Newsletter vom 15.08.2018

Aktuelle Meldungen vom 15.08.2018

Berufliche Grundbildung

Martina Hirayama neue Staatssekretärin des SBFI

Der Bundesrat hat auf Antrag des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung Martina Hirayama zur neuen Staatsekretärin des SBFI ernannt. Seit 2011 ist sie Direktorin an der ZHAW School of Engineering mit 13 Instituten. Sie ist gleichzeitig Vizepräsidentin des Verwaltungsrates der Förderagentur Innosuisse und Stiftungsrätin des Schweizerischen Nationalfonds. Martina Hirayama tritt am 1. Januar 2019 die Nachfolge von Mauro Dell’Ambrogio an, der Ende November 2018 das Pensionsalter erreicht.
Medienmitteilung

"Fast-Track" für ein beschleunigtes Verfahren für Berufsrevisionen

Damit die Bildungserlasse des SBFI die erforderlichen Qualitätskriterien erfüllen, gibt das SBFI den Prozess vor, wie Bildungsverordnungen und Bildungspläne zu entwickeln und welche Rahmenbedingungen einzuhalten sind. Nur wenige dieser Prozessschritte haben eine fixe Zeitdauer. Wenn der Arbeitsmarkt es erfordert, kann die Revision einer beruflichen Grundbildung oder die Erarbeitung einer neuen beruflichen Grundbildung, unter Einhaltung gewisser Kriterien, auch in wenigen Monaten erfolgen. Mehr dazu in den SBFI News: "Neue berufliche Grundbildung im 'Fast-Track' entwickelt" (Seiten 8-9).

Evaluation der fachkundigen individuellen Begleitung fiB

Eine vom SBFI in Auftrag gegebene Evaluation gibt einen Überblick über die unterschiedlichen Umsetzungsformen in den Kantonen und erstellt eine Typologie der fachkundigen individuellen Begleitung fiB. Sie befasst sich mit der Zufriedenheit der verschiedenen Akteure und ermittelt die Faktoren, die zum Erfolg der fiB beitragen. Schliesslich werden auch Empfehlungen zur Verbesserung der Umsetzung dieses Angebots formuliert.
SBFI News 6/2018 (Seiten 4-5)
Schlussbericht
Die Zeitschrift PANORAMA geht in Ausgabe 4/2018, welche am 24. August 2018 erscheint, ebenfalls auf die Ergebnisse der Evaluation ein.

Büroassistent/in EBA: Erlass der Bildungsverordnung

Das SBFI hat die revidierte Verordnung über die berufliche Grundbildung für den Beruf Büroassistent/in EBA erlassen. Sie tritt am 1. Januar 2019 in Kraft und ersetzt diejenige vom 11. Juli 2007. Die Druckversion wird in einigen Wochen beim BBL erhältlich sein und auf der Internetseite des SBFI zur Verfügung stehen. Der Bildungsplan wird auf der Internetseite der Interessengemeinschaft Kaufmännische Grundbildung Schweiz IGKG und im Berufsverzeichnis aufgeschaltet.

Geigenbauer/in EFZ: Erlass der Bildungsverordnung

Das SBFI hat die revidierte Verordnung über die berufliche Grundbildung für den Beruf Geigenbauer/in EFZ erlassen. Sie ist am 1. August 2018 in Kraft getreten. Die Druckversion wird in einigen Wochen beim BBL erhältlich sein und auf der Internetseite des SBFI zur Verfügung stehen. Der Bildungsplan ist auf der Internetseite des Schweizer Verbands der Geigenbauer und Bogenmacher SVGB und im Berufsverzeichnis aufgeschaltet.

Logistiker/in EFZ: Änderung der Bildungsverordnung

Das SBFI hat den Art. 27, Abs. 4 der Verordnung über die berufliche Grundbildung Logistiker/in EFZ auf Anfrage gewisser Kantone angepasst. Die Änderung tritt am 1. November 2018 in Kraft. Durch diese Anpassung wird Kandidatinnen und Kandidaten, die einen Antrag zur Validierung von Bildungsleistungen gestellt haben, ermöglicht, ihr Dossier über den 31. Dezember 2019 hinaus zu vervollständigen. Die Druckversion wird in einigen Wochen beim BBL erhältlich sein und auf der Internetseite des SBFI zur Verfügung stehen.

