Newsletter vom 08.02.2017

Aktuelle Meldungen vom 08.02.2017

Berufliche Grundbildung

Handbuch betriebliche Grundbildung als eBook

Das Handbuch betriebliche Grundbildung steht ab sofort auch als eBook in den drei Landessprachen D, F und I zur Verfügung. Der Inhalt ist identisch mit der Druckversion des Handbuchs. Das eBook kann auf ein Tablet oder einen Computer (Mac, Windows) geladen werden und enthält interne und externe Navigationsmöglichkeiten. Die Texte können vergrössert, markiert, unterstrichen und gesichert werden. Das eBook erlaubt auch einen direkten Zugriff auf die Hilfsmittel (Checklisten, Merkblätter, Formulare und Praxisbeispiele), die im Handbuch enthalten sind. Es kann auf der Homepage www.shop.sdbb.ch/hb bestellt werden. Die elektronische Version enthält kein Lexikon der Berufsbildung, weil dieses bereits online verfügbar ist.

berufsbildung.ch: Aktualisierung der Informationen zum Case Management

Auf dem Portal berufsbildung.ch sind die Seiten zum Case Management Berufsbildung inkl. den Adressen der kantonalen Supportorganisationen aktualisiert worden. Die Software "CM-Online", die von mehreren Kantonen verwendet wird, wird vom SDBB nicht mehr betreut und verwaltet, wird aber von einigen Kantonen weiterhin eingesetzt. Die Subdomäne "Unterstützende Massnahmen" enthält neben Case Management auch das Kapitel "Nachteilsausgleich für Menschen mit Behinderung".

Kaufleute EFZ: Anhörung

Das SBFI unterbreitet folgende Änderungen zur Stellungnahme: Verordnung und Bildungspläne für die betrieblich und schulisch organisierte Grundbildung für Kauffrau/Kaufmann EFZ. Anhörungsfrist: 15. März 2017. Die Dokumente können von der Internetseite des SBFI heruntergeladen werden.

Medizinproduktetechnologe/-technologin EFZ: Anhörung

Das SBFI unterbreitet die Entwürfe der Verordnung über die berufliche Grundbildung und den Bildungsplan für den neuen Beruf Medizinproduktetechnologin/-technologe EFZ zur Stellungnahme: Anhörungsfrist: 28. April 2017. Die Unterlagen können von der Internetseite des SBFI heruntergeladen werden.

Bäckereiberufe EBA und EFZ: Teilrevision der Verordnungen

Im Rahmen der Anhörung unterbreitet das SBFI folgende Projekte: Teilrevision der Verordnungen über die berufliche Grundbildung und Bildungspläne Bäcker/in-Konditor/in-Confiseur/in EFZ und Bäcker/in-Konditor/in-Confiseur/in EBA. Anhörungsfrist: 2. April 2017. Die Unterlagen können von der Internetseite des SBFI heruntergeladen werden.

"Schweizer Revue" beschreibt die Berufsbildung

Die Zeitschrift für Auslandschweizer/innen "Schweizer Revue" behandelt in einem Schwerpunkt die Berufsbildung schweizerischer Ausprägung, die dank der Verbindung von Praxis und Theorie und der tiefen Arbeitslosigkeit als Exportschlager gilt. Die Berufslehre nach Schweizer Muster dient zahlreichen Ländern als Vorlage für ihr eigenes Bildungswesen. Dabei lässt sich das Modell nicht ohne Weiteres exportieren, wie im Heft dargelegt wird.

Swissmem-Berufsbildungstage

An den Swissmem-Berufsbildungstagen vom November 2016 in Egerkingen, Zürich und Rorschach stand das Thema Industrie 4.0 im Zentrum. Es zeigte sich, dass der Einfluss von Industrie 4.0 die Arbeitswelt verändert und heute schon deutlich spürbar ist. Daher müssen neue Ausbildungsinhalte und Methoden in die Aus- und Weiterbildung implementiert werden. Ein Rückblick und die Tagungsunterlagen sind auf der Website von Swissmem aufgeschaltet. Das gleiche Thema wurde im Januar 2017 anlässlich der Journée Swissmem 2017 in Neuenburg behandelt (Präsentationen).

