Newsletter vom 19.04.2017

Aktuelle Meldungen vom 19.04.2017

Berufliche Grundbildung

Kampagne berufsbildungplus.ch

Zum ersten Mal in der zehnjährigen Geschichte von berufsbildungplus.ch gibt es die Kampagne in Form von TV-Spots. Damit stösst die Kampagne ins häusliche Umfeld vor. Die fünf TV-Spots sind seit dem 17. April 2017 auf rund 70 Onlineportalen und ab dem 24. April 2017 im Fernsehen zu sehen. Verbundpartner können die TV-Spots einfach in ihre Website einbinden.

Neuauflage des Handbuchs Prozess der Berufsentwicklung

Das "Handbuch Prozess der Berufsentwicklung in der beruflichen Grundbildung" gibt einen umfassenden Überblick über die Berufsentwicklung, unterstützt die jeweiligen Prozesse und bietet Hinweise zu wesentlichen Aspekten, Vorlagen und weiterführenden Dokumenten. Das vom SBFI erlassene Handbuch ersetzt ab sofort das bisherige "Handbuch Verordnungen berufliche Grundbildung" von 2007. Das neue Handbuch sowie alle darin aufgeführten Dokumente sind online aufgeschaltet.

BFS: Höchste Ausbildung auf der Sekundarstufe II

Das BFS hat seine Strukturerhebung der eidgenössischen Volkszählung mit den kumulierten Daten für die Jahre 2013-2015 und 2011-2015 publiziert. Die Erhebung liefert namentlich Statistiken zur Bildung. Bei der ständigen Wohnbevölkerung ab 25 Jahren nach höchster abgeschlossener Ausbildung zählte man zwischen 2011 und 2015 in den Städten ein Total von 1'183'949 Personen mit einem Abschluss auf der Sekundarstufe II. In der gleichen Periode und gleicher Altersklasse betrug die Zahl der Personen mit einem Diplom auf der Tertiärstufe 960'690.

Das EHB als Monitor der Berufsbildung

Der Bundesrat hat den Geschäftsbericht 2016 des Eidgenössischen Hochschulinstituts für Berufsbildung (EHB) genehmigt. Eine Befragung von Vertretern/-innen der schweizerischen Berufsbildung unterstrich die praxisorientierte Arbeit des EHB. Das EHB leistet als Expertenorganisation für Berufsbildung einen Beitrag zur Qualitätssicherung und -entwicklung und zur Vergleichbarkeit des schweizerischen Berufsbildungssystems. Das EHB unternahm 2016 auch Schritte in Richtung Akkreditierung als Hochschule.

EHB: Dokumente zur Sondertagung für Lehrpersonen an Berufsfachschulen

Am 30. März 2017 hat das EHB der Westschweiz (IFFP) eine Sondertagung zu Themen für Lehrpersonen an Berufsfachschulen organisiert. Ziel der Veranstaltung war es, Überlegungen zur eigenen Rolle und zu den Auswirkungen der pädagogischen Ausbildung im Hinblick auf die Entwicklung ihrer praktischen Tätigkeit anzustellen, auch zu Kontakten mit den anderen Ausbildungsorten und zu den künftig zu bewältigenden Herausforderungen. Die Dokumentation, die Präsentationen und Videos sind online verfügbar (in Französisch).

EHB: Aktuelle Forschungsprojekte per April 2017

Am EHB laufen folgende neue Forschungsprojekte:
- Projekt "Berufsabschluss für Erwachsene: Bedürfnisse der Arbeitgebenden"
- Projekt "Vierte Kosten-Nutzen-Erhebung der betrieblichen Grundbildung aus der Sicht der Betriebe"
- Projekt "Öffentliche Einstellungen gegenüber der Rolle des Staates und die private Bereitstellung von Bildungsangeboten"
- Projekt "Instrumentarium Lehrdauer"
- Projekt "Berufsfelddidaktik in der Schweiz: Aufbau der wissenschaftlicher Kompetenzen"
- Projekt "Rettungssanitäter als Mangelware?"
- Projekt "Situation von Lernenden und Bewältigung von Übergängen im niederschwelligen Ausbildungsbereich"
- Projekt "Die Entwicklung der Kompetenzanforderungen auf dem Arbeitsmarkt im Zuge der Digitalisierung"
Gesamtübersicht