Apparateglasbläser/in EFZ: Anhörung

Das SBFI unterbreitet die Entwürfe der Verordnung über die berufliche Grundbildung und den Bildungsplan für Apparateglasbläser/in EFZ zur Vernehmlassung. Anhörungsfrist: 24. August 2018. Die Unterlagen können hier heruntergeladen werden.

IDES: Geschäfte zur Bildung in den Kantonen im Juli 2018

Das Informations- und Dokumentationszentrum IDES der EDK publiziert die umfassende Liste "Parlamentarische Dokumentation", auf der sie die aktuellen Geschäfte im Bereich Bildung aufführt. Die Liste enthält neben Geschäften der Berufsbildung/Sekundarstufe II, Weiterbildung und Hochschulen auch solche der obligatorischen Schule.
Parlamentarische Dokumentation zur Bildungspolitik 7/2018
Siehe insbesondere die Antwort der St. Galler Regierung auf einen Vorstoss bezüglich Praktikumseinsätzen vor Beginn einer beruflichen Grundbildung als Fachmann/-frau Betreuung.

Zeitschrift Die Volkswirtschaft: Fokus auf die Bildung

In der Ausgabe 7/2018 befasst sich die Zeitschrift Die Volkswirtschaft mit der Bildung und bietet umfassende Überlegungen dazu. Sie behandelt das ganze Bildungssystem und legt den Akzent auf die Berufs- und Weiterbildung. Bundesrat Johann N. Schneider-Ammann äussert sich in einem Interview. Stefan Wolter, SKBF, stellt fest, dass das Schweizer Bildungssystem gut bewertet ist, aber Verbesserungspotential beinhaltet. Ursula Renold, KOF, verweist darauf, dass die schweizerischen Steuerungsmechanismen (Gouvernance) der Berufsbildung beispielhaft sind. Und Pierre Dillenbourg, EPFL, spricht die Rolle der neuen Technologien für die Bildung in der Schweiz an.

Buch "Berufsbildung in der Schweiz"

Die französische Übersetzung des Buchs "Berufsbildung in der Schweiz, Formen, Strukturen, Akteure" ist unter dem Titel "La formation professionnelle en Suisse – Formes, structures, protagonistes" erschienen. Die Autoren (Emil Wettstein, Evi Schmid und Philipp Gonon) geben einen Gesamtüberblick über das schweizerische Berufsbildungssystem. Sie beschreiben die Struktur und die Rahmenbedingungen, rechtliche Grundlagen, Institutionen und Akteure. Unter anderem beleuchtet die Publikation die Ausbildungswege und die Herausforderungen, mit welchen die Jugendlichen zwischen Schule und Berufsleben konfrontiert sind.

AM Suisse: Geschichte des Bildungszentrums in einer Festschrift

AM Suisse ist der Dachverband für die Fachverbände Agrotec Suisse und Metaltec Suisse. Das 1968 gegründete Ausbildungszentrum in Aarberg (BE) bildet Landmaschinen-, Baumaschinen- und Motorgerätemechaniker sowie Hufschmiede aus. Im Verlauf der Jahrzehnte mehrmals vergrössert, verfügt es seit Juni 2018 über neue Lokalitäten, ausgestattet mit einer modernen Infrastruktur, die die Vergrösserung des Weiterbildungsangebots ermöglicht.
Medienmitteilung
Festschrift zur Geschichte des Zentrums

Swissmem fördert Auslandspraktika

Mit der Initiative "movMEM" unterstützt der Verband Swissmem Lernende, welche während der Schulferien ein Auslandspraktikum absolvieren möchten. Dabei vertiefen sie die Fremdsprachenkenntnisse und sammeln gleichzeitig neue Erfahrungen in einer Firma oder technischen Ausbildungsstätte. Mit dem Förderprojekt übernimmt Swissmem bis zu 80 Prozent der Kosten, sodass nur ein kleiner Beitrag durch die Lernenden oder Lehrbetriebe getragen werden muss.

