Newsletter vom 16.10.2019

Aktuelle Meldungen vom 16.10.2019

Berufliche Grundbildung

Uhrenberufe: Modulare Qualifikationsverfahren

Das SBFI hat die modularen Qualifikationsverfahren für die Berufe Polisseuse/Polisseur EBA und Oberflächenveredler/in Uhren und Schmuck EFZ anerkannt. Sie traten am 1. Oktober 2019 in Kraft. Die entsprechenden Regelungen sind im Berufsverzeichnis beim jeweiligen Beruf aufgeschaltet.

BFS: Bildungsinstitutionen

Die vom BFS herausgegebene Broschüre "Bildungsinstitutionen" (Ausgabe 2019) enthält Kennzahlen, Grafiken und Übersichten über die Organisation der Schulen nach Bildungsstufe, Trägerschaft, Grösse sowie räumlicher und sprachlicher Verteilung. Die Daten beziehen sich auf das Schuljahr 2017/2018. Die Publikation steht in Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch zur Verfügung.

SwissSkills 2020

Die SwissSkills 2020 werden in Bern am 9. September eröffnet und dauern bis am 13. September. Erwartet werden 135 verschiedene Berufe (davon rund 75 im Rahmen von Schweizer Berufsmeisterschaften) und 1000 junge Berufsleute aus Handwerk, Industrie und Dienstleistung.

EHB: Validierung von berufspädagogischen Kompetenzen und Bachelorstudiengang

Ab dem Studienjahr 2020/2021 bietet das EHB als Variante zu den bestehenden Studiengängen ein Validierungsverfahren an, das auf einen begleiteten Prozess zur Darlegung der berufspädagogischen Kompetenzen ausgerichtet ist. Das Erfahrungslernen aus informellen Bildungsleistungen wird anhand des Rahmenlehrplans für Berufsbildungsverantwortliche validiert.
Im September 2019 nahmen am EHB je 20 Studierende im Master of Science (MSc) und erstmals im Bachelor of Science (BSc) in Berufsbildung ihr Studium auf. Der neu lancierte zweisprachige BSc legt einen Schwerpunkt auf die digitale Transformation in der Berufswelt.

Wirtschaftlichkeit der berufspädagogischen Ausbildung am EHB

Die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) hat die berufspädagogische Ausbildung am EHB einer Wirtschaftlichkeitsprüfung unterzogen. Es zeigte sich, dass die Kosten pro Student/in am EHB im Vergleich zu den Pädagogischen Hochschulen der Deutschschweiz höher liegen. Die ausgewiesenen Kosten sind allerdings nicht durchwegs vergleichbar, und die Gründe für diese Abweichungen konnten nicht bestimmt werden, schreibt die EFK. Weiter wurde festgestellt, dass die Zufriedenheit der Studierenden am EHB sich zwischen den Sprachregionen unterscheidet.
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Methodischer Ansatz zur Messung von sozialen Berufsbildungsinstitutionen

Soziale Institutionen helfen beim Lösen von fundamentalen gesellschaftlichen Problemen. Berufsbildung übernimmt eine solche Rolle, indem sie Jugendliche auf einen direkten Einstieg ins Berufsleben vorbereitet. Es gibt wenig wissenschaftliche Erkenntnis zur Frage, wie solche Institutionen international evaluiert und verglichen werden können. Die KOF liefert einen Beitrag zur Forschung, wie Institutionen der Berufsbildung gemessen werden können. Insgesamt wird von den theoretischen Grundlagen abgeleitet, dass nur robuste soziale Institutionen ihre Funktion effektiv erfüllen können.

Magazin Panissimo: Ein Schnuppertag in der Rolle einer Lernenden

Die Tätigkeit einer Detailhandelsfachfrau erschöpft sich nicht im Verkauf. Der anspruchsvolle Beruf verlangt Kompetenzen auf verschiedenen Ebenen, Leidenschaft und Know-how. Dies sind die Schlussfolgerungen von Claudia Vernocchi, Chefredakteurin des Magazins Panissimo, nachdem sie einen Tag lang in die Rolle einer Lernenden in einer Neuenburger Bäckerei geschlüpft ist. Sie war vor allem von der Freundlichkeit, Aufmerksamkeit und Ruhe der Verkäuferinnen während der Beratung und Bedienung der Kunden beeindruckt.

ZH: Bilingualer Unterricht in der Berufsbildung, wie weiter?

