Ausgabe 02 | 2010

Fokus

Hochqualifizierte Stellensuchende

Ihnen beim Wiedereinstieg und beim Aufbau neuer Perspektiven zu helfen ist spezielle Herausforderung. Oft ist die psychische Stabilität angeschlagen.

Editorial: Wenig erforschtes Territorium

In der allgemeinen Wahrnehmung vermittelt der Begriff «hoch qualifiziert» in Verbindung mit Beruf und Arbeit den Eindruck von hohem Einkommen, Prestige und attraktiven Jobs. Doch hoch qualifizierte Menschen haben nicht automatisch bessere Chancen auf eine gut bezahlte Wunschstelle.

Oft bricht eine Welt zusammen

Bei der Betreuung von hochqualifizierten Stellensuchenden stehen oft zuerst psychische Probleme im Vordergrund. Erst wenn die Betroffenen sich aufgefangen haben und die Arbeitslosigkeit akzeptieren, werden sie wieder handlungsfähig. Sie können wieder Fuss fassen oder nehmen von Karriere-Erwartungen Abschied.

Mit 300 Projektpartnern eine Wiedereingliederung ermöglichen

Mit persönlicher Projektarbeit, einer bedürfnisgerechten Weiterbildung und individuellem Coaching bereitet der FAU Fachverein Arbeit und Umwelt hochqualifizierte Stellensuchende auf den Wiedereinstieg ins Erwerbsleben vor.

Der plötzliche Fall des erfolgreichen Spezialisten

Hochqualifizierte Arbeitslose finden oft nur mit Mühe eine geeignete Stelle, wenn sie nur «mit Erfahrung», aber ohne Abschlussdiplome aufwarten können. Diese Erfahrung macht auch der EDV-Spezialist Franz Misteli. Im Gespräch mit PANORAMA erzählt er, wie die Erfahrung der Arbeitslosigkeit seinen Alltag verändert hat.

Die hochqualifizierten Stellensuchenden — wer sind sie?

In den offiziellen Statistiken bezieht sich der Ausdruck «hoch qualifiziert» auf das Ausbildungsniveau der betroffenen Person. In der wirtschaftlichen und sozialen Realität erweist sich dieses Kriterium als unzureichend.

Berufsbildung

Die betriebliche Ausbildung im Urteil von Lehrabgängern

Die Schweizerische Post hat ehemalige Lernende zur Qualität der betrieblichen Ausbildung befragt. In deren Einschätzung wurde ihnen während der Übergangsphase ins Berufsleben (zu) wenig Unterstützung geboten. Nun wurden die Lehrangebote angepasst.

Mit der Laufbahnlogik brechen

Für Personalverantwortliche ist es nicht einfach, über Bewerberinnen und Bewerber mit Lebensläufen zu entscheiden, die von der Norm abweichen. Diese besitzen jedoch oft einen grossen Erfahrungsschatz, der für Betriebe sehr interessant sein kann.

Berufsberatung

Beratung wirkt auch langfristig

Die gute Umsetzung der beruflichen Pläne ist Ziel jeder Berufsberatung. Eine Studie der Universität Lausanne hat die längerfristige Wirkung von Beratungen auf die Befindlichkeit der Klienten untersucht. Es hat sich gezeigt, dass die Fähigkeit, eine Berufswahl zu treffen, ein Jahr nach der Beratung gestiegen ist.

Erste Arbeitswelt-Erfahrungen bereits mit 13

Jugendliche können von der Möglichkeit profitieren, bereits ab dem siebten Schuljahr über angepasste Praktika regelmässig zu arbeiten und dabei die Berufswelt kennen zu lernen. Im Projekt LIFT wurden neue Ansätze zur Förderung von schulisch und sozial Schwachen erprobt.

Neigungen von Frauen und Männern bleiben unterschiedlich

Trotz vielfältigen Freizeit- und Unterhaltungsangeboten finden Jugendliche Hobby und Sport weiterhin bedeutend weniger wichtig als Familie, Freunde und Arbeit. Dies zeigt die Befragung von rund 49000 Jugendlichen im Rahmen der eidgenössischen Jugendbefragung ch-x.

Arbeitsmarkt

Kritik an der Ausbildung HR-Fachmann/HR-Fachfrau

Der neu geschaffene Lehrgang wird von Verantwortlichen aus dem Umfeld des Vollzugs der Arbeitslosenversicherung unterschiedlich beurteilt. Umstritten ist insbesondere der Verzicht auf modularisierte Teilprüfungen und auf einzelne RAV-spezifische Lerninhalte.

Die interinstitutionelle Zusammenarbeit muss verbessert werden

Junge Erwachsene zwischen 18 und 25 Jahren sind überproportional von der Sozialhilfe abhängig. Viele haben einen Migrationshintergrund. Eine Studie fordert Massnahmen zur Verbesserung der Situation. Betroffene Institutionen nehmen dazu Stellung.

Glosse

Fachmann/Fachfrau Schlagfertigkeit

Sie kennen es, Sie hassen es: Sie stehen beim Apéro im Kreis von Leuten, und jemand nimmt Sie aufs Korn. «Na René, hab gesehen, dass du seit Kurzem ein Hufeisen auf dem Schreibtisch hast. Du bist doch nicht plötzlich abergläubisch geworden?»

Nächste Ausgabe

PANORAMA Nr. 5 | 2019 mit dem Fokus Gleichberechtigung erscheint am 25. Oktober.