IDES: Geschäfte zur Bildung in den Kantonen im April 2017

Das Informations- und Dokumentationszentrum IDES der EDK publiziert die umfassende Liste "Parlamentarische Dokumentation", auf der sie die aktuellen Geschäfte im Bereich Bildung aufführt. Die Liste enthält neben Geschäften der Berufsbildung/Sekundarstufe II, Weiterbildung und Hochschulen auch solche der obligatorischen Schule.
Parlamentarische Dokumentation zur Bildungspolitik 4/2017

Bäcker-Konditorei/Confiserie: Tagung der Fachlehrer/innen

Fachlehrer/innen vorab aus der Deutschschweiz trafen sich zur jährlichen Tagung der Fachlehrervereinigung Bäckerei, Konditorei, Confiserie. Die Präsidentin der Kommission B&Q schilderte im Zusammenhang mit der Teilrevision der Bildungspläne die zu erwartenden Änderungen vor allem zum QV ab den 2018 beginnenden Ausbildungen. Es brauche einen Effort, um Anliegen der Branche durchzubringen. Von Behördenseite wurden Ernährungsgrundsätze, Food Waste und Energieeffizienz in die Bildungspläne EFZ und EBA eingefügt. Für die nächste Anpassung in fünf Jahren wird eine Totalrevision verlangt.

Kaufmännischer Verband: Lehrabgängerumfrage 2016

Gemäss einer Umfrage des Kaufmännischen Verbands hat die grosse Mehrheit der 14'000 KV-Abgänger/innen von 2016 vier Monate nach Abschluss der beruflichen Grundbildung eine Anschlusslösung gefunden. Die Zahl derjenigen, die nach dem Abschluss der beruflichen Grundbildung ein Praktikum absolvieren, hat im Vergleich zum Vorjahr zugenommen.

Berufsabwandernde aus dem Arbeitsfeld Soziales für Studie gesucht

Das EHB führt momentan eine Laufbahnstudie im Auftrag von SavoirSocial durch und sucht dafür Personen, die aus einem der drei Arbeitsfelder Soziales abgewandert sind: Unterstützung von Kindern und Jugendlichen, Begleitung von Menschen mit Beeinträchtigung und Betreuung von Menschen im Alter. Wer solche Personen kennt oder an Studienresultaten interessiert ist, findet online weitere Informationen.

BE: Einblick in die Berufsbildung für angehende Lehrpersonen

Studierende der Pädagogischen Hochschule Bern lernen bei der Schweizerischen Post die Berufsbildung kennen, indem sie während einer Woche einen Lernenden begleiten ("Shadowing"). Ein Ziel ist, dass die angehenden Lehrpersonen im Berufswahlunterricht besser über die Berufsbildung Auskunft geben können. Im "Espace Einsteiger" berichten eine angehende Lehrerin und ein Logistik-Lernender über ihre Erfahrungen mit dem "Shadowing".

ZH: Lehrstellenkonferenz zum Thema Lehrbeginn

Am 30. März 2017 fand in Zürich die kantonale Lehrstellenkonferenz statt. Interessierte aus Lehrbetrieben, Wirtschaftsverbänden und der Berufsbildung diskutierten über das Thema "Willkommen in der Arbeitswelt". Der Beginn der Berufslehre ist für Jugendliche der erste Schritt in die Arbeitswelt. Der Start des Lehrverhältnisses bringt sowohl für die Lernenden wie auch für die Berufsbildner/innen zahlreiche Herausforderungen mit sich.
Einstiegsreferat von Marc Kummer, Amtschef Mittelschul- und Berufsbildungsamt

Deutschland: Unterstützung der kleinen Lehrbetriebe

Das deutsche Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt Klein- und Kleinstbetriebe bei der Ausbildung junger Menschen mit einem neuen Förderschwerpunkt, damit diese eine wesentliche Säule der dualen Berufsausbildung in Deutschland bleiben. Mit dem Ausbildungsstrukturprogramm "Jobstarter plus" sind die ersten von insgesamt 18 Projekten gestartet worden. Das sogenannte externe Ausbildungsmanagement enthält eine Vielzahl von konkreten Dienstleistungen. Das BMBF stellt rund 7,6 Millionen Euro aus eigenen und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds bereit.

