Ausgabe 2/2007: Hochqualifizierte Jugendliche

Pierre-Yves Puippe
Der Beruf als Leidenschaft
Margrit Stamm
Kluge Köpfe und goldene Hände
Gibt es in der beruflichen Ausbildung begabte Schreiner, Metzgerinnen oder Sanitätrinstallateure? Wirft man einen Blick in die Literatur, so muss man diese Frage verneinen. Obwohl jedes Jahr tausende von Aufsätzen die Bedeutung der Begabtenforschung und -förderung belegen, sucht man fast vergebens nach dieser Thematik in der Berufsbildung.
Dominik Erni
Was kommt nach der Teilnahme an einer Berufsweltmeisterschaft?
Die Teilnahme an einer Weltmeisterschaft zeugt zweifellos von überdurchschnittlichen beruflichen Fähigkeiten. Wie wirkt sich die Tatsache, eine derartige Herausforderung angenommen zu haben, auf die weitere berufliche Laufbahn aus? Die Porträts einiger Teilnehmender an den Weltmeisterschaften zwischen 1995 und 1999 liefern Antworten auf diese Frage.
Karin Bachmann Hunziker
Wer sind die Jugendlichen in den Brückenangeboten?
Seit einigen Jahren haben immer mehr Jugendliche Probleme, direkt nach der obligatorischen Schule Zugang zu einer zertifizierenden nachobligatorischen Ausbildung zu finden. Laut TREE tritt fast ein Fünftel der Jugendlichen auf indirektem Weg in die Ausbildung ein – nach einem Übergangsjahr in Form eines Praktikums, einer Vorlehre, eines Sprachaufenthalts oder des Besuchs eines Brückenangebots.
Res Marty
Geburtshelfer beim Eintritt in die Welt der Erwachsenen
Die Gründe, weshalb Jugendliche Mühe haben, eine berufliche Grundbildung zu ergreifen und zu durchlaufen, sind vielfältig. Sie kumulieren sich meist. Der Gesetzgeber hat mit der «individuellen Begleitung» ein Angebot für Lernende in der zweijährigen Grundbildung geschaffen, die dieser Komplexität gerecht werden könnte. Ein neuer Leitfaden garantiert ein harmonisiertes Vorgehen der Kantone.
Berufsbildung in Kürze
Die EU lanciert eine neue Generation von Bildungsprogrammen / «Botschafter der Wirtschaft» unterstützen die Berufswahl / Frankreich: Die Mobilität der Lernenden soll gestärkt werden / BTT ehrt Rolf Dubs in einer eigenen Publikation
Florian Imstepf
Zerrbilder korrigieren
Vertreter der privaten Stellenvermittler stellen regelmässig falsche Vergleiche zur öffentlichen Vermittlung auf. Sie blenden den gesetzlichen Auftrag der regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) ganz einfach aus. Anstelle der künstlich forcierten Abgrenzung wäre eine intensivere Zusammenarbeit für alle Beteiligten von Vorteil.
Tindaro Ferraro
Den beruflichen Alltag und die Lebenswelt meistern
In den gängigen Sprachlehrmitteln kommen arbeitsbezogene Themen oft zu kurz. Fremdsprachige Stellensuchende können sich deshalb in Deutschkursen oft zu wenig gezielt auf den betrieblichen Alltag vorbereiten. Aus diesem Grund haben einige Deutschschweizer Arbeitsämter in Zusammenarbeit mit dem Staatssekretariat für Wirtschaft (seco) ein Rahmenkonzept zur arbeitsmarktorientierten Deutschförderung entwickelt.
Pierre Gfeller
Die Leiharbeit ist gesamtschweizerisch stark im Vormarsch
Die im Rahmen von Leiharbeit geleisteten Arbeitsstunden haben sich in der Schweiz zwischen 1993 und 2005 vervierfacht. Sie umfassen 1,6 Prozent der Gesamtbeschäftigung. Besonders stark vertreten sind ausländische Arbeitskräfte. Sie repräsentieren etwas mehr als die Hälfte der Leiharbeitenden. Diese und weitere Fakten gehen aus einer Untersuchung des Observatoire Romand et Tessinois de l’Emploi hervor (1)
Chantal Magnin
Prekäre Arbeit: viele Gesichter, verschiedene Strategien
Prekäre, unsichere Arbeitsverhältnisse nehmen tendenziell zu. Sie manifestieren sich in unterschiedlichen Formen. Wie wird Prekarität von den betroffenen Menschen erlebt? Welche Bewältigungsstrategien entwickeln sie? Diese Kernfragen erhellt eine im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms 51 „Integration und Ausschluss“ durchgeführte Untersuchung (1).
Arbeitsmarkt in Kürze
Sind Ältere auf dem Arbeitsmarkt chancenlos? / Wenn Arbeit krank macht / Mehr und besser qualifizierte Einwanderer
Othmar Kürsteiner
Eine neue Zeitschrift für Fachleute in der Studienberatung
Rudolf Bähler
Wegweiser durch den Coaching-Dschungel
Christian Imdorf
Warum Lehrbetriebe ausländische Jugendliche meiden
Dass ausländische Jugendliche wegen schulischer Defizite Probleme haben, eine Lehrstelle zu finden, ist falsch. Lehrbetriebe halten vielmehr nach Auszubildenden Ausschau, von denen sie sich eine möglichst unproblematische Ausbildung versprechen. Als ausländisch geltende Jugendliche stehen fälschlicherweise im Verdacht, Extraprobleme zu verursachen. Das führt die Betroffenen in einen Teufelskreis.
Matthias Kuert Killer
Auf der Wartebank, Jugendliche im Motivationssemester
Berufsberatung in Kürze
Diskussionen über die Zukunft der Fachverbände / F: Begleitung von Jugendlichen / Ausbildungspraktika für behinderte Jugendliche / Studienwahlparcours an Schwyzer Mittelschulen / Die HAP hat einen neuen Rektor erhalten
Neue Publikationen
Christian Ballenegger
Christian Ballenegger stellt sich vor
Zu den Aufsätzen in diesem Heft
Dominic Volken
Berufsbildungsfonds - BBT stellt richtig