Newsletter vom 17.10.2018

Aktuelle Meldungen vom 17.10.2018

Berufliche Grundbildung

Nahtstellenbarometer: 53% beginnen nach der obligatorischen Schulzeit eine Berufslehre

2018 haben rund 73'000 Jugendliche im Alter von 14 bis 16 Jahren die obligatorische Schulzeit abgeschlossen. 39'500 haben eine berufliche Grundbildung begonnen, 24'500 ein Gymnasium oder eine Fachmittelschule. Die verbleibenden 9500 Jugendlichen besuchen eine Zwischenlösung in Form eines Brückenangebotes oder eines Zwischenjahres. Die Zufriedenheit mit dem gewählten Ausbildungsweg ist insgesamt hoch: 92 Prozent der Jugendlichen gaben an, die gewählte Ausbildung passe zu ihren Fähigkeiten und Interessen. Der detaillierte Ergebnisbericht zum "Nahtstellenbarometer" erscheint Ende Oktober 2018.
Medienmitteilung

SBFI: Austausch über duale Berufsbildung mit Belgien

In den vergangenen Jahren zeigten die belgischen Akteure zunehmend Interesse am Modell der Schweizer Berufsbildung. Die Flämische Regierung setzte zur Wiedereinführung der dualen Ausbildung verschiedene Reformen um und interessiert sich besonders für die technische Expertise und die positiven Erfahrungen der Schweiz. An einer Berufsbildungskonferenz, organisiert von der Schweizer Botschaft und Handelskammer zusammen mit der Flämischen Regierung und einem Unternehmensnetzwerk, erfolgte ein Austausch über beste Praktiken anlässlich eines offiziellen Besuchs von Staatssekretär Dell’Ambrogio.
Medienmitteilung

Forstwart/in EFZ: Anhörung

Im Rahmen der Totalrevision der Bildungsverordnungen unterbreitet das SBFI den Entwurf über die berufliche Grundbildung und den Bildungsplan für den Beruf Forstwart/in EFZ zur Stellungnahme. Anhörungsfrist: 18. Januar 2019. Die Unterlagen können hier heruntergeladen werden. Die 5-Jahres-Überprüfung hat keinen Revisionsbedarf für die berufliche Grundbildung Forstpraktiker/in EBA aufgezeigt.

Gebäudetechnik: Anhörung

Im Rahmen der Totalrevision der Bildungsverordnungen unterbreitet das SBFI die Entwürfe über die berufliche Grundbildung und die Bildungspläne für die Berufe Heizungsinstallateur/in EFZ, Sanitärinstallateur/in EFZ sowie Spengler/in EFZ zur Stellungnahme. Anhörungsfrist: 30. November 2018. Die Unterlagen können hier heruntergeladen werden.

BFS: Bildungsinstitutionen

Die Broschüre "Bildungsinstitutionen" (Ausgabe 2018) enthält Kennzahlen, Grafiken und kurze Texte über die Organisation der Schulen nach Bildungsstufe, Grösse, Trägerschaft sowie räumliche und sprachliche Verteilung. Die Daten beziehen sich auf das Schuljahr 2016/2017. Die Taschenstatistik ist inkl. den interaktiven Karten in deutscher, französischer, italienischer und englischer Sprache erhältlich.

Swissmem: Digitale Ausbildungsplattformen

Swissmem Berufsbildung ist mit den Firmen Crealogix und Ivaris eine Partnerschaft im Bereich der Ausbildungsplattformen eingegangen. Diese enthalten Informationen zur Entwicklung der Berufe und Qualifikationsverfahren. Diese digitalen Instrumente unterstützen Lernende, Berufsbildner/innen in Lehrbetrieben, Instruktoren in den üK und Lehrer/innen der Berufsfachschulen während des ganzen Ausbildungsprozesses und erleichtern die Lernortkooperation. Die Planung und Dokumentation der Ausbildung sind papierlos möglich. Spezielle Module erlauben die Planung, Durchführung und Datenerfassung (Noten/Bewertungen) der Qualifikationsverfahren zur Unterstützung der Experten und Chefexpertinnen der Kantone.