Deutschland: Moderne Fachkräftequalifizierung

Heft 2/2017 der BIBB-Fachzeitschrift "Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis" BWP dokumentiert erste Erkenntnisse über die Anforderungen an eine moderne Fachkräftequalifizierung. Die Berufsbildung brauche die Balance durch die Verbindung von Bewährtem mit Innovativem und Neuerungen. Die Analysen zeigten, dass digitale Technologien die Arbeit anspruchsvoller mache und gleichzeitig vor allem die soziale und kreative Intelligenz der Beschäftigten an Bedeutung zunehme.

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

BFS: Zahlen 2015/2016 der Lernenden und Studierenden

Gemäss den Zahlen des BFS absolvierten 2015/2016 56'597 Studierende eine höhere Berufsbildung. Der Frauenanteil belief sich auf 43,5%. Die Studierenden wählten die folgenden Bereiche am häufigsten: Management und Verwaltung (17%), Krankenpflege und Geburtshilfe (13%) sowie Baugewerbe, Hoch- und Tiefbau (7%). In der gleichen Periode haben 228'431 Schüler/innen eine berufliche Grundbildung begonnen, das sind 63% aller Bestände auf der Sekundarstufe II.

Prüfungsordnung in Vernehmlassung

Die zuständigen Organisationen der Arbeitswelt haben dem SBFI den Entwurf der Prüfungsordnung über die Berufsprüfung Spezialist/in für Menschen mit Beeinträchtigungen mit eidgenössischem Fachausweis eingereicht.
Bundesblatt vom 11. April 2017

Grundkompetenzen, inbesondere im Bereich der Digitalisierung

Der Bundesrat hat das WBF beauftragt, bis im November 2017 auf der Grundlage des Berufsbildungsgesetzes ein Programm für die Weiterbildung von Arbeitnehmern/-innen im Bereich Grundkompetenzen, namentlich mit Blick auf die Digitalisierung der Wirtschaft, zu entwickeln. Die Massnahmen sollen es geringqualifizierten und insbesondere älteren Personen ermöglichen, im Erwerbsleben zu verbleiben. Bis im November seien auch die allfälligen notwendigen finanziellen Ressourcen zu beziffern und dem Bundesrat zu beantragen.

Deutschland: Migration und Diversität in Weiterbildungseinrichtungen

In einer Studie "Migration und Diversität in Einrichtungen der Weiterbildung" wurde untersucht, welche Strukturen und Massnahmen Weiterbildungseinrichtungen für Menschen mit Migrationshintergrund im Bundesland Nordrhein-Westfalen anbieten. Für die Bestandsaufnahme wurden 260 anerkannte gemeinnützige und kommerzielle Einrichtungen der Erwachsenenbildung befragt. Ziel der Studie ist es, den Wandel der Weiterbildungseinrichtungen sichtbar zu machen, zu reflektieren und empirisch zu überprüfen.

Mittelschulen und Hochschulen

Karrieren in der Forschung

Berufliche Perspektiven für Doktorandinnen und Doktoranden, Stipendien für Postdocs und Assistenzprofessuren, Dissertationen an Fachhochschulen: Eine Sonderbeilage der Neuen Zürcher Zeitung vom 5. April 2017 befasst sich mit dem Thema "Karriere in der Forschung".

EDK: Neues Reglement für die Anerkennung von Lehrdiplomen

Im Newsletter "éducation.ch" 1/2017 der EDK wird die Anerkennung von Lehrdiplomen auf schweizerischer Ebene thematisiert, die Gegenstand der "Bilanz 2016" ist. Seit Beginn der 2000er Jahre wurden rund 60 Hochschulstudiengänge überprüft und ihre Diplome von der EDK anerkannt. Sie beauftragte 2016 eine Arbeitsgruppe mit der Erarbeitung von Vorschlägen zur Vereinfachung der Anerkennungsreglemente. Das neue Reglement soll national gültige Mindestanforderungen und einen präzisen Referenzrahmen für die Anerkennung ausländischer Diplome enthalten. Die Diplomanerkennung wird die landesweite berufliche Freizügigkeit weiterhin gewährleisten. Die Arbeitsgruppe soll dem Vorstand Anfang 2018 einen Vorschlag vorlegen.

Ärzteausbildung im Fokus

In Deutschland wurde der "Masterplan Medizinstudium 2020" beschlossen. Angehende Ärztinnen und Ärzte sollen vermehrt alltägliche Erkrankungen in der ambulanten und stationären Praxis kennenlernen. Bei der Zulassung werden soziale, kommunikative Kompetenzen und eine besondere Motivation für das Medizinstudium stärker gewichtet. Wie die NZZ schreibt, erarbeitet in der Schweiz das Bundesamt für Gesundheit ein Bedarfsmodell, das die benötigten Aus- und Weiterbildungskapazitäten in den Gesundheitsberufen abschätzen soll. Die Zürcher Regierung hat beschlossen, in der Ärzteausbildung mit St. Gallen und Luzern zusammenzuarbeiten.

