Newsletter vom 11.01.2017

Aktuelle Meldungen vom 11.01.2017

Berufliche Grundbildung

SBFI-News: Bildungszusammenarbeitsgesetz und BFI-Politik 2017-2020

In den SBFI-News 1/2017 werden folgende Themen behandelt:
- Bildungszusammenarbeitsgesetz: Bund und EDK haben eine Vereinbarung über die Zusammenarbeit von Bund und Kantonen im Bildungsraum Schweiz unterzeichnet. Damit sind die Grundlagen gelegt, um die gemeinsame bildungspolitische Koordination langfristig fortführen zu können.
- BFI-Politik 2017-2020: In neun Punkten legt das SBFI dar, wie die rund 26 Milliarden Franken in den nächsten vier Jahren auf die verschiedenen Förderbereiche und -instrumente aufgeteilt werden.
Weitere Beiträge behandeln die Massnahmen gegen den Fachkräftemangel in der Langzeitpflege und den Berufsabschluss für Erwachsene.

Informationen zur Kampagne berufsbildungplus.ch

Das SBFI dokumentiert im Verbundpartner-Info 3/2016 die Kampagne berufsbildungplus.ch mit den folgenden Inhalten:
- Rückblick – Die Kampagne
- Ausblick 2017 – Von der Plakatwand auf den Bildschirm: 2017 wird berufsbildungplus.ch erstmals im Fernsehen zu sehen sein.
- Kampagnenintegration – Gemeinsam die Berufsbildung stärken
Der Berufsabschluss für Erwachsene wird als Fokusthema in die laufende Kampagne integriert. Siehe dazu auch den Beitrag in den SBFI-News 1/2017.

Validierung: Leitfaden in Anhörung

Das SBFI hat das Dokument "Leitfaden Validierung von Bildungsleistungen in der beruflichen Grundbildung" im Rahmen des Projekts "Berufsabschluss und Berufswechsel für Erwachsene" überarbeitet und es den direkt betroffenen Trägerschaften und Kantonen unterbreitet. Anhand der Rückmeldungen wurde der Leitfaden nochmals überarbeitet und der Ablauf des Qualifikationsverfahrens präzisiert. Anhörungsfrist für den neuen Entwurf: 16. März 2017.

Bogenmacher-Gewerbe: Aufhebung des Ausbildungsreglements

Der Entscheid, die Ausbildung im Bereich des Bogenmacher-Gewerbes nicht zu reformieren, hat bei der Anhörung keine abschlägigen Stellungnahmen hervorgerufen. Das SBFI hat deshalb die Aufhebung der Reglemente über die Lehrlingsausbildung und die Mindestanforderungen der Lehrabschlussprüfung mit Wirkung auf den 1. Januar 2017 erlassen.

Interpellation: Berufsbildung im Ausland

Der Bundesrat weist darauf hin, dass die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit rund fünfzig Berufsbildungsprojekte in über 25 Ländern mit Erfolg durchführt. Allerdings müssen in einigen Partnerländern die Strukturen im Privatsektor gestärkt werden. Dazu hat der Bund ebenfalls Schweizer Berufsverbände beigezogen. Ziel der Promotionsaktivitäten im Ausland ist es auch, in- und ausländische Wirtschaftsakteure und Sozialpartner vor Ort in die Berufsbildungszusammenarbeit einzubeziehen.
Antwort des Bundesrats

Interpellation: Förderung der politischen Bildung

Der Bund engagiert sich im Rahmen seiner verfassungsmässigen Kompetenzen an Projekten zur Förderung der Teilnahme Jugendlicher am politischen Leben. Dennoch hat er keine Möglichkeit, private Projekte zur Erreichung von Bildungszielen in den Lehrplänen auf der Sekundarstufe I finanziell zu unterstützen. Dafür kann er solche Projekte im Bereich der Berufsbildung (Sekundarstufe II) unterstützen, basierend auf den Artikeln 54 und 55 des Berufsbildungsgesetzes.
Antwort des Bundesrats
Zum gleichen Thema siehe auch das Postulat 14.4267, das vom Bundesrat abgelehnt wurde.