Berufsbildungsfachleute mit eidg. FA: Revision

Die Berufsprüfung für Berufsbildungsfachleute mit eidg. Fachausweis wird ab 2019 nach einer neuen Prüfungsordnung durchgeführt. Dank Unterstützung durch ehemalige Absolventen, Expertinnen und weitere Akteure wurden Grundlagen für eine neue Wegleitung und Prüfungsordnung geschaffen, die vom SBFI im November 2017 genehmigt wurde. Die Form des Qualifikationsverfahrens (Facharbeit, Präsentation und Fachgespräch) wurde beibehalten. Neu bearbeiten die Kandidatinnen und Kandidaten zusätzlich eine Fallanalyse. Die Zulassungsbedingungen sind unverändert. Im Zug der Revision wurden die Modulkurse, die auf das Qualifikationsverfahren vorbereiten, überarbeitet. Diese werden ab 2018 angeboten.
Webseite SBBK inkl. Bildungsanbieter

BE: Informatikausbildung 4.0

An der Gewerblich-Industriellen Berufsschule Bern (gibb) ist das Pilotprojekt "Informatikausbildung 4.0" angelaufen. Im Zentrum des Projekts stehen die Flexibilisierung des berufskundlichen Unterrichts und das selbstorganisierte Lernen. Die Flexibilisierung ermöglicht den teilnehmenden Lehrbetrieben, je nach Bedürfnis eines der drei Kompetenzfelder Application Engineering, Web Engineering und Business Engineering zu priorisieren.

ZH: Internationale Mobilität in der beruflichen Grundbildung

Der Kanton Zürich will die Mobilität während der beruflichen Grundbildung fördern und lanciert deshalb – nach dem letztjährigen Pilotversuch – ein internationales Mobilitätsprojekt: 30 Informatiklernende aus dem Kanton Zürich können ein dreiwöchiges Berufspraktikum in Shanghai absolvieren. Die Jugendlichen, die sich im vierten Lehrjahr befinden oder die berufliche Grundbildung in diesem Sommer 2018 abgeschlossen haben, sind im Rahmen eines Talentförderprogramms von ihren Berufsfachschulen ausgewählt worden.
Medienmitteilung

Deutschland: Russische Friseure schneiden gut ab

Zum ersten Mal absolvierten russische Coiffeurinnen eine deutsche Abschlussprüfung. Damit wurde die Qualität der russischen Ausbildung mit den deutschen Qualifikationsanforderungen gemessen. Die Ergebnisse der Demonstrationsprüfung im Friseurberuf bestätigen, dass dank Berufsbildungsreformen in Russland ein gutes Qualifikationsniveau erreicht wird.
Medienmitteilung

Österreich: Bericht zur Berufsbildung und Jugendbeschäftigung

Der Bericht zur Situation der Jugendbeschäftigung in Österreich, der alle zwei Jahre dem Nationalrat vorgelegt wird, beschreibt die Massnahmen zur Förderung von Berufsbildung, Jugendbeschäftigung und deren Umsetzung. Der Bericht lässt zwei Tendenzen deutlich erkennen: Einerseits ist bei der Jugendarbeitslosigkeit und in der Teilnahme an der dualen Berufsausbildung eine positive Trendwende erkennbar. Andererseits zeichnet sich ein demografisch begründeter Rückgang der Lehrlinge ab, und die Zahl der Lehrbetriebe sowie der Anteil der Lehrlinge an den Beschäftigten sinkt kontinuierlich.
Ausserdem: Broschüre "Lehrberufe in Österreich"

Österreich: Zwei Berichte der Universität Innsbruck zu Themen der Berufsbildung

Ein 15-seitiger Beitrag eruiert die Situation geflüchteter Jugendlicher in Österreich in Hinblick auf Massnahmen für die Berufsbildung und leitet daraus bildungsstrategische Implikationen ab.
Bericht "Jugendliche mit Fluchterfahrung in der beruflichen Bildung in Österreich – Status Quo und Herausforderungen"
Ein zweiter Beitrag (20 Seiten) stellt die Frage, in welchem Mass Lehrkräfte des wirtschaftlichen Unterrichts an kaufmännischen Schulen begabte Schüler/innen fördern und wie sie aus moralischer Sicht das Mass der Förderung begründen.
Bericht "Moralische Aspekte der Begabtenförderung im berufsbildenden Vollzeitschulwesen"