Überarbeitete Merkblätter

Das Merkblatt Nr. 17 "Berufliche Grundbildung und Militär" des SDBB wurde angepasst, insbesondere wurde der frühere Beginn der Rekrutenschule berücksichtigt.
Alle Merkblätter der Reihe "Gleiche Chancen und korrekter Umgang" wurden in den drei Sprachen D, F und I aktualisiert. Folgende Merkblätter wurden auch inhaltlich angepasst:
- "Krankheit und Unfall" (Nr. 203)
- "Volljährigkeit" (Nr. 21) – vorher: "Mündigkeit"
Merkblätter des SDBB

GE: Daten 2017 zur Berufsbildung

Genf hat seine Broschüre mit dem Zahlenmaterial zur Berufsbildung im Kanton veröffentlicht. Der Anstieg der Anzahl Lehrverträge hat sich fortgesetzt und 2017 mit 2296 unterzeichneten Lehrverträgen einen neuen Rekord erreicht. Was die Qualifikation Erwachsener anbelangt, hat der Kanton mit 1785 Ausbildungsgesuchen eine starke Nachfrage verzeichnet.

VD: Neue Dispositive im nachobligatorischen Bildungsbereich

Die Generaldirektion des nachobligatorischen Bildungsbereichs des Kantons Waadt hat ein Amt für Berufs- und Weiterbildung, ein Amt für den gymnasialen Unterricht und eine Abteilung Übertritte geschaffen. Das neue Dispositiv, das am 1. September 2018 in Kraft tritt, soll die Förderung und Stärkung der Berufsbildung, die Konsolidierung der gymnasialen Bildung und die Entwicklung des Nahtstellenunterrichts begünstigen. Der Staatsrat hat auch entschieden, eine Gruppe Migration/Aufnahme zu bilden, um junge Migrantinnen und Migranten im Verlauf ihrer Schul- und Ausbildungslaufbahn zu unterstützen.
Medienmitteilung

ZH: 25 Millionen für die Unterstützung der Lehrbetriebe

Der kantonale Berufsbildungsfonds hat die Zürcher Lehrbetriebe im Jahr 2017 mit rund 25 Millionen Franken unterstützt. Neu ist die Geschäftsstelle des Fonds seit dem 1. Juli 2018 dem Präsidenten der Berufsbildungskommission unterstellt. Dies geht aus dem jüngsten Jahresbericht hervor.
Die neue Taschenstatistik der Bildungsdirektion enthält wichtige Zahlen und Fakten zum Zürcher Bildungswesen im Schuljahr 2017/2018.

Deutschland: Kauffrau/-mann im E-Commerce – neue Ausbildung

Bestehende Ausbildungsordnungen im kaufmännischen Bereich konnten die Anforderungen des Wachstumsbereichs E-Commerce nicht abdecken. Für neue im Zuge der Digitalisierung entstandene Tätigkeitsfelder wurde branchenübergreifend eine neue dreijährige Berufsbildung konzipiert.
Kauffrau/-mann im E-Commerce
Evaluierung der Erprobungsverordnung
Per August treten in Deutschland eine neue und 24 modernisierte Ausbildungsordnungen in Kraft.
Medienmitteilung

Deutschland: BIBB-Jahresbericht 2017

Die Passungsprobleme auf dem Ausbildungsmarkt haben sich im vergangenen Jahr weiter verschärft. Studien und Analysen des BIBB zeigen, dass die Ursachen vor allem in regionalen und beruflichen Ungleichheiten liegen. Weiter steht die berufliche Bildung durch die Digitalisierung der Arbeitswelt vor einer Zeitenwende, wobei diese mehr Chancen als Probleme eröffnet. Der BIBB-Jahresbericht 2017 steht online zur Verfügung.