FR: Ein Jahrhundert Berufsbildung in einem Buch

Das Amt für Berufsbildung BBA des Kantons Freiburg hat ein Buch mit dem Titel "Die Ausbildung der Lehrlinge" in Deutsch und Französisch herausgegeben. Das Buch verfolgt die Entwicklung der Berufsbildung vom Ende des 19. Jahrhunderts bis heute. Verfasst wurde es von vier Historikern/-innen, die in den Archiven bis 1890 zurückgegangen sind, also in die Zeit, in der die Bildung institutionalisiert wurde. Das Buch kann zum Preis von 39 Franken per E-Mail beim BBA bestellt werden.
Weitere Informationen in "La Liberté"

SavoirSocial: Klärung des beruflichen Qualifikationsbedarfs

SavoirSocial will mit dem Projekt "Klärung des Qualifikationsbedarfs im Bereich frühe Förderung und Sprachförderung" eruieren, über welche Kompetenzen die in diesem Arbeitsfeld tätigen Berufsgruppen verfügen und ob ein zusätzlicher Qualifikationsbedarf besteht. Dazu wird das Arbeitsfeld und die darin tätigen Berufsgruppen beschrieben. Die erste Projektphase wurde mit einem Zwischenbericht abgeschlossen. Das Projekt wird im März 2018 abgeschlossen.

Cedefop: Dank Validierung formale und informale Berufsbildung sichtbar machen

Kompetenzen und Fähigkeiten lassen sich auch ausserhalb des Klassenzimmers durch Online-Lehrgänge oder im täglichen Leben erwerben. Allerdings wird dieses Wissen oft unterbewertet oder ignoriert. Dank der Validierung kann es sichtbar gemacht werden. Aber es braucht noch viel Arbeit, bis die europäischen Länder in der Validierung ein gut eingeführtes Instrument als Teil des Berufsbildungssystems sehen. Ende 2016 organisierte das Europäische Zentrum zur Förderung der Berufsbildung (Cedefop) zu diesem Thema eine Konferenz in Thessaloniki, Griechenland. Die Dokumentation (in Englisch) steht auf der Internetseite der Veranstaltung zur Verfügung.

EQAVET: Neuer Newsletter

EQAVET ist eine Interessengemeinschaft im Rahmen der EU zur Förderung der Qualität in der Lehrlingsausbildung. Sie publiziert zweimal jährlich einen Newsletter. Die letzte Nummer (Dezember 2016) stellt verschiedene Projekte bezüglich Qualität und Wirksamkeit der Lehrlingsausbildung in mehreren Ländern vor. Ungarn, Lettland oder auch Deutschland beschreiben darin ihre Massnahmen zur Qualitätssicherung, um die Attraktivität der Berufsbildung zu erhalten oder zu steigern.

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

Prüfungsordnung in Vernehmlassung

Die zuständige Organisation der Arbeitswelt hat dem SBFI den Entwurf der Änderung der Prüfungsordnung über die Berufsprüfung Baubiologe/Baubiologin mit eidgenössischem Fachausweis eingereicht.
Bundesblatt vom 31. Januar 2017

SVEB: Förderung von Grundkompetenzen zum Durchbrechen eines Teufelskreises

Schreib- und Leseschwächen beeinträchtigen die berufliche Zukunft Jugendlicher. In einer sich im Umbruch befindlichen Arbeitswelt werden die Berufe, die keine Grundkompetenzen erfordern, verschwinden. In Zukunft müssen die Erwerbstätigen über Fähigkeiten verfügen, in erster Linie sprachlicher Natur, die Roboter und Computer nicht zu leisten vermögen. Der SVEB beabsichtigt, die Arbeitgebenden zu Massnahmen zu ermuntern, um die kontinuierliche Weiterbildung ihrer Angestellten sicherzustellen.
Medienmitteilung

Digitale Tools zur Unterstützung der Kursleiter/innen

Das Projekt "DigiMaths" des SVEB konzentriert sich auf die umfassende Nutzung digitaler Technologien für den Mathematikunterricht in der Erwachsenenbildung. Mit diesen Tools zur Unterstützung von Kursleitern/-innen kann der Unterricht effizienter, individueller und bedürfnisorientierter gestaltet werden. Auch im Unterricht von Alltags-Mathematik finden digitale und online Tools vermehrt Einzug. Das Projekt "Managing Money" möchte Kursleitende bei der Förderung von Finanzkompetenzen Erwachsener unterstützen und damit dem Problem der Verschuldung entgegenwirken.