BFS: Aktualisierung der Daten zu Übergängen und Verläufen auf der Sekundarstufe II

Mit der Modernisierung der Erhebungen im Bildungsbereich können Bildungsverläufe künftig im Detail analysiert werden. Die vom BFS aktualisierten Grafiken und Tabellen bezüglich der Publikation "Längsschnittanalysen im Bildungsbereich" (Ausgabe 2015) nutzen diese neuen Möglichkeiten. SÜbergänge und Verläufe auf der Sekundarstufe II können mit dem Migrationsstatus und der sozialen Herkunft der betroffenen Personen in Beziehung gesetzt werden.
Weitere Informationen

BFS: Öffentliche Bildungsausgaben

Gemäss der Publikation des BFS "Öffentliche Bildungsausgaben 2005-2014" haben Bund und Kantone 2014 rund 36 Milliarden Franken in die Bildung investiert, im Vergleich zu 27 Milliarden im Jahr 2005. Die Aufteilung der Beträge nach Bildungsstufen hat sich zwischen 2005 und 2014 nicht verändert. So wurden 20% der öffentlichen Bildungsausgaben für die Sekundarstufe II verwendet. Die Tabellen und Grafiken illustrieren die Aufwendungen nach Verwaltungsebene und Bildungsstufe oder auch nach Person in Ausbildung.
Weitere Informationen

BFS: Bildungsabschlüsse auf der Sekundarstufe II

Die Publikation des BFS "Bildungsabschlüsse", Ausgabe 2016, gibt eine Gesamtübersicht über die Anzahl der erlangten Bildungsabschlüsse auf der Sekundarstufe II und der Tertiärstufe. Diese Publikation veranschaulicht insbesondere die wichtigsten Entwicklungen und zeigt, welche Ausbildungsbereiche am häufigsten belegt wurden. 2015 wuchs die Gesamtzahl der erlangten Abschlüsse auf der Sekundarstufe II auf 110'013. Für die berufliche Grundbildung (EFZ, EBA) betrug sie 69'650, in den allgemeinbildenden Ausbildungen (gymnasiale Maturität, Berufs- und Fachmaturität) 40'363.
Weitere Informationen

IDES: Geschäfte zur Bildung in den Kantonen im Dezember 2016

Das Informations- und Dokumentationszentrum IDES der EDK publiziert die umfassende Liste "Parlamentarische Dokumentation", auf der sie die aktuellen Geschäfte im Bereich Bildung aufführt. Die Liste enthält neben Geschäften der Berufsbildung/Sekundarstufe II, Weiterbildung und Hochschulen auch solche der obligatorischen Schule.
Parlamentarische Dokumentation zur Bildungspolitik 12/2016

Neues SVEB-Zertifikat Praxisausbilder/in

In vielen Situationen des Berufsalltags ist die individuelle Begleitung wichtiger ist als Lernen in der Gruppe. Angesichts des zunehmenden Bedarfs an Qualifikationen im Bereich der individuellen Begleitung Erwachsener hat die Schweizerische Vereinigung für Erwachsenenbildung ein SVEB-Zertifikat Praxisausbilder/in geschaffen.
Weitere Informationen

ZG: Talentförderung am Gewerblich-industriellen Bildungszentrum Zug

Das Gewerblich-industrielle Bildungszentrum Zug will begabte Schülerinnen und Schüler und ausserordentliche Projekte in der Berufsbildung fördern. Die Mittel dazu stammen aus einem Fond "Talentschmiede", der bereits in den 1930er-Jahren für spezielle Unterstützungsbeiträge an der Zuger Gewerbeschule eingerichtet wurde. In Zukunft soll der Fonds über finanzielle Einlagen von Sponsoren aus lokalen, regionalen und nationalen Wirtschaftsunternehmen sowie von Privatpersonen gespiesen werden.
Medienmitteilung

Deutschland: Ausbildungsring ausländischer Unternehmer

Der Ausbildungsring Ausländischer Unternehmer AAU e.v. wurde 1999 in Nürnberg für Mittelfranken gegründet. Hintergrund war die Tatsache, dass die Zahl der Selbstständigen mit ausländischer Staatsangehörigkeit oder Herkunft immer mehr zunahm, ihr Engagement für die berufliche Grundbildung gegenüber Betrieben mit deutschen Inhabern aber deutlich geringer war. Durch die Förderung durch den AAU sollen Ausbildungsplätze für deutsche und insbesondere für Jugendliche mit Migrationshintergrund geschaffen werden. Zur Erleichterung wurde unter anderem ein System der Verbundausbildung installiert (Teilprojekt "Ausbildungsring Aktiver Unternehmer").