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

Prüfungsordnungen in Vernehmlassung

Die zuständigen Organisationen der Arbeitswelt haben dem SBFI die Entwürfe von Prüfungsordnungen für folgende Berufsprüfungen unterbreitet: Direktionsassistent/in, Spezialist/in der Pferdebranche, PR Fachmann/Fachfrau sowie Berater/in für respiratorische Erkrankungen mit eidgenössischem Fachausweis. Dazu kommen die Entwürfe der Prüfungsordnung über die höhere Fachprüfung für Leiter/in Human Resources sowie Experte/Expertin in biomedizinischer Analytik und Labormanangement mit eidgenössischem Diplom.
Bundesblatt vom 3. Juli, 24. Juli, 31. Juli und 14. August 2018

BFS: Abschlüsse auf der Tertiärstufe 2017

Gemäss den Zahlen des BFS verteilen sich die 2017 verliehenen Titel der höheren Berufsbildung wie folgt: 8754 höhere Fachschuldiplome, 14'448 eidgenössische Fachausweise und 2954 eidgenössische Diplome. Während im Jahr 2017 die eidgenössischen Diplome immer noch den niedrigsten Frauenanteil aufwiesen (30%), waren es bei der nicht auf Bundesebene reglementierten höheren Berufsbildung prozentual am meisten Frauen (71%). Bei den höheren Fachschulen verdoppelte sich der Frauenanteil zwischen 2000 und 2017, was vor allem auf die HF-Anerkennung der Bildungsgänge im Gesundheitsbereich zurückzuführen ist.

Befragung von HF-Diplomierten zur Digitalisierung

Wie eine Umfrage unter den Diplomierten der höheren Fachschulen (HF) zeigt, steigert die Digitalisierung mehrheitlich die Zufriedenheit der Befragten. Noch ist wenig darüber bekannt, wie stark Arbeitskräfte vom Wandel zu digitalen Prozessen und Produkten mittels Informations- und Kommunikationstechnologien wirklich betroffen sind. Die ODEC hat Forscherinnen und Forscher der KOF im Herbst 2017 die Gelegenheit geboten, mehr als 3000 Diplomierte der HF zu fragen, wie die Digitalisierung ihre Arbeit beeinflusst.

Mittelschulen und Hochschulen

Informatik wird obligatorisches Fach an Gymnasien

Informatik wird ab jetzt bis 2022/2023 als obligatorisches Fach in den Gymnasien eingeführt. Das revidierte Maturitätsanerkennungsreglement (MAR) und die angepasste Maturitätsanerkennungs-Verordnung (MAV) sind am 1. August 2018 in Kraft getreten. Der Informatikunterricht soll den Schülerinnen und Schülern die Grundlagen und Konzepte der Informations- und Kommunikationstechnologien vermitteln und ihnen ein fundiertes Verständnis für die Hintergründe der Informationsgesellschaft ermöglichen. Die Revision des MAR gliedert sich ein in die Umsetzung des Aktionsplans "Digitalisierung im BFI-Bereich für die Jahre 2019 und 2020" und in die Zielsetzungen der nationalen Digitalisierungsstrategie, die von der EDK am 21. Juni 2018 verabschiedet worden sind.
Medienmitteilung

Evaluation der Chancengleichheit an den Universitäten

Die Aktionspläne der Universitäten zur Chancengleicheit von Frau und Mann haben zu zahlreichen Massnahmen geführt. Verbesserungen sind jedoch nach wie vor notwendig, insbesondere im Hinblick auf den Frauenanteil bei den Professuren. Das Ziel, eine Quote von 25% Professorinnen zu erreichen, wurde nicht realisiert. Dies geht aus der Evaluation des Teilprogramms "Chancengleichheit von Frau und Mann an Universitäten" für die Förderperiode 2013–2016 hervor. Die SBFI News vom Juli/August 2018 kommen in einem Interview mit der Direktorin des Teilprojekts auf diesen Bericht zurück.

Studie: Die Schweiz beliebt bei der internationalen Studentenschaft

Nahezu einer von vier Studierenden an einer Schweizer Universität oder Hochschule hat eine Ausbildung auf der Sekundarstufe (Niveau Maturität) im Ausland absolviert. Die Schweiz ist nach Neuseeland und Grossbritannien eine der bevorzugtesten Destinationen für den internationalen Studentenaustausch. Ausserdem wohnt fast jeder zweite ausländische Studierende zwei Jahre nach dem Masterabschluss immer noch in der Schweiz. Dies sind die Ergebnisse einer Studie des nationalen Forschungsschwerpunkts Mobilität und Migration unter der Leitung der Universität Neuenburg.
Medienmitteilung (französisch)