OECD: Neue Resultate der Evaluation über die Grundkompetenzen Erwachsener

Während Millionen von Menschen ohne Arbeit sind, beklagen sich zahlreiche Arbeitgeber, keine Fachkräfte zu finden. Der Abgleich zwischen Angebot und Nachfrage von Kompetenzen ist eine der Problematiken, der sich die Regierungen stellen müssen. Die von der OECD lancierte Evaluation (in Französisch/Englisch) über die Grundkompetenzen Erwachsener entspricht diesem Bedürfnis. Sie informiert über die Lese-, Schreib-, Rechen- und Problemlösungskompetenzen Erwachsener sowie über deren Nutzung während ihres gesamten Berufslebens. Hoch qualifizierte Erwachsene finden im Allgemeinen leichter eine Anstellung und erhalten einen höheren Lohn als ihre weniger qualifizierten Berufskollegen/-innen.

Mittelschulen und Hochschulen

EDK: Anhörung zum Informatik-Obligatorium am Gymnasium

Das Fach Informatik wird am Gymnasium als Ergänzungsfach angeboten. Nach Ansicht des EDK-Vorstandes ist der Informatikunterricht für alle Schüler/innen relevant und sollte obligatorisch werden. Im Vordergrund stehen eine breite informatorische Grundbildung (Grundzüge von Programmiersprachen, Sicherheitsaspekte, technische Hintergründe von Computernetzwerken usw.) sowie Hintergründe der Informationsgesellschaft. Der EDK-Vorstand hat einen Rahmenlehrplan Informatik ausarbeiten lassen und gibt ihn in eine Anhörung. Wird das Begehren in der Anhörung positiv aufgenommen, muss in einem nächsten Schritt das schweizerische Maturitätsanerkennungsreglement revidiert werden. Ein diesbezüglicher Entscheid der EDK wird auf Oktober 2017 erwartet.
Medienmitteilung

BFS: Zugang der Hochschulabsolventen/-innen zu Führungsfunktionen

Fünf Jahre nach Studienabschluss üben 40% der Personen mit einem Bachelor einer Fachhochschule oder einem Master einer universitären Hochschule eine leitende Funktion aus. Der Anteil an promovierten Führungskräften, die im nicht akademischen Bereich erwerbstätig sind, beträgt 60%. Dies geht aus einer neuen Publikation des BFS hervor. Sie analysiert unter anderem verschiedene soziodemografische Merkmale, die berufliche Erfahrung sowie geschlechterspezifische Unterschiede beim Zugang zu Führungsfunktionen.

Zulassung zum Medizinstudium: Mehr Verantwortung für swissuniversities

Die Governance für das Zulassungsverfahren zum Medizinstudium wurde reorganisiert. Seit dem 1. Januar 2017 übernimmt swissuniversities mehr Verantwortung in der operativen Umsetzung des Zulassungsverfahrens und ist für die Durchführung von Eignungstests mitverantwortlich. Die Anmeldungen zum Medizinstudium (Human-, Zahn- und Veterinärmedizin) sowie Chiropraktik für das Herbstsemester 2017 müssen über swissuniversities bis spätestens 15. Februar 2017 erfolgen.
Medienmitteilung

swissuniversities lanciert Blog zu den internationalen Abkommen

Ein neuer dreisprachiger Blog von swissuniversities ist online: AdValue. Er will unter anderem aufzeigen, wie wichtig die internationalen Abkommen zu Bildung und Forschung für die Hochschulen sind. Die Hochschulen werden aufgefordert, Beiträge gemeinsam mit AdValue aufzugleisen: Erfolgsgeschichten, Interviews mit Rektoren/-innen, Porträts, Veranstaltungen und Kurzberichte sollen sowohl auf den Seiten der Hochschulen als auch auf www.advalue-switzerland.ch erscheinen.

Der VSS verlangt einen besseren Hochschulzugang für Flüchtlinge

Der Verband der Schweizer Studierendenschaften (VSS) möchte den Hochschulzugang für Flüchtlinge verbessern. In seinem Positionspapier verlangt er, dass baldmöglichst umfassende Kompetenzenbilanzen erstellt werden, um die Flüchtlinge, die ihre Studien abbrechen mussten, rasch und adäquat zu informieren. Er setzt sich auch für Sprachkurse und die Wiedereinführung von erschwinglichen Vorbereitungskursen für die Maturitätsequivalenzprüfung ECUS ein. Das Projekt "Perspektiven – Studium" des VSS unterstützt die Integrationsprojekte der Universitäten mit der Schaffung einer Informations- und Beratungsplattform und mit der Entwicklung von Mentoringprojekten.

