 9. Internationale Konferenz zu Laufbahnberatung und Politik mit der Vorgehensweise, mit welcher Regierungen, Firmen, Arbeitgeber und Bildungseinrichtungen die Bürger/innen beim Aufbau einer erfolgreichen Karriere unterstützen könnten. Vertreter/innen von 33 Ländern, von der UNESCO, der OECD und der Europäischen Kommission haben eine Reihe von Massnahmen und Praktiken formuliert, die in erster Linie auf Innovation, Anpassung an sich verändernde Kontexte sowie auf einen verbesserten Zugang zur Laufbahnberatung abzielt. Die Ergebnisse sind in einem Communiqué zusammengefasst (in Englisch).

BE: Neues Veranstaltungsprogramm der BIZ

Die BIZ Berufsberatungs- und Informationszentren des Kantons Bern haben ihre an den verschiedenen Standorten angebotenen Informationsanlässe und Workshops neu ausgerichtet. Neben den BIZ-Klassikern wie "Online bewerben" oder "Studium in Sicht" finden sich neue Angebote wie "Job Crafting" und zielgruppenspezifische Themen der aktiven Laufbahngestaltung. Ein Überblick über das gesamte Programm kann auf der kantonalen Website heruntergeladen werden, die Anmeldung erfolgt ebenfalls über das Web.

BE: Info-Webinar über die KV-Lehre

Jugendliche, Eltern, Lehrpersonen und Fachpersonen können sich neu in einem virtuellen Konferenzraum über die kaufmännische Grundbildung informieren. Der Kaufmännische Verband Bern organisiert zusammen mit vier Berufsfachschulen kostenlose Info-Webinars zum kaufmännischen Berufsbild und zu den Berufen im Detailhandel. Angemeldete Personen können innerhalb der Webinars Fragen stellen.

Deutschland: Berufsberatung für Eltern

Laut Studien finden Jugendliche den Rat ihrer Eltern bei der Berufswahl am hilfreichsten. Sind Eltern also besser als BIZ-Beratungspersonen? Eine solche Gegenüberstellung von informeller Beratung und professioneller Beratung ist nicht sinnvoll, wie ein im dvb Forum publizierter Bericht der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit zeigt. Vielmehr sollten die Stärken der jeweiligen Beratung verknüpft werden, um das "Beste aus beiden Welten" zu verbinden, so die Untersuchung. Sie empfiehlt den Berufsberatungen, die Eltern verstärkt als Kundengruppe wahrzunehmen und sich deren Multiplikatorenrolle noch bewusster zu machen. Der Bericht kann als E-Paper gekauft oder in der Zeitschrift dvb forum (Nr. 2/2019) gelesen werden.

Arbeitsmarkt

Studie der UBS: In zehn Jahren fehlen in der Schweiz 500'000 Fachkräfte

Im Verlauf des nächsten Jahrzehnts werden der Schweizer Wirtschaft zwischen 300'000 und 500'000 Arbeitskräfte fehlen. Die Nachfrage dürfte in bestimmten Branchen im Tertiärsektor, beispielsweise im Gesundheits- und Pflegebereich, stark zunehmen, in anderen Bereichen aber stagnieren. So dürfte der Bedarf der Industrie gedeckt sein. Es wird nicht genügen, nur auf die Zuwanderung zu setzen, um dem Arbeitskräftemangel zu begegnen. So lauten die Schlussfolgerungen einer Studie der UBS. Die Studie befürwortet ergänzende Ansätze, um dem Mangel Abhilfe zu schaffen: eine stärkere Integration Arbeitsloser, eine Flexibilisierung des Rentenalters und eine (weitere) Anhebung der Arbeitsmarktpartizipation der Frauen.
Medienmitteilung

Die Schweiz hält Europa-Rekord bei der Unterbeschäftigung

Im Jahr 2018 belief sich das ungenutzte Arbeitskräftepotenzial in der Schweiz auf 830'000 Personen: 356'000 Unterbeschäftigte (Teilzeiterwerbstätige, die mehr arbeiten möchten und dafür auch verfügbar wären), 231'000 Erwerbslose und 243'000 Personen in der stillen Reserve (auf Arbeitssuche, aber nicht sofort verfügbar, und umgekehrt). Das zusätzlich gewünschte Arbeitsvolumen der Unterbeschäftigten und der Erwerbslosen entsprach 299'000 Vollzeitstellen. Mit einem Anteil von 7,0% der Erwerbspersonen im Jahr 2018 wies die Schweiz die höchste Unterbeschäftigungsquote im europäischen Vergleich auf. Dies sind einige Ergebnisse einer neuen Publikation des BFS.
Weitere Informationen

Erwerbsquote: Frauen und Männer nähern sich an

2018 war die Erwerbsquote der 15- bis 64-jährigen Frauen mit 79,9% um 8,6 Prozentpunkte tiefer als jene der Männer (88,5%). Der Geschlechterunterschied hat sich zwischen 2010 und 2018 um 3,3 Prozentpunkte verringert. Aber weil deutlich mehr Frauen als Männer Teilzeit arbeiten (57,9% resp. 14,9%), beläuft sich die Erwerbsquote der Frauen in Vollzeitäquivalenten auf 59,8%, die der Männer auf 85,5%. Dies zeigt die Schweizerische Arbeitskräfteerhebung SAKE 2018. Auffällig ist, dass insbesondere Väter mit Kindern unter vier Jahren deutlich mehr Teilzeit arbeiten als 2010 (+5,3 Prozentpunkte auf 14,1%).