ETH: Erhöhung der Studiengebühren

Nach Abschluss einer Anhörung hat der ETH Rat entschieden, die Studiengebühren an der ETHZ und der EPFL um 300 Franken jährlich zu erhöhen. Ursprünglich war eine Erhöhung von 500 Franken vorgesehen. Die Erhöhung erfolgt ab Herbst 2019 stufenweise über zwei Jahre. Ab 2020 belaufen sich die jährlichen Studiengebühren auf 1460 Franken.
Medienmitteilung

Tourismus: Von der HF ins dritte Jahr der FH

Die Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Chur bietet seit dem Sommer 2018 in Zusammenarbeit mit der Höheren Fachschule für Tourismus Graubünden ein englischsprachiges Summer-School-Programm für Absolvierende von höheren Fachschulen in Tourismus und Hotellerie an. Eine erfolgreich in zwei Sommern während jeweils vier Wochen absolvierte Summer School ermöglicht den Eintritt ins dritte Jahr der Bachelorstudiengänge Tourismus und Service Design. Im Sommer 2018 wurde dieses Angebot von 31 Studierenden genutzt.

ZH: Berufswunsch Kindergärtnerin

Eine Befragung der Pädagogischen Hochschule Zürich bei Abgängerinnen des Kindergarten-Unterstufe-Lehrgangs zeigt, dass 73% der Befragten im Kindergarten und 27% der Befragten in der Primarschule unterrichten werden. Elisabeth Hardegger, Abteilungsleiterin Einschulung an der PHZH, zeigt sich gemäss Tages-Anzeiger über das Resultat erfreut. Die jungen Frauen würden sich offensichtlich den Berufswunsch erfüllen. Es sei attraktiv, mit Vier- bis Sechsjährigen zu arbeiten. Hardegger sagte zudem, dass der reine Kindergartenlehrgang an der PHZH mittelfristig wohl eingestellt werde.

Beratung

Lehrstellensuche auf berufsberatung.ch

In Zusammenarbeit mit User-Experience-Spezialisten wurde die Lehrstellensuche auf berufsberatung.ch komplett überarbeitet und auf die Bedürfnisse der Schüler/innen ausgerichtet: Die grafische Gestaltung wurde entschlackt, und die Suchkriterien wurden vereinfacht. Die Listen-Druckfunktion sowie das Such-Abonnement sind nun prominenter platziert. Ausserdem werden die User beim Suchen unterstützt durch die "Autocomplete-Funktion" und eine Auswahlliste, die alle Grundberufe mit allfälligen Fachrichtungen und Schwerpunkten zeigt.
Detailinformationen
Medienmitteilung

Neuerungen auf der Online-Test-Plattform des SDBB

Auf der Online-Testplattform (OTP) des SDBB wurden drei bestehende Verfahren aktualisiert. Das Verfahren "Zwischen Schule und Beruf ZSB" von Jungo und Zihlmann wurde zu einem Test weiterentwickelt. Dieser besteht aus 22 Items, zu jeder Skala gibt es Kernitems. Die Skalen zur Motivation, Entschiedenheit und Elterneinfluss haben sich als nicht valide erwiesen und sind im Test nicht mehr enthalten. Beim Berufsfeldertest 22 für Jugendliche (BFT22-J) – ebenfalls von Jungo und Zihlmann – wurden unter anderem die Berufe angepasst, Kernitems aus dem ZSB integriert, die Itemliste gekürzt und der Bericht mit Berufsvorschlagslisten bereichert. Beim Persönlichkeits-Fragebogen HEXACO-PI-R von Lee und Ashton schliesslich ist die Itemliste neu nach Facetten sortierbar.

Film über den heilpädagogischen Berufsalltag

Die Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik in Zürich lanciert einen rund 25-minütigen Porträtfilm und eine Kurzfassung über das Berufsleben von heilpädagogischen Fachpersonen: Psychomotoriktherapeutinnen, Heilpädagogen und Heilpädagoginnen, Logopädinnen und Früherziehrerinnen geben im Film Einblicke in ihren Berufsalltag, Vertreterinnen der Hochschule informieren über die Studiengänge. Der Film wurde von Gerry Hofstetter während neun Monaten mit rund 50 Protagonistinnen und Protagonisten gedreht.