Fachspezifische Jobmessen der Universitäten

An der Jobmesse "Basel Lawjobfair" der Universität Basel können ausgebildete und angehende Juristen/-innen potenzielle Arbeitgebende für ein Gespräch anfragen oder von interessierten Firmen zu einem Interview eingeladen werden. Am "Zurich Life Science Day" der ETH Zürich werden Studierende und zukünftige Studierende der Life Sciences unter anderem über unterschiedliche Laufbahnen informiert: im klinischen Bereich, der Biopharmaentwicklung, der Wissenschaft, dem Consulting, der Biotechnologie, etc.

SRF: Sendung zu Uni-Abbrüchen und -Fachwechseln

Das Wirtschaftsmagazin "ECO" des Schweizer Fernsehens thematisiert in einem Beitrag den Studienabbruch und Wechsel des Fachbereichs. Bildungsökonom Stefan Wolter sieht aus Kostengründen und wegen dem Fachkräftemangel Handlungsbedarf. Der ehemalige Rektor der Universität Basel, Antonio Loprieno, nimmt eine Gegenposition ein: Studienabbrüche und -wechsel müssten erlaubt sein und gehörten zu Exzellenz-Systemen wie jenem der Schweiz.

BS: Zu viele ausgebildete Gymnasiallehrpersonen

Die Pädagogische Hochschule in Basel bildet jährlich rund 100 Gymnasiallehrpersonen aus. Die Stellensuche gestalte sich insbesondere bei Fächern wie Englisch, Geschichte oder Deutsch als schwierig, schreibt die Schweiz am Sonntag. So wurden 2016 kantonsweit 7 von 549 Lehrpersonen neu eingestellt. Diese Situation sei dem Basler Erziehungsdepartement bekannt. Es habe die Pädagogische Hochschule gebeten, die Studierenden über die Arbeitsmarktsituation zu informieren, bevor sie die Ausbildung beginnen.

TI: Master in Humanmedizin ab 2020

Die Universität der italienischen Schweiz (USI) wird ab 2020 einen Master in Humanmedizin mit einer dreijährigen klinischen Ausbildung anbieten. Dank dieser Initiative wird die Zahl der jährlich ausgebildeten Mediziner/-innen in der Schweiz erhöht werden können. Das Bachelorstudium werden die Studierenden an den Partneruniversitäten Basel und Zürich und an der ETHZ besuchen.

ZH: Zugang zur Hochschule der Künste für geflüchtete Kunststudierende

Die Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) hat verschiedene Angebote entwickelt, um geflüchteten Kunststudierenden und Kunstschaffenden den Zugang zur Hochschule zu erleichtern. Das Projekt wurde von einer Arbeitsgruppe der ZHdK mit Vertretungen von Asylorganisationen ausgearbeitet. Es erleichtert geflüchteten Studierenden und Kunstschaffenden den Zugang zu den einzelnen Studiengängen. Sie werden von Mentorinnen und Mentoren begleitet. Die ZHdK hat dafür eine Anlaufstelle eingerichtet, an die sich Asylorganisationen oder Betroffene wenden können.

Beratung

AG: Veränderungen in der Führungsstruktur von ask!

Aufgrund der organisatorischen Weiterentwicklung der Führungsstruktur bei den ask! – Beratungsdiensten für Ausbildung und Beruf Aargau wird ab 1. Januar 2018 die Funktion eines vollamtlichen Geschäftsführers aufgehoben. Der bisherige Geschäftsführer Thomas Eichenberger verlässt auf Ende 2017 die Organisation auf eigenen Wunsch, um sich beruflich neu zu orientieren. Thomas Eichenberger arbeitete während 30 Jahren in verschiedenen Fach- und Führungsfunktionen für die Beratungsdienste im Aargau.

ZH: biz-Angebote für Migranten/-innen

Femme-Tisch-Moderatorinnen-Schulung mit 220 Teilnehmerinnen, 26 Deutschkurs-Klassen im biz, Infoveranstaltungen in 12 Fremdsprachen: Die Berufsberatung des Kantons Zürich und das Laufbahnzentrum der Stadt Zürich stellen für Migranten/-innen diverse Angebote bereit. Eine Info-Grafik zeigt auf, wie diese sogenannten Integras-Angebote im Jahr 2016 genutzt wurden.