Der bilinguale Unterricht wird seit 1999 an Berufsfachschulen angeboten. Heute offerieren 18 Berufsfachschulen im Kanton Zürich in etwa 30 Berufen bilingualen Unterricht in der Kombination Englisch/Deutsch. Dabei wird ein bestehendes Schulfach teilweise auf Englisch unterrichtet. An einer Jubiläumsveranstaltung wird über die Entwicklung des bilingualen Unterrichts in der Berufsbildung diskutiert. Es wird insbesondere nach Möglichkeiten gesucht, wie "bili" auch im Lehrbetrieb praktiziert werden kann.

Deutschland: Ausbildungsverträge im Gesundheitsbereich und Jahresbericht des BIBB

Das BIBB hat konkrete Empfehlungen für die Ausgestaltung von Kooperationsverträgen in der beruflichen Pflegeausbildung nach dem Pflegeberufegesetz erarbeitet. Die Publikation soll die an der Ausbildung beteiligten Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser und Pflegeschulen bei der Durchführung der im Jahr 2020 startenden, neuen Pflegeausbildungen unterstützen.
Der Jahresbericht 2018 des BIBB kann kostenlos heruntergeladen werden.

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

Prüfungsordnungen in Vernehmlassung

Die zuständigen Organisationen der Arbeitswelt haben dem SBFI den Entwurf der Prüfungsordnung über die Berufsprüfung Projektleiter/in Schreinerei und Produktionsleiter/in Schreinerei, je mit eidgenössischem Fachausweis, eingereicht.
Bundesblatt vom 1. Oktober 2019

Berufliche Weiterbildung in Schweizer Unternehmen

Das BFS erhebt seit 2011 alle fünf Jahre Daten zu den Weiterbildungsanstrengungen der Schweizer Unternehmen. Die aktuellsten Daten stammen aus dem Jahr 2015 und wurden im Herbst 2017 veröffentlicht. Die Ergebnisse beruhen auf einer schriftlichen Befragung bei einer repräsentativen Stichprobe, die rund 4000 Unternehmen mit mindestens 10 Mitarbeitenden umfasst. Auf der Website des SVEB finden sich die wichtigsten Ergebnisse dieser Befragung. Die Grafiken und Texte zeigen die Bedeutung der verschiedenen beruflichen Weiterbildungstypen für die Schweizer Unternehmen sowie die Rahmenbedingungen, auf die sie sich beziehen.

Mittelschulen und Hochschulen

Von der Berufsmatura an die Fachhochschule

Jede und jeder fünfte Studierende an einer Fachhochschule gibt das Studium bereits vor dem Abschluss auf. Bei den Studierenden mit Berufsmaturität liegt die Abbruchquote etwas höher als bei jenen mit einer gymnasialen Matur. Diese Zahlen präsentierte Franz Eberle, emeritierter Professor für Gymnasial- und Wirtschaftspädagogik der Universität Zürich, an der Herbstkonferenz 2019 der Plattform "Berufsmaturität Fachhochschule", kurz BMFH.
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Frauenanteil in MINT-Studienfächern nimmt kaum zu

Der Frauenanteil in MINT-Studienfächern und technischen Berufen nimmt kaum zu. Die Untervertretung der Frauen trage zum statistischen Lohnunterschied zwischen den Geschlechtern bei, schreibt die NZZ. Zwischen dem Grad der Gleichberechtigung und ihrer Zahl in MINT-Berufen bestehe ein negativer Zusammenhang, das heisst in skandinavischen Ländern gibt es nicht mehr, sondern weniger Frauen im MINT-Bereich als in Saudiarabien.

Internationale Studierende in der Schweiz

Im Jahr 2017 stammten 72% der internationalen Studierenden in der Schweiz aus Kontinentaleuropa. Dies verdeutlicht die Studie "Bildung auf einen Blick 2019" der OECD. 11% der mobilen Studierenden kamen aus Asien, 5% aus Afrika, 4% aus Südamerika und 3% aus Nordamerika. Die Daten belegen, wie stark Bildungsmobilität bestimmt ist durch verbindende Faktoren wie Sprache, geografische Nähe, bilaterale Beziehungen und politische Rahmenbedingungen wie etwa den europäischen Hochschulraum.

Magazin Horizonte: Neue Aspekte der Schulforschung

Die Septemberausgabe 2019 von Horizonte, dem Magazin der Akademien der Wissenschaften Schweiz, enthält ein Dossier zur Forschung über das öffentliche Bildungswesen, das sich in vollem Wandel befindet. Das Dossier beinhaltet auch eine Übersicht der Veränderungen des Schweizer Bildungswesens nach 50 Jahren Reformen.