SG: Studiengang in Wirtschaftsinformatik und Technik wird geprüft

Eine Machbarkeitsstudie der Universität St. Gallen schlägt die Einführung eines Wirtschaftsinformatik-Studiengangs mit technischer Ausrichtung vor. Die Autoren empfehlen, das erste Drittel des Curriculums mit Grundlagen aus den Kernfächern der Informatik zu belegen, das zweite Drittel könnte Themen der Wirtschaftsinformatik und Digitalisierung aufnehmen und das dritte Drittel Inhalte des Wirtschaftsstudiums. Die Universität St. Gallen bemüht sich nun um einem entsprechenden Auftrag und die notwendigen Mittel seitens der Politik.

Beratung

Digitaler Weiterbildungscoach

Die digitale Startup Firma CVCube wirbt damit, kostenlos, neutral und unabhängig Weiterbildungsinteressierten den Vergleich und die Buchung von Weiterbildungen zu ermöglichen. Die digitale oder telefonische Beratung werde individuell auf den Werdegang und zukünftige berufliche Schritte abgestimmt.

SDBB: Erste direkt in Italienisch verfasste Publikation

Zum ersten Mal stellt der SDBB-Verlag eine Broschüre vor, die direkt in Italienisch verfasst und nicht aus dem Deutschen oder Französischen übertragen wurde: "Pari opportunità nella scelta professionale" (Chancengleichheit bei der Berufswahl). Die Publikation, die im SDBB-Shop online verfügbar ist, enthält Aussagen von Berufsfachleuten, Ratschläge und Informationen zur Berufswahl aufgrund der eigenen Interessen.

Arbeitsmarkt

BFS: Vier von fünf Personen sind Erwerbspersonen

Die Nettoerwerbsquote in der Schweiz beträgt 81%. Dies ist einer neuen Auswertung des BFS zu entnehmen. Diese Zahl bedeutet, dass von fünf Personen (im Alter zwischen 15 bis 64 Jahren) deren vier arbeiten oder ihre Arbeitskraft anbieten. 1980 waren es noch 71%. Die Quote liegt in der Romandie und im Tessin tiefer als in der deutschen Schweiz. Die Tessiner Städte Bellinzona, Lugano, Chiasso oder Locarno verzeichnen beispielsweise eine Quote von 72 bis 73%, während Luzern (84%), Aarau (83%) und Winterthur (82%) rund zehn Prozentpunkte höher liegen.

Psychisch kranke Arbeitnehmende: Es braucht bessere Massnahmen

Probleme mit psychisch kranken Angestellten verlaufen oft negativ und enden in Arbeitsunfähigkeit und Jobverlust. Eine Studie der Psychiatrie Baselland und der Hochschule Luzern zeigt: Das Bewusstsein bei Führungskräften und Personalverantwortlichen, bei Versicherungen, Behörden oder Verbänden für das Problem psychisch belasteter und kranker Mitarbeitender ist trotz grosser Medienpräsenz seit Jahren immer noch sehr tief. Statt Appellen brauche es jetzt verbindlichere Massnahmen, um ein grundlegendes Umdenken herbeizuführen, so die Studie.

Assistenz- und Oberärzte arbeiten zu viel

Die Hälfte der Assistenz- und Oberärztinnen und -ärzte arbeitet mehr als die gesetzlich zulässigen 50 Stunden pro Woche. Die Folgen für das eigene Befinden und die Patientensicherheit sind gravierend. Dies zeigt eine Umfrage im Auftrag des Verbandes Schweizerischer Assistenz- und Oberärztinnen und -ärzte (VSAO). Die jungen Ärztinnen und Ärzte nennen in der Umfrage zahlreiche administrative Arbeiten ohne Bezug zur Patiententätigkeit, die sie im Arbeitsalltag selber erledigen müssen, die aber an andere Berufsgruppen delegierbar wären. Für die Reduktion solcher Arbeiten wird sich der VSAO im Sommer 2017 mit einer neuen Aktion bei den Spitälern einsetzen.
Medienmitteilung