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

Prüfungsordnungen in Vernehmlassung

OdASanté hat dem SBFI die Entwürfe der Prüfungsordnungen über die höhere Fachprüfung für Fachexperte/-expertin in Diabetesfachberatung, Fachexperte/-expertin in Nephrologiepflege, Fachexperte/-expertin in Onkologiepflege und Fachexperte/-expertin in Palliative Care mit eidgenössischem Diplom eingereicht. Ebenfalls hinterlegt wurden Entwürfe der Prüfungsordnungen über die Berufsprüfung Contact Center Supervisor/in mit eidgenössischem Fachausweis sowie über die höhere Fachprüfung KomplementärTherapeut/in und Beratungspersonen in den Fachrichtungen Supervisor/in-Coach und Organisationsberater/in mit eidgenössischem Diplom.
Bundesblatt vom 2. Oktober und vom 9. Oktober 2018

Deutschland: Neuausrichtung der beruflichen Weiterbildung

63 Partner aus Wissenschaft und Praxis haben während drei Jahren Grundlagen und Konzepte für eine zukunftsfähige berufliche Weiterbildung erprobt. Die 34 Projekte haben innovative Konzepte umgesetzt, mit denen lebensbegleitendes Lernen in Bildung- und Erwerbsbiografien integriert werden kann. Beispielsweise wurde für niedrig Qualifizierte das Erfassen vorhandener Kompetenzen und die Stärkung selbstorganisierter Lernprozesse mit digitalen Medien ausprobiert. In einem weiteren Schwerpunkt wurde untersucht, wie sich Bildungsinstitutionen und das Lehrpersonal auf die Herausforderungen der Digitalisierung und der älter werdenden Gesellschaft einrichten können.
Ergebnisse des Förderschwerpunkts "InnovatWB"

Österreich: Meister auf Augenhöhe mit Bachelor

Die Meisterprüfung wurde durch den Einsatz des Nationalen Qualifikationsrahmens aufgewertet und steht auf demselben Niveau wie der Bachelorabschluss. Damit steigt das Image der höheren Ausbildung, sie wird sichtbarer und attraktiver. Das hat nicht nur im Inland Vorteile, sondern stärkt die Position der Beteiligten bei Ausschreibungen und Bewerbungen im Ausland. In Österreich absolvieren jährlich rund 5000 Personen eine Meisterprüfung.
Medienmitteilung

Mittelschulen und Hochschulen

Ausbildung der Lehrpersonen für das Mittelschulfach Informatik

Informatik wird in Zukunft als obligatorisches Fach Bestandteil der gymnasialen Ausbildung sein. Der Schweizerische Verein für Informatik in der Ausbildung und der Verein Schweizerischer Mathematik- und Physiklehrkräfte begrüssen diese Aufwertung der Informatik. In Bezug auf die Ausbildung der Lehrpersonen wurden die wichtigsten Punkte in einem Positionspapier festgehalten.

Movetia: Nationale Plattform für den Klassenaustausch

Um die Förderung des Austausches zwischen Klassen aus unterschiedlichen Kulturen und Sprachregionen zu erleichtern, lanciert Movetia die Online-Plattform matchnmove.ch. Schulen und Lehrpersonen aller Schulstufen, die einen Austausch organisieren wollen, können dort ihr Projekt vorstellen und mit wenigen Klicks eine Partnerklasse suchen. Die Plattform ist ausbaubar und könnte in einem nächsten Schritt auf weitere Anwendungsgebiete (Betriebe, Gastfamilien usw.) ausgedehnt werden und andern Zwecken dienen.
Medienmitteilung

Neudefinition des FH-Profils

Das FH-Profil, das die Positionierung der Fachhochschulen und ihrer Absolvierenden in der Bildungslandschaft und auf dem Arbeitsmarkt definiert, ist aktualisiert worden. Das vom Dachverband FH Schweiz definierte Profil umfasst neun Punkte zu Bildung, Forschung und Entwicklung, Zulassung, Arbeitsmarktfähigkeit. Es weist die Merkmale auf, welche die FH als gleichwertigen aber andersartigen Hochschultyp des Hochschulraums Schweiz auszeichnen.