AG: Verkürzung der Schuldauer bis zur Matura

Im Rahmen des Reformvorhabens "Verkürzung der Schuldauer bis zur gymnasialen Matur" prüft der Aargauer Regierungsrat, ob es Möglichkeiten gibt, damit leistungsstarke Schülerinnen und Schüler im Kanton die gymnasiale Maturität nach zwölf, statt wie bisher nach dreizehn Jahren, erlangen können. Durch die verkürzte Schuldauer soll der kantonale Finanzhaushalt langfristig entlastet werden. Siehe Zwischenbericht zur "Gesamtsicht Haushaltsanierung" vom 14. August 2019 (ab Seite 17).

FR: Bachelor in Sozialarbeit mit dem Vermerk der Zweisprachigkeit

Seit Studienbeginn 2019 ermöglicht die Hochschule für Soziale Arbeit Freiburg (HSA-FR) den neuen Studierenden, einen Teil ihres Bachelors in Deutsch zu absolvieren. Unter bestimmten Bedingungen kann ein solcher Studiengang zum Erwerb eines FH-Diploms mit dem Vermerk der Zweisprachigkeit führen. Die HSA-FR wird den Studierenden spezifische Ressourcen zur Verfügung stellen. Das zweisprachige Angebot strebt die Förderung einer neuen Generation an, die in der Lage ist, ihren Beruf in beiden kantonalen Amtssprachen auszuüben. Das zweisprachige Angebot soll schrittweise auf alle Aufgabenbereiche der HSA-FR erweitert werden.
Medienmitteilung

LU: Bachelor Mobility, Data Science and Economics

Die Hochschule Luzern startet im Herbst 2020 den neuen Bachelor-Studiengang Mobility, Data Science and Economics. Die klassische Verkehrsplanung und das Bauen von Infrastruktur bleiben wichtige Aspekte der Mobilität. Das Fach Data Science ist vom ersten Semester an als integraler Bestandteil der Ausbildung verankert. Die Studierenden werden sich zudem intensiv mit den naturwissenschaftlichen Hintergründen des Klimawandels beschäftigen und lernen, welche Gegenmassnahmen im Mobilitätssektor wirksam wären.

NE: Bachelors, Kombination von Sport mit Wirtschaft oder Management

Zu Beginn des Studienjahrs 2019 hat die wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Universität Neuenburg zwei interdisziplinäre Bachelors eröffnet, welche Sportwissenschaft mit Wirtschaft oder Management kombinieren. Der erste bereitet auf die Arbeit beim Sportunterricht oder in der Verwaltung sowie bei der Organisation und Koordination von sportlichen Anlässe vor. Der zweite bereitet auf die Management- und Marketingverantwortung bei Klubs, Produktions- und Dienstleistungsunternehmen oder anderen Vereinigungen vor. Die beiden Studiengänge werden in Französisch und Englisch gehalten.

Beratung

Von ffbb zu Laufbahnswiss

Der Fachverein freischaffender Berufsberater/innen ffbb nennt sich neu Laufbahnswiss, Verband der unabhängigen Laufbahnfachleute. Die neue Website des Verbands informiert unter anderem über Qualitätsstandards von Beratungen und listet die Laufbahnberatenden nach Region und Angeboten auf.

Leistungen in IQ-Tests sinken

Seit einiger Zeit zeigen die Leistungskurven bei IQ-Tests in den Industrieländern nach unten. Wie die NZZ am Sonntag schreibt, ist dies laut einer Studie aus Norwegen sowie einem Wiener Psychologen weder auf die Migration noch auf die Digitalisierung zurückzuführen. Vielmehr liege ein Grund in den Bildungsreformen, die wegen der Möglichkeit zur Fächer-Abwahl keine umfassende Bildung mehr anstrebten, die alle Aspekte der Intelligenz fördere.

Was Lernenden wichtig ist

Lernenden ist es wichtig, dass sie ernst genommen werden, sie schätzen ein gutes Arbeitsklima und eine abwechslungsreiche Tätigkeit. 76% der Lernenden in der Deutschschweiz arbeiten im Wunschberuf und würden sich wieder für eine Lehre entscheiden. Dies sind ausgewählte Ergebnisse des Lernendenbarometers 2019 von professional.ch/yousty.ch.

Fragebogen: Welcher Forscher-Typ sind Sie?

