Ausgabe 05 | 2012

Fokus

Transformation der Berufe

Die Arbeitswelt wandelt sich ständig und mit ihr die Aufgaben der Arbeitskräfte. So sind die Buchdrucker aus dem Arbeitsmarkt verschwunden. Der technologische Wandel bringt neue Berufsbilder hervor, die andere Qualifikationen verlangen. Wer profitiert von den Änderungen in der Berufswelt?

Editorial: "Stabilität durch Veränderung"

So überschreibt Emil Wettstein seinen Kommentar zur «Transformation der Berufe», dem Fokus dieser Nummer. Was angesichts der teilweise dramatischen Veränderungen der Berufswelt in den vergangenen Jahren überraschend anmutet, macht bei näherer Betrachtung durchaus Sinn.

Blei, Licht und Quark

Roland Kuster hat über 40 Jahre lang Schrift gesetzt. Es war das einzig Konstante in seinem Berufsleben. Er erlebte, wie aus einem Handwerk eine vollkommen digitalisierte Tätigkeit entstanden ist.

Berufsverbände kämpfen gegen Vorurteile

Die Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt lassen neue Berufe entstehen, andere durchlaufen Reformen oder erhalten einen neuen Namen. Klischees, die an gewissen Berufen haften, halten sich dennoch hartnäckig. Das Beispiel des Schweizerischen Baumeisterverbands zeigt, wie ein Verband solchen Vorurteilen entgegentritt.

Stabile Kernberufe fördern die Flexibilität der Fachkräfte

Ein modernes Berufsverständnis definiert Berufe über Arbeitszusammenhänge. Dies erfordert eine Entspezialisierung der Berufe und ihre Zusammenfassung in Kernberufe mit breitem Aufgabenbereich. Das gibt flexible Fachkräfte, die sich mit ihrem Beruf identifizieren.

Berufsbildung

Ausbilden mit Herz und Kalkül

In den 75 Jahren ihres Bestehens hat die Elektrotechnik-Firma Hans K. Schibli AG weit über 700 Lernende ins Berufsleben eingeführt. Heute wie früher geschieht dies aus praktischen und ökonomischen Gründen, aber auch aus Tradition und Überzeugung.

Berufsberatung

Gut gemeint, aber wenig konkret

Die Lehrpläne der Volksschule sagen wenig aus über die Rollen von Lehrpersonen, Eltern und Jugendlichen bei der Vorbereitung auf den Berufseinstieg. Lehrpersonen wünschen sich mehr institutionalisierte Kontakte zu betrieblichen Ausbildungsinstitutionen.

Subtile Mechanismen beeinflussen die Berufswahl

Trotz vielfältigen Fördermassnahmen ist in der Schweiz die Trennung der Berufe in frauen- und männerdominierte Tätigkeiten stärker ausgeprägt als in anderen Ländern. Der Schweiz entgeht dadurch ein grosses Potenzial an Fähigkeiten und Begabungen.

Stütze und Stabilität durch Beziehung

Die kirchliche Beratungsstelle Kabel hat sich auf Lehrlingsfragen spezialisiert und versteht sich als Ergänzung zu den staatlichen Beratungsangeboten. Junge Menschen, ihre Eltern und Ausbildungsverantwortliche finden dort schnelle Hilfe und enge Begleitung.

Arbeitsmarkt

Mit einem Fuss im ersten Arbeitsmarkt

Valtex Multiservice bewegt sich bei der beruflichen Wiedereingliederung zwischen dem ersten und dem zweiten Arbeitsmarkt. Die vom regionalen Arbeits- und Berufsberatungszentrum Monthey geführte Sozialfirma stellt sich dem Unternehmerrisiko.

Mit etwas Glück reichts noch für eine Teilzeitstelle

Wer über 55-jährig ist, findet nur mit Mühe eine neue Stelle. Doch wie gehen persönlich Betroffene eigentlich mit ihrem frustrierenden Schicksal um? Mit welcher Einstellung und welchen Reaktionen meistern sie ihre schwierige Situation: Vier Begegnungen.

Glosse

Laubrecyclistin, Laubrecyclist EFZ

Wenn im Herbst die Natur entschlummert, brechen sie brutal dröhnend die Stille. Niemand will sie, viele haben sogar einen regelrechten Widerwillen gegen sie entwickelt. Trotzdem wendet jede Gemeinde Steuergelder auf, damit sie zum Einsatz kommen können. Die Rede ist von den Laubbläsern.

Nächste Ausgabe

PANORAMA Nr. 5 | 2019 mit dem Fokus Gleichberechtigung erscheint am 25. Oktober.