FHNW: Frauen in der Informatik

Die Hochschule für Technik FHNW hat sich zum Ziel gesetzt, den Frauenanteil in den Ingenieur- und Informatikstudiengängen langfristig zu erhöhen. Gut gelingt ihr das zurzeit bei der Informatik-Profilierung iCompetence, die Informatik mit Design und Management verbindet. 42 Prozent der Diplome gingen dieses Jahr an Frauen.
Medienmitteilung

Ungewöhnliche Wege nach der Uni

Das Wissenschaftsmagazin UniPress der Universität Bern stellt junge Menschen vor, die nach der Uni Neues wagen:
- Ingenieure gründen ein Start-up für schonendere Operationsmethoden.
- Klimawissenschaftlerinnen erproben ein Modell zum nachhaltigen und solidarischen Gemüseanbau.
- Eine Soziologie-Studentin geht neue Wege in der Entwicklungszusammenarbeit.
- Ein Betriebswirtschaftler gründet den Impact Hub Bern mit, wo junge Kreative ihre Projekte lancieren.

BE: Stärkung der Informatik und der Studierkompetenzen am Gymnasium

Auf Sommer 2019 wird im Kanton Bern am Gymnasium das obligatorische Fach Informatik eingeführt. Zur Förderung der allgemeinen Studierfähigkeit werden zudem die basalen fachlichen Studierkompetenzen der Maturandinnen und Maturanden in Erstsprache und Mathematik gestärkt. Damit setzt der Kanton die entsprechenden Entscheide der EDK um. Gegenwärtig läuft zu den Neuerungen eine Konsultation in den Gymnasien.
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BE: Master Fachdidaktik im Textilen und Technischen Gestalten

Der Masterstudiengang Fachdidaktik TTG-D qualifiziert die Studierenden für die Lehre und Forschung im Fachbereich Textiles und Technisches Gestalten an Pädagogischen Hochschulen oder in technischen oder gestalterischen Bereichen an Fachhoch­schulen. Der Studiengang umfasst 120 ECTS-Punkte und wird in Kooperation mit der Berner Fachhochschule angeboten. Er bietet seit 2017 schweizweit die einzige Möglichkeit einer Qualifikation für künftige Dozierende an Pädagogischen Hochschulen in diesem Fachbereich.

ZH: Aufnahmekapazität in medizinischen Studiengängen

Der Zürcher Regierungsrat hat die Aufnahmekapazität der Medizinischen Fakultät für das erste Studienjahr der Bachelorstudiengänge 2019/2020 in Humanmedizin einschliesslich Chiropraktik unverändert auf 372 Studienplätze festgelegt. Hinzu kommen 50 Plätze für die Zahnmedizin. Für die Vetsuisse-Fakultät Zürich beschloss der Regierungsrat eine Erhöhung der Kapazität um 10 auf neu 90 Studienplätze.

Beratung

Bundesrat formuliert einheitliche Anforderungen für Gesundheitsberufe

Das Parlament hat 2016 das Bundesgesetz über die Gesundheitsberufe (GesBG) verabschiedet. Das neue Gesetz legt für sieben Gesundheitsberufe (Pflege, Physiotherapie, Ergotherapie, Hebamme, Ernährung und Diätetik, Optometrie und Osteopathie) schweizweit einheitliche Anforderungen fest. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 10. Oktober 2018 das Ausführungsrecht zum GesBG in die Vernehmlassung geschickt. Die Vernehmlassung dauert bis am 25. Januar 2019.
Medienmitteilung

Hundert aussergewöhnliche Frauen

Pilotin, Bundesrätin, Dirigentin, Fussballerin, Politjournalistin, Richterin oder Ziegenhirtin: Auf der Website 100frauen.ch finden sich Interviews und Porträts zu Frauen mit besonderen Lebensläufen. Betrieben wird die Onlineplattform vom gemeinnützigen Verein "Frauen in der Schweiz" mit dem Ziel, Frauen in der Schweiz oder mit einem Bezug zur Schweiz sichtbar zu machen.