Deutschland: Berufsberatung per WhatsApp

Ein neuer Check der deutschen Bundesagentur für Arbeit (BA) soll Jugendliche ab zwölf Jahren dazu bringen, locker mit dem Thema Berufswahl in Berührung zu kommen. Ein sogenannter What'sMeBot schickt den Jugendlichen acht Fragen per WhatsApp zu und teilt die Jugendlichen aufgrund ihrer Antworten einem von vier Berufstypen zu: handwerklich-technischer, künstlerisch-kreativer, kaufmännisch-verwaltender, sozial-pflegerischer Typ. Das Angebot nutzen gemäss einem Artikel der F.A.Z. bereits mehrere zehntausend Personen pro Tag, was wohl darauf zurückzuführen ist, dass die BA den bekannten Youtuber Julien Bam für die Aktion gewinnen konnte. Gemäss BA sind die Vorschläge des Bots nur als Impuls und als Grundlage für eine spätere klassische Berufsberatung gedacht.

Arbeitsmarkt

Online-Plattformen: Welche Zukunft hat mein Beruf?

Ende 2016 wurde die Plattform job-trends.ch lanciert. Die Site ist keine Stellensuchmaschine, sondern informiert über die Profile einer Vielzahl von Berufen gemäss International Standard Classification of Occupations (ISCO). Die Berufe werden dabei nach den folgenden vier Kriterien beschrieben: Routineintensität, Risiko der Verlagerung ("Offshore-Risiko"), Anforderungsniveau und Digitalisierung. Landkarten zeigen zudem die regionale Verteilung der Berufsfelder. Sie werden auf Basis der bei jobagent.ch publizierten Stelleninserate erstellt. Eine ähnliche Dienstleistung erbringt der deutsche Job-Futuromat.

BFS: Zwei von drei Personen sind Erwerbspersonen

66% der Bevölkerung in der Schweiz sind Erwerbspersonen; als Erwerbspersonen gelten Erwerbstätige und Erwerbslose gemäss ILO. Sie bilden zusammen das Arbeitsangebot. Diese Quote variiert je nach Kanton; Spitzenreiter sind ZH, LU und NW mit 70%, während im TI nur 57% der Bevölkerung als Erwerbspersonen gelten. Die Zahl der Erwerbslosen schwankt zwischen 1% im Kanton UR und 12% im Kanton GE. Diese Zahlen gehen aus der neuesten Auswertung des BFS "Ständige Wohnbevölkerung ab 15 Jahren nach Arbeitsmarktstatus und Kanton" hervor. Sie zeigt unter anderem auch, dass knapp 12% der Erwerbstätigen ein Pensum unter 50% ausüben.

AG: Abstimmung über Initiative "Arbeit und Weiterbildung für alle!"

Im Aargau kommt am 12. Februar 2017 die Initiative Arbeit und Weiterbildung zur Abstimmung. Sie fordert ein kantonales Arbeitslosenhilfegesetz, durch das gezielte Weiterbildung Arbeitslosigkeit präventiv verhindert und die Integration von Menschen in den Arbeitsmarkt gefördert werden sollen. Der Regierungsrat des Kantons hält die Ziele zwar für unterstützungswürdig, sieht aber praktische Umsetzungsschwierigkeiten; so würden sich die Kosten des neuen Gesetzes nach einer groben Schätzung auf 46 Millionen Franken pro Jahr belaufen.

Berufliche Integration

Arbeitsunfähigkeit: Medizinische Gutachtende sind sich oft uneinig

Unabhängige medizinische Gutachten werden häufig verwendet, um Invaliditätsansprüche zu beurteilen. Doch oft sind Ärzte/Ärztinnen, die dieselben Patienten begutachten, punkto Arbeitsunfähigkeit unterschiedlicher Meinung. Abhilfe schaffen können standardisierte Verfahren, wie eine Studie von Forschenden der Universität Basel und des Universitätsspitals Basel in einem Fachbeitrag zeigen. Das Forscherteam um Professorin Regina Kunz entwickelt und testet derzeit eine neue Methodik – die funktionsorientierte Begutachtung.

Software-Recruiting: Was hält die Maschine von mir?