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

HF: Neue Subventionspraxis von Lehrmitteln für sprachliche Minderheiten

Gestützt auf das Berufsbildungsgesetz unterstützt der Bund die Erstellung von Lehrmitteln für sprachliche Minderheiten. Nach bisheriger Praxis wurde damit die Übersetzung von Lehrmitteln für die berufliche Grundbildung unterstützt. Per 1. Januar 2017 erweitert der Bund seine Subventionspraxis auf die Übersetzung von Lehrmitteln zum Einsatz an höheren Fachschulen HF. Das SBFI hat für die Projektförderung Kriterien erarbeitet, welche von der eidg. Berufsbildungskommission im Juni 2016 zustimmend zur Kenntnis genommen wurden.

Prüfungsordnungen in Vernehmlassung

Die zuständigen Organisationen der Arbeitswelt haben dem SBFI die Entwürfe von Prüfungsordnungen eingereicht, einerseits für die Berufsprüfungen Fachmann/frau Internationale Spedition und Logistik, Fachzahntechniker/in Kieferorthopädie, Haushaltleiter/in sowie Wanderleiter/in je mit eidgenössischem Fachausweis; andererseits für die höhere Fachprüfung für Diplomierter Leiter/Diplomierte Leiterin Internationale Spedition.
Bundesblatt vom 13. Dezember, 20. Dezember 2016 und 10. Januar 2017

Totalrevision der Verordnung des WBF über die höheren Fachschulen

Die Vernehmlassung der Totalrevision der Verordnung des WBF über Mindestvorschriften und Nachdiplomstudien der höheren Fachschulen (MiVo-HF) dauert bis zum 31. März 2017. Ziele der Revision sind die Überprüfung und Klärung der Strukturen, Prozesse und Verantwortlichkeiten der Akteure. Die revidierte MiVo-HF soll frühestens im Herbst 2017 in Kraft treten.

Studie zu Berufslaufbahnen im Bereich Pflege und Betreuung

In der Studie "ProCom" werden Berufslaufbahnen von Fachfrauen/-männern Gesundheit EFZ und Fachfrauen/-männern Betreuung EFZ rund vier Jahre nach Abschluss der beruflichen Grundbildung analysiert. Mit der Befragung von 533 Fachleuten konnten verschiedene Pfade der Laufbahnentwicklung nachgezeichnet werden. Die Autorinnen liefern insbesondere Informationen dazu, wo angesetzt werden muss, damit es für qualifizierte Fachkräfte attraktiv ist, im Gesundheits- und Sozialbereich zu arbeiten und sich weiterzubilden. Der wissenschaftliche Schlussbericht steht online zur Verfügung.

Mittelschulen und Hochschulen

BFS: Erfolgsquoten im Studium

Die Erfolgsquote an den universitären Hochschulen (UH) auf der Bachelorstufe beträgt gemäss einem Referat des BFS an der AGAB-Fachtagung 2016 acht Jahre nach Beginn des Bachelorstudiums 83% (Eintritte 2006 mit Wohnsitz in der Schweiz vor Studienbeginn). 65% dieser Studierenden wechseln weder die Hochschule noch die Fachbereichsgruppe. Die Erfolgsquote auf der FH-Bachelorstufe beträgt 82%. Bei den Studienabbrechenden (UH, FH und PH) beträgt die Wahrscheinlichkeit, dass sie in die Tertiärstufe zurückkehren, langfristig ermittelt total 42%. Die Hälfte davon kehrt nach einem Jahr zurück. Rückkehrende bleiben meist beim neu gewählten Studienfach. In diesen Tabellen finden sich weitere aktuelle Zahlen zu den Übergängen und Verläufen im Hochschulbereich.

Vollassoziierung am Forschungsprogramm "Horizon 2020"

Seit dem 1. Januar 2017 ist die Schweiz wieder vollständig am europäischen Forschungsrahmenprogramm "Horizon 2020" beteiligt. Durch die Ratifizierung des Protokolls betreffend der Ausdehnung der Personenfreizügigkeit auf Kroatien hat der Bundesrat die Bedingungen für die Vollassoziierung der Schweiz an "Horizon 2020" erfüllt. Die laufenden Projekte, die im Rahmen der Übergangsmassnahmen finanziert wurden, werden durch die Statusänderung nicht beeinträchtigt. Ihre Finanzierung bleibt gesichert.