Berufliche Integration

AMOSA-Bericht: Stellensuchende ohne Leistungsbezug

Jede dritte Person, die sich von einem RAV abmeldet, hat keine monetären Leistungen der Arbeitslosenversicherung bezogen. Dies zeigt eine Studie anhand der Daten aus zehn Kantonen (AMOSA-Gebiet). Bei den Stellensuchenden ohne Leistungsbezug handelt es sich um eine sehr heterogene Personengruppe; rund ein Drittel sind Erwerbstätige, die sich während der Kündigungsfrist angemeldet haben und deren Reintegrationspotenzial vergleichsweise hoch eingeschätzt wird. Über Details der Studie berichtet die Zeitschrift PANORAMA in ihrer Ausgabe vom Juni 2017.

Invalidenversicherung: Was bringt ein höheres Mindestrentenalter?

Zurzeit lässt sich laut Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) nicht nachweisen, dass Länder mit einem erhöhten Mindestrentenalter in der Invalidenversicherung bei der beruflichen Eingliederung erfolgreicher sind. Dies ist eines der Resultate des Vergleichs rentenvermeidender Reformen in fünf europäischen Ländern. Die Ergebnisse stützen gemäss BSV das Ziel der Revision "Weiterentwicklung der IV": Je jünger eine Person ist, desto intensiver müssen die Anstrengungen sein, um sie einzugliedern.
Medienmitteilung

ALV: 480 Mio. mehr für Arbeitslosenentschädigungen

Die Arbeitslosenversicherung (ALV) schliesst die Jahresrechnung 2016 mit einem Überschuss von 156 Millionen Franken und einem Schuldenstand von 2,5 Milliarden Franken ab. Die Aufwendungen stiegen von 6,81 auf 7,42 Milliaren Franken; Zunahmen sind unter anderem aus den Bereichen Arbeitslosenentschädigungen (von 5,18 auf 5,66 Mia.) sowie arbeitsmarktliche Massnahmen (von 598 auf 636 Mio.) zu vermelden. Für 2017 rechnet die Arbeitslosenversicherung mit einem Jahresdurchschnitt von 144'600 Arbeitslosen (Quote: 3,2%). Daraus dürfte sich ein Überschuss von 251 Millionen Franken ergeben.

Personalauswahl via Big Data: Wie man spricht, so ist man

Personalauswahl via Computer – das wird immer mehr eine Realität. Der Tages-Anzeiger berichtete über die Software Precire. Diese analysiert aufgrund eines Gesprächs mit einer sich bewerbenden Person Wortwahl, Komplexität der Sätze, Pausen, Sprachflüssigkeit, sprachliche Klarheit, Häufigkeit bestimmter Wörter, Eigenheiten der Stimme, und leitet daraus ein Persönlichkeitsprofil ab. Es liefert dem potenziellen Arbeitgeber Angaben, ob jemand kontaktfreudig, ausdauernd, kooperationsbereit, zielorientiert, teamfähig, extrovertiert, begeisterungs- und durchsetzungsfähig ist.

Neues Portal für den Personalverleih: gigme.ch

Mit der Vermittlung von Temporärmitarbeitenden werden in der Schweiz gut 10 Milliarden Franken umgesetzt. Mit gigme.ch ist ein neuer Dienstleister in diesen Markt eingetreten, dessen Preise nach eigenen Angaben "massiv tiefer" seien als bei der Konkurrenz. Auf der Plattform können arbeitsfähige Menschen ihre Dienstleistungen kostenlos offerieren, während Unternehmen Jobs ausschreiben oder Dienstleister direkt anfragen können. Anstellung und Abrechnung der Leistung sowie Sozialabgaben, Versicherungen oder Steuern wird von gigme.ch übernommen. Die Dienstleistung soll im Herbst 2017 auch auf Französisch und Italienisch angeboten werden.

Verschiedenes

PANORAMA ist neu auf Social Media präsent

PANORAMA hat je einen deutschsprachigen Auftritt auf vier Social-Media-Plattformen lanciert. Interessierte erhalten aktuelle News aus den PANORAMA-Fachgebieten sowie Hinweise auf PANORAMA-Dienstleistungen. Als Leitmedien fungieren weiterhin der Newsletter und die Zeitschrift, die Social-Media-Auftritte sind als Ergänzung dazu gedacht.
Links zu den PANORAMA-Seiten auf:
- Facebook
- Twitter
- LinkedIn
- XING