Eine lange Publikationsliste allein genügt heute nicht mehr für eine erfolgreiche akademische Karriere. Inzwischen sind vielfältige Profile von Forschenden gefragt, und Universitäten und Förderorganisationen evaluieren nun auch die Lehre, Wissenschaftskommunikation, Open-Science-Aktivitäten oder öffentliche Ämter. Horizonte, das Magazin der Akademien der Wissenschaften Schweiz, hat einen Fragebogen publiziert (Ausgabe September 2019, S. 25–28), mit dem man erkunden kann, zu welchem von acht Forscher-Typen man wohl gehört: Pädagogin, Transparenter, Purist, Macherin, Politikerin, Innovator, Karrierebewusste oder Kommunikator. Den Fragebogen kann man auch online ausfüllen.

Moderne Rollenteilung verbessert die Zufriedenheit der Eltern

Die vermehrte Gleichstellung von Frauen und Männern wirkt sich für Eltern positiv aus. Dank der zunehmenden Freiheit, zwischen Elternschaft und Erwerbstätigkeit zu wählen und die Kinderbetreuung individuell zu gestalten, sind Mütter und Väter heute zufriedener mit ihrem Leben als vor 20 oder 30 Jahren. Zu diesen Schlüssen kommen Sozialwissenschaftler/innen der Universität Zürich in einer Studie.

FR: Junge Sportlerin ist neues Gesicht der Berufsberatung

Die junge Freestyle-Skierin Mathilde Gremaud ist die neue Botschafterin der Berufsberatung in Freiburg. Die 19-Jährige wird in kurzen Videoclips Jugendliche auf der Orientierungsstufe an ein breites Spektrum von Ausbildungsberufen heranführen, angefangen mit einer Schnupperlehre als Polymechanikerin. Mathilde Gremaud löst als Botschafterin den Hockeyspieler von Fribourg-Gottéron Nathan Marchon ab. Das Vorbild der Sportlerin soll auch junge Frauen für angebliche Männerberufe interessieren. Die Mini-Video-Serie "Entdecken Sie die Berufswelt mit Mathilde Gremaud" wird auf Facebook, Snapchat, LinkedIn und Instagram geteilt.
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VS: Arbeitsblätter zum GUIDE-Beratungsmodell

Die Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung (BSL) Oberwallis hat ein theorie- und praxisorientiertes Beratungsmodell entwickelt (siehe PANORAMA 2/2018). Neu sind auf der Homepage der BSL Oberwallis einige theoriegestützte Arbeitsblätter aufgeschaltet, die in der Beratungsarbeit mit dem GUIDE-Modell angewendet werden können. Die Arbeitsblätter lassen sich ergänzend zu quantitativen und anderen qualitativen Verfahren innerhalb des Beratungsgesprächs oder als Hausaufgabe einsetzen. Sie greifen zentrale Themen aus den vier Beratungsmodulen auf und dienen dem vertieften Verstehen und Fördern persönlicher Ressourcen und Aktivitäten zur selbstbestimmten Laufbahngestaltung.

Arbeitsmarkt

Der Fachkräftemangel hat sich weiter verschärft

Der Fachkräfteindex 2019 von B,S,S. ist erschienen. Er erreicht den neuen Rekordwert von 116 Punkten (sechs Punkte über dem Vorjahreswert). Der Index setzt sich aus vier Indikatoren zusammen. Der jüngste Anstieg kommt primär dadurch zustande, dass mehr Stellen ausgeschrieben sind und die Arbeitslosenquote abgenommen hat. Auffällig sind regionale Unterschiede: In Teilen der Westschweiz (Neuenburg und Jura) und dem Tessin liegen die Indexwerte unter dem Referenzwert von 100. Deutlich darüber liegen sie in der Innerschweiz und der Ostschweiz, was auf eine besonders angespannte Fachkräftesituation hindeutet.

BFS: Erwerbsbevölkerung auf Höchststand dank Zuwanderung

2018 nahm die Erwerbsbevölkerung in der Schweiz um 0,7% zu: von 5,268 Millionen Personen zu Jahresbeginn auf 5,306 Millionen zu Jahresende. Der Anstieg war bei den Frauen ausgeprägter als bei den Männern. 78% der Zunahme verdankt sich der Zuwanderung (160'000 Personen, Abwanderung: 130'000). Dies zeigt die Arbeitsmarktgesamtrechnung des BFS, die die Dynamik auf dem Arbeitsmarkt aufzeigt, indem sie die individuellen Übergänge zwischen Erwerbstätigkeit, Erwerbslosigkeit und Nichterwerbstätigkeit erfasst.