Westschweizer Netzwerk zur Validierung

Die HES-SO und die Universitäten Genf und Lausanne haben das Westschweizer Netzwerk zur Validierung von Bildungsleistungen geschaffen und eine Internetseite eingerichtet. Diese vereinigt alle Informationen, um Berufserfahrungen und formell oder informell erworbene Bildungsleistungen anerkennen zu lassen. Die damit erworbene Gleichwertigkeit von ECTS-Punkten ermöglicht es, die Studiendauer für einen Bachelor oder Master zu verkürzen. Die französischsprachige Internetseite vae-formations.ch enthält einen Fragebogen, eine Checkliste der zu unternehmenden Schritte, die Liste der Bereiche, in denen eine Validierung möglich ist, sowie Links zu den Beratungspersonen an den Hochschulen.

Trends im FH-Weiterbildungsmarkt

An den Fachhochschulen sind die Weiterbildungserträge in den letzten zehn Jahren zum Teil deutlich angestiegen. Dies berichtet der Bund aufgrund einer Umfrage der sda. Die Fachhochschulen rechnen wegen der Konkurrenz im Markt für die kommenden Jahre mit einem geringeren Wachstum. Beobachtet wird auch ein Trend zur Modularisierung und zu kürzeren Weiterbildungsformaten.

BE: Neuer Bachelor Wirtschaftsingenieurwesen

Die Berner Fachhochschule bietet ab Herbst 2017 den neuen Bachelorstudiengang in Wirtschaftsingenieurwesen mit den zwei Vertiefungsrichtungen "Business Engineering" und "Industrial Engineering" an. Die Vertiefung Business Engineering beinhaltet die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle unter dem Aspekt der Digitalisierung von Produkten und Prozessen. Die Vertiefung Industrial Engineering konzentriert sich auf die Basistechnologien für die Industrie 4.0 sowie auf die Vernetzung von Wertschöpfungsketten und Produktionstechnik. Die Unterrichtssprachen sind Deutsch und Englisch.

FR: Neuer interdisziplinärer Bachelor (Management, Wirtschaft und Recht)

Ab September 2017 bietet die Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Freiburg einen neuen interdisziplinären Bachelor an, der die Wissenschaften von Wirtschaft, Volkswirtschaft und Recht miteinander kombiniert. Der Studiengang besteht aus einem Hauptzweig Management und Wirtschaft (120 ECTS Credits) und einem grossen Komplementärzweig Recht (60 ECTS Credits). Personen mit dieser Generalistenausbildung können Stellen einnehmen als Manager oder Konsulenten im privaten oder öffentlichen Bereich, in internationalen Organisationen oder im Vereinswesen. Sie werden ebenso Zugang zum Masterstudiengang haben. Der Studiengang ist auch für Personen geeignet, die an Maturitätsschulen Wirtschaft oder Recht unterrichten wollen.

GE: Berufsmöglichkeiten nach dem sozialwissenschaftlichen Studium

Der öffentliche Sektor ist der Hauptanbieter von Arbeitsplätzen für diplomierte Sozialwissenschafter/innen der Universität Genf. 48% sind darin aktiv, während 33% in privaten und 19% in gemeinnützigen Bereichen oder im Rahmen einer nichtstaatlichen oder internationalen Organisation arbeiten. Diese Ergebnisse beruhen auf einer Erhebung, die von der Fakultät für Sozialwissenschaften in Auftrag gegeben und bei diplomierten Sozialwissenschafter/innen von 2005 bis 2015 durchgeführt wurde. Von 1500 befragten Personen arbeitete die Mehrheit Vollzeit, sah ihre Verantwortung mit den Jahren steigen und war mit ihrer beruflichen Situation zufrieden. Die Umfrage zeigt auch, dass der Master gegenüber dem Bachelor einen Vorteil in Bezug auf Einkommen, Verantwortung und ausbildungsadäquate Anstellung darstellt.

Beratung

Neues Webportal von Swissmem

Eine neue Karriereplattform von Swissmem soll Jugendliche, Studierende und potenzielle Mitarbeitende mit Swissmem-Mitgliedern zusammenbringen. Ziel ist es, Fachkräfte auf allen Stufen sicher zu stellen. Auf dem Portal www.find-your-future.ch sind sämtliche berufliche Grundbildungen der MEM-Industrie sowie über 140 formale Aus- und Weiterbildungen beschrieben. Das Tool Future-Finder führt über einen Interessencheck zu Bildungswegen auf allen Stufen und zu freien Lehrstellen in diesen Bereichen. Auf dem Webportal sind Porträts von Mitarbeitenden, offene Stellen der Swissmem-Mitgliederunternehmen sowie ein Zukunftsblog aufgeschaltet. Die neue Plattform basiert auf den Inhalten von tecmania.ch.