Fast eine halbe Million erhält nur einen Tieflohn

2016 gab es im privaten und im öffentlichen Sektor der Schweiz 329'300 Tieflohnstellen. Insgesamt waren 473'700 Personen (davon zwei Drittel Frauen) an einem solchen Arbeitsplatz beschäftigt. Dies zeigt eine Analyse des BFS. Über ein Drittel der Tieflohnstellen verteilte sich auf die drei folgenden Wirtschaftszweige: Detailhandel, Gastronomie und Beherbergung. Eine Stelle gilt als Tieflohnstelle, wenn der auf der Basis eines Vollzeitpensums von 40 Wochenstunden berechnete Lohn weniger als zwei Drittel des schweizerischen Bruttomedianlohnes, das heisst im Jahr 2016 weniger als 4335 Franken pro Monat, beträgt.

Studie: Schweiz und Co. als industrielles Powerhouse

Die Schweiz und ihre unmittelbaren Nachbarregionen bilden im Herzen Europas ein sehr leistungsfähiges, grenzüberschreitendes Produktions- und Forschungsnetzwerk. Als Absatzmarkt sind diese Regionen für die Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie gleich wichtig wie die USA und China zusammen. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie, welche das Wirtschaftsforschungsinstitut BAK Economics in Basel für Swissmem erstellt hat. Die Studie folgert, dass sowohl die Schweiz wie auch ihre Nachbarregionen ein vitales Interesse haben, dass die bilateralen Verträge erhalten und weiterentwickelt werden.

BFS: Die Schweiz ist neu in 101 Arbeitsmarktregionen unterteilt

Das BFS hat die Definition der Arbeitsmarktregionen (früher: MS-Regionen) überarbeitet. Neu umfasst die Schweiz 101 Arbeitsmarktregionen. Die Abgrenzung dieser Lebens- und Arbeitsräume basiert auf den Bewegungen der Erwerbstätigen zwischen dem Wohn- und dem Arbeitsort. Die neue statistische Definition dient als Grundlage für regionale oder räumliche Analysen. Zudem liefert sie Erkenntnisse über die mikroregionalen Gegebenheiten. Die definierten Arbeitsmarktregionen wurden in 16 Arbeitsmarktgrossregionen zusammengefasst.

FR: Bekämpfung der Schwarzarbeit geht in die nächste Runde

Der Freiburger Staatsrat hat den Entwurf des revidierten Gesetzes über die Beschäftigung und den Arbeitsmarkt (BAMG) verabschiedet und dem Grossen Rat vorgelegt. Der Gesetzesentwurf bezweckt vor allem die verstärkte Bekämpfung der Schwarzarbeit. Das BAMG sieht die Übertragung gerichtspolizeilicher Befugnisse an Inspektorinnen und Inspektoren der Arbeitsmarktüberwachung vor. Sie könnten demnach auf strafrechtlicher Ebene intervenieren und zum Beispiel die Tätigkeiten eines Unternehmens mit sofortiger Wirkung suspendieren. Das BAMG beabsichtigt ausserdem vermehrte Kontrollen und strengere Sanktionen. Laut Informationen von RTSinfo (in Französisch) könnten die Bussen für Verstösse 10% des Betrags für das Angebot eines öffentlichen Auftrags erreichen und auf den andern Arbeitsmärkten auf einer Million Franken plafoniert werden.
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Berufliche Integration

SECO: Kompetenzbasiertes Matching soll im Januar 2020 parat sein

Die Suche von offenen Stellen nach bestimmten Kompetenzbegriffen erfolgte in den RAV bisher ohne einheitliches und detailliertes Kompetenzverzeichnis. Mit dem Projekt "Kompetenzbasiertes Matching" des SECO soll das anders werden: Das Projekt umfasst die Bereitstellung eines Kompetenzkatalogs und eines darauf basierenden Matchings mit offenen Stellen. Das Matching wird im Januar 2020 mit der Senkung des Schwellenwerts für die Stellenmeldepflicht auf 5% eingeführt. Ein Bericht im aktuellen TC-Newsletter erläutert das Projekt.

Die wichtigsten Regeln für die Zeitarbeit

Die Anzahl der temporär Angestellten hat sich seit den 1990er-Jahren fast vervierfacht. Die Zeitschrift "Der Beobachter" hat die wichtigsten Punkte zusammengestellt, die man kennen muss, wenn man für einen Personalverleih arbeitet. Dazu gehören Fragen zu Kündigungsfristen und Krankheitstagen, zu Kettenverträgen und zum Anspruch auf Ferientage.

FR: Aufhebung der Beschäftigungsprogramme bei nicht gewinnorientierten Institutionen

Der vom Freiburger Staatsrat verabschiedete und dem Grossen Rat vorgelegte Entwurf des revidierten Gesetzes über die Beschäftigung und den Arbeitsmarkt (BAMG) will vor allem die Bekämpfung der Schwarzarbeit verstärken. Parallel dazu sieht das BAMG die Aufhebung der Beschäftigungsprogramme für ausgesteuerte Stellensuchende bei nicht gewinnorientierten Institutionen vor: Diese Programme sind laut den Vorschriften der Arbeitslosenversicherung nicht  beitragspflichtig (im Gegensatz zu Beschäftigungsprogrammen von Firmen) und haben deshalb keinen Anspruch auf Leistungen des Bundes.
Medienmitteilung