Studie: Ausstieg aus dem Sozialbereich

Mangelnde Karrierechancen, tiefe Löhne, unregelmässige Arbeitszeiten, fehlende Personalressourcen – die Gründe, weshalb Angestellte aus dem Sozialbereich aussteigen, sind vielfältig. Es bestehe aber durchaus Potenzial, ausgestiegene Fachkräfte wieder für das Erwerbsleben zurückzugewinnen – gerade bei Müttern. Zu diesem Schluss kommen die Autorinnen und Autoren der Studie "Abgewandert aus dem Sozialbereich", die das EHB im Auftrag von Savoirsocial durchgeführt hat.

Persönlichkeitsmerkmale von Führungspersönlichkeiten

Forschende der Universität Zürich haben untersucht, was Menschen mit ausgeprägten Führungsfähigkeiten auszeichnet. Die Forschenden identifizierten Verantwortungsabneigung als Schlüsselfaktor, der Menschen, die sich lieber führen lassen, von Führungspersönlichkeiten unterscheidet. Verantwortungsabneigung ("Responsibility Aversion") wird in der Studie definiert als Widerwillen, Entscheidungen zu treffen, die nicht nur sie selbst sondern auch andere tangieren.

Arbeitsmarkt

BFS: Starke Zunahme der Erwerbstätigen in der Genferseeregion

In den letzten fünf Jahren (ab viertem Quartal 2012) ist die Anzahl Erwerbstätige in der Schweiz deutlich angestiegen. Davon profitierten besonders die Grossregionen Genferseeregion, Espace Mittelland und Tessin. In der Genferseeregion sind mehr als ein Drittel aller in der Schweiz tätigen Grenzgänger/innen aktiv. Die Erwerbslosenquote gemäss ILO sank gesamtschweizerisch in den letzten fünf Jahren um 0,2 Prozentpunkte. Dabei gab es regionale Unterschiede: Während die Erwerbslosenquote in Zürich leicht stieg, sank sie in der Genferseeregion, in der Nordwestschweiz und im Tessin. In den übrigen Grossregionen blieb sie stabil. Diese und weitere Erkenntnisse sind den Arbeitsmarktindikatoren 2018 zu entnehmen.

Stiftung "Neustarter" unterstützt Erwerbstätige ab 49 Jahren

Die 1999 gegründete gemeinnützige Tertianum-Stiftung hat sich vor einem Jahr zur Stiftung "Neustarter" entwickelt. Sie unterstützt den beruflichen Neustart von Erwerbstätigen, die über 49 Jahre alt sind und begleitet Unternehmen im "generationenfreundlichen Talentmanagement" – zum Beispiel mit Workshops. Die Neustarter-Stiftung zieht nach einem Jahr eine positive Bilanz ihrer Tätigkeit und plant weitere Schritte. Im Neustarter-Magazin schreiben verschiedene Autoren zu einer breiten Vielfalt an Themen rund um "Jüngere und Ältere in den Arbeitswelten der Zukunft".

Berufliche Integration

Private Stelle zur Umsetzung des Inländervorrangs

Der Arbeitgeberverband Swissmechanic und die Schweizerische Stiftung für Arbeit und Weiterbildung (SSAW) haben eine Stelle zur Umsetzung des Inländervorrangs eingerichtet: Eine offene Stelle kann an eine Mailadresse gesendet werden. Die Stiftung checkt kostenlos für die KMU, ob diese gemeldet werden muss und schlägt gegebenenfalls passende Sozialleistungsbezüger/innen vor. Grund für das Engagement der SSAW: Von den 273'000 Sozialleistungsbezügen könne ein Drittel einer Arbeit nachgehen. Dazu kämen mehrere Zehntausend Ausgesteuerte, die keine Sozialhilfe beziehen, wie der Tages-Anzeiger berichtete.