Bericht der IAO: Die "Kleinen" schaffen die meisten Arbeitsplätze weltweit

Selbstständige Arbeitnehmende und kleine Unternehmen spielen eine weitaus wichtigere Rolle bei der Schaffung von Arbeitsplätzen als bisher angenommen. Tatsächlich sind sieben von zehn Arbeitnehmenden weltweit selbstständig oder in einem kleinen Unternehmen angestellt (weniger als 50 Angestellte). Dies ist das wichtigste Ergebnis einer von der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) durchgeführten Umfrage in 99 Ländern (Bericht in Englisch). Die IAO beurteilt die Auswirkungen dieser Feststellung als "äusserst wichtig" für die Arbeitsmarkt- und Förderpolitik: Die Massnahmen der Behörden sollten stärker auf diese kleinen Wirtschaftseinheiten ausgerichtet werden.
Medienmitteilung

Studie: Ohne Arbeitszeiterfassung arbeitet man mehr

Die Arbeitswoche dauert im Schnitt 45,6 Stunden, wenn man auf Arbeitszeiterfassung verzichtet. Wird die Arbeitszeit erfasst, liegt sie unter 40 Stunden. Dies zeigt eine Studie der Universität Genf im Auftrag des SECO. Sofern in einem Unternehmen jedoch Begleitmassnahmen existieren, ist der Gesundheitszustand dieser Personen im Vergleich zu Arbeitnehmenden mit systematischer Arbeitszeiterfassung nicht weniger gut und sie sind auch nicht häufiger gestresst.
Medienmitteilung

Deutschland: Bankmitarbeitende lassen Handy ruhen

Für immer mehr Bankmitarbeitende in Deutschland bedeutet Feierabend offenbar wirklich Feierabend. Der Anteil der Beschäftigten im privaten Bankgewerbe, die werktags nach Dienstschluss noch per E-Mail oder telefonisch erreichbar sind, hat sich von 31% im Jahr 2013 auf 24% im Jahr 2018 reduziert. Das geht aus einer Befragung von Kantar TNS im Auftrag des Arbeitgeberverbands des privaten Bankgewerbes hervor. Ähnlich ist auch die Erreichbarkeit am Wochenende und in den Ferien gesunken. Rund ein Viertel aller Beschäftigten fühlt sich durch Kontakte ausserhalb der üblichen Bürozeiten belastet, zeigt die Umfrage weiter.

Berufliche Integration

Zeitschrift der SKOS: Dossier über die Fallsteuerung in den Sozialdiensten

Mehr Fälle, höhere Komplexität der Rechtsgrundlagen, verstärkte Kontrollen: Die Arbeit der Sozialarbeiter/innen in den Sozialdiensten ist anspruchsvoller geworden. Wie ist mit den Fällen und Ressourcen in dieser Situation besser umzugehen? So lautet die Frage in einem Dossier der Zeitschrift ZESO (Nummer 3/2019). Die Zeitschrift enthält auch einen Artikel über die Überbrückungsleistung für über 60-jährige Arbeitslose, ein Interview mit Sylvie Durrer, Direktorin des Eidgenössischen Büros für die Gleichstellung von Frau und Mann, sowie eine Reportage über das Jugendprojekt LIFT.

Alleinerziehende Mütter und Sozialhilfe: Erfahrungsbericht und Kennzahlen

Der Umstand, Kinder zu haben, erhöht das Risiko, von Sozialhilfe abhängig zu sein, vor allem für Einelternfamilien. Im Rahmen einer Artikelserie über die Armut in der Schweiz veröffentlichte swissinfo.ch ein Interview mit einer der zahlreichen alleinerziehenden Mütter, die auf Sozialhilfe angewiesen sind. Es wird deutlich, dass die Interviewte aufgrund des Schwelleneffekts die Kosten für die Kinderbetreuung ohne Sozialhilfe nicht aufbringen kann, dies trotz Teilzeitarbeit, Alimenten und Kinderzulage. Der Artikel enthält auch die von der SKOS erstellten Kennzahlen.

FR: Stellenplattform für Flüchtlinge

Seit Juni 2019 gibt es im Kanton Freiburg die Plattform frintegration.ch. Sie wurde von mehreren Partnern lanciert – der Volkswirtschaftsdirektion und der Direktion für Gesundheit und Soziales des Kantons Freiburg, dem Betreuungs- und Integrationsunternehmen ORS und Caritas Schweiz. Die Plattform gibt den Unternehmen Online-Einsicht in die Unterlagen von Flüchtlingen, die sich in den Freiburger Arbeitsmarkt integrieren möchten. Zudem können die Unternehmen direkt eine Stelle, eine Ausbildung oder ein Praktikum ausschreiben.