AGAB mit neuem Internetauftritt

Die AGAB, die Vereinigung der Fachleute für Beratung und Information im Mittel- und Hochschulbereich, hat eine neue Website. Diese ist neu zweisprachig (Deutsch/Französisch) und enthält nun auch eine Themenseite mit Stellungnahmen, Forschungsresultaten und Tagungsberichten.

Praktische Ausbildung PrA: Flyer erschienen

Was bringt eine Praktische Ausbildung (PrA)? Welche Perspektiven eröffnet ein PrA-Abschluss? Und welche Fähigkeiten haben Praktikerinnen und Praktiker Arbeitgebern zu bieten? Diese Fragen beantwortet der neue Flyer "Praktische Ausbildung PrA" von INSOS. Er richtet sich primär an potenzielle Ausbildungsbetriebe und Arbeitgeber des ersten Arbeitsmarkts, aber auch an weitere interessierte Kreise.

Deutschland: Infotelefon zur Weiterbildung

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung bietet ab 1. Januar 2017 einen Telefonservice zur Weiterbildungsberatung an. Das Infotelefon bietet Ratsuchenden eine anbieterneutrale Weiterbildungsberatung, um das passende Angebot zu finden. Individuelle Bildungsabsichten können konkretisiert und persönliche Bedürfnisse ermittelt werden. Über Videotelefonie wird der Service auch in Gebärdensprache angeboten. Wie das Portal erwachsenenbildung.at zudem berichtet, bieten in Österreich immer mehr Institutionen Online-Beratungen an.

Österreich: Broschüre "Studium oder duale Berufsbildung?"

Eine Infobroschüre des österreichischen Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft wirbt für die Option Lehre für Maturandinnen und Maturanden sowie für Studienabbrecher/innen. In Österreich wurden 2014/2015 375'911 Studierende an Hochschulen gezählt, 109'063 Lehrlinge absolvierten Ende 2015 eine Ausbildung in einem Lehrberuf.

Arbeitsmarkt

Personalverleih auch in der Westschweiz rückgängig

2015 wurden in der Schweiz 320'883 Personen durch einen Betrieb verliehen – das entspricht einem Rückgang von 1% gegenüber dem Vorjahr. Eine Untersuchung des Westschweizer und Tessiner Arbeitsmarktobservatoriums (ORTE) zeigt, dass diese Entwicklung in der lateinischen Schweiz mit -2% noch akzentuierter verlief. Allerdings war im Vorjahr die Zahl der verliehenen Arbeitskräfte gesamtschweizerisch um 7% und in der Romandie um 10% gestiegen. Die Situation ist in den einzelnen Kantonen der Westschweiz unterschiedlich: Der Kanton Freiburg verzeichnete nach der bereits im Vorjahr registrierten Zunahme von 10% den stärksten Jahresanstieg (+17%). Dieser Aufwärtstrend war auch im Kanton Wallis (+8%) zu erkennen. In den übrigen Westschweizer Kantonen, insbesondere im Kanton Neuenburg (-10%), weist der Jahrestrend nach unten.

fhjobs.ch – Jobs für Personen mit Fachhochschulabschluss

fhjobs.ch ist eine neue, auf Fachhochschul-Absolventen spezialisierte, nationale Stellenplattform. Getragen wird das Angebot von FH Schweiz, dem Dachverband der Absolventinnen und Absolventen von Fachhochschulen, der mit x28 kooperiert. x28 durchkämmt mit Hilfe von Suchmaschinen mehrmals täglich die Websites von rund 300'000 Schweizer Unternehmen nach offenen Stellen. Fachhochschul-Absolventinnen und -Absolventen finden auf fhjobs.ch auch Informationen rund um die berufliche Laufbahn – zum Beispiel zu Weiterbildungen oder Löhnen.