Landwirtschaft zufrieden mit Integrationsprojekt für Flüchtlinge

Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene könnten vermehrt eine Arbeitsstelle in der Landwirtschaft finden oder eine Ausbildung in diesem Bereich absolvieren. Dies unter der Voraussetzung, dass sie gezielt auf den Einsatz in den Betrieben vorbereitet werden und geeignete Bildungsangebote zur Verfügung stehen. Zudem sollten die Arbeitswege möglichst kurz sein. Dies sind Erkenntnisse aus dem Pilotprojekt "Arbeiten in der Landwirtschaft" des Schweizer Bauernverbands und des Staatssekretariates für Migration. Jüngere Flüchtlinge können künftig eine einjährige Integrationsvorlehre absolvieren. Ab August 2018 bieten fünf Kantone (BE, AG, NE, TI, FR) solche Vorlehren an landwirtschaftlichen Schulen an.

Verbesserte Integration von migrierten Personen

51% der Flüchtlinge, die zwischen 2001 und 2004 in die Schweiz eingereist sind (25- bis 50-jährig), waren nach zehn Jahren beruflich integriert. Bei den Härtefällen liegt diese Quote bei 73%, bei den vorläufig Aufgenommenen bei 34%. Dies sind neu ermittelte Werte (durch B,S,S. Volkswirtschaftliche Beratung Basel) aus der Zusammenstellung "Zahlen und Fakten zur Integrationsagenda". Vor vier Jahren lagen diese Werte für Personen, die zwischen 1997 und 2000 eingereist waren, tiefer: 48% (Flüchtlinge), 61% (Härtefälle) und 25% (vorläufig Aufgenommene). Es sei davon auszugehen, dass der Wegfall des Inländervorrangs bei vorläufig Aufgenommenen im Jahr 2006 einen wichtigen Einfluss auf diese positive Entwicklung hatte, so Michael Morlok (B,S,S.).
Weitere Informationen

Berufliche Integration von EU-Staatsangehörigen

Die Wanderungsbilanz von EU/EFTA-Staatsangehörigen lag 2017 bei 31'250 Personen und damit unter dem langjährigen Durchschnitt. Dies erklärt sich aus dem verhaltenen Beschäftigungswachstum in der Schweiz und aus der anziehenden Konjunktur im EU-Raum. Der Bedarf an Fachkräften manifestiert sich auf allen Qualifikationsebenen: 54% der im Rahmen des Freizügigkeitsabkommens zugewanderten Erwerbstätigen besitzen einen Abschluss auf der Tertiärstufe, während 17% über keine nachobligatorische Bildung verfügen. Künftig dürften die konjunkturelle Erholung in der Schweiz und der gleichzeitige Wirtschaftsaufschwung im EU-Raum die Rekrutierung von europäischen Arbeitskräften erschweren.
Medienmitteilung

Nationales Programm gegen Armut 2014–2018: Schlusskonferenz

In seinem Bericht über das Nationale Programm gegen Armut 2014–2018 kommt der Bundesrat zum Schluss, dass es sich bewährt hat. Es hat die Schaffung neuer Grundlagen für die Armutsprävention und -bekämpfung ermöglicht, Beispiele guter Praxis aufgezeigt und den Aufbau von Netzwerken der beteiligten Akteure erleichtert. Im Hinblick auf die aktuellen sozialen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten will der Bundesrat sein Engagement für die Prävention weiterführen. An der Nationalen Konferenz gegen Armut vom 7. September 2018 werden die Programmpartner Bilanz der Ergebnisse ziehen und den künftigen Handlungsbedarf sowie die weitere Zusammenarbeit bis 2024 diskutieren.
Medienmitteilung

Staatssekretariat für Migration: Integrationsagenda Schweiz

Im Frühjahr 2018 haben sich Bund und Kantone für die Einführung einer Integrationsagenda Schweiz (IAS) ausgesprochen. Am 5. Juli 2018 hat das Staatssekretariat für Migration (SEM) ein Rundschreiben zur Unterstützung der Kantone bei der Planung und Umsetzung der Integrationsagenda herausgegeben. Es enthält die Eckwerte der Planung und die allgemein zu erfüllenden Anforderungen für die Eingabe von Gesuchen. Ab Sommer 2018 werden Workshops zur Klärung von Fragen zur Umsetzung der IAS organisiert. Die Haupterkenntnisse aus diesen Workshops werden in ein zweites Rundschreiben des SEM integriert und Ende 2018 verschickt. Dieses wird die Anforderungen an die Eingabe von Gesuchen konkretisieren.