FR: Beratung zum Berufsabschluss Erwachsener

Im Rahmen der Förderung des Berufsabschlusses für Erwachsene hat Thomas Di Falco, Dienstchef des Amts für Berufsberatung und Erwachsenenbildung (ABE) in Freiburg, Fragen von berufsbildungplus.ch beantwortet. Im Interview erläutert er unter anderem, wie seine Dienststelle die Erwachsenen berät und sie ermutigt, sich für eine berufliche Grundbildung zu engagieren.

VD: Kritik am SwissSkills Career Stärkenprofil

Die Waadtländer Vereinigung der Psychologinnen und Psychologen in Berufs- und Laufbahnberatung (AVPO) betrachten den Einsatz des Tests SwissSkills Career Stärkenprofil als problematisch. Der den Schülerinnen und Schülern während der letzten Schweizer Berufsmeisterschaften empfohlene Persönlichkeitstest beruht auf unbewussten Reaktionen der Teilnehmenden auf abstrakte Bilder zum Aufdecken ihrer "Champion-Kräfte", um ihnen bei der Berufswahl behilflich zu sein. Laut Ansicht der AVPO sind diese Tests für Jugendliche unter 17 Jahren nicht geeignet. Zudem seien keine Informationen über die Validierung des Tests veröffentlicht worden.

Österreich: Trends in der Bildungsberatung im Hochschulbereich

Bildungs- und Berufsberatung im Hochschulbereich hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen und sich stark diversifiziert. Eine Studie umfasst eine Literaturanalyse, Good Pratice-Beispiele aus Österreich und dem übrigen deutschsprachigen Raum sowie Ergebnisse einer Erhebung bei Bildungs- und Berufsberatenden. Die Autorinnen und Autoren definieren lang- und mittelfristige Trends in der Bildungs- und Berufsberatung im hochschulischen Bereich und sprechen Empfehlungen zur Weiterentwicklung, Verfügbarkeit und Ergänzung der bisherigen Angebote aus.

Arbeitsmarkt

Stellenmeldepflicht: Noch keine Auskünfte zur Wirkung möglich

Die Konjunkturforschungsstelle der ETH hat sich im Rahmen ihrer Konjunkturprognosen auch zu den Auswirkungen der Stellenmeldepflicht geäussert. Sie hält dabei fest, dass derzeit noch keine Auskünfte über die Wirkung der Massnahme möglich seien. Ermutigend aus Sicht des Gesetzgebers sei aber, dass sich viele Firmen an die neue Meldepflicht zu halten scheinen. Die Zahl der bei den regionalen Arbeitsämtern gemeldeten offenen Stellen ist im Juli und im August 2018 im Vergleich zu den Vormonaten sprunghaft auf das beinahe Dreifache angestiegen.

Gastrobranche kritisiert die Stellenmeldepflicht

Gemäss einer Umfrage von GastroSuisse ist eine Mehrheit der gastgewerblichen Betriebe mit der Umsetzung der Stellenmeldepflicht mässig bis gar nicht zufrieden. Die Befragten kritisierten den hohen Aufwand für Unternehmen sowie die Qualität der vom RAV zugestellten Dossiers. Zudem habe die Untersuchung ergeben, dass sich die RAV nicht an die gesetzlich vorgeschriebenen Fristen halten. An der Befragung haben 611 Restaurations- und Hotelbetriebe teilgenommen. In der Schweiz gibt es rund 29'000 Beherbergungs- und Gastrobetriebe.

SECO-Broschüre zu Schicht- und Nachtarbeit

Arbeiten entgegen der "inneren Uhr" ist belastend und kann sich nachteilig auf die Gesundheit auswirken. Die häufigsten Beschwerden bei Schicht- und Nachtarbeit sind Schlafstörungen und Müdigkeit, Appetitlosigkeit und Magen-Darm-Beschwerden sowie innere Unruhe und Traurigkeit. Das SECO informiert in einer neuen Broschüre über diese Gefahren und gibt Tipps, wie man trotz der speziellen zeitlichen Anforderungen einen Alltag finden kann, der möglichst wenig belastet.