Berufliche Integration

Migrationskommission: Zugang zum Arbeitsmarkt neu denken

Die eidgenössische Migrationskommission empfiehlt in einem Positionspapier, die Arbeitsintegration neu zu denken. Globalisierung und Digitalisierung brächten es mit sich, dass die Nachfrage nach besser qualifizierten Personen wachse. Auch habe sich die Zusammensetzung der Zuwanderungsgruppen verändert. Jede zweite Person komme als Angehörige im Familiennachzug, als Studierende oder als Asylsuchende in die Schweiz. Es brauche neue Strukturen, die diesem Wandel gerecht werden und für alle, Einheimische und Zugewanderte, Perspektiven für einen nachhaltigen Zugang zum Arbeitsmarkt schaffen.

Konferenz zur Arbeitsmarktintegration von Menschen mit Behinderung

Die "Nationale Konferenz zur Arbeitsmarktintegration von Menschen mit Behinderung" verfolgt das Ziel, Massnahmen zur besseren Integration im Arbeitsmarkt zu koordinieren, zu erweitern und voranzutreiben. Die Partner, die an der beruflichen Integration von Menschen mit Behinderung beteiligt sind, legen an der Konferenz Handlungsbedarf und Handlungsoptionen gestützt auf bestehende Praxisbeispiele fest. Die Konferenz findet am 26. Januar, 18. Mai und am 23. November 2017 statt.

Die SKOS fordert gezielte Massnahmen für die berufliche Integration

Um sicherzustellen, dass die Sozialhilfequote in der Schweiz stabil bleibt, fordert die SKOS ein starkes Engagement und gezielte Massnahmen für Risikogruppen. Sie wünscht namentlich die Förderung der Arbeitsintegration von Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen. Sie stellt auch die Zunahme der Sozialhilfeempfänger ab 46 Jahren fest und schlägt die Förderung der Nachhol- und Weiterbildung und spezifische Berufsintegrationsmassnahmen für die Betroffenen vor.
Medienmitteilung

Tagung SKOS: Bildung statt Sozialhilfe

Mangelnde Berufsbildung ist in der Schweiz einer der wichtigsten Risikofaktoren für Armut. Es ist daher entscheidend, dass Personen ohne Berufsbildung auch im Erwachsenenalter Zugang haben zu Nachholbildung. Eine nationale Tagung der SKOS am 8. März 2017 in Biel bietet eine Plattform zur Präsentation und Diskussion von Handlungsmöglichkeiten sowie Best-Practice-Ansätzen.

SO: Wie RAV ihre Beratungsqualität verbessern können

Beratungs- und Vermittlungsgespräche mit stellensuchenden Personen gehören zu den zentralen Aufgaben der RAV-Beratenden. Dennoch existieren weder eine allgemein gültige Definition der RAV-Beratung noch Qualitätsstandards. Im Rahmen des Projekts Beratungsoptimierung haben die Solothurner RAV diesen Mangel behoben. Wie sie dabei vorgegangen sind, darüber berichtet Ausgabe 6/2016 von PANORAMA.

Verschiedenes

EDK: Interview mit der neuen Präsidentin Silvia Steiner

"Mein wichtigstes Ziel ist es, dass 95% der 25-Jährigen über mindestens eine Berufsausbildung oder eine Matura verfügen", sagt die neue Präsidentin der EDK, Silvia Steiner, in einem Interview in der NZZ am Sonntag. Die Zürcher Bildungsdirektorin (cvp) absolvierte nach dem Studium der Rechtswissenschaften den Polizeioffizierskurs, doktorierte über Häusliche Gewalt, war Chefin der Kriminalpolizei in Zürich und Zug und bis 2015 Staatsanwältin. Sie bezieht im Interview Stellung zu den neuen PISA-Daten, Bildungspolitik sowie zu Sparbemühungen und Ansprüchen an das Schulsystem.

Ausbildung zur Jugend-und-Musik-Leiterin

Seit Januar 2017 finden erstmals Jugend-und-Musik-Kurse statt. Nach dem Vorbild von Jugend und Sport hat der Bund das Programm Jugend und Musik auf die Beine gestellt. Wer Musiklager oder -kurse für Kinder oder Jugendliche durchführt, kann seit Ende November beim Bundesamt für Kultur finanzielle Unterstützung beantragen. Die Lager müssen von einem zertifizierten J+M-Leiter durchgeführt werden. Seit September bietet der Bund die Ausbildung zum J+M-Leiter an. Wer sich zum J+M-Leiter ausbilden lassen will, muss nicht zwingend Profimusiker sein oder Musik studieren, aber fundierte Kenntnisse mitbringen.