PANORAMA: Die Fachzeitschrift

Die Zeitschrift PANORAMA richtet sich mit Artikeln, Interviews, Kommentaren, Rezensionen und Kurzinfos von Fachautoren und -autorinnen aus Forschung und Praxis an ein Fachpublikum in den Bereichen Berufsbildung, Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung und Arbeitsmarkt. Sie ist die führende Fachzeitschrift in diesen Bereichen und erscheint in Deutsch und in Französisch. PANORAMA informiert über Entwicklungen in Wissenschaft und Praxis, greift Themen auf, untersucht, vertieft, vergleicht, diskutiert und stellt Zusammenhänge her. Die drei Fachbereiche werden im PANORAMA gleichwertig behandelt. Im Rahmen des Fachmedienverbundes PANORAMA übernimmt die Fachzeitschrift die Rolle des Vertiefungsmediums, das Entwicklungen vernetzt betrachtet, analytisch durchleuchtet und mit Kommentaren begleitet. PANORAMA ergänzt damit den Newsletter PANORAMA.aktuell. Mehr
 
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PANORAMA Aktuelle Ausgabe

Editorial

Lachen Sie oft während der Arbeit? — Beratungsgespräche sind von Natur aus eher eine ernste Sache. Insbesondere, wenn im Gespräch bald die Lebensgeschichte in den Fokus rückt und gleich die ganze Lebenssituation infrage gestellt wird.

Fokus

Menschen, die in der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung Unterstützung suchen, fragen immer öfter nach dem Sinn ihrer Arbeit oder sie leiden unter Stress. Je stärker solche Aspekte in die Beratung einfliessen, desto mehr stellt sich die grundsätzliche Frage, wie weit die damit verbundenen Beratungsleistungen zum Aufgabenspektrum der öffentlichen Angebote gehören.

Mit dem «Case Management Berufsbildung» übernehmen die Berufs-, Studien- und
Laufbahnberatungen die Verantwortung für eine Aufgabe, deren Konsequenzen auf ihre eigene Arbeit erst ansatzweise erkennbar sind. Neben Information und Beratung tritt die Vernetzung, das eigene Tätigkeitsprofil gerät in Bewegung. 


Wer eine Kompetenzbilanz erstellt, erfährt wesentlich mehr über sich als bei einer Berufsberatung. Sie öffnet den Blick auf die eigene Person und das bisherige Leben, und das kann zu neuem Selbstvertrauen führen. Die meist in der Mitte des Berufslebens stehenden Teilnehmenden finden durch die Gruppenarbeit neue berufliche Perspektiven.


Berufsbildung

Der im Februar 2010 publizierte erste offizielle Bildungsbericht für die Schweiz zeigt eine Berufsbildung, die sich nach der Lehrstellenkrise der 90er Jahre in guter Verfassung befindet. Die Bildungsstufen werden anhand der Kriterien Effektivität, Effizienz und Equity beurteilt.

Schulnoten sind für Wirtschaftsberufe wichtiger als im Baugewerbe. Sozial- und Methodenkompetenzen werden dafür im Baugewerbe stärker beachtet. Eine Befragung im Rahmen des Forschungsprojekts «FASE B» gibt Hinweise, worauf Berufsbildende achten, wenn sie neue Berufslernende auswählen. 


Drei Faktoren beeinflussen den Erfolg beim Übergang von der Schule ins Berufsleben: Eine objektive und damit bessere Selektion, die Pflege der Beziehung zu den Ausbildenden und schulische Angebote zum Thema Arbeitsmarkt. Damit lassen sich auch benachteiligte Jugendliche beim Schritt in den Lehrstellen- und Arbeitsmarkt besser unterstützen.


Berufsberatung

Personen aus sozial höher gestellten Elternhäusern sind in der Regel etwas intelligenter, gewissenhafter und durchsetzungsfähiger als ihre gleichgeschlechtlichen Altersgenossen aus tieferen sozialen Schichten. Das hat Auswirkungen auf die Karriere. 



Mit dem Ende des Schweizerischen Verbands für Berufsberatung ging eine politische Stimme für die Interessen der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung verloren. Andrea Egli, Präsidentin der Fachvereinigung für Berufsberatung FAB, über die entstandene Lücke und Chancen.



Nach über 100-jährigem Bestehen ist der Schweizerische Verband für Berufsberatung vor Jahresfrist aufgelöst worden. Ein Rückblick und Erklärungen, wie es dazu kam.


Arbeitsmarkt

PANORAMA hat fünf Fachpersonen aus Verwaltung, Sozialpartnerschaft und Wissenschaft über die Vorteile und die Grenzen von Kurzarbeit befragt. Ihre Wirkung auf die Sicherung von Arbeitsplätzen ist umstritten. Bei aller Unterschiedlichkeit der Positionen wird aber deutlich: Alternativen gibt es wenige.

Die Sozialversicherungen sind in der Schweiz aufgesplittert und konkurrenzieren sich gegenseitig. Der Verein Denknetz Schweiz schlägt deshalb die Einführung einer allgemeinen Erwerbsversicherung AEV vor, die das System vereinheitlichen und Lücken schliessen soll.

Die kapitalistische Wirtschaft ist durch die atemlose Jagd nach Maximierung aus den Fugen geraten. Der Publizist und Ökonom Roger de Weck fordert in seinem kürzlich erschienenen Buch ein neues Gleichgewicht zwischen Kapital und Arbeit, zwischen Markt und Staat.


Ausblick

Die nächste PANORAMA-Ausgabe beleuchtet Fragen rund um das Thema «hochqualifiziert». Welches sind die adressenspezifischen Herausforderungen, wie lassen sich diese Stellensuchenden vermitteln? Zudem: Eine Diskussion des Begriffs «hochqualifiziert» und ein Porträt eines hochqualifizierten Stellensuchenden