Umfrage zum Arbeitsmarkt bei jungen Berufsleuten der Romandie

Für 66% der jungen Berufsleute der Romandie sind das Arbeitsumfeld und sympathische Kolleginnen und Kollegen wichtige Kriterien bei der Wahl eines Arbeitgebers. Die Möglichkeiten zum beruflichen Aufstieg (62%) und die Gehälter (59%) sind ebenfalls entscheidende Elemente. Diese Angaben stammen aus dem ersten "Young Professional Attraction Index". Es handelt sich um eine Umfrage (in Französisch) bei 704 Personen in der Westschweiz. Sie wurde von Academic Work durchgeführt, einer auf die Vermittlung von Studierenden, Diplomierten und jungen Berufsleuten spezialisierten Agentur.

Fachaustausch "Netzwerke mit Arbeitgebenden"

Viele Organisationen der Arbeitsintegration sind für die Erfüllung ihres Auftrags auf ein funktionierendes Netzwerk mit Arbeitgebenden angewiesen. Wie man solche Netzwerke aufbaut und sie pflegt ist das Thema eines halbtägigen Fachaustauschs von Arbeitsintegration Schweiz. Er findet am Dienstag, 30. Oktober 2018 in Olten statt.

Berufliche Integration

Eidgenössische Finanzkontrolle: Verwendung der Integrationspauschale

Die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) hat die Verwendung der Integrationspauschale unter den Gesichtspunkten der Transparenz, der Konformität, der Wirtschaftlichkeit und der Effizienz der Instrumente zur Messung der Zielerreichung geprüft. Die Prüfungsergebnisse sind positiv. Die EFK hat die folgenden drei Bereiche mit einem grossen Verbesserungspotenzial erkannt:
- der Zugang zu geeigneten beruflichen Integrationsmassnahmen in- oder ausserhalb des Rahmens der IV-Leistungen für Migrantinnen und Migranten, die eine psychiatrische Betreuung benötigen
- die Organisation von Intensivsprachkursen mit Kleinkinderbetreuung
- (weiterführender) Sprachunterricht für erwerbstätige Migrantinnen und Migranten
Medienmitteilung

Tagungen zur Integration von Migrantinnen und Migranten

Arbeitsintegration Schweiz organisiert im November und Dezember 2018 mehrere Bildungstagungen zur Arbeitsintegration von Migrantinnen und Migranten, dies mit spezifischen Schwerpunkten: Leiden traumatisierter Opfer und Auswirkungen; Arbeitsmarktorientierte Förderung sprachlicher Kompetenzen mit dem System "fide"; eritreische Migration.

Stellensuche im Internet – neue App Yooture

"Recruiter lieben LinkedIn" – so lautet eine Schlagzeile der Ausgabe 7/2018 der Zeitschrift "Context" des Kaufmännischen Verbandes Schweiz. Der Text macht deutlich, dass sich Social-Media-Netzwerke zunehmend zum Rekrutierungstool entwickeln. Treiber dafür sind die hohe Präsenz der Berufstätigen auf LinkedIn und Xing sowie das Aufkommen von Matching-Apps. Konkret wird die App yooture.com etwas näher vorgestellt.

Fiese Fragen in Bewerbungsgesprächen

"Was finden Sie in diesem Raum besonders harmonisch?" oder "Singen Sie mal ein Lied auf Französisch!": HR-Profis oder Geschäftsführer/innen prüfen häufig mit gezielten und fiesen Fragen die Eignung einer Person für eine ausgeschriebene Stelle. Vielen Kandidatinnen und Kandidaten ist allerdings nicht klar, wie sie reagieren sollen oder warum solche Fragen überhaupt gestellt werden. Das Portal gehalt.de hat einige Erfahrungen aus Bewerbersicht gesammelt und die Hintergründe beleuchtet.

FR: Jahresbericht 2017 der Interinstitutionellen Zusammenarbeit

Die Interinstitutionelle Zusammenarbeit des Kantons Freiburg hat ihren ersten Jahresbericht publiziert. Das Jahr 2017 war geprägt von der Implementierung von "Medval". Diese multidisziplinäre Abklärung ermöglicht den Fachleuten der RAV, der IV-Stelle und der Sozialdienste, die Situation der Begünstigten zu verstehen, deren berufliche Eingliederung durch Gesundheitsprobleme beeinträchtigt ist. In den Zielen für das Jahr 2018 erwähnt der Bericht die Schulung des Medval-Teams und die Evaluation der Dienstleistung.