Immer mehr Unternehmen überlassen die erste Durchsicht von Bewerbungen einer Maschine. So sind bei IBM Bewerbungen nur online möglich. Das Magazin Context von KV Schweiz geht in seiner jüngsten Ausgabe und in einem Blog auf das Thema ein. Laut Jörg Buckmann, Unternehmensberater mit Schwerpunkt Personalmarketing, wird bei der Personalrekrutierung in grossem Stil diskriminiert, und zwar hauptsächlich nach Alter und Geschlecht. Es sei verständlich, wenn heutige Bewerber/innen Bedenken hätten, von der Maschine unfair behandelt zu werden. Allerdings laufe das manuelle Prozedere keineswegs fairer ab.

Migration: Fortsetzung der kantonalen Integrationsprogramme

Die kantonalen Integrationsprogramme (KIP) zur Förderung der beruflichen und sprachlichen Integration von Migranten/-innen sollen in der Periode 2018-2021 fortgesetzt werden. In den beiden letzten Jahren haben Bund und Kantone 175 Millionen Franken in die KIP investiert. Dieser Betrag schliesst auch die Integrationspauschale für Flüchtlinge ein, zum Beispiel zum Ausbau von Sprachkursen. Ab 2018 wird der Bund den Kantonen jährlich einen Beitrag von 32,4 Millionen Franken zukommen lassen mit der Bedingung, dass sich diese in gleicher Höhe an der Umsetzung beteiligen. Darüber hinaus richtet er eine Integrationspauschale aus. Vorgesehen ist auch, die Angebote zur beruflichen Qualifizierung für vorläufig Aufgenommene und anerkannte Flüchtlinge auszubauen, um deren Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern.
Medienmitteilung

Arbeitsintegration: SKOS fordert eine Initiative von Staat und Wirtschaft

Die SKOS ist besorgt, dass die beschlossenen Integrations-Massnahmen nicht ausreichen werden, um die vielen Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommenen zu integrieren. Sie befürchtet, dass deswegen die Sozialhilfekosten rasant ansteigen werden und hat ein Zehn-Punkte-Programm formuliert. Es brauche möglichst rasch 5000 zusätzliche Plätze in Arbeitsprogrammen, der Integrationsprozess müsse individuell durch ein Job-Coaching begleitet werden und es sollen wirksame Anreize – beispielsweise Einarbeitungszuschüsse und Teillohnsysteme – vermehrt genutzt werden.

Verein "50plus outIn Work" ändert den Namen

Der vor vier Jahren gegründete Verein "50plus outIn Work" ändert seinen Namen in "Avenir50plus". Der Verein nimmt dezidiert zu sozialpolitischen Themen Stellung und bietet zudem in diversen Städten (Basel, Bern, Luzern, Olten, St. Gallen und Zürich) sogenannte 50plus Selbsthilfe-Talks an. Die Termine der Treffen sind auf der Website des Vereins publiziert. Ebenso existieren eine Hotline für niederschwellige Gratisberatung rund um Erwerbslosigkeit, Diskriminierung am Arbeitsplatz und Mobbing sowie eine Fachstelle.

Veranstaltung: Arbeitsintegration und Migration

Flucht und Migration bestimmen aktuell die gesellschaftliche Diskussion in Europa. Eine Veranstaltung an der Hochschule für soziale Arbeit Olten beleuchtet am 10. März 2017 (13-19 Uhr) aktuelle Entwicklungen und Ansätze und fragt nach, wie diese bearbeitet werden können.

VS: Zufriedenheit der Bezüger/innen von Arbeitslosengeldern

Eine Umfrage der Walliser Arbeitslosenversicherung von 2015 zeigte eine Zunahme des Zufriedenheitsgrads der Bezüger/innen im Vergleich zur Umfrage von 2011. Die Punkte, bei denen die Zufriedenheit 90% nicht erreichte (Verständnis spezifischer Bedürfnisse, Qualität und Verständlichkeit der Auskünfte, Verständlichkeit der Abrechnungen, Zweckmässigkeit der Empfangsräumlichkeiten, Diskretion der Gespräche) und die Verbesserungsvorschläge der antwortenden Bezüger/innen werden geprüft.

Verschiedenes

ZH: Werkzeuge des Datenschutzbeauftragten

Der Zürcher Datenschutzbeauftragte hat neue Werkzeuge zum Schutz der Privatsphäre lanciert. Der Passwortcheck, die App und die YouTube-Videos richten sich an alle, die ihre Daten besser schützen wollen. Der Passwortcheck berücksichtigt alle vier Landessprachen und Englisch. Diverse Leitfäden liefern praxisnahe Antworten unter anderem für Volksschulen, Hochschulen und für den Sozialbereich.
Medienmitteilung